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Dokumentenidentifikation DE60304740T2 12.04.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001570460
Titel MUNDSTÜCK EINER TROMPETE ODER EINES ÄHNLICHEN INSTRUMENTES
Anmelder Marosevic, Igor, Radovljica, SI
Erfinder Marosevic, Igor, 4240 Radovljica, SI
Vertreter WINTER, BRANDL, FÜRNISS, HÜBNER, RÖSS, KAISER, POLTE, Partnerschaft, 85354 Freising
DE-Aktenzeichen 60304740
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 18.02.2003
EP-Aktenzeichen 037131943
WO-Anmeldetag 18.02.2003
PCT-Aktenzeichen PCT/SI03/00004
WO-Veröffentlichungsnummer 2004051620
WO-Veröffentlichungsdatum 17.06.2004
EP-Offenlegungsdatum 07.09.2005
EP date of grant 19.04.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse G10D 7/10(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse G10D 9/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   G10D 9/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf Musikinstrumente, insbesondere Instrumente, bei denen der Ton mit Hilfe eines Luftstroms erzeugt wird, und bezieht sich insbesondere auf Mundstücke. Ferner bezieht sich die Erfindung auch auf Zubehör zum Spielen von Musikinstrumenten und auch auf Utensilien, die für die Durchführung von Übungen zum Spielen der Instrumente gedacht sind.

Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein Mundstück einer Trompete oder eines ähnlichen Musikinstrumentes zu konzipieren, welches einerseits dauerhaft am Musikinstrument angebracht wird und andererseits es alternativ ermöglicht, entweder das Instrument als solches zu spielen oder – wenn gewünscht – auch zu üben mit Hilfe des sogenannten Mundstück-Summen bzw. Mundstück-"Buzzing".

Zu Zwecken der Beschreibung der Erfindung schließt der Begriff "Musikinstrument" alle diejenigen Instrumente ein, bei welchen der Ton mittels eines Luftstroms erzeugt wird und bei denen ein rohrförmiges Mundstück verwendet wird. Demnach ist ein solches Instrument nicht nur eine Trompete, sondern auch ein Waldhorn, ein Kornett, eine Posaune, eine Tuba, ein Horn oder irgendein ähnliches Blechblasinstrument oder Blasinstrument.

Ferner sollte unter "Buzzing des Mundstücks" oder "Mundstück-Buzzing" das Simulieren des Spielens des Musikinstruments durch ausschließlichen Blasen in ein Mundstück verstanden werden, was vor dieser Erfindung nur nach Abnehmen eines Mundstücks vom Instrument möglich war.

Auf dieser Basis werden in der weiteren Erklärung ausschließlich zwei Begriffe, nämlich Trompete oder Instrument, verwendet, um eine permanente Aufzählung der Musikinstrumente zu vermeiden, ohne jedoch den Schutzbereich der Erfindung in irgendeiner Weise zu begrenzen.

Ein Mundstück einer Trompete oder eines ähnlichen Musikinstruments scheint ein relativ einfaches, achsensymmetrisches, rohrförmiges Teil zu sein, welches aufgrund seines konischen Endabschnitts in einen entsprechenden Verbindungsabschnitt einer Trompete oder eines ähnlichen Instruments eingesetzt werden kann. Der gegenüberliegende Endabschnitt des Mundstücks ist relativ ausgedehnt, nämlich verbreitert und verdickt, und weist eine trichterförmige Vertiefung auf, nämlich den sogenannten Trichter bzw. Kessel, und ebenso eine leicht abgerundete Umfangsfläche, den sogenannten Rand. Im Inneren eines solchen Mundstücks ist, in dessem zentralen Bereich ein konischer Durchgang, welcher vom Trichter zum Instrument hin aufgeweitet ist. In der Praxis sind zahlreiche Varianten solcher Mundstücke mit Standardlängen und anderen Dimensionen in Bezug auf deren Befestigung an verschiedenen durch verschiedene Hersteller hergestellte Instrumenten erhältlich, bei denen insbesondere die Gesamtlänge des Mundstücks und des entsprechenden Instruments berücksichtigt werden muss, da nur auf diese Weise ein korrektes Greifen des Instruments in seiner richtigen Position und ebenso in einer notwendigen Entfernung von den Lippen des Benutzer erreicht werden kann.

