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Dokumentenidentifikation DE102004056791B4 19.04.2007
Titel Abgasanlage
Anmelder J. Eberspächer GmbH & Co. KG, 73730 Esslingen, DE
Erfinder Hanitzsch, Robert, 71332 Waiblingen, DE;
Rudelt, Josef, 73773 Aichwald, DE
Vertreter Patentanwalts-Partnerschaft Rotermund + Pfusch + Bernhard, 70372 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 24.11.2004
DE-Aktenzeichen 102004056791
Offenlegungstag 01.06.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2007
IPC-Hauptklasse F01N 3/36(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F02M 53/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Abgasanlage für eine Brennkraftmaschine, insbesondere in einem Kraftfahrzeug, mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1.

Eine derartige Abgasanlage ist z.B. aus der DE 102 41 698 A1 bekannt und umfasst einen Abgasstrang, der Abgase von der Brennkraftmaschine wegführt. Bei bestimmten Anwendungen kann es erforderlich sein, zusätzlich Kraftstoff in den Abgasstrang einzudüsen. Beispielsweise kann die Eindüsung von solchem Sekundärkraftstoff stromauf eines Oxidationskatalysators die Abgastemperatur stark anheben, beispielsweise um die Regeneration eines Partikelfilters anzustoßen. Für die Eindüsung von Kraftstoff in den Kraftstoffstrang ist die bekannte Abgasanlage mit wenigstens einer Einspritzdüse ausgestattet, die über eine geeignete Haltevorrichtung am Abgasstrang befestigt ist. Grundsätzlich kann es sich bei einer derartigen Einspritzdüse um eine solche handeln, die an sich für die Einspritzung von Kraftstoff in die Brennräume der Brennkraftmaschine bekannt ist. Die Haltevorrichtung weist einen Aufnahmekörper auf, in den die Einspritzdüse eingesetzt ist und der über einen scheibenförmigen Flansch am Abgasstrang befestigt ist.

Problematisch ist hierbei, dass am bzw. im Abgasstrang vergleichsweise hohe Temperaturen auftreten können, während gleichzeitig die Einspritzdüse eine bestimmte maximal zulässige Betriebstemperatur nicht überschreiten darf. Grundsätzlich ist es möglich, die Einspritzdüse aktiv zu kühlen, um auf diese Weise eine Überhitzung der Einspritzdüse zu vermeiden.

Aus der GB 759 524 A1 ist es bekannt, bei einer Einspritzdüse für eine Brennkraftmaschine axial zwischen einem Aufnahmekörper und einem darin eingesetzten Ende der Einspritzdüse einen thermischen Isolator anzuordnen.

Aus der DE 198 06 265 C1 ist es bekannt, eine Einspritzdüse zum Einspritzen von Kraftstoff in einen Abgasstrang an ein Kühlsystem mit Flüssigkeitskühlung anzuschließen.

Die vorliegende Erfindung beschäftigt sich mit dem Problem, für eine Abgasanlage der eingangs genannten Art eine verbesserte Ausführungsform anzugeben, bei der insbesondere die Einspritzdüse einen verbesserten Schutz vor Überhitzung aufweist.

Erfindungsgemäß wird dieses Problem durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Ausführungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, die Wärmeübertragung vom Abgasstrang auf die Einspritzdüse zu reduzieren. Erreicht wird dies dadurch, dass ein Flansch, über den ein Aufnahmekörper, in den die Einspritzdüse eingesetzt ist, am Abgasstrang befestigt ist, über eine Querschnittseinschnürung an besagtem Aufnahmekörper angebracht ist. Die Querschnittseinschnürung hemmt die Wärmeübertragung vom Flansch auf den Aufnahmekörper. Sie ist dadurch realisiert, dass beiderseits der Querschnittseinschnürung jeweils ein größerer Querschnitt vorliegt. Durch die aufgezeigten, erfindungsgemäßen Maßnahmen kann jeweils der Wärmestrom zur Einspritzdüse, die sich im Aufnahmekörper befindet, reduziert werden. Auf diese Weise können beispielsweise aktive oder passive Kühlmaßnahmen die Wärme besser abführen, wodurch die Gefahr einer Überhitzung der Einspritzdüse reduziert ist.

