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Dokumentenidentifikation DE102004058551B4 19.04.2007
Titel Getriebe
Anmelder Spinea s.r.o., Presov, SK
Erfinder Janek, Bartolomej, Presov, SK
Vertreter Jeck · Fleck · Herrmann Patentanwälte, 71665 Vaihingen
DE-Anmeldedatum 03.12.2004
DE-Aktenzeichen 102004058551
Offenlegungstag 22.06.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2007
IPC-Hauptklasse F16H 1/32(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Getriebe gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus der US 4,348,918 ist ein zweistufiges Getriebe bekannt. Die erste Stufe besteht aus einem ersten und einem zweiten Rad mit ineinander greifender Außenverzahnung, wobei das zweite Rad mit einer Kurbelwelle unverdrehbar verbunden ist. Die zweite Stufe besteht aus einem Trägerkörper mit Innenverzahnung, welche mit der Außenverzahnung der Räder der ersten Stufe kämmt. Die Räder mit Außenverzahnung sind mit Öffnungen versehen, in denen sie auf den Kurbelteilen der Kurbelwelle drehbar gelagert sind. Der Trägerkörper ist auf miteinander fest verbundenen Ausgangskörpern drehbar gelagert, welche mit Öffnungen versehen sind, in denen die Enden der Kurbelwelle drehbar gelagert sind. Die Kurbelwelle stellt im Hinblick auf die Funktion eine die Antriebsleistung übertragende Komponente dar.

Ein Nachteil des bekannten Getriebes besteht darin, dass die Kurbelwelle auf vier Lagern in Öffnungen von vier verschiedenen Komponenten drehbar gelagert ist. Eine solche mehrfache Lagerung der Kurbelwelle ist unbestimmt, das heißt, dass die Herstellungstoleranzen der Öffnungen, in denen die Kurbelwelle gelagert ist voneinander abhängig sind und genügend klein gehalten werden müssen, was die Getriebeherstellung sehr kompliziert macht. Infolge möglicher unterschiedlicher Herstellungstoleranzen kann es zu einer unerwünschten Erhöhung des Laufgeräuschs, zu Vibrationen und zu einer vorzeitigen Schädigung des Getriebes kommen.

Zur Sicherung einer ausreichenden Leistungskapazität ist das Getriebe in der Regel mit mehr als einer Kurbelwelle ausgerüstet. Wegen der hohen Anforderungen bezüglich der Herstellungstoleranzen und der Anzahl der Kurbelwellen in dem Getriebe ist die Herstellung äußerst kostspielig. Ähnlich ist wegen der erforderlichen gegenseitigen Abstimmung der Herstellungstoleranzen der einzelnen Teile auch die Montage der Einrichtung kompliziert. Die komplizierte Form der Kurbelwelle macht die Verwendung einer aus der Massenproduktion von Lagern bekannten leistungsstarken Technologie nicht möglich, eine gleichzeitige Bearbeitung mehrerer Kurbelwellen ist ebenfalls nicht möglich. Dieser Umstand begrenzt die Möglichkeiten einer Kostensenkung bei der Herstellung derartiger Kurbelwellen.

Die Oberfläche der exzentrisch zueinander angeordneten Teile der Kurbelwelle ist in Bezug auf Ermüdung die meistbeanspruchte Fläche des gesamten Getriebes. Eine Inaugenscheinnahme oder Inspektion der Oberflächen der exzentrisch zueinander angeordneten Teile der Kurbelwelle setzt eine Demontage des gesamten Getriebes voraus. Das macht den Betrieb und die Wartung derartiger Getriebe kompliziert und kostspielig. Im Falle eines Schadens muss meist die Kurbelwelle ersetzt werden, die in Bezug auf die Herstellungskosten besonders ins Gewicht fällt.

Die drehbare Lagerung des Trägerkörpers auf dem Ausgangskörperpaar ist innen vorgesehen, was den Innenraum des Getriebes in radialer Richtung einschränkt. Folglich können die im Inneren des Getriebes angeordneten Komponenten nur klein und nicht genügend robust dimensioniert werden, was wiederum die Leistungsdaten des Getriebes, z. B. das maximale Drehmoment, die maximale Leistung, die Torsionssteifigkeit usw. begrenzt.

Aus FR 1.042.574 ist ein auch als Hypozykloidgetriebe bezeichnetes Planetengetriebe bekannt. Auf einer Eingangswelle mit einem exzentrischen Abschnitt ist ein Rad mit Außenverzahnung drehbar gelagert. Das Rad mit Außenverzahnung ist in einem fest stehenden Trägerkörper mit Innenverzahnung angeordnet. Das Rad mit Außenverzahnung weist gegenüber dem Trägerkörper mit Innenverzahnung einen um etwa die doppelte Exzentrizität des exzentrischen Abschnitts der Eingangswelle kleineren Durchmesser auf. Beidseitig des Rades mit Außenverzahnung und innerhalb des Trägerkörpers mit Innenverzahnung sind mit einer Ausgangswelle verbundene Ausgangskörper angeordnet. Mittels einer Einrichtung wird die durch eine Drehung der Eingangswelle entstehende, überlagerte Dreh- und Exzenterbewegung des Rads mit Außenverzahnung in eine Drehbewegung der Ausgangskörper und damit der Ausgangswelle transformiert. Diese Einrichtung umfasst an den Ausgangskörpern angeordnete, sich in Achsrichtung der Eingangswelle erstreckende zylindrische Körper, welche durch Öffnungen an dem Rad mit Außenverzahnung hindurchführen und die beiden Ausgangskörper fest miteinander verbinden. In den Öffnungen am Rad mit Außenverzahnung sind Organe in Form von Exzenterringhülsen angeordnet, welche sowohl gegenüber dem Rad mit Außenverzahnung, als auch gegenüber den zylindrischen Körpern drehbar gelagert sind.

Die in Bezug auf die Außenabmessungen spezifischen Leistungsdaten eines derartigen Getriebes, wie etwa das maximal übertragbare Drehmoment, die maximal übertragbare Leistung, die Torsionssteifigkeit usw. sind im Wesentlichen von drei Randbedingungen abhängig:

  • – dem Abstand der die überlagerte Dreh- und Exzenterbewegung des Rads mit Außenverzahnung in eine Drehbewegung des Ausgangskörpers transformierenden Einrichtung von der Achse der Eingangswelle,
  • – den Durchmesser der zylindrischen Körper,
  • – die Wandstärken der die zylindrischen Körper bzw. die Organe aufnehmenden Öffnungen.

