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Dokumentenidentifikation DE202006019418U1 05.04.2007
Titel Leuchtende Glaswand
Anmelder Hess, Jürgen, 78052 Villingen-Schwenningen, DE
Vertreter Neymeyer & Partner GbR, 78052 Villingen-Schwenningen
DE-Aktenzeichen 202006019418
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 05.04.2007
Registration date 01.03.2007
Application date from patent application 22.12.2006
IPC-Hauptklasse F21S 2/00(2006.01)A, F, I, 20061222, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F21K 7/00(2006.01)A, L, I, 20061222, B, H, DE   F21V 5/04(2006.01)A, L, I, 20061222, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Glaswand bestehend aus zwei parallelen Wandelementen, von denen wenigstens eines aus einem lichtdurchlässigen, aus Glas oder einem ähnlichen Stoff besteht, hinter dem als Beleuchtungsmittel reihenweise LEDs angeordnet sind, mit welchen das lichtdurchlässige Wandelement transluzent beleuchtbar ist.

Glaswände als architektonische Konstruktionselemente für Gebäude sind seit langem bekannt. Es gibt einschalige, zweischalige und mehrschalige Glaswände, die sowohl als Außenwände von Gebäuden wie auch als Trennwände innerhalb von Gebäuden errichtet werden. Obwohl solche Glaswände schon immer wegen ihrer Lichtdurchlässigkeit die besondere Aufgabe hatten, Tageslicht in das Gebäude herein und/oder Kunstlicht aus dem Gebäude heraus zu lassen, werden sie seit geraumer Zeit, insbesondere seit der Entwicklung hochleistungsfähiger LEDs auch als in der Dunkelheit leuchtende Fassaden erstellt ("LED-Licht aus der Leuchtdiode" Heft Nr. 17 der Fördergemeinschaft Gutes Licht Postfach 701261 60591 Frankfurt, S.15). Bei einer bekannten zweischaligen transluzenten Glasfassade dieser Art sind über 80.000 LEDs innen über die Fassadenfläche in Ketten verteilt angeordnet, die durch ein Lichtmanagementsystem nach dem RGB-Muster in allen erdenklichen Farben zum Leuchten gebracht werden können. Die beiden Wandschalen dieser Glasfassade bestehen jeweils aus zusammengesetzten, nicht durchsichtigen Milchglasplatten von mehren Metern Höhe und etwa 1 bis 1,5 Metern Breite. Befestigt sind diese Glasplatten an einer vertikalen Rahmenkonstruktion, die zwischen den beiden Wandschalen angeordnet ist und diese trägt. Die LED-Ketten sind jeweils entlang der miteinander fluchtenden, vertikalen Randkanten der einzelnen Milchglasplatten in der Rahmenkonstruktion angeordnet.

Zur Erstellung von selbsttragenden lichtdurchlässigen (transluzenten) Glaswänden stehen auch gewalzte schienenförmige Bauglasprofile in unterschiedlichen Größen zur Verfügung, die jeweils ein planebenes Wandelement mit an den Längskanten nach einer Seite hin rechtwinklig zur Ebene des Wandelements abstehenden Randleisten sog. Flanschen versehen sind (Firmenschrift "Technische Einführung Profilbauglas" der Firma LAMBERTS Glasfabrik GmbH & Co. KG, Wunsiedel-Holenbrunn und http://www.lambertsglas.com). Dabei werden diese Bauglasprofile mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturen, sog. Ornamenten, angeboten, die jeweils eine besondere Lichtbrechung erzeugen und dadurch unterschiedliche optische Eindrücke hervorrufen, bzw. für unterschiedliche technische Anwendungen, wie z.B. für Solaranlagen, verwendbar sind. Diese Bauglasprofile stehen in mehreren unterschiedlichen Größen zur Verfügung, und sie können zur Erstellung von einschaligen und zweischaligen Glaswänden in Horizontallage wie auch in Vertikallage benutzt werden.

