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Dokumentenidentifikation DE4314190B4 15.03.2007
Titel Zeigerinstrument
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Matl, Helmut, 64823 Groß-Umstadt, DE;
Wilhelm, Heinz-Günther, 65191 Wiesbaden, DE;
Martinez-Gottschalk, José, 61476 Kronberg, DE
Vertreter Klein, T., Dipl.-Ing.(FH), Pat.-Anw., 55263 Wackernheim
DE-Anmeldedatum 30.04.1993
DE-Aktenzeichen 4314190
Offenlegungstag 05.01.1994
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.03.2007
IPC-Hauptklasse G12B 11/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01D 13/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   G01P 1/08(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B60K 35/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Zeigerinstrument mit einem biegsam ausgebildeten Zifferblatt mit einem Durchlaß für eine Zeigerwelle, welches durch Niederhaltemittel gegen eine Anlagefläche einer Frontplatte, üblicherweise der Vorderseite eines Lichtleiters, gehalten ist. Solche Zeigerinstrumente sind in Kraftfahrzeugen allgemein bekannt und gebräuchlich.

Üblicherweise ist bei Zeigerinstrumenten der vorstehenden Art die Frontplatte als Lichtleiter ausgebildet. Das relativ dünnwandige Zifferblatt ist meist außenseitig an seinem Rand eingespannt und dort gegen die Frontplatte gehalten. Da es aufgrund der im Zeigerinstrument durch die dort vorgesehenen Lampen entstehenden Wärme dazu neigt, sich im mittleren Bereich zum Zeiger hin auszubeulen, ist es erforderlich, dort Niederhaltemittel vorzusehen, damit das Zifferblatt: nicht gegen den Zeiger gelangen und ihn dadurch blockieren kann.

Als Niederhaltemittel sieht man bei solchen Zifferblättern üblicherweise zu beiden Seiten der Zeigerwelle jeweils eine durch das Zifferblatt in die Frontplatte führende Schraube vor.

Solche Schrauben sehen jedoch unschön aus, zumal es häufig beim Festschrauben leicht zu einem Zerkratzen der Oberfläche der Schrauben durch den Schraubendreher kommt. Oftmals wird es deshalb nach dem Festziehen der Schrauben erforderlich, Beschädigungen von Hand mittels Farbe abzudecken, was natürlich zeitaufwendig ist.

Auf Schrauben als Niederhaltemittel könnte man verzichten, wenn man das Zifferblatt auf die Frontplatte kleben würde. Eine Klebeverbindung bedingt jedoch einen relativ großen Fertigungsaufwand und würde zu einer Beeinträchtigung der für die Totalreflexion des Lichtes erforderlichen, glatten Oberfläche der Frontplatte führen.

Aus der DE 31 20 925 A1 ist ein Zeigerinstrument mit einem biegsam ausgebildeten Zifferblatt mit einem Durchlass für eine Zeigerwelle bekannt, welches durch Niederhaltemittel gegen eine Anlagefläche einer Frontplatte gehalten ist.

Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, ein Zeigerinstrument der eingangs genannten Art so auszubilden, dass sein Zifferblatt auf möglichst einfache Weise gegen seine Frontplatte gehalten ist.

Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Frontplatte einen mit der Zeigerwelle koaxialen, durch den Durchlass des Zifferblattes führenden Ansatz mit zumindest einem geringfügig über das Zifferblatt greifenden, radialen Vorsprung oder zur Zeigerwelle diametrale, durch den Durchlass des Zifferblattes führende Ansätze mit jeweils einem geringfügig über das Zifferblatt greifenden, radialen Vorsprung hat und dass der Durchlass des Zifferblattes zum Erzeugen einer Renkverbindung mit dem den Vorsprung aufweisenden Ansatz bzw. Ansätzen ausgebildet ist.

Durch diese Gestaltung des Zeigerinstrumentes kann sein Zifferblatt völlig ohne Werkzeug auf der Frontplatte derart befestigt werden, dass ein Ausbeulen im mittleren Bereich und damit ein Blockieren des Zeigers des Anzeigeinstrumentes ausgeschlossen ist. Die erfindungsgemäße, umgangssprachlich meist als Bajonettverbindung bezeichnete Renkverbindung ist sehr rasch und einfach zu montieren und bedingt geringeren baulichen Aufwand als der für zwei Schrauben als Niederhaltemittel.

