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Dokumentenidentifikation DE602004003579T2 05.04.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001633182
Titel FLEXIBLE VERBINDUNGSGLIEDER FÜR EINE MASCHINE UMFASSENDE ERNTEVORRICHTUNG ZUM ERNTEN VON FRÜCHTEN, BEEREN UND DERGLEICHEN
Anmelder CNH France S.A., Le Plessis-Belleville, FR
Erfinder M RANT, Jean-Camille, F-85220 La Chapelle-Hermier, FR;
DEFURNE, Robert, Christophe, F-85220 La Chapelle Hermier, FR
Vertreter Patentanwälte Wallach, Koch & Partner, 80339 München
DE-Aktenzeichen 602004003579
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 27.05.2004
EP-Aktenzeichen 047416664
WO-Anmeldetag 27.05.2004
PCT-Aktenzeichen PCT/EP2004/050945
WO-Veröffentlichungsnummer 2004105463
WO-Veröffentlichungsdatum 09.12.2004
EP-Offenlegungsdatum 15.03.2006
EP date of grant 06.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.04.2007
IPC-Hauptklasse A01D 46/28(2006.01)A, F, I, 20061107, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Erntevorrichtung für eine Maschine zum Ernten von Früchten, Beeren oder dergleichen, die von fruchttragenden Bäumen und Büschen getragen werden, die in Reihen gepflanzt sind, von der Art, die folgendes umfasst:

  • a) einen Stelz-Trägerrahmen mit einer vertikalen Symmetrie-Mittelebene;
  • b) zwei Schüttelbaugruppen, die aufeinander gerichtet auf dem Rahmen auf jeweiligen gegenüberliegenden Seiten der vertikalen Mitte-Symmetrie-Ebene befestigt sind und zum Schütteln der fruchttragenden Bäume oder Büsche dienen, die zwischen den zwei Schüttelbaugruppen hindurchlaufen, um die Früchte, Beeren oder dergleichen von diesen zu trennen, wobei jede Schüttelbaugruppe folgendes umfasst:
  • i) Antriebseinrichtungen;
  • ii) eine Anzahl von mit vertikalen Abstand angeordneten Schüttelbauteilen, wobei jedes Schüttelbauteil eine aus flexiblem Material bestehende Stange umfasst, die sich im Wesentlichen horizontal erstreckt und eine gekrümmte Form aufweist, wobei jede Stange ein erstes Ende, das mit den Antriebseinrichtungen verbunden ist, einen Mittelteil, der für den Eingriff mit den fruchttragenden Bäumen oder Büschen ausgebildet ist, um sie zu schütteln, und ein zweites Ende aufweist, das mit dem Rahmen über ein Verbindungsglied verbunden ist, das sich im Wesentlichen horizontal und senkrecht zu der vertikalen Symmetrie-Mittelebene erstreckt, sodass im Betrieb das zweite Ende der Stange auf einer im Wesentlichen konstanten Entfernung von der vertikalen Symmetrie-Mittelebene gehalten wird.

Erntevorrichtungen des vorstehend beschriebenen Typs sind in der Technik bekannt. Derartige Erntevorrichtungen sind beispielsweise in den Dokumenten FR 2 605 487, 2 789 262 und 2 813 493 beschrieben. Bei diesen bekannten Erntevorrichtungen und in den entsprechenden Erntemaschinen, die im Handel erhältlich sind, umfasst jedes Verbindungsglied ein starres Metallbauteil, das erstens mit dem zweiten Ende der entsprechenden flexiblen Schüttelstange und zweitens mit dem Rahmen über Gelenkverbindungen verbunden ist. Die Gelenkverbindung zwischen dem Verbindungsglied und der flexiblen Schüttelstange umfasst üblicherweise ein Kugelgelenk, und die Gelenkverbindung zwischen dem Verbindungsglied und dem Rahmen umfasst üblicherweise zwei Kugellager oder Wälzlager. Im Hinblick darauf, dass im Betrieb die Verbindungsglieder, die die flexiblen Schüttelstangen mit dem Rahmen verbinden, kontinuierlich einer Schwingungsbewegung ausgesetzt sind und in einer Umgebung arbeiten, die mit Staub und/oder Pflanzenabfällen verunreinigt ist, müssen die Kugelgelenke und Kugel- und Wälzlager der Verbindungsglieder häufig geschmiert werden, ungefähr alle acht Betriebsstunden. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass jede Erntemaschine bis zu vierzehn oder mehr Schüttelstangen und damit vierzehn Verbindungsglieder und entsprechend vierzehn Kugelgelenke und achtundzwanzig Kugel- oder Wälzlager umfassen kann, ist es klar, dass das Abschmieren ein langwieriger und komplizierter Vorgang ist. Weiterhin muss der Betreiber der Maschine aufpassen, dass kein Fett oder Öl auf Bauteile gelangt, die im Betrieb mit den fruchttragenden Bäumen oder Büschen und insbesondere mit Rebstöcken kommen, weil dies schädliche Auswirkungen auf den Gärungsprozess haben könnte.

Es wurde weiterhin festgestellt, dass im Betrieb die Trägheit der Verbindungsglieder, die relativ schwere starre Metallbauteile umfassen, die Bewegung der flexiblen Schüttelstangen stören kann.

Weiterhin ist in der Technik (FR 2 641 158, 6) eine Erntevorrichtung bekannt, bei der jede Schüttelstange ein hinteres Ende aufweist, das mit dem Rahmen über eine Blattfeder verbunden ist, deren eines Ende mit dem hinteren Ende der Schüttelstange durch eine Gelenkverbindung verbunden ist, während das andere Ende hiervon mit dem Rahmen über eine starre Verbindung verbunden ist. In diesem Fall erstreckt sich die Blattfeder, grob gesprochen, parallel zu der vertikalen Symmetrie-Mittelebene der Erntevorrichtung und ist in einer derartigen Weise vorgespannt, dass sie der aus der Schüttelstange und der Blattfeder bestehenden Baugruppe eine unterschiedliche Flexibilität erteilt. Genauer gesagt wirkt die Blattfeder der Bewegung der Schüttelstange entgegen oder bremst diese, wenn diese Bewegung nach außen gegenüber der vertikalen Symmetrie-Mittelebene der Erntevorrichtung gerichtet ist, während sie der Bewegung der Schüttelstange nicht entgegenwirkt oder diese sogar unterstützt, wenn diese Bewegung in Richtung auf die vertikale Symmetrie-Mittelebene gerichtet ist. Obwohl die Blattfeder auch eine Verbindung zwischen der Schüttelstange und dem Rahmen ergibt, hat sie weder die gleiche Anordnung noch die gleiche Funktion wie das Verbindungsglied der Erntevorrichtung, auf die sich die vorliegende Erfindung bezieht, in dem Sinne, dass die Blattfeder das hintere Ende der Schüttelstange nicht in einer im Wesentlichen konstanten Entfernung von der vertikalen Symmetrie-Mittelebene hält. Im Gegenteil bewegt sich bei der Erntevorrichtung, die in 6 des Dokumentes FR 2 641 158 gezeigt ist, im Betrieb das hintere Ende der Schüttelstange vorwärts und rückwärts in einer Richtung im Wesentlichen senkrecht zur vertikalen Symmetrie-Mittelebene mit einer Amplitude, die gleich oder im Wesentlichen gleich der Amplitude der Hin- und Herbewegung des mittleren aktiven Teils der Schüttelstangen ist.

