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Dokumentenidentifikation DE102006031243A1 05.04.2007
Titel Sämaschine
Anmelder Amazonen-Werke H. Dreyer GmbH & Co. KG, 49205 Hasbergen, DE
Erfinder Dreyer, Heinz, Dipl.-Ing. Univ. Dr.Dr.h.c., 49205 Hasbergen, DE;
Schwamm, Victor, 49080 Osnabrück, DE
DE-Anmeldedatum 06.07.2006
DE-Aktenzeichen 102006031243
Offenlegungstag 05.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.04.2007
IPC-Hauptklasse A01C 7/20(2006.01)A, F, I, 20060706, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A01C 5/06(2006.01)A, L, I, 20060706, B, H, DE   
Zusammenfassung Sämaschine mit einem Rahmen, an dem in mehreren Querreihen hintereinander und seitlich versetzt auf Lücke zueinander in Höhenrichtung bewegbare und mittels zugeordneter Tiefenführungsrollen in ihrer Eindringtiefe in den Boden geführte Säschare angeordnet sind, wobei die Säschare jeweils in einen Scharkörper mit einem Halterungselement in austauschbarer Weise einsetzbare Scharmeißel aufweisen, insbesondere wobei der jeweilige Scharmeißel gegen ein beidseitig von dem Halterungselement seitlich abstehende Scharflügel aufweisendes Scharteil austauschbar und/oder ergänzbar ist. Um die bekannte Sämaschine dahingehend weiter zu bilden, dass sie universeller einsetzbar ist, insbesondere das die von den Säscharen mit seitlich abstehenden Scharflügeln aufgeworfenen Dämme in einfacher Weise eingeebnet werden, ist vorgesehen, dass hinter jedem Säschar zwei scheiben- und/oder rollenartige Elemente, die in Draufsicht gesehen, entgegengesetzt schräg und zu einem sich schräg in Fahrtrichtung öffnenden V angestellt sind, angeordnet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Sämaschine gemäß des Oberbegriffes des Patentanspruches 1.

Eine derartige Sämaschine ist durch die DE 42 37 093 A1 bekannt. Diese Sämaschine weist einen Scharmeißel auf, der mit seinem Halterungselement in austauschbarer Weise in den Scharkörper des Säschares einsetzbar ist. Dieser Scharmeißel wird insbesondere zur Direktsaat eingesetzt werden und reißt eine schmale Säfurche in den unbearbeiteten Boden in die über die dem Scharkörper zugeordneten Saatleitungen das Saatgut auf dem Grund der Säfurche abgelegt wird. wenn gleichzeitig beim Einbringen des Saatgutes in den Boden eine mechanische Unkrautbekämpfung durchgeführt werden soll, wird der Scharmeißel gegen ein Scharteil mit einem Halterungselement, an dem seitlich abstehende Scharflügel angeordnet sind, ausgetauscht. Die Scharflügel durchschneiden beim Führen durch den Boden die Wurzeln der sich auf der Bodenoberfläche befindlichen Pflanzen bei der sog. Mulchsaat. Die Mulchsaat wird insbesondere dann angewendet, wenn der Boden in einem zeitlich vorhergehenden Arbeitsgang bereits mit Bodenbearbeitungswerkzeugen bearbeitet worden ist, um das sich auf der Bodenoberfläche befindliche Ausfallgetreide und Unkrautsamen zum Auflaufen zu bringen. Die Wurzeln dieser aufgelaufenen Unkrautsamen und Ausfallgetreide Körner werden durch die seitlich von dem Halterungselement abstehenden Scharflügel des Säschares abgeschnitten. Wenn die Säschare mit den seitlich abstehenden Scharflügeln durch den Boden geführt werden, um einerseits eine Unkrautbekämpfung und gleichzeitig eine Säfurche zu schaffen, werfen die Scharflügel den Boden seitlich auf, so dass Bodendämme entstehen. Diese Bodendämme können bei der bekannten Sämaschine nicht durch die dem Säschar zugeordneten Tiefenführungsrollen in zufrieden stellender Weise geschlossen werden. In aufwendiger und teurer Weise ist hinter der Sämaschine ein sog. Rotorstriegel, der motorisch angetrieben wird, angeordnet. Durch diesen Rotorstriegel sollen die aufgeworfenen Dämme eingeebnet werden. Diese ist jedoch sehr teuer und aufwendig. Aus diesem Grunde konnten sich bisher die auch als Kultivatorschare bezeichneten Säschare mit seitlich abstehenden Scharflügeln nicht in der Praxis in zufrieden stellender Weise durchsetzen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die bekannte Sämaschine dahingehend weiter zu bilden, dass sie universeller einsetzbar ist, insbesondere das die von den Säscharen mit seitlich abstehenden Scharflügeln aufgeworfenen Dämme in einfacher Weise eingeebnet werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass hinter jedem Säschar zwei scheiben- und/oder rollenartige Elemente, die in Draufsicht gesehen, entgegengesetzt schräg und zu einem sich schräg in Fahrtrichtung öffnenden V angestellt sind, angeordnet sind.