Mit Leuchtmitteln, die solche Glaswände zum Leuchten bringen, waren derartige Glaswände bisher jedoch nicht ausgestattet.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfach aufgebaute, zweischalige Glaswand mit integrierter Beleuchtung zu schaffen, bei der das von den zwischen den beiden die Glaswand bildenden Wandelementen angeordneten LEDs erzeugte Licht über größere Entfernungen möglichst gleichmäßig über die zu beleuchtenden Flächen verteilt von außen sichtbar wird.

Gelöst wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, dass die LEDs in zahlenmäßig kleinen Beleuchtungsgruppen auf plattenartigen Trägern jeweils im Bereich des stirnseitigen Endes einer schmalen, langgestreckten Lichtkammer angeordnet sind, wobei mehrere solcher Lichtkammern durch Querwände getrennt in Vertikallage nebeneinander oder in Horizontallage übereinander angeordnet die Glaswand bilden und jede Lichtkammer wenigstens ein transluzentes Wandelement mit einer lichtbrechend und reflektierend strukturierten inneren Oberfläche aufweist und wobei die LEDs mit optisch auf Divergenzwinkel (&agr;) von maximal 20° konvergierenden Linsen ausgestattet und so angeordnet sind, dass ihr ausgestrahltes Licht mehrfach an den Innenflächen der Wandelemente teilweise reflektiert und teilweise durch das wenigstens eine lichtdurchlässige Wandelement von außen über dessen gesamte Länge sichtbar ist.

Mit diesem Aufbau lassen sich großflächige Glaswände einfach erstellen und von innen so beleuchten, dass auch an den von den Lichtquellen am weitesten entfernten Wandbereichen noch eine gut sichtbare Lichtintensität vorhanden ist. Es ist auch von Vorteil, dass die Lichtquellen, d.h. die LEDs örtlich in der hohlen Wand dort angeordnet sind, wo sie auch leicht zugänglich und austauschbar sind. Auch die Unterteilung in Lichtkammern ist insofern von Vorteil, als deren Trennwände zur zweckentsprechenden Lichtlenkung benutzt werden können, um eine verbesserte Lichtverteilung über die Wandflächen der einzelnen Lichtkammern zu erzielen, wobei diese Wandflächen als mehr oder weniger schmale Wandstreifen in Erscheinung treten.

Auch die Anwendung der LEDs in zahlenmäßig kleinen Beleuchtungsgruppen von beispielsweise sechs, zehn oder zwölf LEDs auf plattenartigen Trägern ist bei solchen beleuchtbaren Glaswänden insbesondere hinsichtlich der Montage, Austauschbarkeit und der individuellen Ansteuerbarkeit von Vorteil.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Glaswand sind Gegenstand der Unteransprüche 2 bis 21.

Anhand der Zeichnungen wird die Erfindung im Folgenden näher erläutert. Es zeigt:

1 schematisch den Aufbau einer aus Profilglasschienen bestehenden Glaswand in isometrischer Darstellung;

1a die oberen Abschnitte zweier mit ihren Randleisten gegeneinander gekehrten Profilglasschienen;

2 einen Ausschnitt der Glaswand aus 1 mit Beleuchtungsgruppen im Schnitt nach der Schnittlinie II-II aus 3;

3 einen Schnitt III-III aus 2;

4 in vergrößerter Darstellung einen Schnitt IV-IV aus 2;

5 in horizontaler Schnittansicht eine einfachere Glaswand mit nur einseitigem Lichtaustritt;

6 eine Profilglasschiene mit planebenen Innenflächen ihrer Randleisten im Schnitt;

7 bis 11 mit unterschiedlich ausgebildeten Innenflächen der Randleisten;

12 eine Glaswand mit übereinander angeordneten horizontalen Lichtkammern im Schnitt;

13 einen Schnitt XIII-XIII aus 12;

14 eine Beleuchtungsgruppe in isometrischer Darstellung;

15 eine LED-Trägerplatte in isometrischer Darstellung;

16 eine Fokusierlinse in isometrischer Darstellung und

17 eine Beleuchtungseinheit im Schnitt.

