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Dokumentenidentifikation DE102006042749A1 29.03.2007
Titel Leuchteinheit für einen Fahrzeugscheinwerfer
Anmelder Koito Mfg. Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Fukawa, Kiyotaka, Shizuoka, JP;
Ishida, Hiroyuki, Shizuoka, JP
Vertreter HOFFMANN & EITLE, 81925 München
DE-Anmeldedatum 12.09.2006
DE-Aktenzeichen 102006042749
Offenlegungstag 29.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.03.2007
IPC-Hauptklasse F21S 8/12(2006.01)A, F, I, 20060912, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F21V 13/02(2006.01)A, L, I, 20060912, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine Leuchteneinheit weist ein Spiegelteil (18) auf, das eine nach oben reflektierende Oberfläche (18a) aufweist, die ein Teil des von einem Reflektor (16) reflektierten Lichts nach oben reflektiert, und zwischen dem Reflektor (16) einer Projektorlinse (12) angeordnet ist. Das Spiegelteil (18) kann in Richtung einer optischen Achse (Ax) bewegt werden, und kann eine Bezugsposition einnehmen, an welcher sich der vordere Endrand (18a1) der nach oben reflektierenden Oberfläche (18a) an dem rückwärtigen Brennpunkt (F) der Projektorlinse (12) befindet, sowie eine vordere Bewegungsposition, die um eine vorbestimmte Entfernung vor der Bezugsposition angeordnet ist. Wenn das Spiegelteil zur vorderen Bewegungsposition bewegt wird, gelangt ein Teil des von dem Reflektor (16) reflektierten Lichts durch einen Raum hinter dem Spiegelteil (18) so hindurch, dass es auf den unteren Bereich der Projektorlinse (12) auftrifft.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Anmeldung beansprucht die Auslandspriorität der Japanischen Patentanmeldung Nr. 2005-264881, eingereicht am 13. September 2005, deren Gesamtinhalt durch Bezugnahme in die vorliegende Anmeldung eingeschlossen wird.

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Leuchteneinheit für einen Fahrzeugscheinwerfer, und spezieller eine Leuchteneinheit des Projektortyps, bei welcher eine Lichtemittervorrichtung, beispielsweise eine Lichtemitterdiode, als Lichtquelle verwendet wird.

Seit einiger Zeit wird eine Leuchteneinheit, bei welcher eine Lichtemittervorrichtung, beispielsweise eine Lichtemitterdiode, als Lichtquelle eingesetzt wird, in einem Fahrzeugscheinwerfer eingesetzt.

Beispielsweise in der JP-A-2003-317513 („JP '513") wird eine Leuchteneinheit des Projektortyps geschildert, bei welcher vorgesehen sind: eine Projektorlinse, die auf einer optischen Achse angeordnet ist, die sich in Längsrichtung eines Fahrzeugs erstreckt; eine Lichtemittervorrichtung, die nach oben hin gerichtet ist, und hinter einem hinteren Brennpunkt der Projektorlinse nahe an der optischen Achse angeordnet ist; und ein Reflektor, der so angeordnet ist, dass er die Lichtemittervorrichtung von der Oberseite aus abdeckt, und der Licht von der Lichtemittervorrichtung in Vorwärtsrichtung reflektiert, wobei das Licht zur optischen Achse hin verstellt wird.

Bei der Leuchteneinheit, die in der JP '513 beschrieben wird, ist ein Spiegelteil, das eine nach oben reflektierende Oberfläche aufweist, die sich nach hinten parallel zur optischen Achse von der Nähe des hinteren Brennpunktes der Projektorlinse aus erstreckt, zwischen dem Reflektor und der Projektorlinse angeordnet. Ein Teil des von dem Reflektor reflektierten Lichts wird nach oben durch das Spiegelteil reflektiert, wodurch ein Abblendlicht-Lichtverteilungsmuster ausgebildet wird, bei welchem ein oberer Endabschnitt eine Abschneidelinie als umgekehrtes, projiziertes Bild eines vorderen Endrandes der nach oben reflektierenden Oberfläche aufweist.

Im Gegensatz hierzu beschreibt die JP-A-2000-348508 („JP '508") eine Leuchteneinheit des Projektortyps, die keine Lichtemittervorrichtung als Lichtquelle einsetzt, und ein bewegliches Spiegelteil aufweist. Das Spiegelteil kann nach unten um einen vorbestimmten Winkel um eine Schwenkachse verschwenkt werden, die in einem hinteren Endabschnitt des Spiegelteils angeordnet ist, und in Richtung der Breite des Fahrzeugs verläuft.

Wenn eine Leuchteneinheit des Projektortyps eingesetzt wird, die ein Spiegelteil aufweist, wie etwa in der JP '513 beschrieben, kann ein Abblendlicht-Lichtverteilungsmuster ausgebildet werden, welches eine deutliche Abschneidelinie in einem oberen Endabschnitt aufweist, während die Lichtflussnutzungsrate des Lichts von einer Lichtemittervorrichtung verbessert wird. Um ein Fernlicht-Lichtverteilungsmuster herzustellen, wird jedoch eine zusätzliche Leuchteneinheit benötigt.

Bei einer derartigen Anordnung, bei welcher ein bewegliches Spiegelteil verwendet wird, wie beispielsweise in der JP '508 beschrieben, als das Spiegelteil, und das Spiegelteil nach unten um einen vorbestimmten Winkel verschwenkt wird, wird ermöglicht, ein Fernlicht-Lichtverteilungsmuster auszubilden, wobei der Beleuchtungsbereich zur Seite oberhalb der Abschneidelinie des Abblendlicht-Lichtverteilungsmusters erweitert wird. Daher wird eine Umschaltung zwischen Abblendlicht und Fernlicht ermöglicht.

Bei dem Fernlicht-Lichtverteilungsmuster, das von der Leuchteneinheit ausgebildet wird, die in der JP '508 beschrieben wird, wird jedoch der untere Halbabschnitt ausgebildet, während die Form und die Leuchtdichteverteilung des Abblendlicht-Lichtverteilungsmusters beibehalten werden. Daher wird bei einem Fernlicht-Lichtverteilungsmuster ein Bereich in kurzer Entfernung einer Straßenoberfläche vor einem Fahrzeug zu stark ausgeleuchtet. Hierbei entsteht das Problem, dass die Sichtbarkeit im Bereich großer Entfernungen einer Straßenoberfläche vor einem Fahrzeug nicht sichergestellt werden kann.

