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Dokumentenidentifikation DE102005042682A1 22.03.2007
Titel Befestigungsvorrichtung für Funktions- oder Transporteinheiten in einem Kraftfahrzeug
Anmelder DaimlerChrysler AG, 70567 Stuttgart, DE
Erfinder Hienz, Johann, Dipl.-Ing., 71034 Böblingen, DE;
Hochrathner, Alfred, Dipl.-Ing., 71065 Sindelfingen, DE
DE-Anmeldedatum 08.09.2005
DE-Aktenzeichen 102005042682
Offenlegungstag 22.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.03.2007
IPC-Hauptklasse B62D 25/20(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60N 2/50(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine Befestigungseinrichtung für Funktions- oder Transporteinheiten in einem Kraftfahrzeug, insbesondere für wenigstens einen Fahrzeugsitz mit in einen Längsträger (1) der Fahrzeugbodenstruktur (2) integrierten Konsolen für eine an diesen befestigbare Halteschiene (5), bei der
- der Längsträger (1) als ein oben offenes U-Profil ausgebildet ist,
- die Konsolen von oben fest, axial voneinander beabstandet in den U-Bereich des Längsträgers (1) eingreifen,
- die Konsolen in ihren, jeweils dem Boden des Längsträgers (1) zugewandten Bodenbereich jeweils Mittel für ein Anschrauben einer Halteschiene (5) an die Konsolen besitzen, soll zur Erzielung einer hohen Verwendungsfähigkeit und gleichzeitig die Tragstruktur des Fahrzeugbodens erhöhend ausgebildet sein.
Zu diesem Zweck zeichnet sich eine solche Einrichtung durch folgende Merkmale aus:
- die Konsolen sind als ein oben offenes, durchgehendes Träger-U-Profil (3) ausgebildet mit einem bis zu dessen Boden reichenden und durch den Einsatz einer Halteschiene (5) bis zu diesem Boden zumindest in Hochachsrichtung des Fahrzeuges ausfüllbaren Aufnahmeraum (3'),
- das Träger-U-Profil (3) ist lediglich in einem oberen Bereich des U-förmigen Längsträgers (1) angeordnet und verschließt dort als einziges Verschlusselement den offenen, U-förmigen Längsträger (1) zu einem umfangsmäßig geschlossenen Profil.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Befestigungseinrichtung für Funktions- oder Transporteinheiten in einem Kraftfahrzeug nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Eine solche Befestigungseinrichtung ist aus DE 199 53 499 C2 bekannt. Bei dieser Ausführung ist ein als U-Profil ausgebildeter Längsträger mit den Enden seiner U-Schenkel mit einem Bodenblech der Fahrzeugtragstruktur verbunden, durch das der Längsträger ein geschlossenes Profil erhält. Innerhalb dieses geschlossenen Profiles befinden sich eingeschweißte, in Axialrichtung des Längsträgers voneinander beabstandete Konsolen als Träger für Halteschienen. Die betreffenden Halteschienen liegen dabei auf dem Fahrzeugbodenblech, das den U-förmigen Längsträger oben verschließt, von oben auf. Mit der Konsole befestigt ist diese Halteschiene über Schrauben, die durch die Halteschiene und Öffnungen in dem Bodenblech hindurch in ein Schraubgewinde der innerhalb des Längsträgers befestigten Konsolen eingreifen. Die Konsolen für eine Befestigung der Halteschienen sind bevorzugt als Fließpressteile ausgebildet. Zur Befestigung innerhalb des Längsträgers können die Konsolen mit diesem verschweißt, insbesondere punktverschweißt sein.

Eine ähnliche Befestigungseinrichtung ist in DE 199 24 579 B4 veröffentlicht.

Die Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, eine gattungsgemäße Befestigungseinrichtung zu schaffen, die sich anwendungsfreundlich in die Boden-Tragstruktur eines Fahrzeuges einpasst, rationell herstellbar ist und zusätzlich die Festigkeit der Bodentragstruktur erhöht.

Gelöst wird dieses Problem bereits in erster Linie durch die Ausgestaltung einer gattungsgemäßen Befestigungseinrichtung nach den kennzeichnenden Merkmalen des Patentanspruchs 1.

Vorteilhafte und zweckmäßige Ausgestaltungen sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, die Träger für die gattungsgemäßen Halteschienen im Boden eines Fahrzeuges vollständig in die Struktur der Längsträger zu integrieren und dadurch eine hohe Längsträgerfestigkeit zur erreichen. Darüber hinaus ermöglicht die Ausbildung des Trägers als ein durchgehendes, oben offenes U-Profil, das sich in den Längsträger hinein erstreckt, ein raumsparendes, teilweise in den Längsträger hinein versenktes Anordnen der aufzunehmenden Halteschiene.

Ein erfindungsgemäß durchgehendes Träger-U-Profil lässt sich besonders rationell und vorteilhaft als ein Rollprofil herstellen.

