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Dokumentenidentifikation DE102004003424B4 05.04.2007
Titel Filmwalze für ein Filmfarbwerk einer Druckmaschine
Anmelder Koenig & Bauer AG, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Fischer, Michael, 97082 Würzburg, DE
DE-Anmeldedatum 23.01.2004
DE-Aktenzeichen 102004003424
Offenlegungstag 18.08.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.04.2007
IPC-Hauptklasse B41F 31/26(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Filmwalze für ein Filmfarbwerk einer Druckmaschine gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Eine hin und her pendelnde Heberwalze verursacht bei schnell laufenden Rollenoffsetdruckmaschinen durch ruckartige Bewegungen Schwingungen, die den Druckprozess negativ beeinflussen können. Anstelle des Farbhebers wird deshalb vielfach eine Filmwalze eingesetzt. Die Filmwalze steht in ständigem Kontakt zur ersten Farbwalze des Farbwerks, einem Farbreiber. Zum Duktor ist ein Abstand von z. B. ca. 0,05 mm eingestellt. Die Menge der Druckfarbe ist einerseits zonenweise durch Stellelemente (Zonenschrauben u.ä.), andererseits durch langsamere oder höhere Duktorgeschwindigkeit zu steuern. Beide Walzen laufen demnach ständig mit stark unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Ein Verschließen beider Walzenoberflächen wird durch die Druckfarbe selbst verhindert, die wie ein Schmiermittel wirkt. Die Druckfarbenschicht auf dem Duktor, die die voreingestellten 0,05 mm übersteigt, wird von der laufenden Filmwalze permanent abgefräst. Die Farbmenge wird also kontinuierlich in der Farbschicht gespalten und laufend an das Farbwerk übertragen.

Neben der gewünschten Farbmenge, die über die Farbmesser des Farbkastens auf dem Farbduktor vordosiert als Farbfilm angeboten wird und ins Farbwerk übertragen werden muss, darf bei schnell laufenden Druckmaschinen kein Farbspritzen oder Nebeln entstehen. Gleichzeitig soll je nach Ausführung des Walzenzuges, die über die Filmwalze eingebrachte Farbmenge mit hinreichend genauer Gleichförmigkeit auf der Druckplattenoberfläche übertragen werden, ohne Qualitätsverluste zu erhalten.

Dazu wird die Filmwalzenoberfläche in der Praxis mit einer Oberflächenstruktur ausgeführt. So sind Filmwalzen bekannt, bei denen die Filmwalzenoberfläche Nuten und Stege aufweist, welche in einem bestimmten Drallwinkel zur Filmwalzenachse auf der Filmwalze verlaufen und in etwa polygonartig auf der Filmwalze verteilt sind, bekannt. Eine weitere bekannte Oberflächenstruktur stellt die Rautenfilmwalze dar, bei der die Nuten und Stege so angeordnet sind, dass sich auf der Filmwalzenoberfläche eine Anordnung von beliebig vielen rautenförmigen Erhebungen ergibt.

Nachteilig an den bekannten Filmwalzenoberflächen ist jedoch, dass geringe Farbmengen nur bedingt übertragbar sind. Bei einer hohen Drehzahl der Filmwalze kann es außerdem zum Farbspritzen bzw. Nebeln oder zu einer erhöhten Geräuschentwicklung kommen.

Die DE 694 24 638 T2 zeigt eine Farbwalze, bei der mehrere umlaufende Nuten rautenförmig auf der Mantelfläche angeordnet sind.

Aus der DE 18 64 740 U ist ein heberloses Farbwerk mit einer Farbübertragwalze bekannt. Diese Farbübertragwalze hat polygonförmigen Querschnitt mit einer Vielzahl von streifenförmigen, parallel dicht zueinander angeordneten Abflachungen, die von einer Stirnseite der Farbübertragwalze zur anderen verlaufen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Filmwalze für ein Farbwerk einer Druckmaschine mit guten Farbtransporteigenschaften zu schaffen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Erfindungsgemäß weist die Filmwalze zumindest zwei unterscheidbare, regelmäßige Oberflächenstrukturen auf, wobei sich die Strukturelemente der beiden Oberflächenstrukturen auf der Umfangsfläche der Filmwalze überschneiden.

