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Dokumentenidentifikation DE102005046458A1 22.03.2007
Titel Schutzkappe zur Aufnahme eines Verbindungssteckers
Anmelder Dr. Johannes Heidenhain GmbH, 83301 Traunreut, DE
Erfinder Bauer, Kilian, Dipl.-Ing., 83301 Traunreut, DE;
Sturm, Robert, Dipl.-Ing., 83352 Altenmarkt, DE
Vertreter Maikowski & Ninnemann, Pat.-Anw., 10707 Berlin
DE-Anmeldedatum 21.09.2005
DE-Aktenzeichen 102005046458
Offenlegungstag 22.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.03.2007
IPC-Hauptklasse H01R 13/60(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H01R 13/44(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf eine Schutzkappe für einen Verbindungsstecker, der an einer Leiteranordnung festgelegt ist und der zur Herstellung einer leitenden Steckverbindung mit einem Gegenstecker ausgebildet und vorgesehen ist, wobei die Schutzkappe eine im Querschnitt umlaufende Begrenzungswand aufweist, die den Verbindungsstecker umgibt, wenn der Verbindungsstecker in der Schutzkappe angeordnet ist, und die sich zwischen zwei Stirnseiten der Schutzkappe erstreckt. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass an mindestens einer Stirnseite (30a, 30b) der Schutzkappe (3) ein Verschlusselement (4, 5) vorgesehen ist, das zwischen einer ersten Position, in der es eine Öffnung (31, 32) an der Stirnseite (30a, 30b) der Schutzkappe (3) freigibt, und einer zweiten Position, in der es die Öffnung (31, 32) an der Stirnseite (30a, 30b) der Schutzkappe (3) verschließt, hin- und herbewegbar ist, und das sowohl in der ersten als auch in der zweiten Position mit der Schutzkappe (3) verbunden ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schutzkappe zur Aufnahme eines Verbindungssteckers nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Eine derartige Schutzkappe für einen Verbindungsstecker dient zum Abdecken eines beispielsweise elektrischen oder optischen Steckers, der an einer (elektrischen bzw. optischen) Leiteranordnung festgelegt ist und der zur Herstellung einer leitenden Steckverbindung mit einem Gegenstecker ausgebildet und vorgesehen ist, um eine leitende Verbindung zwischen der Leiteranordnung und einer dem Gegenstecker zu- bzw. nachgeordneten Komponente herzustellen, also etwa um eine dem Gegenstecker zugeordnete Komponente über die Leiteranordnung mit elektrischen bzw. optischen Signalen zu versorgen. Zum Abdecken eines solchen Verbindungssteckers weist die Schutzkappe eine im Querschnitt (z.B. ringförmig) umlaufende Begrenzungswand auf, die den Stecker hüllenartig umgibt, wenn sie auf den Stecker gesetzt ist, und die sich zwischen zwei Stirnseiten der Schutzkappe erstreckt.

Eine solche Schutzkappe dient zum Schutz eines hierin aufgenommenen Verbindungssteckers beim Transport und bei der Montage, also etwa beim Verlegen einer mit dem entsprechenden Verbindungsstecker versehenen Leiteranordnung an einer Werkzeugmaschine. Hierbei kann es erforderlich sein, die Leiteranordnung zusammen mit dem Verbindungsstecker durch eng begrenzte Räume, wie z.B. Kabelkanäle zu führen, was zu einem Hängenbleiben oder einer Beschädigung des Verbindungssteckers führen kann, wenn dieser nicht durch eine geeignete Schutzkappe überdeckt und geschützt ist.

Die Schutzkappe bildet dabei ein vom Verbindungsstecker separates Teil, das zu Schutzzwecken, etwa bei Transport oder Montage, auf den Verbindungsstecker zu setzen ist, wenn dieser nicht mit einem Gegenstecker in Kontakt steht. Die Schutzkappe bildet also insbesondere keinen Bestandteil eines Gehäuses des Verbindungssteckers, welches ja als dauerhafter Bestandteil eines Verbindungssteckers zum Zusammenstecken des Verbindungssteckers mit einem Gegenstecker nicht entfernt werden muss, sondern in der Regel zu einer mechanischen Sicherung und Abstützung der Steckverbindung beiträgt. Demgegenüber leistet die Schutzkappe keinen Beitrag zur Verbindung des zu schützenden Verbindungssteckers mit einem Gegenstecker; vielmehr ist sie aus der Position, in der sie den Verbindungsstecker zu Schutzzwecken umgibt, sogar zu entfernen, wenn der Verbindungsstecker mit einem Gegenstecker in leitenden Kontakt gebracht werden soll.

Aus der EP 1 172 671 A1 ist eine Schutzkappe für einen optischen Verbindungsstecker bekannt, die ein an einer Stirnseite verschlossenes, hülsenartiges Gehäuse umfasst, welches auf den zu schützenden Verbindungsstecker geschoben wird. Zur Festlegung der Schutzkappe am Verbindungsstecker dient ein am Verbindungsstecker vorgesehener Entriegelungshebel, mit dem eine Steckverbindung zwischen dem Verbindungsstecker und einem zugeordneten Gegenstecker lösbar ist und der bei aufgesetzter Schutzkappe in eine Rastausnehmung der Schutzkappe eingreift und und dabei aus dem von der Schutzkappe umschlossenen Raum hinausragt.

Aus der DE 94 00 653 U1 ist eine Schutzkappe für elektrische Anschlüsse bekannt, die ebenfalls durch ein an einer Stirnseite verschlossenes, hülsenartiges Gehäuse gebildet wird, das auf einen zu schützenden elektrischen Stecker zu schieben ist und das eine Rastausnehmung aufweist, in die ein Entriegelungshebel des elektrischen Steckers hineinragt und dabei teilweise aus dem von der Schutzkappe umschlossenen Raum hinausragt.

In der DE 92 15 920 U1 ist eine beidseitig offene Schutzhülse für optische Stecker beschrieben, die auf das Steckergehäuse des Steckers aufsetzbar ist.

Aus der EP 07 28 319 B1 ist eine einen zu schützenden optischen Verbindungsstecker teilweise umgebende Schutzkappe bekannt, die im Wesentlichen einen Kontaktstift des optischen Verbindungssteckers aufnimmt und hierdurch schützt.

Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Schutzkappe für einen Verbindungsstecker der eingangs genannten Art weiter zu verbessern.