Aufgrund des geringen Abstands der die überlagerte Dreh- und Exzenterbewegung des Rads mit Außenverzahnung in eine Drehbewegung des Ausgangskörpers transformierenden Einrichtung von der Achse der Eingangswelle sind diese spezifischen Leistungsdaten bei dem aus FR 1.042.574 bekannten Getriebe für moderne Anwendungen zu gering. Darüber hinaus ist der Aufbau dieses Getriebes in Bezug auf seine Montier- und Demontierbarkeit nicht optimal, da Wartungsarbeiten oder Inspektionen der Getriebekomponenten eine vollständige Demontage des Getriebes voraussetzt. So ist es beispielsweise nicht möglich, ohne eine vollständige Demontage des gesamten Getriebes das Rad mit Außenverzahnung oder die Organe der Transformationseinrichtung in Augenschein zu nehmen.

Aus EP 101 349 A1 ist ein Planetengetriebe bekannt, bei dem eine Eingangswelle zwei exzentrische Abschnitte aufweist, auf denen jeweils ein Rad mit Außenverzahnung drehbar gelagert ist. Die Räder mit Außenverzahnung kämmen durch Drehen der Eingangswelle mit einem Trägerkörper mit Innenverzahnung. Die dadurch entstehende kombinierte Dreh- und Exzentrebewegung wird mittels einer Einrichtung in eine Drehbewegung eines Ausgangskörpers transformiert. Diese Einrichtung umfasst an dem Ausgangskörper angeordnete, sich in Achsrichtung der Eingangswelle erstreckende zylindrische Körper, welche durch an den Rädern mit Innenverzahnung angeordnete Öffnungen hindurchragen, sowie gegenüber den zylindrischen Körpern und gegenüber den Rädern mit Außenverzahnung drehbar gelagerten Organen in Form von Hülsten mit zwei an seiner Außenseite exzentrisch zueinander versetzten Abschnitten. Durch den geringen Abstand der die überlagerte Dreh- und Exzenterbewegung des Rads mit Außenverzahnung in eine Drehbewegung des Ausgangskörpers transformierenden Einrichtung von der Achse der Eingangswelle sind die spezifischen Leistungsdaten eines derartigen Getriebes zu gering. Darüber hinaus ist der Herstellungsaufwand eines derartigen Getriebes insbesondere aufgrund der nur kompliziert herstellbaren, exzentrisch zueinander versetzte Außenflächen aufweisenden Organe der Transformationseinrichtung sehr hoch.

Zusätzlich ergeben sich die bereits weiter oben beschriebenen Nachteile in Bezug auf Wartung und Inspektion.

Aus Körner, Helmut „Umlaufgetriebe verschiedenen Aufbaus"; Antriebtechnik 10 (1971) 3, S. 100–103 ist ein Planetengetriebe bekannt, bei dem ein Planetenrad eine kombinierte Dreh- und Exzenterbewegung ausführt, welche mit einer einen oder mehrere fest mit einem Bolzen verbundene Exzenter umfassenden Einrichtung in eine Rotationsbewegung eines Ausgangskörpers transformiert wird. Nachteilig hieran sind insbesondere der hohe Herstellungsaufwand der einteiligen, mehrere Exzenter aufweisenden Bolzen sowie die geringe Belastbarkeit und die hohen Reibungsverluste der Transformationseinrichtung.

Aus GB 927 684 A ist ein Getriebe bekannt, bei dem eine Eingangswelle sternförmig um die Eingangswelle verteilt angeordnete Planetenräder antreibt, welche wiederum gemeinsam jeweils mittels eines Exzenters ein weiteres in einem Innenzahnkranz umlaufendes Planetenrad antreiben. Eine einen mit zwei Exzentern fest verbunden Bolzen umfassende Einrichtung transformiert die kombinierte Dreh- und Exzentrebewegung des in dem Innenzahnkranz umflaufenden Planetenrads in eine Rotationsbewegung eines Ausgangskörpers. Nachteilig hieran sind wiederum der hohe Herstellungsaufwand der einteiligen, mehrere Exzenter aufweisenden Bolzen sowie die geringe Belastbarkeit und die hohen Reibungsverluste der Transformationseinrichtung.

Aus EP 527 490 A2 ist ein Planetengetriebe mit drei exzentrisch umlaufenden Planetenrädern bekannt, bei dem die Einrichtung zur Transformation der kombinierten Dreh- und Exzenterbewegung der Planetenräder in eine Rotationsbewegung eines Ausgangskörpers einen durch eine durch alle drei Planetenräder hindurchführende Öffnung führenden, mit einem Ausgangskörper verbundenen Bolzen umfasst. Dabei wird die Exzenterbewegung der Planetenräder durch Freiräume zwischen den Öffnungen und dem Bolzen kompensiert. Nachteilig hieran ist die hohe punktuelle oder linienförmige Belastung zwischen den Planetenrädern und der Transformationseinrichtung, sowie die hohen Reibungsverluste zwischen diesen Komponenten.

Aus EP 300 108 A2 ist ein Planetengetriebe mit einem Planetenrad, welches eine kombinierte Dreh- und Exzenterbewegung ausführt bekannt, bei dem die Einrichtung zur Transformation der kombinierten Dreh- und Exzenterbewegung ein Kurbelwellenförmiges Zwischenglied mit zwei exzentrisch zueinander vesetzt angeordneten Wellen umfasst, wobei die eine Welle in das Planetenrad, und die andere Welle in einen Ausgangskörper ragt. Nachteilig hieran ist der hohe Platzbedarf aufgrund des zur Aufnahme des Zwischenglieds notwendigen axialen Zwischenraums des Ausgangskörpers von dem Planetenrad. Darüber hinaus ist der Aufwand zur Herstellung des Zwischenglieds hoch, da die Zwischenglieder nur einzeln hergestellt werden können.

Aus DE 1 904 039 A ist ein der Planetengetriebe mit zwei exzentrisch umlaufenden Planetenrädern bekannt, bei dem die Einrichtung zur Transformation der kombinierten Dreh- und Exzenterbewegung der Planetenräder in eine Rotationsbewegung eines Ausgangskörpers einen durch eine durch alle drei Planetenräder hindurchführende Öffnung führenden, mit einem Ausgangskörper verbundenen Bolzen umfasst. Dabei wird die Exzenterbewegung der Planetenräder durch Freiräume zwischen den Öffnungen und dem Bolzen kompensiert. Nachteilig hieran ist die hohe punktuelle oder linienförmige Belastung zwischen den Planetenrädern und der Transformationseinrichtung, sowie die hohen Reibungsverluste zwischen diesen Komponenten.