Somit ist es ein Ziel der vorliegenden Erfindung, die Notwendigkeit des Schmierens oder Fettens der Gelenkverbindungen der Verbindungsglieder einer Erntevorrichtung der im Oberbegriff definierten Art zu verringern oder sogar zu beseitigen.

Zu diese Zweck besteht die vorliegende Erfindung in einer Erntevorrichtung des vorstehend definierten Typs, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das Verbindungsglied an dem Rahmen durch eine starre Verbindung befestigt ist und in einer im Wesentlichen horizontalen Ebene zumindest in einem Mittelbereich zwischen seinen beiden Enden flexibel ist, sodass im Betrieb das Ende des Verbindungsgliedes, das an die Stange angrenzt, sich hin und zurück im Wesentlichen in Horizontalrichtung in einer Richtung im Wesentlichen parallel zu der vertikalen Symmetrie-Mittelebene bewegt.

In diesem Fall entfallen die zwei Kugel- oder Wälzlager, die üblicherweise in der Gelenkverbindung an dem Ende jedes Verbindungsgliedes enthalten sind, das an dem Rahmen der Erntevorrichtungen des Typs angrenzt, wie sie beispielsweise in dem vorstehend genannten Dokument FR 2 605 487 enthalten sind, und gleichermaßen entfällt die Notwendigkeit, diese Lager zu schmieren. Weiterhin sind, weil die flexiblen Verbindungsglieder, die bei der Erntevorrichtung gemäß der Erfindung verwendet werden, aus einem Kunststoffmaterial, beispielsweise aus einem Polyamid oder einem Polyurethan hergestellt sein können, wesentlich leichter als die Metall-Verbindungsglieder, die bei den bekannten Maschinen verwendet werden. Sie haben daher eine niedrigere Trägheit und eine verringerte Neigung, die Bewegung der Schüttelstangen zu stören, an denen sie angebracht sind.

Die Erntevorrichtung gemäß der Erfindung kann weiterhin eines oder mehrere der folgenden Merkmale aufweisen:

  • – das Verbindungsglied weist einen länglichen Querschnitt mit einer in Vertikalrichtung ausgerichteten größeren Abmessung und einer in Horizontalrichtung ausgerichteten kleineren Abmessung auf;
  • – die größere Abmessung und die kleinere Abmessung des Querschnittes des Verbindungsgliedes stehen in einem Verhältnis von ungefähr 4:1, zumindest in dem Endteil des Verbindungsgliedes, der an den Rahmen angrenzt;
  • – die größere Abmessung des Querschnittes des Verbindungsgliedes hat einen Wert, der ausgehend von dem Endteil des Verbindungsgliedes, der an den Rahmen angrenzt, in Richtung auf den Endteil abnimmt, der an die Stange angrenzt;
  • – das Verhältnis der größeren Abmessung zu der kleineren Abmessung in dem an die Stange angrenzenden Endteil beträgt ungefähr 2,5:1;
  • – die kleinere Abmessung des Querschnittes des Verbindungsgliedes ist über die gesamte Länge des Verbindungsgliedes im Wesentlichen konstant;
  • – der Querschnitt hat eine im Wesentlichen rechtwinklige Form;
  • – die starre Verbindung umfasst einen Befestigungsteil, der an einem Schenkel des Rahmens in einer lösbaren, jedoch starren Weise derart befestigt ist, dass seine Höhe einstellbar ist, und der eine Lagerplatte, die in einer vertikalen Querebene im Wesentlichen senkrecht zu der vertikalen Symmetrie-Mittelebene angeordnet ist, eine Klemmplatte und zumindest eine Klemmschraube umfasst, die durch miteinander ausgerichtete Bohrungen in der Klemmplatte, dem Endteil des an den Rahmen angrenzenden Verbindungsgliedes und die Lagerplatte hindurchläuft, um den an den Rahmen angrenzenden Endteil fest zwischen der Lagerplatte und der Klemmplatte einzuklemmen;
  • – die Lagerplatte und die Klemmplatte sind in entgegengesetzten Richtungen gekrümmt, sodass sie im Wesentlichen ausgehend von dem Bereich, in der der Klemmbolzen liegt, in Richtung auf die vertikale Symmetrie-Mittelebene divergieren.

Bei einer Ausführungsform ist der an die Stange angrenzende Endteil des Verbindungsgliedes mit der entsprechenden Stange über eine Gelenkverbindung mit einer vertikalen Achse verbunden.

In diesem Fall kann die eine vertikale Achse aufweisende Gelenkverbindung ein Joch, das starr mit dem zweiten Ende der entsprechenden Stange durch Schrauben und Muttern verbunden ist und einen C-förmigen Querschnitt aufweist, der in Richtung auf die Außenseite der Erntevorrichtung offen ist, eine eine vertikale Achse aufweisende Buchse, deren axiale Länge kleiner als der Abstand zwischen den Flanschen des Joches ist, zwei parallele vertikale Platten, die mit einem Rand der Buchse verschweißt sind, und die zwischen sich den Endteil des Verbindungsgliedes angrenzend an die Stange einklemmen, an der sie durch Muttern und Schrauben befestigt sind, eine Schraube, die durch die Buchse und durch miteinander ausgerichtete Bohrungen in den Flanschen des Joches hindurchläuft und als vertikaler Schwenkpunkt wirkt, und eine Reibung verringernde Elemente umfassen, die radial zwischen der Buchse und dem Bolzen und axial zwischen der Buchse und jedem der Flansche des Joches angeordnet sind.

In einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist der der Stange benachbarte Endteil des Verbindungsgliedes mit der entsprechenden Stange über eine starre Verbindung verbunden.

In diesem Fall beseitigt die Erfindung auch das Kugelgelenk, das in der Gelenkverbindung an dem Stangen-Ende jedes Verbindungsgliedes der vorstehend beschriebenen bekannten Erntevorrichtung enthalten war, und in gleicherweise die Notwendigkeit, dieses Kugelgelenk abzuschmieren.

Bei dieser anderen Ausführungsform umfasst die starre Verbindung an dem Ende des Verbindungsgliedes benachbart zu der Stange einen Verbindungsteil, der allgemein L-förmig mit einer L-förmigen vertikalen Wand und zwei horizontalen Verstärkungsflanschen ist, die einer Verformung der vertikalen Wand widerstehen, eine erste Klemmplatte und zumindest eine erste Kombination einer Klemmschraube und einer Klemm-Mutter zum sicheren Festklemmen des zweiten Endes der entsprechenden Stange zwischen der ersten Klemmplatte und dem ersten Schenkel der L-Form, die durch die vertikale Wand gebildet ist, eine zweite Klemmplatte und zumindest eine zweite Kombination aus einer Klemmschraube und einer Klemm-Mutter zum sicheren Festklemmen des Endteils des Verbindungsgliedes benachbart zu dem Rahmen zwischen der zweiten Klemmplatte und einem zweiten Schenkel der L-Form, die durch die vertikale Wand gebildet ist.

Die zweite Klemmplatte und der zweite Schenkel der L-Form, die durch die vertikale Wand gebildet ist, sind vorzugsweise in entgegengesetzten Richtungen gekrümmt, sodass sie im Wesentlichen von dem Bereich aus, in dem sich die zweite Schraube befindet, in Richtung auf das frei Ende des zweiten Schenkels der L-Form divergieren, die durch die vertikale Wand gebildet ist.

Die Erfindung ergibt weiterhin eine Traubenerntemaschine die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie eine Erntevorrichtung aufweist, die eine oder mehrere der vorstehend genannten Merkmale aufweist.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich im Verlauf der folgenden ausführlichen Beschreibung, die lediglich als Beispiel und anhand der beigefügten Zeichnungen gegeben wird, in denen:

1 eine teilweise weggebrochene Ansicht einer seitlichen Ansicht ist, die eine Traubenerntemaschine zeigt, die mit einer Erntevorrichtung gemäß einer Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ausgerüstet ist;

2 eine perspektivische Ansicht in größerem Maßstab ist, die die wesentlichen Bauteile der Erntevorrichtung der in 1 gezeigten Maschine zeigt;

3 eine horizontale Schnittansicht ist, die zeigt, wie das hintere Ende des Schüttelbauteils mit einem vertikalen Schenkel des Rahmens der Erntevorrichtung verbunden ist;

4 eine Schnittansicht entlang der Linie IV-IV in 3 ist;

5 eine auseinandergezogene perspektivische Ansicht der Bauteile zum Verbinden des hinteren Endes des Schüttelbauteils mit dem vertikalen Schenkel des Rahmens ist;

6 die Einzelheit A aus 3 in größerem Maßstab zeigt;

7 die Einzelheit B aus 4 in größerem Maßstab zeigt;

8 eine horizontale Schnittansicht ähnlich der 3 ist, die eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung zeigt;

9 eine Draufsicht ist, die ein starres Verbindungsbauteil zeigt, das bei der Ausführungsform nach 8 verwendet wird;

10 eine Seitenansicht des Verbindungsbauteils nach 9 bei Betrachtung in Richtung des Pfeils F ist; und

11 eine Endansicht des Verbindungsbauteils nach 9 bei Betrachtung in Richtung des Pfeils G ist.

Die Erfindung bezieht sich insbesondere, jedoch nicht ausschließlich, auf das Ernten von Trauben, und sie wird insbesondere bezüglich dieser Ernteart beschrieben, obwohl eine Maschine, die die Erntevorrichtung gemäß der Erfindung einschließt, genauso gut zum Ernten anderer Früchte und Beeren verwendet werden kann, beispielsweise Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Oliven oder Kaffeebohnen.

In einer in der Technik gut bekannten Weise umfasst die in 1 dargestellte Erntemaschine einen Hauptrahmen 1, der mit Vorderrädern 2 und Hinterrädern 3 ausgerüstet ist, damit er sich über den Boden bewegen kann. Der Rahmen 1 weist die Form eines Portals auf, sodass er in der Lage ist, zumindest eine Pflanzenreihe, beispielsweise eine Reihe von Rebstöcken, oder eine Vielzahl von Pflanzenreihen, beispielsweise zwei oder mehr Reihen von Rebstöcken, rittlings überqueren kann, wenn die Maschine zur Verwendung in eng bepflanzten Weingärten bestimmt ist. In einer Weise, die ebenfalls in der Technik bekannt ist, trägt der Rahmen 1 eine Erntevorrichtung 4, die zwei Schüttelbaugruppen 5 und zwei Schrägförderer 6 zum Sammeln der durch die zwei Schüttelbaugruppen 5 gelösten Trauben und zur Zuführung zu zumindest einem vorübergehenden Speicherbehälter 7 umfasst (zwei Behälter sind üblicherweise auf jeweiligen entgegengesetzten Seiten der Maschine angeordnet), zusammen mit einem Motor 8, der die Leistung liefert, die zum Antrieb der verschiedenen aktiven Teile der Maschine und weiterhin zum Antrieb ihrer Räder erforderlich ist, falls die Maschine selbstfahrend ist.

Die Erntevorrichtung 4 kann dauerhaft an dem Rahmen 1 der Maschine befestigt sein, oder sie kann die Form einer trennbaren Baugruppe annehmen, die lösbar an dem Rahmen 1 befestigt ist, sodass sie durch andere Ausrüstungen oder Zubehör-Geräte ersetzt werden kann, wie zum Beispiel Sprüh-Ausrüstungen, Beschneide-Ausrüstungen, Ausrüstungen zum Bearbeiten des Bodens, usw.. In geeigneter Weise kann die Erntevorrichtung 4 direkt an dem Rahmen 1 der Maschine oder durch einen Hilfsrahmen 9 befestigt sein, der ebenfalls die Form eines Portals hat und so bemessen ist, dass er rittlings eine einzige Reihe von Rebstöcken überquert. In einer in der Technik bekannten Weise kann der Hilfsrahmen 9 gegenüber dem Rahmen 1 befestigt sein, oder sein oberer Teil kann in einer hängenden Position befestigt sein und um eine horizontale Längsachse verschwenken.