Dieses Problem wird erfindungsgemäß durch die Schaffung einer Schutzkappe für einen Verbindungsstecker mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Danach ist an mindestens einer Stirnseite der Schutzkappe ein Verschlusselement vorgesehen, das zwischen einer ersten Position, in der es eine Öffnung in der Stirnseite der Schutzkappe freigibt, und einer zweiten Position, in der es die Öffnung in der Schutzkappe (ggf. zusammen mit einer weiteren Komponente, z.B. der Leiteranordnung) verschließt, hin und her bewegbar ist, und das sowohl in der ersten als auch in der zweiten Position jeweils mit der Schutzkappe verbunden ist (und bevorzugt auch beim Überführen des Verschlusselementes aus der ersten in die zweite Position und umgekehrt).

Dadurch, dass an mindestens einer Stirnseite der einen Verbindungsstecker mit einer im Querschnitt ringartig umlaufenden Begrenzungswand umhüllenden Schutzkappe ein Verschlusselement dauerhaft angeordnet ist, das sich zwischen einer als geöffnete Position bezeichneten ersten Position und einer als geschlossene Position bezeichneten zweiten Position hin und her bewegen lässt, kann mit einer solchen Schutzkappe ein zu schützender Verbindungsstecker einerseits vollständig, und zwar auch an den Stirnseiten, umschlossen werden, wenn sich das Verschlusselement in der zweiten, geschlossenen Position befindet, und andererseits kann die Schutzkappe in einfacher Weise über den Verbindungsstecker geschoben werden und dabei in einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung in eine Parkposition auf der zugehörigen Leiteranordnung geschoben werden, wenn sich das Verschlusselement in der ersten Position befindet, in der es die stirnseitige Öffnung der Schutzkappe freigibt.

Eine solche Schutzkappe eignet sich vor allem als Schutzkappe für optische Steckverbinder, wie etwa aus der EP 1 335 222 A1 bekannt; sie kann jedoch grundsätzlich auch in solchen Ausführungsformen zur Verfügung gestellt werden, in der sie zum Überdecken eines sonstigen Verbindungssteckers, etwa eines elektrischen Verbindungssteckers dient.

Die Schutzkappe weist bevorzugt eine in einfacher Weise einstückig geformte Begrenzungswand auf, an der das mindestens eine Verschlusselement ebenfalls einstückig angeformt ist, und zwar insbesondere klappbar. Zur klappbaren Anbindung des Verschlusselementes an die Begrenzungswand kann dabei einerseits ein Scharnier, insbesondere ein Filmscharnier, vorgesehen sein oder andererseits ein elastisch deformierbarer Bereich, insbesondere in Form eines Steges, der beispielsweise einen Teil der Begrenzungswand der Schutzkappe bildet und der derart elastisch deformierbar ist, dass ein hiermit verbundenes Verschlusselement zwischen einer geöffneten und einer verschlossenen Position hin und her bewegbar ist. Dabei ist der elastisch deformierbare Bereich bevorzugt so ausgelegt, dass das Verschlusselement in Richtung auf den verschlossenen Zustand vorgespannt ist und entgegen dieser Vorspannung in den geöffneten Zustand zu bringen ist. Als Material für eine einstückig zu formende Schutzkappe eignet sich insbesondere Kunststoff.

Die Schutzkappe ist bevorzugt so ausgelegt, dass sie bei geschlossenem Verschlusselement bzw. geschlossenen Verschlusselementen den zu schützenden Verbindungsstecker vollständig umschließt, und zwar vorteilhaft einschließlich eines am Verbindungsstecker gegebenenfalls vorgesehenen Entriegelungshebels, der zur Entriegelung einer formschlüssigen Verbindung zwischen dem Verbindungsstecker und einem Gegenstecker dient. Der Entriegelungshebel soll also nicht aus dem von der Schutzkappe umschlossenen Raum herausragen und soll weiterhin bevorzugt auch nicht zur Herstellung einer formschlüssigen Verbindung zwischen Schutzkappe und Verbindungsstecker in eine etwa an der Schutzkappe ausgebildete Rastöffnung eingreifen.

Ein Verschlusselement, das zum Verschließen der kontaktseitigen, der Leiteranordnung abgewandten Öffnung der Schutzkappe dient, ist bevorzugt so ausgebildet, dass es jene Öffnung im geschlossenen Zustand vollständig verschließt.

Ein Verschlusselement, das auf der gegenüberliegenden, leiteranordnungsseitigen und damit den Kontakten des Verbindungssteckers abgewandten Stirnseite der Schutzkappe liegt, ist demgegenüber bevorzugt so ausgestaltet, dass es die Öffnung an jener Stirnseite der Schutzkappe zusammen mit der Leiteranordnung verschließt. Mit anderen Worten ausgedrückt besteht im geschlossenen Zustand jenes Verschlusselementes noch eine Durchgangsöffnung, durch die hindurch die dem Verbindungsstecker zugeordnete Leiteranordnung geführt werden kann, wobei die Durchgangsöffnung so bemessen ist, dass sie bei hindurchgeführter Leiteranordnung verschlossen ist. Das der Leiteranordnung zugewandte Verschlusselement weist zudem bevorzugt eine schräg zur Erstreckungsrichtung der Leiteranordnung geneigte Oberfläche auf, um die Durchführung durch Kabelkanäle und dergleichen zu erleichtern.

Weiterhin können Rastmittel vorgesehen sein, über die das jeweilige Verschlusselement formschlüssig an der Begrenzungswand der Schutzkappe fixierbar ist, wenn es sich in der zweiten, geschlossenen Position befindet, in der es die zugeordnete Öffnung in der jeweiligen Stirnseite der Schutzkappe (ggf. zusammen mit der Leiteranordnung) verschließt.

Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die Schutzkappe derart ausgebildet und das mindestens eine Verschlusselement derart hieran angeordnet, dass sich die Schutzkappe bei geöffnetem Verschlusselement von dem Verbindungsstecker herunter in eine Parkposition auf eine mit dem Verbindungsstecker verbundene und von diesem angehende Leiteranordnung schieben lässt. Dies ist insbesondere dann möglich, wenn zumindest das der ersten, kontaktseitigen (und der Leiteranordnung abgewandten) Stirnseite der Schutzkappe zugeordnete Verschlusselement geöffnet ist, so dass die an dieser Stirnseite der Schutzkappe ausgebildete Öffnung nicht verschlossen ist und die Schutzkappe dadurch aus ihrer Funktionsposition über dem Verbindungsstecker in eine Parkposition über der Leiteranordnung geschoben werden kann, dass der Verbindungsstecker durch die an der ersten Stirnseite vorgesehene Öffnung der Schutzkappe hindurch aus dieser hinausgeführt wird. Hierdurch liegt der Verbindungsstecker jetzt frei, um ihn mit einem Gegenstecker in Eingriff zu bringen. Gleichzeitig kann die Schutzkappe in ihrer Parkposition auf der Leiteranordnung für eine spätere erneute Verwendung bereitgehalten werden, zum Beispiel, wenn während Umbau-, Wartungs- oder Reparaturarbeiten der Verbindungsstecker wieder außer Eingriff mit dem Gegenstecker gebracht und in diesem Zustand durch die Schutzkappe geschützt werden soll.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Schutzkappe eine Klemm- oder Rasteinrichtung auf, über die sie in der jeweiligen Parkposition an der Leiteranordnung festklemmbar bzw. verrastbar ist. Hierzu kann beispielsweise eines der beiden Verschlusselemente, insbesondere das leiteranordnungsseitige Verschlusselement dienen, indem dieses im geschlossenen Zustand klemmend auf die Leiteranordnung einwirkt.