Die Erfindung wurde angesichts derartiger Umstände entwickelt.

Einen Aspekt der Erfindung stellt eine Leuchteneinheit für einen Fahrzeugscheinwerfer dar, bei welcher vorgesehen sind: eine Projektorlinse, die auf einer optischen Achse angeordnet ist, die sich in Längsrichtung eines Fahrzeugs erstreckt; eine Lichtemittervorrichtung, die nach oben hin weist, und hinter einem hinteren Brennpunkt der Projektorlinse und in der Nähe der optischen Achse angeordnet ist; ein Reflektor, der so angeordnet ist, dass er die Lichtemittervorrichtung von der Oberseite aus abdeckt, und Licht von der Lichtemittervorrichtung nach vorn reflektiert, während das Licht zur optischen Achse hin abgelenkt wird, und ein Spiegelteil, das eine nach oben reflektierende Oberfläche aufweist, die einen Teil des von dem Reflektor reflektierten Lichts nach oben reflektiert, und zwischen dem Reflektor und der Projektorlinse angeordnet ist. Das Spiegelteil ist ein bewegbares Spiegelteil, das entlang der optischen Achse bewegt werden kann, und eine Bezugsposition einnehmen kann, wobei ein vorderer Endrand der nach oben reflektierenden Oberfläche des Spiegelteils in der Nähe des hinteren Brennpunkts angeordnet ist, sowie eine vordere Bewegungsposition einnehmen kann, die um eine bestimmte Entfernung vor der Bezugsposition angeordnet ist. Wenn das Spiegelteil zur vorderen Bewegungsposition bewegt wird, gelangt ein Teil des von dem Reflektor reflektierten Lichts durch einen Raum hinter dem Spiegelteil, sodass das Licht auf einen unteren Bereich der Projektorlinse einfällt.

Voranstehend ist mit „Lichtemittervorrichtung" gemäß der vorliegenden Erfindung eine Lichtquelle gemeint, die eine Festkörper-Lichtemittervorrichtung aufweist, beispielsweise einen Lichtemitterchip, der Licht im Wesentlichen punktartig abstrahlt. Hierbei gibt es in Bezug auf die Art der Lichtemittervorrichtung keine spezielle Einschränkung. So kann beispielsweise eine Lichtemitterdiode, eine Laserdiode oder dergleichen eingesetzt werden. Weiterhin weist die „Lichtemittervorrichtung" nach oben, und liegt in der Nähe der optischen Achse. Allerdings ist es nicht erforderlich, dass die Lichtemittervorrichtung nur in Richtung vertikal nach oben weist.

Wie voranstehend geschildert, kann das „Spiegelteil" die Bezugsposition und die vordere Bewegungsposition einnehmen, die um eine vorbestimmte Entfernung weiter vorn liegt als die Bezugsposition. Für die speziellen Werte der Länge in Längsrichtung des „Spiegelteils" und der „vorbestimmten Entfernung" gibt es keine speziellen Einschränkungen, soweit diese Werte in einem Bereich liegen, der es ermöglicht, dass ein Teil des von dem Reflektor reflektierten Lichtes durch einen Raum hinter dem Spiegelteil hindurchgeht, um auf einen unteren Abschnitt der Projektorlinse einzufallen.

Die Vorteile, Eigenschaften, und verschiedene zusätzliche Merkmale der Erfindung werden unter Berücksichtigung der beispielhaften Ausführungsform und von deren Abänderungen noch deutlicher werden. Die beispielhafte Ausführungsform und deren Abänderungen sind in den beigefügten Zeichnungen dargestellt. Es zeigt:

1 eine Vorderansicht einer Leuchteneinheit für einen Fahrzeugscheinwerfer gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung;

2 eine Schnittansicht entlang der Linie II-II von 1;

3 eine Schnittansicht entlang der Linie III-III von 1;

4 eine ähnliche Ansicht wie 2, wobei im Einzelnen ein optischer Weg gezeigt ist, wenn sich ein Spiegelteil der Leuchteneinheit in einer Bezugsposition befindet;

5 eine ähnliche Ansicht wie 2, wobei im Einzelnen ein optischer Weg dargestellt ist, wenn sich das Spiegelteil an einer vorderen Bewegungsposition befindet;

6 eine Ansicht eines Abblendlicht-Lichtverteilungsmusters, das auf einer gedachten, vertikalen Leinwand erzeugt wird, die an einem Ort 25 m vor einem Fahrzeug angeordnet ist, durch Licht, das in Vorwärtsrichtung von der Leuchteneinheit ausgestrahlt wird;

7 eine Ansicht, die ein Fernlicht-Lichtverteilungsmuster zeigt, das auf der gedachten, virtuellen Leinwand durch in Vorwärtsrichtung von der Leuchteneinheit ausgestrahltes Licht erzeugt wird;

8 eine ähnliche Ansicht wie 2, wobei eine Leuchteneinheit gemäß einer ersten Abänderung der beispielhaften Ausführungsform dargestellt ist;

9 eine ähnliche Ansicht wie 5, wobei die Leuchteneinheit gemäß der ersten Abänderung gezeigt ist;

10 eine Ansicht eines Fernlicht-Lichtverteilungsmusters, das auf der gedachten, vertikalen Leinwand durch Licht erzeugt wird, das in Vorwärtsrichtung von der Leuchteneinheit gemäß der ersten Abänderung ausgesandt wird;

11 eine ähnliche Ansicht wie 2, wobei eine Leuchteneinheit gemäß einer zweiten Abänderung der beispielhaften Ausführungsform dargestellt ist;

12 eine ähnliche Ansicht wie 5, wobei die Leuchteneinheit gemäß der zweiten Abänderung dargestellt ist; und

13 eine Ansicht eines Fernlicht-Lichtverteilungsmusters, das auf der gedachten, vertikalen Leinwand durch Licht erzeugt wird, das in Vorwärtsrichtung von der Leuchteneinheit gemäß der zweiten Abänderung ausgestrahlt wird.

Zwar wird die Erfindung in Bezug auf ihre beispielhaften Ausführungsformen und Abänderungen von diesen geschildert, jedoch sollen die nachstehenden, beispielhaften Ausführungsformen und deren Abänderungen nicht die Erfindung einschränken.

1 ist eine Vorderansicht, die eine Leuchteneinheit 10 gemäß der beispielhaften Ausführungsform der Erfindung zeigt, 2 ist eine Schnittansicht entlang der Linie II-II von 1, und 3 ist eine Schnittansicht entlang der Linie III-III von 1.

