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Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung, die zur Bekämpfung von Großbränden unter Zusatz von Natriumhydogencarbonat (NaHCO3) dient. Bei dem Großbrand kann es sich um den Brand einer Industrieanlage oder beispielsweise den Brand einer Lagerhalle handeln.

Ferner kommt die Vorrichtung beim großflächigen Waldbrand oder dem Brand eines Treibstoff- bzw. Rohöllagers zur Anwendung.

Bisher wurden Großbrände fast ausschließlich durch Einsatz großer Wassermengen bekämpft.In Ausnahmefällen wurde auch ein Kleinbrand (Autobrand) mit NaHCO3-gefüllten Feuerlöschern bekämpft.Zur Anwendung bei Großbränden kam diese Vorgehensweise allerding nicht. Ein Ausführungsbeispiel der Vorrichtung wird im folgendem beschrieben.

1 Grundversion der Vorrichtung (Draufsicht)

Die Vorrichtung ist die Modifikation eines Strahlrohres (1).Das Strahlrohr ist ein konisch zulaufendes metallisches Endstück eines Druckschlauchs (2).Das Strahlrohr hat eine seitlicheRohrabzweigung (3), die durch einen Schlauch (4) mit dem Behälter (5) verbunden ist.In diesem Behälter befindet sich entweder NaHCO3-Pulver oder eine wäßrige Lösund davon.Diese Vorrichtung hat bei Betrieb mit Druckwasser (6) die technische Funktion einer Wasserstrahlpumpe und saugt NaHCO3 in den Löschwasserstrahl (7) an.

Das Löschwasser gelangt zusammen mit dem NaHCO3 in den Brandherd (8) und zersetzt sich dort (2NaHCO3 → Na2CO3 + H2O + CO2).Das dabei entstehende Kohlendioxid CO2 ist das eigentliche Löschmittel und verhindert den weiteren Zutritt von Sauerstoff an den Brandherd, wobei das Feuer erlischt.

Die Anwendung der vorgesehenen Vorrichtung mit Zusatz hat wesentliche Vorteile gegenüber dem ausschließlichen Einsatz von Wasser als Löschmittel.Die Zersetzung des NaHCO3 zu CO2erfolgt schon bei recht niedrigen Temperaturen (T > 60°C),oberhalb von 300 °Cist diese Zersetzung vollständig.Es können somit Brände, die bei geringen Temperaturen (Schwelbrände) ablaufen, wirkungsvoll bekämpft werden.Durch Anwendung der vorgeschlagenen Vorrichtung mit dem gleichzeitigen Einsatz von NaHCO3 verringern sich zudem die Löschzeiten und die Volumina des des eingesetzten Wassers.Damit werden Wasserschäden gering gehalten und wertvolle Güter geschont.Der Einsatz der vorgeschlagenen Vorrichtung mit NaHCO3 als indirektes Löschmittel eignet sich vorzüglich um ein Ausbreiten des Großfeuers im Wald zu verhindern.Man kann nämlich die Randflächen eines sich entwickelnden Großfeuers mit Hilfe der Vorrichtung mit der Mischung (Löschwasser + NaHCO3) prophylaktisch besprühen.Bei Ausbreitung des Feuers zersetzt sich das an den Rändern liegende NaHCO3 und führt zum Verlöschen des Feuers.Die so gebildeten „Schneisen" verhindern eine weitere Ausbreitung des Feuers.Die Salzrückstände haben nach dem Verlöschen des Feuers keinerlei negative ökologische Folgen, da diese Rückstände (nicht zersetztes NaHCO3) schwach alkalisch reagieren und sogar sauere Waldböden unter CO2-Entwicklung neutralisieren.

Das NaHCO3 ist ein äußerst preiswertes Produkt, da es sich um ein Massenprodukt der chemischen Großindustiehandelt.

Die Vorrichtung ist auch preisgünstig, weil die vorhandenen und industiell gefertigten Strahlrohre (z.B. „C-Rohre") nur geringfügig umgebaut werden müßten.Somit ist der volkswirtschaftliche Nutzen der des Einsatzes der vorgeschlagenen Vorrichtung unmittelbar gegeben.


Anspruch[de]
Die Vorrichtung (2 Draufsicht) ist dadurch gekennzeichnet, daß an das heute üblicherweise eingesetzte Strahlrohr (1) eine seitliche Rohrabzweigung (4) rechtwinklig angebracht wird, wobei d/D < 0,7 sein sollte.Das Strahlrohr wird mit Druckwasser (2) betrieben und ist am Druckschlauch (3) befestigt.An die Rohrabzweigungwird ein Schlauch (5) befestigt, der in den Vorratsbehäter (6) für NaHCO3 hineinragt. Vorrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß der Vorratsbehälter (6) nicht NaHCO3-Pulver sondern eine wäßrige Lösung davon enthält.






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