Aus DE 40 00 062 A1 ist ein Planetengetriebe mit zwei exzentrisch umlaufenden Planetenrädern bekannt, welche mittels einer oder mehrerer in einem Ausgangskörper drehbar gelagerter Kurbelwellen in eine Exzenterbewegung innerhalb eines fest stehenden Innenzahnkranzes gezwungen werden. Die Kurbelwellen werden von einer Eingangswelle über ein Ritzel angetrieben. Aufgrund des Zwangs des stehenden Innenzahnkranzes wird der Ausgangskörper durch die Lagerung der Kurbelwellen in diesem in eine Rotationsbewegung versetzt. Nachteilig an diesem Getriebe ist der sehr hohe Aufwand zur Herstellung der in einem Getriebe verbauten Kurbelwellen, sowie der hohe Aufwand bei der Montage eines derartigen Getriebes, bei dem mehrere die beiden Planetenräder verbindenden Kurbelwellen zwischen diesen angeordnet werden müssen.

Ausgehend vom obigen Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, hier Abhilfe zu schaffen.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1 gelöst.

Wesentlich ist bei dem erfindungsgemäßen Getriebe, dass sich zwischen dem Rad mit Außenverzahnung und dem Ausgangskörper eine Einrichtung befindet, die die Planetenbewegung der Räder mit Außenverzahnung in eine Rotationsbewegung des Ausgangskörpers umsetzt. Das erfindungsgemäße Getriebe zeichnet sich dadurch aus, dass die Einrichtung mindestens aus einem zylinderförmigen Körper gebildet ist, der in Richtung Achse des Rads mit Innenverzahnung orientiert ist, wobei der zylinderförmige Körper funktionsgemäß mit dem Rad mit Außenverzahnung bzw. mit dem Ausgangsköper verbunden ist. Der zylinderförmige Körper ist in der Regel als Zapfen mit kreisrundem Querschnitt ausgebildet und mit dem Rad mit Außenverzahnung verbunden.

Das Rad mit Außenverzahnung ist hierbei auf dem Exzenter drehbar gelagert. Es weist hierzu eine zentrale Öffnung auf, in die der Exzenter hinein geschoben werden kann.

Das auf dem rotierenden Exzenter angeordnete, außenverzahnte Rad läuft in dem Innenzahnkranz des innenverzahnten Rads um und führt dabei eine überlagerte Dreh- und Exzenterbewegung aus.

Der Kern der Erfindung ist dabei, dass diese überlagerte Bewegung mittels des Organs, das Teil der Transformationseinrichtung ist, direkt in eine Drehbewegung des Ausgangskörpers und damit der Ausgangswelle umgesetzt werden kann.

Ein Vorteil des erfindungsgemäßen Getriebes besteht darin, dass die die Planetenbewegung des Rads transformierende Einrichtung aus Komponenten unkomplizierter Form hergestellt werden kann, die mittels hochproduktiven, bei der Lagerfertigung verwendeten Technologien hergestellt werden können, wodurch eine wesentliche Senkung der Herstellungskosten gegenüber dem Stand der Technik erreicht werden kann.

So ist der zylinderförmige Körper vorzugsweise durch einen im Querschnitt kreisförmigen Zapfen gebildet, der aus einem Stangenhalbzeug hergestellt werden kann und auf hochproduktiven spitzenlosen Rundschleifmaschinen geschliffen werden kann. Ebenso besteht das Organ vorzugsweise aus einem Exzenterring, dessen Innenflächenachse entgegen der Außenflächenachse um einen Abstand, der der Exzentrizität entspricht, versetzt ist. Seine Außenfläche kann durch hochproduktives spitzenloses Schleifen und die Stirnflächen durch hochproduktives, beim Schleifen der Lagerringstirnflächen verwendetes Schleifen bearbeitet werden.

Beim Drehen und Schleifen der Exzenterring-Innenfläche kann ein mehrfacher Fertigungsprozess angewendet werden, bei dem mehrere Exzenterringe gleichzeitig gedreht und geschliffen werden. Ein Vorteil des gleichzeitigen Schleifens von Innenflächen mehrerer Exzenterringe besteht darin, dass jeder Ring mit der gleichen Exzentrizität bearbeitet wird, was die Voraussetzung für einen gleichmäßigen und ruhigen Getriebelauf ist.

Eine besondere Eigenschaft des erfindungsgemäßen Getriebes ist, dass im Fall einer Beschädigung oder einer erforderlichen Inaugenscheinnahme der die Planetenbewegung des Rads transformierenden Einrichtung diese ohne Notwendigkeit einer Demontage des gesamten Getriebes ausgebaut werden kann.

Ein zusätzlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Getriebes besteht darin, dass die Leistung über zwei voneinander unabhängige Übertragungswege übertragen werden kann, von denen jeder aus einem Rad mit Außenverzahnung, einer Transformationseinrichtung und einem Ausgangskörper besteht. Das macht einen Betrieb des Getriebes auch ohne eine gegenseitige, feste Verbindung der Ausgangskörper möglich. Außerdem entfallen Schwierigkeiten, die aus der gegenseitigen Beeinflussung der Toleranzen der Lagerung der Transformationseinrichtung folgen und die bereits im Stand der Technik diskutiert worden sind.

Dabei ist zwischen den wahlweise miteinander verbundenen Ausgangskörpern mindestens ein Rad mit Außenverzahnung gelagert. Eine Verbindung der Ausgangskörper kann beispielsweise mittels mindestens eines Querelements verwirklicht werden, das mit einem Spiel durch eine axiale Öffnung des Rads mit Außenverzahnung so geführt wird, dass die beiden Ausgangskörper ein gegenseitig unverdrehbares Paar bilden. Das Querelement bildet entweder einen integralen Bestandteil mindestens eines Ausgangskörpers, oder ist als eine selbständige, mindestens mit einem Ausgangskörper fest verbundene Komponente ausgeführt. An der Stirnseite des Querelements kann eine Gewindebohrung und eine Bohrung für eine Schraube und einen Stift vorgesehen sein, mit deren Hilfe die Ausgangskörper fest verbunden sind.

