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Dokumentenidentifikation DE102004043883B4 19.04.2007
Titel Probenflaschen und Verfahren zur Probenahme
Anmelder BARTEC GmbH, 97980 Bad Mergentheim, DE
Erfinder Böhm, Alfred, 94234 Viechtach, DE;
Völkl, Franz, 94234 Viechtach, DE
Vertreter Weber & Heim Patentanwälte, 81479 München
DE-Anmeldedatum 10.09.2004
DE-Aktenzeichen 102004043883
Offenlegungstag 30.03.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2007
IPC-Hauptklasse B01L 3/14(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B01L 3/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   G01N 1/10(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   G01N 1/14(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B65D 51/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B65D 51/24(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B65D 85/80(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   G01N 35/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Probenflasche, insbesondere eine Milchprobenflasche. Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Probenahme mit einer solchen Probenflasche.

Bei der Milchannahme bei einem Milchlieferanten werden am Milchsammelwagen regelmäßig Proben genommen, um die Milchgüte im Labor zu ermitteln. Die im Labor ermittelten Werte werden für die Vergütung des Lieferanten herangezogen, wobei der Lieferant umso mehr Entgelt erhält, je höher die Qualität der Milch ist.

Daneben werden die Milchproben in der Regel auch im Hinblick auf sogenannte Hemmstoffe in der Milch analysiert. Hemmstoffe sind insbesondere Antibiotika, beispielsweise Penicillin, die den Kühen verabreicht werden, und die sich in der Milch wiederfinden können. Diese Hemmstoffe können unter Umständen eine gesundheitliche Gefahr für den Verbraucher darstellen. Dabei kann eine einzige mit Hemmstoffen belastete Lieferung die gesamte Tankladung des Milchsammelwagens für die Weiterverarbeitung unbrauchbar machen.

Die Folgeschäden einer hemmstoffverunreinigten Milchlieferung muss üblicherweise der verursachende Lieferant tragen. In diesem Zusammenhang kommt es häufig zu gerichtlichen Auseinandersetzungen, bei denen die Integrität und/oder die korrekte Zuordnung der Probe angezweifelt wird. Vor diesem Hintergrund ist es verständlich, dass ein Bedarf nach einer weitestgehend manipulationssicheren Probenflasche für Milchproben und einem weitestgehend manipulationssicheren Probenahmeverfahren besteht.

Es ist bereits eine Vielzahl von unterschiedlichen Probenflaschen auf dem Markt erhältlich, die sich insbesondere in der Ausführung der Flaschenverschlüsse unterscheiden. So sind beispielsweise Probenflaschen mit einem Schnappdeckelverschluss und Probenflaschen mit einem durchstechbaren Kunststoffverschluss bekannt, der sich nach dem Durchstechen mit einer Injektionskanüle aufgrund seiner Elastizität wieder verschließt. Daneben sind auch Probenflaschen bekannt, welche die genannten Verschlusseinrichtungen kombinieren, d.h. die einen Klappdeckel mit Schnappverschluss aufweisen, in welchem eine durchstechbare Kunststoffmembran angeordnet ist. Schließlich sind auch Probenflaschen mit Schraubverschluss bekannt.

Alle diese bekannten Probenflaschen sind jedoch allenfalls bedingt manipulationssicher. Daneben kann es bei den bekannten Probenflaschen, beispielsweise durch unbeabsichtigtes Hineinfassen, gegebenenfalls zu einer unerwünschten Keimverschleppung kommen.

Eine weitere Probenflasche ist beispielsweise aus der EP 0 411 274 A2 bekannt.

Bei der Probenahme mit einer bekannten Probenflasche wird die Probenflasche in der Regel fabrikneu oder gereinigt vom Milchprüflabor oder der Molkerei an das Sammelfahrzeug geliefert und dort in einem Transportbehälter gelagert. Sofern ein Klappdeckel vorgesehen ist, wird die Probenflasche beim Lieferanten geöffnet und zum Befüllen unter die Probenahmeeinrichtung gestellt. Im einfachsten Fall kann die Probenflasche auch mit einer Kelle befüllt werden. Sofern eine selbstschließende Kunststoffmembran vorgesehen ist, die auch als Membranstöpsel bezeichnet werden kann, wird die Probenflasche unter die Injektionskanüle gestellt und die Flasche zum Durchstechen der Membran angehoben oder die Injektionskanüle abgesenkt.

Im Anschluss an die Befüllung wird die Probenflasche in den Transportbehälter zurückgestellt und zur Untersuchung in das Labor transportiert. Zur Analyse im Labor wird der Deckel der Probenflasche geöffnet oder entfernt. Die in der Probenflasche enthaltene Probe kann dann mehreren Analysen unterzogen werden und insbesondere mehrere Analysestationen durchlaufen. Nach der Analyse kann die Probenflasche vernichtet, insbesondere geschreddert werden. Sofern die Probenflasche als Mehrwegflasche ausgebildet ist, kann diese gereinigt werden und anschließend wieder mit einem Membranstöpsel verstöpselt werden.

Eine weitere Probenflasche ist aus der US 5,133,470 bekannt. Diese bekannte Probenflasche weist ein zweifaches Siegel auf. Ein erstes Siegel wird beim Fertigungsprozess angebracht und soll die Integrität des Probenbehälters bis zur Befüllung sicherstellen. Dieses erste Siegel weist ein pfeilartiges Widerhakenelement auf, mittels dem ein Deckel der Probenflasche am Flaschenkörper der Probenflasche festgelegt ist. Wird der Deckel geöffnet, so bricht das Widerhakenelement an einer Sollbruchstelle, wobei dieser Bruch durch einen Indikator visualisiert wird.

Das zweite Siegel dient dazu, die Flasche nach der Befüllung erneut zu versiegeln. Dieses zweite Siegel weist ebenfalls Widerhakenelemente auf. Beim Öffnen der befüllten Flasche auf dem Rücktransport würde dieses zweite Siegel reißen.

Die aus der US 5,133,470 bekannte Probenflasche bietet jedoch unter bestimmten Umständen nur bedingt Schutz gegen eine Manipulation der Probe vor oder während der Probenahme. So wird beispielsweise das erste Siegel bereits vor der eigentlichen Probenahme gebrochen, wodurch es zu einer Kontamination der Probenflasche vor dem Einfüllen der Probe kommen kann. Insbesondere kann das Siegel unbemerkt nach dem sogenannten "Tourbeginn" des Milchsammelwagens gebrochen werden. Daneben kann das erste Siegel unter Umständen durch Zusammendrücken, beispielsweise mit einer Pinzette oder einem Kugelschreiber, manipuliert werden.

Das zweite Siegel wird nach der Probenahme vom Sammelwagenfahrer angebracht. Auch hier besteht die Gefahr einer Manipulation, die entweder unbeabsichtigt, beispielsweise durch versehentliches Hineinfassen oder Zubodenwerfen der Flasche, oder beabsichtigt, beispielsweise durch Austausch der Probe oder Hinzugeben von Zusatzstoffen, erfolgen kann.

Aus der WO 02/21425 A2 ist es bekannt, eine Probenflasche zur Identifikation mit einer elektromagnetisch auslesbaren Identifikationseinrichtung, einem sogenannten RFID TAG, zu versehen. Die US 5,670,117 offenbart einen Behälter, an dem ein Barcode angebracht ist.

Die US 5,395,006, die DE 698 10 777 T2, die DE 32 01 691 A1, die US 4,190,173, die DE 76 10 107 U1 und die US 4,643,881 offenbaren Drehverschlüsse für Behälter. Zur Bildung der Drehverschlüsse sind jeweils zwei Deckelteile vorgesehen, die jeweils mit zumindest einer Öffnung versehen sind. Durch Drehung des einen Deckelteils am anderen Deckelteil können die Öffnungen zum Öffnen des Behälters in eine fluchtende Position und zum Schließen des Behälters in eine versetzte Position gebracht werden.

Die US 5,582,222 und die US 3,792,803 lehren Verschlussvorrichtungen mit flächigen Deckelelementen, mit denen Durchgangsöffnungen abdeckbar sind. Gemäß der US 3,792,803 ist ein Schiebedeckel vorgesehen, gemäß der US 5,582,222 alternativ ein Schiebedeckel oder ein Drehdeckel.

Aus der DE 34 00 660 A1 ist ein kugelhahnartiger Verschlusskopf für Behältnisse, insbesondere für Tuben, bekannt. Der Verschlusskopf weist einen verschwenkbar gelagerten Ventilkörper mit einem Durchgangskanal auf, welcher in Offenstellung des Ventilkörpers zwei offene Enden eines Lagergehäuses für den Ventilkörper miteinander verbindet und in Verschlussstellung im Wesentlichen quer dazu liegt.

Die US 5,738,236 offenbart einen Getränkebehälter, der ein Deckelelement und ein relativ hierzu drehbares Verschlusselement aufweist. Das Deckelelement weist zwei Durchgangsöffnungen und das drehbare Verschlusselement eine Durchgangsöffnung auf, wobei die Öffnung am Verschlusselement an den Öffnungen am Deckelelement angeordnet werden kann, um einen Fluiddurchgang zu gewährleisten. Ferner sind Stoppelemente vorgesehen, welche die Drehung des Verschlusselementes begrenzen.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Probenflasche und ein Verfahren zur Probenahme mit solch einer Probenflasche anzugeben, die eine besonders hohe Manipulationssicherheit gewährleisten.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Probenflasche mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch ein Verfahren zur Probenahme mit den Merkmalen des Anspruchs 18 gelöst. Bevorzugte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.