Durch diese hinter den Säscharen angeordneten Scheiben oder rollenartigen Elemente werden in einfacher und kostengünstiger Weise, ohne zusätzliche aufwendigen Bauteile, die Dämme eingeebnet und die Erde in die Säfurche zurück geschoben.

Durch die DE 102 28 020 A1 ist bereits eine Direktsämaschine mit ein einem Scharmeißel aufweisenden Säschar bekannt, bei dem hinter dem Säschar scheiben- und rollenartigen Elemente in Draufsicht gesehen, entgegengesetzt schräg und zu einem sich schräg in Fahrtrichtung öffnenden V angestellt sind, bekannt. Diese scheibenartigen Elemente, sollen die von dem schmalen Scharmeißel seitlich aufgeworfenen Dämme wieder einebnen und die Erde in die Säfurche zurück schieben. Bisher bestand ein Vorurteil, diese Rollen auch bei Säscharen einzusetzen, die seitlich abstehende Scharflügel aufweisen. Durch die vorliegende Erfindung wird dieses Vorurteil in überraschender Weise überwunden.

Um eine verstopfungsfreie Arbeit der scheiben- und rollenartigen Elemente sicherzustellen. ist vorgesehen, dass die scheiben- und/oder rollenartigen Elemente als frei drehbar gelagerte Scheiben ausgebildet sind.

Um eine sichere Drehung der scheiben- und rollenartigen Elemente auch unter schwierigen Bedingungen zu gewährleisten, ist vorgesehen, dass die scheiben- und/oder rollenartigen Elemente als eine umlaufende Lauffläche aufweisende Rolle ausgebildet sind, deren seitlich äußerer Rand vorzugsweise etwa radial nach außen abgebogene Ansätze aufweist.

Eine einfache Anordnung der seitlich vom Säschar abstehenden Scharflügel wird dadurch erreicht, dass das Halterungselement auf seiner Unterseite oder in seinem unteren Bereich ein Befestigungselement aufweist, dass an dem Befestigungselement die seitlich abstehenden Scharflügel abnehmbar befestigt sind. Hierdurch lassen sich die Scharflügel in einfacher Weise am Säschar befestigen, so dass bei Verschleiß der Scharflügel diese in einfacher Weise gegen neue Scharflügel austauscht sowie vom Halterungselement abgenommen werde können, so dass im letzteren Fall das Schar mit Halterungselement als Scharmeißel zum ziehen einer schmalen Furche eingesetzt werden kann.

Eine hohe Standzeit des Scharmeißels wird dadurch erreicht, dass der Scharmeißel auf seiner Vorderseite an seiner Meißelspitze eine verschleißfeste Platte, vorzugsweise eine Wolfram-Carbid-Platte aufweist.

Ein gutes Eindringen des Säschares mit daran angeordneten seitlich abstehenden Scharflügeln sowie eine hohe Standzeit der Scharflügel wird dadurch erreicht, dass der untere Bereich des Scharmeißels oder des Halterungselementes die Unterkante des Scharflügels nach unten überragt.

