PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102006042379A1 29.03.2007
Titel Achsträger
Anmelder KSM Castings GmbH, 31137 Hildesheim, DE;
IAMT Ingenieurgesellschaft für allgemeine Maschinentechnik mbH, 08525 Plauen, DE
Erfinder Buschjohann, Thomas, 31171 Nordstemmen, DE;
Kauert, Heiko, 14974 Ludwigsfelde, DE
DE-Anmeldedatum 08.09.2006
DE-Aktenzeichen 102006042379
Offenlegungstag 29.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.03.2007
IPC-Hauptklasse B62D 21/11(2006.01)A, F, I, 20060908, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf einen Achsträger für Kraftfahrzeuge.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Achsträger, auch Fahrschemel oder Hilfsrahmen genannt, insbesondere für Hinterachsen von Kraftfahrzeugen mit unangetriebener Hinterachse.

Solche Achsträger bestehen in der Regel aus zwei Längs- und zwei Querlenkern, aus Hohlprofilen, die untereinander verbunden, insbesondere verschweißt sind. Die Achsträger weisen Befestigungsstellen, Halterungen, Anlenkstellen oder dergleichen zur Befestigung von Achs- oder anderen Elementen auf sowie zur Befestigung der Achsträger selbst an Karosseriebereichen als vorgefertigte Einheit mitsamt den Achs- oder anderen Elementen. Diese Befestigungsstellen müssen vorgefertigt sein und am Achsträger für sich befestigt werden, was in der Regel durch Schweißen erfolgt. Derartige Achsträger sind daher aufwändig und teuer, und ihr Einsatz ist beschränkt auf einen Typ Fahrzeug, für den sie konstruiert wurden.

Der vorliegenden Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, Achsträger preiswerter zu gestalten und den Anwendungsbereich zumindest von Einzelbauteilen für mehrfache Anwendungen zu erweitern, so dass lediglich durch Veränderung der anderen Bauteile unterschiedliche Fahrzeugtypen mit gleichen Einzelbauteilen zu versorgen sind, um so wegen der höheren Stückzahlen weitere Verbilligungen zu erzielen.

Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erzielt, dass der Achsträger als zusammensetzbares Bauteil aus zwei Längskonsolen aus Leichtmetallguss besteht, die untereinander durch obere und untere Verbindungselemente verbindbar sind. Dabei ist es zweckmäßig, wenn die Längskonsolen aus einer Leichtmetalllegierung bestehen und zumindest eines der Verbindungselemente ein Blechformteil ist. Derartige Blechformteile können flächig ausgebildete, auch unterbrochene, versteifte Blechformteile sein oder durch einzelne profilierte Querträger oder Streben gebildet sein. In besonders einfacher und preiswerter Weise können die Längskonsolen mit den Querverbindungselementen, nämlich zum Beispiel Blechformteilen, profilierten Querträgern oder Streben durch Verbindungselemente, wie Schrauben oder Niete, miteinander befestigt werden, wobei die Befestigungsstellen, also zum Beispiel Bohrungen oder Gewinde, besonders einfach und preiswert im Leichtmetallguss vorzusehen sind, zum Beispiel in eigens im Guss vorgesehene Anformungen, Knoten, Augen, Laschen oder dergleichen. In zweckmäßiger Weise können die Konsolen zum Beispiel solche Anlenkstellen aufweisen zur Befestigung derselben oder des Achsträgers, gegebenenfalls mitsamt daran montierten Achs- oder anderen Elementen, an Karosserieteilen.

Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn wenigstens eine der Konsolen Anlenk- bzw. Befestigungsstellen für mindestens drei der nachfolgend angeführten Achselemente aufweist:

  • – für die vorderen oberen linken und/oder rechten Querlenker
  • – für die vorderen unteren linken und/oder rechten Querlenker
  • – für die hinteren oberen linken und/oder rechten Querlenker
  • – für die hinteren unteren linken und/oder rechten Querlenker
  • – für die Spurstange(n)
  • – für die Stoßdämpfer
  • – für die Drehstabfederung.

Solche Anlenkstellen lassen sich gusstechnisch in besonders günstiger Weise herstellen. Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn zumindest einzelne der Anlenk- bzw. Befestigungsstellen durch mit Durchgangsbohrungen versehene vom Konsolenkörper abstehende, mit diesem einteilige Halterungen gebildet sind. Darüber hinaus können zumindest einzelne der Halterungen in ebenfalls günstiger Weise um die Bohrungen ösenartig verstärkt sein. Dabei können zumindest einzelne der Halterungen laschenartig ausgebildet sein. Gusstechnisch einfach und preiswert lassen sich auch Verstärkungssicken bilden, die zumindest einzelne der Befestigungsstellen oder Halterungen untereinander verbinden. Zweckmäßigerweise werden zumindest einzelne der oberen und unteren Befestigungsstellen oder Halterungen untereinander durch solche Verstärkungssicken verbunden. Weiterhin kann es zweckmäßig sein, wenigstens einzelne der Befestigungsstellen, zum Beispiel die für die Querlenker oder die Spurstange(n), durch zwei, das zu befestigende Element zwischen sich aufnehmende Halterungen auszubilden.