Der Aufbau des Mundstücks als solches, nämlich das Definieren bestimmter Eigenschaften wie die Form und die Abmessungen des Trichters, des Rands oder auch des konischen Durchgangs, einer gewünschten Dicke der Wand oder ähnlichem, ist in Bezug auf die Erzeugung gewünschter Töne beim Spielen jedes Instruments sowie beim Spielen jedes gewünschten Musikstiles von wesentlicher Bedeutung. Diese Aspekte sind weitgehend in US 5,847,300 (Hackl) beschrieben. Tatsächlich verwenden Musiker meistens oder versuchen es zumindest verschiedene Mundstücke, um verschiedene Probleme wie z. B. das Spielen verschiedener Musikstile, das Minimieren der Lippenvibration, das Vermeiden von Lippenschäden, das Beseitigen notwendigen Gewichts des Mundstücks und ähnlichem zu lösen. Solche Fragestellungen sind in verschiedenen Patentschriften, z. B. in JP 10-21408 A (Oshita), JP 05-127665 A (Daido Steel Co. Ltd.), US 2002/0066355 A1 (Parkos) beschrieben.

Wiederholtes Wechseln der Mundstücke kann bei einem Instrument zu verschiedenen anderen Problemen wie Verschleiß, Korrosion oder ähnlichem führen. Um solche Probleme zu vermeiden, weist ein Mundstück gemäß der oben erwähnten Patentanmeldung US 5,847,300 (Hackl) eine konische Verbindungseinrichtung auf, welche mit ihrem einen Endabschnitt in jedes gewünschte Instrument eingesetzt werden kann und welche auf ihrem anderen Endabschnitt mit einer Schraube versehen ist, so dass ein Mundstück, welches ebenfalls eine Schraube aufweist, an diesem befestigt werden kann.

Ferner werden verschiedene Utensilien beschrieben, welche eine gewisse Unterstützung beim Unterricht, insbesondere beim Spielen einer Trompete oder eines ähnlichen Instruments, bieten sollen. Ein Utensil ist in US 4,120,228 beschrieben, bei dem ein Spiegel vorgesehen ist, welcher über einen geeigneten Träger mit einem röhrenförmigen Teil verbunden ist, welches mit einem geeigneten Abstand vom Spiegel angeordnet ist. Ein solches Utensil ermöglicht jedem Benutzer eine gewünschte Selbstbeobachtung während des Blasens durch das röhrenförmige Teil, welches das Blasen in das Instrument simuliert und auf dessen Basis ein geeignetes Training der Mimik, welche aus der Betätigung der Lippen und der Gesichtsmuskulatur resultiert, durchgeführt werden kann.

Ein weiteres Utensil ist in US 6,316,707 B1 beschrieben, welches für den Unterricht mit einem Blechblasinstruments oder einem Blasinstrument vorgesehen ist und aus einer Halteeinrichtung, welche für die Befestigung des Instruments geeignet ist, und aus einer geeigneten Stützeinrichtung, an welchen der Kopf gestützt werden kann, besteht. Das Utensil soll durch ausreichendes Drücken des Instruments gegen die Lippen das Üben unterstützen, und daher das korrekte Drücken lehren. Ferner ist ein Mundstück in US 4,658,697 (Warren) beschrieben, welches aus einem transparenten Material besteht und welches bei dessen Verwendung die Beobachtung sowohl der Position als auch der Vibration der Lippen ermöglicht.

Ein Mundstückübungshalter ist in US 4,245,544 A offenbart.

Wie aus den genannten Quellen hervorgeht, ist es sehr wichtig bei Musikübungen nicht nur ein korrektes Spielen von Tonsequenzen, Bereich und Dauer der Stimme durch Drücken der Ventilknöpfe oder Blasen von Luft in das Instrument, sondern auch auf geeignete Gesichtsmimiken, Druck gegen die Lippen, das Halten des Instruments in einer korrekten Position und ähnliches zu achten.

Es ist ferner bekannt, dass Übungen beim Spielen einer Trompete oder ähnlicher Instrumente sowohl das Spielen des Instruments als auch das "Buzzing" eines Mundstücks beinhalten. Solches Mundstück-Buzzing ist Teil des tägliches Trainings, da sich während des Buzzings entweder erreichte Ergebnisse oder auch noch verbleibende Defizite wesentlich besser äußern als durch Spielen des Instruments selbst. Trotz verschiedener Vorteile hat ein solches Mundstück-Buzzing auch wesentliche Nachteile. Zum Beispiel ist der Widerstand beim Blasen der Luft in das Mundstück wesentlich geringer als der Widerstand, der beim Blasen in das Blasinstrument auftritt. Ferner ist es beim Mundstück-Buzzing immer schwierig, einen korrekten Druck zwischen dem Mundstück und den Lippen sowie eine korrekte Position des Mundstücks bezüglich des Mundes sicher zu stellen, d. h. im Sinne eines rechten Winkels der Längsachse des Mundstücks zum Mund. All diese Nachteile sind mit verschiedenen Problemen behaftet, welchen der Benutzer oder Schüler ausgesetzt ist.

