PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005050626B3 12.04.2007
Titel Vorrichtung zur Erfassung von Bildern
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Volz, Ulrich, 67550 Worms, DE
DE-Anmeldedatum 21.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005050626
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 12.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse G02B 7/00(2006.01)A, F, I, 20051021, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G03B 17/02(2006.01)A, L, I, 20051021, B, H, DE   G03B 15/03(2006.01)A, L, I, 20051021, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine Vorrichtung zur Erfassung von Bildern, insbesondere Kamera zur Erfassung von Data-Matrix-Codes, mit einem Grundkörper (1), an welchem eine Ringlampe mit einem ringförmigen Basiselement (3a) angeordnet ist, ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Halter (2a, 2b) vorhanden ist, der an dem Grundkörper (1) befestigt ist, wobei das Basiselement (3a) klemmend mit dem Halter (2a, 2b) verbunden ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kamera zur Erfassung von Data-Matrix-Codes (DMCs), mit einem Grundkörper, an welchem eine Ringlampe mit einem ringförmigen Basiselement angeordnet ist.

Bei der Erfassung von Bildern zur Bildverarbeitung ist es erforderlich, dass das zu erfassende Bild gut ausgeleuchtet ist. Dies trifft insbesondere bei der Erfassung von Bildcodes wie Data-Matrix-Codes zu, da hierbei in der Regel eine hohe Auflösung gefordert ist.

Kameras zur Erfassung von Bildcodes sind daher häufig mit Beleuchtungselementen versehen, mittels welcher der zu erfassende Bildcode beleuchtet wird. So ist es bekannt, an einer in einem etwa zylinderförmigen Gehäuse angeordneten Kamera eine so genannte Ringlampe zu befestigen. Die Ringlampe weist ein ringförmiges Basiselement auf, an dem Leuchtmittel angeordnet sind und welches an dem Kameragehäuse befestigt ist. Hierdurch wird erreicht, dass der Lichtstrahl stets in Aufnahmerichtung der Kamera gerichtet ist. Verändert sich die Position der Kamera, verändert der Lichtstrahl gleichermaßen seine Position.

Eine Ausrichtung der Ringlampe ist derzeit nur grob möglich. Zur genaueren Ausrichtung der Ringlampe beziehungsweise des Lichtstrahls sind aufwendige Justagearbeiten erforderlich. Dies ist insbesondere dann sehr nachteilig, wenn während des Betriebs durch eine äußere Einwirkung die Position der Ringlampe verändert wird oder aufgrund veränderter Umgebungsbedingungen eine Nachjustierung der Ringlampe erforderlich wird. Durch die schwierige Justierung der Ringlampe können dann längere Stillstandszeiten auftreten.

Aus der JP 9218442 A ist eine Kamera zur Unterwasserfotografie bekannt, an der eine Ringlampe mittels eines Gestänges, welches Gelenke aufweist, befestigt ist. Durch die Gelenke ist es möglich, die Ringlampe so vor dem Objektiv der Kamera anzuordnen, dass die optische Achse der Kamera durch das Zentrum der Ringlampe führt. Eine exakte und insbesondere dauerhaft zuverlässige Justierung der Ringlampe ist mittels des Gestänges jedoch nicht möglich. Insbesondere ist die Gefahr einer Dejustage der Ringlampe sehr groß.

Des Weiteren ist aus der DE 1 726 044 U eine Tageslicht-Ringleuchtlupe bekannt, welche eine Ringlampe aufweist. Die Tageslicht-Ringleuchtlupe ist über ein Gestänge an einem Sockel befestigt. Das Gestänge besteht aus einem Justierbein, auf dem ein Schiebeblock angeordnet ist, der mittels einer Spannschraube festgestellt werden kann. Im Schiebeblock ist eine horizontal gelagerte Stange längs verschiebbar angeordnet, welche gleichfalls mit einer Spannschraube feststellbar ist. Hierdurch lässt sich die Tageslicht-Ringleuchtlupe in horizontaler und vertikaler Richtung verstellen sowie im Kreis schwenken.

Des Weiteren ist aus der DE 1 472 190 A eine justierbare Halterung für Spiegel und dergleichen bekannt, bei welcher ein fest mit einer Kugelfläche und einer verschiebbaren Ringfläche verbundener Spiegel auf je einer weiteren gerätefesten Kugelfläche und Ringfläche schwenkbar angebracht ist, wobei je eine Kugel- und eine Ringfläche zusammenwirken und die Kugelflächen mindestens nahezu konzentrisch sind.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine eingangs genannte Kamera derart auszubilden, dass die Ringlampe auf einfache Weise dauerhaft zuverlässig justiert werden kann.

Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Gemäß der Erfindung ist eine Kamera zur Erfassung von Data-Matrix-Codes, mit einem Grundkörper, an welchem eine Ringlampe mit einem ringförmigen Basiselement angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein als zweigeteilte Schale ausgebildeter Halter vorhanden ist, dessen erstes Teil mit dem Grundkörper verbunden ist und dessen zweites Teil lösbar mit dem ersten Teil verbunden ist, wobei das Basiselement klemmend zwischen dem ersten Teil und dem zweiten Teil angeordnet ist.

Dadurch, dass ein Halter vorhanden ist, der an dem Grundkörper befestigt ist, und das Basiselement klemmend mit dem Halter verbunden ist, lässt sich die Position des Basiselements auf einfache Weise verändern. Zur Veränderung der Position des Basiselements braucht lediglich die Klemmung gelöst zu werden, woraufhin das Basiselement in die neue Position gebracht werden kann, und danach die Klemmung wieder vorgenommen zu werden. Es ist somit auf einfache Weise möglich, das Basiselement der Ringlampe beziehungsweise die Ringlampe zu justieren.

