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Dokumentenidentifikation DE212004000090U1 12.04.2007
Titel Beleuchtungsvorrichtung
Anmelder Defa A.S., Nesbyen, NO
Vertreter Kutzenberger & Wolff, 50668 Köln
DE-Aktenzeichen 212004000090
WO-Anmeldetag 09.07.2004
PCT-Aktenzeichen PCT/NO2004/000213
WO-Veröffentlichungsnummer 2006006862
WO-Veröffentlichungsdatum 19.01.2006
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 12.04.2007
Registration date 08.03.2007
Application date from patent application 09.07.2004
IPC-Hauptklasse F21S 8/00(2006.01)A, F, I, 20040709, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Beleuchtungsvorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.

Es sind bereits Beleuchtungskörper für den Gebrauch in Gebäuden oder im Freien bekannt, die aus einem Unterteil mit einer Lichtquelle und gegebenenfalls einer Elektronik zur Regulierung der Lichtquelle sowie aus einer vollständig oder teilweise lichtdurchlässigen Abdeckung bestehen und z. B. für die Beleuchtung privater und öffentlicher Umfelder und Areale wie etwa auf Dächern, an Mauern, in Unterführungen und auf Brücken, auf Bahnhöfen, in Parkhäusern, in Parks, auf Gleisen, Straßen und Wegen und so fort bestimmt sind. Ein Problem bei der Beleuchtung der oben genannten Bereiche war bisher die Schwierigkeit, dieselbe Vorrichtung für unterschiedliche Beleuchtungsaufgaben zu benutzen und eine zufrieden stellende Beleuchtungsstärke zu erreichen und andere Problemlösungen zu finden.

Ein weiterer Nachteil bei vielen bekannten Beleuchtungskörpern besteht darin, dass sie ohne aufklappbare Abdeckung ausgeführt sind, was zu Problemen bei Installation und Instandhaltung bei Montage an hoch gelegenen Stellen führt.

Aus dem Katalog der Firma Zumtobel Staff ist eine Beleuchtungsvorrichtung mit dem Namen „Emergency luminaries SI 6000" bekannt. Das Dokument zeigt eine Beleuchtungsvorrichtung in Form eines annähernd quadratischen Kastens, wobei zwei der Seitenwände jedoch schräg zur Unterseite verlaufen. Aus diesem Grunde sind die Befestigungsmöglichkeiten beschränkt. Außerdem ist die Beleuchtungsvorrichtung aufgrund mangelnder Dichtigkeit nicht für die Benutzung im Freien geeignet. Die Dichtigkeit ist durch die Bezeichnung „IP40" angegeben. Für den Einsatz im Freien sollte eine Beleuchtungsvorrichtung allerdings mindestens als „IP55" eingestuft sein. Laut Dokumentation eignet sich die Beleuchtungsvorrichtung als Notbeleuchtung sowie zur Kennzeichnung von Notausgängen, nicht jedoch für die Beleuchtung größerer Bereiche.

Weiterhin ist aus dem Katalog der Firma Fagerhult, 1999, S. 103, eine Beleuchtungsvorrichtung mit dem Namen „Armatur Sektor" bekannt. Sie hat eine allgemein längliche Form und zwei in Längsrichtung verlaufende Seitenwände, die in einem Winkel von ca. 90° zueinander stehen. Infolgedessen ist die Montage der Vorrichtung nur in zwei Positionen möglich. Außerdem verfügt die Beleuchtungsvorrichtung nicht über eine ausreichende Dichtigkeit für den Gebrauch im Freien.

Aus einem Katalog der norwegischen Firma Glamox ASA, 1999, S. 103, ist eine Beleuchtungsvorrichtung mit dem Namen „AXT vapor lamps" für den Einsatz in Tunneln und für den industriellen Gebrauch bekannt. Die Beleuchtungsvorrichtung besteht aus einer Bodenplatte und zwei schrägen Seitenwänden. Es ist jedoch nicht möglich, die Vorrichtung mittels einer der beiden Seitenwände zu befestigen, da dies das Öffnen der Abdeckung und damit den Zugang zur Lichtquelle verhindern würde. Infolgedessen scheint das Design der Seitenwände ausschließlich der Ästhetik zu dienen.

Aus einem Katalog der schwedischen Firma Fagerhults Belysning AB ist eine Beleuchtungsvorrichtung mit dem Namen „AHFive Opal" bekannt. Das Dokument zeigt eine gewöhnliche Vorrichtung für Leuchtröhren, wobei die einzige Ähnlichkeit mit der vorliegenden Erfindung die konvexe Abdeckung an der Vorderseite ist.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Beleuchtungsvorrichtung mit einer zufrieden stellenden Dichtigkeit für verschiedene Einsatzzwecke zu schaffen.

Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Beleuchtungskörper der eingangs beschriebenen Art bereitzustellen, der einfacher zu montieren ist als herkömmliche Beleuchtungskörper.

Eine weitere Aufgabe besteht in der Bereitstellung eines in jeder Situation benutzerfreundlich zu montierenden Beleuchtungskörpers.

Diese und andere Aufgaben werden mit einer Beleuchtungsvorrichtung gelöst, die ein allgemein rechteckiges oder quadratisches Gehäuse mit einer Bodenplatte, zwei Paar Seitenwänden und einer am Gehäuse angebrachten Abdeckung aufweist. Dabei stehen die Seitenwände jeweils in einem Winkel von ungefähr 45° zur Bodenplatte, wobei die Abdeckung aufklappbar am Gehäuse befestigt, aus durchsichtigem oder lichtdurchlässigem Material hergestellt und gegebenenfalls von einem Rahmen aus undurchsichtigem oder lichtundurchlässigem Material umgeben ist. Die Abdeckung ist vorzugsweise in Längsrichtung des Gehäuses konvex ausgebildet.

Die Bodenplatte und die Seitenwände sind vorzugsweise mit durchgehenden oder teilweise durchgehenden Ausnehmungen für die Montage der Vorrichtung über die Bodenplatte und/oder mindestens eine der Seitenwände ausgestattet.

Am Gehäuse und/oder an der Abdeckung ist vorzugsweise mindestens eine Nut zur Aufnahme einer Dichtungsschnur vorgesehen.

Die Erfindung wird im Folgenden mit einem Ausführungsbeispiel anhand der angeschlossenen Zeichnung näher beschrieben. In dieser zeigen

1a-f jeweils eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform der erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung, und

2a-e Montagemöglichkeiten für die Beleuchtungsvorrichtung nach 1.

Die 1a-d zeigen eine Ausführungsform einer Beleuchtungsvorrichtung nach der Erfindung. Die Beleuchtungsvorrichtung setzt sich zusammen aus einem Gehäuse (1) und einer aufklappbaren Abdeckung (2). Die Abdeckung (2) ist am Gehäuse (1) angelenkt.

Das Gehäuse (2) ist mit Montagepunkten, z.B. in Form von durchgehenden oder teilweise durchgehenden Ausnehmungen ausgestattet, um die Befestigung des Gehäuses an einer Tragfläche, z.B. an einer Wand, einer Decke, einem Pfahl oder Pfosten, einer Ecke etc. zu ermöglichen. Das Gehäuse (1) und die Abdeckung (2) können aus Metall oder Kunststoff mit entsprechenden Eigenschaften bestehen.

Die Abdeckung (2) besteht aus einer durchsichtigen oder lichtdurchlässigen Fläche, die gegebenenfalls ganz oder teilweise von einem Rahmen umgeben ist. Gegebenenfalls kann auch die gesamte Abdeckung (2) aus durchsichtigem oder lichtdurchlässigem Material bestehen. Eine Kante der Abdeckung (2) ist mit einem oder mehreren Scharnierelementen zum Anbringen an entsprechend geformten Scharnierelementen des Leuchtgehäuses (1) versehen. Die durchsichtige bzw. lichtdurchlässige Fläche der Abdeckung (2) kann z.B. aus Glas, Acryl, Polycarbonat oder einem ähnlichen Material bestehen. Der Rahmen kann aus Kunststoff oder Metall bestehen. In der Abdeckung (2) und/oder dem Gehäuse (1) können sich eine oder mehrere Nuten zur Aufnahme einer Dichtungsschnur aus etwa Gummi oder einem Elastomeren befinden. Der Zweck der Dichtungsschnur besteht darin, eine Abdichtung der Vorrichtung zu erzielen, die den verschiedenen Montagesituationen und Anwendungen Genüge leistet.

Wie aus 1a-f hervorgeht, besteht die Beleuchtungsvorrichtung aus einer Bodenplatte 3, in Längsrichtung verlaufenden Seitenwänden 4 und den Stirnwänden 5. Die Seitenwände 4 und die Stirnwände 5 stehen jeweils in einem Winkel von ungefähr 45° schräg zur Bodenplatte 3. Die Schräge der Stirn- und Seitenwände hat zur Folge, dass die Beleuchtungsvorrichtung auf verschiedene Weise montiert und für verschiedene Beleuchtungszwecke eingesetzt werden kann. Einige Anwendungsmöglichkeiten sind den

2a-e zu entnehmen. In der abgebildeten Ausführungsform weist die Beleuchtungsvorrichtung eine allgemein rechteckige Form auf. Es ist jedoch für den Fachmann nahe liegend, dass die Vorrichtung auch eine quadratische oder andere geometrische Form haben kann.

