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Dokumentenidentifikation DE602004003404T2 15.03.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001455070
Titel Partikelfilterregeneration
Anmelder Nissan Motor Co., Ltd., Yokohama, Kanagawa, JP
Erfinder Otake, Makoto, Yokohama-shi Kanagawa 240-0014, JP;
Kawashima, Junichi, Yokosuka-shi Kanagawa 239-0835, JP;
Inoue, Takao, Yokohama-shi Kanagawa 233-0002, JP;
Kondou, Terunori, Yokohama-shi Kanagawa 221-0001, JP;
Koga, Toshimasa, Yokohama-shi, Kanagawa 221-0001, JP;
Tsutsumoto, Naoya, Yokohama-shi, Kanagawa 222-0032, JP
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 602004003404
Vertragsstaaten DE, FR, GB
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 03.03.2004
EP-Aktenzeichen 040049777
EP-Offenlegungsdatum 08.09.2004
EP date of grant 29.11.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.03.2007
IPC-Hauptklasse F02D 41/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse F02D 41/40(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Diese Erfindung bezieht sich auf eine Regenerierungsvorrichtung für ein Filter, das Feststoffteilchen im Abgas eines Motors festhält, und auf ein Regenerierungsverfahren für die Regenerierung eines Filters, das Feststoffteilchen (PM) im Abgas eines Motors festhält.

Die 1994 vom japanischen Patentbüro veröffentlichte Dokument Tokkai Hei-Nr. 6-58137 legt eine Abgasreinigungsvorrichtung zur Reinigung von den von einem Motor ausgestoßenen Feststoffteilchen offen. Diese Vorrichtung umfasst einen Filter in einem Motorabgassystem und regeneriert den Filter durch Oxidierung oder Verbrennung von eingefangenen Feststoffteilchen in einem festgelegten Intervall.

Um die durch den Filter gesammelten Feststoffteilchen zu verbrennen, kann die Temperatur des Filters erhöht werden, indem die Abgastemperatur durch Motorsteuerung angehoben wird. Die Abgastemperatur kann insbesondere durch die Verzögerung des Kraftstoffeinspritz-Zeitpunkts erhöht werden oder durch die Ausführung einer Nacheinspritzung von Kraftstoff. Da die Kraftstoffwirtschaftlichkeit jedoch geringer ist, wenn sich der Motor im Leerlauf befindet, wird die Filterregeneration unterbunden. Der Grund dafür ist, dass die Motortemperatur niedrig ist, wenn sich der Motor im Leerlauf befindet; daher ist eine erhebliche Erhöhung der Abgastemperatur erforderlich. Wenn der Leerlauf des Motors daher über lange Zeit weitergeführt wird, werden zu viele Feststoffteilchen im Filter angesammelt.

Ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Regenerierung eines Filters, der Feststoffteilchen in einem Abgas eines Motors einfängt, kann dem Dokument DE 100 56 034 A1 nach dem Stand der Technik entnommen werden. Nach dem Dokument nach dem Stand der Technik wird die Leistung der Regenerierung entsprechend der Abgastemperatur und der Motorlast klassifiziert. Die spezifische Klassifizierung wird im Kennlinienfeld gespeichert, so dass die tatsächliche Regenerierungsbedingung von dort entnommen werden kann. Auf der Basis der Menge der im Filter eingefangenen Feststoffteilchen und der tatsächlichen Regenerierungsbedingung wird beurteilt, ob ein Regenerierungsprozess durchgeführt wird oder nicht.

Für die besagte Beurteilung schlägt das Dokument DE 100 56 034 A1 nach dem Stand der Technik ein weiteres Kennlinienfeld vor, in welchem die Menge der Feststoffteilchen in sehr niedrig bis sehr hoch klassifiziert wird und die Anzeige der Ausführung des Regenerierungsprozesses wird mit Hinblick auf der von gut bis schlecht klassifizierten Regenerierungsbedingung gegeben.

Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung, eine Regenerierungsvorrichtung für einen Filter, der Feststoffteilchen in einem Abgas eines Motors einfängt, und ein Regenerierungsverfahren zur Regenerierung eines Filters vorzulegen, der Feststoffteilchen in einem Abgas eines Motors einfängt, wobei die Regenerierung des Filters in angemessener Weise unter spezifischen Betriebsbedingungen ausgeführt wird.

Dem Apparat-Aspekt der vorliegenden Erfindung zufolge wird das Ziel durch eine Regenerierungsvorrichtung für einen Filter erreicht, der Feststoffteilchen in einem Abgas eines Motors einfängt, mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1.

Bevorzugte Ausführungsformen werden in den abhängigen Ansprüchen dargelegt.

Dem Verfahrens-Aspekt der vorliegenden Erfindung zufolge wird das besagte Ziel erreicht durch ein Regenerierungsverfahren zur Regenerierung eines Filters, der Feststoffteilchen in einem Abgas eines Motors einfängt, mit den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 12.

Im Weiteren wird die vorliegende Erfindung veranschaulicht und erklärt mit Hilfe bevorzugter Ausführungsformen in Verbindung mit den begleitenden Zeichnungen, wobei in den Zeichnungen gilt:

1 ist ein schematisches Diagramm eines Motorsystems, das die Abgasreinigungsvorrichtung entsprechend der gegenwärtigen Darlegung anwendet.

2 ist ein Flussdiagramm, das eine Filterregenerierungssteuerung zeigt, die durch die Steuerungseinheit nach der gegenwärtigen Darlegung durchgeführt wird.

3 ist ein Kennlinienfeld für die Berechnung einer Feststoffteilchen-Ablagerungsmenge, das für die Filtergenerierungssteuerung verwendet wird.

4 ist ein Kennlinienfeld für die Definition eines Motorbetriebsbereichs.

5 ist ein Graph, der den Ablagerungsmengenbezugswert und die zeitliche Veränderung der Ablagerungsmenge beschreibt.

1 zeigt ein Beispiel eines Motorsystems, das die gegenwärtige Darlegung anwendet. Ein Motorsystem umfasst einen Motor 1 (insbesondere einen Dieselmotor), eine Luftansaugpassage 2 und eine Abgaspassage 3. Ein Kraftstoffeinspritzer 4 und eine Kraftstoffeinspritzpumpe 5 werden für den Motor 1 bereitgestellt. Ein Luftreiniger 6, ein Luftströmungsmesser 7, ein Kompressor 9 eines Abgas-Turboladers 8, ein Zwischenkühler 10 und ein Drosselklappenventil 11 werden nacheinander von der stromaufwärtigen Seite her in einer Luftansaugpassage 2 angeordnet. Eine Turbine 12 des Abgas-Turboladers 8 und ein Filter 13 (insbesondere ein Diesel-Feststoffteilchen-Filter) werden nacheinander von der stromaufwärtigen Seite her in einer Abgaspassage 3 angeordnet. Der Filter 13 sammelt Feststoffteilchen (PM, particulate matter). Die Abgasreinigungsvorrichtung ist ausgerüstet mit dem Filter 13, einem Temperatursensor 14, der die Einlasstemperatur des Filters 13 erfasst, einem Temperatursensor 15, der die Auslasstemperatur des Filters 13 erfasst, einem Drucksensor 16, der den Differenzialdruck &Dgr;P über dem Filter 13 erfasst, einer Steuerungseinheit 22, einem Motorlasterfassungssensor, der die Motorlast erfasst, und einem Motorgeschwindigkeitssensor, der die Drehgeschwindigkeit des Motors 1 erfasst. Der Motorlasterfassungssensor kann ein Gaspedalstellungssensor 25 sein, der eine Stellung eines Gaspedals (nicht gezeigt) als Motorlast Q erfasst, und der Motorgeschwindigkeitssensor kann ein Kurbelwinkelsensor 21 sein, der die Drehgeschwindigkeit des Motors 1 und die Kurbelwinkel-Position des Motors 1 erfasst.

