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Dokumentenidentifikation DE60305360T2 12.04.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001342927
Titel Vorrichtung zum Befestigen eines Bauteils an einer Luftfahrzeugstruktur
Anmelder Airbus France, Toulouse, FR
Erfinder Rouyre, Francois, 31700 Cornebarrieu, FR;
Le Lay, Loic, 32600 L'Isle Jourdain, FR
Vertreter Prinz und Partner GbR, 80335 München
DE-Aktenzeichen 60305360
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 04.03.2003
EP-Aktenzeichen 033520040
EP-Offenlegungsdatum 10.09.2003
EP date of grant 24.05.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.04.2007
IPC-Hauptklasse F16B 35/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B64D 29/06(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befestigen eines Bauteils an einer Luftfahrzeugstruktur. Als Beispiel kann es sich um eine Verkleidung und insbesondere eine Bauchverkleidung eines Luftfahrzeugs handeln, die üblicherweise "belly fairing" genannt wird, oder auch um jegliche Art von Leitungen (für Strom, Luft, Wasser, hydraulische Flüssigkeit, ...).

In einem Flugzeug ist die Anzahl der Verankerungspunkte, die für das Befestigen eines Bauteils an der Flugzeugstruktur vorgesehen sind, begrenzt. Es geht tatsächlich darum, die Struktur nicht zu schwächen. Besondere Verfahren müssen deshalb eingesetzt werden, um in der Struktur Bohrungen und Gewindebohrungen auszuführen. Die durch das Einsetzen solcher Verfahren entstehenden Kosten sind relativ hoch, und es wird also mit Absicht die Anzahl der Befestigungspunkte beschränkt. Somit wird auch oft ein und derselbe Befestigungspunkt für die Befestigung mehrerer Bauteile verwendet.

Wenn ein Befestigungspunkt für mehrere Bauteile verwendet wird, ist zudem die Lage dieses Befestigungspunkts nicht unbedingt die ideale Lage für alle diese Bauteile. Für die Befestigung einer Bauchverkleidung eines Luftfahrzeugs ist es beispielsweise möglich, wenn es einen relativ großen Überstand zwischen dem freien Rand der Verkleidung und deren Befestigungspunkt gibt, den verfügbaren Befestigungspunkt zu verwenden und die Verkleidung ab diesem Punkt durch Triangulation zu befestigen. Eine erste, zur Verkleidung im Wesentlichen senkrechte Pleuelstange verbindet dann den Befestigungspunkt mit dieser Verkleidung. Die zweite Pleuelstange verbindet ihrerseits die Verkleidung mit dem nächsten Verbindungspunkt in der Nähe ihres freien Rands. Diese zweite Pleuelstange ermöglicht es, den Überstand zu begrenzen, ist jedoch der zur Normalen bezüglich der Verkleidung im Wesentlichen geneigt. Sie kann somit keinen starken Ausreißkräften entgegenwirken.

Das Dokument US-5,542,777 betrifft eine Befestigungsvorrichtung an einer Verbundplatte, die zwei nicht parallele Flächen und eine mittlere Verstärkung aufweist. Die Befestigungsvorrichtung weist eine Hülse auf, die einen Rand, der an einer ersten Fläche aufliegt, eine durchgehende Bohrung und einen kugelförmigen Hohlraum aufweist. Sie weist auch eine Mutter mit einem kugelförmigen Kopf und eine Stange mit Außen- und Innengewinde auf, die mit dem kugelförmigen Kopf fest verbunden ist. Ein Steg mit Innengewinde ist auf das Außengewinde der Stange so aufgeschraubt, dass die Länge der Befestigungsvorrichtung an die Dicke der Platte angepasst ist. Entweder die Stange oder der Steg weist zusätzliche Befestigungsmittel auf.

Das Ziel der vorliegenden Erfindung liegt somit darin, ein neue Befestigungsvorrichtung bereitzustellen, die nicht die an der Struktur eines Luftfahrzeugs üblichen Verankerungspunkte verwendet. Selbstverständlich muss eine solche Vorrichtung eine ausgezeichnete Befestigung der Elemente an der Struktur ermöglichen, da diese Vorrichtung eine Anwendung in der Aeronautik betrifft.

