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Dokumentenidentifikation DE102004006242B4 19.04.2007
Titel Antriebssystem zum Antrieb einer portablen Arbeitsmaschine, insbesondere eines Generators
Anmelder Frohne, Klaus, 01259 Dresden, DE
Erfinder Frohne, Klaus, 01259 Dresden, DE;
Schmidt, Günter, 01257 Dresden, DE
Vertreter Dr. Heyner & Dr. Sperling Patentanwälte, 01277 Dresden
DE-Anmeldedatum 05.02.2004
DE-Aktenzeichen 102004006242
Offenlegungstag 25.08.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2007
IPC-Hauptklasse H02K 7/18(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60L 11/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Antriebssystem zum Antrieb einer portablen Arbeitsmaschine und dabei eines zur Stromerzeugung genutzten portablen Generators, die mit einer motorseitig angetriebenen Achse bzw. Achswelle eines Fahrzeugs mittelbar gekoppelt sind.

Als portable Arbeitsmaschine wird im Nachfolgenden die Gesamtheit aller extern einsetzbaren Maschinen, wie z.B. Generatoren, Pumpen, Förderschnecken, Winden und dergleichen, bezeichnet.

Portable Generatoren finden z.B. Verwendung zur Erzeugung von Strom, wenn aufgrund eines Ausfalls oder einer Störung des Energieversorgungsnetzes kein Strom zur Verfügung steht. Stromausfälle sind auch in hoch entwickelten Industrienationen nicht unbedingt atypisch, denn Naturkatastrophen, Havarien oder Terrorakte sind unvorhersehbar und präventive Vorkehrungen im Bezug auf eine Notstromversorgung deshalb unerlässlich. Ferner werden diese portablen Generatoren, weltweit als Insellösung eingesetzt, um unanhängig vom Stromnetz arbeiten zu können.

Zur Sicherstellung der operativen Notstromversorgung im Katastrophenfall werden deshalb vorzugsweise mit Diesel- oder Benzinmotor angetriebene Notstromaggregate bei solchen Einrichtungen, wie Technisches Hilfswerk, Feuerwehr, Bundeswehr oder Katastrophenhilfsdienste, eingesetzt.

Eine weitere Möglichkeit Strom zu erzeugen besteht darin, über die motorseitig angetriebene Fahrzeugachse einen Generator mittelbar oder unmittelbar zu betreiben. Beräderte Fahrzeuge sind nahezu in allen Regionen der Welt verfügbar und vor allem auch dort, wo humanitäre Hilfsleistungen via Luftfracht nicht oder nur unter schwierigen Bedingungen erbracht werden können.

Mobile Generatoreinheiten weisen gegenüber konventionellen Notstromaggregaten eine um bis zu 60% geringere Masse auf. Darüber hinaus sind die Energieerzeugungskosten mittels dieser Generatoreinheiten wesentlich geringer, was Voraussetzung für eine rasche Verbreitung dieser Generatoreinheiten ist.

Generatoreinheiten kleinerer und mittlerer Leistungen, die mittelbar oder unmittelbar durch Fahrzeugräder angetrieben werden, sind bereits seit einigen Jahren bekannt und repräsentieren damit den Stand der Technik.

Aus GB 1 463 750 A ist eine Antriebssystem zum Antrieb eines portablen Generators bekannt. Dabei wird ein angetriebenes Rad eines Fahrzeuges mittels eines Aufstellbockes so angehoben, dass es keinen Kontakt zum Boden mehr hat. Die Welle eines am Aufstellbock lösbar angeordneten Generators wird an das aufgebockte Rad angepresst und direkt von diesem Rad angetrieben.

Damit wird der Generators weder über einen mit der Radnabe oder der Achswelle gekoppelten Adapterflansch betrieben, noch findet dafür ein Riemenantrieb Verwendung.

