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Dokumentenidentifikation DE202005016891U1 05.04.2007
Titel Versorgungseinrichtung zur Bereitstellung von Versorgungsmedien und Beleuchtungseinheit hierfür
Anmelder Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn, AT
Vertreter Mitscherlich & Partner, Patent- und Rechtsanwälte, 80331 München
DE-Aktenzeichen 202005016891
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 05.04.2007
Registration date 01.03.2007
Application date from patent application 27.10.2005
IPC-Hauptklasse F21S 8/04(2006.01)A, F, I, 20051027, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F21V 21/30(2006.01)A, L, I, 20051027, B, H, DE   F21V 14/06(2006.01)A, L, I, 20051027, B, H, DE   A61G 7/05(2006.01)A, L, I, 20051027, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Versorgungseinrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, welche zur Bereitstellung von Versorgungsmedien, insbesondere von technischen Gasen und/oder Strom in einem Krankenzimmer vorgesehen ist. Darüber hinaus betrifft die vorliegende Erfindung eine Beleuchtungseinheit zur Verwendung bei einer derartigen Versorgungseinrichtung, wobei die Beleuchtungseinheit dazu dient, ein Leselicht zur Verfügung zu stellen.

Versorgungseinrichtungen zum Bereitstellen von technischen Gasen wie Sauerstoff und/oder Druckluft sowie von Strom kommen beispielsweise in Krankenhäusern zum Einsatz und dienen hier dazu, die zur Patientenbehandlung am häufigsten benötigten Medien standardmäßig zur Verfügung zu stellen. Hierbei handelt es sich – wie erwähnt – um Sauerstoff, Druckluft und Strom, die bei einer Vielzahl von Behandlungen zum Einsatz kommen. Da diese Medien sehr häufig gebraucht werden, wäre es zu aufwendig, entsprechende Versorgungsmittel ausschließlich im Bedarfsfall jedesmal von Neuem zur Verfügung zu stellen. Stattdessen werden entsprechende Versorgungseinrichtungen in der Regel standardmäßig in Patientenzimmern in der Nähe der Stellplätze für die Krankenbetten installiert, so dass die Medien jederzeit verfügbar sind.

Eine weitere Aufgabe, die entsprechende Versorgungseinrichtungen in der Regel erfüllen, besteht darin, ein Leselicht zur Verfügung zu stellen. Üblicherweise sind dementsprechend an derartigen Versorgungseinrichtungen zusätzliche Beleuchtungseinheiten angeordnet, welche ein Licht zur Unterseite hin, also auf den Bereich, im dem sich das Patientenbett befindet, abstrahlen. Auch eine ergänzende indirekte Beleuchtung wird oftmals von derartigen Einheiten zur Verfügung gestellt.

Bei der Nutzung als Leselicht ist zu berücksichtigen, dass die Patientenbetten verschiebbar sind und nicht permanent an der gleichen Stelle innerhalb des Krankenzimmers angeordnet sind. Um in sämtlichen Positionen ein ausreichendes Licht zur Verfügung zu stellen, ist es dementsprechend erforderlich, die Beleuchtungseinheiten derart auszugestalten, dass das Licht wahlweise auf einen bestimmten Bereich gerichtet werden kann. Aus der EP 0 739 618 A1 ist hierzu eine entlang eines Profilkörpers verschiebbare Beleuchtungseinheit bekannt, welche parallel zur Wand des Patientenzimmers verschoben werden kann, so dass sie jeweils einen bestimmten Bereich ausleuchtet. Diese Beleuchtungseinheit besitzt als Lichtquelle eine längliche Leuchtstofflampe, die ihr Licht seitlich nach unten abgibt.

Die aus der EP 0 739 618 A1 bekannte Versorgungseinrichtung entspricht dem derzeitigen Stand der Technik, der überwiegend in Krankenzimmern zum Einsatz kommt. Nachteilig hierbei ist allerdings, dass durch den Einsatz der langgestreckten Leuchtstofflampen sehr groß bauende Leuchteneinheiten geschaffen werden, deren Verstellung dementsprechend aufwendig ist. Beispielsweise muss Sorge dafür getragen werden, dass ein die Stromversorgung für die Lichtquelle zur Verfügung stellendes Kabel derart gelagert ist, dass die Lampe jederzeit in die gewünschte Position verschoben werden kann. Dies wiederum bedeutet, dass spezielle Maßnahmen zur Lagerung der Beleuchtungseinheit an dem Profilkörper der Versorgungseinrichtung getroffen werden müssen.