Um einen einfachen Austausch des Scharmeißels gegen das Halterungselement mit den seitlich abstehenden Scharflügeln zu gewährleisten, ist vorgesehen, dass die Halterungselemente der Scharmeißel und des Scharteiles gleich ausgebildet sind.

Eine universelle Verwendbarkeit des Halterungselementes sowohl mit als auch ohne seitlich abstehenden Scharflügeln, um sich an die jeweils vorherrschenden Einsatzbedingungen anpassen zu können, ist vorgesehen, dass das Befestigungselement für die Scharflügel derart ausgebildet ist, dass nach Abnahme der Scharflügel das Halterungselement oder der Scharmeißel mit Halterungselement als ein eine Säfurche ziehender Meißel einsetzbar ist.

Um eine hohe Standzeit der Scharflügel zu erreichen, ist vorgesehen, dass die Scharflügel zumindest in ihrem seitlichen Bereich ein verschleißfestes Material, vorzugsweise eine Wolfram-Carbid -Beschichtung oder -Platte aufweisen.

Um eine gute Einebnung der von den Säscharen mit dem Scharflügel aufgeworfenen Bodendämme entsprechend den Einsatzbedingungen in optimaler Weise gewährleisten zu können sind die Maßnahmen der Ansprüche 13 und 14 vorgesehen.

Um das Saatgut in einem breiten Band in der von dem Säschar mit den seitlich abstehenden Scharflügeln breitflächig in Form einer Bandsaat verteilen zu können, ist vorgesehen, dass unterhalb der Scharflügel ein Prallkörper angeordnet ist.

Um eine weitere universelle Einsetzbarkeit der Sämaschine zu ermöglich, ist vorgesehen, dass ein weiterer Scharmeißel mit seitlichen Verbreiterungselementen in seinem unteren Bereich vorgesehen ist, und dass hinter dem Scharmeißel unterhalb der Mündung der Saatgutleitung ein Prallkörper angeordnet ist.

Infolge dieser Maßnahme wird durch den Scharmeißel mit den seitlichen Verbreitungselementen eine breitere Säfurche geschaffen in der das Saatgut durch den Prallkörper in einer schmalen Bandbreite verteilt im Boden abgelegt wird.

Eine besonders gute breite Säfurche, ohne dass zu viel Erde seitlich aufgewühlt wird, dadurch erreicht, dass die vordere Kante der Kante der Verbreiterungselemente sich beabstandet zu dem vorderen Bereich des Scharmeißels befindet.

Um eine lange Standzeit der Verbreiterungsmeißel mittels und der Verbreiterungselemente sicher zu stellen, ist vorgesehen, dass zumindest im vorderen unteren Bereich der Verbreiterungselemente eine verschleißfeste Platte, vorzugsweise eine Wolfram-Carbid-Platte angeordnet ist.

Weitere Einzelheiten der Erfindung sind den übrigen Unteransprüchen, der Beispielsbeschreibung und den Zeichnungen zu entnehmen. Hierbei zeigen

1. die Sämaschine in Seitenansicht und Prinzipdarstellung,

2 das Säschar in Seitenansicht,

3 das Säschar in der Ansicht III–III,

4 das Säschar in der Vorderansicht,

5 das Säschar in Seitenansicht mit einer anders ausgebildeten Rollen,

6 das Säschar in der Ansicht VI–VI,

7 das Säschar in der Vorderansicht,

8 die Laufrolle in der Ansicht VIII–VIII,

9 der als Halterungselement ausgebildete Scharmeißel mit an ihm angeordneten seitlich abstehenden Scharflügeln in perspektivischer Darstellung,

10 das Halterungselement mit den Scharflügeln gemäß 9 in Seitenansicht,

11 das Halterungselement gemäß 9 mit seitlich abstehenden Scharflügeln in der Ansicht von hinten,

12 der als Halterungselement gemäß 9 ausgebildete Scharmeißel in perspektivischer Darstellung mit Befestigungselement und ohne Scharflügel in perspektivischer Darstellung,

13 die Scharflügel gemäß 9 in perspektivischer Darstellung,

14 ein weiterer als Halterungselement ausgebildeter Scharmeißel mit seitlich abstehenden Scharflügeln in perspektivischer Darstellung,