Die erste Oberflächenstruktur kann aus einer ersten Nutgruppe geradliniger Nuten, die parallel zueinander verlaufend gleichmäßig über die Umfangsfläche der Filmwalze verteilt sind, bestehen. Die Nuten der ersten Nutgruppe weisen eine Breite im Bereich zwischen ca. 4 mm und 16 mm auf. Die Tiefe der Nuten der ersten Nutgruppe liegen in einem Bereich zwischen ca. 0,1 mm und 0,5 mm.

Die Nuten sind so auf der Filmwalzenoberfläche angeordnet, dass benachbarte Nuten der ersten Nutgruppe durch zwischen den Nuten verlaufende Stege voneinander getrennt werden. Die Stege wiederum weisen eine Breite im Bereich zwischen 0,2 mm und 4,0 mm auf.

Die Nuten der ersten Nutgruppe verlaufen unter einem Drallwinkel relativ zur Längsachse der Filmwalze und sind über die Umfangsfläche der Filmwalze verteilt. Der Drallwinkel liegt hierbei in einem Bereich zwischen ca. 2° und 20°. Weiterhin sind die Nuten der ersten Nutgruppe dadurch gekennzeichnet, dass sie im Wesentlichen einen kreisbogenabschnittsförmigen Querschnitt aufweisen.

Die zweite Oberflächenstruktur, welche auf der Filmwalzenoberfläche angeordnet ist, kann aus einer zweiten Nutgruppe geradliniger Nuten, die zwei Nutuntergruppen bilden, bestehen, wobei die Nuten jeder Nutuntergruppe parallel zueinander verlaufend gleichmäßig über die Umfangsfläche der Filmwalze verteilt sind, und wobei sich die Nuten der beiden Nutuntergruppen auf der Umfangsfläche kreuzen.

Durch die einander kreuzenden Nuten der beiden Nutuntergruppen bilden sich zwischen den Nuten rautenförmige Erhebungen. Benachbarte Nuten einer Nutuntergruppe werden durch zwischen den Nuten verlaufende Erhebungen voneinander getrennt. Die Erhebungen wiederum weisen eine Breite im Bereich zwischen ca. 0,2 mm und 4,0 mm auf. Der Teilungsabstand zwischen zwei benachbarten Nuten in der ersten Nutuntergruppe liegt im Bereich zwischen ca. 1,0 mm und 4,0 mm. Der Teilungsabstand zwischen zwei benachbarten Nuten in der zweiten Nutuntergruppe liegt im Bereich zwischen ca. 1,0 mm und 4,0 mm.

Die Nuten der ersten Nutuntergruppe, die unter einem Drallwinkel relativ zur Längsachse der Filmwalze über die Umfangsfläche der Filmwalze verlaufen, liegen in einem Bereich zwischen ca. 50° und 70°. Die Nuten der zweiten Nutuntergruppe wiederum, die unter einem Drallwinkel relativ zur Längsachse der Filmwalze über die Umfangsfläche der Filmwalze verlaufen, sind in einem Bereich zwischen ca. –50° und –70° angeordnet.

Die Nuten der zweiten Nutgruppe weisen zumindest teilweise und/oder zumindest abschnittsweise einen im Wesentlichen kreisbogenabschnittsförmigen Querschnitt auf. Der Radius des Kreisbogenabschnitts liegt in einem Bereich zwischen ca. 0,2 mm und 2,0 mm.

Die Nuten der zweiten Nutgruppe weisen zumindest teilweise und/oder zumindest abschnittsweise einen im Wesentlichen rechteckförmigen Querschnitt auf.

Die rechteckförmigen Nuten weisen eine Breite auf, die im Bereich zwischen ca. 0,4 mm und 4,0 mm liegt.

Es ist auch denkbar, dass die Nuten der zweiten Nutgruppe zumindest teilweise und/oder zumindest abschnittsweise einen im Wesentlichen trapezförmigen Querschnitt aufweisen. Dazu weisen die trapezförmigen Nuten an der Nutöffnung eine maximale Breite auf, die im Bereich zwischen ca. 0,4 mm und 6,0 mm liegt. Am Nutgrund weisen die trapezförmigen Nuten eine minimale Breite auf, die im Bereich zwischen ca. 0,2 mm und 4,0 mm liegt.