Die wahlweise fest miteinander verbundenen Ausgangskörper sind dabei vorzugsweise in oder an dem Rad mit Innenverzahnung drehbar gelagert. Das Rad mit Innenverzahnung kämmt mit dem Rad mit Außenverzahnung. Die Innenverzahnung kann durch im Querschnitt kreisförmige Zapfen gebildet sein, die in Nuten mit einem halbkreisförmigem Querschnitt eingelegt sind. Die Achse des Rades mit Außenverzahnung ist gegenüber der Achse des Rades mit Innenverzahnung um einen der Exzentrizität entsprechenden Abstand versetzt. Vorzugsweise sind die Teile der Einrichtung formschlüssig miteinander verbindbar.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der zapfenförmige und mit Abstand zur Längsachse der Eingangswelle angeordnete Körper in die Öffnung am Ausgangskörper oder am Rad hineinragt.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Organ hohlzylinderförmig ausgebildet ist. Dabei ist die Außen- und Innenumhüllung des Organs zylindrisch ausgeführt, wobei vorzugsweise die Achse der Öffnung mit der Achse der Außenfläche des Organs zusammenfällt und der Abstand der Achse der Außenfläche des Organs von der Achse der zylindrischen Innenumhüllung der Exzentrizität entspricht.

Das Organ weist dabei vorzugsweise die Form eines Rings mit einer Innen- und einer Außenfläche auf, wobei die Achse seiner Innenfläche entgegen der Achse seiner Außenfläche um einen Abstand, der der Exzentrizität entspricht, versetzt ist. Eine derartige Form wird auch als Exzenterring bezeichnet. Das Organ kann so den exzentrischen Bewegungsanteil der kombinierten Dreh- und Exzenterbewegung des Rades mit Außenverzahnung, den auch der in dem Organ gelagerte und fest mit dem Rad mit Außenverzahnung verbundene zylindrische Körper ausführt, ausgleichen. Das Organ ist dabei sowohl gegenüber dem zylinderförmigen Körper, als auch gegenüber der Öffnung drehbar gelagert. Die drehbare Lagerung des Organs in der außermittigen Öffnung des Ausgangskörpers ist entweder eine Wälz- oder eine Gleitlagerung, die drehbare Lagerung des zylinderförmigen Körpers im Organ ist ebenfalls eine Wälz- oder eine Gleitlagerung.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Organ die Form einer Hülse aufweist, die den Raum zwischen dem Körper und der Öffnung spielfrei ausfüllt.

Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass mehrere, vorzugsweise zwei, drei, vier, fünf oder sechs Körper vorgesehen sind, die um die Längsachse der Eingangswelle verteilt sind und mit einer entsprechenden Anzahl von Organen in betrieblicher Verbindung stehen. Durch die Verwendung mehrerer Körper und Organe zur Transformation der kombinierten Dreh- und Exzenterbewegung des außenverzahnten Rades in eine Drehbewegung des Ausgangskörpers können die Belastungen der einzelnen Teile des Getriebes, insbesondere m Hinblick auf Lochleibung und Lagerbelastung verringert werden.

Eine andere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die axiale Länge der Körper sowie die axiale Länge der Organe so gewählt ist, dass sie in etwa der Dicke des Ausgangskörpers entspricht.

Eine zusätzliche vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Verbindung zwischen den Körpern und den zugeordneten Organen durch Steckverbindungen in axialer Richtung herstellbar ist.

Eine zusätzliche vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass mindestens zwischen den planparallelen Stirnseiten des Ausgangskörpers und des Rades mindestens ein Axialwälzlager angeordnet ist, über das der Ausgangskörper und das Rad gegenseitig abgestützt sind. Darüber hinaus lässt sich so eine besonders kompakte und robuste Ausführung des Getriebes erzielen.

Eine zusätzliche vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das Organ die Form einer exzenterringförmigen Hülse aufweist und in dem Raum zwischen dem Körper und der Öffnung angeordnet ist, wobei zwischen dem Körper und dem Organ und/oder zwischen dem Organ und der Öffnung jeweils ein Wälzlager angeordnet ist.

Eine andere, besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der exzentrische Abschnitt der Eingangswelle mindestens aus einem um die Exzentrizität gegenüber der Längsachse der Eingangswelle parallel versetzten zylinderförmigen Kurbelzapfen besteht, dessen Durchmesser mindestens dem Durchmesser der Antriebswelle zuzüglich dem doppelten Wert der Exzentrizität entspricht. Der Kurbelzapfen bildet dabei die Laufbahn für zwischen dem Kurbelzapfen und dem Rad mit Außenverzahnung angeordnete Wälzkörper. Durch die Ausführung des Kurbelzapfens mit einem mindestens dem Durchmesser der Eingangswelle zuzüglich der doppelten Exzentrizität entsprechenden Durchmesser kann die Eingangswelle und der Kurbelzapfen aus einem Stück hergestellt werden. Bei der Montage und Demontage kann die Antriebswelle an einem Stück in das Getriebe hinein- und aus dem Getriebe herausgezogen werden. Sind zwei oder mehr Kurbelzapfen vorgesehen, so sind diese gleichmäßig über den Umfang der Eingangswelle versetzt zueinander angeordnet.

Das Wesen des erfindungsgemäßen Getriebes besteht dabei darin, dass die Eingangswelle mindestens mit einem exzentrischen Teil, vorzugsweise einem Kurbelzapfen versehen ist. Im Falle zweier exzentrischer Teile sind diese gegenseitig um 180° oder annähernd 180° gegeneinander verdreht. Die Kurbelzapfenachse ist entgegen der Eingangswellenachse um einen Abstand, der der Exzentrizität des Kurbelzapfens entspricht versetzt.

Wesentlich ist dabei, dass anstelle der aufwändigen Herstellung einer Kurbelwelle, bei der die zueinander versetzten Kurbelabschnitte durch Schmieden hergestellt und miteinander verbunden werden, der Kurbelzapfen zusammen mit der Eingangswelle als ein Drehteil relativ einfach hergestellt werden kann. Die Eingangswelle und der Kurbelzapfen weisen eine gemeinsame Mantelfläche auf, wobei die Eingangswelle den Kurbelzapfen exzentrisch durchdringt. Demgegenüber weisen bei einer Kurbelwelle die Eingangswelle und der Kurbelabschnitt keine gemeinsame Mantelfläche auf und die Eingangswelle verläuft mindestens teilweise außerhalb des Kurbelabschnitts.

Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Ausgangskörper stirnseitig an dem Rad mit Innenverzahnung drehbar gelagert ist.