Im Allgemeinen ist es notwendig, dass während des täglichen Trainings jedes Musikstück an das Mundstück gesummt bzw. gebuzzt wird und danach auf dem Instrument gespielt wird. Das bedeutet, dass das Mundstück vor dem Durchführen eines solchen Buzzing das Mundstück vom Instrument entfernt werden muss und nach dem Buzzing das Mundstück wieder auf das Instrument gesetzt werden muss. Neben dem wiederholten Entfernen und Anbringen des Mundstücks, welches einen gewissen Verschleiß des Mundstücks mit sich ziehen kann, gibt es verschiedene andere Nachteile z. B. wesentlicher Zeitverlust, Probleme mit der Intonation sowie die Probleme hinsichtlich des Herstellen eines korrekten Drucks zwischen den Lippen und dem Mundstück sowie mit der Positionierung des Mundstücks.

Es war Herr Mario Guanieri, der bei der Los Angeles Philharmonie Trompete spielte und sich all dieser Nachteile bewusst war, so dass er versuchte, ein Utensil zu entwickeln, welche unter dem kommerziellen Namen BERP (anderenorts auch als B.E.R.P., welches die Abkürzung für Buzz Extension and Resistance Piece ist) bekannt ist und der Öffentlichkeit in verschiedenen Werbemitteln von Produkten einer Firma Musical Enterprises, welche in Europa durch Eddition Blm. 2, rue de I'Industrie, CH-1630 Bulle (CH) vertreten wird, oder zur Zeit auch im Internet unter der Adresse http://www.brep.com zugänglich gemacht wurde bzw. wird. Unter anderem ist BERP auch eine in den U.S.A. registrierte Marke, welche der oben genannten Person bzw. ihrem Unternehmen gehört. Wenn die historischen Aspekte des diskutierten Utensils berücksichtigt werden, war die erste Version des Utensils geeignet, um zwischen dem Instrument und dem Mundstück eingesetzt zu werden, und es gab zwei Ziele dieses Vorschlags, nämlich erstens wiederholtes Entfernen und Anbringen des Mundstücks zu vermeiden und zweitens einen Widerstand während des Mundstück-Buzzing sicherzustellen, der dem beim Spielen des Instruments vorhandenen Widerstand entspricht. Dies war ohne Zweifel ein herausragender Erfolg, auf dessen Basis einerseits beim Mundstück-Buzzing ein geeigneter Widerstand erreicht wurde und andererseits auch eine Haltung erreicht wurde, welche sehr nahe an einer gewünschten Haltung lag, welche beim Spielen des Musikinstruments üblich ist. Das Utensil war jedoch immer noch mit ernsthaften Nachteilen behaftet, welche sogar in einer Abneigung gegen das Spielen des Instruments resultieren kann. Einerseits ist es offensichtlich, dass gerade das Vorhandensein von noch mehreren Einzelteilen als zuvor eine Multiplizierung ungewünschter Schritte aufgrund des Entfernens der Teile von dem Instrument oder beim Anbringen dieser an diesem und damit ebenso Verschleiß und die dafür benötigte Zeit mit sich bringt. Gleichwohl ist der kritischste Nachteil eine wesentliche Verlängerung der Gesamtlänge des Instruments bei dem hinzugefügten BERP um etwa drei bis vier Zentimeter, was ebenfalls eine unerwünschte Änderung der Distanz zwischen dem Rand am Mundstück und den Ventilknöpfen oder irgendeiner anderen zum Halten des Instruments vorgesehenen Stelle bedeutet. Da während des Spielens des Instruments jeder Musiker genau darauf konzentriert ist, die Musik entsprechend zu spielen einschließlich eine geeignete Haltung und Mimik zu erreichen und anderen bereits erwähnten Aspekten Genüge zu tun, kann er dabei einfach vergessen, dass sich die Länge des Instruments geändert hat. Entsprechend kann beim Ansetzen des Instruments an den Lippen eine sehr schmerzvolle Überraschung auftreten, wenn das Mundstück die Lippen oder sogar die Zähne trifft. Ferner ist die Haltung der Hände beim Spielen des mit einem solchen Utensil ausgestatteten Instruments ohne Zweifel anders als beim Spielen des Instruments als solches, welches sich wesentlich bei jüngeren Personen und Personen mit kürzeren Armen ausdrückt.