Eine weitere Ausführungsform sieht vor, dass die Nuten der zweiten Nutgruppe zumindest teilweise und/oder zumindest abschnittsweise einen im Wesentlichen keilförmigen Querschnitt aufweisen können. Dazu weisen die keilförmigen Nuten einen Öffnungswinkel auf, der im Bereich zwischen ca. 40° und 175° liegt. Die Tiefe der Nuten der zweiten Nutgruppe ist dabei in einem Bereich zwischen ca. 0,1 mm und 0,5 mm angeordnet.

Der Vorteil einer solchen Kombination zweier Oberflächenstrukturen liegt darin, dass mit der neu geschaffenen Filmwalzenoberfläche auch geringe Farbmengen übertragbar werden. Des Weiteren kann mit einem geringeren Farbspritzen bzw. Nebeln der Filmwalze gerechnet werden.

Einen weiteren Vorteil der erfindungsgemäßen Filmwalze bzw. der Filmwalzenoberfläche stellt die geringere Geräuschentwicklung dar, die durch die neue Oberflächenstruktur der Filmwalze erreicht wird.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im Folgenden näher beschrieben.

Es zeigen:

1 ein schematisch dargestelltes Filmfarbwerk;

2 die schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Filmwalze;

3 die vergrößert dargestellte schematische Oberflächenstruktur der Filmwalze gemäß 2 in einer seitlichen Ansicht;

4 die schematisch dargestellte Filmwalze gemäß 2 mit einer ersten Oberflächenstruktur;

5 die vergrößert dargestellte schematische Oberflächenstruktur der Filmwalze gemäß 4 in einer seitlichen Ansicht;

6 die schematisch dargestellte Filmwalze gemäß 2 mit einer weiteren Oberflächenstruktur;

7 die vergrößert dargestellte schematische Oberflächenstruktur der Filmwalze gemäß 6 in einer seitlichen Ansicht;

8 die vergrößerte Darstellung einer Nut mit kreisbogenabschnittsförmigem Querschnitt;

9 die vergrößerte Darstellung einer Nut mit rechteckförmigem Querschnitt;

10 die vergrößerte Darstellung einer Nut mit keilförmigem Querschnitt;

11 die vergrößerte Darstellung einer Nut mit einem trapezförmigen Querschnitt;

12 einen Ausschnitt einer Abwicklung der Mantelfläche.

In 1 ist ein schematisch dargestelltes Filmfarbwerk 01 abgebildet. Im oberen Bereich des Filmfarbwerks 01 sind der Farbduktor 02 und die Filmwalze 03 vorgesehen. Die Druckfarbe 06 ist in einem Farbkasten 04 bevorratet. Aus dieser Bevorratung hat der Farbduktor 02 die Aufgabe, das Filmfarbwerk 01 mit einer der Druckarbeit anzupassenden Farbmenge kontinuierlich, gleichmäßig und schwankungsfrei zu versorgen. Wird der Abstand vom Farbduktor 02 zum Farbmesser verändert, entsteht ein mehr oder weniger starkes Farbprofil. Je nach gewünschter Farbmenge wird mehr oder weniger Farbmenge zwischen Farbduktor 02 und Farbmesser-Lamelle hindurchgelassen bzw. abgerakelt. Die Filmwalze 03 steht im ständigen direkten Kontakt zu einer Farbwalze 07 des Filmfarbwerks 01. Zum Farbduktor 02 ist ein Abstand von ca. 0,05 mm fest eingestellt. Die Druckfarbenschicht auf dem Farbduktor 02, die die voreingestellten 0,05 mm übersteigt, wird von der laufenden Filmwalze 03 permanent abgenommen. Die Farbmenge wird also kontinuierlich in der Farbschicht gespalten und laufend an das Farbwerk übertragen.