15 das Halterungselement mit den Scharflügeln gemäß 14 in Seitenansicht,

16 das Halterungselement gemäß 14 mit seitlich abstehenden Scharflügeln in der Ansicht von hinten,

17 die Scharflügel gemäß 14 in perspektivischer Darstellung,

18 das Scharflügelverstärkungsteil für das Scharteil gemäß 14 in perspektivischer Darstellung,

19 ein weiteres als Halterungselement ausgebildeter Scharmeißel mit seitlich abstehenden Scharflügeln in perspektivischer Darstellung,

20 das Halterungselement mit dem Scharflügel gemäß 19 in Seitenansicht,

21 das Halterungselement gemäß 19 mit seitlich abstehenden Scharflügeln in der Ansicht von hinten,

22 die Scharflügel gemäß 9 in perspektivischer Darstellung,

23 das Halterungselement für die Scharflügel gemäß 19,

24 ein weiterer, als Breitsaatmeißel ausgebildeter Scharmeißel in perspektivischer Darstellung,

25 der Scharmeißel gemäß 24 in der Ansicht von hinten und

26 der Scharmeißel gemäß 24 in Seitenansicht.

Die Sämaschine zum Einsatz zur Direktsaat weist den lang gestreckten Tragrahmen 1, der sich über Laufräder 2 auf dem Boden 3 abstützt, auf. Der Tragrahmen 1 weist auf seiner Vorderseite die Zug- und Kupplungseinrichtung 4 zum Ankuppeln an den Dreipunktkraftheber eines Ackerschleppers auf. An der Kupplungseinrichtung 4 können die höhenverstellbaren Abstellstützen 4' angeordnet sein. An der Rückseite des Tragrahmens 1 ist die mittels Hydraulikelemente hydraulisch anhebbare und absenkbare Kuppeleinrichtung 5 zum Ankuppeln von Arbeitswerkzeugen, z.B. von Striegeln, Reihenhacken etc. angeordnet. Vor den Laufrädern 2 sind an dem Tragrahmen 1 über die Trageinrichtung 6 die Meißelsäschare 7 mit den Rollen 8 angeordnet, die die Meißelsäschare 7 in ihrer Tiefe in den Boden führen. Der Vorratsbehälter 9 befindet sich zwischen und oberhalb der Laufräder 2. Über eine pneumatische Förder- und Dosiereinrichtung 10 wird das sich im Vorratsbehälter 9 befindliche Saatgut den Säscharen 8 über den Verteilerköpfen 11 und den Saatleitungen 12 zugeführt.

Die Meißelsäschare 7 sind über die Parallelogrammhalterungen 13 an den Tragelementen 6 angeordnet. Die parallelogrammartige Halterung 13 weist eine zweigeteilte obere Strebe 14 auf, die über ein Gelenk 15 miteinander verbunden sind. Mittels der Zugfeder 16 werden diese Streben 14 in gestreckter Stellung gehalten. Im Ausführungsbeispiel weist das Meißelsäschar 7 eine auf Griff stehende Scharmeißel 16 auf. Es ist jedoch auch möglich, dass der vordere untere Bereich des Meißelsäschares 7 derart geneigt nach hinten unten verläuft, dass die Scharspitze gegenüber dem übrigen vorderen Bereichen nacheilend ist.

Jedem Meißelsäschar 7 sind zwei Tiefenführungsrollen 8 zugeordnet, die in Draufsicht gesehen, wie die 3 zeigt, entgegengesetzt schräg und zu einem sich in Fahrtrichtung 17 öffnenden V gestellt sind, angeordnet. Die beiden Rollen sind mittels einer zwischen den Rollen 8 angeordneten Halterung 18 an dem Schar 7 befestigt. Die Rollen 8 sind auf ihren Achswellen 19 verstellbar angeordnet, so dass unterschiedliche Abstände der beiden Rollen 8 zueinander einstellbar sind. Die Rollen 8 sind derart schräg zur Fahrtrichtung 17 angestellt, dass in Draufsicht gesehen die Mittellinie 20 der Rolle 8 mit der Fahrtrichtung 17 liegenden Geraden 21 einen Winkel &agr; zwischen 5° und 10°, vorzugsweise etwa 8° einschließt. Die einem Säschar zugeordneten Rollen 8 sind mit einem derartigen Abstand zueinander angeordnet, dass sie auf der in Fahrtrichtung 17 hinteren Seite einen Abstand A aufweist, der zumindest etwa der Breite des Säschares entspricht. Die Aufstandsfläche 22 der Rollen 8 weisen einen Abstand B zur Rückseite des Säschares von 10–15 cm auf.