Für mit einem Lichtleiter nach dem Durchlichtprinzip arbeitende Zeigerinstrumente ist es vorteilhaft, wenn gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung der Ansatz einstückig mit der Frontplatte und zum Einkoppeln von Licht in den Zeiger des Zeigerinstrumentes ausgebildet ist. Eine solche Ausführungsform ist besonders kostengünstig herstellbar und erlaubt eine besonders verlustarme Beleuchtung der Ziffern des Zifferblattes und des Zeigers.

Konstruktiv besonders einfach ist das Zeigerinstrument gestaltet, wenn der Ansatz im Querschnitt zylindrisch ist und zwei lappenartige, zueinander gegenüberliegende Vorsprünge aufweist und der Durchlaß entsprechend kreisförmig ist und zwei gegenüberliegende Ausnehmungen zum Durchführen der Vorsprünge in einer Winkelstellung des Zifferblattes relativ zum Ansatz hat.

Das Zifferblatt gelangt nach dem Aufschieben auf den Ansatz zu Beginn seines Verdrehens zuverlässig unter die Vorsprünge, wenn gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung die dem Zifferblatt zugewandte Unterseite beider Vorsprünge jeweils zumindest an der Einlaufseite als sich dem Zifferblatt axial nähernde Rampe ausgebildet ist.

Statt eines koaxialen Ansatzes besteht gleichfalls die Möglichkeit, zwei zur Zeigerwelle diametrale Ansätze vorzusehen, die über Vorsprünge das Zifferblatt im zentralen Bereich halten und führen.

Renkverbindungen bedingen eine Verdrehsicherung, wenn man verhindern will, daß die miteinander verbundenen Teile sich ungewollt voneinander lösen können. Zifferblätter müssen ebenfalls in einer bestimmten Winkelstellung positioniert werden, damit ihre Skala richtig ausgerichtet ist. Diese beiden Erfordernisse lassen sich durch eine einzige Verdrehsicherung erfüllen, wenn die Frontplatte mit Abstand zu dem koaxialen Ansatz einen in der richtigen Winkelstellung des Zifferblattes in einen weiteren Durchlaß des Zifferblattes oder eines mit ihm drehfest verbundenen Teiles greifenden Vorsprung hat.

Eine besonders gute Ablesbarkeit des Zeigerinstrumentes ist dann gegeben, wenn das Zifferblatt gewölbt ausgebildet ist, wobei der Durchlaßbereich des Zifferblattes vom Betrachter weggerichtet ist. Der Betrachter schaut damit auf ein nach hinten gewölbtes Zifferblatt. Bei dieser bevorzugten Gestaltung läßt sich das Zifferblatt besonders einfach mit der Frontplatte montieren und die Renkverbindung herbeiführen, wenn die Frontplatte im Bereich ihrer Umfangskante mit einem sich in Richtung des Zifferblattes erstreckenden, umlaufenden Steg versehen ist, an dem das Zifferblatt im Bereich dessen äußeren Randes anliegt. Das Zifferblatt ist damit radial außen mittels des umlaufenden Steges geführt und mittels der Renkverbindung im inneren Durchlaßbereich in Richtung der Frontplatte fixiert. Zusätzlich kann vorgesehen sein, daß auch das Zifferblatt im Bereich seiner Umfangskante mit einem sich in Richtung der Frontplatte erstreckenden, umlaufenden Steg versehen ist, der den umlaufenden Steg der Frontplatte radial außen hintergreift. Dies bedingt zu einem einen optimalen Halt des Zifferblattes relativ zur Frontplatte in radialer Richtung gesehen, andererseits kann dann, wenn auch der Randbereich des Zifferblattes geschwärzt ist, wirksam verhindert werden, daß in die Frontplatte ein gekoppeltes Licht radial aus der Frontplatte dringt. Andererseits weist ein derart, deckelförmig gestaltetes Zifferblatt eine hohe Steifigkeit auf, womit die Gefahr von Verwerfungen und Wellenformbildung des Zifferblattes aufgrund der von den Lichtquellen erzeugten Wärme weiter reduziert ist.