Das Motorsystem umfasst weiterhin eine Abgasrückführungspassage (EGR-Passage, exhaust gas recirculation) 17, der die Luftansaugpassage 2 und die Abgaspassage 3 verbindet. Ein EGR-Ventil 18 und ein EGR-Kühler 19 sind in die Mitte der EGR-Passage 17 angeordnet. Der Abgas-Turbolader 8 wird mit einer variablen Düse 20 versehen, die die Durchflussrate des in die Turbine 12 einfließenden Abgases erhöhen/senken kann.

Die Steuerungseinheit 22 umfasst einen Mikrocomputer, der ausgestattet ist mit: einer CPU, die Programme ausführt, einem Nur-Lese-Speicher (ROM, read-only memory), in dem Programme und Daten gespeichert sind, einem Speicher mit wahlfreiem Zugriff (RAM, random access memory), in dem das Operationsergebnis des CPU und ermittelte Daten vorübergehend gespeichert werden, einem Zeitmesser, der die Zeit misst, und einer Eingabe-/Ausgabe-Schnittstelle (I/O-Schnittstelle).

Die Steuerungseinheit 22 steuert die Kraftstoffeinspritz-Zeitsteuerung des Kraftstoffeinspritzers 4, die Kraftstoffeinspritz-Menge des Kraftstoffeinspritzers 4, die Drosselklappenventil-Öffnung, die EGR-Menge und eine variable Düsen-Öffnung auf der Basis von Signalen von den Sensoren. Die Steuerungseinheit 22 ist darüber hinaus ausgestattet mit: einer Ablagerungsmengenberechnungseinrichtung in der Form einer Reihe von Anweisungscodes, die die Feststoffteilchen-Ablagerungsmenge des Filters 13 berechnet, und einer Regenerierungssteuerungseinrichtung in der Form einer Reihe von Anweisungscodes, die die Abgastemperatur durch die Steuerung des Motors erhöht.

2 zeigt die von der Steuerungseinheit 22 durchgeführte Filterregenerierungssteuerungsroutine. Die Steuerungsroutine wird als ein oder mehrere Programme durchgeführt, die durch die Steuerungseinheit 22 ausgeführt werden. Diese Steuerungsroutine wird wiederholt durchgeführt.

In einem Schritt S1 wird eine Feststoffteilchen-Ablagerungsmenge PM1 aus der Motorlast Q und der Motorgeschwindigkeit Ne berechnet. Die Steuerungseinheit 22 kann die Motorlast Q vom Motorlasterfassungssensor einlesen. Sonst kann ein Kraftstoff-Einspritzmengen-Befehlswert, der als Antwort auf ein Signal vom Gaspedalstellungssensor 25 von der Steuerungseinheit 22 bestimmt wird, als Motorlast Q einlesen werden. Die Motorgeschwindigkeit Ne wird vom Kurbelwinkelsensor 21 einlesen.

Die verschiedenen Verfahren zur Berechnung der Feststoffteilchen-Ablagerungsmenge PM1 sind bekannt. Zum Beispiel wird die vorliegende Feststoffteilchen-Ablagerungsmenge PM1 durch die Integration des eingelesenen Wertes der Feststoffteilchen-Ausstoßrate f(Q, Ne) über eine Zeitraum folgendermaßen berechnet: PM1 = PM1(i) = PM(i-1) + f(Q, Ne).