Optional kann besagter Flansch über einen thermischen Isolator am Abgasstrang angebracht sein. Der thermische Isolator behindert den Wärmeübergang vom heißen Abgasstrang auf den Flansch.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform kann in den Aufnahmekörper ein Kühlkanal integriert sein, der sich koaxial zu einer Längsachse der Einspritzdüse ringförmig erstreckt. Dabei ist dieser Kühlkanal im Aufnahmekörper so angeordnet, dass er einen Aufnahmeabschnitt des Aufnahmekörpers umhüllt, in dem sich ein Düsenabschnitt der Einspritzdüse erstreckt, der wenigstens ein Spritzloch zum Eindüsen des Kraftstoffs aufweist. Auf diese Weise kann mit Hilfe des aktiv gekühlten Aufnahmekörpers der Bereich der Einspritzdüse, nämlich besagter Düsenabschnitt, welcher im Betrieb der größten thermischen Belastung ausgesetzt ist, besonders intensiv gekühlt und somit vor Überhitzung geschützt werden.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform kann der Aufnahmekörper an einer vom Flansch abgewandten Seite eine Spannhülse aufweisen, welche die Einspritzdüse zumindest teilweise koaxial zu deren Längsachse umhüllt und welche an einem vom Flansch abgewandten Endabschnitt einen Spannkörper trägt, der die Einspritzdüse axial gegen den Aufnahmekörper verspannt. Durch diese Bauweise wird zum einen die Fixierung der Einspritzdüse am Aufnahmekörper besonders einfach sichergestellt. Zum andern wird durch die Einspannung der Einspritzdüse bei axialen Kontaktflächen zwischen Einspritzdüse und Aufnahmekörper eine vorgespannte Anlage erreicht, was den Wärmeübergang unterstützt und dadurch die Kühlwirkung des vorzugsweise aktiv gekühlten Aufnahmekörpers verbessert.

Bei einer vorteilhaften Weiterbildung kann sich der Spannkörper axial an einem Anschlusselement abstützen, das sich seinerseits an der Einspritzdüse axial abstützt und das an eine Kraftstoffversorgung angeschlossen ist. Dieses Anschlusselement bildet somit den Anschluss der Einspritzdüse an die Kraftstoffversorgung und wird hier in die Fixierung der Einspritzdüse eingebunden, derart, dass mit dem Spannkörper sowohl das Anschlusselement an der Einspritzdüse als auch die Einspritzdüse im Aufnahmekörper fixiert werden kann.

Eine besonders kompakte Bauform ergibt sich, wenn der Spannkörper hülsenförmig ausgestaltet und koaxial zur Längsachse der Einspritzdüse ausgerichtet wird und dabei die Kraftstoffversorgung durch den Spannkörper hindurch an das Anschlusselement axial angeschlossen wird.

Weitere wichtige Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen, aus den Zeichnungen und aus der zugehörigen Figurenbeschreibung anhand der Zeichnungen.

Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden Erfindung zu verlassen.

Bevorzugte Ausführungsbeispiel der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert, wobei sich gleiche Bezugszeichen auf gleiche oder funktional gleiche oder ähnliche Bauteile beziehen.

Es zeigen, jeweils schematisch,

1 einen Längsschnitt durch einen Abschnitt einer Abgasanlage, in dem eine Einspritzdüse angeordnet ist,

2 einen Querschnitt durch einen Aufnahmekörper im Bereich eines Kühlkanals entsprechend Schnittlinien II in 1.

Entsprechend 1 besitzt eine Abgasanlage 1 einer hier nicht gezeigten Brennkraftmaschine, die insbesondere in einem Kraftfahrzeug angeordnet sein kann, einen Abgasstrang 2, der die im Betrieb der Brennkraftmaschine entstehenden Abgase von der Brennkraftmaschine wegführt. Dementsprechend ist der Abgasstrang 2 in der Regel ein Rohr oder dergleichen, von dem hier nur ein kleiner Ausschnitt gezeigt ist.