Sowohl bei Verwendung eines ebenen als auch eines gewölbten Zifferblattes wird es als vorteilhaft angesehen, wenn eine besondere Fixierung des Zifferblattes relativ zur Frontplatte im Randbereich dieser Teile vorgesehen ist. So kann die Frontplatte beispielsweise im Randbereich mehrere, über den Umfang verteilt angeordnete, sich radial erstreckende Auflageabschnitte aufweisen, die mit Rastelementen versehen sind, sowie das Zifferblatt im Randbereich mit, bezüglich der Anzahl und der Anordnung der Rastelemente übereinstimmenden Durchlässen versehen sein, in die die Rastelemente bei Erreichen der Renkverbindung rastieren. Es ist damit ausgeschlossen, daß nach dem Befestigen des Zifferblattes dieses sich unbeabsichtigt von der Frontplatte löst. Zusätzlich kann die Frontplatte im Randbereich mehrere über den Umfang angeordnete, sich radial erstreckende Auflageabschnitte aufweisen, die mit Zentrierzapfen versehen sind, sowie das Zifferblatt im Randbereich mit bezüglich der Anzahl und der Anordnung der Zentrierzapfen übereinstimmenden Durchlässen versehen sein, in die die Zentrierzapfen bei Erreichen der Renkverbindung eingreifen. Bei dieser Weiterbildung ist nicht nur sichergestellt, daß eine feste Verbindung zwischen dem Zifferblatt und der Frontplatte über die Rastelemente erfolgt, sondern in der rastierten Stellung das Zifferblatt und die Frontplatte auch definiert zueinander geführt sind, das heißt, mittels der Zentrierzapfen. Vorteilhaft sind drei Rastelemente vorgesehen, die in einem Kreiswinkel von etwa 120° zueinander angeordnet sind, im übrigen reicht es aus, wenn zwei Rastelementen die Zentrierzapfen zugeordnet sind.

Aus optischen Gründen sollten die Rastelemente und/oder die Zentrierzapfen außerhalb des für den Betrachter des Zeigerinstrumentes sichtbaren Bereiches des Zifferblattes angeordnet sein. Es kann hierzu das Zifferblatt mehrere radial nach außen gerichtete Ansätze mit den genannten Durchlässen aufweisen. In diesem Fall sollte der die Rastelemente und/oder die Zentrierzapfen aufweisende Randbereich der Frontplatte mit dem dem Zifferblatt zugewandten freien Ende des umlaufenden Steges verbunden sein.

Oftmals ist unmittelbar neben einem Zifferblatt ein weiteres Zeigerinstrument mit einem Zifferblatt angeordnet. Beispielsweise befindet sich in Kombinations-Instrumenten für Kraftfahrzeuge oftmals eine Kühlwassertemperaturanzeige unmittelbar neben einer Drehzahlanzeige. In solchen Fällen kann man die Positionierung und Drehsicherung beider Zifferblätter vereinfachen, wenn das Zifferblatt mit einem zweiten Zifferblatt für ein weiteres Zeigerinstrument mit einer außermittig angeordneten Zeigerwelle zu einer Einheit zusammengefasst ist und wenn das zweite Zeigerinstrument koaxial zu seiner Zeigerwelle den in den Durchlass seines Zifferblattes greifenden Vorsprung hat.

Die Erfindung lässt zahlreiche Ausführungsformen zu. Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzipes sind zwei davon in der Zeichnung dargestellt und werden nachfolgend beschrieben. Diese zeigt in

1 für eine erste Ausführungsform, unter Verwendung eines ebenen Zifferblattes, eine Ansicht eines Zeigerinstrumentes mit abgenommenem Zeiger,

2 eine Draufsicht auf den mittleren Bereich des Zeigerinstrumentes nach 1, in einem stark vergrößerten Maßstab,

3 einen senkrechten Schnitt durch den Bereich nach 2 entlang der Linie III-III,

4 einen senkrechten Schnitt entlang einer Linie IV-IV in 2,

5 für eine zweite Ausführungsform mit gewölbtem Zifferblatt eine Ansicht der Frontplatte in Richtung des Betrachters des Zeigerinstrumentes gesehen,