Die DE 31 11 214 A1 zeigt ebenfalls ein Antriebssystem zum Antrieb eines portablen Generators, wobei hier das Fahrzeug mit einem angetriebenen Rad auf zwei drehbar gelagerten Übertragungsrollen steht. Von einer der beiden durch das Rad angetriebenen Übertragungsrollen wird mittels eines Riemenantriebs ein an der Vorrichtung befestigter Generator angetrieben.

Auch hier findet die Bewegungsübertragung vom Rad auf die Übertragungsrollen durch eine Reibverbindung und nicht durch eine Ankopplung an die Radnabe bzw. die Achswelle statt

Weiterhin ist aus der US 2003/0227224 A1 bekannt, einen an einem Fahrrad, an Rollschuhen, etc. befestigten Generator mittels eines an einem Rad angebrachten Zahnrades zu betreiben, indem die Generatorwelle mit einem weiteren Zahnrad in das erste Zahnrad greift.

Hierbei handelt es sich aber um ein System, das nur bei Bewegung des z.B. Fahrrads elektrische Energie erzeugt. Ferner wird für die Übertragung kein Riemenantrieb verwendet.

Aus der DE 93 13 440 U1 ist ein Generator bekannt, der unmittelbar über einen Riemenantrieb mit den von einem Fahrzeugrad angetriebenen Walzen verbunden ist. Die erfindungsgemäße Konstruktion dieses Generatorantriebs besteht darin, dass zwei parallelsymmetrische Walzen und der Generator in einem als U-Profil ausgeführten Kasten horizontal angeordnet sind und diese Walzen über die Lauffläche des Antriebsrad mit dem Antriebsrad kraftschlüssig verbunden sind. In einer bevorzugten Ausgestaltung dieser Erfindung kann eine Walze auch selbst als Generator ausgebildet sein. Besonders nachteilig bei dieser Erfindung ist die Tatsache, dass diese Generatoreinheit einerseits konstruktionsbedingt sehr raumgreifend ist und andererseits nur durch Fahrzeuge mit entsprechend ausreichender Ladekapazität zu transportieren ist.

In der DE 88 13 662 U1 ist eine Vorrichtung zur Erzeugung von Strom offenbart, bei der zwei parallel zueinander und in horizontaler Ebene angeordnete Rollen zwischen einem oder mehreren Antriebsrädern platziert werden. Der Generator wird hierbei unmittelbar über sogenannte konstruktive Elemente mit den Rollen verbunden und angetrieben. Die Rahmenkonstruktion zur Aufnahme der Rollen und des Generators weist in axialer Richtung beidseitig Auffahrrampen auf. Der Nachteil besteht vor allem darin, dass keine Mittel vorgesehen sind, um die Abtriebsrollen unterschiedlich großen Fahrzeugsrädern anzupassen, was dazu führen kann, dass die notwendige Haftreibung zwischen dem als Antrieb genutzten Fahrzeugrad und den mit dem Generator gekoppelten Abtriebswalzen nicht oder nur unzureichend erzeugt wird.

Eine weitere Vorrichtung, die als Notstromaggregat dienen soll, ist aus der EP 0246 595 A1 bekannt. Hierbei treibt ein gegenüber der Geländeoberkante versenkt angeordnetes Rollenpaar die Antriebsräder eines arretierten Kraftfahrzeugs kraftschlüssig an. Die als Generatorräder ausgebildeten Rollenpaare sind hierbei in einem bauseitig erstellten Schacht versenkt angeordnet. Es wurde angeregt, dass das Fahrzeug mittels einer an der Wand fest verankerten Stange arretiert wird, um ein unbeabsichtigtes Wegrollen des Fahrzeugs infolge Unterbrechung oder Blockierens der Generatordrehbewegung zu unterbinden. Es wird deutlich, dass diese Konstruktion sehr kostenaufwendig ist und nur ein ausschließlich stationärer Betrieb realisiert werden kann. Darüber hinaus erfordert die Gesamtheit der Komponenten jedoch ein Freihalten eines nicht unerheblich kostenintensiven Bauraums.