Die Abgasanlage 1 ist außerdem mit wenigstens einer Einspritzdüse 3 ausgestattet, mit deren Hilfe Kraftstoff in den Abgasstrang 2 eingespritzt werden kann. Eine derartige Kraftstoffeinspritzung kann – sofern sie stromauf eines Oxidationskatalysators erfolgt – zur Erhöhung der Abgastemperatur durchgeführt werden, beispielsweise um einen NOX-Speicherkatalysator zu regenerieren oder zu desultfatisieren.

Die Einspritzdüse 3 ist über eine Haltevorrichtung 4 am Abgasstrang 2 befestigt. Die Haltevorrichtung 4 umfasst einen Aufnahmekörper 5 sowie einen Flansch 6, über den der Aufnahmekörper 5 am Abgasstrang 2 befestigt ist. Zu diesem Zweck ist der Flansch 6 scheibenförmig gestaltet und beispielsweise über mehrere Verschraubungen 7 am Abgasstrang 2 festgelegt. Der Flansch 6 besitzt eine Zentralöffnung 8 und ist außerdem mit einer Hülse 9 ausgestattet, welche die Zentralöffnung 8 einfasst. Die Hülse 9 ist dabei an einer vom Aufnahmekörper 5 abgewandten Seite angeordnet und steht an dieser Seite vom Flansch 6 ab. Die Hülse 9 ragt dabei in eine Öffnung 10 hinein, die am Abgasstrang 2 ausgebildet ist und durch die hindurch die Eindüsung des Kraftstoffs in den Abgasstrang 2 erfolgen soll. Der Flansch 6 ist bezüglich einer Längsmittelachse 11 der Einspritzdüse 3 koaxial angeordnet. Desweiteren ist der Flansch 6 im Bereich seiner Zentralöffnung 8 mit dem Aufnahmekörper 5 verbunden. Erreicht wird dies hier durch einen stirnseitig am Aufnahmekörper 5 ausgebildeten Stutzenabschnitt, der in die Zentralöffnung 8 eingesteckt ist. Zur Fixierung des Flansches 6 am Aufnahmekörper 5 ist hier eine Schweißverbindung 12, z.B. in Form einer Kehlnaht, ausgebildet.

Um den Wärmeübergang vom Abgasstrang 2 auf die Einspritzdüse 3 zu reduzieren, ist der Flansch 6 über einen thermischen Isolator 13 am Abgasstrang 2 angebracht. Der thermische Isolator 13 ist hier als Ringscheibe ausgestaltet sowie gleichzeitig als Dichtung. Auf diese Weise wird ein Austritt der im Abgasstrang 2 transportierten Abgase durch die Öffnung 10 in die Umgebung des Abgasstrangs 2 vermieden. Durch die Zwischenschaltung des Isolators 13 zwischen den Flansch 6 und den Abgasstrang 2 kann der Wärmeübergang vom Abgasstrang 2 auf den Flansch 6 reduziert werden. Wichtig ist dabei, dass der Flansch 6 keinen direkten körperlichen Kontakt mit dem Abgasstrang 2 aufweist. Insbesondere ist zu diesem Zweck der lichte Querschnitt der Öffnung 10 größer gewählt als der Außenquerschnitt der Hülse 9.

Zusätzlich oder alternativ zu dieser Maßnahme ist der Flansch 6 über eine Querschnittseinschnürung 14 am Aufnahmekörper 5 angebracht. Durch diese Querschnittseinschnürung 14, die hier am Aufnahmekörper 5 ausgebildet ist, grundsätzlich aber auch am Flansch 6 ausgebildet sein kann, wird ebenfalls der Wärmeübergang gehemmt, und zwar hier vom Flansch 6 zum Aufnahmekörper 5.

Die Einschnürung 14 ist dadurch charakterisiert, dass beiderseits der Einschnürung 14 größere Querschnitte auftreten, also einerseits am Flansch 6 und andererseits am Aufnahmekörper 5. Im Bereich der Einschnürung 14 besteht somit ein Ringspalt, der quasi wie eine Luftspaltisolierung wirkt.

Es ist klar, dass die vorstehend genannten Maßnahmen, nämlich der Isolator 13 und die Querschnittseinschnürung 14, vorzugsweise wie hier kumulativ zur Anwendung kommen.