6 einen Schnitt entlang einer Linie VI-VI in 5,

7 einen Schnitt entlang der Linie VII-VII in 5,

8 einen Schnitt entlang der Linie VIII-VIII in 5,

9 das bei der zweiten Ausführungsform Verwendung findende gewölbte Zifferblatt in einer Ansicht in Richtung des Betrachters des Zeigerinstrumentes gesehen, ohne Bezifferung des Zifferblattes,

10 einen Schnitt gemäß der Linie X-X in 9 und

11 einen Schnitt entlang der Linie XI-XI in 9.

Die 1 zeigt ein Zeigerinstrument 1, bei dem zwei Zifferblätter 2, 3 zu einer Einheit zusammengefasst sind und auf einer als Lichtleiter ausgebildeten Frontplatte 13 aufliegen. Bei dem Zifferblatt 2 handelt es sich um das eines Drehzahlmessers und bei dem im Durchmesser wesentlich kleineren Zifferblatt 3 um das einer Temperaturanzeige für das Kühlwasser. Das Zifferblatt 2 hat einen mittigen Durchlaß 4, in welchen ein Ansatz 5 greift, der eine Bohrung 6 für eine nicht gezeigte Zeigerwelle aufweist.

Der Ansatz 5 hat zwei einander gegenüberliegende Vorsprünge 7, 8, die geringfügig über das Zifferblatt 2 greifen und dieses dadurch niederhalten.

Auch das Zifferblatt 3 hat einen Durchlaß 9, in welchen ein Vorsprung 17 greift. Im Gegensatz zum Zifferblatt 2 befindet sich der Durchlaß 9 des Zifferblattes 3 jedoch in einer Randlage.

Die 2 zeigt gegenüber 1 stark vergrößert den Ansatz 5, der im Querschnitt kreisförmig ausgebildet ist, mit seinen beiden lappenartigen Vorsprüngen 7, 8. Weiterhin ist in 2 zu erkennen, daß der Durchlaß 4 zwei im Querschnitt den Vorsprüngen 7, 8 entsprechende, radiale Ausnehmungen 10, 11 hat. Dreht man das Zifferblatt 2 aus der dargestellten Position um etwa 45° entgegen dem Uhrzeigersinn, dann gelangen die Ausnehmungen 10, 11 unter die Vorsprünge 7, 8, so daß man dann das Zifferblatt 2 axial von seiner in 3 gezeigten Anlagefläche 12 abheben kann.

In der 3 ist eine als Lichtleiter ausgebildete Frontplatte 13 teilweise dargestellt, auf deren Anlagefläche 12 das Zifferblatt 2 aufliegt und auf die es von den Vorsprüngen 7, 8 des Ansatzes 5 gehalten wird. Weiterhin sind in 3 die Bohrung 6 und ein Lichtumlenkkegel 14 zu sehen, durch den Licht aus der Frontplatte 13 in den Ansatz 5 umgelenkt wird, so daß es von dort in den nicht gezeigten Zeiger gelangen kann.

Um die Montage des Zifferblattes 2 zu erleichtern, ist die Unterseite, also die dem Zifferblatt 2 zugewandte Seite der Vorsprünge 7, 8 an der Einlaufseite jeweils als eine sich von der Einlaufseite her der Anlagefläche 12 nähernde Rampe 15, 16 ausgebildet.

Die 4 zeigt, wie die Frontplatte 13 mit dem Vorsprung 17 in den Durchlaß 9 des Zifferblattes 3 greift. Hierdurch werden beide Zifferblätter 2, 3 positioniert und fixiert.

Bei der Montage der Zifferblätter 2, 3 schiebt man zunächst das Zifferblatt 2 mit dem Durchlaß 4 über den Ansatz 5. Dann dreht man die beiden zusammenhängenden Zifferblätter im Uhrzeigersinn so lange, bis der Vorsprung 17 in den Durchlaß 9 zu greifen vermag und dadurch die radialen Vorsprünge 7, 8 des Ansatzes 5 über das Zifferblatt 2 greifen.