Wie in den Figuren dargestellt, weist die Leuchteneinheit 10 gemäß der beispielhaften Ausführungsform auf: eine Projektorlinse 12, die auf einer optischen Achse Ax angeordnet ist, die sich in Längsrichtung eines Fahrzeugs erstreckt; eine Lichtemittervorrichtung 14, die hinter dem rückwärtigen Brennpunkt F der Projektorlinse 12 angeordnet ist; einen Reflektor 16, der die Lichtemittervorrichtung 14 von der Oberseite aus abdeckt, und Licht von der Lichtemittervorrichtung 14 nach vorn reflektiert, wobei das Licht zur optischen Achse Ax verschoben wird; und ein Spiegelteil 18, das eine nach oben reflektierende Oberfläche 18a aufweist, die sich von dem Ort des hinteren Brennpunkts F nach hinten entlang der optischen Achse Ax erstreckt, um so einen Teil des von dem Reflektor 16 reflektierten Lichts nach oben zu reflektieren.

Die Leuchteneinheit 110 ist als ein Teil eines Fahrzeugscheinwerfers vorgesehen, und so angeordnet, dass dann, wenn sie in den Fahrzeugscheinwerfer eingebaut ist, sich die optische Achse Ax in Richtung nach unten um etwa 0,5 bis 0,6 Grad in Bezug auf die Längsrichtung eines Fahrzeugs erstreckt.

Die Projektorlinse 12 ist als plankonvexe, asphärische Linse ausgebildet, deren vordere Oberfläche konvex und deren hintere Oberfläche eben ist. Die Projektorlinse 12 projiziert ein Lichtquellenbild, das auf der hinteren Brennebene (also einer Brennebene, die den hinteren Brennpunkt F enthält) ausgebildet wird, als invertiertes Bild auf eine gedachte, vertikale Leinwand vor der Leuchteneinheit. Die Projektorlinse 12 ist an einem ringförmigen Linsenhalter 22 befestigt, der an einem unteren Ort an einem Basisteil 24 angebracht ist.

Die Lichtemittervorrichtung 14 ist eine weißes Licht aussendende Diode, die einen Lichtemitterchip 14a aufweist, der Abmessungen von 0,3 bis 3 mm im Quadrat aufweist. Die Lichtemittervorrichtung 14 ist an einer Lichtquellenaufnahmeausnehmung 24a angeordnet und dort befestigt, die in der oberen Oberfläche des Basisteils 24 vorgesehen ist. Der Lichtemitterchip 14a ist auf der optischen Achse Ax angeordnet, und weist in Vertikalrichtung nach oben.

Eine reflektierende Oberfläche 16a des Reflektors 16 ist als im Wesentlichen ellipsenförmige, gekrümmte Oberfläche ausgebildet, die eine Hauptachse aufweist, die koaxial zur optischen Achse Ax verläuft. Ein Lichtaussendezentrum der Lichtemittervorrichtung 14 ist als erster Brennpunkt der reflektierenden Oberfläche 16a eingestellt. Die Exzentrizität der reflektierenden Oberfläche 16a ist so gewählt, dass sie allmählich von einem Schnitt in Vertikalrichtung zu einem Schnitt in Horizontalrichtung zunimmt. Daher ist die reflektierende Oberfläche 16a so ausgebildet, dass im Vertikalschnitt Licht von der Lichtemittervorrichtung 14 am hinteren Brennpunkt F der Projektorlinse 12 gesammelt wird, und in Horizontalrichtung der Ort des Sammelns beträchtlich nach vorn bewegt wird. Der Reflektor 16 ist an einem unteren Endabschnitt des Umfangs der reflektierenden Oberfläche 16a an der oberen Oberfläche des Basisteils 24 befestigt.

Die nach oben reflektierende Oberfläche 18a des Spiegelteils 18 ist so ausgebildet, dass eine spiegelnde Endbearbeitung infolge einer Ablagerung von Aluminium und dergleichen auf der oberen Oberfläche des Spiegelteils 18 durchgeführt wurde. Bei der nach oben reflektierenden Oberfläche 18a ist der linke Bereich, der sich an der linken Seite der optischen Achse Ax befindet (der rechten Seite bei Betrachtung der Leuchte von vorn) als eine horizontale Oberfläche ausgebildet, welche die optische Achse Ax enthält, und ist der rechte Bereich, der sich an der rechten Seite der optischen Achse Ax befindet, als horizontale Oberfläche ausgebildet, auf einem Niveau unterhalb jenes des linken Bereichs, über einen kurzen, schräg verlaufenden Abschnitt. Ein hinterer Endabschnitt des rechten Bereiches ist so ausgebildet, dass er mit dem linken Bereich fluchtet. Der vordere Endbereich 18a1 der nach oben reflektierenden Oberfläche 18a ist so ausgebildet, dass er sich entlang der hinteren Brennebene der Projektorlinse 12 erstreckt.

Das Spiegelteil 18 ist als ein bewegbares Spiegelteil ausgebildet, das in Richtung der optischen Achse Ax bewegt werden kann. Das Spiegelteil 18 ist so ausgebildet, dass es eine Bezugsposition einnehmen kann (jene Position, die durchgezogen in den 2 und 3 dargestellt ist), an welcher der vordere Endrand 18a1 der nach oben reflektierenden Oberfläche 18a an dem hinteren Brennpunkt F der Projektorlinse 12 angeordnet ist, sowie eine vordere Bewegungsposition (jene Position, die durch die doppelt gepunktete, gestrichelte Linie in den 2 und 3 angedeutet ist), die sich um eine vorbestimmte Entfernung in Vorwärtsrichtung der Bezugsposition befindet. In diesem Fall ist, wenn das Spiegelteil 18 zur vorderen Bewegungsposition bewegt wird, der vordere Endrand 18a1 der nach oben reflektierenden Oberfläche 18a in der Nähe der rückseitigen Oberfläche der Projektorlinse 12 angeordnet. Die Bewegung des Spiegelteils 18 wird durch Antrieb eines Elektromagneten 20 erzielt (dies wird nachstehend genauer erläutert).

4 ist eine ähnliche Ansicht wie 2, welche im Einzelnen einen optischen Weg zeigt, wenn sich das Spiegelteil 18 an der Bezugsposition befindet, und 5 ist eine ähnliche Ansicht wie 2, und zeigt im Einzelnen einen optischen Weg, wenn sich das Spiegelteil 18 an der vorderen Bewegungsposition befindet.

