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Dokumentenidentifikation DE102005016436B4 19.04.2007
Titel Positioniersystem für eine Spritzdüsenhalterung
Anmelder Decoma (Germany) GmbH, 66280 Sulzbach, DE
Erfinder Hildebrandt, Oliver, 70734 Fellbach, DE
Vertreter Hössle Kudlek & Partner, Patentanwälte, 70173 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 01.04.2005
DE-Aktenzeichen 102005016436
Offenlegungstag 05.10.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2007
IPC-Hauptklasse B60S 1/60(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60R 19/48(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B05B 15/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein System zur Positionierung einer Spritzdüsenhalterung an einer Öffnung eines zweiten Elementes, insbesondere an einer Bohrung eines Stoßfängers eines Kraftfahrzeuges. Ferner betrifft die vorliegende Erfindung ein entsprechendes Verfahren zu einer derartigen Positionierung und die Verwendung eines derartigen Positioniersystems zur Positionierung einer Spritzdüsenhalterung an einer Bohrung eines Kfz-Stoßfängers.

Im Automobilbau kommen zahlreiche Halterungen bzw. Haltevorrichtungen für die verschiedensten Anwendungen zum Einsatz, die in oder an der entsprechenden Fahrzeugkarosserie angebracht sind. Dabei gibt es Anwendungen, bei welchen Halterungen vorgesehen sind, die nach außen nicht sichtbar bzw. verdeckt sind und die entsprechenden Funktionseinheiten, die durch die Halterungen gehalten werden, durch extra dafür vorgesehene Bohrungen an den geeigneten Fahrzeugteilen zum Einsatz kommen.

DE 100 51 475 A1 beschreibt ein Befestigungselement zum Befestigen von Isolationsplatten an Bauteilen mit einem großflächigen Kopf und einem von diesem abragenden Hohlschaft mit einer Knautschzone sowie einem Widerlager für einen Nagel. Dabei ragt in den Hohlschaft eine freistehende Führungshülse hinein. Beim Einführen des Nagels nimmt der Nagel mittels einer Nagelspitze die Führungshülse in Einsetzrichtung durch ein Abscheren an einer vorgesehenen Sollbruchstelle mit, wobei die Führungshülse in die Knautschzone eintaucht.

Aus DE 101 10 742 A1 ist ein Spender für Medien bekannt, der zum Austrag von Medien geeignet ist, die vorzugsweise einen pharmazeutischen Wirkstoff enthalten. Bei dem dabei vorgesehenen Spender erfolgt der Austrag des Mediums in wenigstens zwei proportionierten Teilchargen dadurch, dass ein Betätigungsmittel betätigt wird. Durch das Betätigen des Betätigungsmittels wird eine Relativbewegung zwischen dem Betätigungsmittel und einem eine Auftragsöffnung des Spenders aufweisenden Gehäuses erzeugt. Dabei ist eine elastische verformbare Materialbrücke vorgesehen, mittels derer das Betätigungsmittel am Gehäuse gehalten wird.

DE 199 13 283 C2 beschreibt eine Ladevorrichtung für eine großkalibrige Waffe. Diese Ladevorrichtung umfasst ein hinter der Waffe angeordnetes Munitionsmagazin und eine Einrichtung zum Laden der Waffe. Dabei werden Teilmagazine vorgesehen, welche jeweils mindestens eine Etage umfassen, in der Munition in einer Ebene nebeneinander und quer zur Längsachse des Waffenrohres der Waffe verschiebbar angeordnet ist. Jede Etage eines Teilmagazins umfasst mindestens zwei sich quer zur Längsachse des Führungsrohres erstreckende Führungsschienen. Jede Munition ist ferner mit mindestens zwei separaten Führungsteilen verbunden, die im vorderen und hinterem Bereich der Munition an dieser lösbar befestigt sind und welche in die Führungsschiene der Teilmagazine eingreifen.

DE 101 57 775 A1 beschreibt einen Zudosierverschluss für Behältnisse und Verpackungen. Dieser Zudosierverschluss umfasst einen Container zur Aufnahme eines Zugabestoffs und ein Dicht- und Führungselement für den Container, wobei das Dicht- und Führungselement den Container in einer ersten stabilen Lage des Containers verschlossen hält. In einer zweiten stabilen Lage des Containers durchbricht der Container eine Wand des Dicht- und Führungselementes, so dass ein Zugabestoff in das Behältnis abgegeben wird.