2 zeigt die schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Filmwalze 08. Die Oberflächenstruktur 09 der Filmwalze 08 besteht aus einer ersten Nutgruppe 11 und einer zweiten Nutgruppe 12 und kombiniert die beiden Oberflächenstrukturen 19 und 21 die in den nachfolgenden Zeichnungen von 4 und 6 näher erläutert werden. Die erste Nutgruppe 11 besteht aus geradlinigen Nuten 13, die parallel zueinander verlaufend gleichmäßig über die Umfangsfläche der Filmwalze 08 verteilt sind. Die Nuten 13 verlaufen unter einem Drallwinkel a relativ von z. B. 2° bis 20° zur Längsachse 14 der Filmwalze 08. Benachbarte Nuten 13 der ersten Nutgruppe 11 werden dabei durch zwischen den Nuten 13 verlaufende Stege 18 voneinander getrennt. Die zweite Nutgruppe 12 besteht aus geradlinigen Nuten 16, die zwei Nutuntergruppen 27, 28 bilden, wobei die Nuten 16 jeder Nutuntergruppe 27, 28 parallel zueinander verlaufen und gleichmäßig über die Umfangsfläche der Filmwalze 08 verteilt sind. Die Nuten 16 der ersten Nutuntergruppe 27 verlaufen unter einem Nutwinkel &ggr; relativ zu einer Ebene 29 senkrecht zur Mittelachse 14 von z. B. 20° bis 40° (siehe 12). Die Nuten 16 der zweiten Nutuntergruppe 28 verlaufen ebenfalls unter einem Nutwinkel &bgr; relativ zu einer Ebene 29 senkrecht zur Mittelachse 14 von z. B. –20° bis –40° (siehe 12). Die Nuten 16 der beiden Nutuntergruppen 27, 28 sind so angeordnet, dass sich die Nuten 16 auf der Umfangsfläche kreuzen. Durch die einander kreuzenden Nuten 16 werden zwischen den Nuten 16 rautenförmige Erhebungen 17 gebildet. Die Kombination der beiden Nutgruppen 11 und 12 auf der Filmwalze 08 hat den Vorteil, dass durch die besondere Oberflächenstruktur 09 auch das Übertragen von geringen Farbmengen ohne Spritzen bzw. Nebeln begünstigt wird.

3 zeigt die vergrößert dargestellte Oberflächenstruktur 09 der Filmwalze 08 in einer seitlichen Ansicht. Die Nuten 13 der ersten Nutgruppe 11 kreuzen die Nuten 16 der zweiten Nutgruppe 12. Die Nuten 13 und 16 weisen einen im wesentlichen kreisbogenabschnittsförmigen Querschnitt auf.

Für den Radius der erfindungsgemäßen Filmwalze 08 gilt:

R16 ≥ R13·40 oder

R16 ≥ b13 oder b16 oder b23 oder b24·40,

vorzugsweise beträgt der Faktor 100/300.

4 zeigt die Filmwalze 08 mit der Oberflächenstruktur 19. Die Oberflächenstruktur 19 der Filmwalze 08 besteht hierbei nur aus der ersten Nutgruppe 11 mit den geradlinigen Nuten 13, die parallel zueinander verlaufend gleichmäßig über die Umfangsfläche der Filmwalze 08 verteilt sind. Der Drallwinkel &agr; der Nuten 13 beträgt ca. 2° bis 20°. Die Nuten 13 sind durch die zwischen den Nuten 13 verlaufenden Stege 18 voneinander getrennt.

5 zeigt die vergrößert dargestellte Oberflächenstruktur 19 der Filmwalze 08 in einer seitlichen Ansicht. Die Nuten 13 der ersten Nutgruppe 11 weisen einen im Wesentlichen kreisbogenabschnittsförmigen Querschnitt auf. Die einzelnen Nuten 13, die eine Breite b13 von ca. 4,0 mm bis 16,0 mm aufweisen, werden von zwischen den Nuten 13 verlaufenden Stegen 18, die eine Breite b18 von ca. 0,2 mm bis 4,0 mm aufweisen, getrennt. Die Nuttiefe t13 beträgt in einer bevorzugten Weise circa 0,1 mm bis 0,5 mm. Der Radius R13 der Nuten 13 sollte größer oder gleich dem Radius FRAD (1) der Farbwalze 07 sein. Ein Verhältnis von Radius FRAD der Farbwalze 07 zum Radius R13 der Nuten 13 liegt in einer besonders bevorzugten Ausführungsform bei 0 zu 1. Insbesondere ist ein Radius R13 der Nuten 13, der zwischen dem Radius FRAD der Farbwalze 07 und unendlich liegt, vorteilhaft. Bei einem unendlichen Radius R13 ergibt sich eine Fläche.