Offensichtlich war sich der Hersteller dieser Nachteile bewusst und hat vor kurzem weitere Entwicklungen durchgeführt, welche zu einem technisch ausgereifteren Produkt ebenfalls BERP genannt führten, welches ebenfalls auf der genannten Website gefunden wurde. Der Aufbau des Utensils bleibt im Wesentlichen der gleiche als zuvor, aber sein Anbringen am Instrument wurde auf eine unterschiedliche Art erreicht. Eine Klemme oder eine Schelle war dazu vorgesehen, durch welche ein Mundstück eingesetzt wurde, welches mit einer geeigneten Einrichtung zur Sicherstellung jedes gewünschten Widerstands versehen war, und andererseits wurde die Schelle durch Platzieren des Mundstücks am entsprechenden Instrument verlängert und anschließend mittels eines geeigneten Bolzens oder einer Schraube festgezogen. Durch Beseitigen verschiedener früherer Probleme sind durch diese verbesserte Version einige zusätzliche Nachteile entstanden. Es sollte nämlich berücksichtigt werden, dass ein Blechblasinstrument, wie z. B. eine Trompete, ein sehr kompliziertes rohrförmiges bzw. hohles Produkt ist, welches aus Messing oder ähnlichem Material besteht und sehr dünne Wände hat. Entsprechend ist das Instrument sehr sensibel auf Stöße oder ähnliche Beschädigungen und selbst kleine Verformungen können zur Unbrauchbarkeit oder sogar zur Zerstörung des Instruments als solches führen. Fachmänner, insbesondere Techniker, sollten verstehen, dass das Zusammenpressen der Schelle in dem Bereich, wo normalerweise nur ein leichtes Einsetzen eines konischen Verbindungsteils des Mundstücks vorgesehen ist, zweifellos zu ernsthaften Beschädigungen oder sogar Zerstörung des Instruments führen kann. Es ist ferner offensichtlich, dass das Mundstück in eine Position gebracht wird, welches nicht der Position des Mundstücks beim Instrument als solches entspricht, da die Längsachse des Utensils nicht mit der Längsachse des Mundstücksverbindungsteils des Instruments zusammenfällt, sondern bezüglich der letzteren Achse parallel ist. Dementsprechend ist der Musiker, wenn er das Musikinstrument spielt bzw. ein Mundstück-Buzzing vornimmt, unerwünschten Stößen an verschiedenen Teilen des Gesichts, nicht nur an Lippen oder Zähnen, sondern auch an Nase, Backe oder Kinn ausgesetzt. Neben dem Risiko, den Benutzer und/oder das Instrument solchen Schäden auszusetzen, bleiben auch die Probleme hinsichtlich der Dauer des Anbringens des Mundstücks oder des BERP an dem Instrument oder das Abnehmen dieses davon die gleichen als zuvor.

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Mundstück einer Trompete oder ähnlicher Musikinstrumente, welches aus einem achsensymmetrischen rohrförmigen Teil gebildet ist, das ein Verbindungsende hat, welches zum Einsetzen in ein Verbindungsteil einer Trompete oder eines ähnlichen Instruments geeignet ist, sowie ein verbreitertes und verdicktes gegenüberliegendes Spielende hat, wo eine trichterförmige Vertiefung, d. h. ein sogenannter Kessel, vorhanden ist, welche mit einem leicht abgerundeten Rand umgeben ist, und gleichzeitig ist das Mundstück mit einem zentralen Durchgang in Form einer drosselähnlichen Bohrung, welche sich entlang seiner gesamten Länge erstreckt, versehen, welche sich in geeigneter Weise konisch in Richtung vom Kessel zum Verbindungsende, nämlich zum Instrument hin, verbreitert.

Gemäß der Erfindung ist eine Belüftungsöffnung innerhalb der Wand eines Mundstücks in einer gewünschten Position zwischen seinem Verbindungsende und seinem Spielende vorgesehen, während an der Außenumfangsfläche der Wand des Mundstücks eine Sperreinrichtung vorgesehen ist, welche ebenfalls mit einer Belüftungsöffnung versehen ist und entweder von einer Stellung einer zumindest teilweisen Überdeckung beider Lüftungsöffnungen in eine andere Stellung ohne diese Überdeckung verstellt werden kann, und umgekehrt.

