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Dokumentenidentifikation DE102004021508B4 19.04.2007
Titel Verfahren und Vorrichtung zur Reinigung des Feuchtmittels einer Druckmaschine
Anmelder Technotrans AG, 48336 Sassenberg, DE;
Westfalia Separator GmbH, 59302 Oelde, DE
Erfinder Walczyk, Christian, 48155 Münster, DE;
Brüggemann, Christian, 33378 Rheda-Wiedenbrück, DE;
Mackel, Jürgen, 59302 Oelde, DE
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 33617 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 30.04.2004
DE-Aktenzeichen 102004021508
Offenlegungstag 24.11.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2007
IPC-Hauptklasse B41F 7/32(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B41F 7/24(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B41F 35/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung, zur Reinigung des Feuchtmittels einer Druckmaschine.

Ein Feuchtmittel dient beim Offset-Druck zum Anfeuchten der Walzen bei der Aufnahme und der Übertragung von Druckfarbe. Das Feuchtmittel besteht zumeist im wesentlichen aus Wasser mit einem Zusatz von Alkohol und weiteren Zusätzen. Das Feuchtmittel ist während des Druckvorgangs durch Aufnahme von Farbresten, Staub, etc. einer zunehmenden Verschmutzung ausgesetzt. Auf der anderen Seite wird eine Wiederverwendung des Feuchtmittels angestrebt, da sich auf diese Weise der Wasserverbrauch und die Kosten für die Zusatzmittel sowie andererseits die Entsorgungskosten in Grenzen halten lassen. In vielen Fällen werden daher Feuchtmittelsysteme im Kreislauf betrieben. Zumeist wird das Feuchtmittel nach dem Gebrauch gefiltert oder anderen Reinigungsvorgängen unterworfen und sodann in einen Feuchtmitteltank zurückgeführt. Dabei kann auch das Mischungsverhältnis zwischen Wasser und Zusatzstoffen neu justiert werden. Bekannt ist auch eine Reinigung des Feuchtmittels durch einen Zentrifugal-Separator, in dem sich die Schmutzpartikel vom Feuchtmittel abtrennen. Separatoren dieser Art gibt es auch als Ausführungsformen mit selbsttätiger Entleerung (siehe DE 199 55 624 A1).

Die WO 01/28776 A1 zeigt und beschreibt ein Feuchtmittelsystem für Druckmaschinen, das Filter, eine Temperaturregelung und eine Entschäumungseinrichtung umfaßt. Das Feuchtmittel wird in einem Sammelbehälter gesammelt und von diesem über einen Auslaß, der sich in mittlerer Höhe des Sammelbehälters befindet, zur erneuten Verwendung der Druckmaschine zugeführt. Durch Abziehen des Feuchtmittels in mittlerer Höhe des Sammelbehälters wird verhindert, dass Feuchtmittel mit einem hohen Schmutzpartikelanteil, das sich unten befindet, oder Feuchtmittel mit schwimmenden Schmutzbestandteilen, die sich oben befinden, der Wiederverwendung zugeführt wird.

Die Abtrennung des Feuchtmittel-Schmutzpartikel-Gemisches im Separator bewirkt naturgemäß, dass dieses Gemisch nach wie vor einen relativ hohen Anteil von an sich verwertbarem Feuchtmittel enthält.

Eine weiterführende Trennung von Feuchtmittel und Schmutzpartikeln ließe sich mithilfe von Filtern erreichen, die in der Praxis häufig verwendet werden. Filter werden in der Form von Filtermatten, Bandfiltern, Filterbeuteln usw. eingesetzt.

Diese Filtermaterialien stellen Verbrauchsmaterialien dar und sind sowohl durch die Beschaffung als auch durch die spätere Entsorgung mit Kosten verbunden. Dies gilt insbesondere auch für die Notwendigkeit, dass die Filtermaterialien regelmäßig durch Personaleinsatz gewechselt werden müssen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren und eine Vorrichtung zu schaffen, die es gestatten, möglichst viel verwertbares Feuchtmittel zurückzugewinnen.

Die gestellte Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Aufgrund unterschiedlicher Dichteverhältnisse setzen sich in dem Schmut- und Feuchtmittelbehälter in der Regel unten die Schmutzpartikel ab, während Ölreste die obere Schicht bilden und das noch brauchbare Feuchtmittel die mittlere Schicht bildet. Man kann daher durch geeignete Anordnung eines Überlaufs die mittlere Schicht abziehen und damit von der unteren Schmutzpartikelschicht und der oberen Ölschicht trennen. Bei einer anderen Verteilung der Schichten ist der Überlauf entsprechend anders einzusetzen.

Vorzugsweise ist oben und gegebenenfalls auch unten ein höhenverstellbares Wehr vorgesehen, das so einstellbar ist, dass die unten befindlichen Schmutzpartikel und die oben schwimmenden Ölreste zurückgehalten werden.

Die gestellte Aufgabe wird ferner durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 2 gelöst.

Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung näher erläutert.

