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Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Abbilden eines Winkels, die im Folgenden auch als Schmiege bezeichnet wird.

Zum Verlegen von Fußleisten oder Deckenleisten, Stuck oder bei der Montage von Eckregalen, dem Verlegen von Fließen und beim Schrankbau müssen die Leisten zweier benachbarter Wände an den einander zugewandten Enden eine Schräge aufweisen, um einen spaltfreien Übergang zwischen den beiden Leisten gewährleisten zu können. Bei Wänden, die in einem Winkel von 90° zueinander stehen, beträgt daher der Winkel der Schräge, die an den Anschlussenden der Leisten, der auch als Gehrungswinkel bezeichnet wird, 45°. Da allerdings in der Regel der Winkel zwischen den Wänden eines Raumes nicht exakt 90° beträgt, ist es erforderlich, die Winkel an den Anschlussenden entsprechend dem tatsächlichen Winkel zwischen den Wänden anzupassen, um eine durchgehende Leiste zu erhalten beziehungsweise einen Spalt zwischen den Leistenenden zu vermeiden.

Im Stand der Technik wird dieses Problem adressiert, indem eine Schmiege verwendet wird, mittels derer der tatsächliche Winkel zwischen den Wänden abgebildet wird. Die so eingestellte Schmiege wird auf eine speziell ausgestaltete Säge gelegt. Eine solche Säge, die beispielsweise in der DE 20 2005 002 635 U1 beschrieben ist, weist Anlagebacken auf, an denen die Leisten zum Sägen angelegt werden. Bei den speziell ausgebildeten Sägen, erfolgt ein Verdrehen der zwei Anlagebacken simultan und um den gleichen Winkel. Hierdurch kann die Sägestrasse, in die das Sägeblatt eingreift, stets auf der Winkelhalbierenden des an der Schmiege abgebildeten Winkels gehalten werden. Der Nachteil bei dieser Art des Gehrungsschnittes liegt in dem komplexen Aufbau der Säge, der für einen präzisen Gehrungsschnitt notwendig ist. Hierbei ist zu beachten, dass Gehrungsschnitte in der Regel vor Ort vorgenommen werden, eine speziell für den Gehrungsschnitt ausgebildete Säge aber nicht über all zur Verfügung steht. Aufgrund des komplexen Aufbaus sind die Herstellungs- und Anschaffungskosten hoch, so dass es für ein Unternehmen mit hohen Kosten verbunden wäre, jeden Fliesenleger oder jeden Bodenverleger mit einer solchen Säge auszustatten.

Eine weitere Möglichkeit für die Anfertigung eines präzisen Gehrungsschnittes liegt in der Verwendung einer Gehrungslehre, mit der Anhand einer Skala der Winkel abgelesen werden kann. Eine solche Lehre ist beispielsweise in der US 4,766,675 beschrieben. Die Übertragung des Winkels auf eine Säge erfolgt bei Gehrungslehren, indem an der Säge entsprechende Skalierungen vorgesehen sind, mittels derer der Winkel, der zwischen den Wänden gemessen wurde, eingestellt werden kann. Bei dieser Alternative ist es somit notwendig sowohl die Gehrungslehre als auch die Säge mit einer entsprechenden Skala zu versehen beziehungsweise zu kalibrieren. Zudem muss bei Verwendung einer Säge, bei der die Anlagebacken nicht, wie oben beschreiben relativ zueinander bewegt werden, zudem die Winkelhalbierende berechnet werden, oder auf der Skala der Gehrungslehre vermerkt sein.

Der Nachteil des Standes der Technik liegt somit darin, dass entweder komplexe und damit teuere Sägen verwendet werden müssen oder die Gehrungslehre und die Säge mit entsprechenden Skalierungen versehen seien müssen, wodurch erneut die Herstellungskosten, im Vergleich zu einer einfachen Kappsäge gesteigert sind. Schließlich können, in dem Fall, in dem die Winkelhalbierende durch den Benutzer selbst ermittelt werden muss, Berechnungsfehler auftreten, wodurch die Menge an Ausschuss, wie beispielsweise verschnittenen Leisten steigt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit eine Lösung zu schaffen bei der mit einfachen Mitteln, sowohl bezüglich der Schmiege als auch bezüglich der Säge, der Gehrungswinkel auf einfache Weise präzise eingestellt werden kann.

Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass diese Aufgabe gelöst werden kann, indem außer dem Winkel auch die Winkelhalbierende in einer Art abgebildet werden kann, in der dieser einfach auf die Säge übertragen werden kann.