Dementsprechend ist wenigstens eine sich radial erstreckende Belüftungsöffnung zwischen seinem Verbindungsendabschnitt und dem Spielendabschnitt in der Wand des Mundstücks vorhanden und gleichzeitig ist an der Außenumfangsfläche der Wand des Mundstücks eine Sperreinrichtung vorgesehen, welche ebenfalls eine Lüftungsöffnung aufweist, so dass in einer bestimmten Stellung der Sperreinrichtung der Luftstrom vom zentralen Durchlass des Mundstücks durch die Lüftungsöffnung des Mundstücks sowie durch die Lüftungsöffnung der Sperreinrichtung nach außen zur Umgebung des Mundstücks ermöglicht wird, während in jeder anderen Stellung der Sperreinrichtung ein solcher Luftstrom unterbunden wird.

Eine bevorzugte Ausführungsform des Mundstücks gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass ein Sitz an der Wand des Mundstücks in dem Bereich der Belüftungsöffnung, nämlich eine zylindrische Vertiefung, welche sich wie eine Sehne bezüglich des Umfangs des Mundstücks oder wenigstens annähernd in dessen tangentialer Richtung erstreckt, wobei die Sperreinrichtung rohrförmig ist und eine Lüftungsöffnung aufweist, welche sich in deren radialer Richtung erstreckt, und darüber hinaus mit wulstigen Enden sowie einem Stellhebel ausgestattet ist, um mittels eines elastischen Bindeelements auf dem Mundstück gehalten zu werden. Ferner wird vorzugsweise die Sperreinrichtung mittels des elastischen Bindeelements zum Mundstück hingedrückt und weist eine Abflachung auf, welche zur Beibehaltung der Sperreinrichtung in einer jeweiligen bestimmten Stellung dient. Wenn gewünscht wird die Sperreinrichtung am Mundstück mittels eines elastischen Bindeelements angebracht, welches sich um wenigstens einen Teil der Sperreinrichtung und gleichzeitig auch um wenigstens einen Teil des Mundstücks herum erstreckt, wobei das Bindeelement ein O-Ring, insbesondere aus Gummi, sein kann.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform des Mundstücks der Erfindung wird die Sperreinrichtung an das Mundstück gedrückt und weist eine Lüftungsöffnung auf, welche geeignet ist, um so positioniert zu werden, dass sie, wenn gewünscht, mit der Lüftungsöffnung des Mundstücks auf geeignete Weise in die Überdeckung gelangt, und die innerhalb eines Schiebers vorhanden ist, welcher sich wenigstens annähernd in tangentieller Richtung bezüglich des Umfangs des Mundstücks erstreckt und entlang dem Inneren der Sperreinrichtung von seiner einen Endstellung in seine andere Endstellung verschoben werden kann.

Nun wird die Erfindung detaillierter anhand der Ausführungsformen, welche in den beigefügten Zeichnungen gezeigt sind, erklärt. Es zeigen:

1 eine Trompete, welche mit einem Mundstück gemäß der Erfindung ausgestattet ist;

2 eine Längsquerschnittsansicht eines Mundstücks, welches in einem zum Spiel des Instruments vorgesehenen Zustand gezeigt ist;

3 ist eine Längsquerschnittsansicht eines Mundstücks, welches in einem für das Mundstück-Buzzing vorgesehenen Zustand gezeigt ist;

4 eine Längsquerschnittsansicht in einer gegenüberliegenden Ebene;

5 eine Seitenansicht einer in den 1 bis 4 gezeigten Sperreinrichtung;

6 eine Querschnittsansicht der Sperreinrichtung entlang der Ebene VI-VI;

7 eine weitere Ausführungsform des Mundstücks, nämlich eine Längsquerschnittsansicht davon in der gegenüberliegenden vertikal angeordneten Ebene;

8 eine Draufsicht des Mundstücks in dem zum Spielen des Instruments vorgesehenen Zustand; und

9 eine Draufsicht des in den 7 und 8 gezeigten Mundstücks, in dem für das Üben mittels Mundstück-Buzzing vorgesehenen Zustand.

In 1 ist eine Trompete 1 als eine der möglichen Instrumente gezeigt, bei denen ein Mundstück gemäß der Erfindung verwendet werden kann. Die Trompete 1 weist ein Mundstück 2 auf, welches in einem rohrförmigen Verbindungsabschnitt 10 der Trompete 1 eingesetzt ist.