Eine Probenflasche, insbesondere eine Milchprobenflasche, besitzt einen Flaschenkörper, in dem ein Aufnahmeraum zur Aufnahme einer Probe ausgebildet ist, wobei der Flaschenkörper eine Entnahmeöffnung aufweist, einem am Flaschenkörper angeordneten ersten Deckel zum lösbaren Verschließen der Entnahmeöffnung und Abschließen des Aufnahmeraumes, wobei im ersten Deckel eine erste Durchgangsöffnung in den Aufnahmeraum ausgebildet ist, einem zweiten Deckel mit einer zweiten Durchgangsöffnung, wobei wenigstens ein Teil des zweiten Deckels derart in einer Betriebsbewegungsrichtung bewegbar mit dem ersten Deckel in Wirkverbindung steht, dass durch diese Bewegung die beiden Durchgangsöffnungen aus einer Befüllposition, in der sie sich zumindest teilweise in Deckung befinden, in eine weitere Position bringbar sind, in der sie versetzt sind und die erste Durchgangsöffnung im ersten Deckel durch den zweiten Deckel abgeschlossen wird, und einer als Rücklaufsperre ausgebildeten Sperreinrichtung, die eine der Betriebsbewegungsrichtung entgegengerichtete Bewegung des zweiten Deckels sperrt, wobei ein Scharnier vorhanden ist, mit dem der erste Deckel am Flaschenkörper angelenkt ist, und wobei eine Verschlusseinrichtung, insbesondere ein Rastverschluss, vorhanden ist, mit welcher der erste Deckel bei geschlossener Entnahmeöffnung manipulationsfest und nicht ohne Zerstörung oder visuelle Veränderung der Verschlusseinrichtung bei deren Öffnung am Flaschenkörper festlegbar ist.

An der Probenflasche sind zwei Deckel vorhanden wobei wenigstens ein Teil des zweiten Deckels bewegbar am ersten Deckel gelagert ist. Sowohl der erste Deckel als auch der zweite Deckel weisen dabei je mindestens eine Durchgangsöffnung auf. Durch Bewegung, insbesondere Verschiebung und/oder Drehung, wenigstens eines Teils des zweiten Deckels am ersten Deckel ist es möglich, die beiden Durchgangsöffnungen in eine Befüllposition zu bringen, in der diese beiden Durchgangsöffnungen zumindest bereichsweise fluchten. In dieser Position ist eine Befüllung des Aufnahmeraums im Flaschenkörper durch die beiden Durchgangsöffnungen hindurch möglich. Durch Weiterbewegen, beispielsweise Weiterdrehen, des zweiten Deckels im Anschluss an den Befüllvorgang kommt es zu einem Versatz der Durchgangsöffnungen und die in den Aufnahmeraum führende erste Durchgangsöffnung im ersten Deckel wird durch den zweiten Deckel abgeschlossen.

Ein Einfüllen oder ein Entnehmen von Flüssigkeit durch die Durchgangsöffnungen hindurch ist in diesem Zustand nicht mehr möglich.

Darüber hinaus ist eine Sperreinrichtung vorhanden die eine Bewegung, insbesondere Drehung, des zweiten Deckels am ersten Deckel lediglich in einer Betriebsbewegungsrichtung, beispielsweise in einem Betriebsdrehsinn, erlaubt, eine Bewegung des zweiten Deckels in einer der Betriebsbewegungsrichtung entgegengerichteten Bewegungsrichtung hingegen sperrt. Hierdurch wird sichergestellt, dass der zweite Deckel nicht wieder unbemerkt in die Befüllposition zurückgebracht werden kann, nachdem dieser beim Abschluss der Befüllung aus der Befüllposition herausbewegt wurde.

Bei der Probenflasche ist der Befüllzustand einfach und schnell anhand der Position, insbesondere der Drehposition, des zweiten Deckels am ersten Deckel erkennbar. Im Gegensatz zu den vorbekannten Klappdeckel-Probenflaschen, bei denen der Füllzustand lediglich am möglicherweise schwer erkennbaren Bruch einzelner Siegel wahrnehmbar ist, ist nunmehr eine erheblich bessere Manipulationssicherheit gegeben. Die im Hinblick auf eine Manipulation gegebenenfalls relevante Sperreinrichtung kann dabei einfach und manipulationssicher in einen Bereich der Probenflasche verlegt werden, der von außen nicht zugänglich ist.

Bei einer vorbekannten Klappdeckelflasche wird die Einfüllöffnung in den Aufnahmeraum erst mit Aufklappen des Klappdeckels geschaffen und somit ist ein Anschluss an eine Probenahmeeinrichtung grundsätzlich erst nach dem Aufklappen des Deckels möglich. Somit besteht hier zwischen dem Zeitpunkt des Aufklappens des Deckels und dem Beginn des eigentlichen Einfüllvorganges die Möglichkeit er Probenmanipulation. Im Gegensatz hierzu kann nunmehr die zweite Durchgangsöffnung bereits bei nicht fluchtenden Durchgangsöffnungen an die Probenahmeeinrichtung angeschlossen werden und erst dann durch Bewegung des zweiten Deckels relativ zum ersten Deckel eine Fluidverbindung in den Aufnahmeraum hergestellt werden. Bei diesem Vorgehen steht der Aufnahmeraum zu keiner Zeit nach außen hin offen, wodurch eine Probenmanipulation weiter erschwert wird.

Der Begriff einer Bewegung wenigstens eines Teils des zweiten Deckels gegenüber dem ersten Deckel ist hier allgemein zu verstehen. Insbesondere kann es sich um eine reine Drehung, eine reine lineare Verschiebung oder eine Kombination dieser Bewegungen handeln. Beispielsweise kann auch ein Verschiebeweg längs einer Kurve realisiert werden.

Die Ausführung des Probenflaschenverschlusses in Form eines Drehverschlusses erlaubt darüber hinaus eine besonders einfache automatische, halbautomatische und/oder manuelle Befüllung. Darüber hinaus kann bei einer erfindungsgemäßen Probenflasche die Integrität der Probenflasche in besonders einfacher Weise automatisch, insbesondere elektronisch, überprüft werden. Die Drehbetätigung des zweiten Deckels sowie die Zuführung der Probe in die Probenflasche kann grundsätzlich sowohl automatisiert als auch händisch durchgeführt werden, wobei jedoch bei letzterem das Sicherheitsniveau tiefer liegen kann.

Die Probenflasche ist grundsätzlich zur Aufnahme verschiedenartigster fester, flüssiger und/oder gasförmiger Proben geeignet. Besonders geeignet ist die Flasche jedoch für flüssige Proben, insbesondere für Milchproben. Die erfindungsgemäße Probenflasche kann grundsätzlich als Einwegflasche oder als Mehrwegflasche verwendet werden.

Um ein besonders schnelles Befüllen der Probenflaschen zu ermöglichen, ist es vorteilhaft, dass die beiden Durchgangsöffnungen durch Drehung des zweiten Deckels in einer Einfüllposition vollständig in Deckung bringbar sind. Die beiden Durchgangsöffnungen können grundsätzlich gleich oder unterschiedlich querschnittsgroß ausgebildet sein. Vorteilhafterweise sind die Durchgangsöffnungen im Querschnitt rund, insbesondere zumindest annähernd kreisförmig. Eine besonders robuste Probenflasche kann dadurch erhalten werden, dass diese ein Kunststoffmaterial, insbesondere Polypropylen und/oder ein Polypropylen-Derivat aufweist. Sofern die Probenflasche zur Aufnahme lichtempfindlicher Proben dienen soll, kann insbesondere vorgesehen sein, dass sie bevorzugt braun eingefärbt ist, wodurch gegebenenfalls auch die Lichtechtheit und Beständigkeit der Probenflasche selbst verbessert werden kann. Geeigneterweise ist am Flaschenkörper eine Volumenskala angebracht. Sofern die Probenflasche ein Kunststoffmaterial aufweist, kann die Volumenskala insbesondere bei der Flaschenherstellung eingespritzt werden.

Bei einer besonders bevorzugten Variante der Probenflasche steht der zweite Deckel derart in einem Betriebsdrehsinn drehbar mit dem ersten Deckel in Wirkverbindung, dass durch diese Drehung die beiden Durchgangsöffnungen zumindest teilweise in Deckung bringbar und/oder aus der zumindest teilweisen Deckung bringbar sind. Bei dieser Variante ist die Sperreinrichtung dann so ausgebildet, dass eine dem Betriebsdrehsinn entgegengerichtete Drehung des zweiten Deckels gesperrt wird. Eine solche Variante, bei der der zweite Deckel bevorzugt einteilig ausgebildet ist, ist aufgrund der rotierenden Bewegung besonders betriebssicher.

Es ist aber auch möglich, den zweiten Deckel mehrteilig auszubilden. Der zweite Deckel kann dann insbesondere ein mit dem ersten Deckel fest zu verbindendes Deckelgrundteil und ein bewegliches Abdeckteil aufweisen, wobei die zweite Durchgangsöffnung in dem beweglichen Abdeckteil gebildet ist.

Beispielsweise kann das Abdeckteil plattenartig zur Anordnung zwischen dem ersten Deckel und dem Deckelgrundteil des zweiten Deckels ausgebildet sein.

Ein Vorteil der Variante mit einem mehrteiligen zweiten Deckel ist beispielsweise, dass man bei geeigneter Formung des Deckelgrundteils sehr leicht erkennen kann, in welchem Zustand, beispielsweise also Ausgangsposition oder Entnahmeposition, sich das Abdeckteil gegenüber dem Deckelgrundteil und damit dem ersten Deckel befindet.