Die zwischen der Halterung 18, an der die Rollen 8 angeordnet sind, und dem Säschar 7 ist eine federnde Verbindung 23 vorgesehen. Hierzu sind zwischen der Halterung 18 für die Rollen 8 und dem Säschar 7 ein oder mehrere Gummifederelemente 23 angeordnet.

Die Rollen 8 sind schalenförmig ausgebildet und weisen einen umlaufenden Rand 24 auf. Der Rand 24 der Rollen 8 ist in bevorzugter Weise gezackt ausgebildet, wie die 2 bis 4 zeigen. In manchen Fällen kann es sinnvoll sein, dass der Rand 24 der Rollen 8 Erhebungen aufweist.

Die Rollen 8 sind derart zueinander angestellt, dass der vordere Öffnungsbereich eine größere Weite aufweist, als das äußere Abstandsmaß der von dem Säschar 7 aufgeworfenen Erddämme 25. Die Rollen 8 sind jeweils seitlich nach hinten versetzt zu dem Säschar 7 angeordnet. Der Abstand B zwischen der Hinterkante des Säschares 7 und dem vorderen Aufstandsbereich 22 der Rollen 8 beträgt 10 cm bis 15 cm.

Die Funktionsweise des Säschares 7 mit den Rollen 8 ist folgende:

Insbesondere beim Einsatz auf leichten, krümeligen und humusartigen Böden wird Erdreich in größeren Mengen von dem Scharmeißel 16 des Säschares 7 beim Reißen einer Säfurche 26 in den Boden seitlich der Säfurche 26 als Erddämme 25 abgelegt. Dieses Erdreich kann ohne weitere Maßnahmen nicht in die Säfurche 26 zurückgeführt werden, so dass Erddämme 25 entstehen. Um dieses zu vermeiden und um das von den Scharmeißel 16 in dem Boden abgelegte Saatgut 27 und/oder Düngemittel mit Erdreich zu bedecken und die Säfurche 26 wieder zu schließen, wird der von dem Säschar 7 seitlich der Furche 26 aufgeworfene Boden von den V-förmig sich nach vorn öffnenden Rollen 8 wieder in die Säfurche 26 zurückgeführt, wie dies 3 zeigt. Die sich nach vorn öffnenden Rollen 8 fangen quasi das Erdreich ein und leiten es in die Säfurche 26 zurück.

Es sei noch darauf hingewiesen, dass an Stelle der aus Metall bestehenden schalenartig ausgebildeten Rollen 8 auch Rollen mit einem umlaufenden Walkgummibereich zum Einsatz kommen können. Dieses ist insbesondere auf schmierigen Böden von Vorteil, da die Walkgummireifen eine Selbstreinigung der Rollen 8 bewirken.

Das Säschar 7 gemäß den 5 und folgende entspricht bis auf der anderen Ausbildung der Laufrolle dem Säschar 7 gemäß den 2 bis 4. An Stelle der Laufrolle 8 ist diesem Säschar 7 die 5 und folgende die Laufrolle 28 zugeordnet. Die Laufrolle 28 weist ein im äußeren Bereich 29 der Lauffläche 22 nach außen umgebogenen Bereich 30 auf. Dieser Bereich 30 ist unter einem Winkel von 120° bis 160°, vorzugsweise 135° zur Lauffläche 28 umgebogen bzw. abgekantet. Dieser Bereich 30 weist schräg nach außen. Der umgebogene Bereich 30 des Rades der Rollen ist gezackt ausgebildet, wie die 5 bis 8 zeigen. Die Zacken weisen schräg nach außen. Die Zacken 32 besitzen eine dreieckförmige bzw. trapezförmige Ausgestaltung. Durch den Eingriff der Zacken 32 in den Boden ist eine sichere Drehbewegung der Rollen 28 sichergestellt. Der Lauffläche 22 der Rollen 28 kann ein nicht dargestellter Abstreifer zur Abstreifung von sich auf der Lauffläche festsitzenden Boden angeordnet sein. Die Funktionsweise der Rollen 5 bis 8 entspricht den Rollen gemäß den Fig. gemäß 2 bis 4.

