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Dokumentenidentifikation DE102004016068B4 19.04.2007
Titel Eckwinkel für eine Flanschverbindung von Klimatisierungskanälen
Anmelder Smitka-Profex GmbH, 58644 Iserlohn, DE
Erfinder Smitka, Günter, 58644 Iserlohn, DE
Vertreter Wenzel & Kalkoff, 58452 Witten
DE-Anmeldedatum 30.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004016068
Offenlegungstag 27.10.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2007
IPC-Hauptklasse F16L 23/14(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F24F 13/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   E04B 1/38(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   E04F 17/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Eckwinkel für eine Flanschverbindung von Klimatisierungskanälen nach dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Eckwinkel und Flanschprofile werden zur Herstellung rahmenartiger Flansche verwendet, die zur Verbindung von Kanalteilstücken jeweils an deren Enden angeordnet sind. Die Flansche benachbarter Kanalteilstücke werden dabei mittels Schrauben, die durch Bohrungen in den Eckbereichen der Eckwinkel greifen, verbunden und weitgehend luftdicht abgedichtet.

Zum Herstellen der Flansche werden die Schenkel der Eckwinkel in die hierfür vorgesehenen Öffnungen der Flanschprofile eingesteckt und z. B. durch Punktschweißen oder durch Verkörnern an diesen befestigt. Aus DE 94 09 398.9 sind Eckwinkel der im Oberbegriff von Anspruch 1 angegebenen Art bekannt geworden, die beim Eintreiben ihrer Schenkel in die Flanschprofile eine Befestigung durch Verformung eines Abschnitts des Flanschprofils an dessen Öffnung bewirken. Die Verformung des Blechrandes des Flanschprofils am Eckwinkel setzt jedoch voraus, dass der Eckwinkel mit Hammerschlägen oder anderweitigen Druckmitteln in das Flanschprofil eingetrieben wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Verbinden des Eckwinkels mit dem Flanschprofil zu erleichtern.

Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst.

Für das Verbinden der Eckwinkel mit den Flanschprofilen ist jeweils ein Bügel an einer der breiten Seiten jedes Schenkels des Eckwinkels ausgestanzt, der von der breiten Seite des Schenkels vorsteht und eine offene Tasche bildet. In diese gleitet das Profilblech des zugeordneten Flanschprofils leicht klemmend hinein und wird dort klemmend festgehalten, wenn der Schenkel des Eckwinkels von Hand bis in seine Endposition in die Öffnung des Flanschprofils eingesteckt wird. Der Abstand des Bügels von der Ebene der Oberfläche der breiten Seite des Schenkels entspricht im wesentlichen der Blechdicke des Profilblechs des Flanschprofils. Damit erreicht man ein sicheres Festhalten der Wandung des Flanschprofils am Eckwinkel, je nach den gegebenen Fertigungstoleranzen auch eine Klemmung der Wandung des Flanschprofils in der Tasche unter dem Bügel.

Auf diese Weise wird das Flanschprofil durch eine Klemmverbindung am Eckwinkel festgehalten, ohne dass man den Schenkel des Winkels mit Hammerschlägen oder dergleichen in das Flanschprofil eintreiben und das Flanschprofil verformen muss. Nach dem Einstecken des Schenkels in das Flanschprofil wird der Schenkel dort gewöhnlich bereits durch eine – je nach den Toleranzen der Abmessungen des Schenkels und des Flanschprofils – mehr oder weniger starke Klemmung zwischen den Profilblechen des Flanschprofils gehalten. Diese wird nun erfindungsgemäß verstärkt, indem das Profilblech in der Endposition in der offenen Tasche des Bügels am Schenkel des Eckwinkels zusätzlich festgehalten wird. Vor allem wird durch das Festhalten des Flanschprofils unter dem Bügel auch vermieden, dass ein klaffender Spalt beim Verschrauben der Eckwinkel bzw. der rahmenartigen Flansche entsteht. Denn der Bügel hält das Blech des Flanschprofils an dieser kritischen Stelle durch Klemmung fest, ohne dass das Flanschprofil hierfür durch den Einsatz von Werkzeugen, nämlich durch Eintreiben des Schenkels des Eckwinkels mit Schlag- oder Druckwerkzeugen, verformt werden muss. Der so erreichbare Zusammenhalt zwischen Eckwinkeln und Flanschprofilen reicht für die Handhabung des Flanschrahmens beim Aufsetzen auf das Kanalteilstück und zum Ausrichten und Aneinanderschrauben der Flanschrahmen aus. Das Flanschprofil liegt glatt und dichtend am Eckwinkel an – ohne Gefahr von Undichtigkeiten durch Verformungen des Flanschprofils zwecks Befestigung am Eckwinkel.

Der Bügel soll möglichst über einen ausreichenden Abschnitt seiner Länge im wesentlichen parallel zur Ebene der Oberfläche der breiten Seite des Schenkels des Eckwinkels verlaufen, damit sich ein ausreichender flächiger Eingriff zwischen dem Bügel und dem in die Tasche eingeschobenen Blechabschnitt des Flanschprofils ergibt.

Der Bügel und die mit ihm gebildete Tasche sollen auf dem Eckwinkel so angeordnet und ausgebildet sein, dass das Flanschprofil beim Erreichen der vorgegebenen Eindringtiefe des Schenkels im Flanschprofil gegen das innere Ende des Bügels stößt. Dadurch wird die Länge des Bügels für die Haltewirkung voll ausgenutzt. Zusätzlich bildet das innere Ende des Bügels noch einen Anschlag für die Begrenzung der Eindringtiefe des Schenkels im Flanschprofil.