Zu diesem Zweck schlägt sie eine Vorrichtung zur Befestigung eines Elements an einer Luftfahrzeugstruktur vor, die Befestigungselemente einsetzt, die einerseits eine Stange aufweisen, die an einem ihrer Enden mit einem Kopf versehen ist und an ihrem anderen Ende an ihrer umlaufenden Wand eine Außenbearbeitung aufweist, und andererseits eine mit der Außenbearbeitung der Stange zusammenwirkende Hülse umfasst, um sich an dieser Stange zu befestigen, wobei die Stange mindestens eines Befestigungselements an der Seite ihrer Außenbearbeitung ein Längsinnengewinde aufweist.

Erfindungsgemäß umfasst diese Befestigungsvorrichtung Mittel zum Anbringen des Bauteils, die eine Gewindestange aufweisen, die mit dem Längsinnengewinde zusammenwirkt.

Somit befestigt sich das Bauteil an einem Befestigungselement der Struktur. Das zur Befestigung des Bauteils verwendete Innengewinde dient gewöhnlich nur zum Einsetzen des Befestigungselements. Solche Vorrichtungen werden manchmal "Pull-In-Vorrichtungen" genannt und dienen zum Zusammenfügen der Bestandteile der Struktur des Luftfahrzeugs. Die Erfindung schlägt die Verwendung eines Außengewindes einer Pull-In-Vorrichtung vor, um ein Bauteil nach dessen Einsetzen zu befestigen. Die Stange der Befestigungsvorrichtung ist üblicherweise so angebracht, dass das Innengewinde zur Innenseite des Flugzeugs liegt und somit dem zu befestigenden Bauteil entgegengesetzt ist. Es genügt hier, die Stange in umgekehrter Richtung anzubringen, damit das Innengewinde zur Befestigung des Elements dienen kann.

Die bearbeitete Stange kann einfach mit Gewinde versehen sein, und die entsprechende Hülse ist dann eine Mutter. Diese Stange kann auch die gleiche Form wie die einer Schraube haben, jedoch an Stelle des Außengewindes der Schraube Prägungen aufweisen. Die Hülse ist in diesem Fall ein Bördelring der auf das Ende der Stange gebördelt wird.

Die Anbringungsmittel weisen beispielsweise eine Bohrung auf, die sich im wesentlichen senkrecht zur bearbeiteten Stange erstreckt. Diese ermöglicht dann eine Verbindung zwischen der Befestigungsvorrichtung und der Verkleidung mittels eines Stifts, wie dies üblicherweise bei einer Befestigung mittels einer Pleuelstange ausgeführt wird.

Um das Festlegen der Befestigungsvorrichtung bezüglich der bearbeiteten Stange und dem Außengewinde zu gewährleisten, worauf sie befestigt ist, weist diese Vorrichtung vorteilhafterweise eine Gegenmutter auf, die mit der Gewindestange der Anbringungsmittel zusammenwirkt.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung dergestalt, dass die Anbringungsmittel aus einer Aufnahmeöse bestehen, die mit einer Gewindestange versehen ist. Die Befestigungsvorrichtung weist somit nur ein einziges Teil auf, das gegebenenfalls einer Gegenmutter zugeordnet ist.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung dergestalt, dass die Anbringungsmittel einerseits eine Gewindeachse, die mit dem Innengewinde der bearbeiteten Stange zusammenwirkt, und andererseits eine Abdeckung aufweisen, die auf der Achse befestigt ist. Diese Lösung setzt zwei Teile (und gegebenenfalls Gegenmuttern) ein. Sie ermöglicht es, eine korrekte Montage und Ausrichtung der Anbringungsmittel bezüglich des zu befestigenden Bauteils zu gewährleisten. Die Gewindeachse kann im Innengewinde fest verschraubt und anschließend die Abdeckung bezüglich der Achse positioniert werden.

Gemäß dieser letzten Ausführungsform ist die Abdeckung beispielsweise auf die Gewindeachse geschraubt und zwischen zwei Muttern angeordnet, die auf dieser Achse sitzen.

Gemäß einer Variante dieser Ausführungsform, die insbesondere zur Befestigung von Leitungen jeder Art (elektrisch, pneumatisch, hydraulisch, ...) geeignet ist, weisen die Anbringungsmittel beispielsweise eine Schelle auf, die mittels einer Schraube an der bearbeiteten Stange befestigt ist.