DE 102 24 519 A1 beschreibt ein Befestigungsteil für eine diebstahlgesicherte Befestigung eines Fahrzeugrades an einer Radnarbe. Das Befestigungsteil weist drei Bereiche auf. Dies sind ein Gewindebereich, der konzentrisch zu einer Achse des Befestigungsteils ist, der als Außen- oder Innengewinde ausgeführt ist und der einem entsprechendem Gegengewinde der Narbe angepasst ist, ein Antriebsbereich, der nach einer verschlüsselten Anordnung verteilte Rücksprünge hat, an denen ein antreibendes Drehmoments angreift und ein Führungsbereich, der sich in Richtung der Achse erstreckt und in einem Führungskopf endet. Der Führungsbereich hat zumindest auf einem Teilstück seiner achsialen Länge eine so klein bemessene Querschnittsfläche, dass ein am Führungskopf angreifendes Drehmoment, das mindestens den Wert des normalen Nenndrehmomentes beim Verschrauben des Befestigungsteils in der Narbe hat, ein Zerstören des Führungsbereichs bewirkt.

Aus DE 100 56 314 A1 ist ein Befestigungsrohr für Scheinwerferreinigungsanlagen bekannt. Diese Scheinwerferreinigungsanlage für ein Kraftfahrzeug ist in einem Stoßfänger des Kraftfahrzeugs eingebaut. Sie umfasst eine Scheinwerferreinigungsvorrichtung, die wenigstens eine Düse für Scheinwerferreinigungsflüssigkeiten umfasst, wobei die wenigstens eine Düse an dem vorderen Teil eines Haltearms angebracht ist und nach dem Vorschieben des Haltearms aus einer Ruhestellung durch eine Öffnung in dem Stoßfänger in einer Arbeitsstellung die Scheinwerferreinigungsflüssigkeit ausstößt. Um die Scheinwerferreinigungsanlage bei der Montage automatisch exakt positionieren zu können und nur geringe Anforderungen an die Toleranzen der Düsenöffnung des Stoßfängers zu stellen, umfasst die hier beschriebene Scheinwerderreinigungsanlage eine Aufnahmevorrichtung, die fest mit dem Stoßfänger verbunden ist und in welche die Scheinwerferreinigungsvorrichtung eingesetzt wird. Ferner umfasst die Scheinwerferreinigungsanlage eine Befestigungsvorrichtung zum Positionieren und Fixieren der Scheinwerferreinigungsvorrichtung in der Aufnahmevorrichtung.

DE 102 23 187 A1 beschreibt ebenfalls eine Scheinwerferreinigungsvorrichtung. Diese hier beschriebene Scheinwerferreinigungsvorrichtung umfasst einen röhrenförmigen äußeren Schalenkörper, der erweiterbar und zusammenziehbar durch mehrere röhrenförmige Körper ausgeformt ist, die gleitbar ineinandergepasst sind, einen Basiskörper, welcher der äußerste röhrenförmige Körper ist, einen Düsenaufnahmebereich zum Aufnehmen einer Spritzdüse, die an einem vorderen Endbereich des röhrenförmigen äußeren Schalenkörpers vorgesehen ist, um Reinigungsflüssigkeit auszuspritzen, ein Federelement, welches innerhalb des röhrenförmigen äußeren Schalenbereichs vorgesehen ist, um den röhrenförmigen äußeren Schalenkörper mittels einer Kontraktionskraft zusammenzuziehen und eine Staubabdeckung, welche in einem vorderen Endbereich des röhrenförmigen Basiskörpers vorgesehen ist, wobei der röhrenförmige äußere Schalenkörper mittels eines Drucks in einer Reinigungsvorrichtung erweiterbar ist, die in den röhrenförmigen äußeren Schalenkörper geleitet wird, der dazu führt, dass sich das Federelement erweitert und dass Reinigungsflüssigkeit aus der Spritzdüse ausgespritzt wird. Dabei ist ein Flanschbereich in einem vorderen Endbereich des röhrenförmigen äußeren Schalenkörpers oder in dem Düsenaufnahmebereich vorgesehen. Ferner ist vorgesehen, dass die Staubabdeckung in Kontakt mit einer hinteren Fläche des Flanschbereichs gerät, wenn der röhrenförmige äußere Schalenkörper zusammengezogen ist.