Zweckmäßig wird dabei das Abdeckteil zwischen dem ersten Deckel und dem Deckelgrundteil entlang eines Bewegungswegs geführt gelagert. Auf diese Weise wird ein robuster Aufbau und eine hohe Betriebssicherheit erreicht.

Die Sperreinrichtung, die auch als richtungsgeschaltete Kupplung, Freilauf oder Rücklaufsperre bezeichnet werden kann, kann grundsätzlich beliebig ausgeführt sein. So kann beispielsweise ein Klemmrollenfreilauf und/oder Klemmkörperfreilauf vorgesehen sein. Eine besonders einfache und wirtschaftliche Probenflasche ist jedoch dadurch gegeben, dass die Sperreinrichtung einen Klinkenfreilauf aufweist. Ein solcher Klinkenfreilauf, der auch als Ratsche bezeichnet werden kann, weist zumindest eine Sperrklinke auf, die in lediglich einer Drehrichtung formschlüssig mitnimmt.

Sofern ein Klinkenfreilauf vorgesehen ist, ist es besonders vorteilhaft, dass dieser Klinkenfreilauf zumindest eine Ausnehmung, die am ersten Deckel angeordnet ist, sowie zumindest eine Sperrklinke aufweist, die am zweiten Deckel, insbesondere einstückig mit diesem, ausgebildet ist. Grundsätzlich kann die zumindest eine Sperrklinke aber auch am ersten Deckel, bevorzugt einstückig mit diesem, vorgesehen sein, und die mindestens eine Ausnehmung am zweiten Deckel. Es können ferner sowohl am ersten Deckel als auch am zweiten Deckel Sperrklinken und Ausnehmungen vorgesehen sein. Vorteilhafterweise sind mehrere Ausnehmungen und/oder Sperrklinken vorhanden. Zur Betätigung der zumindest einen Sperrklinke kann grundsätzlich eine Federeinrichtung vorgesehen sein. Die zumindest eine Sperrklinke kann aber auch mit einer zum Sperren ausreichend hohen Eigenelastizität ausgebildet sein. Die zumindest eine Sperrklinke ist geeigneterweise als Fahne mit bevorzugt etwa rechteckigem Außenumfang ausgebildet, die winklig vom ersten Deckel und/oder vom zweiten Deckel hervorsteht.

Um zu verhindern, dass der zweite Deckel nach der Befüllung des Aufnahmeraumes unbemerkt einmal oder mehrmals vollständig im Betriebsdrehsinn herumgedreht wird und die Durchgangsöffnungen dadurch erneut in Deckung gebracht werden, kann beispielsweise ein als Band vorherbestimmter Länge oder anderweitig ausgeführtes Siegel vorgesehen sein, dass beim Überschreiten eines vorherbestimmten Drehwinkels äußerlich sichtbar bricht. Besonders bevorzugt ist es jedoch, dass eine Anschlageinrichtung vorgesehen ist, welche die Drehung des zweiten Deckels im Betriebsdrehsinn begrenzt. Diese Anschlageinrichtung kann beispielsweise einen an einem der beiden Deckel angeordneten Anschlagsteg oder sonstigen Vorsprung aufweisen, der bei Erreichen eines maximal vorgesehenen Drehwinkels an einer entsprechenden Anlagefläche am jeweils anderen Deckel zur Anlage kommt. Um die Manipulationssicherheit weiter zu erhöhen, können auch mehrere Stege oder Vorsprünge vorgesehen sein. Der Steg oder Vorsprung ist vorteilhafterweise an demjenigen Deckel angeordnet, an dem auch die Sperrklinke vorgesehen ist. Insbesondere kann der Steg oder Vorsprung am zweiten Deckel angeordnet sein.

Grundsätzlich kann die Sperreinrichtung mit lediglich zwei Rastpositonen ausgebildet sein. Dabei kann vorgesehen sein, dass die beiden Durchgangsöffnungen in einem Drehwinkelbereich des zweiten Deckels zwischen der im Betriebsdrehsinn ersten und der zweiten Rastposition miteinander fluchten und bei Drehwinkeln oberhalb der zweiten Rastposition gegeneinander versetzt sind. Unter einer Rastposition kann dabei eine solche Position des zweiten Deckels verstanden werden, bei der die Sperreinrichtung bei einem dem Betriebsdrehsinn entgegengerichteten Drehmoment sofort sperrt, ohne dass zunächst ein nennenswerter, dem Betriebsdrehsinn entgegengerichteter Rücklauf des zweiten Deckels stattfindet. In den Rastpositionen ist somit kein Einrollweg der Sperreinrichtung mehr gegeben. Gemäß dieser Ausführungsform mit zwei Rastpositionen befindet sich der zweite Deckel bereits vor der Probenahme beim Lieferanten in einer Abfüllposition mit fluchtenden Durchgangsöffnungen. Daher ist es vorteilhaft, dass eine weitere Deckeleinrichtung, beispielsweise eine durchstechbare Membran, vorgesehen ist, welche die erste und/oder die zweite Durchgangsöffnung abschließt.

Besonders bevorzugt ist jedoch, dass die Sperreinrichtung drei Rastpositionen für die Drehung des zweiten Deckels aufweist. Insbesondere kann dabei vorgesehen sein, dass sich die beiden Durchgangsöffnungen lediglich dann überschneiden, wenn sich der zweite Deckel in einem Abfüllbereich befindet, der zwischen der im Betriebsdrehsinn zweiten und der dritten Rastpositionen angeordnet ist. Gemäß dieser Ausführungsform befindet sich der zweite Deckel bei der Anlieferung zur Probenahme bevorzugt in einem Einsetzbereich, der zwischen der in Drehrichtung ersten und der zweiten Rastposition angeordnet ist, und in dem sich die beiden Durchgangsöffnungen nicht überdecken. Durch Drehung des zweiten Deckels im Betriebsdrehsinn kann die zweite Rastposition überschritten und der zweite Deckel in den Abfüllbereich gebracht werden, in dem die beiden Durchgangsöffnungen zur Deckung kommen können. Durch weitere Drehung im Betriebsdrehsinn kann schließlich die dritte Rastposition überschritten werden und der sogenannte Entnahmebereich erreicht werden, in dem wiederum keine Deckung der beiden Durchgangsöffnungen besteht und somit ein Nachinjizieren nicht möglich ist. Eine weitere Drehung des zweiten Deckels aus dem Entnahmebereich heraus kann dabei durch die Anschlageinrichtung verhindert werden. Außer durch die mindestens eine Sperrklinke kann die erste Rastpostion auch durch einen Anschlag definiert sein, insbesondere durch den denselben Anschlagsteg, der auch den maximalen Drehwinkel im Betriebsdrehsinn vorgibt.

Grundsätzlich wäre es möglich, den ersten Deckel fest am Flaschenkörper, insbesondere einstückig mit diesem vorzusehen. Zur Entnahme der Probe aus der Probenflasche für die Probenanalyse könnte dann beispielsweise vorgesehen sein, den Flaschenkörper und/oder die beiden Deckel anzubohren oder anderweitig unter Materialabtragung eine Öffnung herzustellen. Eine besonders einfache Probenentnahme wird nach der Erfindung jedoch dadurch ermöglicht, dass der Flaschenkörper eine Entnahmeöffnung aufweist, die mit dem ersten Deckel lösbar verschließbar ist. Gemäß dieser Ausführungsform kann also zum Zugriff auf die Probe im Aufnahmeraum der Probenflasche zu Analysezwecken der erste Deckel, insbesondere mitsamt dem zweiten Deckel, unter Freigabe der Entnahmeöffnung entfernt werden. Insbesondere wenn die Probenflasche als Mehrwegflasche ausgeführt ist, kann der Flaschenkörper mit dem ersten Deckel wiederverschließbar ausgebildet sein. Sofern die Probe unmittelbar innerhalb der Probenflasche analysiert werden soll, kann die Entnahmeöffnung auch als Zugriffsöffnung zur Zufuhr von Analysegeräten und/oder Reagenzien ausgebildet sein. Geeigneterweise dient die Entnahmeöffnung jedoch der Entnahme der Probe aus der Probenflasche. Vorteilhafterweise ist die Entnahmeöffnung ausreichend groß, so dass ein Rührwerk eingefahren werden kann, welches die Probe, insbesondere die Milch, durchmischt. Der erste Deckel ist vorteilhafterweise als Klappdeckel ausgebildet. In diesem Fall können die beiden Deckel als Kombinations-Dreh-Klappdeckel bezeichnet werden.

Zur weiteren Verbesserung der Manipulationssicherheit ist es erfindungsgemäß, dass eine Verschlusseinrichtung, insbesondere ein Rastverschluss vorgesehen ist, mit welcher der erste Deckel bei geschlossener Entnahmeöffnung manipulationsfest am Flaschenkörper festlegbar ist. Unter der Manipulationsfestigkeit wird dabei verstanden, dass die Verschlusseinrichtung, nachdem sie einmal geschlossen wurde, ohne Zerstörung oder zumindest visuelle Veränderung der Verschlusseinrichtung jedenfalls manuell nicht wieder geöffnet werden kann. Die Verschlusseinrichtung kann somit auch als zerstörend trennbare Verschlusseinrichtung bezeichnet werden. Zum Erreichen der Manipulationsfestigkeit kann die Verschlusseinrichtung beispielsweise einen Widerhaken aufweisen, der zum Verschließen durch eine korrespondierende Öffnung geführt wird. Ein solcher Widerhaken kann insbesondere kopfseitig an einem Verschlussbolzen vorgesehen sein. Zum Öffnen der Verschlusseinrichtung kann in diesem Fall beispielsweise der Verschlussbolzen durchtrennt werden. Die Verschlusseinrichtung kann auch eine oder mehrere Sollbruchstellen aufweisen.