Hier ist PM(i-1) die Feststoffteilchen-Ablagerungsmenge, die bei der unmittelbar vorausgehenden Gelegenheit der Ausführung des Schrittes S1 berechnet und gespeichert worden ist. PM1(i) ist die gegenwärtige Feststoffteilchen-Ablagerungsmenge. Die Feststoffteilchen-Ausstoßrate f(Q, Ne) ist die Menge an Feststoffteilchen, die vom Motor in einem vorbestimmten Zeitintervall &Dgr;t1, in welchem der Schritt S1 wiederholt wird, ausgestoßen wird. Die Feststoffteilchen-Ausstoßrate f(Q, Ne) wird auf der Basis der Motorlast Q und der Motorgeschwindigkeit Ne durch Ablesen des Kennlinienfeldes von 3 bestimmt. Dieses Kennlinienfeld definiert die Feststoffteilchen-Ausstoßrate f(Q, Ne) in Relation zu der Motorlast Q und der Motorgeschwindigkeit Ne, und wird experimentell erzeugt. Das Kennlinienfeld ist zum Beispiel in dem ROM gespeichert. Wenn die Steuerungsroutine beginnt, wird PM(i-1) als ein Anfangswert PM0 gesetzt. Wenn die Steuerungsroutine beginnt, nachdem der Filter vollständig regeneriert worden ist (nach einem Schritt S11), ist der Anfangswert PM0 null. Wenn die Steuerungsroutine beginnt, nachdem der Filter unvollständig regeneriert worden ist (nach einem Schritt S10), ist der Anfangswert PM0 nicht null. Nach dem Schritt S10 kann der Anfangswert PM0 zum Beispiel auf einen Wert gesetzt werden, der nahe an dem im Folgenden beschriebenen Wert PMe liegt.

In einem Schritt 2 wird bestimmt, ob die Feststoffteilchen-Ablagerungsmenge PM1 größer ist als eine erste Bezugsmenge PMn oder nicht. Wenn die Feststoffteilchen-Ablagerungsmenge PM1 kleiner ist als die erste Bezugsmenge PMn (PM1 < PMn), ist es nicht notwendig, eine Filterregenerierung durchzuführen, daher kehrt die Routine zu Schritt S1 zurück. Wenn die Feststoffteilchen-Ablagerungsmenge PM1 größer ist als die erste Bezugsmenge PMn (wenn PM1 ≥ PMn), fährt die Routine mit einem Schritt S3 fort.

In einem Schritt S3 wird bestimmt, ob der Durchschnittsarbeitspunkt des Motors in einem Niedriglastbereich liegt oder nicht. Um die Stabilität der Steuerung zu sichern, wird der Durchschnitt der Arbeitspunkte über eine vorbestimmte Zeitspanne (zum Beispiel die vergangenen fünf Minuten) berechnet. Die während der letzten fünf Minuten erfaßten Arbeitspunkte (Q, Ne) können in dem RAM für die Berechnung des Durchschnitts gespeichert werden. Es wird bestimmt, wo der Durchschnittsarbeitspunkt (aveQ, aveNe) in dem in 4gezeigten Kennlinienfeld liegt. Das in dem ROM gespeicherte Kennlinienfeld in 4 definiert einen Niedriglastbereich (Bereich "A" in 4) und einen Hochlastbereich des Motors. Der Niedriglastbereich enthält einen oder mehrere Arbeitspunkte für Leerlauf. Alle Motor-Arbeitspunkte des Niedriglastbereichs können Motor-Arbeitspunkte während des Leerlaufes sein. In der Bestimmung der Arbeitsspanne des Schrittes S3 fährt die Routine mit einem Schritt S4 fort, wenn der Motor-Arbeitspunkt im Niedriglastbereich liegt.

Im Schritt S4 wird eine Feststoffteilchen-Ablagerungsmenge PM2 im Niedriglastbereich durch ein Verfahren, das ähnlich dem in Schritt S1 ist, im Zeitablauf berechnet durch Integration der Feststoffteilchen-Ausstoßrate f(Q, Ne).

Darauf folgend wird in einem Schritt S5 das Ergebnis der Addition von PM2 zu PM1 erneut als PM1 gesetzt. Mit anderen Worten: PM1 wird aktualisiert.