Bei der in den 5 bis 11 beschriebenen weiteren Ausführungsform sind mit der in den 1 bis 4 beschriebenen ersten Ausführungsform übereinstimmende Teile der Einfachheit halber mit denselben Bezugsziffern bezeichnet.

Die 5 bis 8 zeigen die besondere Gestaltung der Frontplatte zur Aufnahme des gewölbten Zifferblattes 2. Der im wesentlichen ebene Frontplattenabschnitt 20 weist im Bereich seiner Umfangskante 18 einen sich in Richtung des aufzunehmenen Zifferblattes 2 erstreckenden, umlaufenden Steg 19 auf. Im Bereich der freien Umfangskante 21 des Steges 19 setzt sich die Frontplatte 13 in drei sich radial nach außen erstreckende Auflageabschnitte 22 fort, wobei benachbarte Auflageabschnitte 22 bezüglich des Frontplattenmittelpunktes einen Winkel von jeweils 120° miteinander einschließen. Die Auflageebene der Auflageabschnitte 22 befindet sich in einer Ebene, der mit dem freien Ende des Steges 19 abschließt und parallel zur zurückgesetzten, zentralen Auflagefläche 12 des Frontplattenabschnittes 20 angeordnet ist. Wie insbesondere der vergrößerten Darstellung der 8 zu entnehmen ist, weist jeder Auflageabschnitt 22 auf seiner, dem aufzunehmenden Zifferblatt 2 zugewandten Seite ein Rastelement 23 in Art eines Klipses auf, zusätzlich sind zwei der drei Auflageabschnitte 22 mit sich senkrecht zur Auflageebene dieser Auflageabschnitte 22 erstreckenden Zentrierzapfen 24 versehen. Im Bereich der Bohrung 6 der Frontplatte 13 sind die diametral zu dieser angeordneten beiden Ansätze 5 vorgesehen, wobei, wie der vergrößerten Detaildarstellung in 7 zu entnehmen ist, diese unmittelbar von der Anlagefläche 12 ausgehen. Die Ansätze 5 weisen in Richtung des Frontplattenumfanges gerichtete hakenförmige Vorsprünge 7, 8 auf. Der Abstand der Anlagefläche 2 zur zugewandten Kontur der Vorsprünge 7, 8 ist geringfügig größer als die Stärke des Zifferblattes 2 im zentralen Bereich.

Über seitliche Ansätze 26 der Frontplatte 13 wird Licht in diese eingespeist. Bei der dargestellten Frontplatte 13 handelt es sich um eine solche, die bei einem Zeigerinstrument 1 in Art eines Tachometers Verwendung findet. Entsprechend weist die Frontplatte 13 zwei längliche Durchbrüche zur Wiedergabe zusätzlicher Informationen an, beispielsweise zur Darstellung der Gesamtkilometeranzeige bzw. der gefahrenen Tageskilometer.

Die Ausgestaltung des mit der Frontplatte gemäß der Darstellung in den 5 bis 8 zusammenwirkenden Zifferblattes 2 ist in den 9 bis 11 veranschaulicht. Diese Figuren zeigen, daß der eigentliche, sichtbare Zifferblattabschnitt 28 in Richtung des mittigen Durchlasses 4 gewölbt ausgebildet ist. Im Bereich seiner Umfangskante, das heißt, außen unmittelbar an dem gewölbten Zifferblattabschnitt 28 anschließend, ist das Zifferblatt 2 mit einem sich in Richtung der Frontplatte, somit axial erstreckenden, umlaufenden Steg 29 versehen, der bei auf die Frontplatte 13 aufgelegtem Zifferblatt 2 diese radial außen hintergreift, das heißt, es hintergreift der Steg 29 des Zifferblattes 2 den Steg 19 der Frontplatte 13. Im Bereich der Auflageabschnitte 22 der Frontplatte 13 ist das Zifferblatt 2 einschließlich des Steges 29 nach außen gezogen, so daß entsprechende Auflageabschnitte 30 bei montiertem Zifferblatt 2 in Anlage mit den Auflageabschnitten 22 der Frontplatte 13 gelangen.