Wie in 4 gezeigt, reflektiert dann, wenn sich das Spiegelteil 18 in der Bezugsposition befindet, die nach oben reflektierende Oberfläche 18a einen Teil des reflektierten Lichts, das von der reflektierenden Oberfläche 16a des Reflektors 16 zur Projektorlinse 12 ausgesandt wird, nach oben, sodass das Licht in die Projektorlinse 12 hineingelangt, und als nach unten gerichtetes Licht von der Projektorlinse 12 ausgesandt wird.

In Gegensatz hierzu gelangt, wie in 5 gezeigt, wenn das Spiegelteil 18 in die vordere Bewegungsposition bewegt wird, der Hauptanteil des Lichts, das von dem Reflektor 16 reflektiert wird, wenn sich das Spiegelteil 18 an der Bezugsposition befindet, durch einen Raum vor dem Spiegelteil 18 hindurch, sodass es direkt auf einen unteren Bereich der Projektorlinse 12 einfällt, und nach oben durch die nach oben reflektierende Oberfläche 18a des Spiegelteils 18 reflektiert wird, sodass es auf einen oberen Bereich der Projektorlinse 12 einfällt. Hierbei wird ein Teil des von dem Reflektor 16 reflektierten Lichts dazu veranlasst, durch einen Raum hinter dem Spiegelteil 18 so hindurchzugehen, dass es direkt auf den unteren Bereich der Projektorlinse 12 einfällt.

Um dies zu erzielen, ist die Erstreckung in Längsrichtung des Spiegelteils 18 so gewählt, dass dann, wenn das Spiegelteil zur vorderen Bewegungsposition bewegt wird, der hintere Endrand 18a2 der nach oben reflektierenden Oberfläche 18a um eine vorbestimmte Entfernung L1 hinter dem rückwärtigen Brennpunkt F der Projektorlinse 12 angeordnet ist. Der hintere Endrand 18a2 des Spiegelteils 18 ist so ausgebildet, dass er sich geradlinig in Richtung senkrecht zur optischen Achse Ax erstreckt.

Das Spiegelteil 18 weist eine im Wesentlichen keilförmige, vertikale Schnittform auf, wobei die Dicke allmählich abnimmt, im Verlauf der im Wesentlichen keilartigen Form von dem vorderen Endrand des Spiegelteils 18 zum hinteren Endrand. Bei dem Spiegelteil 18 ist im Wesentlichen ein hinterer Endabschnitt der unteren Oberfläche als schräge Oberfläche 18b ausgebildet, die geradlinig in Richtung schräg nach oben verläuft. Bei dieser Ausbildung wird ermöglicht, wenn das Spiegelteil 18 zur vorderen Bewegungsposition bewegt wird, zu verhindern, dass das von dem Reflektor 16 reflektierte Licht durch das Spiegelteil 18 selbst abgesperrt wird. Allerdings ist die Schrägoberfläche 18b nicht an rechten und linken Seitenabschnitten des Spiegelteils 18 vorgesehen.

Bei dem Spiegelteil 18 ist eine Strebe 18c vorgesehen, die sich von der unteren Oberfläche aus nach unten erstreckt. Die Strebe 18c ist in Vorderansicht im Wesentlichen U-förmig ausgebildet, und greift in einen mittleren Abschnitt des unteren Endes durch einen Kolben 20a eines Elektromagneten 20 ein, wie dies nachstehend genauer erläutert wird.

In dem Basisteil 24 ist ein Elektromagnetbefestigungsabschnitt 24d in einem Abschnitt unterhalb der optischen Achse Ax vorgesehen. Der Elektromagnet 20 ist an dem Elektromagnetbefestigungsabschnitt 24d so angebracht, dass der Kolben 20a vorsteht. Der Elektromagnet 20 steht im Eingriff in einem Abschnitt am Ende der Spitze des Kolbens 20a mit der Strebe 18c des Spiegelteils 18.

Der Elektromagnet 20 wird dadurch betätigt, dass ein Strahlumschaltschalter betätigt wird, der nicht dargestellt ist. Wenn der Strahlumschaltschalter in die Abblendlichtposition geschaltet ist, wird der Kolben 20a des Elektromagneten 20 in die in 4 dargestellte Position zurückgezogen, sodass das Spiegelteil 18 in die Bezugsposition bewegt wird; und dann, wenn der Strahlumschaltschalter auf die Fernlichtposition umgeschaltet wird, wird der Kolben 20a in die in 5 dargestellte Position vorgestellt, sodass das Spiegelteil 18 zur vorderen Bewegungsposition bewegt wird.

Ein Paar von Spiegelteilhalterungsabschnitten 24b, welche den rechten und den linken Seitenabschnitt des Spiegelteils 18 haltern, ist auf dem Basisteil 24 vorgesehen. Das Spiegelteil 18 kann sich geradlinig in Längsrichtung hin- und herbewegen, unter Verwendung des Paars der Spiegelteilhalterungsabschnitte 24b als Führungen. Wenn das Spiegelteil 18 in die Bezugsposition bewegt wird, trifft eine Anschlagendoberfläche 24c, die auf dem Basisteil 24 vorgesehen ist, gegen hintere Endoberflächen des rechten und linken Seitenabschnitts des Spiegelteils 18 auf, um das Spiegelteil 18 in der Bezugsposition anzuordnen.

Die 6 und 7 zeigen ein Lichtverteilungsmuster, das auf der gedachten, vertikalen Leinwand erzeugt wird, die an einem Ort 25 m vor einem Fahrzeug angeordnet ist, durch Licht, das in Vorwärtsrichtung von der Leuchteneinheit 10 gemäß der beispielhaften Ausführungsform ausgesandt wird. 6 zeigt ein Abblendlicht-Lichtverteilungsmuster PL, und 7 zeigt ein Fernlicht-Lichtverteilungsmuster PH1.

Das Abblendlicht-Lichtverteilungsmuster PL, das in 6 gezeigt ist, ist ein Lichtverteilungsmuster, das ausgebildet wird, wenn sich das Spiegelteil 18 in der Bezugsposition befindet.