Die in der DE 102 23 187 A1 beschriebene Scheinwerfer-Reinigungsvorrichtung 1 zeigt ferner eine Spritzdüsenhalterung bzw. eine Anbringhalterung 66, welche an einer Öffnung 65 eines zweiten Elements, nämlich einer Stoßstange 64, über Befestigungselemente, nämlich mittels Anbringstreifen 68, 69 an dem Fahrzeugkörper 73 gehalten wird. Die beschriebene Scheinwerfer-Reinigungseinrichtung 1 weist ferner einen Basiskörper 3 auf, mittels welchem eine Spritzdüse in Zusammenwirken mit einem Düsenhalter 30 an der Anbringhalterung 66 positioniert werden kann. Darüber hinaus weist der Basiskörper 3, wie bspw. aus 7 der DE 102 23 187 A1 ersichtlich, eine zur Öffnung 65 der Stoßstange 64 korrespondierende Öffnung auf, durch welche eine Spritzdüse in die Öffnung 65 der Stoßstange 64 eingreifen kann.

Ferner werden beispielsweise Spritzdüsen für Scheinwerfer durch Halterungen unterhalb für die Spritzdüsen extra vorgesehenen Öffnungen eines Stoßfängers bzw. einer Stoßstange befestigt.

Bekannt ist es, derartige Spritzdüsen durch eine Halterung zu fixieren, die an einer Innenfläche des Stoßfängers verklebt wird. Hierzu weist die Haltevorrichtung eine mit einem Klebstoff bzw. einer Klebefolie versehene Platte auf, die an eine Innenfläche des Stoßfängers geklebt wird. Eine möglichst genaue Ausrichtung der Haltevorrichtung in Bezug auf die in dem Stoßfänger bzw. der Stoßstange für die Spritzdüse vorgesehene Öffnung bzw. Bohrung erfordert eine erhebliche Sorgfalt und macht meist den Einsatz eines sogenannten Zentrierstabes oder ähnlicher Hilfsmittel erforderlich. Eine fehlerhafte Ausrichtung resultiert in einem nicht zentrierten Verkleben der Haltevorrichtung mit dem Stoßfänger, was zum einen ein optisch unzureichendes Design und zum anderen eine mangelhafte Positionierung der Spritzdüse relativ zu dem zu reinigenden Scheinwerfer nach sich zieht. Bei einer einsetzbaren Spritzdüse kann es sich beispielsweise um eine Spritzdüse handeln, die bei Einsatz teleskopartig ausgefahren werden kann. In diesem Falle kommt es sehr genau auf die exakte Ausrichtung der Halterung in Bezug auf die entsprechende Bohrung in der Fahrzeugkarosserie an, da anderenfalls ein ungehindertes Ausfahren der Spritzdüse nicht gewährleistet werden kann. Ein unsachgemäßes Verkleben der Haltevorrichtung mit dem Stoßfänger kann im Falle eines bereits zu stark ausgehärteten Klebstoffes zudem zu kostenintensivem Ausschuss des gesamten Stoßfängers führen.

Gleiches gilt für das Anbringen bzw. Positionieren von Spritzdüsen an anderen Stellen eines Kraftfahrzeuges, wie beispielsweise von Spritzdüsen zur Reinigung von Scheiben. Um eine ausreichend hohe Qualität sowohl der Funktionalität der Spritzdüsen wie auch des Gesamtdesigns gewährleisten zu können, ist ein zeitlich hoher Aufwand gefordert, um die Spritzdüsen bzw. deren Halterungen exakt ausgerichtet an entsprechend vorgesehene Bohrungen bzw. Öffnungen der Karosserie anzuordnen.

Vor dem Hintergrund der bekannten Vorgehensweise ist es wünschenswert, eine leichtere, exaktere und prozesssichere Positionierung einer Halterung gegenüber einer dafür vorgesehenen Bohrung gewährleisten zu können. Im Falle einer Spritzdüse ist anzustreben, stets genau ein gleiches Fugenbild zwischen einem Spritzdüsenkopf und einer für einen Eingriff des Spritzdüsenkopfs geeigneten Bohrung beispielsweise in einem Stoßfänger zu erreichen.