In den 1 bis 4 ist eine zweischalige Glaswand 1 als Ausführungsbeispiel dargestellt, die aus mehreren, in Vertikallage seitlich aneinandergereihten Profilglasschienen 2 erstellt ist. Diese Profilglasschienen 2, deren Querschnittsprofil aus den 1, 1a und 4 sowie aus der 6 erkennbar ist, bestehen aus gewalztem Glas. Sie weisen jeweils ein die Flachseite bildendes Wandelement 3 auf, an dessen Längskanten nach einer Seite hin rechtwinklig zur Ebene des Wandelements 3 abstehende Randleisten 4 und 5 angeordnet sind.

Dabei sind diese Profilglasschienen 2 zur Bildung der Glaswand 1 so angeordnet, dass sich jeweils die Wandelemente 3 zweier Profilschienen in Parallellage gegenüber liegen und mit ihren sich jeweils paarweise überlappenden Randleisten 4 und 5 eine rechteckige Lichtkammer 6 bilden. Zweckmäßig weist das Wandelement 3 einer Profilglasschiene 2 eine Breite b auf (6), die wenigstens doppelt so groß ist wie die Tiefe t einer Randleiste 4 bzw. 5.

Solche Profilglasschienen 2 sind mit verschiedenen Abmessungen erhältlich, wobei die Gesamtbreite b zwischen 23 mm und 500 mm variieren kann und die Randleisten mit einer Tiefe von 41 mm bis 60 mm versehen sein können.

Wie aus der Zeichnung erkennbar ist, bilden jeweils zwei Randleisten 4 und 5 zweier sich gegenüberliegender Profilglasschienen 2 die schmalseitige Begrenzung einer Lichtkammer 6. Dabei können die Innenseiten dieser sich jeweils paarweise gegenüberliegenden Randleisten 4 bzw. 5 verspiegelt sein. Wie aus den 7 bis 11 ersichtlich ist, kann es zweckmäßig und lichttechnisch von Vorteil sein, die Innenseite wenigstens einer dieser Randleisten 4 bzw. 5 gemäß 7 konkav oder gemäß 8 konvex auszubilden. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Innenseite wenigstens einer der die Lichtkammer 6 begrenzenden Randleisten 4 bzw. 5 gemäß 9 oder 10 prismenartig auszubilden oder sie gemäß 11 gegenüber dem Wandelement 3 unter einem stumpfen oder spitzen Winkel &ggr; schräg verlaufen zu lassen.

Die Höhe h einer Profilglasschiene kann bei den bisher bekannten Fertigungs- und Verarbeitungsmethoden bis zu 8,5 Metern betragen.

Mit solchen Profilglasschienen 2 bestehen somit viele Gestaltungsmöglichkeiten bezüglich des strukturellen Aufbaus einer solchen zweischaligen Glaswand 1.

Innerhalb der Wandelemente 3 bzw. der von diesen begrenzten Lichtkammern 6, befinden sich beim Ausführungsbeispiel gemäß 2 und 3 jeweils an den oberen und unteren Enden Beleuchtungseinheiten 8, welche die Glaswand innerhalb der einzelnen Lichtkammern 6 so beleuchten, dass die gläsernen Wandelemente 3 von außerhalb der Lichtkammern als leuchtende Flächen wahrnehmbar sind.

Bei aus kürzeren Profilglasschienen erstellten Glaswänden 1, kann es auch ausreichend sein, nur am oberen oder unteren Ende der Glaswand Leuchtmittel anzuordnen.