Der vorliegenden Erfindung liegt nunmehr die Aufgabe zu Grunde, eine zu dieser bekannten Versorgungseinrichtung alternative Lösung anzubieten, bei der insbesondere das Verstellen der Leseleuchte zur Bereitstellung eines Leselichts vereinfacht ist. Ferner soll insbesondere der Aufbau der gesamten Versorgungseinrichtung vereinfacht werden.

Die Aufgabe wir durch die in den unabhängigen Ansprüchen angegebene Erfindung gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die erfindungsgemäße Lösung beruht auf der Idee, anstelle von Leuchtstofflampen nunmehr kleinvolumige Lichtquellen in Form von LEDs einzusetzen. Mittlerweile ist die Herstellung von LEDs möglich, deren Lichtstärke ausreichend ist, um ein geeignetes Leselicht zur Verfügung zu stellen. Der Vorteil der Verwendung der LEDs besteht dann darin, dass die hierdurch gebildeten Leseleuchten deutlich kleiner sind als bislang. Da trotz allem Sorge dafür getragen werden muss, dass eine Ausleuchtung je nachdem möglich ist, wo sich das Patientenbett befindet, ist die Beleuchtungseinheit ferner ortsfest, aber verschwenkbar in einem Profilkörper der Versorgungseinrichtung angeordnet. Hierdurch wird das Ausrichten der Beleuchtungseinheit zur Realisierung eines Leselichts deutlich vereinfacht. Ferner wird der Aufbau der Versorgungseinrichtung insgesamt einfacher gehalten.

Erfindungsgemäß wird also eine Versorgungseinrichtung zur Bereitstellung von Versorgungsmedien, insbesondere von technischen Gasen und/oder Strom vorgeschlagen, wobei die Versorgungseinrichtung einen zur mittelbaren oder unmittelbaren Befestigung an einer Wand oder einem Wandelement vorgesehenen Profilkörper aufweist, in dem Anschlusseinheiten für die Versorgungsmedien angeordnet sind. Ferner weist die Versorgungseinrichtung eine zur Bereitstellung eines Leselichts vorgesehene und an dem Profilkörper angeordnete Beleuchtungseinheit auf, welche erfindungsgemäß ortsfest, aber verschwenkbar an dem Profilkörper angeordnet ist, wobei die Lichtquelle der Beleuchtungseinheit durch eine oder mehrere LEDs gebildet ist.

Darüber hinaus wird eine Beleuchtungseinheit zur Verwendung in einer Versorgungseinrichtung zur Bereitstellung von Versorgungsmedien, insbesondere von technischen Gasen und/oder Strom vorgeschlagen, wobei die Beleuchtungseinheit zur Bereitstellung eines Leselichts vorgesehen ist und hierzu ortsfest, aber verschwenkbar gelagert ist. Erfindungsgemäß ist die Lichtquelle der Beleuchtungseinheit durch eine oder mehrere LEDs gebildet.

Die Vorteile der erfindungsgemäßen Lösung bestehen – wie bereits erwähnt – darin, dass die Beleuchtungseinheit deutlich kleiner als üblich ausgestaltet ist, wobei trotz allem eine zufriedenstellende Ausrichtung des Lichts auf einen zu beleuchtenden Bereich möglich ist. Die Beleuchtungseinheit kann hierzu ein Gehäuse aufweisen, weiches schwenkbar in einer Wand, insbesondere einer Bodenseite des Profilkörpers gehalten ist. Hierbei kann vorgesehen sein, dass das Gehäuse der Beleuchtungseinheit zusätzlich zum Verschwenken auch drehbar gehalten ist, wozu das Gehäuse der Beleuchtungseinheit kugelschalenförmig ausgestaltet und zwischen gewölbten Halte- oder Flanschteilen angeordnet ist. Das Gehäuse der Beleuchtungseinheit kann hierbei insbesondere durch einen die Lichtquelle umgebenden Reflektor gebildet sein.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist die Beleuchtungseinheit derart gehalten, dass sie in einer bestimmten Position arretierbar ist. Hierdurch wird vermieden, dass sich die Beleuchtungseinheit im Zeitraum der Nutzung selbstständig verstellt.

Gemäß einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die Beleuchtungseinheit in einem Lichtaustrittsbereich eine gegenüber der Lichtquelle verstellbare Linsenanordnung auf, welche es ermöglicht, das von den LEDs abgegebene Licht in der gewünschten Weise zu justieren und zu fokussieren. Dies ist - wie bereits erwähnt – notwendig, da die Betten nicht immer exakt an derselben Position innerhalb des Zimmers angeordnet sind.