Die vorliegende Erfindung schlägt ein System zur Positionierung eines ersten Elementes an einer Öffnung eines zweiten Elementes vor, wobei das erste Element Befestigungsmittel zur Befestigung des ersten Elementes an dem zweiten Element aufweist. Das System besitzt ferner ein Führungselement, das über Sollbruchstellen mit dem ersten Element bis zum Abschluss der Positionierung des ersten Elementes an der Öffnung des zweiten Elementes verbunden ist. Das erfindungsgemäß vorgesehene Führungselement ist in die Öffnung des zweiten Elementes formschlüssig einführbar, wodurch eine vorgegebene Ausrichtung des ersten Elementes relativ zu dem zweiten Element erzielbar ist.

Bei dem ersten Element handelt es sich im Rahmen der Erfindung um eine Spritzdüsenhalterung. Diese weist Mittel zur Positionierung der Spritzdüse and der Halterung und eine durch das Führungselement zentrisch abgedeckte und zu der Öffnung des zweiten Elements korrespondierende Ausnehmung auf. Im Falle einer stabartigen Spritzdüse kann es sich bei der dafür vorgesehenen Halterung um einen zumindest an einer Stirnseite offenen Hohlzylinder handeln. Die offene Stirnseite des Hohlzylinders ist bei sachgemäßer Positionierung der Halterung dabei so benachbart zur Öffnung des zweiten Elements angeordnet, das eine durch die Halterung aufgenommene Spritzdüse durch die offene Stirnseite des Hohlzylinders in die Öffnung des zweiten Elements eingreifen kann. Der Hohlzylinder kann ferner an seiner Innenseite mit geeigneten Rippen versehen sein, die eine zu halternde Spritzdüse innerhalb der Halterung fixieren und damit eine stabile Halterung gewähren. Durch die zumindest eine offene Stirnseite kann der Spritzdüsenkopf zur Anwendung geeignet herausragen bzw. ausgefahren werden. Die mindestens eine offene Stirnseite wird an einer dafür vorgesehenen Bohrung in dem zweiten Element, wie beispielsweise einem Stoßfänger, geeignet angeordnet, so dass der Spritzdüsenkopf durch die offene Stirnseite des Hohlzylinders und durch die Bohrung des Stoßfängers in einer geeigneten Position relativ zu dem Scheinwerfer angeordnet werden kann.

Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, dass die zu der Öffnung des zweiten Elementes korrespondierende Ausnehmung bzw. Öffnung der Halterung bis zum Abschluss der Positionierung der Halterung durch das Führungselement zentrisch abgedeckt ist. Das Führungselement ist dabei über Sollbruchstellen mit der Halterung der Spritzdüse verbunden.

In einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems sind die Befestigungsmittel des ersten Elementes, d.h. im Falle einer Spritzdüse der Spritzdüsenhalterung durch eine mit einer Klebefolie versehene Platte realisiert. Die mit einer Klebefolie versehene Platte ist dazu geeignet, auf eine Innenseite des zweiten Elementes, beispielsweise des Stoßfängers, angeklebt zu werden.

Ferner ist es möglich, dass das Führungselement über mehrere kleine Kerbungen aufweisende Rippen, die die Sollbruchstellen realisieren, mit dem ersten Element, beispielsweise der Spritzdüsenhalterung, verbunden ist.

In einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems ist das Führungselement durch einen konusförmigen Zentrierdom realisiert. Durch die konusförmige Form des Zentrierdoms ist gewährleistet, dass bei Durchführung der Positionierung des ersten Elementes, wie beispielsweise der Spritzdüsenhalterung, relativ zur Öffnung des zweiten Elementes, wie beispielsweise zu einer Bohrung in einem Stoßfänger, die Einführung des Zentrierdoms als Führungselement in die Öffnung des zweiten Elementes wesentlich vereinfacht ist. Durch die konusförmige Form erfolgt bei Annäherung des Systems an die Öffnung des zweiten Elementes quasi ein automatischer Eingriff in die Öffnung des zweiten Elementes, da die Rundung des Führungselementes den Eingriff wesentlich erleichtert. Andere Ausgestaltungen des Führungselementes sind denkbar. Dabei werden Formen, die einen quasi automatischen Eingriff des Führungselementes bei Annäherung an die Öffnung des zweiten Elementes erleichtern, bevorzugt.

In einer anderen Ausführungsform des erfindungsgemäßen Systems zur Positionierung ist es denkbar, dass das Führungselement an das erste Element angespritzt ist. Es ist möglich, dass das Führungselement und das erste Element aus einem Kunststoff einstückig spritzgegossen sind. Als Kunststoff kommen dabei neben Polypropylen auch andere Kunststoffe wie PA 6.6 in Frage. Ferner können die Kunststoffe glasfaserverstärkt sein.