Aus dem Stand der Technik vorbekannte Generatoreinheiten mit Generatorrädern, die für den mobilen Einsatz entwickelt wurden, weisen in ihrer Gesamtheit den Nachteil auf, dass sie sehr umständlich in der Handhabung sind und nur bedingt Mittel aufweisen, um die beim Anlaufen des Motors und Schalten des Getriebes des Fahrzeugs erzeugten stoßartigen Belastungen kompensieren zu können. Darüber hinaus ist an diesen Erfindungen besonders nachteilig, dass eine zielgerichtete Anpassung des Abtriebssystems an unterschiedlich große Fahrzeugräder, zum Zwecke der Generierung einer ausreichenden Haftreibung, nicht oder nur unzureichend erfolgen kann.

Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, ein mobiles und durch eine Achse bzw. Achswelle eines Fahrzeugs angetriebenes Antriebssystem auszubilden, das für kleinere und mittlere Leistungsbereiche vom jeweiligen Einsatzort unabhängig und damit universell einsetzbar ist, das die beim Anlaufen des Motors und durch das Schalten des Getriebes des Fahrzeugs erzeugten stoßartigen Belastungen kompensiert und das unabhängig von der Größe der Fahrzeugräder mit gleich bleibendem Wirkungsgrad zu betreiben ist. Zusätzlich soll eine schnelle Betriebsbereitschaft des Antriebssystems realisiert werden, indem die vom Fahrzeughersteller unabhängigen montagetechnischen Voraussetzungen des Antriebssystems optimiert werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst; die Unteransprüche zeigen weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.

Gemäß der Konzeption der Erfindung weist das Antriebssystem zum Antrieb einer portablen Arbeitsmaschine und dabei insbesondere eines Generators, die mit einer motorseitig angetriebenen Achse bzw. Achswelle eines Fahrzeugs mittelbar gekoppelt sind, folgende Komponenten auf:

  • • einen mit einer Radnabe der Achse bzw. Achswelle gekoppelten Adapterflansch, der seinerseits mit einer Antriebsriemenscheibe mit Lager und zugehöriger Achse in Wirkverbindung steht,
  • • einen Riemenantrieb als Kraftübertragung, wobei der Riemenantrieb die Antriebsriemenscheibe und eine Abtriebsriemenscheibe miteinander koppelt,
  • • eine Generatorwelle des Generators oder Antriebswelle der Arbeitsmaschine, die mit der Abtriebsriemenscheibe kraftschlüssig und/oder formschlüssig verbunden ist sowie
  • • einen Aufstellbock, der den Generator oder die Arbeitsmaschine trägt, und ein Lager für die Aufnahme der Achse aufweist.

Die zur Lagerung und Positionierung der Antriebsriemenscheibe eingesetzte Achse ist in axialer Verlängerung der Achse bzw. Achswelle des Fahrzeugs vorgesehen, aber getrennt von dieser angeordnet. Während ein Ende dieser Achse in dem Lager der Antriebsriemenscheibe gelagert und geführt ist, wird das andere Ende dieser Achse durch das zugehörige Lager des Aufstellbocks aufgenommen. Jeweils eines der Lager ist als Loslager und das komplementäre andere Lager als Festlager ausgeführt.

Zur Anwendung kommen hierbei Gleitlager und/oder Wälzlager, im letzteren Fall bevorzugt Radiallager.

Durch Verwendung eines Riemengetriebes können die mit der Achse bzw. Achswelle des Fahrzeugs in Wirkverbindung stehenden Arbeitsmaschinen bzw. Generatoren vor Überlastungen geschützt werden. Stoßartige Belastungen, die beispielsweise während des Anlaufen des Motors oder durch das Schalten des Getriebes generiert werden, werden durch die Elastizität des Riemens gedämpft.