Eine Steckeranordnung mit einer erfindungsgemäß ausgestalteten Schutzkappe ist durch die Merkmale des Patentanspruchs 33 charakterisiert.

Vorteilhafte Weiterbildungen jener Steckeranordnung ergeben sich aus den von Patentanspruch 33 abhängigen Ansprüchen.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen anhand der Figuren deutlich werden.

Es zeigen:

1a eine perspektivische Darstellung einer Schutzkappe, die einen mit einem Lichtwellenleiter verbundenen optischen Verbindungsstecker umschließt;

1a einen Längsschnitt durch die Anordnung aus 1a;

2a eine erste perspektivische Darstellung der Schutzkappe aus 1a;

2b eine zweite perspektivische Darstellung der Schutzkappe aus 2a;

3 die Anordnung aus den 1a und 1b in einem Zustand, in dem die Schutzkappe in eine Parkposition auf dem dem Verbindungsstecker zugeordneten Lichtwellenleiter geschoben ist;

4a und 4b eine Abwandlung der Schutzkappe aus den 2a und 2b in zwei unterschiedlichen perspektivischen Darstellungen;

4c einen Längsschnitt durch die Schutzkappe aus den 4a und 4b;

5 eine zweite Abwandlung der Schutzkappe aus den 2a und 2b in einer perspektivischen Darstellung.

In den 1a und 1b ist ein Verbindungsstecker 2 in Form eines optischen Steckers zusammen mit einer zugehörigen Leiteranordnung 1 und mit einer den Verbindungsstecker 2 aufnehmenden Schutzkappe 3 dargstellt, die zudem noch in zwei unterschiedlichen perspektivischen Ansichten in den 2a und 2b gezeigt ist.

Bei dem Verbindungsstecker 2 handelt es sich um ein Steckerteil für eine optische Steckverbindung, über das eine optische Leiteranordnung 1 an einen Gegenstecker anschließbar ist. Die optische Leiteranordnung umfasst einen längserstreckten Lichtwellenleiter 10, der in einem Schutzmantel 11 geführt ist und der an seinem dem Verbindungsstecker 2 zugewandten Ende von einem ringartig umlaufenden, hülsenförmigen Knickschutz 12 umgeben ist. An den Knickschutz 12 schließt sich in axialer Richtung ein Steckergehäuse 20 des Verbindungssteckers 2 an, das in einer einstückig an dem Steckergehäuse 20 ausgebildeten Aufnahme 15 einen mit dem Lichtwellenleiter 10 in leitendem Kontakt stehenden Steckerstift aufnimmt, über den der Verbindungsstecker 2 mit einem Gegenstecker optisch leitend kontaktierbar ist, wenn eine am vorderen freien Ende des Steckergehäuses 20 vorgesehene Steckerklappe 21 geöffnet ist.

Das Steckergehäuse 20 ist derart ausgebildet, dass der Verbindungsstecker 2 über das Steckergehäuse 20 in eine formschlüssige Verbindung, insbesondere Rastverbindung, mit einem zugeordneten Gegenstecker bringbar ist, um den gewünschten Kontakt zwischen dem Steckerstift des optischen Steckers 2 und einem zugeordneten, gegensteckerseitigen Kontaktelement mechanisch zu sichern. Um eine bestehende mechanische (formschlüssige) Verbindung zwischen dem Verbindungsstecker 2 und einem zugeordneten Gegenstecker lösen zu können, ist am Steckergehäuse 20 des Verbindungssteckers 2 ein Entriegelungshebel 25 angeordnet, durch dessen Betätigung sich die Verbindung zwischen dem Verbindungsstecker 2 und einem zugehörigen Gegenstecker entriegeln lässt.

Ein Verbindungsstecker 2 in Form eines Steckerteiles für eine optische Steckverbindung der anhand der 1a und 1b beschriebenen Art ist beispielsweise aus der EP 1 335 222 A1 bekannt, so dass für weitere Einzelheiten hinsichtlich des Aufbaus eines derartigen optischen Steckers hierauf Bezug genommen wird. Dies betrifft insbesondere Einzelheiten zur Funktion des Verbindungssteckers. Vorliegend sind vor allem solche technischen Merkmale des Verbindungssteckers 2 von Bedeutung, die im Zusammenhang mit der den Verbindungsstecker 2 aufnehmenden Schutzkappe 3 stehen und auf die sich daher die Erläuterung des Verbindungssteckers 2 anhand der 1a und 1b beschränkt.

In den 1a und 1b sowie 2a und 2b ist eine Schutzkappe 3 dargestellt, in der ein Verbindungsstecker der in den 1a und 1b dargestellten Art aufgenommen werden kann. Die Schutzkappe 3 bildet dabei – im Gegensatz zum Steckergehäuse 20 – eine vom Verbindungsstecker 2 separate Komponente, die nicht für eine dauerhafte Verbindung mit dem Verbindungsstecker 2 ausgebildet und vorgesehen ist. Vielmehr wird der Verbindungsstecker 2 lediglich zu Transport- und Montagezwecken vollständig in der Schutzkappe 3 aufgenommen. Zur Herstellung einer optisch leitenden Verbindung zwischen dem Stecker 2 und einem zugeordneten Gegenstecker muss die Schutzkappe 3 demgegenüber (zumindest teilweise) vom Verbindungsstecker 2 abgenommen werden.

Die Schutzkappe 3 umfasst eine ringartig umlaufende Begrenzungswand 30, die im Querschnitt im Wesentlichen rechteckförmig ausgebildet ist und die sich – in Erstreckungsrichtung des Lichtwellenleiters 10 bzw. des Steckerstiftes betrachtet – zwischen zwei Stirnseiten 30a, 30b erstreckt, an denen die Schutzkappe 3 jeweils eine Öffnung 31 bzw. 32 aufweist. Die Querschnittsebene, in der die Schutzkappe 3 eine ringartig umlaufende Kontur aufweist, erstreckt sich dabei im wesentlichen quer Längsrichtung der Schutzkappe 3 zwischen den beiden Öffnungen 31, 32.