Um ein besonders sicheres Verschließen der Entnahmeöffnung zu gewährleisten, ist die Probenflasche so ausgeführt, dass ein Scharnier, insbesondere ein Filmscharnier, vorgesehen ist, mit dem der erste Deckel am Flaschenkörper angelenkt ist. Ein solches Filmscharnier kann insbesondere durch eine flexible, dünnwandige Gelenkrille in einem Verbindungsteil zwischen dem ersten Deckel und dem Flaschenkörper ausgebildet sein. Bevorzugt ist das Scharnier als verjüngtes Kundstoffbändchen ausgestaltet.

Grundsätzlich kann der zweite Deckel in beliebiger Weise am ersten Deckel angeordnet sein, wobei jedoch zum sicheren Verschließen der Probenflasche der zweite Deckel bei nicht fluchtenden Durchgangsöffnungen im Allgemeinen dichtend am ersten Deckel anliegen muss. Besonders vorteilhaft ist es, dass der erste Deckel topfartig ausgebildet ist, und dass der zweite Deckel im ersten Deckel angeordnet ist. Bei einer solchen Anordnung ist der zweite Deckel durch den ersten Deckel besonders gut gegen eine versehentliche Drehbetätigung geschützt. Vorteilhafterweise ist zumindest der zweite Deckel mit einem zumindest annähernd kreisrunden Umfang ausgebildet.

Eine besonders einfach betätigbare Probenflasche ist dadurch gekennzeichnet, dass am zweiten Deckel ein insbesondere quer, beispielsweise radial oder diagonal, verlaufender Betätigungssteg zur drehenden Betätigung des zweiten Deckels vorgesehen ist. Dieser Steg kann zum Drehen des zweiten Deckels beispielsweise händisch gegriffen werden oder mit einer mechanischen Dreheinrichtung, beispielsweise formschlüssig, umfasst werden. Der Betätigungssteg kann auch zur Darstellung, insbesondere Visualisierung, der Drehposition des zweiten Deckels am ersten Deckel dienen. Zur weiter verbesserten Visualisierung der Drehposition können am ersten Deckel beispielsweise als Vorsprünge oder Farbmarkierungen ausgebildete Positionsmarken angebracht sein.

Eine besonders sicher befüllbare Probenflasche kann dadurch gegeben sein, dass, insbesondere stirnseitig am Betätigungssteg, eine Einfüllhülse mit einem darin verlaufenden Einfüllkanal vorgesehen ist, der mit der zweiten Durchgangsöffnung in Fluidverbindung steht. Diese Einfüllhülse steht geeigneterweise in Axialrichtung am zweiten Deckel vor und kann dem Anschluss einer Probenahmeeinrichtung dienen.

Die Manipulationssicherheit der Probenflasche kann dadurch erhöht werden, dass am zweiten Deckel eine durchstoßbare Membran angeordnet ist, welche die zweite Durchgangsöffnung abdeckt. Die Membran kann dabei insbesondere am Einfüllkanal angeordnet sein. Die durchstoßbare Membran gibt die zweite Öffnung frei, sobald die Membran mit einer Injektionsvorrichtung, beispielsweise einer Injektionskanüle oder einer Injektionsnadel, beaufschlagt wird. Die Membran kann beispielsweise Sollbruchstellen aufweisen und insbesondere geschlitzt sein. Bevorzugt weist die Membran Silikon auf. Alternativ oder zusätzlich kann auch an der ersten Durchgangsöffnung eine Membran vorgesehen sein.

Um die Dichtigkeit der Probenflasche zu erhöhen, kann am zweiten Deckel eine insbesondere gewölbtflächig ausgebildete Dichtung zum Abdichten der ersten Durchgangsöffnung vorgesehen sein. Unter einer gewölbtflächigen Dichtung kann dabei eine flächige Dichtung verstanden werden, die zum Eingriff in die erste Durchgangsöffnung konvex am zweiten Deckel hervorsteht. Die Dichtung kann insbesondere einen Kugelsitz in der zweiten Durchgangsöffnung bilden. Vorteilhafterweise ist die Dichtung so am zweiten Deckel angeordnet, dass sie im Entnahmebereich des zweiten Deckels dichtend an der ersten Durchgangsöffnung anliegt.

Insbesondere zur automatischen oder halbautomatischen Befüllung der Probenflasche kann vorgesehen sein, dass am Flaschenkörper zumindest ein Vorsprung, insbesondere ein Haltesteg, und/oder eine Vertiefung zum formschlüssigen Halten des Flaschenkörpers in einer Flaschenaufnahme vorgesehen ist. Durch einen solchen Vorsprung und durch eine solche Vertiefung kann auch ein im Querschnitt ansonsten runder Flaschenkörper formschlüssig in der Flaschenaufnahme gehalten werden. Geeigneterweise verläuft der Steg in Axialrichtung des Flaschenkörpers.

Um eine besonders zuverlässige Zuordnung der Proben zu ermöglichen, ist es vorteilhaft, dass, insbesondere am Flaschenkörper, eine Halteeinrichtung für ein TAG ausgebildet ist. Um eine Manipulaton durch Austauschen des TAGs zu erschweren, kann die Halteeinrichtung zur manipulationsfesten Halterung des TAGs ausgebildet sein. Hierzu kann die Halteeinrichtung beispielsweise einen Rastverschluss mit einem Widerhaken aufweisen. Der TAG ist geeigneterweise als Radio Frequency Identificaton (RFID) TAG ausgebildet, der einen elektronischen Schreib-Lesespeicher aufweist, welcher mittels elektromagnetischer Wellen beschreibbar und/oder auslesbar ist. Zur Identifizierung kann auf der Probenflasche auch ein Barcode angebracht, beispielsweise aufgedruckt, sein.

Das Verfahren zur Probenahme wird mit einer erfindungsgemäßen Probenflasche durchgeführt. Das Verfahren zeichnet sich dadurch aus, dass

  • – die Probenflasche axial in eine Flaschenaufnahme eingeführt wird,
  • – die Probenflasche in der Flaschenaufnahme wenigstens in einer Richtung, insbesondere drehfest, festgelegt wird,
  • – die Position des zweiten Deckels am ersten Deckel und/oder die Integrität einer an der zweiten Durchgangsöffnung angeordneten Membran bestimmt wird,
  • – beim Nichtvorliegen einer vorher bestimmten Startposition des zweiten Deckels und/oder beim Vorliegen einer beschädigten Membran ein Fehlersignal ausgegeben und die Befüllung abgebrochen wird und ansonsten
  • – wenigstens ein Teil des zweiten Deckels in einen Abfüllbereich bewegt, insbesondere gedreht, wird, in dem die erste Durchgangsöffnung mit der zweiten Durchgangsöffnung zumindest teilweise in Deckung ist,
  • – anschließend, insbesondere unter Durchstoßung der Membran, durch die in Deckung befindlichen Durchgangsöffnungen eine Probe in die Probenflasche eingefüllt wird,
  • – der zweite Deckel anschließend in einen Entnahmebereich bewegt, insbesondere gedreht wird, in welchem der zweite Deckel die erste Durchgangsöffnung abdichtet, und
  • – anschließend die Probenflasche aus der Flaschenaufnahme freigegeben wird.

Entsprechend den bevorzugten Varianten der Probenflasche, bei der der zweite Deckel gegenüber dem ersten Deckel drehbar angeordnet ist, besteht eine besonders bevorzugte Variante des Verfahrens darin, dass die Probenflasche zunächst in der Flaschenaufnahme drehfest festgelegt wird, dass die Drehposition des zweiten Deckels am ersten Deckel und/oder die Integrität einer an der zweiten Durchgangsöffnung angeordneten Membran bestimmt wird, dass der zweite Deckel in den Abfüllbereich gedreht wird und dass der zweite Deckel nach Einfüllen der Probe in den Entnahmebereich gedreht wird.

Grundsätzlich ist aber auch möglich, dass ein Abdeckteil des zweiten Deckels von einer Ausgangsposition über den Abfüllbereich in den Entnahmebereich verschoben wird.

Die Probenflasche wird nachfolgend anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert, die schematisch in den Figuren dargestellt sind. In den Figuren zeigen:

1 bis 3 Verschiedene perspektivische Explosionsdarstellungen einer erfindungsgemäßen Probenflasche bei gelöstem zweiten Deckel und gelöstem TAG;

4 eine Explosionsdarstellung von der Seite der Probenflasche der 1 bis 3;

5 eine geschnittene Seitenansicht in Explosionsdarstellung der Probenflasche der 1 bis 4;

6 eine perspektivische Ansicht der zusammengefügten Probenflasche der 1 bis 5 im Transportzustand vor der Probenahme;

7 eine Draufsicht der Probenflasche der 1 bis 6 zur Erläuterung der verschiedenen Drehpositionen des zweiten Deckels;

8 und 9 geschnittene Detailseitenansichen des zweiten Deckels im Bereich der zweiten Durchgangsöffnung bei Durchstoßung einer Membran;

10 eine Seitenansicht einer Probenflasche beim Einführen in eine Flaschenaufnahme;

11 eine Seitenansicht einer Probenflasche in einer Flaschenaufnahme mit aufgesetzter Probenahmeeinrichtung;

12 eine Draufsicht einer ersten Variante einer Probenflasche mit mehrteiligem zweiten Deckel,

13 eine Draufsicht einer zweiten Variante der erfindungsgemäßen Probenflasche mit mehrteiligem zweiten Deckel; und

14 eine Draufsicht der Probenflasche aus 13, bei der der zweite Deckel in der Entnahmeposition ist.