Als Zugmittel für den Riemenantrieb werden Keil- aber auch Flachriemen verwendet. Während die Vorspannung des Riemengetriebes durch die konstruktionsbedingte Anordnung der Antriebsriemenscheibe zur Abtriebsriemenscheibe mittels des Aufstellbocks erzielt wird, kann durch eine selbsttätige Regelvorrichtung die gewünschte finale Riemenspannung erzeugt werden.

Der vorzugsweise orthogonal zur Aufstellfläche ausgerichtete Aufstellbock ist rahmenartig oder kastenförmig ausgebildet und derart ausgelegt, dass der daran befestigte Generator oder die Arbeitsmaschine in der vorgesehenen Position sicher gehaltert wird.

Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Antriebssystems ist vorgesehen, dass jeweils an der linken und rechten Fahrzeugsseite einer Achse bzw. Achswelle eine Antriebsriemenscheibe mittels eines Adapterflansches mit der Radnabe verbunden ist, also beidseitig ein Riemengetriebe angeordnet ist.

In diesem Fall ist die Generatorwelle des Generators bzw. die Antriebswelle der Arbeitsmaschine als eine parallel zur Achse bzw. Achswelle sich erstreckende Gelenkwelle ausgebildet. Die Gelenkwelle wird beidseitig im Bereich ihrer axialen Enden von sich gegenüberstehenden Aufstellböcken, nämlich für die linke und die rechte Fahrzeugseite aufgenommen. Damit ist die linke Abtriebsriemenscheibe und die rechte Abtriebsriemenscheibe mittels der Gelenkwelle derart miteinander koppelt, dass beide Seiten der Achse bzw. Achswelle eines Fahrzeugs zum Antrieb des Generators oder der Arbeitsmaschine verwendet werden.

Im einfachsten Fall wird zur Stromerzeugung nur ein Generator benötigt, der entweder an der linken oder rechten Fahrzeugseite durch den zugehörigen Aufstellbock gehaltert ist und mit der Gelenkwelle verbunden ist.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, dass an beiden axialen Enden der Gelenkwelle ein Generator angeschlossen ist, was zu einer für den Verschleiß der Antriebe des Fahrzeugs äußerst günstigen Konstellation führt.

Zur Anpassung des Antriebssystems an verschiedene Fahrzeugbreiten ist die Gelenkwelle über ihre Länge vorzugsweise variabel ausgebildet. Die Möglichkeit der Längenverstellung kann dadurch realisiert werden, indem die Gelenkwelle teleskopartig, segmentartig oder als Keilwelle gegebenenfalls unter Verwendung einer Trennkupplung ausgebildet wird.

Die signifikanten Merkmale und Vorteile der Erfindung sind im Wesentlichen:

  • • das Antriebssystem ist aus mehreren Einzelkomponenten aufgebaut und damit günstig zu transportieren, zu montieren und zu betreiben,
  • • eine mittelbare Kopplung zwischen der Achse bzw. Achswelle des Fahrzeugs und der Achse des Generators unter Verwendung eines preiswerten Riemengetriebes sichert eine einfache sowie zuverlässige Handhabung und leichte Pflege,
  • • das Riemengetriebe ermöglicht eine Übertragung hoher Drehzahlen,
  • • unter Verwendung einer Gelenkwelle kann ein symmetrischer und damit verschleißfreier beidseitiger Abtrieb an der Achse bzw. Achswelle realisiert werden sowie
  • • die in ihrer Länge einstellbare Gelenkwelle kann an verschiedene Fahrzeugachsbreiten angepasst werden.

Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung verschiedener Ausgestaltungen der Erfindung unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen.

Dabei zeigen die:

1: einen Axialschnitt des Antriebssystems unter Verwendung einer Gelenkwelle und eines daran angeschlossenen Generators

2: einen Querschnitt des Antriebssystems mit einer Darstellung des Riemengetriebes.