Die eine, vordere Stirnseite 30a der Schutzkappe 3 ist dem kontaktseitigen Ende des Verbindungssteckers 2 zugeordnet, d. h., in dem in den 1a und 1b gezeigten Zustand, in dem der Verbindungsstecker 2 in der Schutzkappe 3 aufgenommen ist, liegt das freie Ende des Steckerstiftes (Stiftkontakt) hinter der Öffnung 31 an jener vorderen Stirnseite 30a. Die andere, hintere Stirnseite 30b der Schutzkappe 3 ist der Leiteranordnung 1 zugewandt, d. h., durch die an jener hinteren Stirnseite 30b vorgesehene Öffnung 32 der Schutzkappe 3 hindurch ist die Leiteranordnung 1 dem Verbindungsstecker 2 zugeführt.

Jeder der beiden Stirnseiten 30a, 30b des Verbindungssteckers 3 ist jeweils ein Verschlusselement 4 bzw. 5 in Form einer Verschlussklappe zugeordnet, mit dem die an der jeweiligen Stirnseite 30a bzw. 30b vorgesehene Öffnung 31 oder 32 der Schutzkappe 3 verschließbar ist. Die Verschlussklappen 4 und 5 sind, wie insbesondere anhand 2b erkennbar, über jeweils ein Filmscharnier 4a bzw. 5a an der Schutzkappe 3 bzw. an deren umlaufender Begrenzungswand 30 schwenkbar angelenkt. Dabei verlaufen die Klapp- bzw. Schwenkachsen der beiden Verschlussklappen 4, 5, definiert durch das jeweilige Filmscharnier 4a bzw. 5a, im Wesentlichen senkrecht zueinander.

Die vordere, steckerstiftseitige bzw. kontaktseitige, der Leiteranordnung 1 abgewandte Verschlussklappe 4 weist einen Verschlusskörper 40 auf, mit dem die an der zugehörigen vorderen Stirnseite 30a vorgesehene Öffnung 31 der Schutzkappe 3 vollständig verschließbar und überdeckbar ist. Hierzu ist die vordere Verschlussklappe 4 in den in den 1a und 1b gezeigten geschlossenen Zustand zu bringen, in dem deren Verschlusskörper 40 vor der zugeordneten stirnseitigen Öffnung 31 der Schutzkappe 3 liegt und zu dem die Verschlussklappe 4 über Rastmittel 34, 44 mit der Schutzkappe 3 verbunden ist. Die Rastmittel 34, 44 umfassen einen an der umlaufenden Begrenzungswand 30 der Schutzkappe 3 vorgesehenen Rastvorsprung 34 in Form eines Rastkeiles sowie eine an einem abgewinkelten Abschnitt 42 der Verschlussklappe 4 vorgesehene Rastöffnung 44 in Form eines Rastfensters. Im geschlossenen Zustand der vorderen Verschlussklappe 4 greift der an der Begrenzungswand 30 der Schutzkappe 3 vorgesehene Rastvorsprung 34 in Form eines Rastkeiles gemäß 1a in die zugeordnete, verschlussklappenseitige Rastöffnung 44 in Form eines Rastfensters ein, so dass im geschlossenen Zustand der vorderen Verschlussklappe 4 eine formschlüssige Rastverbindung zwischen der Verschlussklappe 4 und dem durch die Begrenzungswand 30 gebildeten Grundkörper der Schutzkappe 3 besteht.

Die hintere Verschlussklappe 5 der Schutzkappe 3, mit der die an der hinteren, leiteranordnungsseitigen Stirnseite 30b vorgesehene Öffnung 32 der Schutzkappe 3 verschließbar ist, umfasst ebenfalls einen über ein Filmscharnier 5a an der Begrenzungswand 30 der Schutzkappe 3 klappbar bzw. schwenkbar angelenkten Verschlusskörper 50. Dieser verschließt allein jedoch die an der hinteren Stirnseite 30b der Schutzkappe 3 vorgesehene Öffnung 32 nicht vollständig, sondern lässt eine Durchgangsöffnung 52 für die Leiteranordnung 1 bzw. genauer deren Knickschutz 12 frei, wenn die hintere Verschlussklappe 5 im verschlossenen Zustand über Rastmittel 35, 55 an der Schutzkappe 3 bzw. deren umlaufender Begrenzungswand 30 verrastet ist. Als Rastmittel dienen vorliegend auf zwei gegenüberliegenden Innenflächen der Begrenzungswand 30 vorgesehene Rastnuten 35, in die jeweils einer von zwei an der hinteren Verschlussklappe 5 vorgesehenen, längserstreckten Rastvorsprüngen 55 in Form von Rasthaken bzw. Rastkeilen eingreifen kann.

Die im geschlossenen Zustand der hinteren Verschlussklappe 5, wie in den 1a und 1b dargestellt, verbleibende Durchgangsöffnung 52 an der hinteren Stirnseite 30b der Schutzkappe 3 ist – durch entsprechende Gestaltung des Verschlusskörpers 50 – so ausgebildet, dass sie von der Leiteranordnung 1 bzw. spezieller deren steckerseitigem Knickschutz 12 vollständig ausgefüllt wird, so dass die hintere Verschlussklappe 5 zusammen mit der Leiteranordnung 1 die an der hinteren Stirnseite 30b der Schutzkappe 3 vorgesehene Öffnung 32 vollständig verschließt. Im Ergebnis ist somit, wie insbesondere aus den 1a und 1b hervorgeht, der zu schützende Verbindungsstecker 2 vollständig von der Schutzkappe 3 umgeben, wenn der Verbindungsstecker 2 in der Schutzkappe 3 angeordnet ist und die beiden Verschlussklappen 4, 5 der Schutzkappe 3 verschlossen sind. Danach ist der gesamte Verbindungsstecker 2, einschließlich des Entriegelungshebels 25, innerhalb des von der Schutzkappe 3 umschlossenen Innenraumes 1 aufgenommen. Der Entriegelungshebel 25 ragt weder aus der Schutzkappe 3 heraus, noch wird der Entriegelungshebel 25 zur Herstellung einer (formschlüssigen) Verbindung zwischen Verbindungsstecker 2 und Schutzkappe 3 verwendet. Hierdurch wird das Risiko einer Beschädigung bzw. eines Abbrechens des Entriegelungshebels 25 minimiert.