6 zeigt die Filmwalze 08 mit der Oberflächenstruktur 21. Die Oberflächenstruktur 21 der Filmwalze 08 besteht hierbei nur aus der zweiten Nutgruppe 12 mit geradlinigen Nuten 16, die zwei Nutuntergruppen 27, 28 bilden, wobei die Nuten 16 jeder Nutuntergruppe 27, 28 parallel zueinander verlaufen und gleichmäßig über die Umfangsfläche der Filmwalze 08 verteilt sind. Die Nuten 16 der ersten Nutuntergruppe 27 verlaufen unter einem Nutwinkel &ggr; relativ zu einer Ebene 29 senkrecht zu der Längsachse 14 der Filmwalze 08, der im Bereich von z. B. 20° und 40° liegt, über die Umfangsfläche der Filmwalze 08 verteilt (siehe 12). Die Nuten 16 der zweiten Nutuntergruppe 28 sind ebenfalls über die Umfangsfläche der Filmwalze 08 verteilt. Dabei verlaufen die Nuten 16 der Nutuntergruppe 28 ebenfalls unter einem Nutwinkel &bgr; relativ zu einer Ebene 29 senkrecht zu der Längsachse 14 der Filmwalze 08, der im Bereich von z. B. –20° und –40° liegt (siehe 12). Die Nuten 16 der beiden Nutuntergruppen 27, 28 sind so angeordnet, dass sich die Nuten 16 auf der Umfangsfläche kreuzen. Durch die einander kreuzenden Nuten 16 werden zwischen den Nuten 16 rautenförmige Erhebungen 17 gebildet. Die beiden Teilungsabstände a27, a28 der Nutuntergruppen 27 und 28 bezogen auf die Mittelachse 14 betragen jeweils circa 1,0 mm bis 4,0 mm.

7 zeigt die vergrößert dargestellte Oberflächenstruktur 21 der Filmwalze 08 in einer seitlichen Ansicht. Die Nuten 16, die eine Breite b16 von ca. 0,4 mm bis 4,0 mm aufweisen, weisen einen im Wesentlichen kreisbogenabschnittsförmigen Querschnitt auf. Die Breite b17 der rautenförmige Erhebungen 17 beträgt vorzugsweise 0,2 mm bis 4,0 mm. Die Nuttiefe t16 liegt vorzugsweise bei 0,1 mm bis 0,5 mm. Der Radius R16 der Nuten 16 sollte kleiner als der Radius FRAD der Farbwalze 07 sein. Das Verhältnis von Radius FRAD der Farbwalze 07 zu Radius R16 der Nuten 16 liegt in einer besonders bevorzugten Ausführungsform bei 40 zu 400.

8 zeigt die vergrößerte Darstellung einer alternativen Nut 22, die im Wesentlichen einen kreisbogenabschnittsförmigen Querschnitt aufweist, in einer seitlichen Ansicht. Die Nutform 22 kann die Nut 16 ersetzen.

9 zeigt die vergrößerte Darstellung einer alternativen Nut 23, die im Wesentlichen einen rechteckförmigen Querschnitt aufweist, in einer seitlichen Ansicht. Die Nut 23 kann die Nut 16 ersetzen. Auch hier beträgt die Breite b23 der Nut 23 vorzugsweise 0,4 mm bis 4,0 mm. Die Nut 23 weist eine Tiefe t23 von ca. 0,1 mm bis 0,5 mm auf.

10 zeigt die vergrößerte Darstellung einer alternativen Nut 24, die im Wesentlichen einen keilförmigen Querschnitt aufweist, in einer seitlichen Ansicht. Die Nut 24 kann die Nut 16 ersetzen. Die keilförmige Nut 24 weist eine Breite b24 von 0,4 mm bis 4,0 mm auf, wobei die Tiefe t24 der Nut 24 ca.0,1 mm bis 0,5 mm beträgt. Ein Öffnungswinkel &egr; liegt vorzugsweise zwischen 40° und 175°.

11 zeigt die vergrößerte Darstellung einer alternativen Nut 26, die im Wesentlichen einen trapezförmigen Querschnitt aufweist, in einer seitlichen Ansicht. Die Nut 26 kann die Nut 16 ersetzen. Die minimale Breite b26min der Nut 26 beträgt vorzugsweise 0,2 mm bis 4,0 mm und die maximale Breite b26max etwa 0,4 mm bis 6,0 mm. Die Nut 26 weist eine Tiefe t26 zwischen 0,1 mm und 5,0 mm auf.

12 zeigt einen Ausschnitt einer Abwicklung der Mantelfläche. Hier sind die Winkel &bgr; und &ggr;, wie bereits beschrieben, dargestellt.