Die Verstellbarkeit der Linsenanordnung kann beispielsweise dadurch erfolgen, dass die Linsenanordnung – in Lichtabstrahlrichtung gesehen – axial verschiebbar gelagert ist. Alternativ hierzu wäre es allerdings auch möglich, die Linsenanordnung drehbar an der Beleuchtungseinheit zu befestigen, wobei eine Verdrehung der Linsenanordnung relativ zu dem Gehäuse dann in einer axialen Verschiebung resultiert.

Die Beleuchtungseinheit ist vorzugsweise an der Unterseite des Profilkörpers angeordnet, da hier am einfachsten eine entsprechende Ausrichtung zur Bereitstellung eines Leselichts erfolgen kann. Es kann dann vorgesehen sein, dass innerhalb des Profilkörpers eine weitere Lichtquelle angeordnet ist, die zur Erzeugung einer Indirektbeleuchtung vorgesehen ist. Hierbei kann es sich insbesondere um eine längliche Gasentladungslampe handeln, insbesondere um eine Leuchtstoffröhre. Dies ist zur Realisierung der Indirektbeleuchtung insofern unproblematisch, als hier im Gegensatz zu dem Leselicht eine Verstellbarkeit der Lichtquelle nicht erforderlich ist.

Insgesamt gesehen wird somit durch die vorliegende Erfindung eine Beleuchtungseinheit zur Verwendung in einer Versorgungseinrichtung für Krankenzimmer geschaffen, welche sich durch ihre kompakte Gestaltung auszeichnet und es gleichzeitig ermöglicht, das Licht flexibel auf einen gewünschten Bereich zu lenken, um ein optimales Leselicht zur Verfügung zu stellen.

Nachfolgend soll die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen:

1 eine Versorgungseinrichtung zur Bereitstellung von Versorgungsmedien mit einer erfindungsgemäß ausgestalteten Beleuchtungseinheit im Schnitt und

2 die Unterseite der in 1 dargestellten Versorgungseinrichtung.

1 zeigt ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Versorgungseinrichtung, welche allgemein mit dem Bezugszeichen 1 versehen ist und im dargestellten Beispiel für den Einsatz in Krankenhäusern vorgesehen ist. Die in 1 im Schnitt dargestellte Versorgungseinrichtung 1 dient dazu, technische Gase und andere Medien, die bei einer Patientenbehandlung häufig benötigt werden, zur Verfügung zu stellen. Hierzu ist ein länglicher Profilkörper 2 vorgesehen, der zur Befestigung an einer Wand 50 bzw. einem Wandelement eines Krankenzimmers vorgesehen ist. Der Profilkörper 2 bildet einen länglichen Hohlraum, innerhalb dem die nicht dargestellten Versorgungsleitungen für die verschiedenen Medien verlaufen. An der Unterseite 3 des Profilkörpers 2 sind dann entsprechende Anschlusseinheiten zur Entnahme der Medien angeordnet. Wie beispielsweise der Darstellung in 2 entnommen werden kann, handelt es sich hierbei um Anschlusseinheiten für Druckluft 30 und Sauerstoff 31. Ferner sind mehrere Anschlüsse bzw. Steckdosen 32 vorgesehen, die zur elektrischen Stromversorgung verschiedener Geräte genutzt werden können. Es kann sich hierbei um Steckdosen zur Verfügungstellung eines Stark- oder eines Schwachstroms handeln, so dass verschiedenste Geräte an die Versorgungseinrichtung 1 angeschlossen werden können. Darüber hinaus könnten innerhalb der Versorgungseinrichtung auch Datenleitungen verlaufen und entsprechende Anschlusseinrichtungen zur Verfügung stehen. Hierdurch könnte ergänzend die Möglichkeit eröffnet werden, beispielsweise Informations- und/oder Behandlungs- bzw. Überwachungsgeräte an ein Netzwerk anzuschließen, um den Datenaustausch zwischen diesen Geräten mit einem zentralen Server oder einer zentralen Überwachungseinheit zu ermöglichen.

Eine weitere wichtige Aufgabe erfüllt die Versorgungseinrichtung 1, indem sie Licht zur Verfügung stellt. Insbesondere soll ein Leselicht zur Verfügung gestellt werden, welches gezielt auf einen bestimmten Bereich unterhalb der Versorgungseinrichtung 1 gerichtet werden kann, um das Lesen zu erleichtern. Hierbei ist eine Verstellbarkeit des Lichts erforderlich, da die Position der Patientenbetten innerhalb eines Krankenzimmers nicht fest ist und sich im Laufe der Zeit ändern kann.