Das Rad mit Innenverzahnung weist dabei an den an die Ausgangskörper anliegenden Seiten zylinderförmige radiale Innenflächen und gleichzeitig mindestens an einer Stirn-Außenseite eine axiale Kreisringfläche auf, die normal zur Achse des Rades mit Innenverzahnung ausgerichtet ist. Der Querabstand der axialen Kreisringflächen am Rad mit Innenverzahnung bestimmt dessen Dicke.

Ein Vorteil der Anordnung der axialen Kreisringflächen des Rads mit Innenverzahnung an dessen Außen-Stirnseite ist, dass diese Anordnung dessen Innenraum in radialer Richtung bei unveränderten Außenabmessungen vergrößert. Der größere Innenraum macht eine robustere Konstruktion der Getriebekomponenten möglich, wodurch die Funktionsparameter des Getriebes, wie z.B. die Momentkapazität, Leistungsdichte, Torsionssteifigkeit u.a. höhere Werte entgegen dem technischen Stand erreichen.

Im Raum zwischen den einander zugewandten Axialflächen des Ausgangskörpers und des Rades mit Innenverzahnung befinden sich dabei vorzugsweise zylinderförmige Wälzelemente, deren Achsen quer zur Achse des Rades mit Innenverzahnung ausgerichtet sind. Die Axialfläche des Ausgangskörpers und die Axialfläche des Rads mit Innenverzahnung können entsprechend gewölbt sein, um Kantenspannungen an den Enden der Wälzelemente, die sich zwischen diesen Flächen befinden, zu beseitigen. Ebenso ist denkbar, Kugeln zu verwenden. An den gegeneinander anliegenden Axialflächen des Ausgangskörpers und dem Rad mit Innenverzahnung können Lagerlaufbahnen zur Lagerung der kugelförmigen bzw. tonnenförmigen Wälzelemente ausgebildet sein.

Die Wälzelemente zwischen den anliegenden Axialflächen des Ausgangskörpers und des Rades mit Innenverzahnung sind dabei vorzugsweise in hierfür vorgesehenen Aussparungen des Lagerkäfigs gelagert. Der Lagerkäfig weist dabei mindestens eine Stirnfläche und eine Innenfläche auf, mit der er auf der Radialfläche des Ausgangskörpers aufliegt. Der Lagerkäfig ist dabei auf der Radialfläche des Ausgangskörpers drehbar gelagert. Die Aussparungen des Lagerkäfigs sind derart ausgebildet, dass ein radiales Herausfallen der Wälzelemente aus dem Lagerkäfig verhindert wird.

Der Durchmesser des Teilkreises der an den Außen-Axialflächen angebrachten Wälzelemente ist dabei im Vergleich zur Anordnung der Wälzelemente an der inneren Axialfläche ebenfalls größer. Folglich steigt bei gleichen Außenabmessungen des Getriebes der Wert der Kippsteifigkeit und der Momentkapazität entgegen dem bisherigen Stand der Technik wesentlich an.

Ferner gehört zum Vorteil der Drehlagerung der Ausgangskörper gemäß der Erfindung, dass der Unterschied der Umfangsgeschwindigkeit des Käfigs mit den Wälzelementen auf den Wälzflächen des Ausgangskörpers minimal ist, was aus der Sicht der Reibung und des Abriebs des Lagerkäfigs von Vorteil ist.

Die Anordnung der Wälzlaufbahnen an den Stirnseiten des Rads mit Innenverzahnung weist einige bedeutende Vorteile auf:

  • 1. Das Schleifen der an den Stirnseiten des Rads mit Innenverzahnung angeordneten Laufbahnen kann auf hochproduktiven, bei der Lagerherstellung verwendeten Schleifmaschinen vorgenommen werden, was die Herstellungskosten stark verringert.
  • 2. Die an den Stirnseiten des Rads mit Innenverzahnung angeordneten Laufbahnen dienen gleichfalls als Spannflächen für das Schleifen der Innenverzahnung, somit entfällt die Notwendigkeit einer zusätzlichen technischen Spannfläche, was ebenfalls die Herstellungskosten verringert.
  • 3. Vereinfacht wird auch die Messung des Abstands der an den Stirnseiten des Rads mit Innenverzahnung angebrachten Laufbahnen zwecks Einstellung einer günstigen Axialvorspannung der Wälzlagerung der Ausgangskörper.

Zwischen der Radialfläche des Ausgangskörpers und der Radialfläche des Rads mit Innenverzahnung können ebenso Wälzelemente zylindrischer Form, deren Achsen zu der Achse des Rades mit Innenverzahnung parallel verlaufen, angeordnet werden. Vorzugsweise ist auch hier eine Führung der Wälzelemente durch einen Lagerkäfig vorgesehen.

Die Radialfläche des Ausgangskörpers und die Radialflächen des Rads mit Innenverzahnung können zwecks Beseitigung der Kantenspannung an den Enden der Wälzelemente, die sich zwischen diesen Flächen befinden, entsprechend gewölbt sein.

Auch hier ist die Verwendung von Kugeln denkbar.

Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass mindestens an den einander zugewandten Axialflächen des Ausgangskörpers und des Rads mit Innenverzahnung Lagerlaufbahnen für ein Wälzlager oder ein Kugellager vorgesehen sind.

Die folgende Beschreibung der Zeichnungen erläutert eine der möglichen Ausführungen des erfindungsgemäßen Getriebes. Es zeigen:

1 einen durch einen zylinderförmigen Körper und ein an einem der Ausgangskörper angeordnetes Querelement geführten Schnitt B-B durch ein erfindungsgemäßes Getriebe,

2 eine perspektivische Explosionsdarstellung der einzelnen Getriebekomponenten in deren gegenseitigen Funktionslagen,

3 einen in der Ebene der Stirnfläche eines Rades mit Außenverzahnung liegenden Schnitt C-C durch das Getriebe,

4 einen durch die Kreisring-Stirnfläche des Ausgangskörpers geführten Schnitt D-D durch das Getriebe,

5 eine detaillierte Ansicht der Anordnung der Transformationseinrichtung des Getriebes, die die Planetenbewegung des Rads mit Außenverzahnung in eine Rotationsbewegung des Ausgangselements umsetzt,

6 einen die Lage der Kurbelzapfenachsen im Verhältnis zur Eingangswellenachse zeigenden Schnitt der Eingangswelle durch ihre Symmetrieebene,

7 die Anordnung der Wälzelemente im Lagerkäfig zur Lagerung der Ausgangsglieder,

8 eine Teilansicht der axialen Führung des Rades mit Außenverzahnung,

9 ein Beispiel der Verbindung des Antriebsmotors mit dem Getriebe,

10 ein Querelement als ein mit dem Eingangskörper nicht integriertes Element, Eine erste vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Getriebes ist in den 1 und 2 und in den ergänzenden 3 bis 10 veranschaulicht.