Dabei bestehen die Beleuchtungseinheiten 8 jeweils aus LEDs, die in Montageplatten 9 mittig angeordnet und jeweils mit Fokusierlinsen 10 versehen sind. Diese LEDs bilden zusammen mit den Montageplatten 9 und den Fokusierlinsen 10 eine LED-Lichtquelle 7.

Um verschiedenfarbiges Licht zu erzeugen, sind jeweils mehrere, verschiedenfarbiges Licht erzeugende LEDs in einer Montageplatte zentral angeordnet und gemeinsam mit einer Fokusierlinse 10 versehen. Diese Fokusierlinsen 10 sind so gestaltet, dass der Kegelwinkel &bgr; ihres Lichtaustrittskegels auf einen zur Fensterachse 11 der LED-Lichtquelle 7 symmetrischen Kegelwinkel &agr; von maximal 20° vorzugsweise 10° reduziert wird, so dass jede LED-Lichtquelle 7 das von ihr erzeugte Licht innerhalb dieses maximalen Kegelwinkels &agr; von vorzugsweise 10° in die Lichtkammer 6 sendet. Zweckmäßig ist es, die LED-Lichtquellen 7 so anzuordnen, dass ihre optischen Achsen 11 zumindest annähernd parallel zu den Wandflächen der Lichtkammern 6 verlaufen.

Jede Fokusierlinse 10 ist mit einem Parabolspiegel 12 versehen, der die beschriebene Reduzierung des Lichtaustrittskegels &bgr;, der normalerweise bis zu 120° betragen kann, auf einen Kegelwinkel &agr; von maximal 20° bewirkt.

Dabei sind die einzelnen LEDs, die jeweils in einer LED-Lichtquelle 7 zusammengefaßt sind, zur Erzeugung unterschiedlicher Lichtfärbungen separat ansteuerbar.

Wie aus 17 am besten ersichtlich ist, ist die an sich bekannte Fokusierlinse 10 in einem Kunststoffgehäuse 13 aufgenommen, das mit Fußleisten 14 versehen ist, die beispielsweise durch Kleben auf der Montageplatte befestigt sind. Mit Schrauben 16 ist die Montageplatte 9 auf einem horizontalen plattenartigen Träger 17 befestigt.

Die LEDs bzw. LED-Lichtquellen 7 sind somit in zahlenmäßig kleinen Gruppen auf den plattenartigen Trägern 17 jeweils im Bereich des stirnseitigen Endes einer schmalen, langgestreckten Lichtkammer 6 angeordnet. Dabei sind mehre Lichtkammern 6 jeweils durch Querwände, die von den Randleisten 4 bzw. 5 gebildet sind, voneinander getrennt. Die Wandelemente 3 sind, um eine möglichst gleichmäßige Lichtverteilung über deren gesamte Fläche zu erreichen, mit einer lichtbrechend und reflektierend strukturierten inneren Oberfläche versehen. In Kombination mit den Fokusierlinsen 10, welche das von den LEDs ausgestrahlte Licht auf einen Divergenzwinkel &agr; von maximal 20° vorzugsweise 10° konvergieren, wird erreicht, dass das von den LED-Lichtquellen 7 in Längsrichtung der jeweiligen Lichtkammern 6 ausgestrahlte Licht mehrfach an den Innenflächen der Wandelemente 3 teilsweise reflektiert und teilweise durch das lichtdurchlässige Wandelement 3 von außen über dessen Länge und Breite sichtbar wird.

Um dies optimal sicherzustellen, ist es zweckmäßig, die Lichtkammern 6 mit einer im Wesentlichen rechteckigen Querschnittsform zu versehen. Dabei können die lichtbrechend und reflektierend strukturierten Innenflächen der lichtdurchlässigen Wandelemente 3 planeben, wahlweise jedoch auch konkav oder konvex gewölbt sein. Von Vorteil ist in jedem Fall, dass wenigstens eine Seite, entweder die innere oder die äußere der lichtdurchlässigen Wandelemente 3 eine rauhe Oberflächenstruktur aufweist, wobei die Innen- und Außenfläche der Wandelemente 3 unterschiedlich Rauhigkeitsgrade aufweisen können.