Das Mundstück 2 ist im Wesentlichen auf die gleiche Weise wie jedes andere bereits bekannte und allgemein verwendete Mundstück aufgebaut. D. h., das Mundstück ist ein achsensymmetrisches, rohrförmiges Teil mit einem konischen Verbindungsendabschnitt 21, der geeignet ist, um in den Verbindungsabschnitt 10 der Trompete 1 eingesetzt zu werden, sowie einem verbreiterten und verdickten, gegenüberliegenden Spielendabschnitt 22, wo eine trichterförmige Vertiefung, d. h. ein sogenannter Kessel 220, vorhanden ist, welche mit einem leicht abgerundeten Rand 221 umgeben ist, aber gleichzeitig ist das Mundstück 2 mit einem zentralen Durchgang 23 in Form einer drosselähnlichen Bohrung, die sich entlang dessen gesamter Länge erstreckt, versehen, welche sich in geeigneter Weise konisch in eine Richtung vom Kessel 220 zum Verbindungsendabschnitt 21, nämlich zum Instrument, d. h. der Trompete 1, verbreitert.

Gemäß der Erfindung ist in der Wand 25 des Mundstücks 2 eine Belüftungsöffnung 24 vorgesehen, welche sich wenigstens annähernd in radialer Richtung erstreckt und welche in einer gewünschten Position irgendwo zwischen dem Verbindungsendabschnitt 21 und dem gegenüberliegenden verbreiterten und verdickten Spielendabschnitt 22 des Mundstücks 2 angeordnet ist. Ferner ist eine Sperreinrichtung 3 an der Außenumfangsfläche des Mundstücks 2 neben dem Durchgang 24 vorhanden, wobei die Sperreinrichtung 3 für das Zusammenspiel mit dem Durchgang 24 bestimmt ist, so dass mit Hilfe der Sperreinrichtung 3 der zentrale Durchgang 23 des Mundstücks 2 über die Belüftungsöffnung 24 in der Wand 25 des Mundstücks 2 wahlweise entweder mit der äußeren Umgebung verbunden werden kann oder davon getrennt werden kann.

Die Position der Öffnung 24 und auch der Sperreinrichtung 3 wird auf eine solche Weise bestimmt, dass die Sperreinrichtung 3 auf einfache Weise durch jeden Benutzer während des Spielens des Instruments oder auch unmittelbar nach dem Spielen leicht erreicht werden kann, und darüber hinaus auch auf eine solche Weise, dass alle oben genannten Teile des Mundstücks 2 zumindest im Wesentlichen unverändert bleiben, so dass die Haupteigenschaften jedes Mundstücks 2 praktisch gleich bleiben. Eine sehr komfortable Stelle für das Anordnen einer Belüftungsöffnung 24 und zum Platzieren der Sperreinrichtung 3 ist überlicherweise nahe einem Bereich des Verbindungsendabschnitts 21 vorhanden, welcher außerhalb der Trompete 1 oder eines ähnlichen Musikinstruments liegt, was ebenfalls in der Zeichnung gezeigt ist.

Die bevorzugte Ausführungsform gemäß der 1 bis 4 enthält eine Sperreinrichtung 3, welche separat in den 5 und 6 gezeigt ist und an das Mundstück 2 über einen Sitz 26 befestigt wird, welcher in diesem Fall auf einfache Weise in Form einer zylindrischen Vertiefung hergestellt ist und sich wie eine Sehne bezüglich des Umfangs, d. h. wenigstens im Wesentlichen in einer tangentiellen Richtung, erstreckt. Wie aus 4 zu sehen ist, ist die Belüftungsöffnung 24 auch in dem Bereich des Sitzes 24 in der Wand des Mundstücks 2 vorgesehen. In diesem Fall weist eine rohrförmige Sperreinrichtung 3 eine Belüftungsöffnung 30 auf, welche sich zumindest im Wesentlichen in deren radialer Richtung erstreckt. Eine sehr einfache Befestigung an das Mundstück 2 wird durch die Tatsache ermöglicht, dass die Sperreinrichtung 3 wulstige Enden 31, 32 hat, so dass ein elastisches Bindeelement 33, zum Beispiel ein Ringelement wie ein O-Ring, um die Sperreinrichtung 3 und gleichzeitig auch um das Mundstück 2 angebracht werden kann. Um die Positionierung der Sperreinrichtung 3 zu vereinfachen, kann ein Hebel 34 daran vorgesehen sein. Ferner wird das Arretieren des Hebels 34 zusammen mit der Sperreinrichtung 3 in jeder gewünschten Position, wie es entweder zum Spielen des Instruments oder auch zum Mundstück-Buzzing notwendig ist, durch eine geeignete Abflachung 35 sicher gestellt.