Die Aufgabe wird somit gelöst durch eine Vorrichtung zum Abbilden eines Winkels zwischen Raumwänden, wobei die Vorrichtung, die im Folgenden auch als Schmiege bezeichnet wird, sich dadurch auszeichnet, dass diese eine Wiedergabeeinrichtung zur Wiedergabe der Winkelbalbierenden des abgebildeten Winkels umfasst.

Die Wiedergabe der Winkelhalbierenden stellt erfindungsgemäß eine Abbildung der Winkelhalbierenden dar. Als Wand wird im Folgenden eine Fläche bezeichnet, an die ein zuzuschneidendes Bauteil angepasst beziehungsweise befestigt werden soll. Dies kann eine Raumwand, eine Raumdecke, eine Schrankwand oder aber auch der Rand eines Gemäldes sein.

Durch die Wiedergabe oder Abbildung der Winkelhalbierenden an der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist diese im Vergleich zu Gehrungslehren, die eine Skalierung aufweisen, wesentlich leichter zu bedienen. Die auf den abzubildenden Winkel eingestellte Schmiege kann auf eine Säge, insbesondere auf die Sägeplatte, gelegt werden und die Sägestrasse mit der Abbildung der Winkelhalbierenden ausgerichtet werden, während eine Seite der Schmiege an einer Anlagebacke anliegt. Somit ist eine rechnerische Tätigkeit des Benutzers nicht notwendig. Weiterhin kann bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung auch eine einfache Säge verwendet werden, da die Einstellung eines Winkels anhand einer Skalierung nicht notwendig ist.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die Vorrichtung mindestens vier Streben, die an vier Verbindungspunkten über Verbindungselemente gelenkig beziehungsweise verschwenkbar miteinander zu einem Viereck verbunden sind, und mindestens ein zwischen mindestens zwei gegenüberliegenden Verbindungspunkten verlaufendes elastisches Element.

Die Streben können Leisten, Stangen, Balken und der Gleichen sein. Vorzugsweise weisen die Streben einen rechteckigen Querschnitt auf, wodurch ein Anlegen an die Wänden, deren relativer Winkel zueinander gemessen werden soll, und an einen Untergrund, wie beispielsweise einen Fußboden, ermöglicht wird. Das elastische Element dient bei dieser Ausführungsform als die Wiedergabeeinrichtung zur Wiedergabe oder Abbildung der Winkelhalbierenden.

Vorzugsweise umfasst das gebildete Viereck zwei Schenkelpaare, wobei beide Schenkel eines Schenkelpaares die gleiche Länge besitzen und die Schenkel des Schenkelpaares sich in einem Verbindungspunkt treffen. Wird bei dieser Ausführungsform das elastische Element zwischen den Verbindungspunkten vorgesehen, an denen sich jeweils die Schenkel eines Schenkelpaares treffen, so liegt, unabhängig von dem zwischen den Schenkeln eines Schenkelpaares eingestellten Winkel, das elastische Element immer in der Winkelhalbierenden dieses eingestellten Winkels. In diesem Fall kann die erfindungsgemäße Vorrichtung somit an zwei Ecken des gebildeten Viereckes zur Abbildung eines Winkels verwendet werden, nämlich an den Ecken, die jeweils durch ein Schenkelpaar mit Schenkeln gleicher Länge gebildet sind.

Besonders bevorzugt weisen die vier Schenkel des Vierecks allerdings die gleiche Länge auf. Hierdurch kann beim Vorsehen von zwei elastischen Elementen entlang der beiden Diagonalen, jede Ecke des Vierecks zur Abbildung eines Winkels zwischen Raumwänden verwendet werden. Zudem entsprechen bei dieser Ausführungsform die Innenwinkel von zwei gegenüberliegenden Ecken einander, wodurch die Möglichkeit der Abbildung von Außenwinkeln zwischen Raumwänden ermöglicht wird, was später genauer erläutert wird.

Als Schenkel wird im Sinne der Erfindung der Abstand zwischen zwei an einer Strebe vorgesehenen Verbindungspunkten verstanden. Als Verbindungspunkt wird die Stelle an der Strebe bezeichnet, an der ein Verbindungselement vorgesehen, beziehungsweise durch die das Verbindungselement geführt ist.

Gemäß einer Ausführungsform ist das Verbindungselement für zwei Streben im Bereich der Enden dieser Streben angeordnet. Sind alle vier Verbindungselemente in einer solchen Position vorgesehen, so weist die Vorrichtung insgesamt eine viereckige Form auf.