Die vorliegende Erfindung betrifft auch ein Luftfahrzeug, dessen Struktur Befestigungselemente aufweist, die einerseits eine Stange, welche an einem ihrer Enden mit einen Kopf versehen ist und am anderen Ende eine Außenbearbeitung an ihrer umlaufenden Wand aufweist, und andererseits eine mit der Außenbearbeitung der Stange zusammenwirkende Hülse umfassen, um sich an dieser Stange zu befestigen, wobei die Stange mindestens eines der Befestigungselemente auf der Seite ihrer Außenbearbeitung ein Längsinnengewinde aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Kopf mindestens eines Befestigungselements zur Innenseite des Luftfahrzeugs gerichtet ist, während die Stange und deren entsprechendes Innengewinde zur Außenseite des Luftfahrzeugs gerichtet sind.

Einzelheiten und Vorteile der vorliegenden Erfindung gehen deutlicher aus der folgenden Beschreibung anhand der beigefügten, schematischen Zeichnungen hervor, in welchen

1 in einer perspektivischen Ansicht und von unten ein Flugzeug und seine Bauchverkleidung (belly fairing) zeigt,

2 in einer perspektivischen Ansicht ein Beispiel einer Bauchverkleidung zeigt,

3 eine vergrößerte Teilschnittansicht entlang der Schnittlinie III-III in 1 ist, die die Befestigung der Bauchverkleidung in der Nähe eines freien Randes auf der Höhe des Flugzeugsflügels zeigt,

4 eine vergrößerte Ansicht der Einzelheit IV der 3 ist,

5 eine der 4 entsprechende Ansicht für eine Ausführungsvariante ist,

6 in einer Explosionsansicht die Befestigungsvorrichtung der 5 zeigt,

7 in einer Teilschnittansicht ein Befestigungselement zeigt, das eine erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung aufnehmen kann, und

8 eine Ausführungsvariante einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung darstellt, die am Befestigungselement der 7 angebracht ist.

Die 1 zeigt in perspektivischer Ansicht und von unten ein Passagierflugzeug. Dieses Flugzeug weist einen vorderen Rumpfteil 2 auf, von welchem zwei Tragflächen 4 ausgehen. Der untere Teil des vorderen Rumpfteils 2 trägt zwischen den Tragflächen 4 eine Bauchverkleidung 6, die gewöhnlich "belly fairing" genannt wird. Die 2 zeigt in perspektivischer Ansicht ein Beispiel einer solchen Bauchverkleidung 6. In dieser Figur ist zu bemerken, dass diese Bauchverkleidung 6 eine Außenfläche 8 aufweist, die durch Rippen verstärkt ist, die je nach ihrer Ausrichtung zur Achse des Flugzeugs 14 Rahmen 10 oder Schale 12 genannt werden. Die Außenfläche 8 weist Öffnungen 16 in der Höhe der Basis der Tragflächen 4 auf.

Eine erste Anwendung der vorliegenden Erfindung betrifft die Befestigung der Bauchverkleidung 6 an der Struktur des vorderen Rumpfteils 2 (3 bis 6). Sie betrifft insbesondere die Befestigung dieser Bauchverkleidung 6 auf der Höhe der für die Durchführung der Tragflächen 4 vorgesehenen Öffnungen 16.

Die 3 ist eine Ansicht im Querschnitt bezüglich der Achse des Flugzeugs 14. In dieser Figur ist ein Rahmen zu sehen, der mit dem Bezugszeichen 10' versehen ist (2 und 3). Außer dem Rahmen 10' und der Außenfläche 8 der Bauchverkleidung 6 zeigt die 3 auch eine Lasche 18, eine entsprechende Gegenlasche 20, einen Teil 22 der Basis einer Tragfläche 4 und ein Flügelunterseitenpaneel 24.