Durch die genannten Maßnahmen wird die Erwärmung des Aufnahmekörpers 5 gehemmt. Zusätzlich wird hier mittels einer aktiven Kühlung die Wärme vom Aufnahmekörper 5 abgeführt. Zu diesem Zweck ist in den Aufnahmekörper 5 ein ringförmiger Kühlkanal 15 integriert, der koaxial zur Längsmittelachse 11 der Einspritzdüse 3 ausgerichtet ist. Entsprechend 2 erstreckt sich dieser Kühlkanal 15 ringförmig geschlossen und ist außerdem an einen Vorlaufanschluss 16 sowie an einen Rücklaufanschluss 17 angeschlossen, über welche der Kühlkanal 15 mit einem Kühlmedium beaufschlagt werden kann.

Wie aus 1 hervorgeht, umhüllt der Kühlkanal 15 einen Aufnahmeabschnitt 18 des Aufnahmekörpers 5 koaxial. Dieser Aufnahmeabschnitt 18 dient zur Aufnahme eines Düsenabschnitts 19, der wenigstens ein hier nicht gezeigtes Spritzloch zum Eindüsen des Kraftstoffs aufweist. Dieser Düsenabschnitt 19 ist an seinem axialen Ende bündig zum axialen Ende des Aufnahmekörpers 5 angeordnet. Dementsprechend ist dieser Düsenabschnitt 19 an seinem dem Abgasstrang 2 zugewandten Ende einer vergleichsweise hohen thermischen Belastung ausgesetzt. Vorzugsweise ist dieser Düsenabschnitt 19 in eine Bohrung 20 des Aufnahmeabschnitts 18 so eingepasst, dass sich eine möglichst flächige Kontaktierung zwischen Düsenabschnitt 19 und Aufnahmeabschnitt 18 ergibt. Auf diese Weise kann eine intensive Wärmeübertragung zwischen Düsenabschnitt 19 und Aufnahmeabschnitt 18 erzielt werden. D.h., die in den Düsenabschnitt 19 aus dem Abgasstrang 2 eingebrachte Wärme wird an den Aufnahmekörper 5 abgegeben und durch den Kühlkanal 15 bzw. das darin strömende Kühlmedium abgeführt.

Der Kühlkanal 15 ist im Aufnahmekörper 5 hier vorteilhaft dadurch hergestellt, dass der Kühlkörper 5 radial außen mit einer Ringnut 21 ausgestattet ist, die radial außen durch eine Hülse 22 verschlossen ist. Diese Hülse 22 ist am Aufnahmekörper 5 befestigt, z.B. mittels umlaufender Schweißnähte, und ist hierzu außen auf den Aufnahmekörper 5 aufgeschoben bzw. übergestülpt. Zusätzlich enthält diese Verschlusshülse 22 nicht näher bezeichnete Öffnungen für den Vorlauf und den Rücklauf, in welche die jeweiligen Anschlüsse 16 und 17 eingesetzt sind (vgl. hierzu insbesondere 2).

Um besonders günstige Wärmeübertragungseigenschaften zu erhalten sowie zum Schutz vor Korrosion sind in einem durch eine unterbrochene Linie angedeuteten Bereich 23 die dort angeordneten Teile vorzugsweise aus Edelstahl gefertigt.

Die Einspritzdüse 3 besitzt einen elektrischen Anschluss 24, der bezüglich der Längsmittelachse 11 radial oder zumindest mit einer radialen Komponente absteht. Über diesen Anschluss 24 kann über eine entsprechende Betätigungsleitung 25 die Einspritzdüse 3 zum Einspritzen von Kraftstoff betätigt werden. Desweiteren ist die Einspritzdüse 3 mit einem Anschlusselement 26 ausgestattet, mit dessen Hilfe die Einspritzdüse 3 an eine hier nur schematisch skizzierte Kraftstoffversorgung 27 angeschlossen ist.

Wichtig für eine hohe Kühlleistung ist ein intensiver körperlicher Kontakt zwischen der Einspritzdüse 3 und dem Aufnahmekörper 5. Hierzu ist im Aufnahmekörper 5 ein Sitz 28 ausgebildet, der eine vergleichsweise große Kontaktfläche zwischen Einspritzdüse 3 und Aufnahmekörper 5 realisiert. Desweiteren kann die Einspritzdüse 3 in einem Abschnitt 29, der in den Aufnahmekörper 5 hineinragt, so in den Aufnahmekörper 5 eingepasst sein, dass sich auch hier eine möglichst flächige Kontaktierung zwischen Einspritzdüse 3 und Aufnahmekörper 5 ausbildet.