Erfindungsgemäß ist es aber auch möglich, dass zumindest zwei Streben sich über den Verbindungspunkt, an dem diese miteinander verbunden sind, hinaus erstreckt. In diesem Fall liegt der Verbindungspunkt und das dort vorgesehene Verbindungselement somit in einer Position beabstandet von dem Ende der Streben. Der dadurch gebildete Überstand, der sich über das Viereck hinaus erstreckt, kann zur Erhöhung der Präzision der Winkelabbildung dienen. Durch die größere Strebenlänge kann sicher gestellt werden, dass diese exakt an der Wand anliegt. In diesem Fall befindet sich der Überstand an einem Verbindungspunkt, an der kein elastisches Element vorgesehen ist und nur einer der Streben, die sich an diesem Verbindungspunkt treffen, besitzt einen solchen Überstand.

Alternativ oder zusätzlich ist es allerdings auch möglich, dass der Überstand an zwei Streben vorliegt, die sich in einem der Verbindungspunkte treffen an denen das elastische Element vorgesehen ist. In diesem Fall, der besonders bevorzugt ist, kann die Vorrichtung nicht nur zur Abbildung eines Innenwinkels sondern auch zur Abbildung eines Außenwinkels dienen. Dieser Außenwinkel, der durch den Winkel zwischen den beiden Überständen abgebildet werden kann, entspricht bei einem Viereck mit vier gleichlangen Schenkeln dem Innenwinkel, der an dem Verbindungspunkt, an dem das weitere Ende des elastischen Elementes angebracht ist, vorliegt. Somit stellt auch für den Außenwinkel zwischen zwei Raumwänden das elastische Element die Winkelhalbierende dar.

Das elastische Element ist vorzugsweise an zwei Verbindungselementen befestigt. Durch die Befestigung des elastischen Elementes an den Verbindungselementen und nicht an einer der Streben, wird die Ausrichtung des elastischen Elementes beim Verschwenken der Streben gegeneinander nicht beeinflusst. Die Befestigung kann erfolgen, indem Ösen an den Enden des elastischen Elementes vorgesehen sind, durch die die Verbindungselemente geführt werden können.

Gemäß einer Ausführungsform liegen die Streben im Bereich der Verbindungspunkte übereinander, das Verbindungselement erstreckt sich durch die Streben und das elastische Element ist zwischen den übereinander liegenden Streben befestigt. Auf diese Weise ruft das elastische Element weder an der Oberseite noch an der Unterseite eine Unebenheit hervor. Die Vorrichtung kann somit auf einen Untergrund zum Beispiel einen Fußboden beziehungsweise die Sägeplatte einer Kappsäge gelegt werden und gibt den abgebildeten Winkel präzise an.

An den einander zugewandten Seiten der Streben können im Bereich der Verbindungspunkten Vertiefungen vorgesehen sein in denen das elastische Element verläuft. Hierdurch kann eine Beschädigung eines zwischen den Streben an einem Verbindungselement befestigten elastischen Elementes verhindert werden und ein Einklemmen des elastischen Elementes, das zu einer fehlerhaften Wiedergabe des Winkels führen würde, kann ebenfalls vermieden werden.

Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung können die Streben aus Holz, Metall oder Kunststoff hergestellt sein.

Die Verbindungselemente können Schrauben, Nieten, Nägel und der Gleichen sein. Als Material für das elastische Element kann ein Gummiband, eine Feder aus Metall oder Kunststoff oder ein anderes elastisch verformbares Bauteil verwendet werden. In jedem Fall wird das elastische Element so gewählt, dass dieses eine geringe Breite beziehungsweise einen geringen Durchmesser aufweist. Hierdurch wird gewährleistet, dass beim Übertragen des Winkels und insbesondere der Winkelhalbierenden auf eine Säge, die Sägestrasse noch zu erkennen ist und das elastische Element mit dieser ausgerichtet werden kann.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung kann insbesondere zum Verlegen von Fußleisten dienen. Weiterhin kann die vorliegende Erfindung auch für allgemeine Handwerkertätigkeiten verwendet werden. So können beispielsweise Dekorateure und Schrankmacher sowie Rahmenhersteller und Fliesenleger die Erfindung vorteilhaft nutzen.