Die Eingangswelle 10 ist mit exzentrischen Abschnitten 17, 17' – den Exzentern – versehen, die um die Achse 10a der Eingangswelle um 180° gegeneinander versetzt sind. Die Achsen 17a, 17'a der exzentrischen Abschnitte 17, 17' sind entgegen der Achse 10a der Eingangswelle um einen Abstand e – der Exzentrizität – versetzt. Die Eingangswelle 10 ist an der Innenöffnung mit einer Innennutung 14 für den Anschluss eines Antriebsmotors versehen (1 und 6).

Auf den exzentrischen Abschnitten 17, 17', deren Umfang Laufbahnen für die Wälzelemente 12 bildet, sind durch die zentralen Öffnungen 31 Räder 30 mit Außenverzahnung 33 drehbar gelagert. Die Wälzkörper sind in dem Lagerkäfig 12' gelagert. Die Räder 30 mit Außenverzahnung 33 greifen in die Innenverzahnung 41 des Rads 40 ein (1 und 5).

Die Zahnanzahl der Außenverzahnung 33 des Rads 30 ist geringer als die der Innenverzahnung 41 des Rads 40. Die Achse 30a der Räder 30 ist entgegen der Achse 42 des Rads 40 um den Abstand e versetzt (1). Die Innenverzahnung 41 besteht aus Nuten 41a mit einem Halbkreisprofil, in denen Zylinderzapfen 41b gelagert sind (2 und 3).

Die Räder 30 mit Außenverzahnung sind am Außenumfang im gleichen Abstand voneinander mit außermittigen, durchgehenden Axialöffnungen 32 versehen (1, 2, 3). Die Räder 30 sind zwischen den Ausgangskörpern 50, 50' angebracht, wobei die Ausgangskörper 50, 50' mittels Querelementen 52, die die Axialöffnungen 32 der Räder 30 mit einem Spiel so durchqueren, dass die Ausgangskörper 50, 50' ein gegenseitig bewegungsloses Paar bilden, verbunden sind (1, 2).

Die Querelemente 52 stellen einen integralen Bestandteil des Ausgangsglieds 50' dar (1, 2). An deren Stirnseite ist eine Gewindebohrung 58 für die Schraube 60 sowie eine Bohrung 59 für den Stift 61 ausgeführt, die die Ausgangskörper 50, 50' fest verbinden (1, 2 und 3). Das Querelement 52 kann als selbständige, mindestens mit einem Ausgangskörper 50, 50' fest verbundene Komponente gebildet sein (10). An der Stirnseite des Querelements 52 befindet sich eine Gewindebohrung 50z für die Schraube 60 und eine Bohrung für den Stift 61, mit deren Hilfe die Ausgangskörper miteinander fest verbunden sind (2). Das Querelement besitzt in diesem Fall einen zylinderförmigen Teil 50d mit an seinem einen Ende angeordneten Gewinde, der mit einer Sicherheitsmutter 50m versehen ist (10).

Das fest verbundene Ausgangskörperpaar 50, 50' ist im Rad 40 drehbar gelagert. Jeder der Ausgangskörper 50, 50' ist mit einer zentralen Öffnung 51 mit einer äußeren zylindrische, radiale Außenfläche 50r versehen. In den zentralen Öffnungen 51 der Ausgangskörper 50, 50' ist mit Hilfe von Wälzelementen 13 und Lagerbahnen 11 an den Enden der Eingangswelle 10 die Eingangswelle 10 drehbar gelagert. Die Wälzelemente 13 sind in einem Lagerkäfig gelagert (1, 2).

Im Raum zwischen der zentralen Öffnung 51 und der radialen Außenfläche 50r der Ausgangskörper 50, 50' befinden sich in gleichen Abständen voneinander am Außenumfang angebrachte außermittige Öffnungen 54 der Ausgangskörper 50, 50' (1, 2).

Die Ausgangskörper 50, 50' sind an der Außenseite mit außermittigen Axialflächen 50a versehen, und zwar an der an das Rad 40 anliegenden Seite.

Das Rad 40 ist an den an die Ausgangskörper 50, 50' anliegenden Seiten mit zylindrischen radialen Innenflächen 40r und gleichzeitig an den Außen-Stirnseiten mit kreirsringförmigen Axialflächen 40a versehen, zu denen die Achse des Rads 40 mit Innenverzahnung 41 quer ausgerichtet ist. Der Querabstand der Axialflächen 40a am Rad 40 mit Innenverzahnung 41 bestimmt dessen Tiefe (1, 2).

An beiden Seiten zwischen den Axialflächen 40a und 50a des Rads 40 und des Ausgangskörpers 50, 50' befinden sich Wälzelemente 56 zylindrischer Form, deren Achse quer zur Achse 42 des Rads 40 ausgerichtet ist. Die Wälzelemente 56 sind in den Aussparungen 81' des Lagerkäfigs 80 gelagert, der zwei Stirnflächen 80a und eine Innenfläche 80r aufweist, mit der er auf der zylindrischen Außenfläche des Ausgangskörpers lagert.

Zwischen den radialen Außenflächen 50r der Ausgangskörper 50, 50' mit radialen Innenflächen 40r des Rads 40 befinden sich zylinderförmige Wälzelemente 55, deren Achse in Richtung der Achse 42 des Rads mit Innenverzahnung orientiert ist (1, 2). Die Wälzelemente 55 werden beim Wälzen über die Außenflächen 50r und 40r von einer der Stirnflächen 80a des Lagerkäfigs 80 und der am Rad 40 gebildeten Führungsfläche geführt (1, 7).