01
Filmfarbwerk
02
Farbduktor
03
Filmwalze
04
Farbkasten
05
06
Druckfarbe
07
Farbwalze
08
Filmwalze
09
Oberflächenstruktur
10
11
erste Nutgruppe
12
zweite Nutgruppe
13
Nut
14
Längsachse
15
16
Nut
17
Erhebung
18
Stege
19
Oberflächenstruktur
20
21
Oberflächenstruktur
22
Nut
23
Nut
24
Nut
25
26
Nut
27
erste Nutuntergruppe
28
zweite Nutuntergruppe
29
Ebene
30
a27
Teilungsabstand der Nutuntergruppe (27)
a28
Teilungsabstand der Nutuntergruppe (28)
b13
Breite der Nut (13)
b16
Breite der Nut (16)
b17
Breite der Erhebung (17)
b18
Breite des Steges (18)
b23
Breite der Nut (23)
b24
Breite der Nut (24)
b26min
minimale Breite der Nut (26)
b26max
maximale Breite der Nut (26)
t13
Tiefe der Nut (13)
t16
Tiefe der Nut (16)
t23
Tiefe der Nut (23)
t24
Tiefe der Nut (24)
t26
Tiefe der Nut (26)
FRAD
Radius der Farbwalze (07)
R13
Radius
R16
Radius
&agr;
Drallwinkel
&bgr;
Nutwinkel
&ggr;
Nutwinkel
&egr;
Öffnungswinkel