Die Erfindung wird im Folgenden erneut unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen beschrieben, die einige beispielhafte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung darstellen. Es zeigen:

1 eine schematische, perspektivische Ansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung;

2 eine schematische Explosionsansicht der Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung von 1;

3 eine schematische Ansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung bei der Messung eines Innenwinkels;

4 eine schematische Ansicht einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung bei der Messung eines Außenwinkels;

5a bis 5c schematische Darstellungen der Abbildung der Winkelhalbierenden;

6a und 6b schematische Darstellungen einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung auf einer Säge;

7 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung; und

8 eine schematische Darstellung einer weiteren Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung.

In 1 ist eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 1, die im Folgenden auch als Schmiege bezeichnet wird. Die Vorrichtung 1 besteht, wie sich insbesondere aus der Explosionsansicht in 2 ergibt, aus vier Streben 2, 3, 4 und 5. Diese Streben 2, 3, 4 und 5 sind über Verbindungselemente 6, die in der dargestellten Ausführungsform Schrauben mit Mutter darstellen, verbunden. Über diese Verbindungselemente 6 sind die vier Streben 2, 3, 4 und 5 verschwenkbar beziehungsweise gelenkig verbunden. Die Verbindungselemente 6 sind hierbei an zweien der Strebe 4 und 5 jeweils an den Enden der Strebe 4 und 5 vorgesehen. An den Streben 2 und 3 sind jeweils ein Verbindungselement 6 an dem Ende und ein weiteres im Bereich der Mitte der Streben 2 und 3 vorgesehen.

Auf diese Weise wird zwischen den Streben 2, 3, 4 und 5 ein Viereck gebildet. Dieses Viereck besitzt in der dargestellten Ausführungsform vier Schenkel 21, 31, 41 und 51, die alle die gleiche Länge besitzen. Die Schenkel 21, 31, 41 und 51 sind zwischen den Verbindungspunkten 7 an den Streben 2, 3, 4 und 5 gebildet.

Aufgrund der Anordnung der Verbindungselemente 6 in den längeren Streben 2 und 3, die von den Ende der Streben 2 und 3 beabstandet sind, liegt an diesen Streben 2 und 3 jeweils ein Überstand 22 und 32 vor, der sich über den jeweiligen Schenkel 21 und 31 hinaus erstreckt.

Zwischen zwei gegenüber liegenden Ecken des durch die Streben 2, 3, 4 und 5 gebildeten Viereckes ist ein elastisches Element 8 vorgesehen, dass beispielsweise ein elastisches Band darstellen kann.

Dieses elastische Element 8 ist an dessen Enden mit Ösen 81 versehen, durch die die Verbindungselemente 6, in der dargestellten Ausführungsform insbesondere die Schrauben, geführt werden können. Das elastische Element 8 ist zum einen an dem Verbindungspunkt 7 der beiden kurzen Streben 4 und 5 und zum anderen an dem Verbindungspunkt 7 der beiden längeren Streben 2 und 3 befestigt. An den einander zugewandten Seiten weisen die Streben 2, 3, 4 und 5 im Bereich der Verbindungspunkte 7, an denen das elastische Element 8 befestigt ist, jeweils eine Aussparung beziehungsweise Vertiefung 16 auf, in der das elastische Element 8 verläuft.

Wie sich insbesondere aus der 2 entnehmen lässt, sind die vier Streben 2, 3, 4 und 5 so angeordnet, dass die jeweils parallel zueinander verlaufenden Streben 2 und 4 beziehungsweise 3 und 5 auf einer Ebene liegen und die beiden weiteren Streben 3 und 5 beziehungsweise 2 und 4 auf einer dazu versetzten Ebene liegen. Hierdurch wird zwischen den zwei Streben in einer Ebene 2 und 4 beziehungsweise 3 und 5 jeweils eine Auflagefläche gebildet, die ein zuverlässiges Abnehmen eines Winkels zwischen Raumwänden und Übertragen des Winkels und der Winkelhalbierenden erlaubt.

Die Funktion und Verwendungsweise der erfindungsgemäßen Ausführungsform wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die 3 bis 6 erläutert.

Wie in 3 gezeigt, wird die Vorrichtung beziehungsweise Schmiege 1 zur Abnahme des Innenwinkels zwischen zwei Wänden 9 und 10 mit zwei Außenseiten der Streben 4 und 5 an die Wände 9 und 10 angelegt. Hierzu wird der Verbindungspunkt 7 beziehungsweise die Ecke des Vorrichtung im Bereich des Verbindungspunktes 7 zwischen den beiden Streben 4 und 5 bis in die Raumecke gebracht.

