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Dokumentenidentifikation DE102005000137A1 19.04.2007
Titel Haupthandgriff mit Sicherheitsverriegelung
Anmelder Hilti AG, Schaan, LI
Erfinder Liebert, Bernhard, 85235 Pfaffenhofen, DE
Vertreter TER MEER STEINMEISTER & Partner GbR Patentanwälte, 81679 München
DE-Anmeldedatum 12.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005000137
Offenlegungstag 19.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2007
IPC-Hauptklasse B25F 5/02(2006.01)A, F, I, 20051012, B, H, DE
Zusammenfassung An einem Haupthandgriff (18) eines mit einem Motor (8) betriebenen Werkzeuggerätes (2) ist ein ein Betätigungsmittel (28) eines Motorschalters (30), das von einer haltenden Hand (H, H) eines Bedieners in einer ersten und zweiten Griffposition betätigbar ist, sowie ein von der haltenden Hand (H) in der ersten Griffposition betätigbares erstes Entriegelungsmittel (24a) und ein von der haltenden Hand (H) in der zweiten Griffposition betätigbares zweites Entriegelungsmittel (24b) zum Entriegeln einer Sicherungsverriegelung (36, 60) vorgesehen, die in einer Normalstellung eine Betätigung des Motorschalters (30) blockiert und durch Betätigung wenigstens eines der Entriegelungsmittel (24a, 24b) in eine Freigabestellung verbringbar ist, in der die Betätigung des Motorschalters (30) freigegeben ist. Es ist vorgesehen, dass das zweite Entriegelungsmittel (24b) in Richtung einer Längserstreckung des Haupthandgriffs (18) beabstandet zum ersten Entriegelungsmittel (24a) angeordnet ist.

Beschreibung[de]
Aufgabe der Erfindung Haupthandgriff mit Sicherungsverriegelung

Die Erfindung betrifft einen Haupthandgriff eines mit einem Motor betriebenen Werkzeuggerätes, wie beispielsweise ein Säge-, Schleif- oder Schneidegerät zur Bearbeitung von mineralischen Werkstoffen, Metall oder Holz. An dem Haupthandgriff ist ein Betätigungsmittel zur Steuerung des Motors über einen Motorschalter vorgesehen, das von einer haltenden Hand eines Bedieners in einer ersten und zweiten Griffposition betätigt werden kann. Ferner ist ein von der haltenden Hand in der ersten Griffposition zusätzlich betätigbares erstes Entriegelungsmittel und ein von der haltenden Hand in der zweiten Griffposition zusätzlich betätigbares zweites Entriegelungsmittel einer Sicherungsverriegelung vorgesehen. Diese Sicherungsverriegelung blockiert in einer unbelasteten Normalstellung eine Betätigung des Motorschalters mittels des Betätigungsmittels und kann durch Betätigung wenigstens eines der Entriegelungsmittel in eine Freigabestellung verbracht werden, in der sie die Betätigung des Motorschalters freigibt.

Derartige Haupthandgriffe verhindern beispielsweise beim Transport des Werkzeuggerätes ein ungewolltes Einschalten des Motors durch unbeabsichtigten Druck auf das Betätigungsmittel der Motorsteuerung. Vielmehr ist es zunächst erforderlich eines der Entriegelungsmittel der Sicherungsverriegelung zu betätigen, um das Betätigungsmittel soweit verlagern zu können, dass der Motor über den Motorschalter eingeschaltet wird.

Aus US 6,057,518 ist eine Kreissäge bekannt, an deren Haupthandgriff zum einen an der Unterseite das Betätigungsmittel eines Motorschalters angeordnet ist. Zudem sind an beiden Seiten des Haupthandgriffes sich gegenüber stehende Betätigungsmittel eines Sperrgliedes vorgesehen, das in seiner Normalstellung ein Einschalten des Motorschalters verhindert. Durch Druck mit dem Daumen auf eines der Betätigungsmittel wird das Sperrglied in eine Freigabestellung bewegt, in der der Motorschalter betätigt werden kann, um die Kreissäge zu starten.