Das Abblendlicht-Lichtverteilungsmuster PL ist ein Abblendlicht-Lichtverteilungsmuster für eine Lichtverteilung nach links, und weist eine rechte bzw. linke, abgestufte Abschneidelinie CL1 bzw. CL2 am oberen Endrand auf. Die Abschneidelinien CL1, CL2 erstrecken sich in Vertikalrichtung abgestuft an beiden Seiten einer Linie V-V, welche vertikal durch H-V hindurchgeht, also den Fluchtpunkt in Vorwärtsrichtung der Leuchte. Der Abschnitt für die entgegengesetzte Fahrspur, der sich an der rechten Seite der Linie V-V befindet, ist als die untere Abschneidelinie CL1 ausgebildet, und der Abschnitt für die eigene Fahrspur, der sich an der linken Seite der Linie V-V befindet, ist als die obere Abschneidelinie CL2 ausgebildet, die abgestuft ausgebildet ist, von der unteren Abschneidelinie CL1 aus, über einen. schrägen Abschnitt.

Das Abblendlicht-Lichtverteilungsmuster PL wird auf folgende Art und Weise erzeugt. Ein Bild der Lichtemittervorrichtung 14 wird durch die rückwärtige Brennebene der Projektorlinse 12 durch Licht ausgebildet, das von der Lichtemittervorrichtung 14 ausgestrahlt wird, und von dem Reflektor 16 reflektiert wird. Das Bild wird durch die Projektorlinse 12 als invertiertes, projiziertes Bild auf die gedachte, vertikale Leinwand projiziert. Die Abschneidelinien CL1, CL2 werden als umgekehrtes, projiziertes Bild des vorderen Endrandes 18a1 der nach oben reflektierenden Oberfläche 18a des Spiegelteils 18 ausgebildet.

Bei dem Abblendlicht-Lichtverteilungsmuster PL liegt ein Abknickpunkt E, der einen Schnittpunkt der unteren Abschneidelinie CL1 und der Linie V-V darstellt, unterhalb von H-V um etwa 0,5 bis 0,6 Grad. Dies wird durch den Verlauf hervorgerufen, in welchem sich die optische Achse Ax in Richtung nach unten um etwa 0,5 bis 0,6 Grad erstreckt, in Bezug auf die Längsrichtung eines Fahrzeugs. Bei dem Abblendlicht-Lichtverteilungsmuster PL wird eine heiße Zone HZL1, die einen Bereich mit hoher Helligkeit darstellt, so ausgebildet, dass sie den Abknickpunkt E umgibt.

Das Fernlicht-Lichtverteilungsmuster PH1, das in 7 gezeigt ist, ist ein Lichtverteilungsmuster, das ausgebildet wird, wenn das Spiegelteil 18 zur vorderen Bewegungsposition bewegt wird.

Das Fernlicht-Lichtverteilungsmuster PH1 wird als ein in Horizontalrichtung verlaufendes Lichtverteilungsmuster ausgebildet, das sich in Vertikalrichtung und Horizontalrichtung erstreckt, und zwar zentriert am Abknickpunkt E. Eine heiße Zone HZH des Musters weist im Wesentlichen eine Ellipsenform auf, die sich in Horizontalrichtung erstreckt, und auf H-V zentriert ist.

Bei dem Fernlicht-Lichtverteilungsmuster PH1 weist der obere Halbabschnitt eine Form auf, die dadurch erzielt wird, dass das Abblendlicht-Lichtverteilungsmuster PL auf einen Ort ausgeweitet wird, der im Wesentlichen symmetrisch um die untere Abschneidelinie CL1 ist, wobei der untere Halbabschnitt eine Form aufweist, bei welcher das Abblendlicht-Lichtverteilungsmuster PL zur unteren Abschneidelinie CL1 geringfügig eingeebnet ist. Die Beleuchtung des Bereiches in kurzer Entfernung einer Straßenoberfläche vor einem Fahrzeug wird daher unterdrückt, und die Sicht im Bereich großer Entfernungen auf der Straßenoberfläche vor dem Fahrzeug wird daher verbessert.

Der obere Halbabschnitt des Fernlicht-Lichtverteilungsmusters PH1 weist eine Form auf, die dadurch erhalten wird, dass das Abblendlicht-Lichtverteilungsmuster PL auf eine Position ausgedehnt wird, die im Wesentlichen vertikalsymmetrisch in Bezug auf die untere Abschneidelinie CL1 ist, aus folgenden Gründen. Wenn das Spiegelteil 18 zur vorderen Bewegungsposition bewegt wird, wird der Hauptanteil des Lichts, das durch den Reflektor 16 reflektiert wird, und welches, wenn das Spiegelteil 18 sich in der Bezugsposition befindet, durch einen Raum vor dem Spiegelteil hindurchgeht, sodass es direkt auf einen unteren Bereich der Projektorlinse 12 einfällt, nach oben durch die nach oben reflektierende Oberfläche 18a des Spiegelteils 18 reflektiert, sodass es auf die Projektorlinse 12 einfällt.

Weiterhin weist der untere Halbabschnitt des Fernlicht-Lichtverteilungsmusters PH1 eine solche Form auf, dass das Abblendlicht-Lichtverteilungsmuster PL geringfügig eingeebnet ist, zu der unteren Abschneidelinie CL1 hin, aus folgenden Gründen. Wenn das Spiegelteil 18 zur vorderen Bewegungsposition bewegt wird, geht ein Teil des Lichts, das von dem Reflektor 16 reflektiert wird, und dann, wenn sich das Spiegelteil 18 an der Bezugsposition befindet, nach oben durch die nach oben reflektierende Oberfläche 18a reflektiert wird, sodass es auf die Projektorlinse 12 einfällt, durch einen Raum hinter dem Spiegelteil 18 hindurch, sodass es direkt auf einen unteren Abschnitt der Projektorlinse 12 einfällt.

Wie voranstehend im Einzelnen geschildert, weist die Leuchteneinheit 10 gemäß der Ausführungsform auf: die Projektorlinse 12, die auf der optischen Achse Ax angeordnet ist, die sich in Längsrichtung eines Fahrzeugs erstreckt; eine Lichtemittervorrichtung 14, die nach oben hin gewandt ist, und hinter dem rückwärtigen Brennpunkt F der Projektorlinse 12 angeordnet ist, und nahe zur optischen Achse Ax; und den Reflektor 16, der die Lichtemittervorrichtung 14 von der Oberseite aus abdeckt, und der Licht reflektiert, das von der Lichtemittervorrichtung 14 nach vorn ausgestrahlt wird, während das Licht zur optischen Achse Ax verschoben wird. Das Spiegelteil 18, das die nach oben gerichtete Oberfläche 18a aufweist, welche einen Teil des von dem Reflektor 16 ausgesandten Lichts nach oben reflektiert, ist zwischen dem Reflektor 16 und der Projektorlinse 12 angeordnet. Das Spiegelteil 18 ist so ausgebildet, dass es ein bewegbares Spiegelteil ist, das in Richtung der optischen Achse Ax bewegt werden kann. Das Spiegelteil 18 ist so ausgebildet, dass es die Bezugsposition einnehmen kann, an welcher der vordere Endrand 18a1 der nach oben reflektierenden Oberfläche 18a in der Nähe des rückwärtigen Brennpunkts F der Projektorlinse 12 angeordnet ist, sowie die vordere Bewegungsposition, an welcher es um eine vorbestimmte Entfernung von der Bezugsposition angeordnet ist. Wenn das Spiegelteil 18 zur vorderen Bewegungsposition bewegt wird, gelangt ein Teil des von dem Reflektor 16 reflektierten Lichtes durch einen Raum an der Rückseite des Spiegelteils 18, sodass es auf den unteren Bereich der Projektorlinse 12 auftrifft. Daher wird ermöglicht, folgende Funktionen und Auswirkungen zu erzielen.