In 2 sind die zwei Schüttelbaugruppen 5 der Erntevorrichtung 4 aufeinander gerichtet auf dem Hilfsrahmen 9 auf jeweils entgegengesetzten Seiten der vertikalen Symmetrie-Mittelebene des Rahmens 9 befestigt. In einer in der Technik bekannten Weise ist der Rahmen 9 durch Verschweißen von zwei Trägern 11, 12, eines vorderen Querteils 13, eines hinteren Querteils 14, von zwei vertikalen vorderen Schenkeln 15 und 16 und zwei vertikalen hinteren Schenkeln 17, 18 aufgebaut.

In einer in der Technik bekannten Weise umfasst jede der zwei Schüttelbaugruppen 5 eine vertikale schwingende Platte 19, die im Betrieb um eine vertikale Achse 20 mit Hilfe eines Antriebsmechanismus 21 in Schwingungen versetzt wird, und eine Anzahl von mit vertikalen Abstand angeordneten Schüttelbauteilen 22. Beispielsweise kann jede Schüttelbaugruppe 5 vier Schüttelbauteile 22 umfassen, wie dies in 3 gezeigt ist, oder drei Schüttelbauteile, wie dies in 2 gezeigt ist. Selbstverständlich könnte jede Schüttelbaugruppe 5 eine größere Anzahl von Schüttelbauteilen umfassen, falls dies erforderlich ist.

In einer in der Technik bekannten Weise umfasst jedes Schüttelbauteil eine Stange, deren Querschnitt verglichen mit ihrer Länge klein ist und die aus flexiblem Material hergestellt ist, wie zum Beispiel einem Polyester-Harz, der mit Glasfasern verstärkt ist, oder einem Polyamid, um Beispiele zu nennen. Im Fall von Rebstöcken wurden gute Ergebnisse mit Stangen erzielt, die einen kreisförmigen Querschnitt mit einem Durchmesser von ungefähr 30 mm und eine Länge von ungefähr 1,8 m hatten, die aus einem Polyamid 6 hergestellt sind, dessen Young-Modul E gleich 3000 N/mm2 ist. In einer in der Technik bekannten Weise kann jede Stange 22 massiv oder hohl (rohrförmig) sein, oder sie kann eine zusammengesetzte Struktur mit einem Kern, der die erforderlichen Flexibilitätseigenschaften hat, und einem Überzug aus einem Verschleißmaterial haben, das von dem Material des Kerns verschieden ist, wie dies in dem Dokument FR 2 789 262 beschrieben ist. Ohne Krafteinwirkung ist jede Stange 22 im Wesentlichen geradlinig; wenn sie in der Erntevorrichtung 4 befestigt ist, erstreckt sie sich im Wesentlichen horizontal und wird in eine Bogenform gekrümmt oder gebogen, deren konvexe Seite in Richtung auf die vertikale Symmetrie-Mittelebene des Rahmens 9 gerichtet ist.

Bei der hier beschriebenen Erntemaschine ist das vordere Ende 22a jeder Stange 22 mit einer der zwei vertikalen schwingenden Platten 19 durch eine Art von lösbarer Kupplung 39 verbunden. Jede lösbare Kupplung 39 kann beispielsweise identisch zu der sein, die im einzelnen in dem Dokument FR 2 813 493 beschrieben und dargestellt ist, sodass sie aus diesem Grund hier nicht ausführlich beschrieben wird, weil dies nicht für ein Verständnis der Erfindung erforderlich ist. Selbstverständlich können auch andere Arten von lösbarer Verbindung verwendet werden, um das vordere Ende 22a jeder Stange 22 mit der entsprechenden vertikalen schwingenden Platte 19 zu verbinden, wie dies in dem Dokument FR 2 789 262 beschrieben ist.

Andererseits ist das hintere Ende 22b jeder Stange 22 mit dem Rahmen 9, oder genauer gesagt mit einem der hinteren Schenkel 17 und 18, durch ein Verbindungsglied 23 in einer Weise verbunden, die weiter unten ausführlicher beschrieben wird. Der Mitteilteil 22c jeder Stange 22 ist der Teil, der im Betrieb die fruchttragenden Bäume oder Büsche schüttelt.

Jede Schüttelbaugruppe 5 umfasst weiterhin eine vertikale Welle 24, die sich parallel zu der vertikalen schwingenden Platte 19 erstreckt, wie dies in 2 gezeigt ist, und deren geometrische Achse mit der vertikalen Schwingungsachse 20 der vertikalen schwingenden Platte zusammenfällt. Die Welle 24 jeder Schüttelbaugruppe 5 dreht sich in zwei Lagern 25 und 26, die jeweils auf dem vorderen Querteil 13 und an dem unteren Ende des vorderen Schenkels 15 oder 16 eingebaut sind. Ein radialer Antriebsarm 27, der mit dem Antriebsmechanismus 21 gekoppelt ist, ist starr mit einem Ende der Welle 24, vorzugsweise dem oberen Ende, gekoppelt. Genauer gesagt ist, wie dies in 2 gezeigt ist, jeder Antriebsarm 27 gelenkig über einen Schwenkzapfen 28 mit einem Ende eines Gestänges 29 verbunden, dessen anderes Ende gelenkig mit dem Kurbelzapfen 31 eines Exzenters 32 verbunden ist. Die Längen der zwei Gestänge 29 sind vorzugsweise einstellbar. Die zwei Exzenter 32 sind an jeweiligen Enden einer Welle 33 befestigt, die sich in zwei Lagern 34 dreht, die von den Trägern 11 bzw. 12 getragen werden. Eine Riemenscheibe oder ein Kettenrad 35 ist ebenfalls an der Welle 33 befestigt und über einen Antriebsriemen oder eine Antriebskette 36 mit einer anderen Riemenscheibe oder einem Kettenrad (nicht gezeigt) verbunden, deren bzw. dessen Drehung von einem Motor 37 angetrieben werden kann, beispielsweise einem Hydraulikmotor. Jede vertikale schwingende Platte 19 ist starr mit der benachbarten vertikalen Welle 24 über zumindest zwei Abstandsplatten 38 verbunden, die mit der Platte 19 und der Welle 24 verschweißt sind. Entsprechend schwingt, wenn der Motor 37 arbeitet, jede vertikale Platte 19 mit der vertikalen Welle 24 um die entsprechende Schwinungsachse 20.