Gleichwirkende Elemente sind durchgehend mit denselben Bezugszeichen gekennzeichnet.

Eine Ausführungsform einer Probenflasche ist in den 1 bis 11 dargestellt. Die Probenflasche weist einen Flaschenkörper 1 mit einem zylindermantelartigen Mantelelement 2 auf, das in seinem unteren Bereich von einem kreisscheibenartigen Bodenelement 3 abgeschlossen wird. Durch das Mantelelement 2 und das Bodenelement 3 ist im Inneren des Flaschenkörpers 1 ein zylindrischer Aufnahmeraum 6 gebildet. An der oberen Stirnseite des Mantelelements 2 ist der Flaschenkörper 1 unter Bildung einer im Querschnitt des Flaschenkörpers 1 kreisförmigen Entnahmeöffnung 7 offen ausgeführt. Durch diese Entnahmeöffnung 7 können eine Probe in den Aufnahmeraum 6 eingeführt werden, die Probe aus dem Aufnahmeraum 6 entnommen werden und Probenanalyseeinrichtungen in den Aufnahmeraum 6 eingeführt werden.

Zum fluiddichten Verschließen des Aufnahmeraums 6 ist die Entnahmeöffnung 7 bis zur Analyse der Probe im Labor durch einen ersten Deckel 10 verschlossen. Dieser erste Deckel 10 ist als Klappdeckel ausgeführt, der mittels eines Filmscharniers 18 am Mantelelement 2 des Flaschenkörpers 1 schwenkbar gelagert ist. Das Filmscharnier 18 weist dabei ein Kunststoffbändchen auf, an dem mittig eine Wandstärkeverjüngung ausgebildet ist, an welcher das Filmscharnier 18 biegbar ist.

An der dem Filmscharnier 18 radial gegenüberliegenden Seite des Flaschenkörpers 1 ist eine Verschlusseinrichtung 30 vorgesehen, mittels welcher der erste Deckel 10 unter Abdichtung der Entnahmeöffnung 7 am Mantelelement 2 festlegbar ist. Wie insbesondere den 1, 3 und 4 entnommen werden kann, weist die Verschlusseinrichtung 30 eine Haltelasche 32 auf, die im oberen Bereich des Flaschenkörpers 1 radial am Mantelelement 2 hervorsteht. Die Verschlusseinrichtung 30 weist ferner eine Anhebelasche 34 auf, die radial am mit etwa kreisförmigen Außenumfang ausgebildeten ersten Deckel 10 hervorsteht. Die beiden Laschen 32, 34 sowie das Filmscharnier 18 sind so angeordnet, dass bei geschlossenem ersten Deckel 10 die Anhebelasche 34 axial oberhalb der Haltelasche 32 angeordnet ist. An der Haltelasche 32 ist ein nach oben in Axialrichtung des Flaschenkörpers 1 verlaufender Verschlussbolzen 36 vorgesehen. Dieser Verschlussbolzen 36 weist einen pilzförmig ausgeführten Kopf 37 auf, der bei geschlossenem ersten Deckel 10 zum Verriegeln der Verschlusseinrichtung 30 durch eine Verschlussöffnung in der Anhebelasche 34 durchsteht. Der pilzförmige Kopf 37 ist, wie auch die gesamte Probenflasche, aus einem elastischen Kunststoff hergestellt. Aufgrund dieser Elastizität wird der pilzförmige Kopf 37 beim Durchgang durch die Verschlussöffnung zum Verriegeln zusammengedrückt und kann so durch die durchmesserkleinere Verschlussöffnung hindurch gelangen. Ein Entfernen des Verschlussbolzens 36 aus der Anhebelasche 34 ist jedoch ohne dessen Zerstörung oder zumindest visuelle Veränderung ohne Hilfsmittel nicht möglich, da der pilzförmige Kopf 37 mit seiner Unterseite flächig auf der Anhebelasche 34 aufliegt. Der pilzförmige Kopf 37 funktioniert somit als Widerhaken, durch den ein manipulationsfester Verschluss gebildet wird.

Eine Zerstörung des Verschlussbolzens 36 zur Öffnung des ersten Deckels 10 kann insbesondere visuell oder elektronisch detektiert werden. Um das Öffnen der Verschlusseinrichtung 30 und somit des Deckels 10 unter Zerstörung des Verschlussbolzens 36 zu erleichtern, ist an diesem eine Sollbruchstelle 39 ausgebildet, an welcher der Verschlussbolzen 36 mit geringerer Materialstärke ausgebildet ist. Darüber hinaus können auch an der Haltelasche 32, an der Anhebelasche 34 und/oder am Filmscharnier 18 Sollbruchstellen vorgesehen sein.

Die Anhebelasche 34 ist im Querschnitt des Flaschenkörpers 1 flächengrößer als die Haltelasche 32 ausgebildet. Auf der Höhe der Haltelasche 32 ist am Mantelelement 2 des Flaschenkörpers 1 ein Haltering 44 vorgesehen, der das Mantelelement 2 ringartig umläuft. Um die manuelle Öffnung des ersten Deckels 10 zu erleichtern, ist der Haltering 44 an seiner Oberseite mit einer radial eben verlaufenden Haltefläche ausgebildet. Wie insbesondere aus 5 erkennbar ist, greift der geschlossene erste Deckel 10 über Dichtlippen 13 am oberseitigen Kragen des Flaschenkörpers 1 ein und dichtet dabei die Entnahmeöffnung 7 ab. Der erste Deckel 10 ist kappenartig im Querschnitt durchmessergrößer als das Mantelelement 2 an der Entnahmeöffnung 7 ausgebildet.

Der erste Deckel 10 wird grundsätzlich erst im Analyselabor geöffnet. Bevor die Analyse freigegeben wird, ist es möglich, die Integrität der Probenflasche, insbesondere der Verschlusseinrichtung 30, z.B. vollautomatisch zu überprüfen.

Der als Verschlusskappe ausgebildete erste Deckel 10 weist mittig eine topfartige Vertiefung 17 auf, die bei geschlossenem Deckel 10 in den Aufnahmeraum 6 des Flaschenkörpers 1 hineinragt. In den ersten Deckel 10 wird, beispielsweise durch Verpressen während oder nach dem Produktionsprozess, ein zweiter Deckel 20 derart drehbar integriert, dass dieser zweite Deckel 20 in der topfartigen Vertiefung 17 aufgenommen ist.

Wie insbesondere in den 1 bis 3 zu erkennen ist, weist der zweite Deckel 20 eine Topfform mit einer zylindermantelartigen Seitenwand 26 und einer bodenseitig hieran angeordneten, kreisscheibenartigen Bodenwand 27 auf. An der Seitenwand 26 ist dabei eine Sperrklinke 25 vorgesehen, die einstückig mit dem zweiten Deckel 20 ausgebildet ist und winkelig aus der Seitenwand 26 hervorsteht. In einer zylindermantelartigen Seitenwand 16 der topfartigen Vertiefung 17 des ersten Deckels 10 sind drei Ausnehmungen 15, 15', 15'' vorgesehen, die mit der Sperrklinke 25 korrespondieren. Die Ausnehmungen 15, 15', 15'' sind dabei durch keilartige Wandstärkenverjüngungen der Seitenwand 16 gebildet. Die Sperrklinke 25 und die Ausnehmungen 15, 15', 15'' bilden eine Sperreinrichtung, welche die Drehung des zweiten Deckels 20 lediglich in einer Betriebsdrehrichtung ermöglicht. Wie insbesondere 7 zu entnehmen ist, ist diese Betriebsdrehrichtung im vorliegenden Beispiel im Gegenuhrzeigersinn gegeben.

Um eine vollständige Umdrehung des zweiten Deckels 20 am ersten Deckel 10 im Betriebsdrehsinn zu verhindern, ist eine Anschlageinrichtung vorgesehen. Wie insbesondere den 1 und 2 zu entnehmen ist, weist diese Anschlageinrichtung einen Anschlagsteg 52 auf, der axial an der Seitenwand 26 des zweiten Deckels 20 verläuft. Der Anschlagsteg 52 ist dabei auf der der Sperrklinke 25 gegenüberliegenden Seite des zweiten Deckels 20 angeordnet. Wie insbesondere in den 2 und 5 erkennbar ist, weist die Anschlageinrichtung darüber hinaus eine Anschlagfläche 53 auf, die durch eine stufenartige Wanddickenverstärkung an der Seitenwand 16 des ersten Deckels 10 ausgebildet ist. Wird der zweite Deckel 20 bis zu einem vorher bestimmten, maximalen Drehwinkel &agr; gedreht, so kommt der Anschlagsteg 52 an der Anschlagfläche 53 zur Anlage und eine weitere Drehung des zweiten Deckels 20 wird verhindert.