Zur Lösung dieser Aufgabenstellung wurden bislang entlang des Profilkörpers 2 verschiebbare Gehäuse eingesetzt, welche längliche Leuchtstofflampen als Lichtquellen verwendeten. Diese Lösung hat sich zwar bewährt, ist allerdings insofern problematisch, als hierdurch relativ großvolumige Beleuchtungseinheiten geschaffen werden, die in spezieller Weise innerhalb bzw. an dem Profilkörper 2 der Versorgungseinrichtung 1 gelagert werden müssen, um die Verstellbarkeit zu gewährleisten. Erfindungsgemäß wird diese Problematik nunmehr umgangen, indem eine neuartige Beleuchtungseinheit eingesetzt wird, die nachfolgend erläutert werden soll.

Ein erstes wesentliches Merkmal der mit dem Bezugszeichen 10 versehenen Beleuchtungseinheit besteht darin, dass als Lichtquellen nicht mehr Leuchtstofflampen eingesetzt werden, sondern stattdessen LEDs 13. Zwischenzeitlich ist die Herstellung derartiger LEDs möglich, welche eine ausreichende Leuchtkraft aufweisen, um als Leselicht zu dienen. Bei der erfindungsgemäß ausgestalteten Beleuchtungseinheit 10 werden hierzu vorzugsweise leistungsstarke LEDs mit einer Leistung von mindestens 1 bis 3 Watt eingesetzt.

Der Vorteil der Verwendung der LEDs 13 besteht darin, dass nunmehr eine verhältnismäßig kleinvolumige Beleuchtungseinheit 10 geschaffen werden kann, welche in neuartiger Weise an dem Profilkörper 2 gelagert ist. Insbesondere ist das kugelschalenförmig ausgestaltete Gehäuse 11 der Beleuchtungseinheit 10 nunmehr ortsfest an der Unterseite 3 des Profilkörpers 2 angeordnet, allerdings derart, dass es wahlweise in eine gewünschte Richtung verschwenkt werden kann. Hierzu sind unterschiedliche Arten der Lagerung denkbar, wobei beispielsweise auf einen Vorschlag zurückgegriffen werden könnte, der in der EP 0 742 880 B1 beschrieben ist. In dieser europäischen Patentschrift ist eine Leseleuchte für Flugzeuge beschrieben, welche ein kugelförmiges und schwenkbar gelagertes Gehäuse aufweist. Die in dieser Patentschrift beschriebenen Maßnahmen zur schwenkbaren Halterung des Gehäuses könnten auch bei der erfindungsgemäßen Leseleuchte eingesetzt werden.

1 zeigt eine etwas vereinfachte Halterung der Beleuchtungseinheit 10, die darin besteht, dass das kugelschalenförmig ausgestaltete Gehäuse 11 mittels gewölbter Flanschteile 8 gehalten wird, welche das Gehäuse 11 umgreifen und von der Bodenseite 3 des Profilkörpers 2 nach oben ragen. Diese Flanschteile 8 stellen somit ein Lager für das Gehäuse 11 dar, innerhalb dem dieses verschwenkt, aber auch verdreht werden kann, um die LEDs 13, die innerhalb des Gehäuses auf einer Platine 12 angeordnet sind, in gewünschter Weise auszurichten. Vorzugsweise ist durch ergänzende Maßnahmen vorgesehen, dass die Lagerung des Gehäuses 11 derart ist, dass die Beleuchtungseinheit 10 in einer gewünschten Position arretiert werden kann.