Durch eine Ausbildung der Seitenwände des Träger-U-Profiles in der Form eines C, bei dem der obere C-Schenkel zur Längsträgermitte hin weist, lässt sich eine form- und kraftschlüssige Abstützung einer eingebrachten Halteschiene an diesen C-Schenkeln erreichen. Hierzu sind diese C-Schenkel in Horizontalrichtung, das heißt in der Ebene des Fahrzeugbodens geringfügig elastisch verformbar.

Durch eine Ausbildung des Träger-U-Profiles als Rollprofil können nach seitlich außen vorstehende Bereiche angeformt werden, über die der Längsträger an angrenzende Tragstrukturen des Fahrzeuges, beispielsweise ein Bodenblech befestigt werden kann. Die Befestigung kann insbesondere durch Schweißen erfolgen, wenn insgesamt metallische Materialien eingesetzt sind. Der obere C-Profilbereich der Seitenwände des Träger-U-Profiles kann insbesondere in einer Art gebördelter Form ausgebildet sein. Solche Bördelbereiche können an beliebigen, verstärkt auszuführenden Bereichen eines Träger-U-Profiles vorgesehen werden.

Vorteilhaft kann es sein, nach außerhalb des Träger-U-Profiles ragende Bereiche des blechförmigen U-Profilmaterials zu in die Seitenwände des Träger-U-Profils integrierte Hohlprofile festigkeitssteigernd zu integrieren.

In ein längs eines Längsträgers eines Fahrzeuges integriertes, durchgehend verlaufendes Träger-U-Profil eingesetzte Halteschienen mit einem üblichen U-förmigen Querschnitt können bei Nichtbelegung mit vom Fahrzeuginneren her in diese Schienen eingreifenden Befestigungsmitteln von oben einfach abgedeckt werden und zwar beispielsweise durch eine einschnappbare Kunststoffdeckleiste.

Vorteilhafte, nachstehend näher beschriebene Ausführungsbeispiele sind in der Zeichnung dargestellt.

In dieser zeigt jeweils in einem Längsschnitt:

1 einen Längsträger mit einem in diesen integrierten Träger-U-Profil zur Aufnahme einer Halteschiene,

2 eine alternative Ausführung derjenigen nach 1,

3 eine Ausführung des Längsträgers mit integriertem Träger-U-Profil nach 1, jedoch ohne eingesetzte Halteschiene und mit einer Abdeckleiste.

Ein Längsträger 1 in der Form eines U-Profiles ist Bestandteil der Bodentragstruktur 2 eines Kraftfahrzeuges. Ein Verschluss des U-Profiles des Längsträgers 1 an dessen offenem Ende ist gegeben durch ein eingesetztes Träger-U-Profil 3. Dieses Träger-U-Profil 3 ist als Rollprofil aus Metall hergestellt. Die Seitenwände dieses Träger-U-Profiles 3 besitzen jeweils die Form eines C mit jeweils einem nach innen ragenden oberen C-Schenkel. In dem oberen C-Schenkelbereich der Seitenwände des Träger-U-Profiles 3 ist das Metall in der Form einer Bördelung aufeinandergeklappt und zwar derart, dass nach außen ein überragender Bereich 4 absteht. Über diese überragende Bereiche 4 kann der Längsträger 1 mit der Boden-Tragstruktur 2 verschweißt werden.

In das Träger-U-Profil 3 eingesetzt und zwar in dessen Aufnahmeraum 3' ist eine Halteschiene 5, die speziell auch als Sitzbefestigungsschiene bezeichnet werden kann. Durch die eingesetzte Halteschiene 5 kann zwischen der Boden-Tragstruktur 2 und von der Halteschiene 5 nach außen abragenden Flanschen 6 ein Teppich- oder Folienboden 12 des Fahrzeuges eingespannt sein.

Die Halteschiene 5 ist an ihrem Boden mit dem Boden des Träger-U-Profiles 3 verschraubt. Zur Erzielung dieser Verschraubung ist an dem Träger-U-Profil 3 zum Innenraum des Hohlprofiles des Längsträgers 1 eine Gewindemutter 7, die auch als Gewindestutzen bezeichnet werden kann, vorgesehen. Damit muss von der Halteschiene 5 lediglich eine Befestigungsschraube in die Gewindemutter 7 eingeschraubt werden. Die Halteschiene 5 und die oberen C-Schenkel der Seitenwände des Träger-U-Profiles 3 sind abmessungsmäßig derart aufeinander abgestimmt, dass dort bei einer befestigten Halteschiene 5 ein Form- und Kraftschluss zwischen beiden Teilen gegeben ist. Zur Erzielung eines solchen Form- und Kraftschlusses sind die oberen C-Bereiche der Seitenwände des Träger-U-Profils 3 in der Ebene der Fahrzeugbodenstruktur 2 geringfügig elastisch nachgebbar. Bedingt durch diesen Form- und Kraftschluss zwischen den Seitenwänden des Träger-U-Profils 3 und der Halteschiene 5 kann die für eine sichere Befestigung der Halteschiene 5 an dem Längsträger 1 erforderliche Anzahl an Befestigungsschrauben gering gehalten werden.