Der Sitz 28 ist axial orientiert. Zur Verbesserung der Wärmeübertragung zwischen Einspritzdüse 3 und Aufnahmekörper 5 in diesem axialen Sitz 28 kann die Einspritzdüse 3 axial in den Sitz 28 eingedrückt werden. Zu diesem Zweck weist der Aufnahmekörper 5 eine Spannhülse 30 auf, und zwar an einer vom Flansch 6 abgewandeten Seite. Die Spannhülse 30 ist koaxial zur Längsmittelachse 11 angeordnet und umhüllt, zumindest teilweise, die Einspritzdüse 3. Desweiteren weist die Spannhülse 30 an einem vom Flansch 6 abgewandten Endabschnitt einen Spannkörper 31 auf. Dieser Spannkörper 31 bewirkt nun eine axiale Verspannung der Einspritzdüse 3 gegen den Aufnahmekörper 5. Mit anderen Worten, der Spannkörper 31leitet in die Einspritzdüse 3 eine Axialkraft ein, welche die Einspritzdüse 3 in ihren Sitz 28 axial hineinpresst.

Grundsätzlich kann sich der Spannkörper 31 hierzu direkt an der Einspritzdüse 3 axial abstützen. Bei der hier gezeigten, bevorzugten Ausführungsform stützt sich der Spannkörper 31 axial am Anschlusselement 26 ab, das seinerseits axial an der Einspritzdüse 3 abgestützt ist. Dementsprechend stützt sich der Spannkörper 31 hier indirekt über das Anschlusselement 26 an der Einspritzdüse 3 ab. Auf diese Weise können mit nur einem einzigen Spannkörper 31 sowohl das Anschlusselement 26 als auch die Einspritzdüse 3 aneinander und am Aufnahmekörper 5 bzw. an der Haltevorrichtung 4 fixiert werden. Vorzugsweise ist der Spannkörper 31 wie hier hülsenförmig ausgestaltet, so dass er eine zentrale Durchgangsöffnung 32 besitzt. Durch diese Durchgangsöffnung 32 hindurch ist nun das Anschlusselement 26 an die Kraftstoffversorgung. 27 angeschlossen.

Im einfachsten Fall kann der Spannkörper 31 mit der Spannhülse 30 verschweißt werden, beispielsweise mittels Schweißpunkten. Bevorzugt wird die hier gezeigte Ausführungsform, bei welcher der Spannkörper 31 über eine Gewindeverbindung 33 an der Spannhülse 30 befestigt ist. Dementsprechend besitzt der Spannkörper 31 ein Außengewinde und ist in ein an der Spannhülse 30 ausgebildetes Innengewinde eingeschraubt.

Um die Einspritzdüse 3 einschließlich ihres elektrischen Anschlusses 24 in die Spannhülse 30 einsetzen zu können, ist die Spannhülse 30 mit einer Aussparung 34 versehen, die im Bereich des Spannkörpers 31 axial offen ist und durch die der elektrische Anschluss 24 hindurchragen kann.

Die Spannhülse 30 ist hier an den Aufnahmekörper 5 angeschweißt. Ebenso ist es möglich, die Spannhülse 30 einstückig am Aufnahmekörper 5 auszubilden.

Bei der hier gezeigten Schraublösung für die Fixierung des Spannkörpers 31 ergibt sich außerdem der Vorteil, dass der Spannkörper 31 zur Gewichtseinsparung aus einem Leichtmetall, z.B. aus Aluminium, hergestellt werden kann.