In vorteilhafter Weise ist der Halter als zweigeteilte Lagerschale ausgebildet, wobei das erste Teil mit dem Grundkörper verbunden ist und das zweite Teil lösbar mit dem ersten Teil verbunden ist. Hierdurch wird auf einfache Weise erreicht, dass die Klemmung zwischen dem Basiselement und dem Halter vorgenommen beziehungsweise aufgehoben werden kann, ohne dass hierbei der Halter von dem Grundkörper gelöst werden muss. Des Weiteren lassen sich die zwei Halbschalen beispielsweise mittels Flanschen auf einfache Weise verbinden.

Sehr vorteilhaft ist es, wenn der Halter eine kugelförmig gewölbte Innenfläche und das Basiselement eine kugelförmig gewölbte Außenfläche aufweist. Hierdurch kann, ähnlich wie bei einem Kugelgelenk, das Basiselement stufenlos in jede Richtung verdreht werden. Der Lichtkegel der Ringlampe kann somit stufenlos in jede Richtung zur Längsachse der Bilderfassungsvorrichtung geneigt werden.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines besonderen Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung.

Es zeigt

1 eine schematische Anordnung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung in Explosionsdarstellung und

2 ein in der Halterung angeordnetes Basiselement im Schnitt.

Wie 1 entnommen werden kann, weist eine erfindungsgemäße Vorrichtung ein etwa zylinderförmiges Gehäuse 1 auf, in dem eine Kamera angeordnet ist. An dem zylinderförmigen Gehäuse 1 sind Befestigungswinkel 6 befestigt, an welchen ein Halter zur Aufnahme einer Ringlampe befestigbar ist.

Der Halter ist als zweigeteilte Lagerschale 2a, 2b ausgebildet. Das erste Teil 2a der Lagerschale 2a, 2b weist Öffnungen 7 auf, mittels der das erste Teil 2a mit den am Kameragehäuse 1 befestigten Befestigungswinkeln 6 verschraubt werden kann.

Das erste Teil 2a sowie das zweite Teil 2b der Lagerschale 2a, 2b weisen Flansche 8a, 8b auf, mittels welcher die beiden Teile 2a, 2b miteinander verbunden werden können. Die Verbindung geschieht mittels Schrauben 9.

In der Schale 2a, 2b ist ein Basiselement 3a einer Ringlampe anordenbar. In einer sich um die Achse 3a' des Basiselements 3a erstreckenden Ringnut 12 lässt sich eine Anschlussplatine 3b zur elektrischen Verbindung von beispielsweise Leuchtdioden 13 anordnen. Die Leuchtdioden 13 sind auf einer LED-Halterung 3c angeordnet, welche ebenfalls in der Ringnut 12 anordenbar ist. Zur Abdeckung der Leuchtdioden 13 ist eine Glasscheibe 3d vorgesehen, welche in einer stufenförmig ausgebildeten Vergrößerung 12a der Ringnut 12 des Basiselements 3a anordenbar ist.

Zur Versorgung der Leuchtdioden 13 mit elektrischer Energie weist die erste Schale 2a eine Öffnung 10 auf, durch welche eine in der Zeichnung nicht dargestellte Anschlussleitung der Leuchtdioden 13 geführt werden kann. Das Basiselement 3a weist hierzu eine mit der Öffnung 10 korrespondierende Öffnung 11 auf.

Zur Anordnung des Basiselements 3a bzw. der Ringlampe 3a, 3b, 3c, 3d in der Lagerschale 2a, 2b weist das Basiselement 3a eine kugelförmig gewölbte Außenfläche 5 auf. Die kugelförmig gewölbte Außenfläche 5 korrespondiert mit einer kugelförmig gewölbten Innenfläche 4 der Lagerschale 2a, 2b. Dies lässt sich insbesondere 2 entnehmen. Die kugelförmig gewölbte Außenfläche 5 des Basiselements und die kugelförmig gewölbte Innenfläche 4 der Lagerschale 2a, 2b sind so bemessen, dass das Basiselement 3a klemmend in der Lagerschale 2a, 2b sitzt, wenn das zweite Teil 2b der Lagerschale 2a, 2b fest auf dem ersten Teil 2a der Schale 2a, 2b aufgeschraubt ist.

Durch Lösen der Schrauben 9 kann die Klemmung aufgehoben werden. Nach Aufheben der Klemmung lässt sich das Basiselement 3a in der Schale 2a, 2b stufenlos in jede Richtung zur Längsachse 2' der Lagerschale 2a, 2b bzw. zur optischen Achse der Kamera drehen. Es ist somit durch Lösen der Schrauben 9 auf einfache Weise möglich, den Lichtstrahl der Ringlampe 3a, 3b, 3c, 3d zu justieren.


Anspruch[de]
Kamera zur Erfassung von Data-Matrix-Codes, mit einem Grundkörper (1), an welchem eine Ringlampe mit einem ringförmigen Basiselement (3a) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein als zweigeteilte Schale (2a, 2b) ausgebildeter Halter vorhanden ist, dessen erstes Teil (2a) mit dem Grundkörper (1) verbunden ist und dessen zweites Teil (2b) lösbar mit dem ersten Teil (2a) verbunden ist, wobei das Basiselement (3a) klemmend zwischen dem ersten Teil (2a) und dem zweiten Teil (2b) angeordnet ist. Kamera nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Halter (2a, 2b) eine kugelförmig gewölbte Innenfläche (4) und das Basiselement (3a) eine kugelförmig gewölbte Außenfläche (5) aufweist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com