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Dokumentenidentifikation DE202005017091U1 12.04.2007
Titel Zubehörsortiment für zahnärztliche Abformungen
Anmelder Kiefer, Inge H., 66763 Dillingen, DE
DE-Aktenzeichen 202005017091
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.04.2007
Registration date 08.03.2007
Application date from patent application 30.10.2005
IPC-Hauptklasse A61C 9/00(2006.01)A, F, I, 20051030, B, H, DE

Beschreibung[de]

Stand der Technik sind Abformlöffel aus Metall oder Kunststoff zur Abformung der Zahnsituation eines Patienten um damit die zahntechnischen Arbeitsmodelle herstellen zu können.

Hierbei werden unterschiedliche Materialien z. B. Silikone eingesetzt die angemischt werden und im Mund in wenigen Minuten aushärten aber noch elastisch sind um entnommen werden zu können.

Es ist von grundlegender Bedeutung eine Abformung zu erreichen die die Situation im Munde – insbesondere die Grenzen der zahnärztlichen Präparation an beschliffenen Zähnen exakt darzustellen. Nach wissenschaftlichen Studien und der langjährigen Erfahrung der Zahntechniker die später mit den vorliegenden Abformungen weiter arbeiten müssen sind ca 70 % dieser Abformungen eigentlich eindeutig zu unpräzise um damit einen präzise sitzenden Zahnersatz herstellen zu können. Die Folge sind mangelhafte Präzision und regelmäßige Neuanfertigungen von Zahnersatz was für alle beteiligten einen erheblichen Mehraufwand an Zeit und Geld bedeutet – mit den entsprechenden volkswirtschaftlichen Kosten.

Die Schwierigkeit exakte Abformungen herzustellen besteht in anatomischen Problemen wie z. B. zu stark anliegendes Zahnfleisch, Speichelfluss, Blutungen Knochendeformationen des Unterkiefers bei weiter Mundöffnung.

Sinn der Erfindung ist es daher ein Zubehörsortiment für zahnärztliche Abformungen anzubieten welches es dem Behandler erlaubt mit gezieltem Einsatz bei seiner Abformung für den abzuformenden Bereich einen Hohlraum zu schaffen der evakuiert werden kann.

Hierzu wird ein Platzhalter aus weichbleibendem Kunststoff in der Mitte des Abformlöffels eingelegt der wie eine Stimmgabel unter der Zahnreihe liegt und sinnvollerweise an der Mitte des Löffels aus dem Munde herausragt und sich dort konisch verbreitert um unterschiedliche Größen an Korrekturpistolengrößen aufnehmen zu können.

Die beiden hinteren Enden dieses Platzhalters greifen in die aufsteckbaren Schläuche ein die ihrerseits an jedem Ende des Löffels innerhalb der Wange des Patienten aus dem Mund herausführen und in einen weiteren Schlauch münden. Dieser weitere Schlauch ist dann so konstruiert dass er an der zahnärztlichen Absauganlage eingesteckt werden kann.

So wird der Abformlöffel bestückt und die erste Abformung – sinnvollerweise vor der Präparation mit sogenanntem „Putty" Silikon erstellt.

Nach dessen Aushärten wird die Abformung aus dem Munde des Patienten entnommen und der weiche Platzhalter nach Vorne abgezogen.

Dann wird mittels einem Instrument eine Verbindung zu dem nun vorhandenen Hohlraum unterhalb des abgebildeten Zahnkranzes geschnitten.

Für die Präzisionsabformung nach der Präparation kann nun der Abformlöffel wieder präzise in den Mund des Patienten zurückgesetzt werden. Wenn – was sinnvoll ist auch der Gegenkiefer durch entsprechenden Anteil an Vorabformmasse gefasst wurde – schließt der Patient nun den Mund und so stellt das ausgehärtete Putty eine Art Ventilrand dar.

Nun können die beiden im Putty verankerten hinteren Schläuche über den Hauptschlauch einfach an die zahnärztliche Absaugung angesteckt werden und so wird der abzuformende Bereich ständig gezielt abgesaugt.

Über den freien, von Außen zugänglichen konischen Ansatz kann nun mit Blutstillenden und/oder fettlösenden Mittels gezielt gespült und die Mundsituation auch getrocknet werden.

Danach setzt der Behandler die Pistole mit der Präzisions Korrekturmasse an der konischen Öffnung an, verschließt damit den Hohlraum und lässt die Absaugung so lange wirken bis ein entsprechender Unterdruck erzeugt ist.

Danach wird die Korrekturmasse mittels der Pistole eingebracht.

Durch den erzeugten Unterdruck fließt diese nun in den abzubildenden Hohlraum ein und stellt die Mundsituation endlich Blasen – und verzugsfrei in einer Präzision dar die mit den bisherigen Techniken nicht zu erreichen ist, denn im Prinzip wird eine Art Vakuum – Druckguss erzeugt.

Um gleichmäßige Schichtstärken auch an der restlichen Kaufläche erzielen zu können kann bei der Vorabformung mit einem aufgelegten Platzhalter gearbeitet werden – hier besteht aber eine relative Verrutschgefahr – oder vor der Korrekturabformung z. B. mit einer groben Fräse die abgebildete Kaufläche im Putty etwas abgetragen werden, dies ist abhängig von der Viskosität der später verwendeten Korrekturmasse.

Fig. 1
1
Absaugschlauch für Löffel
2
Hinterschnitt
3
Verbinder
4
Hauptschlauch für Absaugung
5
Anschluss passend zum Vorhandenen an Absaugung
Fig. 2
1
Platzhalter für gewünschten Hohlraum
2
konische Verbreiterung zur späteren Verwendung unterschiedlicher Spritzengrößen


Anspruch[de]
Zubehörsortiment für zahnärztliche Abformungen dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein aus dauerelastischem Kunststoff hergesteller Platzhalter angeboten wird der in den vorhandenen Abformlöffel eingelegt werden kann, mindestens ein elastischer Schlauch angeboten wird in den der Platzhalter mit seinem Ende exakt eingesteckt werden kann, einer Verbindung dieses Schlauches zu einem Hauptschlauch, der seinerseits exakt zur vorhandenen Absaugung aufsteckbar ist, die Verbindung dieser beiden Schläuche lösbar sein kann oder so gestaltet ist dass der elastische Schlauch in einem Stück so gestaltet ist dass er direkt an die zahnärztliche Absaugung angeschlossen werden kann und Halteklipps die die Bestandteile des Systems am Löffel halten und ein vorgefertigter Abformlöffel welcher die wesentlichen Merkmale der Erfindung beinhaltet.






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