Anspruch[de]
Abgasanlage für eine Brennkraftmaschine, insbesondere in einem Kraftfahrzeug,

– mit einem Abgas von der Brennkraftmaschine wegführenden Abgasstrang (2),

– mit wenigstens einer Einspritzdüse (3) zum Einspritzen von Kraftstoff in den Abgasstrang (2),

– wobei die Einspritzdüse (3) über eine Haltevorrichtung (4) am Abgasstrang (2) befestigt ist,

– wobei die Haltevorrichtung (4) einen Aufnahmekörper (5) aufweist, in den die Einspritzdüse (3) eingesetzt ist,

– wobei der Aufnahmekörper (5) über einen scheibenförmigen Flansch (6) am Abgasstrang (2) befestigt ist,

dadurch gekennzeichnet,

dass der Flansch (6) über eine Querschnittseinschnürung (14) am Aufnahmekörper (5) angebracht ist, die dadurch gebildet ist, dass beiderseits der Querschnittseinschnürung (14), also einerseits am Flansch (6) und andererseits am Aufnahmekörper (5) jeweils ein größerer Querschnitt vorliegt.
Abgasanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch (6) koaxial zu einer Längsmittelachse (11) der Einspritzdüse (3) ausgerichtet ist und eine Zentralöffnung (8) aufweist, durch die hindurch die Einspritzdüse (3) den Kraftstoff in den Abgasstrang (2) eindüst. Abgasanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch (6) an einer vom Aufnahmekörper (5) abgewandten Seite eine die Zentralöffnung (8) einfassende Hülse (9) aufweist. Abgasanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Flansch (6) zusätzlich über einen thermischen Isolator (13) am Abgasstrang (2) angebracht ist. Abgasanlage nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolator (13) als Ringscheibe ausgestaltet ist. Abgasanlage nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Isolator (13) als Dichtung ausgestaltet ist. Abgasanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Querschnittseinschnürung (14) am Aufnahmekörper (5) ausgebildet ist. Abgasanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,

– dass in den Aufnahmekörper (5) ein koaxial zu einer Längsmittelachse (11) der Einspritzdüse (3) ausgerichteter, ringförmiger Kühlkanal (15) integriert ist,

– dass der Aufnahmekörper (5) einen Vorlaufanschluss (16) und einen Rücklaufanschluss (17) für ein den Kühlkanal (15) durchströmendes Kühlmedium aufweist.
Abgasanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlkanal (15) einen Aufnahmeabschnitt (18) des Aufnahmekörpers (5) umhüllt, in dem sich ein Düsenabschnitt (19) der Einspritzdüse (3) erstreckt, der wenigstens ein Spritzloch zum Eindüsen des Kraftstoffs aufweist. Abgasanlage nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühlkanal (15) durch eine außen am Aufnahmekörper (5) ausgebildete Ringnut (21) gebildet ist, die durch eine übergestülpte und am Aufnahmekörper (5) befestigte Hülse (22) verschlossen ist, welche Öffnungen für den Vorlauf und den Rücklauf aufweist. Abgasanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Aufnahmekörper (5) an einer vom Flansch (6) abgewandten Seite eine Spannhülse (30) aufweist, welche die Einspritzdüse (3) zumindest teilweise koaxial zu deren Längsmittelachse (11) umhüllt und welche an einem vom Flansch (6) abgewandten Endabschnitt einen Spannkörper (31) trägt, der die Einspritzdüse (3) axial gegen den Aufnahmekörper (5) verspannt. Abgasanlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Spannkörper (31) axial an einem Anschlusselement (26) abstützt, das sich seinerseits an der Einspritzdüse (3) axial abstützt und das an eine Kraftstoffversorgung (27) angeschlossen ist. Abgasanlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet,

– dass der Spannkörper (31) hülsenförmig ausgestaltet und koaxial zur Längsmittelachse (11) der Einspritzdüse (3) ausgerichtet ist,

– dass die Kraftstoffversorgung (27) durch den Spannkörper (31) hindurch an das Anschlusselement (26) axial angeschlossen ist.
Abgasanlage nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet,

– dass der Spannkörper (31) mit der Spannhülse (30) verschweißt ist, oder

– dass der Spannkörper (31) in ein an der Spannhülse (30) ausgebildetes Gewinde eingeschraubt ist.
Abgasanlage nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannhülse (30) eine am vom Flansch (6) abgewandten Endabschnitt axial offene Aussparung (34) aufweist, durch die ein elektrischer Anschluss (24) der Einspritzdüse (3) hindurchragt.






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