Wie insbesondere aus den 2, 8 und 9 hervorgeht, befindet sich im Innenbereich des zweiten Deckels 20 auf der Bodenwand 27 eine in Axialrichtung verlaufende Einfüllhülse 56, die auch als Kanüleneinführung bezeichnet werden kann. In dieser Einfüllhülse 56 ist ein zylindrischer Einfüllkanal 57 ausgebildet, in den eine Kanüle 59 zum Einfüllen der Probe eingeführt werden kann. Die Einfüllhülse 56 ist im Auslieferzustand mit einer Membran 50 verschlossen, die ein Kunststoffmaterial aufweist. An der Bodenwand 27 des zweiten Deckels 20 ist im Anschluss an die Einfüllhülse 56 ein radial verlaufender Betätigungssteg 23, der auch als Betätigungseingriff bezeichnet werden kann, vorgesehen. Mittels dieses Betätigungssteges 23 kann der zweite Deckel 20 händisch oder automatisch gedreht werden.

Die Sperreinrichtung mit ihrer Sperrklinke 25 und ihren drei Ausnehmungen 15, 15', 15'' definiert drei Rastpositionen R1, R2, R3 des zweiten Deckels 20. Dies ist in 7 dargestellt. Diese Rastpositionen R1, R2, R3 zeichnen sich dadurch aus, dass nach deren Überschreiten im Betriebsdrehsinn ein Zurückdrehen des zweiten Deckels 20 in der dem Betriebdrehsinn entgegegengerichteten Drehrichtung nicht mehr möglich ist. In den Rastpositionen R1, R2, R3 greift die Sperrklinke 25 jeweils in eine der drei Ausnehmungen 15, 15', 15'' ein.

Zwischen den Rastpositionen R1, R2 und R3 sind verschiedene Bereiche für den Drehwinkel &agr; des zweiten Deckels 20 am ersten Deckel 10 gegeben. Befindet sich der zweite Deckel 20 zwischen der ersten Rastposition R1 und der zweiten Rastposition R2, so befindet er sich im Einsetzbereich I. In dieser Anordnung wird die Probenflasche ausgeliefert. Befindet sich der zweite Deckel 20 zwischen der zweiten Rastposition R2 und der dritten Rastposition R3, so befindet er sich der Deckel 20 im Abfüllbereich II. In diesem Abfüllbereich II ist, wie unten näher erläutert, ein Flüssigkeitsdurchgang durch die beiden Deckel 10, 20 hindurch in den Aufnahmeraum 6 hinein möglich. Befindet sich der zweite Deckel 20 zwischen der dritten Rastposition R3 und einer maximalen Anschlagsposition, in der der Anschlagsteg 52 an der Anschlagfläche 53 zur Anlage kommt, so befindet sich der zweite Deckel 20 in einem Entnahmebereich III, in welchem der Aufnahmeraum 6 wieder verschlossen ist.

In einer Bodenwand 19 der topfartigen Vertiefung 17 des exsten Deckels 10 ist eine außermittige Durchgangsöffnung 11 mit kreisförmigen Querschnitt vorgesehen. Diese erste Durchgangsöffnung 11 führt durch den geschlossenen ersten Deckel 10 hindurch in den Aufnahmeraum 6. Darüber hinaus ist in der Bodenwand 27 des zweiten Deckels 20 eine ebenfalls außermittige, im Querschnitt kreisförmige, zweite Durchgangsöffnung 22 vorgesehen. Die Einfüllhülse 56 ist dabei so am zweiten Deckel 20 angeordnet, dass der hierin gebildete Einfüllkanal 57 mit der zweiten Durchgangsöffnung 22 fluchtet.

Im Einsetzbereich I und im Entnahmebereich III wird die Bodenwand 27 des zweiten Deckels 20 flächig gegen die Bodenwand 19 des Deckels 10 gepresst und die erste Durchgangsöffnung 11 des ersten Deckels 10 durch die Bodenwand 27 des zweiten Deckels 20 abgedichtet. Dies ist in 8 dargestellt, welche den zweiten Deckel 20 im Einsetzbereich I zeigt. Zur weiteren Abdichtung können darüber hinaus Dichtlippen vorgesehen sein. Insbesondere kann an der Bodenwand 27, wie in 5 dargestellt, eine flächige und konvex von der Bodenwand 27 hervorstehende Dichtung 28 vorgesehen sein, die einem Kugelsitz in der ersten Durchgangsöffnung 11 bildet. Bevorzugt sind zwei Dichtungen 28 vorgesehen, welche die erste Durchgangsöffnung 11 sowohl im Einsetzbereich I als auch im Entnahmebereich III abdichten.

Im Abfüllbereich II, der zwischen dem Einsetzbereich I und dem Entnahmebereich III angeordnet ist, befinden sich die beiden Durchgangsöffnungen 11 und 22 zumindest teilweise in Deckung, d.h. sie fluchten in Axialrichtung. Hierdurch ist es im Abfüllbereich II möglich, Flüssigkeit durch die beiden Deckel 10, 20 hindurch in den Aufnahmeraum 6 einzufüllen.

Die gezeigte Probenflasche kann grundsätzlich sowohl als Einwegflasche als auch als Mehrwegflasche konzipiert sein, wobei die Verwendung von Mehrwegflaschen grundsätzlich mit einem gewissen Mehraufwand, insbesondere im Hinblick auf die Reinigung, verbunden ist.

Um die Probenflasche eindeutig einem Lieferanten zuordnen zu können, ist an dieser im Bodenbereich des Flaschenkörpers 1 ein als TAG 70, insbesondere als Radio Frequency Identification (RFID) TAG ausgebildeter, elektronischer Schreib-Lesespeicher angebracht. Dieser TAG 70 wird vor, während und/oder nach dem Befüllen beschrieben und/oder ausgelesen. Vorteilhafterweise gelangt ein gültiger Datensatz nur dann auf den TAG 70, wenn eine ordnungsgemäße Probenahme nachgewiesen wurde.

Wie insbesondere aus den 3 und 5 hervorgeht, ist zur Halterung des TAGs 70 am Bodenelement 3 des Flaschenkörpers 1 eine Halteeinrichtung 71 vorgesehen. Diese Halteeinrichtung 71 weist eine ringartige Halterung 74 auf, in welche der zylindrische TAG 70 einsetzbar ist. Daneben weist die Halteeinrichtung 71 einen Bolzen 76 auf, der mittig am Bodenelement 3 axial hervorsteht, und der bei in die Haltung 74 eingesetztem TAG 70 durch eine zentrische Bohrung 73 im TAG 70 hindurchsteht. Der Bolzen 76 verfügt über einen pilzartig ausgebildeten Widerhaken 78 sowie über eine Sollbruchstelle 77. Diese Sollbruchstelle 77 wird beim Entfernen des TAGs 70 gebrochen und eine Manipulation somit nachweisbar. Wie insbesondere in 3 erkennbar ist, sind im Mantelelement 2 Öffnungen 79 und in der ringartigen Halterung 74 Öffnungen 80 vorgesehen, wobei die Öffnungen 79 mit den Öffnungen 80 radial fluchten. Diese Öffnungen 79, 80 dienen zur Einführung eines Lösewerkzeuges, insbesondere eines Stößels, zum Entfernen des TAGs 70. Zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit kann der TAG 70 wiederverwertet werden.

Außer zur Einführung eines Lösewerkzeugs können die Öffnungen 79 im Mantelelement 2 auch zur Orientierung der Probenflasche dienen, insbesondere bei der Analyse der Probe im Labor. Die Öffnungen 79 können, um eine 180°-Fehlpositionierung der Flasche zu vermeiden, auch nicht diagonal gegenüberliegend, sondern etwas dazu versetzt angeordnet werden.

Die 8 und 9 zeigen eine Detailansicht einer Membran 50, welche den Einfüllkanal 57 der Einfüllhülse 56 überspannt. Diese Membran 50 ist über ein als Filmscharnier ausgebildetes Scharnier 51 so am Kragen der als Einfüllhülse 56 ausgebildeten Kanülenaufnahme angeordnet, dass sie nach dem Durchstechen mit einer Kanüle 59 am Kragen der Einfüllhülse 56 verbleibt. Zum definierten Durchstoßen der Membran 50 ist diese darüber hinaus mit einer Sollbruchstelle 49 ausgebildet.

Der Ablauf einer typischen Probenahme gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren ist insbesondere in den 10, 11 und 7 dargestellt, wobei im Folgenden auch auf die verbleibenden Figuren Bezug genommen wird.

Zu Beginn der Probenahme wird die Probenflasche mit ihrem Flaschenkörper 1, wie durch den Pfeil in 10 dargestellt, axial in eine topfartig ausgebildete Flaschenaufnahme 60 eingeführt. Im Bodenbereich der Flaschenaufnahme 60 kann dabei ein RFID-Leser 90 angeordnet sein, der mit dem TAG 70 elektromagnetisch kommuniziert. Am Mantelelement 2 des Flaschenkörpers 1 sind axial verlaufende Haltestege 41, 41' vorgesehen, die formschlüssig in korrespondierende Aussparungen 62 einrasten, welche im Inneren der Flaschenaufnahme 60 vorgesehen sind. Durch den formschlüssigen Eingriff der Haltestege 41, 41' in die Aussparungen 62 wird der Flaschenkörper 1 drehfest in der Flaschenaufnahme 60 festgelegt.

Nachdem der Flaschenkörper 1 in der Flaschenaufnahme 60 gehaltert wurde, wird die Flaschenaufnahme 60, beispielsweise durch eine Drehbewegung, nach oben geschoben. Der obere Bereich des Flaschenkörpers 1 mit den Deckeln 10 und 20 gelangt hierdurch in eine komplementär ausgebildete Probenahmeeinrichtung 66, die auch als Kanülen-Injektions-Dreheinrichtung bezeichnet werden kann. Dieser Zustand ist in 11 dargestellt. Vorteilhafterweise sind die Flaschenaufnahme 60 und die Probenahmeeinrichtung 66 so ausgebildet, dass sie die Probenflasche in diesem Zustand zumindest annähernd vollständig umgeben und so vor einer manuellen Manipulation schützen. Die Flaschenaufnahme 60 und die Probenflasche können dabei bevorzugt transparent oder mit Sichtöffnungen ausgebildet sein, damit der Probenfluss, insbesondere der Milchfluss, und/oder die Probenfunktionalität beobachtet werden kann.