Wie dies vorstehend angegeben wurde, ist das hintere Ende 22b jeder Stange 22 der Schüttelbaugruppe 25 mit dem entsprechenden hinteren Schenkel 17 oder 18 des Rahmens 9 über ein Verbindungsglied 23 verbunden. Bei der Erntemaschine gemäß der Erfindung ist jedes Verbindungsglied 23 an dem entsprechenden hinteren vertikalen Schenkel 17 oder 18 des Rahmens 9 über eine starre Verbindung 41 befestigt, die weiter unten ausführlicher beschrieben wird. Weiterhin ist jedes Verbindungsglied 23, das sich allgemein senkrecht zu der vertikalen Symmetrie-Mittelebene des Rahmens 9 erstreckt, in einer im Wesentlichen horizontalen Ebene flexibel, sodass im Betrieb das Ende 23a des Verbindungsgliedes 23, das an die Stange 22 angrenzt, sich im Wesentlichen horizontal in einer Richtung vor und zurück bewegt, die im Wesentlichen parallel zu der vertikalen Symmetrie-Mittelebene ist. Im vorliegenden Zusammenhang bedeutet der Ausdruck „flexibles Verbindungsglied", dass das Verbindungsglied aus einem flexiblen Material hergestellt ist, und/oder eine Konfiguration oder Struktur aufweist, die es ihm ermöglicht, in einer im Wesentlichen horizontalen Ebene ausgelenkt zu werden. Beispielsweise kann jedes Verbindungsglied 23 aus einem Kunststoffmaterial, wie zum Beispiel einem Polyamid oder Polyurethan hergestellt sein, und es kann einen langgestreckten, beispielsweise rechtwinkligen, Querschnitt haben, wobei die längere Abmessung in Vertikalrichtung ausgerichtet ist und die kleinere Abmessung in Horizontalrichtung ausgerichtet ist, wie dies insbesondere aus den 2 und 5 zu erkennen ist. In diesem Fall hat das Verbindungsglied 23 ein höheres Trägheitsmoment um eine horizontale Achse als um eine vertikale Achse, und entsprechend eine größere Flexibilität in einer horizontalen Ebene als in einer vertikalen Ebene.

Die größere Abmessung und die kleinere Abmessung des Querschnittes des Verbindungsgliedes 23 stehen vorzugsweise in einem Verhältnis von 4:1 zueinander, zumindest in dem Endteil 23b des Verbindungsgliedes benachbart zu dem Rahmen. Weiterhin nimmt die größere Abmessung des Querschnittes des Verbindungsgliedes 23 vorzugsweise von dem Endteil 23b des Verbindungsgliedes in Richtung auf den Endteil 23a ab, wie dies insbesondere in den 2, 4 und 5 zu sehen ist. In diesem Fall ist das Verhältnis der größeren Abmessung zur kleineren Abmessung in dem Endteil 23a benachbart zu der Stange beispielsweise 2,5:1. Die kleinere Abmessung des Querschnittes des Verbindungsgliedes 23 ist vorzugsweise über die gesamte Länge des Verbindungsgliedes konstant oder im Wesentlichen konstant, wie dies beispielsweise aus den 3 und 5 zu erkennen ist.

Wie dies ebenfalls insbesondere aus den 3 und 5 zu erkennen ist, umfasst jede starre Verbindung 41 einen Befestigungsteil 42, der mit einer Lagerplatte 43 versehen ist, eine Klemmplatte 44, zumindest eine Klemmschraube und vorzugsweise zwei Klemmschrauben 45, die durch miteinander ausgerichtete Bohrungen 46 und 47 in der Gegenplatte 44 bzw. dem Endteil 23b des Verbindungsgliedes 23 und Nuten (oder Bohrungen) 48 in der Lagerplatte 43 hindurchlaufen, und zumindest eine Klemm-Mutter und vorzugsweise Klemm-Muttern 49, die mit den Klemmschrauben 45 zusammenwirken, um den Endteil 23b des Verbindungsgliedes 23 fest zwischen der Lagerplatte 43 und der Klemmplatte 44 einzuklemmen.

Der Befestigungsteil 42 kann beispielsweise aus Metallblech hergestellt sein, das gestanzt und auf ein U-förmiges Profil gebogen wurde, sodass es einen Basisteil 42a (nur in 3 sichtbar) und zwei seitliche Flansche 42b, 42c (5) aufweist, an der die Lagerplatte 43 befestigt, beispielsweise angeschweißt ist. Der Basisteil 42a des Befestigungsteils 42 wird gegen eine vertikale Fläche des Schenkels 17 oder 18 des Rahmens 9 gepresst, wobei diese Fläche in einer vertikalen Ebene senkrecht oder im Wesentlichen senkrecht zur vertikalen Symmetrie-Mittelebene des Rahmens 9 liegt, sodass im Betrieb die Lagerplatte 43 in einer vertikalen Querebene im Wesentlichen senkrecht zu der vertikalen Symmetrie-Mittelebene liegt, und das entsprechende Verbindungsglied 23 als solches damit im Wesentlichen senkrecht zu dieser vertikalen Symmetrie-Mittelebene steht.

Der Befestigungsteil 42 ist starr, jedoch lösbar, an dem Schenkel 17 oder 18 des Rahmens 9 durch eine Schraube 51 befestigt, die durch eine Bohrung in dem Basisteil 42a des Befestigungsteils 42 und durch einen Durchgang 52 in dem Schenkel 17 oder 18, eine Klemme 53, die gegen eine vertikale Fläche des Schenkels 17 oder 18 gegenüberliegend zu der Fläche, gegen die der Basisteil 42a gepresst wird, und durch eine Klemm-Mutter 54 hindurchläuft. Der Kopf der Schraube 51 ist vorzugsweise mit dem Basisteil 42a des Befestigungsteils 42 verschweißt, sodass die Schraube nicht herausfallen kann und an einer Drehung gegenüber dem Befestigungsteil 42 gehindert ist (nach dem Einbau in den Teil 42 ist der Kopf der Schraube 51 nicht mehr länger zugänglich, um einen Schraubenschlüssel anzusetzen, um die Schraube festzuhalten, während die Mutter 54 festgezogen wird).