Um zu verhindern, dass die Schutzkappe 3 beim Durchführen durch enge Räume, wie z.B. Kabelkanäle, während der Montage hängen bleiben kann, sind auf der Außenseite der Begrenzungswand 30 der Schutzkappe 3 abgeschrägte, längserstreckte Stege 33 vorgesehen; und die hintere Verschlussklappe 5 weist einen geneigten Verlauf zur Erstreckungsrichtung der Leiteranordnung 1, insbesondere zu dem Knickschutz 12, auf.

Eine derart einteilig ausgeführte Schutzkappe 3 kann in einfacher Weise kostengünstig mit einem Schieberwerkzeug durch Spritzgießen aus Kunststoff hergestellt werden. Ferner ist die Wandstärke der bevorzugt aus Kunststoff bestehenden Schutzkappe 3 vorteilhaft so bemessen, dass die Schutzkappe 3 trittsicher ist, also unter der Einwirkung äußerer Kräfte nur schwer zerbrechlich ist.

Wie anhand 3 deutlich wird, kann die Schutzkappe 3 in einfacher Weise vom Verbindungsstecker 2 abgezogen und über die durch ein optisches Kabel gebildete Leiteranordnung 1 geschoben werden, wenn die Schutzkappe 3 nicht mehr zur vollständigen Überdeckung des Verbindungssteckers 2 benötigt wird, sondern dieser mit einem zugeordneten Gegenstecker in Verbindung gebracht werden soll. Hierzu werden die Verschlussklappen 4, 5 in die geöffnete Stellung überführt, in der sie die jeweils zugeordnete stirnseitige Öffnung 31 bzw. 32 der Schutzkappe 3 nicht verschließen.

Wenn die Schutzkappe 3 in eine bestimmte Parkposition auf der Leiteranordnung 1 gebracht worden ist, wie beispielhaft in 3 dargestellt, in der sie den Verbindungsstecker 2 nicht mehr vollständig umschließt und insbesondere der Steckerstift des Verbindungssteckers 2 für einen Kontakt mit einem Gegenstecker freiliegt, so kann die Schutzkappe 3 in ihrer aktuellen Parkposition dadurch an der Leiteranordnung 1 gesichert werden, dass die hintere Verschlussklappe 5 verschlossen wird. Hiermit kann eine klemmende Verbindung zwischen der Schutzkappe 3 und der Leiteranordnung 1 hergestellt werden, wenn die an der hinteren Stirnseite 30b der Schutzkappe 3 bei geschlossener Verschlussklappe 5 vorgesehene Durchgangsöffnung 52 den Schutzmantel 11 der Leiteranordnung 1 passgenau umgreift. Die Schutzkappe 3 verbleibt dann also Platz sparend und verliersicher auf dem die Leiteranordnung bildenden optischen Kabel.

Vorteilhaft kann die Parkposition der Schutzkappe 3 auf der Leiteranordnung 1 (optisches Kabel) so gewählt sein, dass die Schutzkappe 3 in der Parkposition im Bereich ihrer vorderen Stirnseite 30a nicht vollständig vom Verbindungsstecker 2 abgezogen ist, sondern vielmehr noch den Entriegelungshebel 25 des Verbindungssteckers 2 umschließt. Hierdurch kann ein versehentliches Lösen einer Steckverbindung mit einem Gegenstecker durch ungewollte Betätigung des Entriegelungshebels 25 verhindert werden.

Zur Herstellung einer Verbindung zwischen dem von der Schutzkappe 3 zu schützenden Verbindungsstecker 2 und einem zugeordneten Gegenstecker ist es nämlich nicht erforderlich, die Schutzkappe 3 vollständig vom Verbindungsstecker 2 zu entfernen. Sie muss lediglich soweit vom Verbindungsstecker 2 entfernt werden, dass der mindestens eine Steckerstift des Verbindungssteckers 2 mit seinem freien Ende für die Herstellung eines Kontaktes mit einem Gegenstecker freiliegt. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zwischen einer Schutzkappe 3 für den Verbindungsstecker und einem Steckergehäuse 20. Die Schutzkappe 3 umschließt in ihrer Funktionsposition den Verbindungsstecker 2 vollständig. Damit der Verbindungsstecker 2 mit einem Gegenstecker kontaktiert werden kann, muss die Schutzkappe 3 aus ihrer Funktionsposition zumindest in eine Parkposition überführt werden, in der sie entweder vom Verbindungsstecker 2 beabstandet ist, oder diesen allenfalls noch teilweise umgibt. In jedem Fall muss eine Änderung der Position der Schutzkappe 3 bezüglich des Verbindungssteckers 2 erfolgen, also eine Überführung aus einer Funktionsposition in eine Parkposition, bei der die Kontaktelemente (z.B. der Steckerstift) des Verbindungssteckers 2 freigegeben werden, über die dieser mit einem Gegenstecker kontaktierbar ist. Diese Kontaktmittel sind dann nicht mehr von der Schutzkappe 3 umschlossen.

Ferner ist es zur Überführung der Schutzkappe 3 aus der in den 1a und 1b gezeigten Funktionsposition in die in 3 gezeigte Parkposition erforderlich, zumindest eines der Verschlusselemente 4, 5, nämlich vorliegend die vordere Verschlussklappe 4, zu öffnen. Diese bleibt bevorzugt in der geöffneten Stellung, wenn sich die Schutzkappe 3 in der Parkposition befindet.

Selbstverständlich kann die Schutzkappe 3 alternativ vollständig entfernt werden, indem sie sowohl vom Verbindungsstecker 2 als auch von der Leiteranordnung 1 abgezogen wird. Dies ermöglicht auch einen Austausch einer auf einem Verbindungsstecker 2 befindlichen Schutzkappe 3 gegen eine andere Schutzkappe.

Ferner lässt sich eine Schutzkappe 3 der in den 1a bis 3 dargestellten Art auch nachträglich über die Leiteranordnung 1 auf einen zu schützenden Verbindungsstecker 2 schieben.

In den 4a bis 4c ist eine Abwandlung der Schutzkappe aus den 1a bis 3 dargestellt, wobei der Unterschied in der Ausgestaltung der Verschlusselemente 4, 5 an den Stirnseiten 30a, 30b der ringartig umlaufenden Begrenzungswand 30 der Schutzkappe 3 besteht. An der vorderen Stirnseite 30a der Schutzkappe 3 ist auch hier eine Verschlussklappe 4 mit einem Verschlusskörper 40' vorgesehen, der über ein Filmscharnier 4a einstückig an der entsprechenden Stirnseite 30a der Begrenzungswand 30 klappbar angelenkt ist und der im geschlossenen Zustand die an der vorderen Stirnseite 30a vorgesehene Öffnung 31 der Schutzkappe 3 vollständig verschließt. Zum Verriegeln der vorderen Verschlussklappe 4 im geschlossenen Zustand steht von deren Verschlusskörper 40' ein abgewinkelter Abschnitt 42' ab, an dem ein Verriegelungselement 44' in Form einer Rastnase angeformt ist, die im verriegelten Zustand einen an der umlaufenden Begrenzungswand 30 angeformten Vorsprung 34' in Form einer weiteren Rastnase hintergreift.