Bei einer derartigen Ausformung des Haupthandgriffes kann mit der den Haupthandgriff haltenden Hand sowohl der Motorschalter als auch das Sperrglied betätigt werden. Durch die an beiden Seiten gegenüberliegend angeordneten Betätigungsmittel des Sperrgliedes und den unterseitigen Motorschalter, kann dabei sowohl das Halten des Haupthandgriffes als auch die doppelte Betätigung entweder mit der linken oder mit der rechten Hand des Bedieners durchgeführt werden. Somit ist der gezeigte Haupthandgriff für Links- und Rechtshänder gleichermassen geeignet.

Nachteilig an dem gezeigten Haupthandgriff ist jedoch, dass durch die Betätigungsmittel des Sperrgliedes eine genaue Position des Daumens und damit der gesamten haltenden Hand bezogen auf die Längserstreckung des Werkzeuggerätes vorgegeben ist. Aus diesem Grund ist die Anordnung der Betätigungsmittel und des Motorschalters nicht für Werkzeuggeräte geeignet, an deren Haupthandgriff wenigstens zwei Griffpositionen der haltenden Hand entlang der Längserstreckung vorgesehen sind.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Haupthandgriff bereit zu stellen, der die genannten Nachteile vermeidet und der auch für Handwerkzeuggeräte geeignet ist, an denen wenigstens zwei hintereinander liegende alternative Griffpositionen für die haltende Hand vorgesehen sind.

Erfindungsgemäss wird die Aufgabe dadurch gelöst, dass das zweite Entriegelungsmittel in Richtung einer Längserstreckung des Haupthandgriffes beabstandet zum ersten Entriegelungsmittel angeordnet ist. Hierdurch können am Haupthandgriff zwei alternative Griffpositionen vorgesehen werden, in denen mit der haltenden Hand jeweils sowohl der Motorschalter als auch die Sicherungsverriegelung bequem mit der haltenden Hand betätigt beziehungsweise entriegelt werden kann.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform sind die Entriegelungsmittel der Sicherungsverriegelung an einer Oberseite und das Betätigungsmittel zur Steuerung des Motors an einer von dieser abgewandten Unterseite des Haupthandgriffes angeordnet, wodurch der Motorschalter und die Sicherungsverriegelung in beiden Griffpositionen gleichermassen durch die rechte Hand oder die linke Hand eines Bedieners betätigt werden kann. Somit kann der Haupthandgriff gleichermassen komfortabel von Rechts- wie auch von Linkshändern verwendet werden.

Vorteilhafterweise ist das erste Entriegelungsmittel an einem Ende eines ersten Griffabschnittes, der sich im Wesentlichen quer zu einer Arbeitsachse des Werkzeuggerätes erstreckt, und das zweite Entriegelungsmittel an einem Ende eines zweiten Griffabschnittes, der sich im Wesentlichen parallel zu der Arbeitsachse des Werkzeuggerätes erstreckt, angeordnet. Im Wesentlichen soll hierbei bedeuten, dass die jeweilige Erstreckungsrichtung der Griffabschnitte um bis zu 20° von einer parallelen beziehungsweise senkrechten Richtung zur Arbeitsachse abweichen kann. Hierdurch kann das Werkzeuggerät auf zwei deutlich unterschiedliche Weisen gehalten werden, die für unterschiedliche Verwendungsarten des Werkzeuggerätes eine jeweils günstige Griffposition am Haupthadgriff ermöglichen, wobei in beiden Fällen neben dem Motorschalter auch die Sicherheitsverriegelung bequem betätigt werden kann.

Bevorzugterweise sind das erste Entriegelungsmittel und das zweite Entriegelungsmittel an einem gemeinsamen Hebel ausgeformt, der um ein Drehlager herum verschwenkbar ist. Dabei ist der Hebel durch eine Federkraft beaufschlagt, die diesen in die Normalstellung vorspannt. Hierdurch kann die Sicherheitsverriegelung durch ein einziges Bauelement von zwei Positionen aus entriegelt werden. Auf diese Weise kann eine solide und kostengünstig herzustellende Entriegelungsmechanik bereitgestellt werden.