Bei der Ausführung nach 2 sind an die Seitenwände des Träger-U-Profils 3 außen zusätzliche Hohlprofile 9 angeformt. Dabei ist das Träger-U-Profil 3 auch bei dieser Formgebung als ein Rollprofil ausgebildet und hergestellt. In der 2 sind beispielhaft Laserschweißpunkte 10 dargestellt, durch die aneinander grenzende Teile miteinander verschweißt sind. Dabei sind diese Schweißpunkte 10 lediglich als Demonstrationsbeispiele eingetragen, das heißt solche Schweißverbindungen können und müssen gegebenenfalls auch noch an anderen Stellen vorgesehen sein.

In 3 ist gezeigt, wie ein Träger-U-Profil 3, das nicht von einer Halteschiene 5 ausgefüllt sein soll, durch eine Deckleiste 10 aus beispielsweise Kunststoff abgedeckt werden kann. Die Deckleiste 11 kann dabei über einen Schnappverschluss an den oberen C-Schenkel-Bereichen der Seitenwände des Träger-U-Profils 3 eingeschnappt sein.

Ein großer Vorteil sämtlicher erfindungsgemäßer Ausführungen besteht darin, dass das Träger-U-Profil 3 längs eines Längsträgers 1 durchgängig vorgesehen ist. Hierdurch ergeben sich für Befestigungseinrichtungen unbeschränkte Variationsmöglichkeiten.

Insbesondere lässt sich nach der Erfindung ein leichter Einbau der Halteschienen 5, die insbesondere Sitzschienen sind, in den Fahrzeugboden erreichen. Dabei können eingesetzte Halteschienen 5 aus beispielsweise Aluminium in die Festigkeit und Steifigkeit der Bodentragstruktur 2 ideal eingebunden werden.

Durch den Einsatz eines durchgehenden Träger-U-Profils 3 in der Form eines Rollprofiles in die Bodentragstruktur 2 können die Qualität und Toleranzen der Bodengruppe sehr erhöht werden.

Durch eine erfindungsgemäß erzielbare, einheitliche Bodenstruktur 2 können verschiedene Halteschienen 5 je nach Anwendung und Zweck eingebaut werden. Insgesamt ist ein relativ toleranzunempfindlicher Einbau der Halteschienen 5 möglich.

Die Erfindung kann eingesetzt werden in Personenkraftfahrzeugen, insbesondere Großraumlimousinen und insbesondere in Fahrzeugen der Transporterklasse.

Alle in der Beschreibung und in den nachfolgenden Ansprüchen dargestellten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Form miteinander kombiniert erfindungswesentlich sein.


Anspruch[de]
Befestigungseinrichtung für Funktions- oder Transporteinheiten in einem Kraftfahrzeug, insbesondere für wenigstens einen Fahrzeugsitz mit in einen Längsträger (1) der Fahrzeugbodenstruktur (2) integrierten Konsolen für eine an diesen befestigbare Halteschiene (5), bei der

– der Längsträger (1) als ein oben offenes U-Profil ausgebildet ist,

– die Konsolen von oben fest, axial voneinander beabstandet in den U-Bereich des Längsträgers (1) eingreifen,

– die Träger in ihren, jeweils dem Boden des Längsträgers (1) zugewandten Bodenbereich jeweils Mittel für ein Anschrauben einer Halteschiene (5) an die Konsolen besitzen,

gekennzeichnet durch die Merkmale

– die Konsolen sind als ein oben offenes, durchgehendes Träger-U-Profil (3) ausgebildet mit einem bis zu dessen Boden reichenden und durch den Einsatz einer Halteschiene (5) bis zu diesem Boden zumindest in Hochachsrichtung des Fahrzeuges ausfüllbaren Aufnahmeraum (3'),

– das Träger-U-Profil (3) ist lediglich in einem oberen Bereich des U-förmigen Längsträgers (1) angeordnet und verschließt dort als einziges Verschlusselement den offenen, U-förmigen Längsträger (1) zu einem umfangsmäßig geschlossenen Profil.
Befestigungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Träger-U-Profil (3) als ein metallisches Rollprofil ausgebildet ist. Befestigungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände des Träger-U-Profils (3) C-förmig verlaufen, wobei die oberen C-Bereiche zum Inneren des Träger-U-Profils (3) gewandt sind. Befestigungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände des Träger-U-Profils (3) im oberen Endbereich des C gebördelt ausgebildet sind mit jeweils einem nach horizontal außen jeweils frei abstehenden überragenden Bereich (4). Befestigungseinrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der von dem jeweiligen oberen C-Bereich der Seitenwände des Träger-U-Profils (3) aus dem dortigen Bördelabschnitt nach außerhalb des Träger-U-Profils (3) herausragende Bereich (4) zu einem sich jeweils an die jeweilige Seitenwand von außen anlegenden Hohlprofil (9) geformt ist, bei dem die jeweilige Seitenwand einen Teilbereich der Hohlprofilwand bildet. Befestigungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Träger-U-Profil (3) aus mehreren, gerollten und fest miteinander verbundenen Teilabschnitten besteht. Befestigungseinrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Träger-U-Profil (3) mit dem U-förmigen Längsträger (1) verschweißt ist, wobei das Träger-U-Profil (3) aus Einzelelementen, die miteinander verschweißt sind, zusammengesetzt sein kann.






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