Wenn die Sämaschine zur Mulchsaat eingesetzt werden soll d.h., wenn die sich auf dem Acker befindlichen aufgelaufenen Unkraut und Ausfallgetreidesamen abgeschnitten werden sollen, wird der Scharmeißel 16 des Meißelschares 7 gegen das in den 9 bis 13 dargestellte Scharteil 33 ausgetauscht, welches die an dem Halterungselement 34 angeordneten und seitlich von diesem abstehenden Scharflügel 35 auf reist. Das Halterungselement 34 weist auf seiner Unterseite 36 bzw. in seinem unteren Bereich ein Befestigungselement 37 auf. An diesem Befestigungselement sind die seitlich abstehenden Scharflügel 35 mittels der Schrauben 38 abnehmbar befestigt. Die beiden Scharflügel 35 sind, wie insbesondere die 13 zeigt, einstückig ausgebildet. Auf der Vorderseite des Halterungselementes 34 ist entsprechend wie bei dem Scharmeißel 16 für die Direktsaat an seiner Meißelspitze eine verschleißfeste Platte 39, vorzugsweise eine Wolfram-Carbid-Platte angeordnet. Der untere Bereich des Halterungselementes 34 des Scharteils 33 überragt die Unterkante der Scharflügel 35 nach unten, wie insbesondere die 10 zeigt. Die Halterungselemente 34 des Scharteiles 33 sind gleich wie die Halterungselemente des Scharmeißels 16 ausgebildet, damit das Scharteil 33 mit den seitlich abstehenden Flügeln 35 ohne Probleme gegen den Scharmeißel 16 ausgetauscht und in dessen Halterung an dem Scharkörper eingesetzt werden kann.

Der Scharabstand der Säschare 7 beträgt ca. 18 bis 20 cm, und die Flügelbreite des Scharflügels 35 beträgt 19 bis 22 cm. Hierdurch ist sichergestellt, dass eine ganzflächige Bearbeitung des Bodens stattfindet und die Wurzeln der Unkrautsamen und das Ausfallgetreide über die ganze Fläche des Bodens von den Scharflügeln 35 abgeschnitten werden. Damit die Scharflügel 35 eine hohe Standzeit haben, ist im seitlichen Bereich der Scharflügel 40 ein verschleißfestes Material, beispielsweise eine Wolfram-Carbid-Beschichtung oder eine Platte aufgebracht.

Die Funktionsweise des Scharteiles 33 mit den seitlich abstehenden Scharflügeln 35 bei dessen Anordnung an den Scharkörper der Sämaschine in Verbindung mit den hinter dem Scharkörper angeordneten V-förmig angeordneten angestellten scheiben- oder rollenartigen Elementen 28 ist folgende:

Wenn das Scharteil 34 mit den seitlich abstehenden Scharflügeln 35 durch den Boden gezogen wird, schneiden die Scharflügel 35 mit ihrer vorderen Schneide durch Unterschneiden des Bodens die Wurzeln der sich auf der Bodenoberfläche befindlichen aufgelaufenen Ausfallgetreide und Unkrautsamen ab. Hierbei schaffen sie eine Säfurche und werfen den Boden teilweise seitlich zu Bodendämmen auf. Die hinter dem Säschar 7 angeordneten Rollen 8, die in Draufsicht gesehen zu einem sich nach vorn öffnenden V angestellt sind, fangen diese aufgeworfene Erde auf und führen sie nach dem Ablegen des Saatgutes in der Säfurche wieder in die Säfurche zurück und bedecken das Saatgut mit Erdreich. Die Säfurche wird wieder geschlossen. Die Rollen 8 führen also die Erde wieder in die Säfurche zurück. Somit wird durch die Rollen 8 ein Einebnungseffekt erreicht.