Vorteilhafterweise ist das Drehlager an einem lagerseitigen Ende des Hebels vorgesehen, wobei die Federkraft an einem von diesem abgewandten freien Ende angreift. Hierdurch erzeugt die Federkraft über den langen Hebelarm ein besonders grosses Moment, das den Hebel im unbetätigten Zustand sicher in die Normalstellung drückt.

Dabei ist es günstig, wenn die Sicherungsverriegelung ein durch den Hebel betätigtes Verriegelungsmittel aufweist, das die Bewegung eines durch das Betätigungsmittel betätigten Anschlagelements in der Normalstellung blockiert und in der Freigabestellung freigibt.

Hierdurch erhält man eine besonders einfache Bauweise der Sicherheitsverriegelung, die einerseits wenig störanfällig und andererseits kostengünstig herzustellen ist.

In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform sind das Verriegelungsmittel und das Anschlagsmittel in der Normalstellung durch Druck auf das Betätigungsmittel miteinander in Eingriff bringbar. Hierbei bewirkt der Eingriff eine formschlüssige Verbindung zwischen dem Verriegelungsmittel und dem Anschlagsmittel in eine Bewegungsrichtung des Verriegelungsmittels, entlang der das Verriegelungsmittel beim Verstellen von Normalstellung in Freigabestellung bewegt wird. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass das Werkzeuggerät nur dadurch in Betrieb genommen werden kann, dass zuerst die Sicherheitsverriegelung entriegelt wird und anschliessend das Betätigungsmittel des Motorschalters gedrückt wird. Wird dagegen zuerst das Betätigungsmittel des Motorschalters gedrückt, so befindet sich die Sicherheitsverriegelung in einer Sperrstellung, die nur dadurch gelöst werden kann, dass der Druck von dem Betätigungsmittel genommen wird. Hierdurch wird die Sicherheit gegen ein unbeabsichtigtes Einschalten der Werkzeuggerätes weiter erhöht.

Dabei ist es günstig, wenn das Anschlagelement einstückig mit dem Betätigungsmittel ausgeformt ist und das Verriegelungsmittel durch ein separat zum Hebel gelagertes Formteil gebildet ist, das gegen die Federkraft in die Freigabestellung verschwenkbar ist. Durch die separate Ausformung des Verriegelungsmittels wird dabei ein besonders leichtes und störungsfreies Umschalten der Sicherheitsverriegelung zwischen der Normalstellung und der Freigabestellung ermöglicht.

Alternativ hierzu ist das Verriegelungsmittel vorteilhafterweise einstückig mit dem Hebel ausgeformt, wobei die Federkraft direkt am Hebel angreift. Hierdurch werden die für die Sicherheitsverriegelung notwendigen zusätzlichen Teile reduziert, was wiederum die Montage des Haupthandgriffes vereinfacht. Zudem wird durch die direkte Beaufschlagung des Hebels mit der Federkraft eine sichere Vorspannung in die Normalstellung gewährleistet.

Dabei ist es besonders günstig, wenn das Anschlagelement mit einem beweglichen Teil des Motorschalters bewegungsgekoppelt ist, wodurch die Zahl der Bauelemente des Haupthandgriffes weiter vermindert wird.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines Ausführungsbeispieles näher erläutert. Es zeigen:

1 eine Ansicht eines Werkzeuggerätes mit einem erfindungsgemässen Haupthandgriff,

2a eine teilweise geschnittene Ansicht einer Sicherungsverriegelung des Haupthandgriffes nach 1 in einer Normalstellung,

2b die Sicherungsverriegelung nach 2a in einer Sperrstellung,

2c die Sicherungsverriegelung nach 2a in einer Freigabestellung,

3a eine teilweise geschnittene Ansicht einer alternativen Sicherungsverriegelung des Haupthandgriffes nach 1 in einer Normalstellung,

3b die Sicherungsverriegelung nach 3a in einer Sperrstellung und

3c die Sicherungsverriegelung nach 3a in einer Freigabestellung.