Entsprechend der Position der drei Rastelemente 23 und der beiden Zentrierzapfen 24 der Frontplatte 13 weist das Zifferblatt 2 im Bereich der drei Auflageabschnitte 30 drei Löcher 31 zur Aufnahme der Rastelemente 23 und zwei Löcher 32 zur Aufnahme der beiden Zentrierzapfen 24 auf.

In 9 ist eine Mittellinie 33 zwischen den beiden Löchern 31 und 32 eines Auflageabschnittes 30 verdeutlicht, die durch den Mittelpunkt des mittigen Durchlasses 4 geht. Bezüglich dieser Mittellinie schließt die Verbindungslinie 34 der radialen Ausnehmungen 10, 11 des Zifferblattes 2 einen Winkel von 15° ein. Zum Verbinden des in Richtung der Frontplatte 13 gewölbten Zifferblattes 2 wird dieses hinsichtlich seiner radialen Ausnehmungen 10, 11 mit den Vorsprüngen 7 und 8 fluchtend auf die Frontplatte 13 aufgelegt, wobei der, auf die Orientierung der 5 bezogen, obere Auflageabschnitt 22 der Frontplatte 13 mit dem zugeordneten Rastelement 23 und Zentrierzapfen 24 im Bereich des Schnittpunktes 35, den zugeordneten Auflageabschnitt 30 des Zifferblattes 2 kontaktiert. Entsprechend gelangen die anderen Rastelemente 23 bzw. der andere Zentrierzapfen 24 in Anlage mit den anderen Auflageabschnitten 30 des Zifferblattes 2. In dieser Position wird das Zifferblatt 2 im Bereich seines mittigen Durchlasses 4 gegen die Anlagefläche 12 der Frontplatte 13 gedrückt und, auf die Orientierung der 9 bezogen, entgegen dem Uhrzeigersinn, um den Winkel von 15° gedreht, so daß einerseits die Ansätze 25 der Vorsprünge 7, 8 aus dem Bereich der radialen Ausnehmungen 10, 11 des Zifferblattes 2 herausbewegt werden und dieses im zentralen Bereich hintergreifen und andererseits die Rastelemente 23 sowie Zentrierzapfen 24 in Deckung mit den Löchern 31 und 32 des Zifferblattes 2 gelangen. Abschließend werden die Auflageabschnitte 30 des Zifferblattes 2 gegen die Auflageabschnitte 22 der Frontplatte 13 gedrückt, wobei die Rastelemente 23 die Löcher 31 durchdringen und die Rastverbindung zwischen Zifferblatt 2 und Frontplatte 13 in einer definierten Position dieser Teile zueinander hergestellt ist.

In 9 ist mit der strichpunktierten Kreislinie 36 die Außenbegrenzung des sichtbaren Bereiches des Zifferblattes 2 verdeutlicht. Die Rastelemente 23 und die Zentrierzapfen 24 sind damit außerhalb des sichtbaren Bereiches angeordnet. Mit der Bezugsziffer 37 sind Durchbrüche im Zifferblatt 2 bezeichnet, die mit den Durchbrüchen 27 in der Frontplatte 13 korrespondieren.