Über die Verbindungselemente 6 wird der Winkel zwischen den Streben 2, 3, 4 und 5 geändert bis die beiden den Wänden zugewandten Streben 4 und 5 an den Wänden 9 und 10 anliegen. In dieser Position, die in 3 gezeigt ist, gibt der Winkel zwischen den Streben 4 und 5 den Winkel zwischen den Wänden 9 und 10 wieder und das elastische Element 8 gibt die Winkelhalbierende wieder.

Auch bei der Abbildung von Außenwinkeln zwischen Raumwänden 9 und 10 wird, wie in 4 gezeigt, die Winkelhalbierende durch das elastische Element 8 wiedergegeben.

Hierzu werden die Innenseiten der Überstände 22 und 32 der Streben 2 und 3 an die Wände 9 und 10 angelegt. Aufgrund der Winkelerhaltung stellt auch in diesem Fall das elastische Element 8 die Winkelhalbierende zwischen den beiden kürzeren Streben 4 und 5 und damit auch des Winkels zwischen den beiden Überständen 22 und 23 dar.

Die Abhängigkeit der Winkel zueinander ist in den 5a bis 5c dargestellt.

Zwischen den Schenkeln 41 und 51 liegt ein Winkel &agr;. Dieser wird durch das elastische Element 8 in zwei Winkel &agr;/2 geteilt. Auch zwischen den Überständen 22 und 32 liegt der Winkel &agr; vor.

Auch bei Veränderung der Positionen der Streben 2, 3, 4 und 5 relativ zueinander, liegt weiterhin der Winkel &agr; zwischen den Streben 4 und 5 vor. Dies ergibt sich aus den 5b und 5c.

Nachdem die Schmiege 1 entsprechend dem Innen- oder Außenwinkel zwischen den Raumwänden 9 und 10 eingestellt ist, kann diese auf ein Säge 11 gelegt werden. Dies ist in den 6a und 6b wiedergegeben. Bei der dargestellten Säge 11 handelt es sich um eine relativ einfache Säge, die eine Sägeplatte 12, zwei Anlegebaken 13 und 14 sowie eine Sägestrasse 15 aufweist, die mit dem nicht dargestellten Sägeblatt ausgerichtet ist. Die Sägeplatte 12 ist bezüglich der Anlagebacken 13 und 14 verdrehbar. Somit kann zwischen einer der Anlagebacken 13 und 14 und der Sägestrasse 15 ein gewünschter Winkel eingestellt werden.

In 6a ist die Position der Schmiege 1 und der damit ausgerichteten Sägestrasse 15 gezeigt, die für die linke Leiste bei einem durch die Schmiege 1 abgebildeten Innenwinkel eingehalten werden muss. Ohne die relative Position der Streben 2, 3, 4 und 5 gegeneinander zu verändern kann die Schmiege 1 an die weitere Anlagebacke 14 angelegt werden und die Sägestrasse 15 mit dem elastischen Element 8 der Schmiege 1 ausgerichtet werden. In dieser Position erfolgt der Schnitt an der rechten Leiste unter dem für einen abgebildeten Innenwinkel erforderlichen Gehrungswinkel. Diese Anlageposition der Schmiege 1 ist in 6b gezeigt.

Wird die Schmiege 1 verwendet und zwischen den Überständen 22 und 32 der Außenwinkel zwischen zwei benachbarten Wänden abgebildet, so wird die Schmiege 1 in der in 6b gezeigten Position für den Schnitt der linken Leiste und die in 6a gezeigte Position für den Schnitt der rechten Leiste verwendet.

In 7 ist eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen Schmiege 1 gezeigt. In dieser Ausführungsform weist die Schmiege 1 gegenüber dem zwischen den Verbindungspunkten 7 gebildeten Viereck vier Überstände 22, 32, 42 und 52 auf, wobei zwei der Überstände 22 und 32 an einem Verbindungspunkt 7 und die beiden weiteren Überstände 42 und 52 an den zu dem ersten Verbindungspunkt 7 benachbarten Verbindungspunkten 7 vorliegen. Die Schmiege 1 besteht in dieser Ausführungsform somit aus vier längeren Streben 2, 3, 4 und 5 und die Verbindungspunkte 7 sind an jeder der Streben 2, 3, 4 und 5 jeweils an einem Ende und an einer Position beabstandet vom Ende vorgesehen.