Die besondere Art der Lagerung der Beleuchtungseinheit 10 gestattet es somit, das Licht in gewünschter Weise auf einen gewissen Bereich zu richten. Da die LEDs 13 im Gegensatz zu Gasentladungslampen Punktlichtquellen darstellen, ist nun allerdings vorteilhaft vorgesehen, dass das Licht dieser Lichtquellen auch fokussiert werden kann, um eine besonders optimierte Ausleuchtung des Lesebereichs zu erzielen. Hierzu ist an dem vorderen Bereich des Gehäuses 11 eine mit dem Bezugszeichen 15 versehene Linsenanordnung vorgesehen, welche eine Linse 16 aufweist, die im Hinblick auf die Lichtquellen 13 verstellt werden kann. Die Linse 16 wird hierzu von einem ringförmigen Halteelement 17 gehalten, welches an der Vorderseite des Gehäuses 11 angreift. Dieses kann beispielsweise derart ausgestaltet sein, dass die Linse 16 in Lichtabstrahlrichtung gesehen axial gegenüber den LEDs 13 verschoben werden kann, um deren Licht in gewünschter Weise zu fokussieren. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Linsenanordnung 15 mit Hilfe eines Gewindes gegenüber dem Gehäuse 11 verdrehbar zu lagern, wobei eine Verdrehung dann wiederum in einer Axialbewegung resultiert. Auf diese Weise kann das Licht nicht nur in gewünschter Weise auf einen bestimmten Bereich gelenkt, sondern auch auf diesen Bereich fokussiert werden. Um dabei das von den LEDs 13 abgegebene Licht vollständig nutzen zu können, ist dabei vorzugsweise die Innenseite des Gehäuses 11 reflektierend ausgestaltet, so dass dieses gleichzeitig auch als ein die Lichtquelle umgebender Reflektor dient. Allerdings wäre auch der Einsatz eines separaten Reflektors innerhalb des Gehäuses 11 denkbar.

Die erfindungsgemäße Beleuchtungseinheit 10 gestattet es somit, Licht in gewünschter Weise zum Lesen zu nutzen. Ein besonderer Vorteil besteht dabei darin, dass keine Verschiebung der Beleuchtungseinheit 10 entlang des Profilkörpers 2 der Versorgungseinrichtung 1 erforderlich ist, also dass das Verstellen der Beleuchtungseinheit 10 deutlich einfacher erfolgen kann. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass aufgrund der ortsfesten Anordnung der Beleuchtungseinheit 10 an dem Profilkörper 2 keine besonderen Maßnahmen zur Halterung einer Stromversorgungsleitung 19, welche durch eine Fassung 20 in der Bodenseite des Gehäuses 11 mündet, erforderlich sind. Während bei bislang bekannten Lösungen Sorge dafür getragen werden musste, dass die Stromversorgungsleitungen die Längsverschiebung der Beleuchtungseinheit nachvollziehen konnten, ist aufgrund der Verschwenkung des Leuchtengehäuses 11 nunmehr lediglich eine gewisse Flexibilität des Kabels 19 erforderlich.

Damit kommt insgesamt gesehen eine Beleuchtungseinheit zum Einsatz, welche in optimaler Weise ein Leselicht zur Verfügung stellt und sich darüber hinaus durch ihren einfachen Aufbau auszeichnet.

Die erfindungsgemäße Versorgungseinrichtung 1 kann darüber hinaus allerdings auch noch dazu genutzt werden, eine Indirektbeleuchtung zur Verfügung zu stellen, wozu im oberen Bereich des Profilkörpers 2 eine weitere Lichtquelle 6 vorgesehen ist, die nunmehr durch eine längliche Gasentladungslampe, insbesondere eine Leuchtstoffröhre gebildet ist. Das Licht dieser Leuchtstoffröhre 6 kann über die Oberseite 4 des Profilkörpers 2 abgestrahlt werden, wobei hierzu entweder eine Öffnung oder eine transparente Scheibe 5 in der Oberseite 4 vorgesehen ist. Ein innerhalb des Profilkörpers 2 angeordneter Reflektor 7 dient dazu, sämtliches von dieser weiteren Lichtquelle 6 abgegebene Licht zur Oberseite hin abzustrahlen.

Insgesamt wird also eine Versorgungseinrichtung zur Bereitstellung von Versorgungsmedien geschaffen, welche in gewohnter Weise technische Gase und Strom zur Patientenbehandlung zur Verfügung stellt. Darüber hinaus wird auch eine Beleuchtungseinheit geschaffen, welche in einfacher, aber zuverlässiger ein Leselicht bildet.