Danach wird in einem Schritt S6 wieder bestimmt, ob der Motor-Arbeitspunkt im Niedriglastbereich (Bereich "A" in 4) liegt oder nicht. Der Motor-Arbeitspunkt ist der gegenwärtige Arbeitspunkt und kein Durchschnittswert. Wenn die Bestimmung des Schrittes S6 positiv ist, fährt die Routine mit einem Schritt S7 fort. Wenn die Bestimmung des Schrittes S6 negativ ist, wird eine Regenerierung für Hochlast durchgeführt (Schritt S11). Daher kann die Regenerierung für Hochlast auf Basis des momentanen Arbeitszustandes des Motors bei Bedarf umgehend gewählt werden.

Im Schritt S7 wird die vorliegende Feststoffteilchen-Ablagerungsmenge PM1 mit einer zweiten Bezugsmenge PMe verglichen. Wie in 5 gezeigt, ist die zweite Bezugsmenge PMe größer als die erste Bezugsmenge PMn, und wird als ein Wert gesetzt, der kleiner ist als eine maximal zulässige Ablagerungsmenge Pmax des Filters 13. Zum Beispiel ist die erste Bezugsmenge PMn 70% von Pmax und die zweite Bezugsmenge ist 90% von Pmax. Die maximal zulässige Ablagerungsmenge Pmax kann eine Menge sein, über welcher Motorschwierigkeiten aufgrund einer Blockade des Filters 13 auftreten, oder eine Menge, über welcher Feststoffteilchen durch den Filter 13 nach außen ausgestoßen werden. Wenn PM1 < Pme ist, kehrt die Routine zu Schritt S4 zurück, und solange der Motor-Arbeitspunkt im Niedriglastbereich liegt, werden die Berechnung von PM2 und das Aktualisieren von PM1 wiederholt.

Wenn PM1 ≥ Pme ist, wird eine Ausgleichspunkt-(BPT, balance-point)-Regenerierung des Filters 13 in den Schritten S8–S10 (zweite Filterregenerierungssteuerung) durchgeführt. Hier wird die durch Verbrennung vom Filter 13 entfernte Feststoffteilchenmenge und die erneut in den Filter 13 fließende Feststoffteilchenmenge ausgeglichen, indem eine Steuerung, die die Erzeugungsmenge der Feststoffteilchen vom Motor 1 reduziert, parallel zu einer Steuerung durchgeführt wird, die die Abgastemperatur erhöht. Daher wird die Regenerierung so durchgeführt, dass die Feststoffteilchen-Ablagerungsmenge im Filter 13 auf einem konstanten Wert gehalten wird, der fast gleich dem zweiten Bezugswert PMe ist. Es sollte angeführt werden, dass es schwierig ist, die Feststoffteilchen im Filter 13 vollständig im Niedriglastbereich zu verbrennen. Daher wird die Minderung des Kraftstoffverbrauchs aufgrund der Filterregenerierung unterbunden, weil die Feststoffteilchen im Filter 13 nicht vollständig verbrannt werden. Die zweite Filterregenerierungssteuerung des Schrittes S8–S10 kann nur an Motor-Arbeitspunkten während Leerlaufs durchgeführt werden, indem der Niedriglastbereich auf den Leerlaufbereich des Motors eingestellt wird.