Wenn das Spiegelteil 18 sich an der Bezugsposition befindet, wird ein Teil des von dem Reflektor 16 reflektierten Lichts nach oben durch das Spiegelteil 18 reflektiert, und kann das Abblendlicht-Lichtverteilungsmuster PL ausgebildet werden, das in einem oberen Endabschnitt die Abschneidelinien CL1, CL2 als entgegengesetzt projiziertes Bild des vorderen Endrandes 18a1 der nach oben reflektierenden Oberfläche 18a des Spiegelteils aufweist. Wenn im Gegensatz hierzu das Spiegelteil 18 zur vorderen Bewegungsposition bewegt wird, gelangt der Hauptanteil des Lichts, das von dem Reflektor 16 reflektiert wird, und dann, wenn sich das Spiegelteil 18 an der Bezugsposition befindet, durch einen Raum vor dem Spiegelteil 18 hindurch, sodass es direkt auf einen unteren Bereich der Projektorlinse 12 einfällt, und wird dann nach oben durch das Spiegelteil 18 so reflektiert, dass es auf die Projektorlinse 12 einfällt. Daher wird ermöglicht, das Fernlicht-Lichtverteilungsmuster PH1 auszubilden, wobei der Beleuchtungsbereich zur Seite oberhalb der Abschneidelinien CL1, CL2 des Abblendlicht-Lichtverteilungsmusters PL erweitert wird. Daher wird eine Umschaltung zwischen Abblendlicht und Fernlicht ermöglicht.

Wenn das Spiegelteil 18 zur vorderen Bewegungsposition bewegt wird, gelangt ein Teil des von dem Reflektor 16 reflektierten Lichts durch einen Raum hinter dem Spiegelteil 18 hindurch, sodass es direkt auf den unteren Bereich der Projektorlinse 12 einfällt. Ein Teil des Lichts, das in dem Abblendlicht-Lichtverteilungsmuster PL einen Abschnitt unterhalb der Abschneidelinien CL1, CL2 beleuchtet, kann daher so abgelenkt werden, dass es eine Beleuchtung an der Oberseite bereitstellt. Daher wird eine Beleuchtung im Bereich einer kurzen Entfernung einer Straßenoberfläche vor einem Fahrzeug unterdrückt, und wird die Sichtbarkeit im Bereich einer erheblichen Entfernung der Straßenoberfläche vor dem Fahrzeug verbessert. Dies führt dazu, dass ein Lichtverteilungsmuster erzielt werden kann, das als Fernlicht-Lichtverteilungsmuster PH1 geeignet ist.

Bei der beispielhaften Ausführungsform kann, wie voranstehend geschildert wurde, wenn die Leuchteneinheit 10 des Projektortyps, welche die Lichtemittervorrichtung 14 als Lichtquelle einsetzt, verwendet wird, als Leuchteneinheit für einen Fahrzeugscheinwerfer, das Fernlicht-Lichtverteilungsmuster PH1, das von der Leuchteneinheit 10 ausgebildet wird, eine hervorragende Sicht in großer Entfernung aufweisen.

Weiterhin weist bei der beispielhaften Ausführungsform das Spiegelteil 18 eine im Wesentlichen keilartige Vertikalschnittform auf, bei welcher die Dicke allmählich abnimmt, im Verlauf des im Wesentlichen keilförmigen Vertikalschnitts zum hinteren Endrand des Spiegelteils. Wenn das Spiegelteil 18 zur vorderen Bewegungsposition bewegt wird, wird daher ermöglicht, zu verhindern oder zu unterdrücken, dass das von dem Reflektor 16 reflektierte Licht durch das Spiegelteil 18 selbst gesperrt wird. Bei dieser Ausführungsform kann die Lichtmenge, die durch einen Raum hinter dem Spiegelteil 18 so hindurchgeht, dass sie auf einen unteren Bereich der Projektorlinse 12 einfällt, soweit wie möglich sichergestellt werden, und kann die Helligkeit des Fernlicht-Lichtverteilungsmusters PH1 ausreichend sichergestellt werden.

Als nächstes werden Abänderungen der beispielhaften Ausführungsform geschildert.

Zuerst wird eine erste Abänderung der beispielhaften Ausführungsform beschrieben.

Die 8 und 9 sind ähnliche Ansichten wie die 2 und 5 und zeigen eine Leuchteneinheit 110 gemäß der Abänderung.

Wie in diesen Figuren dargestellt, unterscheidet sich bei der Leuchteneinheit 110 die Ausbildung eines Spiegelteils 118 und eines Basisteils 124 von jener bei der beispielhaften Ausführungsform, und ist allerdings im Übrigen die Ausbildung ebenso wie bei der beispielhaften Ausführungsform.

Bei der Abänderung ist die Länge in Längsrichtung des Spiegelteils 118 so ausgebildet, dass sie geringfügig kürzer ist als jene des Spiegelteils 18 bei der beispielhaften Ausführungsform. Speziell ist bei dem Spiegelteil 118 bei der Abänderung der Vorderendrand 18a1 der nach oben reflektierenden Oberfläche 18a am selben Ort wie jenem des Spiegelteils 18 angeordnet, jedoch befindet sich der Ort des hinteren Endrandes 18a2 etwas vor dem Ort des hinteren Endrandes 18a2 des Spiegelteils 18 bei der beispielhaften Ausführungsform. Bei dieser Ausbildung ist, wenn das Spiegelteil 118 zur vorderen Bewegungsposition bewegt wird, der hintere Endrand 18a2 der nach oben reflektierenden Oberfläche 18a in einer vorbestimmten Entfernung L2 (L2 < L1) hinter dem rückwärtigen Brennpunkt F der Projektorlinse 12 angeordnet.