Das Scharteil 41 mit den seitlich abstehenden Scharflügeln 42 in den 14 bis 18 unterscheidet sich durch eine andere Befestigung und Ausgestaltung der Scharflügel 42 an dem Halterungsteil 43 des Scharteils 41 von dem Scharteil 33 gemäß den 913. Die seitlich abstehenden Scharflügel 42 sind wiederum einstückig ausgebildet, wie insbesondere 17 zeigt. Zur Befestigung der seitlich abstehenden Scharflügel 42 sind in dem Halterungsteil 43, der als Scharmeißel ausgebildet ist, Bohrungen 44 und Aussparungen 45 angeordnet, so dass mit der Schraubverbindung 46 der Scharflügel 42 an dem Halterungsteil 43 zu befestigen ist. Zur Stützung der Scharflügel 42 ist an dem Halterungskörper 43 zusätzlich, wie in 18 dargestellt ist, der Scharflügelverstärkungsteil 47 an dem Halterungsteil 43 angeordnet.

Die Funktionsweise des Scharteils 41 mit den seitlich abstehenden Scharflügeln 42 entspricht dem Scharteil 33 gemäß den 9 bis 13, wie vor beschrieben.

Die 19 bis 23 zeigen ein weiteres Scharteil 48 mit seitlich abstehenden Scharflügeln 49. Die Ausgestaltung des Scharflügels 49 ist in 22 dargestellt und wird an dem Halterungselement 50 gemäß 23 entsprechend den 19bis 21 an dem Halterungselement 50 mittels der Schraubverbindung 51 angeschraubt. Zur Verstärkung und Abstützung der Halterung 50 und zur Verbreiterung der Säfurche im oberen Bereich sind an dem Halterungselement 50 seitliche Verbreiterungsstücke 52 angeordnet.

Die Funktionsweise des Scharteiles 48 gemäß den 19 bis 23 entspricht dem Scharteil 33, wie zu 9 bis 13 beschrieben ist.

Um das Saatgut, welches aus der Saatleitung in dessen Ausmündungsbereich austritt, breitflächig in der von den Scharflügeln 35, 42, 49 geschaffenen Säfurche zu verteilen, ist in nicht dargestellter weise unterhalb der jeweiligen Scharflügel 35, 42, 49 an dem Halterungselement ein nicht dargestellter Prallkörper anzuordnen. Nach Abnahme der Scharflügel 34, 43 gemäß den 9 bis 18 kann das Halterungselement, welches als Scharmeißel ausgebildet ist, als Meißelschar in Verbindung mit dem Scharkörper für die Direktsaat zum Reißen einer schmalen Furche eingesetzt werden.

Entsprechend den 24 bis 26 ist ein weiterer Scharmeißel 53 mit seitlichen Verbreiterungselementen 54, die an dem unteren Bereich des Meißels 55 vorgesehen sein, wobei hinter dem Meißel 55 und unterhalb der Mündung der Saatleitung ein Prallkörper 56 zur Bereitverteilung des Saatgutes, welches aus der Mündung der Saatgutleitung ausströmt, angeordnet ist, vorgesehen.

Die vordere Kante der Verbreiterungselemente 54 befinden sich beabstandet zu dem vorderen Bereich des Scharmeißels 53. Hierdurch wird erreicht, dass einerseits eine breite saubere Säfurche geschaffen und andererseits verhindert wird, dass zu viel Erde seitlich der Säfurche aufgewühlt und aufgeworfen wird. Auf der Vorderseite ist im unteren Bereich der Verbreiterungselemente 54 eine verschleißfeste Platte 57 aus Wolfram-Carbid angeordnet.

Die unteren vorderen Bereiche der Verbreitungselemente 54 enden auf Höhe des vorderen unteren Bereiches des Meißels 55. Auf der Vorderseite sind in dem unteren Bereich des Meißels 55 und der Verbreiterungselemente 54 eine Verschleißfesteplatte 57, vorzugsweise eine Wolfram-Carbid-Platte angeordnet, um eine hohe Standzeit des Scharmeißels 53 zu erreichen.