Gemäß der Erfindung wird jedes gewünschte Mundstück 2 zusammen mit einem daran angeordneten Sperrelement 3 dauerhaft an der zugehörigen Trompete 1 oder irgendeinem ähnlichen Musikinstrument befestigt, d. h. sowohl beim Spielen des Instruments als auch beim Mundstück-Buzzing.

Wenn das Instrument gespielt wird, wird die Sperreinrichtung 3 in eine Stellung, wie sie in 2 gezeigt ist, gebracht. In einem solchen Zustand wird die Belüftungsöffnung 24 des Mundstücks 2 mit Hilfe des Sperrelement 3 geschlossen, da dessen Belüftungsöffnung 30 von der Belüftungsöffnung 24 des Mundstücks verschoben ist, so dass sich die Belüftungsöffnungen 24, 30 nicht überdecken. Wenn die Herstellung des Mundstücks 2, insbesondere dessen Belüftungsöffnung 24 und dessen Sitz 26, sorgfältig durchgeführt wird, bleibt die Form des inneren Durchgangs 23 des Mundstücks 2 praktisch diegleiche wie bei irgendeinem anderen Mundstück, so dass trotz Vorhandenseins der Belüftungsöffnung 30 und der Sperreinrichtung 30 auch die Produzierbarkeit verschiedener Töne mit Hilfe des Mundstücks 2 praktisch gleich bleibt, ohne irgendeinen ungewünschten Einfluss bezüglich der Qualität des Tons zu haben. Die Sperreinrichtung 3 wird in dem Sitz mit Hilfe seiner Abflachung 35 positioniert und mittels des elastischen Bindeelements 33 gegen das Mundstück gedrückt, so dass irgendein ungewünschtes Verschieben des Hebels 34 nahezu unmöglich ist.

Nach Beendigung des Spielens der Trompete oder eines ähnlichen Musikinstruments kann das Mundstück-Buzzing in einer sehr kurzen Zeit begonnen werden, ohne dabei das Mundstück 2 entfernen zu müssen, wobei nur der Hebel 34 der Sperreinrichtung 3 in eine andere Stellung, wie sie in den 1 und 3 gezeigt ist, verschoben werden muss. In einem solchen Zustand der Sperreinrichtgung 3 überdeckt sich die Position der Belüftungsöffnung 30 der Sperreinrichtung 3 mit einer Position der Belüftungsöffnung 24 des Mundstücks 2. Infolgedessen kann der Luftstrom, der daraus resultiert, dass der Benutzer in das Mundstück 2 bläst, nicht das Instrument erreichen, da er durch die Öffnung 24 des Mundstücks 2 und die Öffnung 30 der Sperreinrichtung 3 nach Außen zur Umgebung strömt. Wenn die Abmessungen beider Öffnungen 24, 30 in geeigneter Weise bestimmt werden, ist es ebenso möglich, einen gewünschten Widerstand herzustellen, welchem der Benutzer normalerweise beim Blasen der Luft in das Instrument ausgesetzt ist. Nach Beendigung solchen Buzzing ermöglicht eine einfache Verschiebung des Hebels 34 in eine andere Stellung wieder das Spielen des Instruments.

Eine weitere Ausführungsform der Sperreinrichtung 3 ist in den 7 bis 9 gezeigt; es kann ebenfalls angebracht werden, insbesondere auf ein gewünschtes Mundstück 2 mit einer Belüftungsöffnung 24 gedrückt werden, welche sich radial durch seine Wand 25 erstreckt und in geeigneter Position angeordnet ist, d. h. neben dem Verbindungsende 21 des Mundstücks 2. Die Sperreinrichtung 3 ist ebenso mit einer Öffnung 30 versehen, welche sich längs durch einen Schieber erstreckt, welcher tangential bezüglich des Mundstücks 2 angeordnet ist und von dessen einer Endstellung (8) in eine andere Endstellung (9) verschoben werden kann. Analog ermöglicht die Sperreinrichtung 3 entweder das Üben mit dem Mundstück, ohne dabei Luft in das Instrument zu blasen, durch wenigstens ein teilweises Überdecken der Belüftungsöffnung 30 der Sperreinrichtung 3 und der Belüftungsöffnung 24 des Mundstücks 2, oder ebenso das Spielen des Instruments, wenn keine Überdeckung der Öffnungen 24, 30 vorliegt.