Die einzige Figur ist ein schematisches Schaltbild zur Erläuterung des Ablaufs des erfindungsgemäßen Verfahrens.

In der Zeichnung ist mit 10 ein Feuchtmitteltank bezeichnet. Von diesem Feuchtmitteltank 10 aus wird in nicht gezeigter Weise Feuchtmittel zu dem zugehörigen Druckwerk der Druckmaschine transportiert und gebrauchtes Feuchtmittel zurückgeleitet. Diese Einzelheiten sind nicht dargestellt. Unabhängig davon wird von dem Feuchtmitteltank 10 über eine Leitung 12 mithilfe einer Pumpe 14 Feuchtmittel abgezogen und einem Zentrifugal-Separator 16 zugeleitet. Dieser Separator wirkt selbstentleerend. Er dient zu einer weitgehenden Trennung von Feuchtmittel und Schmutzpartikeln. Der Separator gibt daher über eine Leitung 18 weitgehend gereinigtes Feuchtmittel in einen Feuchtmittelsammelbehälter 20 ab. Andererseits wird von dem Separator 16 ein Schmutzpartikel-Feuchtmittelgemisch über eine Leitung 22 in einen Schmutz- und Feuchtmittelbehälter 24 abgegeben.

Der Schmutz- und Feuchtmittelbehälter 24 ist mit dem Feuchtmittelsammelbehälter 20 durch einen Überlauf 26 verbunden, der in der Zeichnung nur schematisch dargestellt ist. Der Überlauf 26 geht vom mittleren Bereich des Schmutz- und Feuchtmittelbehälters 24 aus, so dass in dem Schmutz- und Feuchtmittelbehälter 24 Schmutzpartikel nach unten absinken und Ölreste nach oben aufschwimmen können, während in mittlerer Höhe weitgehend reines Feuchtmittel zur Verfügung steht. Diese Feuchtmittelschicht kann über den in mittlerer Höhe ansetzenden Überlauf 26 abgezogen werden. Dabei kann von oben und gegebenenfalls auch von unten ein Wehr in den Überlauf hineinragen. Diese Wehre können in senkrechter Richtung einstellbar sein, so dass sie wie eine Blende lediglich die Schicht hindurchlassen, die im wesentlichen aus reinem Feuchtmittel besteht.

Von dem Feuchtmittelsammelbehälter 20 geht eine Leitung 28 aus, in der sich eine Pumpe 30 befindet. Über die Leitung 28 kann das gereinigte Feuchtmittel aus dem Feuchtmittelsammelbehälter 20 zurück in den Feuchtmitteltank 10 gepumpt werden.

Die Anordnung der beiden Behälter 20, 24 mit dem sie verbindenden Überlauf 26 führt dazu, dass für die Reinigung des Feuchtmittels eine weitere Reinigungsstufe zur Verfügung steht, ohne dass zusätzliche Filtereinheiten verwendet werden müssen.

Der Aufwand für die Entsorgung verbrauchten Trennmittels wird reduziert.


Anspruch[de]
Verfahren zur Reinigung des Feuchtmittels einer Druckmaschine mit einem automatisch entleerenden periodisch arbeitenden Separator (16), der die Schmutzpartikel und Ölreste vom Feuchtmittel abtrennt, der das abgetrennte Feuchtmittel einem Feuchtmittelsammelbehälter (20) zuführt und das verbleibende Schmutz- und Feuchtmittelgemisch in einen Schmutz- und Feuchmittelbehälter (24) einleitet, wobei das Schmutz- und Feuchtmittelgemisch in dem Schmutz- und Feuchtmittelbehälter (24) bei ruhendem Separator zum schichtweisen Absetzen gebracht wird und die das Feuchtmittel enthaltende mittlere Schicht zwischen einer oberen Ölschicht und einer unteren Schmutzpartikelschicht durch einen Überlauf (26), der durch ein von oben in den Überlaufstrom eintauchendes Wehr und von unten anhebbares Wehr begrenzt wird, in den Feuchtmittelsammelbehälter (20) überführt wird. Vorrichtung zur Reinigung des Feuchtmittels einer Druckmaschine, mit einem automatisch entleerenden periodisch arbeitenden Separator (16), der die Schmutzpartikel vom Feuchtmittel abtrennt, der das abgetrennte Feuchtmittel einem Feuchtmittelsammelbehälter (20) zuführt und das verbleibende Schmutz- und Feuchtmittelgemisch in einen Schmutz- und Feuchtmittelbehälter (24) einleitet, wobei der Schmutz- und Feuchtmittelbehälter (24) mit dem Feuchtmittelsammelbehälter (20) durch einen Überlauf (26) verbunden ist, der durch ein oberes, in die Strömungsbahn des Überlaufs (26) eintauchendes Wehr und von unten anhebbares Wehr begrenzt ist und von dem die das Feuchtmittel enthaltende mittlere Schicht zwischen einer oberen Ölschicht und einer unteren Schmutzpartikelschicht des Schmutz- und Feuchtmittelbehälters (24) ausgeht. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Wehre höhenverstellbar sind.






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