Der wesentliche Unterschied zwischen der anhand der 4a bis 4c beschriebenen Schutzkappe und der in den 1a bis 3 dargestellten Schutzkappe besteht in der Gestaltung des Verschlusselementes 5, das zum Verschließen einer Öffnung 32 an der hinteren Stirnseite 30b der Schutzkappe dient. Das Verschließen der hinteren Öffnung 32 der Schutzkappe 3 bedeutet dabei, dass auch im geschlossenen Zustand des Verschlusselementes 5, wie in den 4b und 4c erkennbar, an der hinteren Stirnseite 30b eine Durchgangsöffnung 52 verbleibt, die jedoch, ebenso wie im Fall der 1a und 1b, vollständig von der dem zu schützenden Stecker zugeordneten Leiteranordnung verschlossen ist, wenn sich der Stecker innerhalb des Innenraumes 1 der Schutzkappe 3 befindet. Das hintere Verschlusselement 5 verschließt die an der hinteren Stirnseite 30b der Schutzkappe 3 vorgesehene Öffnung 32 also zusammen mit einer weiteren Komponente der Steckeranordnung 1, 2, nämlich zusammen mit der Leiteranordnung 1, die jene Durchgangsöffnung 52 durchgreift und ausfüllt.

Das hintere Verschlusselement 5 bzw. dessen Verschlusskörper 50' ist mit der ringartig umlaufenden, eine Hülse bildenden Begrenzungswand 30 der Schutzkappe 3 über einen elastisch deformierbaren Steg 38 verbunden, der einen einstückigen Bestandteil der Begrenzungswand 30 bildet, jedoch über zwei längserstreckte seitliche Schlitze 39 teilweise von der Begrenzungswand 30 getrennt ist.

Bei dieser Anordnung ist das Verschlusselement 5 in Richtung auf den geschlossenen Zustand elastisch vorgespannt, in der es die zugeordnete Öffnung 32 an der hinteren Stirnseite 30b der Verschlusskappe 3 soweit verschließt, dass lediglich noch eine Durchgangsöffnung 52 für das dem zu schützenden Verbindungsstecker zugeordnete optische Kabel zur Verfügung steht. Die Größe der Durchgangsöffnung 52 ist dabei bevorzugt so gewählt, dass im geschlossenen Zustand des Verschlusselementes 5 dessen Verschlusskörper 50' klemmend auf der äußeren Mantelfläche des entsprechenden Kabels 1 (vergleiche 1a und 1b) aufliegt.

5 zeigt in perspektivischer Darstellung eine zweite Abwandlung der Schutzkappe aus den 2a und 2b, wobei ein wesentlicher Unterschied darin besteht, dass hier lediglich an der vorderen, ersten Stirnseite 30a der Schutzkappe 3 ein Verschlusselement 4 mit einem Verschlusskörper 40'' zum Verschließen der an dieser Stirnseite 30a ausgebildeten Öffnung 31 vorgesehen ist und dass dieses Verschlusselement 4 nicht unmittelbar selbst schwenkbar an der Schutzkappe 3 bzw. an deren umlaufender Begrenzungswand 30 angelenkt ist. Vielmehr ist das Verschlusselement 4 mit seinem Verschlusskörper 40'' starr (einstückig) mit einem Wandabschnitt 300 der Begrenzungswand 30 der Schutzkappe 3 verbunden, der wiederum über ein Filmscharnier 45 schwenkbar an den im Querschnitt im Wesentlichen U-förmigen übrigen Wandbereichen der Begrenzungswand 30 angelenkt ist.

Die durch das Filmscharnier 45 gebildete Schwenkachse des schwenkbaren Wandabschnittes 300 verläuft dabei in Längsrichtung der Schutzkappe 3 von der einen Stirnseite 30a in Richtung auf die andere Stirnseite 30b, während bei den vorhergehenden Ausführungsbeispielen die den Verschlusselementen 4, 5 zugeordneten Schwenkachsen jeweils senkrecht zu dieser Längsrichtung verliefen. Ferner weist der schwenkbare Wandabschnitt 300 der Begrenzungswand 30 ein Verriegelungselement 44'' in Form einer Rastöffnung auf, das bei auf die Schutzkappe 3 geklapptem Wandabschnitt 300 mit einem schutzkappenseitigen, zugeordneten Verriegelungselement 34'' in Form eines Rastvorsprunges in Rasteingriff bringbar ist, so dass der klappbare Wandabschnitt 300 in seiner geschlossenen Position an der Schutzkappe 3 verriegelt ist, in der er gemeinsam mit den übrigen Wandbereichen der Begrenzungswand 30 eine im Querschnitt rechteckförmige, ringartig umlaufende Begrenzungswand bildet.

Im Ergebnis lässt sich bei der in 5 gezeigten Schutzkappe 3 mittels des Filmscharnieres 45 ein zwischen den beiden Stirnseiten 30a, 30b der Schutzkappe erstreckter, durchgehender Wandabschnitt 300 mittels des zugeordneten Filmscharnieres 45 zwischen einer aufgeklappten und einer geschlossenen Position hin und her bewegen. In der aufgeklappten Position gibt der Wandabschnitt 300 eine großflächige Öffnung in der umlaufenden Begrenzungswand 30 der Schutzkappe 3 frei, die sich zwischen den beiden Stirnseiten 30a, 30b der Schutzkappe erstreckt, so dass ein in der Schutzkappe 3 aufzunehmender Verbindungsstecker in einfacher Weise in diese eingelegt werden kann. Anschließend wird der aufgeklappte Wandabschnitt 300 der Schutzkappe 3 auf die übrigen Wandbereiche von der Begrenzungswand 30 geklappt und hieran verriegelt, so dass der Verbindungsstecker von einer insgesamt ringartig umlaufenden, im Querschnitt rechteckförmigen Begrenzungswand umgeben ist.