1 zeigt ein Werkzeuggerät 2 in Form eines Schneide- oder Schleifgerätes zur Bearbeitung mineralischer Werkstoffe mit einem kreisscheibenförmigen Werkzeug 4, das in nicht näher dargestellter Weise über ein Getriebe 6 von einem Motor 8 angetrieben wird, die beide in einem Hauptgehäuse 10 untergebracht sind. Dieses erstreckt sich entlang einer Geräteachse A, die beispielsweise einer Achse durch den geometrische Mittelpunkt oder den Schwerpunkt des Werkzeuggerätes 2 entsprechen kann. Seitlich ragt von dem Hauptgehäuse 10 ein Träger 12 ab, an dem ein Seitenhandgriff 14 gehalten ist.

An einem vom Werkzeug 4 abgewandten Ende ist am Hauptgehäuse 10 ein Griffgehäuse 16 angebracht, das im Wesentlichen D-förmig ausgebildet ist und dabei einen sich bogenförmig erstreckenden Haupthandgriff 18 bildet. Wie durch die beiden dargestellten Griffpositionen einer Hand H, H einer bedienenden Person verdeutlicht, weist der Haupthandgriff 18 einen ersten Griffabschnitt 20a und einen sich in Erstreckungsrichtung des Haupthandgriffes 18 daran anschliessenden zweiten Griffabschnitt 20b auf. An diesen Griffabschnitten 20a, 20b kann der Haupthandgriff 19 wahlweise durch die haltende Hand H, H des Bedieners ergriffen werden, wobei sich die beiden hintereinander liegenden Griffabschnitte 20a, 20b teilweise überlappen können. Dabei ist der erste Griffabschnitt 20a in etwa, d.h. mit einer geringen Abweichung von bis zu 20°, senkrecht zur Geräteachse A angeordnet, während der zweite Griffabschnitt 20b in etwa, d.h. ebenfalls mit einer geringen Abweichung von bis zu 20°, parallel zu dieser liegt.

An einer Oberseite 22 des Haupthandgriffes 18 sind zwei in Erstreckungsrichtung des Haupthandgriffes 18 zueinander beabstandete Entriegelungsmittel 24a, 24b einer weiter unten beschriebenen Sicherungsverriegelung vorgesehen. Die Entriegelungsmittel 24a, 24b sind in Form von Druckknöpfen ausgebildet und jeweils am Ende eines der Griffabschnitte 20a, 20b angeordnet. Somit können diese in der jeweiligen Griffposition durch den Daumen der haltenden Hand H, H mit Druck beaufschlagt werden.

An einer von der Oberseite 22 abgewandten Unterseite 26 des Haupthandgriffes 18 ist ein Betätigungsmittel zur Steuerung des Motors 8 vorgesehen, das sich über beide Griffabschnitte 20a, 20b erstreckt. Hierdurch kann in beiden Griffpositionen der haltenden Hand H, H d.h. von beiden Griffabschnitten 20a, 20b aus sowohl das Betätigungsmittel 28 als auch jeweils eines der Entriegelungsmittel 24a, 24b betätigt werden.

Die 2a bis 2c zeigen den Haupthandgriff 18 in einem geöffneten Zustand. Wie hieraus zu entnehmen ist, ist in dem Haupthandgriff 18 ein Motorschalter 30 vorgesehen, der über das Betätigungsmittel 28 betätigt wird und der zur Steuerung des Motors 8 in nicht dargestellter Weise elektrisch mit diesem und einer Spannungsquelle verbunden ist.

Der Motorschalter 30 weist, wie insbesondere aus 2a zu entnehmen ist, einen beweglichen Teil in Form eines Stössels 32 auf, der über eine Unilenkvorrichtung 34 mit dem Betätigungsmittel 28 bewegungsgekoppelt ist. Das Betätigungsmittel 28 ist wiederum an einem Ende über ein erstes Drehlager 35 mit dem Griffgehäuse 16 verbunden.