Die vorliegende Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Positionierung eines ersten Elementes an einer Öffnung eines zweiten Elementes. Bei dem erfindungsgemäß vorgesehenen Verfahren wird ein über Sollbruchstellen mit dem ersten Element verbundenes in die Öffnung des zweiten Elementes formschlüssig einführbares Führungselement vorgesehen. Dadurch ist eine vorgegebene Ausrichtung des ersten Elementes relativ zu dem zweiten Element erzielbar. Das Führungselement wird ferner mit der Öffnung des zweiten Elementes formschlüssig in Eingriff gebracht, so dass das erste Element relativ zu dem zweiten Element in der vorgegebenen Ausrichtung angeordnet wird. Im Anschluss daran wird das erste Element mittels Befestigungsmitteln an dem zweiten Element befestigt und das Führungselement durch eine gerichtete Kraft an den Sollbruchstellen von dem ersten Element gelöst.

Bei dem ersten Element handelt es sich erfindungsgemäß um eine Spritzdüsenhalterung, während das zweite Element ein mit einer Bohrung versehener Stoßfänger sein kann, an welchem eine Spritzdüse für beispielsweise einen Kfz-Scheinwerfer angeordnet werden soll. Die Anordnung der Spritzdüse in der für die Spritzdüse vorgesehenen Bohrung des Stoßfängers muss dabei sehr genau erfolgen, damit sowohl die Funktionalität der Spritzdüse wie auch das Design hohe Qualität aufweisen.

Das Führungselement kann so mit dem ersten Element, der Spritzdüsenhalterung, verbunden sein, dass bei Eingriff des Führungselementes in die Öffnung des zweiten Elementes, wie beispielsweise in die Bohrung des Stoßfängers, die Halterung relativ zur Bohrung zentrisch ausgerichtet ist. Somit kann erreicht werden, dass bei Einbringen beispielsweise einer Spritzdüse in die Halterung, die Spritzdüse zusammen mit dem Spritzdüsenkopf genau zentriert in die Bohrung des Stoßfängers eingreifen kann. Auch kann bei exakter Positionierung vermieden werden, dass die Halterung, die im allgemeinen aus einem Kunststoff gefertigt ist, der nicht der Farbe des Stoßfängers entspricht, von außen erkennbar ist. Das bedeutet, dass die Halterung vollends im Verborgenen angeordnet ist.

Bei der Spritzdüse kann es sich dabei ferner um eine teleskopartig ausfahrbare Spritzdüse handeln, d.h. um eine Spritzdüse, die bei Aktivierung teleskopartig aus der Bohrung herausfährt, um so den betreffenden Scheinwerfer mit Wasser bzw. Spritzflüssigkeit zu besprühen. Dabei ist es wichtig, dass die für die Spritzdüse vorgesehene Halterung richtig eingefügt bzw. angeordnet wird. Demnach muss die Halterung der Spritzdüse entsprechend gut relativ zur Bohrung des Stoßfängers, in welche die Spritzdüse eingreifen soll, positioniert sein. Die Halterung muss so positioniert werden, dass eine durch die Halterung aufgenommene Spritzdüse zentrisch in die dafür vorgesehene Bohrung des Stoßfängers eingreifen kann. Um dies zu erreichen, wird bei dem erfindungsgemäßen Verfahren vorgesehen, die Halterung mit einem in die Öffnung bzw. Bohrung des zweiten Elementes bzw. des Stoßfängers formschlüssig einführbaren Führungselementes zu versehen.

Das Führungselement kann dabei beispielsweise durch einen konusförmigen Zentrierdom realisiert werden. Die Mittelachse des Zentrierdoms ist dabei nach Einführen in die Bohrung des Stoßfängers identisch der Mittelachse der Bohrung des Stoßfängers und der Mittelachse einer nach Abschluss der Positionierung in die Halterung ordnungsgemäß eingesetzten Spritzdüse. Die konusförmige Form des Zentrierdoms erleichtert die Positionierung der Halterung gegenüber der Bohrung des Stoßfängers, da der Zentrierdom bei Annäherung an die Bohrung des Stoßfängers quasi automatisch aufgrund seiner Abrundung in die Öffnung des Stoßfängers eingreift.