Wie aus den 2 und 3 ersichtlich ist, sind bei der vertikalen Anordnung der Lichtkammern 6 zur tragenden Aufnahme der Profilglasschienen 2 in einem Wandsockel 21 Stützblöcke 22 angeordnet, deren horizontale Mittelabstände a den Breiten b der Profilglasschienen 2 entsprechen. In den Hohlräumen zwischen diesen Stützblöcken 22 sind jeweils die Beleuchtungseinheiten 8 mit ihren Beleuchtungsgruppen, die jeweils aus einer relativ geringen Anzahl von beispielsweise sechs bis acht oder zwölf LED-Lichtquellen 7 bestehen, jeweils mit den zugehörigen Steuereinheiten 20 angeordnet.

Aus 14 ist zudem ersichtlich, dass der plattenartige Träger 17 Bestandteil eines Winkelbleches 18 ist, an dessen vertikalem Wandteil 19 die zur elektrischen Versorgung der LED-Lichtquelle 7 benötigten elektrischen bzw. elektronischen Bauteile der Steuereinheit 20 befestigt sind.

Diese Wandsockel 21 sitzen beim gezeichneten Ausführungsbeispiel auf einer horizontalen H-Schiene 23 aus Stahl, die außenseitig mit Isoliermaterial 24 versehen ist und ihrerseits auf einem Betonboden 25 oder dgl. gelagert ist.

Die zwischen den einzelnen Stützblöcken 22 bestehenden Hohlräume, in denen die Beleuchtungseinheiten untergebracht sind, sind jeweils durch Schalwände 26 bzw. 27 außen und innen verschlossen. Die oberhalb der Lichtkammer 6 angeordneten Beleuchtungseinheiten befinden sich in einem durchgehenden Hohlraum 28, der von einem rechteckigen Gehäuse 29 umschlossen ist.

In 5 ist ein Ausführungsbeispiel einer Glaswand dargestellt, die ebenfalls aus mehreren vertikalen Profilglasschienen 2 besteht, bei der jedoch nur eine Seite, nämlich diejenige der Wandelemente 3, transluzent bzw. lichtdurchlässig ist. Diese Wandelementen 3 der einzelnen die Glaswand bildenden Profilglasschienen 2 gegenüberliegenden Seiten der Lichtkammern 6, sind durch eine undurchsichtige Wandkonstruktion 31, die von beliebiger Bauart sein kann, lichtundurchlässig verschlossen.

In den Lichtkammern 6 sind jeweils Beleuchtungseinheiten 8 angeordnet, die jeweils acht LED-Lichtquellen 7 enthalten, die in Zweierreihen zu je vier Spalten angeordnet sind und im Übrigen den gleichen Aufbau haben wie die LED-Lichtquellen 7, die anhand der 14 bis 17 beschrieben sind.

Die 12 und 13 zeigen den Aufbau einer Glaswand, bei der mehrere horizontale Lichtkammern 6 übereinander zwischen zwei vertikalen Gebäudewänden 32 angeordnet sind. Dabei bestehen die vertikalen Wandelemente 3' aus planebenen Glasplatten, die jedoch die gleiche Oberfächenstruktur haben sollen, wie die Wandelemente 3 der Profilglasschienen 2. Die horizontalen Trennwände 4', welche die einzelnen Lichtkammern 6 begrenzen bzw. vertikal voneinander trennen, können analog zu den Randleisten 4 bzw. 5 der Profilglasschienen 2 ausgebildet sein, d.h., sie können verspiegelt sein, konkav oder konvex ausgebildet sein, schräg verlaufend angeordnet oder aber mit prismenartigen Profilen versehen sein.