Dadurch, dass vorliegend das Verschlusselement 4 mit seinem Verschlusskörper 40'' starr an dem klappbaren Wandabschnitt 300 der Schutzkappe 3 angeordnet ist, wird beim Auf- oder Zuklappen jenes Wandabschnittes 300 zugleich auch das Verschlusselement 4 zwischen einem geöffneten Zustand, in dem es die an der vorderen Stirnseite 30a der Schutzkappe 3 vorgesehene Öffnung 31 freigibt, und einem geschlossenen Zustand, in dem dessen Verschlusskörper 40'' die entsprechende Öffnung 30a verschließt, hin- und herbewegt.

An der zweiten, hinteren Stirnseite 30b der Schutzkappe 3 ist die dortige Öffnung 32 gerade so groß ausgebildet, dass die dem in der Schutzkappe 3 aufzunehmenden Verbindungsstecker zugeordnete Leiteranordnung durch jene Öffnung 32 hindurch aus dem Inneren der Schutzkappe 3 hinausgeführt werden kann. Eine solch geringe Ausdehnung jener Öffnung 32 ist vorliegend ausreichend, da der Verbindungsstecker bei aufgeklapptem Wandabschnitt 300 durch die großflächige Öffnung in der Begrenzungswand 30 hindurch in das Innere der Schutzkappe 3 eingelegt werden kann. Insofern ist hier auch kein zweites Verschlusselement zum Verschließen der Öffnung 32 an der hinteren Stirnseite 30b der Schutzkappe 3 erforderlich. Denn diese Öffnung 32 ist bei in die Schutzkappe 3 eingelegtem Verbindungsstecker durch die von jenem Verbindungsstecker abgehende Leiteranordnung verschlossen.

Wie bei den vorhergehenden Ausführungsbeispielen lässt sich auch vorliegend die Schutzkappe 3 bei geöffnetem Verschlusselement 4 an der vorderen Stirnseite 30a von dem in der Schutzkappe 3 aufgenommenen Verbindungsstecker herunter in eine Parkposition auf die vom Verbindungsstecker abgehende Leiteranordnung verschieben. Hierbei tritt der Verbindungsstecker durch die vom Verschlusselement 4 an der vorderen Stirnseite 30a der Schutzkappe 3 freigegebene Öffnung 31 hindurch aus der Schutzkappe aus. Zur Festlegung der Schutzkappe 3 in ihrer Parkposition an einer Leiteranordnung dient vorliegend eine durch zwei Rastelemente gebildete Rasteinrichtung 60, die an einer von der hinteren Stirnseite 30b der Schutzkappe 3 abstehenden Verliersicherung 6 ausgebildet ist. Die Verliersicherung 6 ist dazu ausgebildet und eingerichtet, gemeinsam mit den Rastelementen der Rasteinrichtung 60 eine Leiteranordnung formschlüssig zu umfassen und sich dabei kraftschlüssig (klemmend) an diese anzulegen. Hierdurch kann die Schutzkappe 3 in definierter Position an einer Leiteranordnung gehalten werden.


Anspruch[de]
Schutzkappe für einen Verbindungsstecker, der an einer Leiteranordnung festgelegt ist und der zur Herstellung einer leitenden Steckverbindung mit einem Gegenstecker ausgebildet und vorgesehen ist, wobei die Schutzkappe eine im Querschnitt umlaufende Begrenzungswand aufweist, die den Verbindungsstecker umgibt, wenn der Verbindungsstecker in der Schutzkappe angeordnet ist, und die sich zwischen zwei Stirnseiten der Schutzkappe erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einer Stirnseite (30a, 30b) der Schutzkappe (3) ein Verschlusselement (4, 5) vorgesehen ist, das zwischen einer ersten Position, in der es eine Öffnung (31, 32) an der Stirnseite (30a, 30b) der Schutzkappe (3) freigibt, und einer zweiten Position, in der es die Öffnung (31, 32) an der Stirnseite (30a, 30b) der Schutzkappe (3) verschließt, hin und her bewegbar ist, und das sowohl in der ersten als auch in der zweiten Position mit der Schutzkappe (3) verbunden ist. Schutzkappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzungswand (30) einstückig geformt ist. Schutzkappe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (4, 5) einstückig an der Begrenzungswand (3) angeformt ist. Schutzkappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzkappe (3) einstückig geformt ist. Schutzkappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzkappe (3) aus Kunststoff besteht. Schutzkappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (4, 5) klappbar an der Schutzkappe (3) angeordnet ist. Schutzkappe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (4, 5) über ein Scharnier (4a, 5a; 45) klappbar an der Schutzkappe (3) angeordnet ist. Schutzkappe nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Scharnier (4a, 5a; 45) durch ein Filmscharnier gebildet wird. Schutzkappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (5) über einen elastisch deformierbaren Bereich (38) mit der Begrenzungswand (30) der Schutzkappe (3) verbunden ist. Schutzkappe nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der elastisch deformierbare Bereich (38) als Steg ausgebildet ist. Schutzkappe nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Steg (38) einen Bestandteil der Begrenzungswand (30) der Schutzkappe (3) bildet. Schutzkappe nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (5) elastisch in Richtung auf die zweite Position vorgespannt ist. Schutzkappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzkappe (3) den Verbindungsstecker (2) vollständig überdeckt, so dass keine Bereiche des Verbindungssteckers (2) aus der Schutzkappe (3) hinausragen. Schutzkappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der mit der Schutzkappe (3) zu überdeckende Verbindungsstecker (2) lösbar mit einem Gegenstecker verbindbar ist. Schutzkappe nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der mit der Schutzkappe (3) zu überdeckende Verbindungsstecker (2) einen Entriegelungshebel (25) aufweist, durch dessen Betätigung eine Verbindung mit einem Gegenstecker lösbar ist. Schutzkappe nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzkappe (3) den Verbindungsstecker (2) derart überdeckt, dass der Entriegelungshebel (25) nicht aus der Schutzkappe (3) hinausragt. Schutzkappe nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Schutzkappe (3) und dem Entriegelungshebel (25) keine Rastverbindung besteht. Schutzkappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verschlusselement (4) an einer ersten Stirnseite (30a) der Schutzkappe (3) vorgesehen ist, die der Leiteranordnung (1) abgewandt ist, wenn die Schutzkappe (3) auf den Verbindungsstecker (2) aufgesetzt ist. Schutzkappe nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Verschlusselement (4) die an der ersten Stirnseite (30a) der Schutzkappe (3) vorgesehene Öffnung (31) der Schutzkappe (3) vollständig überdeckbar ist. Schutzkappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Verschlusselement (4) an einer zweiten Stirnseite (30b) der Schutzkappe (3) vorgesehen ist, die der Leiteranordnung (1) zugewandt ist, wenn die Schutzkappe (3) auf den Verbindungsstecker (2) aufgesetzt ist. Schutzkappe nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem Verschlusselement (4) die an der zweiten Stirnseite (30b) der Schutzkappe (3) vorgesehene Öffnung (32) der Schutzkappe (3), bis auf eine von der Leiteranordnung (1) durchgriffene und ausfüllbare Durchgangsöffnung (52), überdeckbar ist. Schutzkappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschlusselement (4, 5) auf einer äußeren Oberfläche eine Formschräge aufweist. Schutzkappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Rastmittel (34, 44; 34', 44'; 34'', 44''; 35, 55) vorgesehen sind, über die das Verschlusselement (4, 5) an der Schutzkappe (3) fixierbar ist, wenn es sich in der zweiten Position befindet, in der es die Öffnung in der zugeordneten Stirnseite (30a, 30b) der Schutzkappe (3) überdeckt und verschließt. Schutzkappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an beiden Stirnseiten (30a, 30b) der Schutzkappe (3) jeweils eine durch ein Verschlusselement (4, 5) verschließbare Öffnung (31, 32) und ein zugeordnetes Verschlusselement (4, 5) vorgesehen sind. Schutzkappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzkappe (3) von dem Verbindungsstecker (2) ausgehend in eine Parkposition auf der Leiteranordnung (1) verschiebbar ist, wenn sich an mindestens einer Stirnseite (30a, 30b) der Schutzkappe (3) das Verschlusselement (4, 5) in der ersten Position befindet, in der es die Öffnung (31, 32) an der zugeordneten Stirnseite (30a, 30b) der Schutzkappe (3) nicht verschließt. Schutzkappe nach Anspruch 18 und 25, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzkappe (3) von dem Verbindungsstecker (2) ausgehend in eine Parkposition auf der Leiteranordnung (1) verschiebbar ist, wenn sich zumindest an der ersten Stirnseite (30a) der Schutzkappe (3) das Verschlusselement (4) in der ersten Position befindet, in der es die Öffnung (31) an der zugeordneten Stirnseite (30a) der Schutzkappe (3) nicht verschließt. Schutzkappe nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass an der Schutzkappe (3) eine Einrichtung (50', 60) zum Festlegen der Schutzkappe (3) an der Leiteranordnung (1) in der Parkposition vorgesehen ist. Schutzkappe nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass an der Schutzkappe (3) eine Klemmeinrichtung (50') zum Festklemmen der Schutzkappe (3) an der Leiteranordnung (1) in der Parkposition vorgesehen ist. Schutzkappe nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmkraft durch Einwirkung eines stirnseitigen Verschlusselementes (5) auf die Leiteranordnung (1) erzeugbar ist. Schutzkappe nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass an der Schutzkappe (3) eine Rasteinrichtung (60) zum Verrasten der Schutzkappe (3) an der Leiteranordnung (1) in der Parkposition vorgesehen ist. Schutzkappe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzkappe (3) ausgebildet und vorgesehen ist zur Aufnahme eines Verbindungssteckers (2) in Form eines optischen Steckers, der an einer einen Wellenleiter (10) umfassenden Leiteranordnung (1) festgelegt ist. Schutzkappe nach einem der Ansprüche 1 bis 30, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzkappe (3) ausgebildet und vorgesehen ist zur Aufnahme eines elektrischen Verbindungssteckers und dass die Leiteranordnung mindestens einen elektrischen Leiter umfasst. Steckeranordnung mit