In Schritt S8 wird die Steuerung der Abgastemperatur durchgeführt, um die Abgastemperatur auf ungefähr 400° C zu erhöhen. Verschiedene Techniken sind bekannt, um die Abgastemperatur zu erhöhen. In dem in 1 gezeigten Motorsystem kann die Abgastemperatur zum Beispiel erhöht werden durch die Steuerung der Einsaugluftmenge durch das Drosselklappenventil 11, durch die Verzögerung des Haupt-Kraftstoffeinspritz-Zeitpunkts, durch die Erhöhung der Menge des Nacheinspritzens von Kraftstoff oder durch Verzögerung des Nach-Kraftstoffeinspritz-Zeitpunkts. Nacheinspritzen von Kraftstoff bedeutet die Durchführung eines zusätzlichen Kraftstoffeinspritzens nach dem Haupt-Kraftstoffeinspritzen. Dadurch wird die Zielabgastemperatur von ungefähr 400° C für alte Filterregenerierung (durch Verbrennung von Feststoffteilchen) erreicht. Dazu kann die Motorgeschwindigkeit durch die Erhöhung der Last von Hilfsvorrichtungen wie beispielsweise einem Klimaanlagenkompressor oder einem AC-Dynamo durch eine Leerlauferhöhungsvorrichtung erhöht werden und so kann die Abgastemperatur angehoben werden. Die Steuerungseinheit 22 führt mindestens eine der Kraftstoffeinspritz-Zeitsteuerung, Kraftstoffeinspritz-Mengensteuerung, Einsaug-Luftmengensteuerung und Hilfsvorrichtung-Laststeuerung durch, um die Abgastemperatur zu erhöhen. Darüber hinaus speichert die Steuerungseinheit 22 in Schritt S8 den vom Drucksensor 16 erfassten Differenzialdruck &Dgr;P in dem RAM.

In Schritt S9 wird die Motorsteuerung durchgeführt, um die Erzeugungsmenge von Feststoffteilchen vom Motor 1 zu unterdrücken. Damit die Feststoffteilchen-Ablagerungsmenge im Filter 13 aufgrund des Anstiegs der Abgastemperatur nicht erhöht wird, steuert die Steuerungseinheit 22 die Menge an Feststoffteilchen, die in den Filter 13 fließen, zusätzlich zu der Abgastemperatur. Die Menge an Feststoffteilchen, die in den Filter 13 fließen, kann durch die Reduzierung der Erzeugungsmenge der Feststoffteilchen vom Motor 1 reduziert werden.

Als ein Verfahren zur Unterdrückung der Erzeugungsmenge der Feststoffteilchen kann jedes der nach dem Stand der Technik bekannten Verfahren angewendet werden, wie die Reduzierung der EGR-Menge durch Verkleinerung der Öffnung des EGR-Ventils 18, die Reduzierung einer Pilot-Einspritzmenge des Kraftstoff-Einspritzers 4, die Ausweitung des Pilot-Einspritzintervalls, und die Intensivierung der Verwirbelung über ein Verwirbelungs-Steuerungsventil.

Im folgenden Schritt S10 wird bestimmt, ob der Differenzialdruck &Dgr;P erhöht ist oder nicht. Die Steuerungseinheit 22 bestimmt durch den Vergleich des durch den Drucksensor 16 erfassten Differenzialdrucks &Dgr;P mit dem in Schritt 8 gespeicherten Differenzialdruck, ob der Differenzialdruck &Dgr;P erhöht ist oder nicht. Wenn der Differenzialdruck &Dgr;P erhöht ist, wiederholt die Steuerungseinheit 22 den Ablauf der Schritte S9 und S10, bis die Erhöhung im Differenzialdruck &Dgr;P aufhört. Eine Erhöhung im Differenzialdrucks &Dgr;P zeigt an, dass die aus dem Filter 13 entfernte Feststoffteilchenmenge kleiner ist als die Feststoffteilchenmenge, die in den Filter 13 fließt. Wenn der Differenzialdruck &Dgr;P nicht erhöht ist, wird die Routine beendet.