Jeder der zwei Schenkel 17 und 18 des Rahmens 9 kann zwei Rohre oder rohrförmige Ständer 55 und 56 mit rechtwinkligem Querschnitt umfassen, die parallel zueinander und in einem Abstand voneinander angeordnet sind, der etwas größer als der Durchmesser der Schraube 51 ist, die zur Befestigung der Befestigungsteile 42 an dem Schenkel 17 oder 18 verwendet wird. Somit bildet der Raum zwischen den zwei Rohren 55 und 56 einen Durchgang 52 für die Schrauben 51, wodurch eine kontinuierliche Einstellung der Höhe jedes Befestigungsteils 42 ermöglicht wird, wenn die entsprechende Klemm-Mutter 54 gelöst wird.

Um eine Drehung jedes Befestigungsteils 42 um die Achse der entsprechenden Schraube 51 zu verändern und gleichzeitig die vertikale Bewegung des Befestigungsteils 42 zu führen, ist ein Teil des Basisteils 42a des letzteren auf einer Seite des Kopfes der Schraube 51 entfernt und durch einen kurzen Teil 57 (3 und 5) mit einem V-förmigen Profil ersetzt, das mit den zwei Flanschen 42b und 42c des Befestigungsteils 42 verschweißt ist. Zusätzlich ist ein zylindrischer Stab 58 beispielsweise durch Schweißen, an dem rohrförmigen Ständer 55 derart befestigt, dass er sich vertikal entlang dieses Ständers erstreckt. Entsprechend wirkt, wenn der Befestigungsteil 42 an dem Schenkel 17 oder 18 befestigt wird, der V-Profil-Teil 57 mit dem zylindrischen Stab 58 zusammen, um eine Drehung des Befestigungsteils 42 um die Achse der Schraube 51 zu verhindern.

Die Lagerplatte 43 und die Klemmplatte 44 sind vorzugsweise in entgegengesetzten Richtungen gekrümmt, sodass sie im Wesentlichen von dem Bereich aus, in dem sich die Klemmschrauben 45 befinden, das heißt von dem Endteil 23b des Verbindungsgliedes 23 aus, zum Endteil 23a des Verbindungsgliedes hin divergieren, das heißt in Richtung auf die vertikale Symmetrie-Mittelebene des Rahmens 9. Entsprechend bilden im Betrieb die divergierenden Teile der Lagerplatte 43 und der Klemmplatte 44 Verstärkungs- und progressive Lagereinrichtungen für das Verbindungsglied 23, wenn dies abwechselnd in Richtung auf das vordere und auf das hintere Ende der Erntemaschine gebogen wird.

Bei der in den 3 bis 7 dargestellten Ausführungsform ist das hintere Ende 22b jeder Stange 22 jeder Schüttelbaugruppe 5 mit dem Endteil 23a des entsprechenden Verbindungsgliedes 23 über eine Gelenkverbindung 61 mit einer vertikalen Achse verbunden. Jede eine vertikale Achse aufweisende Gelenkverbindung 61 umfasst ein Joch 62, das einen C-förmigen vertikalen Querschnitt aufweist, der seitlich in Richtung auf die Außenseite der Erntevorrichtung offen ist und starr mit dem hinteren Ende 22b der entsprechenden Stange 22 verschraubt ist. Genauer gesagt kann das Joch 62 an dem hinteren Ende 22b der Stange 22 über zwei Klemmschrauben 63, eine Klemmplatte 64 und zwei Klemm-Muttern 65 befestigt sein, wie dies als Beispiel insbesondere in den 3 und 5 gezeigt ist.

Jede Gelenkverbindung 61 umfasst weiterhin eine Buchse 66 mit vertikaler Achse, die beispielsweise aus Edelstahl besteht, und deren axiale Länge kleiner als der Abstand zwischen den Flanschen 62a und 62b des einen C-Querschnitt aufweisenden Jochs 62 ist, und zwei parallele vertikale Platten 67a und 67b, die an einer Kante der Buchse 66 angeschweißt sind und zwischen sich den Endteil 23a des Verbindungsgliedes 23 einklemmen, mit dem sie verschraubt sind, beispielsweise durch zwei Schrauben 68 und zwei Muttern 69 (5, 7).

Jede Gelenkverbindung 61 umfasst weiterhin eine Schraube 71, die durch die Buchse 76 und die miteinander ausgerichteten Bohrungen in den Flanschen 62a und 62b des Joches 62 hindurchläuft und einen Schwenkpunkt bildet, sowie eine Reibung verringernde Bauteile 72a und 72b, die in Radialrichtung zwischen der Buchse 66 und der Schraube 71 und in Axialrichtung zwischen der Buchse 66 und jedem der Flansche des Joches 62 angeordnet sind. Genauer gesagt können die die Reibung verringernden Bauteile 72a und 72b Lager sein, die aus einem selbstschmierenden Kuststoffmaterial hergestellt sind, das konzentrisch und Ende-zu-Ende zwischen der Buchse 66 und einer zylindrischen Edelstahl-Hülse 73 um die Schraube 71 herum angeordnet sind. Jedes der zwei Lagerbauteile 72a, 72b weist einen Flansch 74a, 74b an einem Ende auf, der zwischen einem Ende der Buchse 66 und dem entsprechenden Flansch 62a oder 62b des Jochs 62 angeordnet ist. Eine Edelstahl-Kappe 75 an einem Ende der Buchse 66, beispielsweise an deren oberen Ende, deckt einen Teil ihrer Umfangsoberfläche ab. Ein weitere (nicht gezeigte) Kappe identisch zu der Kappe 75 kann an dem anderen Ende der Buchse 66 angeordnet sein, falls erforderlich.

Die axiale Länge der Edelstahl-Hülse 73 ist gleich dem Abstand zwischen den Flanschen 62a und 62b des Jochs 62 abzüglich der Dicke der Kappe 75 (oder beider Kappen, wenn zwei vorgesehen sind). In diesem Fall liegen, wenn die Klemm-Mutter 76 auf das Gewinde-Ende der Schraube 71 aufgeschraubt und festgezogen wird, die zwei Flansche 62a und 62b des Jochs 62 in Axialrichtung an den Enden der Hülse 73 an, ohne dass sie die zwei Lagerbauteile 72a und 72b und die Buchse 66 in Axialrichtung komprimieren, sodass sich die Buchse 66 frei um die Hülse 73 drehen kann.