– einem Verbindungsstecker, der an einer Leiteranordnung festgelegt ist und der zur Herstellung einer leitenden Steckverbindung mit einem Gegenstecker ausgebildet und vorgesehen ist, und

– einer Schutzkappe zur Aufnahme des Verbindungssteckers, die eine im Querschnitt umlaufende Begrenzungswand aufweist, welche den Verbindungsstecker umgibt, wenn die Schutzkappe den Verbindungsstecker aufnimmt, und welche sich zwischen zwei Stirnseiten der Schutzkappe erstreckt,

dadurch gekennzeichnet,

dass an mindestens einer Stirnseite (30a, 30b) der Schutzkappe (3) ein Verschlusselement (4, 5) vorgesehen ist, das zwischen einer ersten Position, in der es eine Öffnung (31, 32) an der Stirnseite (30a, 30b) der Schutzkappe (3) freigibt, und einer zweiten Position, in der es die Öffnung (31, 32) an der Stirnseite (30a, 30b) der Schutzkappe (3) verschließt, hin und her bewegbar ist, und das sowohl in der ersten als auch in der zweiten Position mit der Schutzkappe (3) verbunden ist.
Steckeranordnung nach Anspruch 33, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzkappe (3) den Verbindungsstecker (2) vollständig überdeckt, so dass keine Bereiche des Verbindungssteckers (2) aus der Schutzkappe (3) hinausragen. Steckeranordnung nach Anspruch 33 oder 34, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsstecker (2) lösbar mit einem Gegenstecker verbindbar ist. Steckeranordnung nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsstecker (2) einen Entriegelungshebel (25) aufweist, durch dessen Betätigung eine Verbindung mit einem Gegenstecker lösbar ist. Steckeranordnung nach Anspruch 36, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzkappe (3) den Verbindungsstecker (2) derart überdeckt, dass der Entriegelungshebel (25) nicht aus der Schutzkappe (3) hinausragt. Steckeranordnung nach Anspruch 36 oder 37, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Schutzkappe (3) und dem Entriegelungshebel (25) keine Rastverbindung besteht, wenn die Schutzkappe (3) den Verbindungsstecker (2) aufnimmt. Steckeranordnung nach einem der Ansprüche 33 bis 38, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzkappe (3) von dem Verbindungsstecker (2) ausgehend in eine Parkposition auf der Leiteranordnung (1) verschiebbar ist, wenn sich das Verschlusselement (4, 5) in der ersten Position befindet, in der es die Öffnung (31, 32) an der zugeordneten Stirnseite (30a, 30b) der Schutzkappe (3) nicht verschließt. Steckeranordnung nach einem der Ansprüche 33 bis 39, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsstecker (2) als optischer Stecker ausgebildet ist und dass die Leiteranordnung (1) mindestens einen Wellenleiter (10) umfasst. Steckeranordnung nach einem der Ansprüche 33 bis 39, dadurch gekennzeichnet, dass der Verbindungsstecker (2) als elektrischer Stecker ausgebildet ist und dass die Leiteranordnung (1) mindestens einen elektrischen Leiter umfasst. Steckeranordnung nach einem der Ansprüche 33 bis 41, gekennzeichnet durch eine Ausbildung der Schutzkappe gemäß einem der Ansprüche 2 bis 32.






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