Daher ist, wie voranstehend geschildert, bei dem Basisteil 124 gemäß der Abänderung der Ort der Anschlagendoberfläche 24c auf eine Entfernung eingestellt, welche der Länge L1–L2 weiter nach vorn als das Basisteil 24 bei der beispielhaften Ausführungsform entspricht.

10 ist eine Aufsicht, die ein Fernlicht-Lichtverteilungsmuster PH2 zeigt, das auf der gedachten, vertikalen Leinwand erzeugt wird, durch Licht, das in Vorwärtsrichtung von der Leuchteneinheit 110 gemäß der Abänderung abgestrahlt wird.

Auf die gleiche Art und Weise wie bei dem Fernlicht-Lichtverteilungsmuster PH1 bei der Ausführungsform weist der obere Halbabschnitt des Fernlicht-Lichtverteilungsmusters PH2 eine Form auf, die dadurch erhalten wird, dass das Abblendlicht-Lichtverteilungsmuster PL zu einer Position erweitert wird, die im Wesentlichen in Vertikalrichtung symmetrisch zur unteren Abschneidelinie CL1 ist, wobei der untere Halbabschnitt eine Form aufweist, bei welcher das Abblendlicht-Lichtverteilungsmuster PL geringfügig zur unteren Abschneidelinie CL1 abgeflacht ist. Das Ausmaß der Abflachung ist jedoch größer als bei dem Fernlicht-Lichtverteilungsmuster PH1. Eine heiße Zone („Zone mit hoher Intensität") HZH2 des Fernlicht-Lichtverteilungsmusters PH2 ist etwas heller als die heiße Zone HZH1 des Fernlicht-Lichtverteilungsmusters PH1. Daher wird die Beleuchtung im Bereich kurzer Entfernungen einer Straßenoberfläche vor einem Fahrzeug im Wesentlichen unterdrückt, und wird der Bereich großer Entfernungen der Straßenoberfläche vor dem Fahrzeug entsprechend heller erleuchtet, wodurch die Sichtbarkeit im Bereich großer Entfernungen weiter verbessert werden kann.

In diesem Fall ist das Ausmaß der Abflachung des unteren Halbabschnitts des Fernlicht-Lichtverteilungsmusters PH2 größer als jenes des Fernlicht-Lichtverteilungsmusters PH1, aus folgenden Gründen. Wenn das Spiegelteil 118 zur vorderen Bewegungsposition bewegt wird, befindet sich der Ort des hinteren Endrandes 18a2 geringfügig weiter vorn als jener des Spiegelteils 18 bei der beispielhaften Ausführungsform. Die Menge an Licht, die von dem Reflektor 16 reflektiert wird, und die durch einen Raum hinter dem Spiegelteil 118 so hindurchgeht, dass sie direkt auf einen unteren Bereich der Projektorlinse 12 einfällt, ist entsprechend größer als im Falle des Spiegelteils 18.

Bei der Leuchteneinheit 110 gemäß der Ausführungsform wird, wenn sich das Spiegelteil 118 an der Bezugsposition befindet, das Abblendlicht-Lichtverteilungsmuster PL, wie es beispielsweise in 6 gezeigt ist, auf die gleiche Art und Weise wie bei der beispielhaften Ausführungsform ausgebildet.

Bei der Abänderung kann das Fernlicht-Lichtverteilungsmuster PH2 für Sicht in großen Entfernungen sorgen, was besser ist als bei der beispielhaften Ausführungsform.

Als nächstes wird eine zweite Abänderung der beispielhaften Ausführungsform beschrieben.

Die 11 und 12 sind ähnliche Ansichten wie die 2 und 5, und zeigen eine Leuchteneinheit 210 gemäß der vorliegenden Abänderung.

Wie in den Figuren dargestellt, unterscheidet sich bei der Leuchteneinheit 210 die Ausbildung eines Spiegelteils 218 und eines Basisteils 224 von der ersten Abänderung, wobei jedoch im Übrigen die Ausbildung ebenso wie bei der beispielhaften Ausführungsform ist.

Bei der Abänderung ist die Länge in Längsrichtung des Spiegelteils 218 so gewählt, dass sie etwas kürzer ist als bei dem Spiegelteil 118 bei der ersten Abänderung. Bei dem Spiegelteil 218 gemäß der Abänderung ist im Einzelnen der vordere Endrand 18a1 der nach oben, reflektierenden Oberfläche 18a an dem selben Ort wie das Spiegelteil 118 angeordnet, aber ist der Ort des hinteren Endrandes 18a2 geringfügig in Vorwärtsrichtung gegenüber dem Ort des hinteren Randes 18a2 des Spiegelteils 118 gemäß der ersten Abänderung angeordnet. Wenn bei dieser Ausbildung das Spiegelteil 218 zur vorderen Bewegungsposition bewegt wird, befindet sich der hintere Endrand 18a2 der nach oben reflektierenden Oberfläche 18a in der Nähe des hinteren Brennpunktes F der Projektorlinse 12, sowie in einer vorbestimmten Entfernung L3 (L3 < L2) hinter dem rückwärtigen Brennpunkt F.

Demzufolge ist bei dem Basisteil 224 gemäß der Abänderung der Ort der Anschlagendoberfläche 24c weiter vorn angeordnet, in einer Entfernung entsprechend der Länge L2–L3, also weiter als das Basisteil 124 bei der ersten Abänderung.

13 ist eine Ansicht, welche ein Fernlicht-Lichtverteilungsmuster PH3 zeigt, das auf der gedachten, vertikalen Leinwand durch Licht erzeugt wird, das in Vorwärtsrichtung von der Leuchteneinheit 210 gemäß der Abänderung ausgestrahlt wird.