Zwischen jedem der Räder 30 mit Außenverzahnung 33 und dem anliegenden Ausgangskörper 50, 50' ist eine Einrichtung angeordnet, die die Planetenbewegung des Rads 30 mit Außenverzahnung 33 in eine Rotationsbewegung des Ausgangskörpers 50, 50' umsetzt. Diese Einrichtung besteht aus drei zylinderförmigen Körpern 34, der Form nach zylindrischen Zapfen, die auf der Stirnfläche des an den Ausgangskörper 50, 50' anliegenden Rads 30 gleichmäßig über dessen Umfang verteilt angeordnet sind. Die zylinderförmigen Körper 34 sind in Richtung der Achse 42 des Rads 40 mit Innenverzahnung orientiert und mit dem Rad 30 mit Außenverzahnung fest verbunden. Die zylinderförmigen Körper 34 sind in den Organen 70 drehbar gelagert, die ihrerseits in den außermittigen Öffnungen 54 der Ausgangskörper 50, 50' drehbar gelagert sind (1, 2). Das Organ 70 ist in Form eines Rings mit einer zylindrischen Innen- 71 und einer zylindrischen Außenfläche 72 ausgeführt, wobei die Achse 71a der zylindrischen Innenfläche 71 entgegen der Achse 72a der zylindrischen Außenfläche 72 um einen Abstand e versetzt ist. Eine derartige Form wird auch als Exzenterring bezeichnet. Der Abstand der Achse 34a des zylinderförmigen Körpers 34 von der Achse 54a der außermittigen Öffnung 54 des Ausgangskörpers 50, 50' beträgt ebenfalls e (1, 6).

Die drehbare Lagerung des Organs 70 in der außermittigen Öffnung 54 des Ausgangskörpers 50, 50' ist als Wälzlagerung mit in einem Lagerkäfig gelagerten Wälzelementen 73 ausgeführt. Die Drehlagerung des zylindrischen Körpers 34 im Organ 70 ist ebenso als eine Wälzlagerung ausgeführt. Hierfür sind die in einem Lagerkäfig gelagerten Wälzelemente 74 vorgesehen (1, 2). An den an die Räder 30 mit Außenverzahnung anliegenden Stirnseiten der Ausgangskörper 50, 50' sind Stützflächen 57 ausgebildet, zwischen denen die Räder bei deren Planetenbewegung axial geführt werden. Die Stützflächen 57 begrenzen gleichzeitig den Axialvorschub der Zylinderzapfen 41b der Innenverzahnung 41, (8).

Mindestens an einem der Ausgangskörper 50, 50' sind an der Außen-Stirnfläche Gewindebohrungen 53 zur Befestigung des Getriebes am anzutreibenden Objekt oder am Rahmen der Einrichtung, in der das Getriebe installiert ist, ausgeführt.

Die Verbindung des Antriebsmotors 1a mit dem am Rahmen 2b befestigten Getriebe und dessen Abdichtung 2c ist in 9 gezeigt. Der Antriebsmotor 1a ist am Ende der Motorwelle 1b mit Außennutung 1d versehen, die in die Innennutung 92 der Eingangswelle 9 des Getriebes eingefügt ist. Der Antriebsmotor 1a ist mit dem Getriebe mittels des Flanschs 1c verbunden, der mit Hilfe von Schrauben 2b' an das Getriebe geschraubt ist. Der Motor ist mittels einer Wellendichtung 1e und eines Dichtrings 1f abgedichtet. Die Abdichtung 2c des Getriebes ist im Rahmen 2b gebettet, der Außenumfang des Ausgangskörpers 50' bildet die Dichtfläche für die Dichtung.

Es wird hervorgehoben, dass der den Schmierraum der Einrichtung bildende außermittige Raum des Eingangskörpers genügend groß und von dem Schmierraum der übrigen Komponenten relativ gut getrennt ist. Dadurch wird eine Verunreinigung des drehbar gelagerten Exzenterrings durch mikroskopische Abriebprodukte, die beim Kontakt der übrigen Funktionsflächen des Getriebemechanismus entstehen, verhindert.

Das Rad mit Außenverzahnung kann mit mindestens einer außermittig angeordneten axialen Durchgangsöffnung versehen sein.

Der oder die Ausgangskörper weisen vorzugsweise eine zentrale Öffnung und eine zylindrische radiale Außenfläche auf. In der zentralen Öffnung der Ausgangskörper kann dabei die Eingangswelle drehbar gelagert sein.

Vorzugsweise befindet sich im Bereich zwischen der zentralen Öffnung und der äußeren Wälzfläche des Ausgangskörpers mindestens eine zusätzliche außermittige Öffnung.

Vorzugsweise ist mindestens einer der Ausgangskörper an seiner Außenseite mit einer axial ausgerichteten Kreisringfläche versehen.

Es ist darüber hinaus denkbar, die Ausgangskörper an den an die Räder mit Außenverzahnung anliegenden Stirnseiten mit Stütz-Stirnflächen zu versehen, zwischen denen das oder die Räder bei deren Planetenbewegung axial geführt werden. Sofern die Innenverzahnung durch im Querschnitt kreisförmige, in halbkreisförmige Nuten eingelegte Zapfen gebildet ist, begrenzt die Führung gleichzeitig die Axialbewegung der Zapfen.

An mindestens einem der Ausgangskörper sind dabei vorzugsweise an der Außen-Stirnfläche Gewindebohrungen für die Befestigung des Getriebes am angetriebenen Objekt oder am Rahmen einer Einrichtung, in der das Getriebe installiert ist, angeordnet.

Sofern zwei Ausgangskörper vorgesehen sind, ist mindestens ein Rad mit Außenverzahnung zwischen den Ausgangskörpern angebracht. Dabei können die Ausgangskörper miteinander verbunden sein. Die miteinander fest verbundenen Ausgangskörper können dabei in dem Rad mit Innenverzahnung drehbar gelagert sein. Die Verbindung der Ausgangskörper kann mit Hilfe mindestens eines Querelements vorgenommen werden, das mit einem Spiel die Axialöffnung des Rads mit Außenverzahnung so durchquert, dass die Ausgangskörper ein gegenseitig unbewegliches Paar bilden. Das Querelement bildet entweder einen integralen Bestandteil mindestens eines Ausgangselements oder ist als eine selbständige Komponente gebildet, die mindestens mit einem Ausgangskörper fest verbunden ist. An der Stirnseite des Querelements kann eine Gewindebohrung für eine Schraube und eine Bohrung für einen Stift gebildet sein, mit deren Hilfe die Ausgangskörper miteinander fest verbunden sind.