Das Flügelunterseitenpaneel 24 ist sandwichartig zwischen der Lasche 18 und ihrer Gegenlasche 20 eingeschlossen. Dies gilt auch für den Teil 22 der Basis der Tragfläche 4. Dieses Zusammenfügen erfolgt mit Hilfe von speziellen, sogenannten "Pull-In"-Schrauben 26. Im Gegensatz zu herkömmlichen Schrauben sind solche Schrauben für eine Scherwirkung bestimmt. Die 6 zeigt eine solche Schraube. Sie umfasst in herkömmlicher Weise einen Kopf 28 und eine Stange 30, die an ihrem dem Kopf 28 entgegengesetzten Ende ein Außengewinde 32 aufweist. Dieses Außengewinde ist zur Aufnahme einer Mutter 34 vorgesehen, wobei im Allgemeinen auch eine Scheibe 36 vorhanden ist. Um starken Scherwirkungen entgegenzuwirken, wird eine spanfreie Bearbeitung durchgeführt, und das für die Ausführung dieser Schraube gewählte Material ist eine für ihre hohe Festigkeit bekannte Legierung.

Wie in 6 zu sehen ist, weist die Schraube 26 auch ein Innengewinde 38 auf. Dieses Innengewinde 38 ist auf die Achse der Schraube 26 zentriert und in deren Stange 30 gebildet. Dieses Innengewinde 38 hat einen Durchmesser, der im Wesentlichen kleiner ist als der des Außengewindes 32. Es mündet in der dem Kopf 28 entgegengesetzten Seite der Schraube ein und erstreckt sich auf einer Länge im Allgemeinen zwischen 10 und 20 mm.

Üblicherweise ist die Schraube 26 so angebracht, dass nach der Anbringung der Kopf 28 an der Gegenlasche 20 anliegt, während sich die Scheibe 36 und die Mutter 34 auf der Seite der Lasche 18 befinden. Die Anbringung erfolgt, indem eine (nicht dargestellte) Gewindestange in das Innengewinde 38 eingeschraubt wird. Diese Gewindestange wird dann mit Hilfe eines hydraulischen Werkzeugs zum Inneren des Flugzeugs gezogen und nimmt die Schraube 26 mit sich. Die Stange 30 der Schraube 26 wird in Bohrungen aufgenommen, die in der Lasche 18, der Gegenlasche 20 und dem zu befestigenden Strukturelement hierzu vorgesehen sind. Die Durchmesser der gebildeten Bohrungen und der Stange 30 sind dergestalt, dass die Schraube 26 mit Kraftaufwand eingesetzt werden muss. Sobald die Schraube 26 eingesetzt ist, wird die Gewindestange des hydraulischen Werkzeugs aus dem Innengewinde 38 herausgezogen, und die Scheibe 36 sowie die Mutter 34 werden eingesetzt. Damit besteht ein Anzug der Mutter 34 bei einem vorgegebenen Drehmoment.

Die vorliegende Erfindung schlägt die Anbringung der Schraube 26 "in umgekehrter Richtung" vor, d.h. indem der Kopf 28 auf der Seite der Lasche 18 und die Mutter 34 auf der Seite der Gegenlasche 20 angeordnet sind. So befindet sich die Innengewinde 38 auf der Seite der Bauchverkleidung 6, und diese Innengewinde 38 dient somit als Befestigungspunkt für diese Verkleidung 6.

Die Anbringung der Schraube 26 wird hier nach derselben Vorgehensweise vorgenommen wie oben beschrieben, wobei die Schraube 26 einfach anders positioniert wird.

Die 4 zeigt ein Beispiel für die Befestigung der Außenverkleidung 6 unter Verwendung des Innengewindes 38. Die hier eingesetzte Befestigungsvorrichtung weist eine Achse 40 und eine Abdeckung 42 auf.

Die Achse 40 weist einen zentralen Teil 44 mit Abflachungen 46 sowie zwei koaxiale Gewindestangen 48 auf, die sich beidseitig des zentralen Teils 44 erstrecken. Eine Gewindestange 48 ist im Innengewinde 38 fest eingeschraubt. Eine Gegenmutter 50 ist zum Festhalten dieser Gewindestange im Innengewinde 38 vorgesehen.

Die Abdeckung 42 hat die Form eines Bügels mit einer Basis 52 und zwei Schenkeln 54. Diese erstrecken sich im Wesentlichen senkrecht zur Basis 52. Die Basis 52 ist mit einem Innengewinde versehen, so dass sie an der zweiten Gewindestange 48 der Achse 40 verschraubt werden kann. Die Basis 52 befindet sich somit in einer zur Gegenlasche 20 im Wesentlichen parallelen Stellung. Muttern 56 halten die Positionierung der Abdeckung 42 zur Achse 40.