Nachdem die Probenflasche an der Probenahmeeinrichtung 66 angeordnet wurde, wird mittels Sensoren 67, 67', die an der Probenahmeneinrichtung 66 vorgesehen sind, ermittelt, ob sich der zweite Deckel 20 im Einsetzbereich I befindet und ob die Membran 50 intakt ist. Sollte der zweite Deckel 20 bereits vorab betätigt worden sein und er sich im Abfüllbereich II oder im Entnahmebereich III befinden, so kann dies anhand der Position des Betätigungssteges 23 und/oder der Einfüllhülse 56 nachgewiesen werden. Insbesondere kann ein fehlender Formschluss zu diesen Elementen nachgewiesen werden. Ist die Drehposition des zweiten Deckels 20 inkorrekt oder die Membran 50 beschädigt, so wird die Probenahme von einer Steuerung abgebrochen.

Bei richtiger Stellung des zweiten Deckels 20 im Einsetzbereich I der Flasche wird die Kanüle 59, die oberhalb des Einfüllkanals 57 angeordnet ist, abgesenkt und durchstößt die Membran 50. Nun wird der Flaschenkörper 1 zusammen mit dem ersten Deckel 10 gedreht, während der zweite Deckel 20, insbesondere an dem Betätigungssteg 23, mittels der Probenahmeeinrichtung 66 festgehalten wird. Die Drehung des Flaschenkörpers 1 kann dabei beispielsweise durch Drehung der Flaschenaufnahme 60 erfolgen, wobei diese Drehung über die Haltestege 41, 41' an den Flaschenkörper 1 weitergegeben wird. Der Flaschenkörper 1 wird soweit gedreht, bis die Rastposition R2 überschritten ist und sich der zweite Deckel 20 im Abfüllbereich II befindet, in welchem der Einfüllkanal 57 mit der ersten Durchgangsöffnung 11 fluchtet. Durch Einrasten der Sperrklinke 25 in die Ausnehmung 15' wird ein Zurückdrehen des zweiten Deckels 20 in den Einsetzbereich I verhindert.

Während der Drehung des Flaschenkörpers 1 in den Abfüllbereich II oder im Anschluss an diese Drehung kann die Kanüle 59 abgesenkt und/oder der Flaschenkörper 1 durch Anheben der Flaschenaufnahme 60 angehoben werden. Hierdurch dringt die Kanüle 59 weiter in den Einfüllkanal 57 ein. Dabei kann vorgesehen werden, dass das Ende der Kanüle 59 die erste Durchgangsöffnung 11 und somit die Bodenwand 19 des ersten Deckels 10 durchdringt, wodurch eine Verunreinigung im Bereich der Einfüllhülse 56 durch Spritzen des Probenmaterials weitestgehend verhindert werden kann. Um ein sicheres Einfüllen zu gewährleisten, kann die erste Durchgangsöffnung 11 größer sein als die zweite Durchgangsöffnung 22.

Ist die Kanüle 59 durch die erste Durchgangsöffnung 11 hindurchgeschoben worden, so wird diese nach Beendigung der Probeneinfüllung in den Aufnahmeraum 6 wieder soweit zurückgezogen, dass sie die erste Durchgangsöffnung 11 nicht mehr durchstößt. Die Kanüle 59 kann dabei vollständig aus dem Einfüllkanal 57 herausgezogen werden oder auch weiterhin in diesem Einfüllkanal 57 verbleiben. Ist die Kanüle 59 hingegen nicht durch die erste Durchgangsöffnung 11 abgesenkt worden, so muss diese nicht zurückgezogen werden, sondern kann im Einfüllkanal 57 verbleiben. Die Kanüle 59 kann aber auch vollständig aus dem Einfüllkanal 57 herausgezogen werden.

Nun wird der Flaschenkörper 1 mitsamt dem Deckel 10 mittels der Flaschenaufnahme 60 über die Haltestege 41, 41' bei feststehendem zweiten Deckel 20 so lange weitergedreht, bis die Sperrklinke 25 in die Ausnehmung 15'' in Eingriff kommt und somit die Rastposition R3 erreicht wird. Der zweite Deckel 20 befindet sich nun im Entnahmebereich III. In diesem Entnahmebereich III wird mittels der Anschlageinrichtung ein Weiterdrehen des zweiten Deckels 20 über einen Maximaldrehwinkel hinaus verhindert. Ein Zurückdrehen wird hingegen durch die Sperrklinke 25 verhindert. Der Deckel 20 kann somit, von einem vorher bestimmten Spiel abgesehen, weder im Uhrzeigersinn noch im Gegenuhrzeigersinn verdreht werden.

Wird durch Erhöhung des Drehmoments am zweiten Deckel 20 dennoch versucht, diesen zweiten Deckel 20 zu verdrehen, so führt dies zu einer Zerstörung der Probenflasche, beispielsweise an Sollbruchstellen am Betätigungssteg 23, am Filmscharnier 18 und/oder an der Verschlusseinrichtung 30.

Erst bei Stellung des zweiten Deckels 20 im Entnahmebereich III kann die Probenflasche wieder aus dem Bereich der Probenahmeneinrichtung 66, die auch als Injektionsmechanismus bezeichnet werden kann, nach unten entnommen werden. Um diese Wirkung zu erzielen, kann beispielsweise ein geeigneter Verriegelungsmechanismus vorgesehen sein, der auf das Filmscharnier 18 und/oder die Verschlusseinrichtung 30 zurückgreift.

Ein geeigneter Verriegelungsmechanismus weist beispielsweise an der Probenahmeneinrichtung 66 eine in Umfangsrichtung des Flaschenkörpers 1 verlaufende Nut auf, die mit axial nach unten verlaufenden Ausfräsungen ausgebildet ist.

Hierdurch ist die Nut umgekehrt U-förmig ausgeformt. Beim Einführen der Flasche kommt der Flaschenkörper 1 über einen korrespondierenden Vorsprung mit der Nut in Eingriff und wird von dieser bei Drehung des Flaschenkörpers 1 axial geführt. Da der zweite Deckel 20 an seinem Betätigungssteg 23 an der Probenahmeeinrichtung 66 fixiert ist und da aufgrund der Sperreinrichtung der Flaschenkörper 1 nicht rückwärts gedreht werden kann, kann der Flaschenkörper 1 erst im Entnahmebereich III entnommen werden.

Alternativ oder zusätzlich zur Drehung des Flaschenkörpers 1 kann bei der Probenahme auch der zweite Deckel 20 gedreht werden, wobei der Flaschenkörper 1 dann gegebenenfalls drehfest festgelegt werden kann.

Zur Analyse der in der erfindungsgemäßen Probenflasche enthaltenen Probe im Labor kann zunächst die Integrität der Flasche, insbesondere der Verschlusseinrichtung 30, vollautomatisch überprüft werden. Dies kann aufgrund der markanten Erkennungsmerkmale im Deckelbereich beispielsweise mittels automatischer Bilderkennung erfolgen. Bei Zweifeln an der Integrität der Flasche kann diese dann zur weiteren visuellen Untersuchung ausgeschleust werden. Unter Zuhilfenahme der Öffnungen 79 und/oder der Haltestege 41, 41' kann die Probenflasche exakt positioniert werden, wodurch die Bilderkennung erleichtert wird. Es können auch andere Sensoren, beispielsweise Lichtleiter-Lichtschranken, zur Detektion verwendet werden.

Nachdem die Integrität der Flasche nachgewiesen wurde, wird der Verschlussbolzen 36 gelöst und der gesamte erste Deckel 10 mitsamt dem daran angeordneten zweiten Deckel 20 geöffnet und angehoben. Durch die Entnahmeöffnung 7 kann dann ein Rührwerk eingetaucht werden und die Probe analysiert werden.

Auch nach Durchtrennen des Verschlussbolzens 36 verbleiben die beiden Deckel 10, 20 über das Filmscharnier 18 am Flaschenkörper 1. Der erste Deckel 10 kann bei einer Mehrfachanalyse zwischen den einzelnen Analyseschritten wieder geschlossen werden, um eine Kontamination der Probe im Aufnahmeraum 6 zu vermeiden.

12 zeigt in Draufsicht eine Variante der Probenflasche, bei der der zweite Deckel 20 mehrteilig, bestehend aus einem Deckelgrundteil 62 und einem verschiebbar angeordneten Abdeckteil 63 gebildet ist. Das Deckelgrundteil 62 ist fest mit dem ersten Deckel, von welchem in den bis jeweils nur das Filmscharnier 18 erkennbar ist, verbunden.

In dem Deckelgrundteil 62 ist quer verlaufend ein Langloch 64 gebildet, in welchem das Abdeckteil 63 verschiebbar gelagert ist.

Das Abdeckteil 63 besteht im Wesentlichen aus einer Platte, die zwischen dem ersten Deckel und dem Deckelgrundteil 62 verschiebbar angeordnet ist, sowie einer darauf angebrachten Einfüllhülse 56, die gleichzeitig die zweite Durchgangsöffnung 22 darstellt. Bei dem in 12 gezeigten Beispiel sind an zwei gegenüberliegenden Seiten der Einfüllhülse 56 außerdem Betätigungsstege 23 angeordnet, mit denen das Abdeckteil 63 als Teil des zweiten Deckels 20 linear in einer Bewegungsrichtung manuell oder automatisiert verschoben werden kann. Bei der in 12 gezeigten Situation befindet sich das Abdeckteil 63 in der Ausgangsposition, also im Anlieferungszustand.