Durch diese Ausführungsform kann auf einfache Weise die Genauigkeit der Messungen aufgrund der vergrößerten Anlagefläche entlang der Streben 4 und 5 für die Abbildung eines Innenwinkels und entlang der Streben 2 und 3 für die Abbildung eines Außenwinkels verbessert werden.

In 8 ist eine weitere Ausführungsform gezeigt, die sich gegenüber der in 7 gezeigten Ausführungsform dadurch unterscheidet, dass zwei der Streben 2 und 4 kürzer gewählt sind. Hierdurch werden zum einen nur an zwei Ecken des Viereckes Überstände 22, 32 und 52 gebildet und zum anderen ist einer der Überstande 22, der sich von dem Verbindungspunkt 7 erstreckt, an dem zwei Überstände bestehen, kürzer als der andere 32.

Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt. So können beispielsweise die Seitenflächen der Strebe, das heißt die Innen- und/oder Außenseiten der Streben aus magnetischem Material bestehen. Auf diese Weise kann die Vorrichtung besonders einfach an die in der Regel aus Metall bestehenden Anlagebacken einer Säge angelegt werden. Zudem kann statt des gezeigten Viereckes mit vier gleichen Seiten auch ein Drachen oder Rhomboid durch die Schenkel gebildet werden. In diesem Fall kann die Vorrichtung aber nur zur Abbildung eines Innenwinkels dienen.

Die Farbe des elastischen Elementes wird vorzugsweise so gewählt, dass diese sich gegenüber der Sägestrasse gut hervorhebt. Das elastische Element kann beispielsweise rot oder orange sein. Wird die Verwendung der Vorrichtung mit einer Säge beabsichtigt, die mit einer Lasermarkierung ausgestattet ist, kann insbesondere ein weißes elastisches Element von Vorteil sein, da dies durch die Laserabtastung besonders gut erkannt werden kann.

1
Vorrichtung
2
Strebe
21
Schenkel
22
Überstand
3
Strebe
31
Schenkel
32
Überstand
4
Strebe
41
Schenkel
42
Überstand
5
Strebe
51
Schenkel
52
Überstand
6
Verbindungselemente
7
Verbindungspunkte
8
Elastisches Element
81
Öse
9
Wand
10
Wand
11
Säge
12
Sägeplatte
13
Anlagebacke
14
Anlagebacke
15
Sägestrasse
16
Vertiefung


Anspruch[de]
Vorrichtung zum Abbilden eines Winkels zwischen Raumwänden, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung (1) eine Wiedergabeeinrichtung (8) zur Wiedergabe der Winkelhalbierenden (&agr;/2) des abgebildeten Winkels (&agr;) umfasst. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese mindestens vier Streben(2, 3, 4, 5), die an vier Verbindungspunkten (7) über Verbindungselemente (6) gelenkig miteinander zu einem Viereck verbunden sind, und mindestens ein zwischen mindestens zwei gegenüberliegenden Verbindungspunkten (7) verlaufendes elastisches Element (8) umfasst. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das gebildete Viereck zwei Schenkelpaare (21, 31 und 41, 51) umfasst, wobei beide Schenkel (21, 31 und 41, 51) eines Schenkelpaares (21, 31 und 41, 51) die gleiche Länge besitzen und die Schenkel (21, 31, 41, 51) des Schenkelpaares (21, 31 und 41, 51) sich in einem Verbindungspunkt (7) treffen. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die vier Schenkel (21, 31, 41, 51) des Vierecks die gleiche Länge aufweisen. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Verbindungselement (6) für zwei Streben (2, 3, 4, 5) im Bereich des Endes dieser Streben (2, 3, 4, 5) angeordnet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest zwei Streben (2, 3, 4, 5) sich über den Verbindungspunkt (7), an dem diese miteinander verbunden sind, hinaus erstreckt. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das elastische Element (8) an zwei Verbindungselementen (6) befestigt ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Streben (2, 3, 4, 5) im Bereich der Verbindungspunkte (7) übereinander liegen, sich das Verbindungselement (6) durch die Streben (2, 3, 4, 5) erstreckt und das elastische Element (8) zwischen den übereinander liegenden Streben (2, 3, 4, 5) befestigt ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass in den Streben (2, 3, 4, 5) im Bereich der Verbindungspunkte (7) Vertiefungen (16) vorgesehen sind, in denen das elastische Element (8) verläuft. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Streben (2, 3, 4, 5) aus Holz, Metall oder Kunststoff hergestellt sind.






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