Zudem ist in dem Haupthandgriff 18 eine insgesamt mit 36 bezeichnete Sicherungsverriegelung vorgesehen, die ein unbeabsichtigtes Einschalten des Motorschalters 30 verhindert. Diese weist ein durch ein Formteil gebildetes in etwa V-förmiges Verriegelungsmittel 38 auf, das um eine Drehachse D herum verdrehbar in dem Griffgehäuse 16gehalten ist. Dabei greift an einem ersten Arm 40a des V-förmigen Verriegelungsmittels 38 eine Blattfeder 42 an, deren Federkraft den ersten Arm 40a gegen einen Berührungsnocken 44 an einem freien Ende 46 eines Hebels 48 vorspannt, an dem das erste Entriegelungsmittel 24a und das zweite Entriegelungsmittel 24b ausgeformt sind. An einem von dem freien Ende 46 abgewandten lagerseitigen Ende 50 ist der Hebel 48 an einem zweiten Drehlager 52 verschwenkbar gehalten.

An einem zweiten Arm 40b des V-förmigen Verriegelungsmittels 38 ist eine Blockierfläche 54 ausgeformt, die zur Anlage eines Anschlagelements 56 dient, das an dem Betätigungsmittel 28 ausgeformt ist. Optional kann an der Blockierfläche 54, wie gestrichelt angedeutet, ein Tangentialanschlag 58 vorgesehen sein.

2a zeigt den Haupthandgriff 18 beziehungsweise die Sicherungsverriegelung 36 in einer unbelasteten Normalstellung, bei der der Hebel 48 durch die Blattfeder 42 und über den ersten Arm 40a gegen das Griffgehäuse 16 gedrückt wird, wobei die beiden Entriegelungsmittel 24a, 24b etwa bündig mit der Oberseite 22 des Griffgehäuses 16 abschliessen.

In dieser Normalstellung ist die Blockierfläche 54 der Sicherungsverriegelung 36 in Bewegungsrichtung R des Anschlagelements 56 angeordnet.

Wie in 2b dargestellt, kann durch Druck FB auf das Betätigungsmittel 28 dieses folglich nur bis zu einer Sperrstellung verschwenkt werden, in der das Anschlagelement 56 an der Blockierfläche 54 in Anlage kommt. In dieser Sperrstellung ist das Betätigungsmittel 28 noch nicht soweit verlagert, dass der Motorschalter 30 den Motor 8 startet.

Ist an der Blockierfläche 54 kein Tangentialanschlag 58 vorgesehen, so kann aus der in 2b dargestellten Sperrstellung heraus die Sicherungsverriegelung 36 durch zusätzlichen Druck FE, FE auf wenigstens eines der Entriegelungsmittel 24a, 24b in die Freigabestellung verbracht werden, wie sie in 2c dargestellt ist. Dabei wird durch den Druck FE, FE der Berührungsnocken 44 gegen den ersten Arm 40a des Verriegelungsmittels 38 gedrückt. Dieses wird dadurch um die Drehachse D herum verschwenkt, wobei der zweite Arm 40b gegenüber dem Anschlagelement 56 seitlich ausweicht. Somit kann das Betätigungsmittel 28 durch den Druck FB nun weiter um das erste Drehlager 35 herum verschwenkt werden. Hierbei verlagert die Umlenkvorrichtung 34 den Stössel 32 gegenüber dem übrigen Motorschalter 30 soweit, dass dieser den Motor 8 startet und das Werkzeuggerät somit in Betrieb genommen ist. Die Sicherungsverriegelung 36 befindet sich somit nun in der Freigabestellung gemäss 2c.

Für den Fall, dass ein Tangentialanschlag 58 an der Blockierfläche 54 vorgesehen ist, kommt das Anschlagelement 56 in der Sperrstellung nach 2b in einen Eingriff mit dem zweiten Arm 40b, der in Drehrichtung des Verriegelungsmittels 38 einen Formschluss zwischen dem Tangentialanschlag 58 und dem Anschlagelement 56 bewirkt. Dieser Formschluss verhindert, dass die Sicherungsverriegelung 36 aus der Sperrstellung nach 2b heraus durch zusätzlichen Druck FE, FE auf eines der Entriegelungsmittel 24a, 24b in die Freigabestellung nach 2c verbringbar ist.