Die in den 13 und 14 dargestellte Variante unterscheidet sich von dem Beispiel aus 12 dadurch, dass keine Betätigungsstege 23 vorgesehen sind, sondern das Abdeckteil 63 über die Einfüllhülse 56 gegenüber dem Deckelgrundteil 62 verschoben wird.

13 zeigt die Probenflasche in der Befüllposition. Die Endposition, also der Entnahmezustand ist in 14 dargestellt. Dort hat die Einfüllhülse 56 die rechte Endposition des durch das Langloch 64 vorgegebenen Wegs erreicht. Bei der in den 13 und 14 dargestellten Ausführungsform dient also die Einfüllhülse 56 zugleich als Betätigungsschieber 23.

Bei den in den 12 bis 14 gezeigten Varianten sind entlang des Verschiebewegs bevorzugt Sperrklinken als Sperreinrichtung angeordnet.

Ergänzend oder alternativ hierzu können an dem Deckelgrundteil 62, dem ersten Deckel und/oder dem Abdeckteil 63 auch Verdickungen sowie an den jeweils angrenzenden Teilen entsprechende Ausnehmungen als Rasteinrichtungen vorgesehen sein. Die Verdickungen können insbesondere halbkugelartig ausgebildet sein.


Anspruch[de]
Probenflasche, insbesondere Milchprobenflasche, mit

– einem Flaschenkörper (1), in dem ein Aufnahmeraum (6) zur Aufnahme einer Probe ausgebildet ist, wobei der Flaschenkörper eine Entnahmeöffnung (7) aufaufweist,

– einem am Flaschenkörper (1) angeordneten ersten Deckel (10) zum lösbaren Verschließen der Entnahmeöffnung (7) und Abschließen des Aufnahmeraums (6), wobei im ersten Deckel (10) eine erste Durchgangsöffnung (11) in den Aufnahmeraum (6) ausgebildet ist,

– einem zweiten Deckel (20) mit einer zweiten Durchgangsöffnung (22), wobei wenigstens ein Teil des zweiten Deckels (20) derart in einer Betriebsbewegungsrichtung bewegbar mit dem ersten Deckel (10) in Wirkverbindung steht, dass durch diese Bewegung die beiden Durchgangsöffnungen (11, 22) aus einer Befüllposition, in der sie sich zumindest teilweise in Deckung befinden, in eine weitere Position bringbar sind, in der sie versetzt sind und die erste Durchgangsöffnung (11) im ersten Deckel (10) durch den zweiten Deckel (20) abgeschlossen wird, und

– einer als Rücklaufsperre ausgebildeten Sperreinrichtung, die eine der Betriebsbewegungsrichtung entgegengerichtete Bewegung des zweiten Deckels (20) sperrt,

– wobei ein Scharnier vorhanden ist, mit dem der erste Deckel (10) am Flaschenkörper (1) angelenkt ist, und

– wobei eine Verschlusseinrichtung (30), insbesondere ein Rastverschluss, vorhanden ist, mit welcher der erste Deckel (10) bei geschlossener Entnahmeöffnung (7) manipulationsfest und nicht ohne Zerstörung oder visuelle Veränderung der Verschlusseinrichtung (30) bei deren Öffnung am Flaschenkörper (1) festlegbar ist.
Probenflasche nach Anspruch 1,

dadurch gekennzeichnet,

– dass der zweite Deckel (20) derart in einem Betriebsdrehsinn drehbar mit dem ersten Deckel (10) in Wirkverbindung steht, dass durch diese Drehung die beiden Durchgangsöffnungen (11, 22) zumindest teilweise in Deckung bringbar und/oder aus der zumindest teilweisen Deckung bringbar sind, und

– dass die Sperreinrichtung eine dem Betriebsdrehsinn entgegengerichtete Drehung des zweiten Deckels (20) sperrt.
Probenflasche nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Deckel (20) mehrteilig mit einem mit dem ersten Deckel (10) fest zu verbindenden Deckelgrundteil (62) und einem beweglichen Abdeckteil (63) ausgebildet ist, wobei die zweite Durchgangsöffnung (22) in dem beweglichen Abdeckteil (63) ausgebildet ist. Probenflasche nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckteil (63) plattenartig zur Anordnung zwischen dem ersten Deckel (10) und dem Deckelgrundteil (62) des zweiten Deckels (20) ausgebildet ist. Probenflasche nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Abdeckteil (63) zwischen dem ersten Deckel (10) und dem Deckelgrundteil (62) entlang eines Bewegungswegs geführt gelagert ist. Probenflasche nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperreinrichtung einen Klinkenfreilauf aufweist. Probenflasche nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Klinkenfreilauf zumindest eine Ausnehmung (15), die am ersten Deckel (10) angeordnet ist, sowie zumindest eine Sperrklinke (25) aufweist, die am zweiten Deckel (20), insbesondere einstückig mit diesem, ausgebildet ist. Probenflasche nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anschlageinrichtung vorhanden ist, welche die Drehung des zweiten Deckels (20) im Betriebsdrehsinn begrenzt. Probenflasche nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperreinrichtung drei Rastpositionen (R1, R2, R3) für die Drehung des zweiten Deckels (20) aufweist. Probenflasche nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Scharnier als ein Filmscharnier (18) ausgebildet ist. Probenflasche nach einem der Ansprüche 1 bis 10,

dadurch gekennzeichnet,

– dass der erste Deckel (10) topfartig ausgebildet ist, und

– dass der zweite Deckel (20) im ersten Deckel (10) angeordnet ist.
Probenflasche nach einem der Ansprüche 1 bis 11,

dadurch gekennzeichnet,

– dass am zweite Deckel (20) ein insbesondere radial verlaufender Betätigungssteg (23) zur drehenden Betätigung des zweiten Deckels (20) vorhanden ist, und/oder

– dass, insbesondere stirnseitig am Betätigungssteg (23), eine Einfüllhülse (56) mit einem darin verlaufenden Einfüllkanal (57) vorhanden ist, der mit der zweiten Durchgangsöffnung (22) in Fluidverbindung steht.
Probenflasche nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass am zweiten Deckel (20) eine durchstoßbare Membran (50) angeordnet ist, welche die zweite Durchgangsöffnung (22) abdeckt. Probenflasche nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass am zweiten Deckel (20) eine insbesondere gewölbtflächig ausgebildete Dichtung (28) zum Abdichten der ersten Durchgangsöffnung (11) vorhanden ist. Probenflasche nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass am Flaschenkörper (1) zumindest ein Vorsprung, insbesondere ein Haltesteg (41), und/oder eine Vertiefung zum formschlüssigen Halten des Flaschenkörpers (1) in einer Flaschenaufnahme (60) vorhanden ist. Probenflasche nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass, insbesondere am Flaschenkörper (1), eine Halteeinrichtung (71) für ein TAG (70) ausgebildet ist. Probenflasche nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass ein TAG (70) im Bodenbereich des Flaschenkörpers (1) manipulationssicher und insbesondere wiederverwendbar angeordnet ist. Verfahren zur Probenahme mit einer Probenflasche bei dem

– eine Probenflasche nach einem der Ansprüche 1 bis 17 verwendet wird,

– die Probenflasche axial in eine Flaschenaufnahme (60) eingeführt wird,

– die Probenflasche in der Flaschenaufnahme (60) wenigstens in einer Richtung festgelegt wird,

– die Position des zweiten Deckels (20) am ersten Deckel (10) und/oder die Integrität einer an der zweiten Durchgangsöffnung (22) angeordneten Membran (50) bestimmt wird,

– beim Nichtvorliegen einer vorher bestimmten Startposition des zweiten Deckels (20) und/oder beim Vorliegen einer beschädigten Membran (50) ein Fehlersignal ausgegeben und die Befüllung abgebrochen wird und ansonsten

– wenigstens ein Teil des zweiten Deckels (20) in einen Abfüllbereich (II) bewegt wird, in dem die erste Durchgangsöffnung (11) mit der zweiten Durchgangsöffnung (22) zumindest teilweise in Deckung ist,

– anschließend, insbesondere unter Durchstoßung der Membran (50), durch die in Deckung befindlichen Durchgangsöffnungen (11, 22) eine Probe in die Probenflasche eingefüllt wird,

– der zweite Deckel (20) anschließend in einen Entnahmebereich (III) bewegt wird, in welchem der zweite Deckel (20) die erste Durchgangsöffnung (11) abdichtet, und

– anschließend die Probenflasche aus der Flaschenaufnahme (60) freigegeben wird.
Verfahren nach Anspruch 18,

dadurch gekennzeichnet,

– dass die Probenflasche in der Flaschenaufnahme (60) drehfest festgelegt wird,

– dass die Drehposition des zweiten Deckels (20) am ersten Deckel (10) und/oder die Integrität einer an der zweiten Durchgangsöffnung (22) angeordneten Membran (50) bestimmt wird,

– dass der zweite Deckel (20) in den Abfüllbereich gedreht wird und

– dass der zweite Deckel (20) nach Einfüllen der Probe in den Entnahmebereich gedreht wird.
Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass ein Abdeckteil (63) des zweiten Deckels (20) von einer Ausgangsposition über den Abfüllbereich in den Entnahmebereich verschoben wird.






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