Die Beleuchtungseinheiten 8 sind bei dieser Ausführungsform einer beleuchtbaren Glaswand entlang der Gebäudewand 32 auf deren Innenseite an den Enden der einzelnen Lichtkammern 6 übereinander angeordnet, wie das in 12 erkennbar dargestellt ist.

Wie bei den Glaswänden mit vertikalen Lichtkammern 6, hängt es von deren Höhe bzw. horizontaler Länge ab, ob an beiden Enden der Lichtkammern 6 jeweils Beleuchtungseinheiten 8 angeordnet sind. Bei relativ kurzen bzw. niederen Lichtkammern kann es ausreichend sein, nur an einem Ende einer Lichtkammer eine Beleuchtungseinheit anzuordnen.

Es ist jeweils von der Querschnittsgröße einer Lichtkammer und von der Beschaffenheit der transluzenten Glaswände abhängig, wie viele LED-Lichtquellen in einer solchen Lichtkammer zu deren Beleuchtung zur Anwendung kommen.

Geeignet für solche beleuchteten Glaswände 1 sind gewalzte Profilglasschienen 2 deren Wandelemente 3 einen Lichttransmissionsgrad &tgr; von 0,78 bis 0,81, einen Lichtreflexionsgrad &rgr; von 0,13 bis 0,16, einen direkten Strahlungstransmissionsgrad &tgr;e von 0,68 bis 0,71 und einen direkten Strahlungsreflexionsgrad &rgr;E von 0,12 bis 0,14 aufweisen.

Für eine gute Lichtverteilung auf die Fläche eines Wandelements 3 ist es in jedem Fall von Vorteil, wenn die von den Lichtquellen 7 angestrahlten Innenflächen bezüglich ihrer Rauhigkeit so strukturiert sind, dass Totalreflexionen des Lichts der LED-Lichtquellen 7 vermieden werden und Lichtbrechungen in einem Maß stattfinden, dass möglichst viel Licht durch die Wandelemente 3 hindurch nach außen gelenkt wird.

Dabei kann es von Vorteil sein, wenn die Innen- und Außenflächen der Wandelemente 3 unterschiedliche Rauhigkeitsgrade und/oder Rauhigkeitsstrukturen aufweisen.