Es ist ersichtlich, dass sowohl die Konsolen selbst, als auch die Halterungen, die Anlenk- bzw. Befestigungsstellen für die Befestigung von Achs- und anderen Elementen, sowie solche Befestigungsstellen für die Anlenkung an Karosseriebereichen, gusstechnisch sehr günstig herstellbar sind. Weiterhin wird durch die Erfindung die Möglichkeit geschaffen, Längslenker für unterschiedliche Spurweiten, also für unterschiedliche Fahrzeugtypen, einzusetzen.

Anhand des in der Figur dargestellten Ausführungsbeispieles sei die Erfindung näher erläutert:

Der Achsträger I besteht aus zwei Längskonsolen A, B aus einer Leichtmetall-Gusslegierung und je einem oberen und unteren die beiden Konsolen verbindenden Blechformteil C, D. Zur Befestigung von Konsolen A und B sowie Blechformteilen C und D sind an den Konsolen mehrere Befestigungsstellen 1, 2 angegossen, in die in Gewindebohrungen reingeschraubte Befestigungsschrauben vorgesehen sind.

Im vorliegenden Ausführungsbeispiel sind die Konsolen A, B spiegelbildlich ausgebildet. Der besseren Übersichtlichkeit wegen sind einzelne Bereiche beziehungsweise Befestigungsstellen daher nur an der einen oder anderen Konsole dargestellt.

An den Konsolen A, B sind weiterhin Anlenk- bzw. Befestigungsstellen 4 für die vorderen oberen linken und rechten Querlenker vorgesehen, Befestigungsstellen 5 für die vorderen unteren linken und rechten Querlenker, Befestigungsstellen 6 für die hinteren oberen linken und rechten Querlenker, Befestigungsstellen 7 für die hinteren unteren linken und rechten Querlenker, Befestigungsstellen 8 für die Querstabilisator sowie Befestigungsstellen 9 für die linken und rechten Stoßdämpfer. Weitere Befestigungsstellen 10 sind für die linke und rechte Spurstange vorgesehen.

Die Befestigungsstellen 4 bis 10 bestehen aus jeweils zwei Halterungen 4a, 4b bis 10a, 10b, die Bohrungen aufweisen, von denen der Einfachheit halber lediglich die Bohrungen 4a' und 4b' mit Bezugszeichen versehen sind.

Die Halterungen 4a, 4b, 5a, 5b, 6a, 6b, 7a, 7b, 8a, 8b, 9a, 9b und 10a, 10b sind laschenartig ausgebildet und einteilig mit den Längskonsolen A, B, wobei die Laschen 4a, 5a; 6a, 7a durch Verstärkungssicken 11, 12 untereinander verbunden sind. Die Halterungen 4a, 5a sind ösenartig um ihre Bohrungen herum verstärkt. Die Halterungen der Befestigungsstellen 4, 5, 6, 7 und 10 sind derart ausgebildet, dass sie das zu befestigende Bauteil, also z.B. Querlenker und Spurstange zwischen sich aufnehmen können.

Als Leichmetall-Gusslegierung für Bauteile eines Achsträgers gemäß der vorliegenden Erfindung, zum Beispiel für die Konsolen, kann sich in besonders vorteilhafter Weise eine solche gemäß der Patentanmeldung ... vom ... (unser Zeichen: KSM 0204) eignen, die voll- und nicht begrenzt auf Bauteile von Achsträgern – integriert sei in die vorliegende Anmeldung.


Anspruch[de]
Achsträger, insbesondere Hinterachsträger für KFZ mit unangetriebener Hinterachse als zusammensetzbares Bauteil aus zwei Längskonsolen aus Leichtmetall-Guss, die untereinander durch obere und untere Verbindungselemente verbindbar sind. Achsträger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Längskonsolen aus einer Leichtmetalllegierung bestehen. Achsträger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Verbindungselemente ein Blechformteil ist. Achsträger nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eines der Verbindungselemente als Querträger ausgebildet ist. Achsträger nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Konsolen und/oder die Verbindungselemente durch Befestigungselemente miteinander verbindbar sind. Achsträger nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Konsolen Anlenk- bzw. Befestigungsstellen zur Verbindung derselben oder des Achsträgers mit Karosserieteilen bzw. -bereichen besitzen. Achsträger, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der Konsolen Anlenk- bzw. Befestigungsstellen für mindestens drei der nachfolgend angeführten Achselemente besitzt:

– für die vorderen oberen linken und/oder rechten Querlenker

– für die vorderen unteren linken und/oder rechten Querlenker

– für die hinteren oberen linken und/oder rechten Querlenker

– für die hinteren unteren linken und/oder rechten Querlenker

– für die Spurstange(n)

– für die Stoßdämpfer

– für die Drehstabfederung.
Achsträger nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einzelne der Anlenk- bzw. Befestigungsstellen durch mit Durchgangsbohrungen versehene, vom Konsolenkörper abstehende, mit diesem einteilige Halterungen gebildet sind. Achsträger nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einzelne der Halterungen laschenartig ausgebildet sind. Achsträger nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einzelne der Befestigungsstellen durch zwei das zu befestigende Achselement zwischen sich aufnehmende Halterungen gebildet sind. Achsträger nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einzelne der Halterungen um die Bohrungen ösenartig verstärkt sind. Achsträger nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einzelne der Befestigungsstellen oder Halterungen untereinander durch Verstärkungssicken verbunden sind. Achsträger nach einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einzelne der oberen und unteren Befestigungsstellen oder Halterungen untereinander durch Verstärkungssicken verbunden sind.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com