Der Rahmen 10' ist mit einem Befestigungsteil 58 ausgestattet. Ein Stift 60 verbindet das Befestigungsteil 58 mit den Schenkeln 54 der Abdeckung 42. Bohrungen im Befestigungsteil 58 und in den Schenkeln 54 ermöglichen den Durchgang des Stifts 60.

Die 5 zeigt eine Ausführungsvariante der Befestigung der Bauchverkleidung 6 mittels der Schraube 26 und ihrem Innengewinde 38. Die Achse 40 und die Abdeckung 42 sind hier durch eine Aufnahmeöse 62 ersetzt. Diese ist in 6 in größerem Maßstab dargestellt. Sie weist einen Kopf 64 auf, an welche sich ein Gewindeteil 66 anschließt. Der Kopf 64 hat die gleiche Form wie ein Pleuelstangenkopf. Er ist im wesentlichen kreiszylindrisch und weist eine geringe Höhe im Verhältnis zu seinem Durchmesser auf. Er ist in der Mitte längsgebohrt und weist somit eine Bohrung 68 zur Aufnahme des Stifts 60 auf (5). Der Gewindeteil 66 erstreckt sich senkrecht zur Achse des Kopfes 64 und der entsprechenden Bohrung 68. Selbstverständlich entspricht das Gewinde dieses Gewindeteils 66 dem Innengewinde 38 der Schraube 26.

Die Anbringung der Aufnahmeöse erfolgt beispielsweise durch Festschrauben des Gewindeteils 66 im Innengewinde 38. In idealer Weise ist in dieser Position der Kopf 64 der Aufnahmeöse richtig ausgerichtet, um den Durchgang des Stifts 60 durch die Bohrung 68 und die entsprechende, im Befestigungsteil 58 vorgesehene Bohrung zu ermöglichen. Wenn die Ausrichtung jedoch nicht richtig ist, wird die Aufnahmeöse bis zu dieser richtigen Position abgeschraubt. Um diese Position zu halten, kann eine Gegenmutter 70 vorgesehen sein, die auf den Gewindeteil 66 aufgesetzt wird, bevor sie in das Innengewinde 38 eingeführt wird. Sobald sich die Aufnahmeöse in der richtigen Position bezüglich der Schraube 26 befindet, wird die Gegenmutter 70 dann gegen die Schraube 26 angezogen, so dass das Festlegen der Aufnahmeöse 62 gewährleistet ist.

Eine solche, wie oben beschriebene Befestigungsvorrichtung (4 oder 5) wird hier zusätzlich zur "herkömmlichen" Befestigungsvorrichtung verwendet. Die 3 zeigt zwei Vorrichtungen dieser Art. In dieser Figur ist tatsächlich ein erste Pleuelstange 72 zu sehen, die das Flügelunterseitenpaneel 24 mit dem Rahmen 10' verbindet. Auf diesem Flügelunterseitenpaneel 24 ist eine Befestigungsteil 74 des gleichen Typs wie das Befestigungsteil 58 (4 und 5) zu sehen. Die erste Pleuelstange 72 weist an ihren Enden jeweils eine Aufnahmeöse auf, und ein Stift ermöglicht es dann, diese Pleuelstange 72 am Befestigungsteil 74 zu befestigen. Die Pleuelstange 72 ist in gleicher Weise am Befestigungsteil 58 des Rahmens 10' befestigt.

Eine zweite Pleuelstange 76 ist in 3 dargestellt. Diese zweite Pleuelstange 76 verbindet das Befestigungsteil 74 mit dem Rahmen 10'. Der Befestigungspunkt am Rahmen 10' ist hier zur Mitte des Flugzeugs versetzt. Mit den Pleuelstangen 72 und 76 wird die Bauchverkleidung 6 durch Triangulation gehalten.

Es wäre auch möglich gewesen, ausgehend von noch demselben Befestigungsteil 74 eine Triangulation auszuführen, um die Bauchverkleidung 6 in der Nähe der Öffnung 16 zu halten. Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösungsalternative ermöglicht es, zunächst eine bessere Befestigung der Bauchverkleidung 6 an der Flugzeugstruktur zu sichern. Eine erfindungsgemäße, wie oben beschriebene Befestigungsvorrichtung (4 oder 5) ermöglicht es, Kräften zum Ausreißen der Bauchverkleidung 6 besser entgegenzuwirken, da diese Befestigungsvorrichtung im Wesentlichen senkrecht zur Verkleidung angeordnet ist und somit im Wesentlichen auf Zug arbeitet. Eine Pleuelstange wie die zweite Pleuelstange 76 ist zur Normalen bezüglich der Außenfläche 8 der Verkleidung stark geneigt und wirkt somit einer Kraft zum Ausreißen der Bauchverkleidung weniger wirksam entgegen.