Die zwei Lagerbauteile 72a und 72b können JFM 1820-22-Lager von der Firma IGUS GmbH, Köln, Deutschland sein. Derartige Lager haben den Vorteil einer relativen langen Betriebslebensdauer und erfordern keine Schmierung.

Die zwei vertikalen Platten 67a und 67b sind vorzugsweise in entgegengesetzten Richtungen gekrümmt, sodass sie im Wesentlichen von dem Bereich, in dem die Schrauben 68 angeordnet sind, das heißt im Bereich des Endteils 23a des Verbindungsgliedes 23, in Richtung auf den entgegengesetzten Endteil 23b des Verbindungsgliedes 23 divergieren, das heißt in Richtung auf die starre Verbindung 41. Damit dienen die divergierenden Teile der Platten 67a und 67b als Verstärkung und progressive Anlageeinrichtungen für das Verbindungsglied 23, wenn dieses während des Betriebs der Erntemaschine Biegemomenten ausgesetzt ist.

Bei der in 8 gezeigten Ausführungsform ist das hintere Ende 22b jeder Stange 22 jeder Schüttelbaugruppe 5 mit dem Endteil 23a des entsprechenden Verbindungsgliedes 23 durch eine starre Verbindung 61' verbunden. Wie dies in 8 gezeigt ist, umfasst die starre Verbindung 61' im Wesentlichen einen Verbindungsteil 81, der allgemein L-förmig ist, und zwei Klemmplatten 82 und 83, denen jeweils zumindest eine Satz und vorzugsweise zwei Sätze von Klemmschrauben 84 oder 85 und Klemm-Muttern 86 oder 87 zugeordnet sind.

Genauer gesagt, und wie dies in den 9 bis 11 gezeigt ist, weist der Verbindungsteil 81 eine L-förmige vertikale Wand 88 und zwei horizontale Verstärkungsflansche 89 und 91 auf, die einer Verformung der vertikalen Wand 88 Widerstand entgegensetzen. Die vertikale Wand umfasst einen ersten Schenkel 88a mit zwei quadratischen Bohrungen 92 für die Schrauben 84, und einen zweiten Schenkel 88b mit zwei runden Bohrungen 93 für die Schrauben 85.

Unter erneuter Bezugnahme auf 8 ist zu erkennen, dass die Klemmplatte 82, die zwei Klemmschrauben 84 und die zwei Klemm-Muttern 86 das hintere Ende 22b der Stange 22 fest gegen den Schenkel 88a des Verbindungsteils 81 festklemmen. In ähnlicher Weise klemmen die Klemmplatte 83, die zwei Klemmschrauben 85 und die zwei Klemm-Muttern 87 den Endteil 23a des Verbindungsgliedes 23 fest gegen den Schenkel 88b des Verbindungsteils 81.

Die Klemmplatte 83 und der zweite Schenkel 88b der vertikalen Wand 88 des Verbindungsteils 81 sind vorzugsweise in entgegengesetzten Richtungen gekrümmt, sodass sie im Wesentlichen von dem Bereich aus, in dem die Klemmschrauben 85 angeordnet sind, in Richtung auf das freie Ende des Schenkels 88b divergieren. Auf diese Weise dienen die divergierenden Teile der Klemmplatte 83 und des Schenkels 88b als Verstärkung und progressive Anlageeinrichtung für das Verbindungsglied 23, wenn dieses abwechselnd in Richtung auf die vordere und hintere Seite der Erntemaschine gebogen wird, wenn die Erntevorrichtung arbeitet.

Weiterhin ist aus einem Vergleich der 3 und 8 zu erkennen, dass die starre Verbindung 41 zwischen dem Endteil 23b des Verbindungsgliedes 23 und dem hinteren Schenkel 17 oder 18 des Rahmens bei beiden Figuren gleich ist, sodass sie aus diesem Grund hier nicht erneut ausführlich beschrieben wird.

Es ist ohne weiteres verständlich, dass die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen der Erfindung lediglich ein erläuterndes und nicht beschränkendes Beispiel darstellen, und dass viele Modifikationen von einem Fachmann durchgeführt werden können, ohne von dem Schutzumfang der Erfindung abzuweichen, wie er in den Ansprüchen definiert ist. So ist insbesondere, obwohl die Erfindung anhand einer selbstfahrenden Erntemaschine beschrieben wurde, sie in gleicher Weise auf eine Erntemaschine anwendbar ist, die von einem Traktor gezogen wird.


Anspruch[de]
Erntevorrichtung für eine Maschine zum Ernten von Früchten, Beeren und dergleichen, die von fruchttragenden Bäumen und Büschen getragen werden, die in Reihen gepflanzt sind, von derart, die Folgendes umfasst:

a) einen Stelz-Trägerrahmen (9) mit einer vertikalen Symmetrie-Mittelebene;

b) zwei Schüttel-Baugruppen (5), die aufeinander gerichtet auf dem Rahmen auf jeweiligen gegenüberliegenden Seiten der vertikalen Symmetrie-Mittelebene angeordnet sind, um die fruchttragenden Bäume oder Büsche zu schütteln, die zwischen den zwei Schüttel-Baugruppen hindurchlaufen, um die Früchte, Beeren oder dergleichen von diesen zu trennen, wobei jede Schüttel-Baugruppe Folgendes umfasst:

i) Antriebseinrichtungen

ii) eine Anzahl von mit vertikalen Abstand angeordneten Schüttel-Bauteilen (23), wobei jedes Schüttelbauteil eine aus flexiblen Material bestehende Stange (22) umfasst, die sich im Wesentlichen horizontal erstreckt und eine gekrümmte Form aufweist, wobei jede Stange ein erstes Ende (22a), das mit den Antriebseinrichtungen (19, 21, 24) verbunden ist, einen Mittelteil (22c), der für einen Eingriff mit den fruchttragenden Bäumen oder Büschen ausgebildet ist, um sie zu schütteln, und ein zweites Ende (22b) aufweist, das mit dem Rahmen (9) über ein Verbindungsglied (23) verbunden ist, das sich im Wesentlichen horizontal und senkrecht zu der vertikalen Symmetrie-Mittelebene erstreckt, sodass im Betrieb das zweite Ende (22b) der Stange (22) auf einem im Wesentlichen konstanten Abstand von der vertikalen Symmetrie-Mittelebene gehalten wird;

dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsglied (23) an dem Rahmen (9) durch eine starre Verbindung (41) befestigt ist und in einer im Wesentlichen horizontalen Ebene zumindest in einem Mittelbereich zwischen seinen beiden Enden flexibel ist, sodass im Betrieb das Ende (23a) des Verbindungsgliedes (22), das an die Stange (23) angrenzt, sich hin und zurück im Wesentlichen horizontal in einer Richtung parallel zu der vertikalen Symmetrie-Mittelebene bewegt.
Erntevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsglied (23) einen langgestreckten Querschnitt mit einer größeren in Vertikal-Richtung ausgerichteten Abmessung und einer kleineren in Horizontal-Richtung ausgerichteten Abmessung aufweist. Erntevorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die größere Abmessung und die kleinere Abmessung des Querschnittes des Verbindungsgliedes (23) in einem Verhältnis von ungefähr 4:1 zumindest in dem Endteil des Verbindungsgliedes stehen, der an dem Rahmen angrenzt. Erntevorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die größere Abmessung des Querschnittes des Verbindungsgliedes (23) einen Wert aufweist, der von dem an dem Rahmen angrenzenden Endteil (23b) des Verbindungsgliedes in Richtung auf dem an die Stange angrenzenden Endteil (23a) abnimmt. Erntevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der größeren Abmessung zu der kleineren Abmessung in dem an die Stange angrenzenden Endteil (23a) ungefähr 2,5:1 beträgt. Erntevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die kleinere Abmessung des Querschnittes des Verbindungsgliedes (23) im Wesentlichen über die Länge des Verbindungsgliedes konstant ist. Erntevorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Querschnitt eine im Wesentlichen rechtwinklige Form aufweist. Erntevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die starre Verbindung (41) einen Befestigungsteil (42) umfasst, der an einem Schenkel (17, 18) des Rahmens (9) in einer lösbaren, jedoch starren Weise derart befestigt ist, dass seine Höhe einstellbar ist, und der eine Lagerplatte (43), die in einer vertikalen quer verlaufenden Ebene im Wesentlichen senkrecht zu der vertikalen Symmetrie-Mittelebene liegt, eine Klemmplatte (44) und zumindest eine Klemmschraube (45) umfasst, die durch miteinander ausgerichtete Bohrungen (4648) in der Klemmplatte, dem an dem Rahmen angrenzenden Endteil (23b) des Verbindungsgliedes (23) und der Lagerplatte (43) hindurchläuft, um den an dem Rahmen angrenzenden Endteil (23b) fest zwischen der Lagerplatte (43) und der Klemmplatte (44) einzuklemmen. Erntevorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerplatte (43) und die Klemmplatte (44) in entgegengesetzten Richtungen gekrümmt sind, sodass sie im Wesentlichen von dem Bereich, in dem sich die Klemmschraube (45) befindet, in Richtung auf die vertikale Symmetrie-Mittelebene divergieren Erntevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Endteil (23a) des Verbindungsgliedes (23), der an die Stange (22) angrenzt, mit der entsprechenden Stange (22) über eine Gelenkverbindung (61) verbunden ist, die eine vertikale Achse aufweist. Erntevorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die eine vertikale Achse aufweisende Gelenkverbindung (61) ein Joch (62), das starr an dem zweiten Ende (22b) der entsprechenden Stange durch Muttern und Schrauben (6365) befestigt ist und einen C-förmigen vertikalen Querschnitt aufweist, der seitlich in Richtung auf die Außenseite der Erntevorrichtung offen ist, eine eine vertikale Achse aufweisende Buchse (66), deren axiale Länge kleiner als der Abstand zwischen dem Flanschen (62a, 62b) des Joches (62) ist, zwei parallele vertikale Platten (67a, 67b), die mit einer Kante an der Buchse angeschweißt sind und die zwischen sich den an die Stange (22) angrenzenden Endteil (23a) des Verbindungsgliedes (23) einklemmen, an dem sie durch Muttern und Schrauben (68, 69) befestigt sind, eine Schraube (71), die durch die Buchse (66) und durch miteinander ausgerichtete Bohrungen in den Flanschen (62a, 62b) des Joches (62) hindurchläuft und als vertikaler Schwenkpunkt wirkt, und eine Reibung verringernde Bauteile 72a, 72b) umfasst, die in Radial-Richtung zwischen der Buchse (66) und der Schraube (71) und in Axial-Richtung zwischen der Buchse (66) und jedem der Flansche (62a, 62b) des Joches (62) angeordnet sind. Erntevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der an die Stange (22) angrenzende Endteil (23a) des Verbindungsgliedes (23) mit der entsprechenden Stange über eine starre Verbindung (61') verbunden ist. Erntevorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die starre Verbindung (61') an dem an die Stange (22) angrenzenden Ende (23a) des Verbindungsgliedes (23) einen Verbindungsteil (81), der allgemein L-förmig mit einer L-förmigen vertikalen Wand (88) und zwei horizontalen Verstärkungsflanschen (89 und 91) ausgebildet ist, die einer Verformung der vertikalen Wand Widerstand entgegensetzen, eine erste Klemmplatte (82) und zumindest eine erste Kombination einer Klemmschraube (84) und einer Klemmmutter (86) zum festen Einklemmen des zweiten Endes (22b) der entsprechenden Stange (22) zwischen der ersten Klemmplatte (82) und einem ersten Schenkel (88a) der durch die vertikale Wand (88) gebildeten L-Form, eine zweite Klemmplatte (83) und zumindest eine zweite Kombination einer Klemmschraube (85) und einer Klemmmutter (87) zum festen Einklemmen des an die Stange (22) angrenzenden Endteils (23a) des Verbindungsgliedes (23) zwischen der zweiten Klemmplatte und einem zweiten Schenkel (88b) der durch die vertikale Wand (88) gebildeten L-Form umfasst. Erntevorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Klemmplatte (83) und der zweite Schenkel (88b) der durch die vertikale Wand (88) gebildeten L-Form in entgegengesetzten Richtungen gekrümmt sind, sodass sie im Wesentlichen von dem Bereich, in dem sich die zweite Schraube (85) befindet, in Richtung auf das freie Ende des zweiten Schenkels (88b) der durch die vertikale Wand (88) gebildeten L-Form divergieren. Erntevorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungsglied (23) aus einem Kunststoffmaterial, wie zum Beispiel einem Polyamid oder einem Polyurethan, hergestellt ist. Traubenerntemaschine, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Erntevorrichtung (4) nach einem der Ansprüche 1 bis 15 umfasst.






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