Anspruch[de]
Versorgungseinrichtung (1) zur Bereitstellung von Versorgungsmedien, insbesondere von technischen Gasen und/oder Strom, mit

einem zur mittelbaren oder unmittelbaren Befestigung an einer Wand (50) oder einem Wandelement vorgesehen Profilkörper (2), in dem Anschlußeinheiten (30, 31, 32) für die Versorgungsmedien angeordnet sind,

sowie eine zur Bereitstellung eines Leselichts vorgesehene und an dem Profilkörper (2) angeordneten Beleuchtungseinheit (10),

dadurch gekennzeichnet,

dass die Beleuchtungseinheit (10) ortsfest aber verschwenkbar an dem Profilkörper (2) angeordnet ist und dass die Lichtquelle der Beleichtungseinheit durch eine oder mehrere LEDs (13) gebildet ist.
Versorgungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinheit (10) ein Gehäuse (11) aufweist, welches schwenkbar in einer Wand des Profilkörpers (2) gehalten ist. Versorgungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (11) der Beleuchtungseinheit (10) zusätzlich drehbar gehalten ist. Versorgungseinrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (11) der Beleuchtungseinheit (10) kugelschalenförmig ausgestaltet ist und zwischen gewölbten Halte- oder Flanschteilen (18) angeordnet ist. Versorgungseinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass Gehäuse (11) der Beleuchtungseinheit (10) durch die einen die Lichtquelle umgebenden Reflektor gebildet ist. Versorgungseinrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Gehäuses (11) der Beleuchtungseinheit (10) ein die Lichtquelle umgebender Reflektor angeordnet ist. Versorgungseinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinheit (10) in der verschwenkten Stellung arretierbar ist. Versorgungseinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinheit (10) in einem Lichtaustrittsbereich eine gegenüber der Lichtquelle verstellbare Linsenanordnung (15) aufweist. Versorgungseinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Linsenanordnung (15) in Lichtabstrahlrichtung gesehen axial verschiebbar gelagert ist. Versorgungseinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Linsenanordnung (15) drehbar an dem Gehäuse (11) der Beleuchtungseinheit (10) befestigt ist, wobei eine Verdrehung der Linsenanordnung (15) relativ zu dem Gehäuse (11) der Beleuchtungseinheit (10) in einer axialen Verschiebung resultiert. Versorgungseinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinheit (10) an der Unterseite des Profilkörpers (2) angeordnet ist. Versorgungseinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Profilkörpers (2) eine weitere Lichtquelle (6) zur Erzeugung einer Indirektbeleuchtung angeordnet ist. Versorgungseinrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die weitere Lichtquelle durch eine längliche Gasentladungslampe, insbesondere durch eine Leuchtstoffröhre (6) gebildet ist. Versorgungseinrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgungseinrichtung (1) zusätzliche Anschlüsse für datenverarbeitende Geräte aufweist, wobei diese Anschlüsse mit innerhalb der Versorgungseinrichtung (1) verlaufenden Datenleitungen verbunden sind. Beleuchtungseinheit (10) zur Verwendung in einer Versorgungseinrichtung (1) zur Bereitstellung von Versorgungsmedien, insbesondere von technischen Gasen und/oder Strom, wobei die Beleuchtungseinheit (10) zur Bereitstellung eines Leselichts vorgesehen ist,

dadurch gekennzeichnet,

dass die Beleuchtungseinheit (10) ortsfest aber verschwenkbar gelagert ist und

dass die Lichtquelle der Beleuchtungseinheit (10) durch eine oder mehrere LEDs (13) gebildet ist.
Beleuchtungseinheit nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (11) der Beleuchtungseinheit (10) zusätzlich drehbar gehalten ist. Beleuchtungseinheit nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (11) der Beleuchtungseinheit (10) kugelschalenförmig ausgestaltet ist und zwischen gewölbten Halte- oder Flanschteilen (18) angeordnet ist. Beleuchtungseinheit nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (11) der Beleuchtungseinheit (10) durch die einen die Lichtquelle umgebenden Reflektor gebildet ist. Beleuchtungseinheit nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Gehäuses (11) der Beleuchtungseinheit (10) ein die Lichtquelle umgebender Reflektor angeordnet ist. Beleuchtungseinheit nach einem der Ansprüche 15 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Beleuchtungseinheit (10) in der verschwenkten Stellung arretierbar ist. Beleuchtungseinheit nach einem der Ansprüche 15 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass diese in einem Lichtaustrittsbereich eine gegenüber der Lichtquelle verstellbare Linsenanordnung (15) aufweist. Beleuchtungseinheit nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Linsenanordnung (15) in Lichtabstrahlrichtung gesehen axial verschiebbar gelagert ist. Beleuchtungseinheit nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, dass die Linsenanordnung (15) drehbar an dem Gehäuse (11) der Beleuchtungseinheit (10) befestigt ist, wobei eine Verdrehung der Linsenanordnung (15) relativ zu dem Gehäuse (11) der Beleuchtungseinheit (10) in einer axialen Verschiebung resultiert.






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