Die Verwendung des Innengewindes 38 der Schraube 26 als Befestigungspunkt ermöglicht es auch, durch eine geeignete Auswahl der Schraube 26 den Überstand der Bauchverkleidung zu verringern. In 3 ist zu sehen, dass eine Pleuelstange wie die zweite Pleuelstange 76 nicht so nah am Durchgang 16 der Tragfläche 4 zum Eingriff kommen könnte wie die in dieser 3 dargestellte erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung.

Die Befestigungsvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung weist schließlich den Vorteil auf, weniger kostenaufwändig zu sein als die Lösungen des Stands der Technik, wobei wie weiter oben angeführt, eine hervorragende Befestigung gesichert wird. Es ist nämlich keinerlei Anordnung auf der Seite der Flugzeugstruktur vorzusehen, und die Anbringung einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung (beispielsweise einer Achse und Abdeckung bzw. einer Aufnahmeöse) erfordert nicht mehr (sogar weniger) Zeit als die Anbringung einer Pleuelstange.

Eine erfindungsgemäße Befestigungsvorrichtung kann auch mit einem anderen Befestigungselement als mit der Schraube 26 und ihrer Mutter 34 verwendet werden. Die 7 stellt ein anderes Befestigungselement dar, das auch die weiter oben beschriebenen erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtungen aufnehmen kann.

Das Befestigungselement der 7 besteht aus einer Stange 130 und einer Hülse 134. Die Stange 130 ist eine kreiszylindrische Stange. Sie weist an einem ihrer Enden einen Kopf 128 auf, der hier ein flacher Senkkopf ist. Das andere Ende der Stange 130 trägt umlaufende Prägungen 132, die eine Reihe von parallelen, kreisförmigen Nuten bilden. So wie die Stange 30 der Schraube 26 weist die Stange 130 auch ein Innengewinde 138 auf. Letzteres ist auf die Achse der Stange 130 zentriert und hat einen Durchmesser, der im Wesentlichen kleiner als der Außendurchmesser der Stange 130 ist. Das Innengewinde 138 mündet in der dem Kopf 128 entgegengesetzten Seite der Schraube 130 ein und erstreckt sich auf einer Länge im Allgemeinen zwischen 10 und 20 mm.

Die Hülse 134 ist ein auf die Prägungen 132 der Stange 130 bördelbares Teil. Sie weist eine im Wesentlichen glatte Innenfläche auf, die durch das Bördeln verformt wird, um sich an die Formen der Prägungen 132 eng anzupassen.

Die Stange 130 kann in die Bohrungen eingesetzt werden, ohne spezielle Werkzeuge verwenden zu müssen (im Gegensatz zur oben beschriebenen Schraube 26). Sobald sie eingesetzt ist, wird das mit Außengewinde versehene Ende eines Werkzeugs in das Innengewinde 138 eingeschraubt und zieht an der Stange 130, so dass ein starker Druck am Kopf 128 entsteht. Die Hülse 134 wird in die entgegengesetzte Richtung geschoben und gebördelt. Dadurch wird eine ausgezeichnete, unzerlegbare Verbindung erhalten. Sobald die Verbindung erreicht ist, wird das Werkzeug aus dem Innengewinde 138 herausgenommen, das frei bleibt.