Den weiteren Ausführungen wird vorangestellt, dass für identische Komponenten des Antriebssystem der linken und rechten Fahrzeugsseite das gleiche Bezugszeichen verwendet wird. Zur Unterscheidung der Komponenten wird vereinbart, dass die vom Betrachter aus links angeordneten Komponenten zusätzlich mit einem Apostroph gekennzeichnet werden.

Die 1 zeigt einen Axialschnitt des Antriebssystems unter Verwendung einer Gelenkwelle 9 mit zugehörigen Gelenken 9.1 und eines an die Gelenkwelle 9 angeschlossenen Generators 8. An den axialen Enden der Frontachse bzw. der Frontachswellen 12 des nicht näher dargestellten Fahrzeugs sind die mit dem Bezugszeichen 1 und 1' gekennzeichneten Radnaben befestigt. An jede Radnabe 1, 1' schließt sich ein Adapterflansch 5, 5' an, der mittels Schrauben 10, 10' an der zugehörigen Radnabe 1, 1' befestigt wird. Der Adapterflansch 5, 5' seinerseits ist mit der Antriebsriemenscheibe 4, 4' des Riemenantriebs gekoppelt. Zur Kopplung sind hierzu ebenfalls Schrauben 11, 11' vorgesehen. Die Antriebsriemenscheibe 4, 4' weist eine zentrisch angeordnete Bohrung auf, in die ein Radiallager 4.1, 4.1' zur Aufnahme einer an späterer Stelle beschriebenen Achse 3, 3' eingebracht ist. Der Riemenantrieb umfasst des Weiteren eine Abtriebsriemenscheibe 6, 6', die mittels eines Flachriemens 7, 7' mit der Antriebsriemenscheibe 4, 4' in Wirkverbindung steht. Wie in der 2 detailliert gezeigt ist, weist die Abtriebsriemenscheibe 6 gegenüber der Antriebsriemenscheibe 4 einen wesentlich kleineren Durchmesser auf. Dies erweist sich als besonders vorteilhaft in Bezug auf eine zu erzielende Mindestdrehzahl der Generatorwelle 13. Da die Abtriebsriemenscheibe 6 fest mit der als Gelenkwelle 9 ausgebildeten Generatorwelle 13 verbunden ist, wird die Wirkverbindung zwischen dem Antrieb, also der Frontachse bzw. Frontachswelle des Fahrzeugs 12, und dem Abtrieb, also der Generatorwelle 13, sicher gewährleistet.

Der Generator 8 ist an dem orthogonal zur Aufstellfläche ausgerichteten Aufstellbock 2 durch Schrauben gehaltert und gesichert, wobei die Generatorachse in Betriebsposition rechtwinklig zur Rahmenebene steht.. Wie aus der 2 ersichtlich, ist der Aufstellbock 2 aus Gründen der Gewichtseinsparung und des besseren Handlings nur als dreieckiger Rahmen mit Aufnahmen für die Generatorhalterung ausgebildet. Zwei Schenkel des Dreiecks erstrecken sich von der Aufstellfläche bis unmittelbar oberhalb der Achse 3 der Antriebsriemenscheibe 4. Im Bereich der Verbindung dieser beiden Schenkel des als Dreieck ausgebildeten Aufstellbocks 2 ist ein nur in der 1 gezeigtes Radiallager 2.1, 2.1' ausgebildet, das zu dem Radiallager 4.1, 4.1' der Antriebsriemenscheibe 4, 4' parallel beabstandet angeordnet ist. Die bereits beschriebene Achse 3, 3' der Antriebsriemenscheibe 4, 4' wird an ihren axialen Enden einerseits durch das Lager 4.1, 4.1' der Antriebsriemenscheibe 4, 4' und andererseits durch das Lager 2.1, 2.1' des Aufstellbocks 2, 2' gelagert und geführt. In der dargestellten Ausführungsvariante ist das Lager 4.1, 4.1' der Antriebsriemenscheibe 4, 4' als Loslager und das Lager 2.1, 2.1' des Aufstellbocks 2, 2' als Festlager ausgebildet.