Wenn in der Bestimmung des Schritts S3 oder des Schritts S6 andererseits bestimmt wird, dass der Motor-Arbeitspunkt nicht im Niedriglastbereich liegt, wird in Schritt S11 eine Regenerierungsunterroutine im Hochlastbereich durchgeführt (erste Filterregenerierungssteuerung). Wenn in dieser Unterroutine der Motor-Arbeitspunkt im vergleichsweise niedrigen Lastbereich "B" des Kennlinienfeldes in 4 liegt, wird die oben erwähnte BPT-Regenerierung durchgeführt, um die Beeinträchtigung der Kraftstoffverbrauchsleistung zu unterdrücken. Wenn der Motor-Arbeitspunkt im Bereich "C" liegt, in dem die Last hoch und die Abgaswärmemenge ebenfalls groß ist, wird vollständige Regenerierung durchgeführt, bis es keine abgelagerte Feststoffteilchen mehr gibt, weil die für die vollständige Regenerierung des Filters notwendige zusätzliche Kraftstoffmenge gering ist. Wenn der Motor-Arbeitspunkt in einem natürlichen Regenerierungsbereich "D" liegt, ist es nicht notwendig, die Abgastemperatur anzuheben, und eine für Regenerierung ausreichende Abgastemperatur wird ohne eine Filterregenerierungssteuerung erreicht.

Durch das Festsetzen des Bezugswertes, bei welchem Motorsteuerung für Filterregenerierung gestartet wird, entsprechend des Motorarbeitszustandes in zwei Schritten, kann nach vorliegender Darlegung die Ablagerung von Abgasfeststoffteilchen unterdrückt werden, während die Anzahl der Male der Erhöhung der Abgastemperatur reduziert wird, welche dazu tendiert, die Kraftstoffverbrauchsleistung bei Niedriglast zu beeinträchtigen.


Anspruch[de]
Regenerierungsvorrichtung für einen Filter (13), der Feststoffteilchen in einem Abgas eines Motors (1) einfängt, wobei sie umfasst:

einen Sensor (25), der einen Motor-Laufpunkt erfasst, der eine Motorlast enthält,

eine Steuereinheit (22), die ein Kennfeld umfasst, das einen Niedriglastbereich (A) in Bezug auf Motorlaufpunkte definiert, wobei die Steuereinheit so programmiert ist, dass sie:

eine Ablagerungsmenge (PM1) von Feststoffteilchen in dem Filter (13) auf Basis des erfassten Motor-Laufpunktes berechnet,

unter Bezugnahme auf das Kennfeld bestimmt, ob der erfasste Motor-Laufpunkt in dem Niedriglastbereich (A) liegt, wenn die Ablagerungsmenge (PM1) von Feststoffteilchen größer ist als eine erste Bezugsmenge (PMn),

sofort eine erste Filterregenerierungssteuerung durch Anheben der Temperatur des Abgases in Gang setzt, wenn der erfasste Motor-Laufpunkt nicht in dem Niedriglastbereich liegt,

eine zweite Filterregenerierungssteuerung durch Anheben der Temperatur des Abgases in Gang setzt, nachdem die Ablagerungsmenge (PM1) von Feststoffteilchen eine zweite Bezugsmenge (PMe) übersteigt, wenn der erfasste Motor-Laufpunkt in dem Niedriglastbereich (A) liegt, wobei

die zweite Bezugsmenge (PMe) größer ist als die erste Bezugsmenge (PMn), und wobei

die zweite Filterregenerierungssteuerung eine Steuerung ist, die eine Menge aus dem Filter (13) durch Verbrennung entfernter Feststoffteilchen und eine Menge neu in den Filter (13) strömender Feststoffteilchen in ein Gleichgewicht bringt.
Regenerierungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei der Niedriglastbereich (A) einen oder mehrere Motor-Laufpunkte bei Leerlauf enthält. Regenerierungsvorrichtung nach Anspruch 1, wobei alle Motor-Laufpunkte des Niedriglastbereiches (A) Motor-Laufpunkte bei Leerlauf sind. Regenerierungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die erste Filterregenerierungssteuerung eine Steuerung ist, die eine Menge aus dem Filter (13) durch Verbrennung entfernter Feststoffteilchen und eine Menge neu in den Filter (13) strömender Feststoffteilchen in ein Gleichgewicht bringt. Regenerierungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die erste Filterregenerierungssteuerung eine Steuerung ist, die Feststoffteilchen vollständig verbrennt. Regenerierungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Steuereinheit (22) so programmiert ist, dass sie unter Bezugnahme auf das Kennfeld bestimmt, ob ein durchschnittlicher Laufpunkt über einen vorgegebenen Zeitraum in dem Niedriglastbereich (A) liegt oder nicht. Regenerierungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Steuereinheit des Weiteren so programmiert ist, das sie:

unter Bezugnahme auf das Kennfeld bestimmt, ob ein Motor-Laufpunkt während der zweiten Filterregenerierungssteuerung in dem Niedriglastbereich (A) liegt oder nicht, und

die erste Filterregenerierungsvorrichtung sofort in Gang setzt, wenn der Motor-Laufpunkt während der zweiten Filterregenerierungssteuerung nicht in dem Niedriglastbereich (A) liegt.
Regenerierungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Steuerung (22) so programmiert ist, dass sie wenigstens eine Kraftstoffeinspritz-Zeitsteuerung, eine Kraftstoffeinspritz-Mengensteuerung, eine Ansaugluft-Mengensteuerung und eine Zusatzeinrichtungs-Laststeuerung durchführt, um die Temperatur des Abgases zu erhöhen. Regenerierungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, die des Weiteren einen Sensor (21) umfasst, der eine Drehzahl des Motors (1) erfasst. Regenerierungsvorrichtung nach Anspruch 9, wobei der Motor-Laufpunkt eine aus der Motorlast und der Drehzahl bestehende Gruppe ist. Regenerierungsvorrichtung nach den Ansprüchen 9 oder 10, wobei die Steuereinheit (22) ein Kennfeld umfasst, das eine Ausstoßrate von Feststoffteilchen auf Basis der Motorlast und der Drehzahl des Motors (1) angibt, und sie so programmiert ist, dass sie die Ablagerungsmenge der Feststoffteilchen in dem Filter (13) durch Integrieren der Ausstoßrate über die Zeit berechnet. Regenerierungsverfahren zum Regenerieren eines Filters (13), der Feststoffteilchen in einem Abgas eines Motors (1) auffängt, wobei es umfasst:

Speichern eines Kennfeldes, das einen Niedriglastbereich (A) in Bezug auf Motor-Laufpunkte definiert,

Erfassen eines Motor-Laufpunktes, der eine Motorlast enthält,

Berechnen einer Ablagerungsmenge (PM1) von Feststoffteilchen in dem Filter (13) auf Basis des erfassten Motor-Laufpunktes, unter Bezugnahme auf das Kennfeld Bestimmen, ob der erfasste Motor-Laufpunkt in dem Niedriglastbereich (A) liegt oder nicht, wenn die Ablagerungsmenge (PM1) von Feststoffteilchen über einer ersten Bezugsmenge (PMn) liegt,

sofortiges Ingangsetzen einer ersten Filterregenerierungssteuerung durch Erhöhen einer Temperatur des Abgases, wenn der erfasste Motor-Laufpunkt nicht in dem Niedriglastbereich liegt, und

Ingangsetzen einer zweiten Filterregenerierungssteuerung durch Erhöhen der Temperatur des Abgases, nachdem die Ablagerungsmenge (PM1) von Feststoffteilchen eine zweite Bezugsmenge (PMe) übersteigt, wenn der erfasste Motor-Laufpunkt in dem Niedriglastbereich liegt, wobei

die zweite Bezugsmenge (PMe) größer ist als die erste Bezugsmenge (PMn), und wobei

die zweite Filterregenerierungssteuerung eine Steuerung ist, die eine Menge durch Verbrennung aus dem Filter (13) entfernter Feststoffteilchen und eine Menge neu in den Filter (13) strömender Feststoffteilchen in ein Gleichgewicht bringt.






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