Anspruch[de]
Glaswand (1) bestehend aus zwei parallelen Wandelementen (3), von denen wenigstens eines aus einem lichtdurchlässigen, aus Glas oder einem ähnlichen Stoff besteht, hinter dem als Beleuchtungsmittel reihenweise LEDs angeordnet sind, mit welchen das lichtdurchlässige Wandelement (3) transluzent beleuchtbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß LED-Lichtquellen (7) in zahlenmäßig kleinen Beleuchtungsgruppen auf plattenartigen Trägern (17) jeweils im Bereich des stirnseitigen Endes einer schmalen, langestreckten Lichtkammer (6) angeordnet sind, wobei mehrere solcher Lichtkammern durch Querwände (4, 4', 5) getrennt in Vertikallage nebeneinander oder in Horizontallage übereinander angeordnet die Glaswand (1) bilden und jede Lichtkammer (6) wenigstens ein transluzentes Wandelement (3) mit einer lichtbrechend und reflektierend strukturierten inneren Oberfläche aufweist und wobei die LED-Lichtquellen (7) mit optisch auf Divergenzwinkel (&agr;) von maximal 20° konvergierenden Fokusierlinsen (10) ausgestattet und so angeordnet sind, dass ihr in Längsrichtung der jeweiligen Lichtkammer (6) ausgestrahltes Licht mehrfach an den Innenflächen der Wandelemente (3) teilweise reflektiert und teilweise durch das wenigstens eine lichtdurchlässige Wandelement (3) von außen über dessen Länge sichtbar ist. Glaswand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtkammern (6) eine im Wesentlichen rechteckige Querschnittsform aufweisen. Glaswand nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden sich gegenüberliegenden Wandelemente (3) der Lichtkammern (6) lichtdurchlässig sind. Glaswand nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das die lichtbrechend und reflektierend strukturierten Innenflächen der lichtdurchlässigen Wandelemente (3) planeben sind. Glaswand nach Anspruch 1 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenflächen der lichtdurchlässigen Wandelemente (3) konkav oder konvex gewölbt sind. Glaswand nach einem der Ansprüche 1 oder 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils wenigstens eine Seite der lichtdurchlässigen Wandelemente (3) eine rauhe Oberflächenstruktur aufweist. Glaswand nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Innen- und Außenflächen der lichtdurchlässigen Wandelemente (3) unterschiedliche Rauhigkeitsgrade aufweisen. Glaswand nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils mehrere LED-Lichtquellen (7) in einer Ebene am einen und/oder am anderen Endes einer Lichtkammer (6) auf den Querschnitt der Lichtkammer (6) verteilt angeordnet sind. Glaswand nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass jede LED-Lichtquelle (7) mit einer konvergierenden Fokusierlinse (10) versehen ist, durch welche der Kegelwinkel (&bgr;) ihres Lichtaustrittskegels auf einen zur optischen Achse (11) der LED-Lichtquelle (7) symmetrischen Kegelwinkel (&agr;) von max. 20°, vorzugsweise von 10°, reduziert wird. Glaswand nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Fokusierlinse (10) mit einem Parabolspiegel (12) versehen ist. Glaswand nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass jede LED-Lichtquelle (7) mit mehreren integrierten LEDs versehen ist, die unterschiedliche Lichtfarben erzeugen und deren Licht von der Fokusierlinse (10) erfaßt ist. Glaswand nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die einzelnen LEDs der einzelnen LED-Lichtquellen (7) zur Erzeugung unterschiedlicher Lichtfärbungen separat ansteuerbar sind. Glaswand nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass jede LED-Lichtquelle (7) auf einer Montageplatte (9) angeordnet und mit einer elektronischen Steuereinheit (20) verbunden ist. Glaswand nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtkammern (6) jeweils aus Profilglasschienen (2) gebildet sind, die jeweils an den längsseitigen Rändern eines die Flachseite bildenden Wandelements (3) jeweils rechtwinklig dazu verlaufende Randleisten (4, 5) aufweisen. Glaswand nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei mit ihren Randleisten (4, 5) überlappend gegeneinander gekehrte Profilglasschienen (2) eine Lichtkammer (6) bilden. Glaswand nach Anspruch 15 dadurch gekennzeichnet, dass das Wandelement (3) einer Profilglasschiene (2) eine Breite (b) aufweist, die wenigstens doppelt so groß ist wie die Tiefe (t) einer Randleiste (4, 5). Glaswand nach einem der Ansprüche 15 oder 16 dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der die Innenseiten einer Lichtkammer (6) bildenden Randleisten (4, 5) verspiegelt ist. Glaswand nach einem der Ansprüche 14 bis 17 dadurch gekennzeichnet, dass die Innenseite wenigstens einer Randleiste (4, 5) konkav oder konvex gewölbt ist. Glaswand nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenseite wenigstens einer der die Lichtkammer (6) begrenzenden Randleisten (4, 5) prismenartig ausgebildet ist. Glaswand nach einem der Ansprüche 14 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenfläche wenigstens einer der die Lichtkammer (6) begrenzenden Randleiste (4, 5) spitzwinklig oder stumpfwinklig schräg zum Wandelement (3) verläuft. Glaswand nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass bei vertikaler Anordnung der Lichtkammern (6) in einem Wandsockel (21) tragende Stützblöcke (22) angeordnet sind, deren horizontale Mittelabstände (a) den Breiten (b) der Profilglasschienen (2) entsprechen und zwischen denen die Beleuchtungsgruppen mit den zugehörigen Steuerungseinheiten untergebracht sind.






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