Anspruch[de]
Mundstück einer Trompete oder ähnlicher Musikinstrumente, in Form eines axial symmetrischen rohrfömigen Teils mit einem zum Einsetzen in einen Verbindungsabschnitt (10) einer Trompete (1) oder eines ähnlichen Instruments angepassten Verbindungsendabschnitt (21) sowie einem entgegengesetzten verbreiterten und wulstigen Spielendabschnitt (22), wo eine Schale (220) in Form einer trichterförmigen Vertiefung vorhanden ist, welche mit einem leicht gerundeten Rand (221) umgeben ist, wobei gleichzeitig das Mundstück (2) mit einem zentralen Durchlass (23) in Form einer drosselähnlichen Bohrung, die sich entlang seiner gesamten Länge erstreckt, versehen ist, welche sich auf geeignete Weise in der Richtung von der Schale (220) zum Verbindungsendabschnitt (21), nämlich zum Instrument hin, konisch weitet, dadurch gekennzeichnet, dass

eine Lüftungsöffnung (24) in einer gewünschten Position zwischen dem Verbindungsendstück (21) und dem Spielendstück (22) in der Wand (25) des Mundstücks (2) vorgesehen ist, und

eine Sperreinrichtung (3) an der Außenumfangsfläche der Wand (25) des Mundstücks (2) vorgesehen ist, welche ebenfalls mit einer Lüftungsöffnung (30) ausgestattet ist und entweder von einer Stellung einer zumindest teilweisen Überdeckung beider Lüftungsöffnungen (24, 30) in eine andere Stellung ohne diese Überdeckung verstellt werden kann, oder umgekehrt.
Mundstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass

wenigstens eine sich radial erstreckende Öffnung (24) zwischen seinem Verbindungsendabschnitt (21) und Spielendabschnitt (22) in der Wand (25) des Mundstücks (2) vorhanden ist, und

eine Sperreinrichtung (3) an der Außenumfangsoberfläche der Wand (25) des Mundstücks (2) vorgesehen ist, welche ebenfalls eine Lüftungsöffnung (30) aufweist, so dass in einer bestimmten Stellung der Sperreinrichtung (3) ein Luftstrom vom zentralen Durchlass (23) des Mundstücks durch die Lüftungsöffnung (24) des Mundstücks (2) sowie durch die Lüftungsöffnung (30) der Sperreinrichtung (3) nach außen zur Umgebung des Mundstücks (2) ermöglicht wird, während in jeder anderen Stellung der Sperreinrichtung (3) ein solcher Luftstrom unterbunden wird.
Mundstück gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der Lüftungsöffnung (24) ein Sitz (26) an der Wand (25) des Mundstücks (2) angeordnet ist, nämlich eine zylindrische Ausnehmung, welche sich ähnlich einer tangentialen Sehne bezüglich des Umfangs des Mundstücks (2) oder wenigstens annähernd in dessen tangentialer Richtung erstreckt, wobei die Sperreinrichtung (3) rohrförmig ist und eine Lüftungsöffnung (30) aufweist, welche sich in deren radialer Richtung erstreckt. Mundstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperreinrichtung (3) wulstige Endabschnitte (31, 32) hat und mit einem Stellhebel (34) ausgestattet ist. Mundstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperreinrichtung (3) mittels eines elastischen Bindeelements (33) am Mundstück (2) angebracht ist. Mundstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperreinrichtung (3) mittels des elastischen Bindeelements (33) zum Mundstück (2) hin gedrückt wird und eine Abflachung (35) aufweist, welche zur Beibehaltung der Sperreinrichtung (3) in einer jeweiligen bestimmten Stellung dient. Mundstück nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperreinrichtung (3) am Mundstück (2) mittels eines elastischen Bindeelements (33) angebracht ist, welches sich um wenigstens einen Teil der Sperreinrichtung (3) und gleichzeitig auch um wenigstens einen Teil des Mundstücks (2) herum erstreckt. Mundstück nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindeelement (33) ein O-Ring ist. Mundstück nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Bindeelement (33) ein aus Gummi bestehender O-Ring ist. Mundstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperreinrichtung (3) an das Mundstück gedrückt wird und eine Lüftungsöffnung (30) aufweist, die vorgesehen ist, um so positioniert zu werden, dass sie, wenn gewünscht, mit der Lüftungsöffnung (24) des Mundstücks (2) auf geeignete Weise in Überdeckung gelangt, und die innerhalb eines Schiebers (37) vorhanden ist, welcher sich wenigstens annähernd in tangentialer Richtung bezüglich des Umfangs des Mundstücks (2) erstreckt und entlang dem Inneren der Sperreinrichtung (3) von seiner einen Endstellung in seine andere Endstellung verschoben werden kann.






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