Vielmehr muss zunächst der Druck FB vom Betätigungsmittel 28 genommen werden, um den Eingriff zwischen dem zweiten Arm 40b des Verriegelungsmittels 38 und dem Anschlagelement 56 des Betätigungsmittels 28 aufzuheben. Erst in dieser Normalstellung entsprechend 2a kann dann das Verriegelungsmittel 38 durch Druck FE, FE auf wenigstens eines der Entriegelungsmittel 24a, 24b um die Drehachse D herum verschwenkt werden. Hierdurch wird dann die Sicherungsverriegelung 36 in die Freigabestellung verbracht, in der dann der Motorschalter 30 durch ausreichendes Verschwenken des Betätigungsmittels 28, entsprechend 2c, betätigt werden kann.

In den 3a bis 3c ist der geöffnete Haupthandgriff 18 mit einer alternativen Sicherungsverriegelung 60 dargestellt. Die Funktionsweise entspricht dabei weitestgehend der Funktionsweise der Ausführungsform nach 2a bis 2c. Weitgehend unveränderte Funktionselemente sind daher in den 3a bis 3c mit den gleichen Bezugszeichen bezeichnet, wie in 2a bis 2c.

Wie insbesondere aus 3a zu entnehmen ist, unterscheidet sich die alternative Ausführungsform der Sicherungsverriegelung 60 im Wesentlichen dadurch, dass hier eine Verriegelungskontur als Verriegelungsmittel 62 verwendet wird, die einstückig mit dem Hebel 48 ausgeformt ist und die mit einem riegelförmigen Anschlagelement 64 zusammenwirkt, das fest mit dem Stössel 32 verbunden ist.

Das Verriegelungsmittel 62 weist eine Verriegelungsaufnahme 66 zur Aufnahme eines Verriegelungsnockens 68 auf, der in unbelasteter Normalstellung nach 3a von dem Anschlagelement 64 in Richtung der Verriegelungsaufnahme 66 abragt. Neben der Verriegelungsaufnahme 66 ist zudem eine Freigabeaufnahme 72 vorgesehen, in der ein wesentlicher Teil des Anschlagelementes 64 vollständig aufgenommen werden kann. Der Hebel 48 ist durch eine Schraubenfeder 70 in die Normalstellung vorgespannt, die direkt am freien Ende 46 des Hebels 48 angreift.

Wird, wie in 3b dargestellt, beispielsweise beim Transport aus Versehen ein Druck FB auf das Betätigungsmittel 28 aufgebracht, so wird der Stössel 32 über die Umlenkvorrichtung 34 gegenüber dem Motorschalter 30 verschoben. Hierdurch wird das Anschlagelement 64 entlang der Bewegungsrichtung R in Richtung des Verriegelungsmittels 62 bewegt und kommt mit dieser in Anlage, bevor der Stössel 32 soweit gegenüber dem Motorschalter 30 verlagert ist, dass dieser den Motor startet. Die alternative Sicherungsverriegelung 60 befindet sich somit nun in der Sperrstellung. Hierbei greift der Verriegelungsnocken 68 in die Verriegelungsaufnahme 66, wodurch ein mögliches Verschwenken des Hebels 48 blockiert wird.

Um den Motorschalter 30 betätigen zu können muss, wie in 3c dargestellt, aus der unbelasteten Normalstellung nach 3a heraus zunächst ein Druck FE, FE auf wenigstens eines der Entriegelungsmittel 24a, 24b aufgebracht werden. Hierdurch wird die Verriegelungskontur 62 zusammen mit dem Hebel 48 entgegen der Federkraft der Schraubenfeder 70 verschwenkt. Auf diese Weise wird die Freigabeaufnahme 72 in Bewegungsrichtung des Anschlagelementes 64 positioniert.