Anspruch[de]
Filmwalze (03; 08) für ein Filmfarbwerk (01) einer Druckmaschine, die zum Farbtransport mit einem Farbduktor (02) zusammenwirkt, wobei zwischen Filmwalze (03; 08) und Farbduktor (02) ein Spalt vorgesehen ist, und wobei die Filmwalze (03; 08) an ihrer Umfangsfläche eine regelmäßige Oberflächenstruktur (09; 19; 21) aufweist, mit der Druckfarbe (06) aus dem Spalt weitergefördert werden kann, wobei die Filmwalze (03; 08) zumindest zwei unterscheidbare Oberflächenstrukturen (09; 19, 21) aufweist, wobei eine erste Oberflächenstruktur (19) aus einer ersten Nutgruppe (11) geradliniger Nuten (13) besteht, die parallel zueinander verlaufend gleichmäßig über die Umfangsfläche der Filmwalze (08) verteilt sind, wobei die Nuten (13) der ersten Nutgruppe (11) eine Breite (b13) im Bereich zwischen circa 4 mm und 16 mm aufweisen, wobei eine zweite Oberflächenstruktur (21) aus einer zweiten Nutgruppe (12) geradliniger Nuten (16) besteht, die zwei Nutuntergruppen (27; 28) bilden, wobei die Nuten (16) jeder Nutuntergruppe (27; 28) parallel zueinander verlaufend gleichmäßig über die Umfangsfläche der Filmwalze (08) verteilt sind und wobei sich die Nuten (16) der beiden Nutuntergruppen (27; 28) auf der Umfangsfläche kreuzen. Filmwalze (03; 08) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Strukturelemente der beiden Oberflächenstrukturen (09; 19, 21) auf der Umfangsfläche der Filmwalze (03; 08) überschneiden. Filmwalze (03; 08) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberflächenstrukturen (09; 19; 21) regelmäßig ausgebildet sind. Filmwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (13) der ersten Nutgruppe (11) eine Tiefe (t13) im Bereich zwischen circa 0,1 mm und 0,5 mm aufweisen. Filmwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass benachbarte Nuten (13) der ersten Nutgruppe (11) durch zwischen den Nuten (13) verlaufende Stege (18) voneinander getrennt werden. Filmwalze nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (18) eine Breite (b18) im Bereich zwischen circa 0,2 mm und 4,0 mm aufweisen. Filmwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (13) der ersten Nutgruppe (11) unter einem Drallwinkel (&agr;) relativ zu einer Ebene (29) senkrecht zur Längsachse (14) der Filmwalze (03; 08) über die Umfangsfläche der Filmwalze (03; 08) verlaufen. Filmwalze nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Drallwinkel (&agr;) im Bereich zwischen circa 2° und 20° liegt. Filmwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (13) der ersten Nutgruppe (11) einen im Wesentlichen kreisbogenabschnittsförmigen Querschnitt aufweisen. Filmwalze nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kreisbogenabschnitt einen größeren Radius (R13) als die Farbwalze (07) aufweist. Filmwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass durch die einander kreuzenden Nuten (16) der beiden Nutuntergruppen (27; 28) Erhebungen (17) zwischen den Nuten (16) gebildet werden. Filmwalze nach Anspruch 1 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass benachbarte Nuten (16) einer Nutuntergruppe (27; 28) durch zwischen den Nuten (16) verlaufende Erhebungen (17) voneinander getrennt werden. Filmwalze nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebungen (17) eine Breite (b17) im Bereich zwischen circa 0,2 mm und 4,0 mm aufweisen. Filmwalze nach Anspruch 11, 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhebungen (17) rautenförmig ausgebildet sind. Filmwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teilungsabstand (a27) zwischen zwei benachbarten Nuten (16) in der ersten Nutuntergruppe (27) im Bereich zwischen circa 1,0 mm und 4,0 mm liegt. Filmwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teilungsabstand (a28) zwischen zwei benachbarten Nuten (16) in der zweiten Nutuntergruppe (28) im Bereich zwischen circa 1,0 mm und 4,0 mm liegt. Filmwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (16) der ersten Nutuntergruppe (27) unter einem Drallwinkel (y) relativ zu einer Ebene (29) senkrecht zur Längsachse (14) der Filmwalze (03; 08) über die Umfangsfläche der Filmwalze (03; 08) verlaufen, der im Bereich zwischen circa 20° und 40° liegt. Filmwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (16) der zweiten Nutuntergruppe (28) unter einem Drallwinkel (&bgr;) relativ zu einer Ebene (29) senkrecht zur Längsachse (14) der Filmwalze (03; 08) über die Umfangsfläche der Filmwalze (03; 08) verlaufen, der im Bereich zwischen circa 20° und 40° liegt. Filmwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (16; 22) der zweiten Nutgruppe (12) zumindest teilweise und/oder zumindest abschnittsweise einen im Wesentlichen kreisbogenabschnittsförmigen Querschnitt aufweisen. Filmwalze nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass der Kreisbogenabschnitt einen kleineren Radius (R16) als die Filmwalze (07) aufweist. Filmwalze nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Radius (R16) einen Bereich zwischen circa 0,2 mm und 2,0 mm aufweist. Filmwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (16) eine Breite (b16) im Bereich zwischen circa 0,4 mm bis 4,0 mm aufweisen. Filmwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (16; 23) der zweiten Nutgruppe (12) zumindest teilweise und/oder zumindest abschnittsweise einen im Wesentlichen rechteckförmigen Querschnitt aufweisen. Filmwalze nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die rechteckförmigen Nuten (16; 23) eine Breite (b23) im Bereich zwischen circa 0,4 mm und 4,0 mm aufweisen. Filmwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (16; 26) der zweiten Nutgruppe (12) zumindest teilweise und/oder zumindest abschnittsweise einen im Wesentlichen trapezförmigen Querschnitt aufweisen. Filmwalze nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass die trapezförmigen Nuten (16; 26) eine maximale Breite (b26max) an der Nutöffnung im Bereich zwischen circa 0,4 mm und 6 mm aufweisen. Filmwalze nach Anspruch 25 oder 26, dadurch gekennzeichnet, dass die trapezförmigen Nuten (16; 26) eine minimale Breite (b26min) am Nutgrund im Bereich zwischen circa 0,2 mm und 4,0 mm aufweisen. Filmwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (16; 24) der zweiten Nutgruppe (12) zumindest teilweise und/oder zumindest abschnittsweise einen im Wesentlichen keilförmigen Querschnitt aufweisen. Filmwalze nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass die keilförmigen Nuten (16; 24) einen Öffnungswinkel (&egr;) im Bereich zwischen circa 40° und 175° aufweisen. Filmwalze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Nuten (16; 22; 23; 24; 26) der zweiten Nutgruppe (12) eine Tiefe (t16; t22; t24; t26) im Bereich zwischen circa 0,1 mm und 0,5 mm aufweisen. Filmwalze nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass die keilförmigen Nuten (16; 24) eine Nutbreite (b24) im Bereich zwischen circa 0,4 mm und 4,0 mm aufweisen.






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