Anspruch[de]
Sämaschine mit einem Rahmen, an dem in mehreren Querreihen hintereinander und seitlich versetzt auf Lücke zueinander in Höhenrichtung bewegbare und mittels zugeordneter Tiefenführungsrollen in ihrer Eindringtiefe in den Boden geführte Säschare angeordnet sind, wobei die Säschare jeweils in einen Scharkörper mit einem Halterungselement in austauschbarer Weise einsetzbare Scharmeißel aufweisen, insbesondere wobei der jeweilige Scharmeißel gegen ein beidseitig von dem Halterungselement seitlich abstehende Scharflügel aufweisendes Scharteil austauschbar und/oder ergänzbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass hinter jedem Säschar (7) zwei scheiben- und/oder rollenartige Elemente (8), die in Draufsicht gesehen, entgegengesetzt schräg und zu einem sich schräg in Fahrtrichtung öffnenden V angestellt sind, angeordnet sind. Sämaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die scheiben- und/oder rollenartigen Elemente (8) als frei drehbar gelagerte Scheiben ausgebildet sind. Sämaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die scheiben- und/oder rollenartigen Elemente (8) als eine umlaufende Lauffläche aufweisende Rolle ausgebildet sind, deren seitlich äußerer Rand vorzugsweise etwa radial nach außen abgebogene Ansätze (32) aufweist. Sämaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Halterungselement (34) auf seiner Unterseite oder in seinem unteren Bereich ein Befestigungselement (37) aufweist, dass an dem Befestigungselement (37) die seitlich abstehenden Scharflügel (35) abnehmbar befestigt sind. Sämaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Scharflügel (35) einstückig ausgebildet sind. Sämaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Halterungselement (34) als Scharmeißel ausgebildet ist, dass an dem Scharmeißel (34) das Befestigungselement (37) für die Scharflügel (35) angeordnet ist. Sämaschine nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Scharmeißel (34) auf seiner Vorderseite an seiner Meißelspitze eine verschleißfeste Platte (39), vorzugsweise eine Wolfram-Carbid Platte aufweist. Sämaschine nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der untere Bereich des Scharmeißels (34) oder des Halterungselementes die Unterkante des Scharflügels (35) nach unten überragt. Sämaschine nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Halterungselemente (34) der Scharmeißel (16) und des Scharteiles (16, 34) gleich ausgebildet sind. Sämaschine nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement (34) für die Scharflügel (35) derart ausgebildet ist, dass nach Abnahme der Scharflügel (35) das Halterungselement (34) oder der Scharmeißel mit Halterungselement (34) als ein eine Säfurche ziehender Meißel einsetzbar ist. Sämaschine nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Scharabstand der Säschare (7) ca. 18–20 cm und die Flügelbreite der Scharflügel (35, 42, 49) ca. 19–22 cm beträgt. Sämaschine nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Scharflügel (35, 42, 49) zumindest in ihrem seitlichen Bereich ein verschleißfestes Material, vorzugsweise eine Wolfram-Carbid-Beschichtung (40) oder -Platte aufweisen. Sämaschine nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das die V-förmig angestellten scheiben- und/oder rollenartigen Elemente (8) in ihrem Abstand zueinander einstellbar sind. Sämaschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die scheiben- und/oder rollenartigen Elemente (8) im Winkel zur Fahrtrichtung einstellbar sind. Sämaschine nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Scharflügel (35, 42, 49) ein Prallkörper angeordnet ist. Sämaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein weiterer Scharmeißel (53) mit seitlichen Verbreiterungselementen (54) in seinem unteren Bereich vorgesehen ist, und dass hinter dem Scharmeißel (53, 54) unterhalb der Mündung der Saatgutleitung ein Prallkörper (56) angeordnet ist. Sämaschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass die vorderen Kanten der Verbreiterungselemente (54) sich beabstandet zu dem vorderen Bereich des Scharmeißels (53) befinden. Sämaschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest im vorderen unteren Bereich der Verbreiterungselemente (54) eine verschleißfeste Platte (57), vorzugsweise eine Wolfram-Carbid-Platte angeordnet ist.






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