Wenn nun ein Druck FB auf das Betätigungsmittel 28 aufgebracht wird, wird das Anschlagelement 64 zusammen mit dem Stössel 32 mittels der Umlenkvorrichtung 34 in Bewegungsrichtung R verschoben. Dabei kann sich das Anschlagelement 64 über einen weiten Teil in die Freigabeaufnahme 72 hinein bewegen, bis es mit dem Verriegelungsmittel 62 in Anschlag kommt. Somit kann der Stössel 32 in dieser Freigabestellung der Sicherungsverriegelung 60 ausreichend weit gegenüber dem Motorschalter 30 verlagert werden, um diesen zu betätigen und dadurch das Werkzeuggerät 2 in Betrieb zu nehmen.


Anspruch[de]
Haupthandgriff (18) eines mit einem Motor (8) betriebenen Werkzeuggerätes (2), an dem ein Betätigungsmittel (28) eines Motorschalters (30), das in einer ersten und zweiten Griffposition betätigbar ist, sowie ein in der ersten Griffposition betätigbares erstes Entriegelungsmittel (24a) und ein in der zweiten Griffposition betätigbares zweites Entriegelungsmittel (24b) zum Entriegeln einer Sicherungsverriegelung (36, 60) vorgesehen sind, die in einer Normalstellung eine Betätigung des Motorschalters (30) blockiert und durch Betätigung wenigstens eines der Entriegelungsmittel (24a, 24b) in eine Freigabestellung verbringbar ist, in der die Betätigung des Motorschalters (30) freigegeben ist, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Entriegelungsmittel (24b) in Richtung einer Längserstreckung des Haupthandgriffes (18) beabstandet zum ersten Entriegelungsmittel (24a) angeordnet ist. Haupthandgriff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Entriegelungsmittel (24a, 24b) an einer Oberseite (22) und das Betätigungsmittel (28) zur Steuerung des Motors (30) an einer von dieser abgewandten Unterseite (26) des Haupthandgriffes (18) angeordnet sind. Haupthandgriff nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Entriegelungsmittel (24a) an einem Ende eines ersten Griffabschnittes (20a), der sich im Wesentlichen quer zu einer Arbeitsachse (A) des Werkzeuggerätes (2) erstreckt, und das zweite Entriegelungsmittel (24b) an einem Ende eines zweiten Griffabschnittes (20b), der sich im Wesentlichen parallel zu der Arbeitsachse (A) des Werkzeuggerätes (2) erstreckt, angeordnet ist. Haupthandgriff nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Entriegelungsmittel (24a) und das zweite Entriegelungsmittel (24b) an einem gemeinsamen Hebel (48) ausgeformt sind, der um ein Drehlager (52) herum verschwenkbar und durch eine Federkraft beaufschlagt ist, die diesen in die Normalstellung vorspannt. Haupthandgriff nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehlager (52) an einem lagerseitigen Ende (50) des Hebels (48) vorgesehen ist und die Federkraft an einem von diesem abgewandten freien Ende (46) angreift. Haupthandgriff nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherungsverriegelung (36, 60) ein durch den Hebel (48) betätigtes Verriegelungsmittel (38, 62) aufweist, das die Bewegung eines durch das Betätigungsmittel (28) betätigte Anschlagelement (56, 64) in der Normalstellung blockiert und in der Freigabestellung freigibt. Haupthandgriff nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungsmittel (36, 62) und das Anschlagsmittel (56, 64) in der Normalstellung durch Druck auf das Betätigungsmittel (28) miteinander in Eingriff bringbar sind, wobei der Eingriff eine formschlüssige Verbindung in eine Bewegungsrichtung des Verriegelungsmittels (38, 62) bewirkt. Haupthandgriff nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (56) einstückig mit den Betätigungsmitteln (28) ausgeformt ist und das Verriegelungsmittel (36) durch ein separat zum Hebel (48) gelagertes Formteil gebildet ist, das gegen die Federkraft in die Freigabestellung verschwenkbar ist. Haupthandgriff nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Verriegelungsmittel (62) einstückig mit dem Hebel (48) ausgeformt ist und die Federkraft direkt am Hebel (48) angreift. Haupthandgriff nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Anschlagelement (64) mit einem beweglichen Teil des Motorschalters (30) bewegungsgekoppelt ist.






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