Bestandteil der Erfindung ist auch eine Verbindungsanordnung für einen Eckwinkel und ein Flanschprofil mit einer Ausbildung des Eckwinkels nach einem oder mehreren der Ansprüche 1–4 sowie mit den vorstehend angegebenen Vorteilen.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnungen näher erläutert. In den Zeichnungen zeigen:

1 eine Draufsicht auf einen teilweise dargestellten Eckwinkel;

2 eine Schnittansicht eines Teils eines Eckwinkels zur Veranschaulichung einer Verbindung eines Schenkels des Eckwinkels mit einer Blechwandung eines Flanschprofils.

Ein in 1 teilweise dargestellter Eckwinkel 1 weist zwei Schenkel 2 auf, die von einem Eckenbereich 5 mit einer Bohrung 4 und mit einer Stufe 7 ausgehen.

Im Übergangsbereich 8 des Eckenbereichs 5 und des Anfangs des Schenkels 2 ist aus dem Blech des Eckwinkels 1 vorzugsweise mittig an der breiten Seite 3 des Schenkels 2 ein Bügel 9 in der dargestellten Weise ausgeformt, so dass sich zwischen dem Bügel 9 und der ausgestanzten Öffnung 9' eine offene Tasche 10 bildet.

Beim Einstecken des Schenkels 2 des Eckwinkels 1 in einen nicht dargestellten Flanschprofilzuschnitt – zur Bildung eines rahmenartigen Flansches zum Verbinden benachbarter Teilstücke eines Klimatisierungskanals – gleitet ein Profilblech 15 des Flanschprofils (nur das Profilblech 15 des Flanschprofils ist in 2 dargestellt) leicht klemmend in die Tasche 10 unter dem Bügel 9 bis zum Anschlag an dessen innerem Ende 11. Hierfür entspricht die Dicke D des Profilblechs 15 im wesentlichen dem Abstand A des Bügels 9 von der Ebene der Oberfläche 2' der breiten Seite 3 des Schenkels 2. Hierfür ist kein Hammerschlag oder die Benutzung eines anderen Druck- oder Schlagwerkzeugs und/oder etwa eine Verformung des Randes des Profilblechs 15 erforderlich. Es genügt ein Einstecken des Schenkels 2 des Eckwinkels 1 in das Flanschprofil von Hand.

Der Bügel 9 befindet sich grundsätzlich nur an der Außenseite des Eckwinkels 1 und damit auch des Flanschprofils mit Bezug auf den Flanschrahmen, damit dessen Anlage- und Dichtungsseite nicht beeinträchtigt wird.

Damit das Profilblech 15 auch bei Fertigungsungenauigkeiten leicht in die Tasche 10 gleiten kann, kann man eine Schräge 13 oder eine Wölbung an der Vorderkante des Bügels 9, wie dargestellt, vorsehen, um einen Einlauftrichter 14 zu schaffen.

Das vorstehende Ausführungsbeispiel gilt sowohl als Beispiel für den erfindungsgemäßen Eckwinkel als auch als Beispiel für die erfindungsgemäße Verbindungsanordnung zwischen dem Eckwinkel und dem Flanschprofil.


Anspruch[de]
Eckwinkel für eine Flanschverbindung von Klimatisierungskanälen aus aneinander gesetzten im Querschnitt rechteckigen Kanalteilstücken aus Blech, an deren Enden zum Verbinden der Kanalteilstücke jeweils ein rahmenartiger Flansch aus Flanschprofilen mit in Öffnungen der Flanschprofile einsteckbaren Eckwinkeln aufgesetzt ist, wobei der Eckwinkel an der breiten Seite jedes Schenkels im Übergangsbereich zwischen dem Eckenbereich und dem Schenkelansatz mindestens einen an drei Seiten aus dem Schenkel ausgestanzten und eine offene Tasche bildenden Bügel für eine Verbindung zwischen dem Schenkel des Eckwinkels und dem Profilblech des Flanschprofils aufweist und wobei das Profilblech des dem Schenkel zugeordneten Flanschprofils in diese Tasche geführt wird,

dadurch gekennzeichnet, daß

der Abstand (A) des Bügels (9) von der Ebene der Oberfläche (2') der breiten Seite (3) des Schenkels (2) im wesentlichen der Blechdicke (D) des Profilblechs (15) des Flanschprofils entspricht,

– so dass beim Einstecken des Schenkels (2) des Eckwinkels (1) von Hand das Profilblech (15) in die offene Tasche (10) des Bügels (9) leicht klemmend gleiten kann und zwischen der Oberfläche 2' der breiten Seite (3) des Schenkels (2) und dem Bügel (9) – ohne Verformung des Profilblechs (15) durch den Bügel (9) im Bereich der Ausstanzung – klemmend festgehalten wird,

– wenn der Schenkel (2) bis in seine Endposition in die Öffnung des Flanschprofils eingesteckt wird.
Eckwinkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel (9) mindestens über einen erheblichen Teil seiner Erstreckung parallel zur Ebene der Oberfläche (2') des Schenkels (2) verläuft. Eckwinkel nach einem der Ansprüche 1–2, dadurch gekennzeichnet, daß das innere Ende (11) des Bügels (9) so angeordnet ist, daß das Profilblech (15) beim Erreichen der vorgegebenen Eindringtiefe des Schenkels (2) im Flanschprofil gegen das innere Ende (11) des Bügels (9) stößt. Eckwinkel nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel (9) an seiner Vorderkante eine Schräge (13) oder eine Wölbung aufweist, um einen Einlauftrichter (14) zu schaffen. Verbindungsanordnung für einen Eckewinkel und ein Flanschprofil, wobei die Verbindung dadurch gekennzeichnet ist, daß der Eckwinkel (9) nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist.






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