Erfindungsgemäß wird nach Eingreifen des Führungselementes in die Bohrung des Stoßfängers das erste Element bzw. die Halterung mittels der dafür vorgesehenen Befestigungsmittel an dem zweiten Element bzw. an dem Stoßfänger befestigt. Bei den dabei vorgesehenen Befestigungsmitteln kann es sich beispielsweise um einen Klebstoff bzw. um eine an einer Stirnplatte der Halterung vorgesehene Klebefolie handeln. Nach Befestigung des ersten Elementes bzw. der Halterung an dem zweiten Element bzw. an dem Stoßfänger wird durch eine gerichtete Kraft das Führungselement in Form beispielsweise eines konusförmigen Zentrierdoms an den dafür extra vorgesehenen Sollbruchstellen von dem ersten Element wie beispielsweise der Halterung gelöst. Erst im Anschluss an die Lösung des Führungselementes von dem ersten Element, wird die Spritzdüse mit einem entsprechenden Spritzdüsenkopf in die Halterung eingebracht.

In einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden das vorgesehene Führungselement und das erste Element einstückig aus einem Kunststoff spritzgegossen.

Das Führungselement kann dabei über mehrere kleine Kerbungen aufweisende Rippen mit dem ersten Element, wie beispielsweise der Halterung verbunden werden. Die kleine Kerbungen aufweisenden Rippen realisieren somit die vorgesehenen Sollbruchstellen.

Im Falle, dass es sich um eine Halterung für eine Spritzdüse handelt, kann vorgesehen werden, dass die Halterung zylinderförmig ist und inseitig mit eine Spritzdüse fixierenden Rippen ausgestattet ist.

Durch das Vorsehen eines Führungselementes wird eine leichte, exakte und prozesssichere Positionierung der Halterung relativ zur Bohrung in dem entsprechenden Stoßfänger gewährleistet. Hierbei wird stets ein gleiches Fugenbild zwischen einem Spritzdüsenkopf und einer entsprechenden Bohrung im Stoßfänger erreicht. Somit kann sowohl in Bezug auf die Funktionalität der Spritzdüse wie auch in Bezug auf das Design eine hohe Qualität erreicht werden.

Erfindungsgemäß wird das Führungselement nach Beendigung der Positionierung der Halterung an den extra dafür vorgesehenen Sollbruchstellen durch eine entsprechende Krafteinwirkung von der Halterung gelöst. Dabei sind die Sollbruchstellen dergestalt, dass nur eine geringe Kraft nötig ist, um die Lösung des Führungselementes von der Halterung zu bewirken. Gleichzeitig müssen jedoch die Sollbruchstellen kleineren Scherkräften standhalten, die beispielsweise auftreten können, wenn die Halterung während des Verlaufs der Positionierung entlang des Stoßfängers bewegt wird bevor das Führungselement in die vorgesehene Bohrung eingreifen kann. Die Sollbruchstellen können beispielsweise jeweils als eine Art Filmscharnier ausgebildet sein.

Das Führungselement kann zylinderförmig ausgebildet sein und an dem freien Ende, welches in die Öffnung des zweiten Elementes eingreifen soll, domförmig bzw. kuppelförmig sein. Ferner ist es auch denkbar, anstelle einer Kuppelform eine Art Pyramiden- oder Kegelform vorzusehen. Jede Form, welche leicht in die Bohrung formschlüssig eingreift, kann dabei verwendet werden.

Die Befestigungsmittel zur Befestigung der Halterung an dem Stoßfänger können in Form einer Platte vorgesehen sein, welche an ihrer der Stoßfängerunterseite zugewandten Seite mit einer Klebefolie versehen ist, um damit mit der Unterseite des Stoßfängers verklebt zu werden. Ferner kann vorgesehen sein, dass die Platte biegsam bzw. flexibel ist, so dass sie sich bei dem Klebeprozess automatisch an die Form der Stoßfängerunterseite anpasst und so eine gleichmäßige Klebeschicht bewirkt. Die Flexibilität der Platte kann dadurch erreicht werden, dass die Platte aus einem Kunststoff gefertigt ist, dessen Dicke über die gesamte Fläche der Platte gleichmäßig variiert, wodurch erreicht wird, dass die jeweils dünneren Bereiche die Biegsamkeit bewirken.

Weitere Vorteile und denkbare Ausführungsformen der Erfindung werden anhand der beiliegenden Zeichnung und der entsprechenden Beschreibung aufgezeigt.

Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder in Alleinstellung verwendbar sind.

Die Erfindung ist anhand eines Ausführungsbeispieles in der Zeichnung schematisch dargestellt und wird im Folgenden unter Bezugnahme auf die Zeichnung ausführlich beschrieben.

1 zeigt eine mögliche Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Systems zur Positionierung einer Spritzdüsenhalterung an einer Bohrung eines Kraftfahrzeug-Stoßfängers.

1 zeigt einen Stoßfänger 1 eines Kraftfahrzeugs. In dem Stoßfänger 1 ist eine Bohrung 2 vorgesehen, durch welche eine Spritzdüse bzw. ein Spritzdüsenkopf (hier nicht dargestellt) hindurchragen kann, um beispielsweise einen Scheinwerfer (nicht gezeigt) des Kraftfahrzeuges mit einem entsprechenden Reinigungsmittel zu besprühen. 1 zeigt ferner eine Halterung 3, die so ausgebildet ist, dass sie zur Aufnahme einer entsprechenden Spritzdüse geeignet ist. Die Halterung 3 kann bspw. innenseitig geeignete Rippen aufweisen, mit deren Hilfe eine zu haltende Spritzdüse festgelegt werden kann. Die Halterung 3 kann dabei aus einem Kunststoff wie bspw. Polypropylen oder PA 6.6 gefertigt sein. Der Kunststoff kann zudem glasfaserverstärkt sein.

Ferner kann die Halterung 3 spritzgegossen sein. Die Halterung 3 ist mit einem Führungselement 4 verbunden. Die Verbindung des Führungselementes 4 mit der Halterung 3 wird durch Sollbruchstellen 5 realisiert. Die hier dargestellten Sollbruchstellen 5 können beispielsweise mit Kerbungen versehenen Rippen entsprechen. Das Führungselement 4 kann dabei an die Halterung 3 angespritzt sein. Es ist denkbar, die Halterung 3 und das Führungselement 4 einstückig aus einem Kunststoff spritzzugießen. Als Kunststoff kann dabei, wie bereits erwähnt, Polypropylen oder ein ähnlicher Kunststoff, wie beispielsweise PA 6.6, verwendet werden. Das hier dargestellte Führungselement 4 ist ein konusförmiger Zentrierdom.

Ferner weist die Halterung 3 eine Stirnplatte 6 auf. Auf der Stirnplatte 6 ist eine Klebefolie 7 aufgebracht. Mittels der Klebefolie 7 lässt sich die Stirnplatte 6 und somit die Halterung 3 an einer Innenseite des Stoßfängers 1 befestigen.

Vor Befestigen der Halterung 3 an dem Stoßfänger 1 muss die Halterung 3 relativ zu der im Stoßfänger 1 vorgesehenen Bohrung 2 genau positioniert werden. Die Halterung 3 entspricht in der hier dargestellten Form einem zylindrischen Hohlkörper, der zur Aufnahme der bereits erwähnten Spritzdüse dient. Der zylindrische Hohlkörper muss bei der Positionierung der Halterung 3 relativ zu der in dem Stoßfänger 1 vorgesehenen Bohrung 2 so ausgerichtet werden, dass die Mittelachse des Hohlkörpers und somit die Mittelachse einer nach Abschluss der Positionierung ordnungsgemäß eingesetzten Spritzdüse und die Mittelachse der Bohrung 2 aufeinanderfallen bzw. identisch sind. Dies wird dadurch erreicht, dass das als konischer Zentrierdom ausgebildete Führungselement 4 ebenfalls eine mit der Mittelachse des zylindrischen Hohlkörpers übereinstimmende Mittelache besitzt und ferner hinsichtlich seiner Abmessungen genau d.h. formschlüssig in die Bohrung 2 des Stoßfängers 1 eingreifen kann, wenn die Halterung 3 entlang der Unterseite des Stoßfängers 1 in Richtung der Bohrung 2 verschoben wird. Sobald das Führungselement 4 mit der Bohrung 2 des Stoßfängers 1 in Eingriff gekommen ist, fallen die erwähnten Mittelachsen des zylindrischen Hohlkörpers und der Bohrung 2 zusammen. Die Halterung 3 kann dann mit dem Stoßfänger 1 verklebt werden und das Führungselement 4 an den Sollbruchstellen 5 durch Einwirken einer gerichteten Kraft F, wie durch Pfeil angedeutet, ausgebrochen werden. Im Anschluss daran kann eine geeignete Spritzdüse in die Halterung 3 eingebracht werden, die dann exakt zentriert durch die Bohrung 2 nach außen ausfahrbar ist.