e
Abstand der Eingangswellenachse von der Achse des exzentrischen
Abschnitts der Eingangswelle-Exzentrizität
1a
Antriebsmotor
1b
Motorwelle
1c
Flansch
1d
Außennutung
1e
Wellendichtung
1f
Dichtring
2b
Rahmen
2b'
Schraube
2c
Abdichtung
8
Rad mit zweiter Außenverzahnung
9
Eingangswelle mit erster Verzahnung
10
Eingangswelle
10a
Achse der Eingangswelle
11
Lagerbahnen der Eingangswelle
12
Wälzelemente
12'
Lagerkäfig
13
Wälzelemente
14
Innennutung
17, 17'
Exzentrischer Abschnitt der Eingangswelle
17a, 17'a
Achse der exzentrischen Abschnitte der Eingangswelle
30
Rad mit Außenverzahnung
30a
Achse
31
Zentrale Öffnung
32
außermittige, durchgehende Axialöffnung
33
Außenverzahnung
34
zylinderförmiger Körper
34a
Achse des zylinderförmigen Körpers
40
Rad mit Innenverzahnung
40a
Axialfläche des Rads mit Innenverzahnung
40r
radiale Innenfläche des Rads mit Innenverzahnung
41
Innenverzahnung
41a
Nuten
41b
Zylinderzapfen
50, 50'
Ausgangskörper
50a
Axialfläche des Ausgangskörpers
50d
zylinderförmiger Teil des Querelements zur Verbindung der Ausgangskörper
50m
Schraubenmutter zur Befestigung des Querelements im
Ausgangskörper
50r
radiale Außenfläche des Ausgangskörpers
50z
Gewindebohrung an der Stirnseite des Querelements
51
zentrale Öffnung des Ausgangskörpers
52
Querelement zur Verbindung der Ausgangskörper
53
Gewindebohrung
54
außermittige Öffnung des Ausgangskörpers
54a
Achse der außermittigen Öffnung des Ausgangskörpers
55
Wälzelemente zwischen der radialen Außenfläche des Ausgangskörpers und der radialen Innenfläche des Rads mit Innenverzahnung
56
Wälzelemente zwischen der Axialfläche des Ausgangskörpers und der Axialfläche des Rads mit Innenverzahnung
57
Stützflächen an den Ausgangskörpern für die axiale Radführung
58
Gewindebohrung an der Stirnseite des Querelements
59
Bohrung
60
Schraube
61
Stift
70
Organ
71
Innenfläche des Organs
71a
Achse der Innenfläche des Organs
72
Außenfläche des Organs
72a
Achse der Außenfläche des Organs
73
Wälzelemente der drehbaren Wälzlagerung des Organs in der außermittigen Öffnung des Ausgangskörpers
74
Wälzelemente der drehbaren Wälzlagerung des zylinderförmigen Körpers im Organ
80
Lagerkäfig der drehbaren Wälzlagerung des Ausgangskörpers im Rad mit Innenverzahnung
80a
Stirnfläche des Lagerkäfigs der drehbaren Wälzlagerung des Ausgangskörpers im Rad mit Innenverzahnung
80r
Innenfläche des Lagerkäfigs
81
zweite Außenverzahnung
81'
Aussparung des Lagerkäfigs der drehbaren Wälzlagerung des Ausgangskörpers im Rad mit Innenverzahnung
91
erste Verzahnung an der Eingangswelle
92
Innennutung


Anspruch[de]
Getriebe mit mindestens einem Rad (40) mit Innenverzahnung (41), mit mindestens einem in Bezug auf das Rad (40) drehbar gelagerten Ausgangskörper (50, 50') sowie einer Eingangswelle (10) mit mindestens einem exzentrischen Abschnitt (17, 17') mit einer Exzentrizität (e), auf dem ein mit der Innenverzahnung kämmendes Rad (30) mit Außenverzahnung (33) drehbar gelagert ist, wobei bei zwei Ausgangskörpern (50, 50') mindestens ein Rad (30) zwischen den Ausgangskörpern (50, 50') angeordnet ist, sowie einer zwischen dem Rad (30) und dem Ausgangskörper (50, 50') angeordneten Einrichtung, welche die Planetenbewegung des Rades (30) in eine Rotationsbewegung des Ausgangskörpers transformiert und mindestens einen zylindrischen, sich in Achsrichtung des Rades (30) erstreckenden Körper (34) aufweist, der in einem Organ (70) drehbar gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper (34) mit dem Rad (30) betriebsgemäß verbunden ist, dass das Organ (70) in einer Öffnung (54) des Ausgangskörpers (50, 50') drehbar gelagert ist und dass die Achse (34a) des Körpers (34) von der Achse (54a) der Öffnung (54) um einen der Exzentrizität (e) entsprechenden Abstand beabstandet ist. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der zapfenförmige und mit Abstand zur Längs-Achse (42) der Eingangswelle (10) angeordnete Körper (34) in die Öffnung (54) hineinragt. Getriebe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Organ (70) hohlzylinderförmig ausgebildet ist. Getriebe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Organ (70) die Form einer Hülse aufweist, die den Raum zwischen dem Körper (34) und der Öffnung (54) spielfrei ausfüllt. Getriebe nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Organ (70) die Form einer exzenterringförmigen Hülse aufweist und in dem Raum zwischen dem Körper (34) und der Öffnung (54) angeordnet ist, wobei zwischen dem Körper (34) und dem Organ (70) und/oder zwischen dem Organ (70) und der Öffnung (54) jeweils ein Wälzlager angeordnet ist. Getriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere, vorzugsweise zwei, drei, vier, fünf oder sechs Körper (34) vorgesehen sind, die um die Längs-Achse (42) der Eingangswelle (10) verteilt sind und mit einer entsprechenden Anzahl von Organen (70) in betrieblicher Verbindung stehen. Getriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die axiale Länge der Körper (34) sowie die axiale Länge der Organe (70) so gewählt ist, dass sie in etwa der Dicke des Ausgangskörpers (50) entsprechen. Getriebe nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen den Körpern (34) und den zugeordneten Organen (70) durch Steckverbindungen in axialer Richtung hergestellt ist. Getriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwischen den planparallelen Stirnseiten des Ausgangskörpers (50) und des Rades (30) ein Axialwälzlager angeordnet ist. Getriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der exzentrische Abschnitt (17, 17') der Eingangswelle (10) mindestens aus einem um die Exzentrizität (e) gegenüber der Längsachse (42) der Eingangswelle (10) parallel versetzten zylinderförmigen Kurbelzapfen besteht, dessen Durchmesser mindestens dem Durchmesser der Antriebswelle zuzüglich dem doppelten Wert der Exzentrizität (e) entspricht. Getriebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass der Ausgangskörper (50) stirnseitig an dem Rad (40) mit Innenverzahnung (41) drehbar gelagert ist. Getriebe nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens an den einander zugewandten Axialflächen des Ausgangskörpers (50) und des Rads (40) mit Innenverzahnung (41) Lagerlaufbahnen vorgesehen sind.






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