Die Vorspannung des Riemens 7, 7' wird dadurch sichergestellt, indem die nur andeutungsweise dargestellten Drehachsen der Antriebsriemenscheibe 4, 4' und der Abtriebsriemenscheibe 6, 6' mittels des Aufstellbocks 2, 2' in erforderlicher Weise voneinander beabstandet sind. Die Drehachse der Abtriebsriemenscheibe 6, 6', die derjenigen der Generatorwelle 13 bzw. Gelenkwelle 9 entspricht, wird durch die Position des Generators 8 relativ zum Aufstellbock 2 festgelegt. Die Drehachse der Antriebsriemenscheibe 4, 4' dagegen, die gleichzeitig auch der Drehachse der Fahrzeugachse bzw. Fahrtzeugachswelle 12 entspricht, ist durch die Platzierung des Lagers 2.1, 2.1' des Aufstellbocks 2, 2' festgelegt. Es ist somit unerheblich, welcher Fahrzeugtyp in Verbindung mit dem erfindungsgemäßen Antriebssystems eingesetzt wird.

Die 2 illustriert einen Querschnitt des erfindungsgemäßen Antriebssystems mit einer Darstellung des Riemengetriebes. Wie bereits bei den Erläuterungen zu 1 vorgetragen, besteht das dargestellte Riemengetriebe aus einem Flachriemen 7, 7', der Abtriebsriemenscheibe 6, 6' und der Antriebsriemenscheibe 4, 4', zwischen denen der Flachriemen 7, 7'vorgespannt ist. Die für den jeweiligen Belastungs- und Anwendungsfall notwendige finale Riemenspannung wird durch eine nichtdargestellte selbsttätige Regelvorrichtungen sichergestellt. Die zur temporären Arretierung der Antriebsriemenscheibe 4, 4' an dem nur in der 1 dargestellten Adapterflansch 5, 5' dienen Befestigungselemente 11, die bei diesem Ausführungsbeispiel als Schrauben ausgebildet sind. Diese Schrauben sind über einer Umfangslinie der Antriebsscheibe 4, 4' gleichmäßig verteilt angeordnet. Die Abtriebsriemenscheibe 6, 6' weist einen wesentlich kleineren Durchmesser als die Antriebsriemenscheibe 4, 4' auf und ist form- und gegebenenfalls auch kraftschlüssig mit der Generatorwelle 13 lösbar verbunden. Der nur schematisch angedeutete Generator 8 wird mittels des Aufstellbocks 2 in seiner horizontalen Position gegenüber der Aufstellfläche gehaltert. Der nur als Rahmen mit Aufnahmen für die Befestigung des Generators 8 ausgebildete Aufstellbock 2 hat in der dargestellten 2 den Aufbau eines nahezu gleichseitigen Dreiecks. Der ggf. zerlegbare Rahmen besteht aus einer Profilkonstruktion, die aus fertigungstechnischen Gründen im Wesentlichen aus einem Leichtmetall aufgebaut ist. Während sich zwei der von den Schenkeln des dreieckigen Profilrahmens eingeschlossenen Winkeln im Bereich der Aufstellfläche befinden, ist der zugehörige dritte Winkel des Dreiecks im Bereich der Achse 3, 3' der Antriebsriemenscheibe 4, 4' platziert. Zwei Schenkel der Rahmenkonstruktion verlaufen folglich in Richtung der Drehachse der Antriebsriemenscheibe 4, 4'.