Anspruch[de]
Zeigerinstrument mit einem biegsam ausgebildeten Zifferblatt mit einem Durchlass für eine Zeigerwelle, welches durch Niederhaltemittel gegen eine Anlagefläche einer Frontplatte, üblicherweise der Vorderseite eines Lichtleiters gehalten ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontplatte (13) einen mit der Zeigerwelle koaxialen, durch den Durchlass (4) des Zifferblattes (2) führenden Ansatz (5) mit zumindest einem geringfügig über das Zifferblatt (2) greifenden, radialen Vorsprung (7, 8) oder zur Zeigerwelle diametrale, durch den Durchlass (4) des Zifferblattes (2) führende Ansätze (5) mit jeweils einem geringfügig über das Zifferblatt (2) greifenden, radialen Vorsprung (7, 8) hat und dass der Durchlass (4) des Zifferblattes (2) zum Erzeugen einer Renkverbindung mit dem den Vorsprung (7, 8) aufweisenden Ansatz (5) bzw. Ansätzen (5) ausgebildet ist. Zeigerinstrument nach Anspruch 1, bei dem die Frontplatte (13) ein Lichtleiter ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansatz (5) einstückig mit der Frontplatte (13) und zum Einkoppeln von Licht in den Zeiger des Zeigerinstrumentes (1) ausgebildet ist. Zeigerinstrument nach den Ansprüchen 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Ansatz (5) im Querschnitt kreisförmig ist und zwei lappenartige, zueinander gegenüberliegende Vorsprünge (7, 8) aufweist und der Durchlass (4) entsprechend kreisförmig ist und zwei gegenüberliegende Ausnehmungen (10, 11) zum Durchführen der Vorsprünge (7, 8) in einer Winkelstellung des Zifferblattes (2) relativ zum Ansatz (5) hat. Zeigerinstrument nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Zifferblatt (2) zugewandte Unterseite beider Vorsprünge zumindest an der Einlaufseite als sich dem Zifferblatt (2) axial nähernde Rampe (15, 16) ausgebildet ist. Zeigerinstrument nach zumindest einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontplatte (13) mit Abstand zu dem koaxialen Ansatz (5) einen in der richtigen Winkelstellung des Zifferblattes (2) in einen weiteren Durchlass (9) des Zifferblattes (2) oder eines mit ihm drehfest verbundenen Teiles (Zifferblatt 3) greifenden Vorsprung (17) hat. Zeigerinstrument nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Zifferblatt (2) gewölbt ausgebildet ist, wobei der Durchlassbereich des Zifferblattes (2) vom Betrachter weggerichtet ist. Zeigerinstrument nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontplatte (13) im Bereich ihrer Umfangskante (18) mit einem sich in Richtung des Zifferblattes (2) erstreckenden, umlaufenden Steg (19) versehen ist, an dem das Zifferblatt (2) im Bereich dessen äußeren Randes (21) anliegt. Zeigerinstrument nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Zifferblatt (2) im Bereich seiner Umfangskante (18) mit einem sich in Richtung der Frontplatte (13) erstreckenden, umlaufenden Steg (29) versehen ist, der den umlaufenden Steg (19) der Frontplatte (13) radial außen hintergreift. Zeigerinstrument nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontplatte (13) im Randbereich mehrere, über den Umfang verteilt angeordnete, sich radial erstreckende Auflageabschnitte (22) aufweist, die mit Rastelementen (23) versehen sind, sowie das Zifferblatt (2) im Randbereich mit bezüglich der Anzahl und der Anordnung der Rastelemente (23) übereinstimmenden Durchlässen (31) versehen ist, in die die Rastelemente (23) bei Erreichen der Renkverbindung rastieren. Zeigerinstrument nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Frontplatte (13) im Randbereich mehrere über den Umfang angeordnete, sich radial erstreckende Auflageabschnitte (22) aufweist, die mit Zentrierzapfen (24) versehen sind, sowie das Zifferblatt (2) im Randbereich mit bezüglich der Anzahl und der Anordnung der Zentrierzapfen (24) übereinstimmenden Durchlässen (32) versehen ist, in die die Zentrierzapfen (24) bei Erreichen der Renkverbindung eingreifen. Zeigerinstrument nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastelemente (23) und/oder die Zentrierzapfen (24) außerhalb des für den Betrachter des Zeigerinstrumentes (1) sichtbaren Bereiches des Zifferblattes (2) angeordnet sind. Zeigerinstrument nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die die Rastelemente (23) und/oder die Zentrierzapfen (24) aufweisenden Auflageabschnitte (22) der Frontplatte (13) mit dem dem Zifferblatt (2) zugewandten freien Ende des umlaufenden Steges (19) verbunden sind. Zeigerinstrument nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zwei diametrale Ansätze (5) vorgesehen sind. Zeigerinstrument nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Zifferblatt (2) mit einem zweiten Zifferblatt (3) für ein weiteres Zeigerinstrument mit einer außermittig angeordneten Zeigerwelle zu einer Einheit zusammengefasst ist und dass das zweite Zeigerinstrument koaxial zu seiner Zeigerwelle den in den Durchlass (9) seines Zifferblattes (3) greifenden Vorsprung (17) hat.






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