2a zeigt die Montage der Vorrichtung in einer Ecke, zum Beispiel zwischen Dach und Wand, wobei die längs verlaufenden Seitenwände 4 am Dach bzw. an der Wand anliegen. Infolgedessen leuchtet die Beleuchtungsvorrichtung schräg nach unten. 2b zeigt die Montage der Beleuchtungsvorrichtung an einer Wand, wobei nur eine der längs verlaufenden Seitenwände an der Wand anliegt. Infolgedessen leuchtet die Beleuchtungsvorrichtung schräg nach unten. 2c zeigt eine Beleuchtungsvorrichtung, bei der eine der Stirnwände 5 an der Wand befestigt ist. Infolgedessen steht die Beleuchtungsvorrichtung von der Wand ab und ist in einem Winkel von 45° nach oben ausgerichtet, so dass sie schräg nach unten leuchtet. 2d zeigt die Montage der Beleuchtungsvorrichtung in einer Ecke, zum Beispiel zwischen Wand und Dach, wobei die Seitenwände 5 zum einen an der Wand und zum anderen am Dach anliegen.

Es wird darauf hingewiesen, dass die oben beschriebenen Installationsmöglichkeiten nur als Beispiele dienen, und dass zusätzlich eine Reihe weiterer, für den Fachmann offensichtlicher Montagemöglichkeiten gegeben sind. Obwohl die Beleuchtungsvorrichtung hier als an einer Wand oder in einer Ecke montiert, z.B. zwischen Wand und Dach oder zwischen zwei Wänden, beschrieben wird, ist es für den Fachmann offensichtlich, dass sie an entsprechenden Stellen, beispielsweise an Pfosten, Ecken etc. befestigt werden kann.

Aufgrund ihres einzigartigen Designs kann eine erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung eine Anzahl traditioneller Beleuchtungsvorrichtungen ersetzen, z.B. Dach-, Wand-, Pfostenleuchtkörper oder Vorrichtungen zur Kennzeichnung, deren Zweck es ist, hinzuweisen, abzugrenzen oder zu beleuchten.

Die Beleuchtungsvorrichtung enthält außerdem eine elektronische Einheit, die alle notwendigen Komponenten und Kabel enthält. Dies hat eine beachtliche Gewichtsminderung der Vorrichtung zur Folge, was wiederum die Montage vereinfacht. Gleichzeitig wird die Instandhaltung beispielsweise durch Austausch eines Teils oder der Lichtquelle vereinfacht.

Es ist außerdem möglich, Bewegungsdetektoren oder ähnliche Geräte an der Beleuchtungsvorrichtung zu installieren.

Die Beleuchtungsvorrichtung kann sowohl in Gebäuden als auch im Freien für die Beleuchtung verschiedener Objekte, wie zum Beispiel Fassaden, Parkhäuser, Tunnel, Unterführungen und Übergänge, Eingangsbereiche, Straßen und Wege, Parks und Gleise, Bushaltestellen und Bahnhöfe, Warenhäuser, Einkaufszentren, Hotels, Eingangshallen, Flure etc. benutzt werden. Es ist für den Fachmann offensichtlich, dass das Erscheinungsbild der Beleuchtungsvorrichtung durch Auswahl verschiedener Farben, Materialien, Lackierungen etc. für verschiedene Einsatzzwecke verändert werden kann.


Anspruch[de]
Beleuchtungsvorrichtung, umfassend ein allgemein rechteckiges oder quadratisches Gehäuse (1) mit einer Bodenplatte (3), zwei Paar Seitenwänden (4, 5) und einer am Gehäuse (1) angebrachten Abdeckung (2), dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (4, 5) jeweils in einem Winkel von etwa 45° zur Bodenplatte (3) stehen, und dass die Abdeckung (2) aufklappbar am Gehäuse (1) angebracht ist, aus einem durchsichtigen oder lichtdurchlässigen Material hergestellt and gegebenenfalls mit einem Rahmen aus undurchsichtigem oder lichtundurchlässigem Material versehen ist, wobei die Abdeckung (2) vorzugsweise in Längsrichtung des Gehäuses (1) konvex ausgebildet sind. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bodenplatte (3) und die Seitenwände (4, 5) mit durchgehenden oder teilweise durchgehenden Ausnehmungen für die Montage der Vorrichtung über zumindest eine der Boden- und/oder Seitenwände versehen sind. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Gehäuse (1) und/oder der Abdeckung (2) mindestens eine Nut zur Aufnahme einer Dichtungsschnur vorgesehen ist.






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