1, 1'
Radnabe
2, 2'
Aufstellbock
2.1, 2.1'
Lager des Aufstellbocks 2, 2'
3, 3'
Achse
4, 4'
Antriebsriemenscheibe
4.1, 4.1'
Lager der Antriebsriemenscheibe 4, 4'
5, 5'
Adapterflansch
6, 6'
Abtriebsriemenscheibe
7, 7'
Riemen
8
Generator/Arbeitsmaschine
9
Gelenkwelle
9.1
Gelenke der Gelenkwelle 9
10, 10'
erste Befestigungselemente
11, 11'
zweite Befestigungselemente
12
Achse/Achswelle des Fahrzeugs
13
Generatorwelle/Antriebswelle


Anspruch[de]
Antriebssystem zum Antrieb einer portablen Arbeitsmaschine (8), insbesondere eines Generators (8), die mit einer angetriebenen Achse bzw. Achswelle (12) eines Fahrzeugs mittelbar gekoppelt ist, wobei zur Kopplung folgende Komponenten vorgesehen sind:

[A] ein mit einer Radnabe (1) der Achse bzw. Achswelle (12) gekoppelter Adapterflansch (5), der seinerseits mit einer Antriebsriemenscheibe (4) mit Lager (4.1) und zugehöriger Achse (3) in Wirkverbindung steht,

[B] ein Riemenantrieb (7) als Kraftübertragung, wobei der Riemenantrieb (7) die Antriebsriemenscheibe (4) und eine Abtriebsriemenscheibe (6) miteinander koppelt,

[C] eine Generatorwelle (13) des Generators (8) oder Antriebswelle (13) der Arbeitsmaschine (8), die mit der Abtriebsriemenscheibe (6) kraftschlüssig und/oder formschlüssig verbunden ist sowie

[D] ein Aufstellbock (2), der den Generator (8) oder die Arbeitsmaschine (8) trägt, und ein Lager (2.1) für die Aufnahme der Achse (3) aufweist.
Antriebssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (3) in axialer Verlängerung, aber getrennt von der Achse bzw. Achswelle (12) vorgesehen ist, deren eines Ende in dem Lager (4.1) der Antriebsriemenscheibe (4) und deren anderes Ende in dem Lager (2.1) des Aufstellbocks (2) geführt ist. Antriebssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Komponenten [A], [B] und [C] des Antriebssystems jeweils an der linken und rechten Fahrzeugsseite einer Achse bzw. Achswelle (12) vorgesehen sind, wobei die Generatorwelle (13) des Generators (8) oder die Antriebswelle (13) der Arbeitsmaschine (8) als eine parallel zur Achse bzw. Achswelle (12) sich erstreckende Gelenkwelle (9) ausgebildet ist, und ein zweiter, dem Generator (8) oder der Arbeitsmaschine (8) gegenüberliegende Aufstellbock (2') das andere Ende der Gelenkwelle (9) aufnimmt, und damit die linke Abtriebsriemenscheibe (6') und die rechte Abtriebsriemenscheibe (6) mittels der Gelenkwelle (9) derart miteinander koppelt sind, dass beide Seiten der Achse bzw. Achswelle (12) eines Fahrzeugs zum Antrieb des Generators (8) oder der Arbeitsmaschine (8) verwendet werden. Antriebssystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkwelle (9) zur Anpassung des Antriebssystems an verschiedene Fahrzeugbreiten über ihre Länge variabel ausgebildet ist. Antriebssystem nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Gelenkwelle (9) teleskopartig und/oder als Keilwelle und/oder mit einer Kupplung ausgebildet ist. Antriebssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Radnabe (1) der Achse bzw. Achswelle (12) sowie die Antriebsriemenscheibe (4) jeweils mittels Befestigungsmitteln (10, 11), z. B. mittels Schrauben, mit dem Adapterflansch (5) lösbar verbunden sind. Antriebssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der orthogonal zur Aufstellfläche ausgerichtete Aufstellbock (2) mit dem Generator (8) oder der Arbeitsmaschine (8) lösbar verbunden ist. Antriebssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Lager (4.1) der Antriebsriemenscheibe (4) als Loslager und das komplementäre Lager (2.1) des Aufstellbocks (2) als Festlager ausgebildet sind.






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