In der selben Art und Weise wie bei dem Fernlicht-Lichtverteilungsmuster PH1 bei der beispielhaften Ausführungsform weist der obere Halbabschnitt des Fernlicht-Lichtverteilungsmusters PH3 eine Form auf, die dadurch erhalten wird, dass das Abblendlicht-Lichtverteilungsmuster PL zu einer Position erweitert wird, die im Wesentlichen in Vertikalrichtung symmetrisch zur unteren Abschneidelinie CL1 ist, wobei der untere Halbabschnitt eine Form aufweist, bei welcher das Abblendlicht-Lichtverteilungsmuster PL geringfügig zur unteren Abschneidelinie CL1 abgeflacht ist. Das Ausmaß der Abflachung ist jedoch größer als bei dem Fernlicht-Lichtverteilungsmuster PH2 bei der ersten Abänderung. Eine heiße Zone HZH3 des Fernlicht-Lichtverteilungsmusters PH3 ist heller als die heiße Zone HZH2 des Fernlicht-Lichtverteilungsmusters PH2. Daher wird die Beleuchtung im Bereich einer kurzen Entfernung einer Straßenoberfläche vor einem Fahrzeug wirksamer unterdrückt, und wird der Bereich in großer Entfernung der Straßenoberfläche vor dem Fahrzeug entsprechend heller erleuchtet, wodurch die Sicht im Bereich großer Entfernungen maximal erhöht wird.

In diesem Fall ist das Ausmaß der Abflachung des unteren Halbabschnitts des Fernlicht-Lichtverteilungsmusters PH3 kleiner als jenes des Fernlicht-Lichtverteilungsmusters PH2, aus folgenden Gründen. Wenn das Spiegelteil 218 zur vorderen Bewegungsposition bewegt wird, liegt der Ort des hinteren Endrandes 18a2 etwas vor dem Ort des Spiegelteils 118 bei der ersten Abänderung. Die Menge des Lichts, die von dem Reflektor 16 reflektiert wird, und die durch einen Raum hinter dem Spiegelteil 18 hindurchgeht, sodass sie direkt auf einen unteren Bereich der Projektorlinse 12 einfällt, ist entsprechend größer als im Falle des Spiegelteils 118.

Auch bei der Leuchteneinheit 210 der Abänderung wird, wenn sich das Spiegelteil 218 an der Bezugsposition befindet, das Abblendlicht-Lichtverteilungsmuster PL, wie es beispielsweise in 6 gezeigt ist, auf die gleiche Art und Weise wie bei der beispielhaften Ausführungsform ausgebildet.

Bei dieser Abänderung kann das Fernlicht-Lichtverteilungsmuster PH3 zu einer Sicht in großen Entfernungen führen, die besser ist als bei der ersten Abänderung.

Bei der voranstehend geschilderten, beispielhaften Ausführungsform und ihren Abänderungen ist die Lichtemittervorrichtung 14 auf der optischen Achse Ax angeordnet. Allerdings ist es möglich, die gleichen Funktionen und Auswirkungen wie bei der Ausführungsform und den Abänderungen zu erzielen, wenn die Vorrichtung an einem Ort angeordnet wird, der geringfügig von der optischen Achse Ax abweicht.

Weiterhin sind bei der voranstehenden Ausführungsform und deren Abänderungen die nach oben reflektierenden Oberflächen 18a, 118a, 218a der Spiegelteile 18, 118, 218 als horizontale Oberflächen ausgebildet. Allerdings können die nach oben reflektierenden Oberflächen 18a, 118a, 218a auch als ebene Oberfläche ausgebildet sein, die in Bezug auf die Horizontalebene geringfügig schräg stehen.

Zwar wurde die Erfindung voranstehend unter Bezugnahme auf ihre beispielhafte Ausführungsform und deren Abänderungen erläutert, jedoch ist der technische Umfang der Erfindung nicht auf die Beschreibung der beispielhaften Ausführungsform und deren Abänderungen beschränkt. Fachleute wissen, dass verschiedene Änderungen oder Verbesserungen vorgenommen werden können. Aus der Beschreibung wird deutlich, dass auch geänderte oder verbesserte Ausführungsformen vom technischen Umfang der vorliegenden Erfindung umfasst sind.


Anspruch[de]
Leuchteneinheit (10) für einen Fahrzeugscheinwerfer, bei welcher vorgesehen sind:

eine Projektorlinse (12), die auf einer optischen Achse (Ax) angeordnet ist, die sich in Längsrichtung eines Fahrzeugs erstreckt;

eine Lichtemittervorrichtung (14), die nach oben weist, und hinter einem rückwärtigen Brennpunkt (F) der Projektorlinse (12) angeordnet ist, und in Nähe der optischen Achse (Ax);

ein Reflektor (16), welcher die Lichtemittervorrichtung (14) von der Oberseite aus abdeckt, und der Licht von der Lichtemittervorrichtung nach vorn reflektiert, während das Licht zur optischen Achse (Ax) abgelenkt wird; und

ein Spiegelteil (18), das eine nach oben reflektierende Oberfläche (18a) aufweist, die nach oben ein Teil des reflektierten Lichts von dem Reflektor (16) reflektiert, wobei das Spiegelteil (18) zwischen dem Reflektor (16) und der Projektorlinse (12) angeordnet ist, wobei

das Spiegelteil (18) so ausgebildet ist, dass es ein bewegbares Spiegelteil ist, das sich entlang der optischen Achse (Ax) bewegen kann, und eine Bezugsposition einnehmen kann, wobei ein vorderer Endrand (18a1) der nach oben reflektierenden Oberfläche (18a) des Spiegelteils (18) in der Nähe des rückwärtigen Brennpunkts (F) angeordnet ist, sowie eine vordere Bewegungsposition, die sich in einer vorbestimmten Entfernung vor der Bezugsposition befindet, und

wenn das Spiegelteil (18) zur vorderen Bewegungsposition bewegt wird, ein Teil des von dem Reflektor (16) reflektierten Lichts durch einen Raum hinter dem Spiegelteil (18) so hindurchgeht, dass es auf einen unteren Bereich der Projektorlinse (12) einfällt.
Leuchteneinheit für einen Fahrzeugscheinwerfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Spiegelteil (18) im Wesentlichen eine keilförmige Vertikalschnittform aufweist, bei welcher die Dicke allmählich abnimmt, wenn sich der im Wesentlichen keilförmige Vertikalschnitt an einen hinteren Endrand des Spiegelteils (18) annähert. Leuchteneinheit für einen Fahrzeugscheinwerfer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Spiegelteil (18) so ausgebildet ist, dass dann, wenn das Spiegelteil (18) zur vorderen Bewegungsposition bewegt wird, ein hinterer Endrand der nach oben reflektierenden Oberfläche (18a) des Spiegelteils sich in der Nähe des rückwärtigen Brennpunktes (F) befindet. Leuchteneinheit für einen Fahrzeugscheinwerfer nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die nach oben reflektierende Oberfläche (18a) des Spiegelteils (18) eine ebene Oberfläche ist.






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