Die 8 zeigt eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Befestigungsvorrichtung, die mit dem Befestigungselement der 7 kombiniert ist. Diese Ausführungsvariante könnte auch in Kombination mit einer Schraube 26 verwendet werden. In 8 verbindet das Befestigungselement ein Paneel 78 mit einem Strukturelement 80. Diese beiden Elemente werden zwischen der Hülse 134 und dem Kopf 128 verspannt. Nach dem Zusammenfügen dieser beiden Elemente bleibt das Innengewinde 138 frei. Es nimmt dann eine Schraube 82 auf, die zum Halten einer Befestigungslasche 84 verwendet wird. Diese Befestigungslasche weist eine Anlagefläche 86 auf, die gegen die Fläche der Stange 130 anliegt, in welcher das Innengewinde 138 mündet. Ein Rand 88 ist auf einer Seite dieser Fläche vorgesehen, um an der Außenwand der Hülse 134 in Anlage zu kommen und somit eine gute Positionierung der Befestigungslasche zu sichern. Dem Rand 88 entgegengesetzt ist die Befestigungslasche umgeklappt und trägt eine Schelle 90, die mit einem Bolzen 92 befestigt ist. Die Schelle kann dann jede Art von (elektrischen, pneumatischen, hydraulischen, ...) Leitungen aufnehmen. Die Größe und die Art der Schelle sind selbstverständlich an die Art der zu befestigenden Leitung angepasst.

Die vorliegende Erfindung beschränkt sich nicht auf die als nicht einschränkende Beispiele oben beschriebenen Ausführungsformen. Sie betrifft auch alle Ausführungsvarianten, die im Rahmen der folgenden Patentansprüche dem Fachmann verständlich sind.


Anspruch[de]
Vorrichtung zum Befestigen eines Bauteils (6, 90) an einer Luftfahrzeugstruktur, wobei diese Vorrichtung folgendes enthält:

– eine Stange (30; 130), die an einem ihrer Enden mit einem Kopf (28; 128) versehen ist und an ihrem anderen Ende einerseits eine Außenbearbeitung (32; 132) an ihrer umlaufenden Wand und andererseits ein Längsinnengewinde (38; 138) aufweist, und

– Mittel zum Anbringen des Bauteils (6, 90) an der Stange (30; 130), wobei diese Mittel an einem ersten Ende eine Gewindestange (48; 66; 82) aufweisen, die mit dem Längsinnengewinde (38; 138) zusammenwirkt,

dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung eine mit der Außenbearbeitung der Stange zusammenwirkende Hülse (34; 134) aufweist, um sich an dieser Stange (30; 130) so zu befestigen, dass ein Teil der Luftfahrzeugstruktur zwischen dem Kopf (28; 128) und der Hülse (34; 134) verspannt werden kann, und dass die Anbringungsmittel an einem zweiten Ende Befestigungsmittel (42; 64; 84) aufweisen.
Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anbringungsmittel eine Bohrung (68) aufweisen, die sich im wesentlichen senkrecht zur bearbeiteten Stange (48, 66) erstreckt. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Gegenmutter (50, 70) aufweist, die mit der Gewindestange (48, 66) der Anbringungsmittel zusammenwirkt. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anbringungsmittel aus einer Aufnahmeöse (62) bestehen, die mit einer Gewindestange (66) versehen ist. Befestigungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anbringungsmittel einerseits eine Gewindeachse (40), die mit dem Innengewinde (38) der Stange (26) zusammenwirkt, und andererseits eine Abdeckung (42) aufweisen, die auf der Achse (40) befestigt ist. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (42) auf die Gewindeachse (40) geschraubt und zwischen zwei Muttern (56) angeordnet ist, die auf dieser Achse (40) aufgesetzt sind. Befestigungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anbringungsmittel eine Schelle (92) aufweisen, die mittels einer Schraube (82) an der bearbeiteten Stange (130) befestigt ist. Luftfahrzeug, dessen Struktur Befestigungselemente aufweist, die einerseits eine Stange (30; 130), welche an einem ihrer Enden mit einen Kopf (28; 128) versehen ist und am anderen Ende eine Außenbearbeitung (32; 132) an ihrer umlaufenden Wand aufweist, und andererseits eine mit der Außenbearbeitung der Stange zusammenwirkende Hülse (34; 134) umfassen, um sich an dieser Stange (30; 130) zu befestigen, wobei die Stange mindestens eines der Befestigungselemente auf der Seite ihrer Außenbearbeitung (32; 132) ein Längsinnengewinde (38, 138) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülse (34; 134) mit dem Kopf (28; 128) zusammenwirkt, um eine Verspannung auszuführen, die zum Zusammenbau der Luftfahrzeugstruktur beiträgt, und dass der Kopf (28; 128) mindestens eines Befestigungselements zur Innenseite gerichtet ist, während die Stange (30; 130) und deren entsprechendes Innengewinde (38; 138) zur Außenseite des Luftfahrzeugs gerichtet sind.






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