Anspruch[de]
System zur Positionierung einer Spritzdüsenhalterung (3) an einer Öffnung (2) eines zweiten Elementes (1), wobei die Spritzdüsenhalterung (3) Befestigungsmittel (7) zur Befestigung der Spritzdüsenhalterung (3) an dem zweiten Element (1) aufweist, das System ein über Sollbruchstellen (5) mit der Spritzdüsenhalterung (3) bis zum Abschluss der Positionierung verbundenes Führungselement (4) besitzt, welches in die Öffnung (2) des zweiten Elementes (1) formschlüssig einführbar ist, wodurch eine vorgegebene Ausrichtung der Spritzdüsenhalterung (3) relativ zu dem zweiten Element (1) erzielbar ist, und die Spritzdüsenhalterung ferner Mittel zur Positionierung einer Spritzdüse an der Halterung und eine durch das Führungselement (4) zentrisch abgedeckte und zu der Öffnung (2) des zweiten Elementes (1) korrespondierende Ausnehmung aufweist, durch welche eine in der Halterung gehaltene Spritzdüse in die Öffnung (2) des zweiten Elementes (1) eingreifen kann. System nach Anspruch 1, bei dem die Befestigungsmittel (7) der Spritzdüsenhalterung (3) durch eine mit einer Klebefolie (7) versehene Platte (6) realisiert sind. System nach einem der Ansprüche 1 oder 2, bei dem das Führungselement (4) über mehrere kleine Kerbungen aufweisende Rippen mit der Spritzdüsenhalterung (3) verbunden ist. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Führungselement (4) durch einen konusförmigen Zentrierdom realisiert ist. System nach einem der vorhergehenden Ansprüche, bei dem das Führungselement (4) an die Spritzdüsenhalterung (3) angespritzt ist. Verfahren zur Positionierung einer Spritzdüsenhalterung an einer Öffnung eines zweiten Elementes, bei dem

– ein über Sollbruchstellen (5) mit der Spritzdüsenhalterung (3) verbundenes in die Öffnung (2) des zweiten Elementes (1) formschlüssig einführbares Führungselement (4) vorgesehen wird, wodurch eine vorgegebene Ausrichtung der Spritzdüsenhalterung (3) relativ zu dem zweiten Element (1) erzielbar ist,

– das Führungselement (4) mit der Öffnung (2) des zweiten Elementes (1) in Eingriff gebracht wird, so dass die Spritzdüsenhalterung (3) relativ zu dem zweiten Element (1) in der vorgegebenen Ausrichtung angeordnet wird,

– die Spritzdüsenhalterung (3) mittels Befestigungsmitteln (7) an dem zweiten Element (1) befestigt wird,

– das Führungselement (4) durch eine gerichtete Kraft (F) an den Sollbruchstellen (5) von der Spritzdüsenhalterung (3) gelöst wird, und

– wobei die Spritzdüsenhalterung mit Mitteln zur Positionierung einer Spritzdüse an der Spritzdüsenhalterung und mit einer durch das Führungselement (4) zentrisch abgedeckten und zu der Öffnung (2) des zweiten Elementes (1) korrespondierenden Ausnehmung versehen wird, durch welche eine in der Spritzdüsenhalterung nach Abschluss der Positionierung gehaltene Spritzdüse in die Öffnung (2) des zweiten Elementes (1) eingreifen kann.
Verfahren nach Anspruch 6, bei dem das Führungselement (4) und die Spritzdüsenhalterung (3) einstückig aus einem Kunststoff spritzgegossen werden. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 oder 7, bei dem das Führungselement (4) über mehrere kleine Kerbungen aufweisende Rippen mit der Spritzdüsenhalterung (3) verbunden wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, bei dem das Führungselement (4) durch einen konusförmigen Zentrierdom realisiert wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, bei dem die Spritzdüsenhalterung (3) an dem zweiten Element (1) durch einen Klebeprozess befestigt wird. Verwendung eines Systems nach einem der Ansprüche 1 bis 5 zur Positionierung einer Spritzdüsenhalterung an einer in einem Kraftfahrzeug-Stoßfänger vorgesehenen Bohrung.






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