PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005033829B4 19.04.2007
Titel Sportgerät, insbesondere Skateboard
Anmelder Berger, Werner, 79650 Schopfheim, DE
Erfinder Berger, Werner, 79650 Schopfheim, DE
Vertreter RACKETTE Partnerschaft Patentanwälte, 79098 Freiburg
DE-Anmeldedatum 20.07.2005
DE-Aktenzeichen 102005033829
Offenlegungstag 25.01.2007
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2007
IPC-Hauptklasse A63C 17/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Sportgerät, insbesondere Skateboard mit einem Trittbrett sowie mehreren Laufrädern einer vorderen und hinteren Laufradanordnung, wobei wenigstens eines der Laufräder durch eine Gewichtsverlagerung des Benutzers des Sportgerätes antreibbar ist, indem durch die Gewichtsverlagerung über ein Zugelement eine Antriebskraft zu wenigstens einem der Laufräder übertragbar ist.

In der Offenlegungsschrift DE 34 27 834 A1 ist ein derartiges als Rollbrett bezeichnetes Sportgerät beschrieben und verfügt über ein kippbar gelagertes Trittbrett, das über Zugelemente und von diesen angetriebenen Antriebsrädern mindestens ein Laufrad in Drehrichtung antreibt. Um bei beiden Kipprichtungen des Trittbrettes einen Vortrieb in einer Richtung zu erhalten, haben die Antriebsräder einen in einer Drehrichtung wirksamen Freilauf. Infolge der der bekannten Konstruktion zugrundeliegenden Mechanik ist das Trittbrett verhältnismäßig hoch am oberen Ende eines Lagerbocks angeordnet. Aus diesem Grunde übersteigt die Bauhöhe des bekannten Rollbrettes die Bauhöhe der zur Zeit üblichen Skateboards, wobei es besonders von Nachteil ist, dass der Schwerpunkt des Skateboards weit höher als bei einem üblichen Skateboard liegt. Da das Trittbrett abwechselnd am vorderen Ende und hinteren Ende belastet werden muss, um einen Antrieb durch Muskelkraft zu erzeugen, ist die Handhabung des bekannten Rollbrettes ungewöhnlich und schwierig.

Aus der DE 103 27 970 A1 ist ein muskelkraftbetriebenes Sport- und Spielgerät bekannt, bei dem durch eine Gewichtsverlagerung auf einer um einen Winkel flexibel beweglichen Standfläche Bewegungsenergie über einen Planetenantrieb auf ein Antriebsrad übertragen wird.

In der Offenlegungsschrift DE 38 01 926 A1 sind Klapprollschuhe beschrieben, bei denen durch Belastung des gehobenen Fußes ein Hub in einen gestreckten Vortrieb umgesetzt wird. Die DE 807 791 C offenbart einen Antrieb für Rollschuhe, bei dem ein bei Belastung sich streckendes Hebelwerk auf ein auf der Radachse befestigtes Triebwerk einwirkt und somit den Vortrieb der Rollschuhe bewirkt.

Aus der DD 260 656 A1 geht ein Antrieb für Rollschuhe hervor, bei dem ein Parallelmechanismus auf eine Schubkurbel wirkt, die einen Antrieb der Räder gestattet.

In der CH 347086 ist ein Sportgerät in Form eines Rollers beschrieben, bei dem durch Schwenkung der Lenkstange eine Feder über ein Kabel gestreckt wird und dadurch das Antriebsrad angetrieben wird.

Schließlich ist aus der DE 28 20 934 A1 ein Rollbrett bekannt, das über eine Bremseinrichtung verfügt, und bei dem ein geschickter Sportler das Trittbrett beim Bremsen gegenüber der Horizontalen kippen kann, wobei jedoch die vordere Laufradanordnung vom Boden abhebt und somit eine Instabilität verursacht.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Sportgerät, insbesondere ein Skateboard, der eingangs genannten Art zu schaffen, das in seiner Manövrierfähigkeit einem klassischen Skateboard weitgehend ähnelt, und dennoch bei Bedarf durch eine Gewichtsverlagerung auf einfache Weise einen zusätzlichen Antrieb ohne Bodenberührung des Benutzers gestattet.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung bei einem Sportgerät, insbesondere Skateboard, der eingangs genannten Art dadurch gelöst, dass auf der von der Trittfläche wegweisenden Seite des Trittbrettes ein im unbelasteten Zustand gewölbtes Federbrett vorgesehen ist, das an seinem freien ersten Ende wenigstens ein Laufrad aufweist und mit seinem zweiten Ende mit dem Trittbrett verbunden ist, das wenigstens ein weiteres Laufrad aufweist, dass das Trittbrett infolge der Vorspannung des Federbrettes im unbelasteten Zustand der Bretter an seinem freien Ende durch die Wölbung des Federbrettes um einen vorbestimmten Winkel anhebbar ist und dass im Bereich der Sehne des Wölbungsbogens des unbelasteten Federbrettes das Zugelement so angeordnet ist, dass dieses beim Abflachen der Wölbung des Federbrettes aufgrund einer Gewichtsverlagerung des Benutzers infolge einer Verlängerung der Sehne des Wölbungsbogens eine Zugkraft und damit eine Antriebskraft überträgt.

Wenn das Federbrett aufgrund der Gewichtsverlagerung des Benutzers ganz eingedrückt ist, hat das Sportgerät im wesentlichen die äußere Kontur eines klassischen Skateboards, und es ist für Außenstehende kaum erkennbar, dass es über einen muskelkraftbetriebenen Antrieb verfügt.

Bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im vorderen Bereich des Trittbrettes eine mit einem Fuß des Benutzers betätigbare Verriegelungseinrichtung vorgesehen, durch die das Trittbrett und das Federbrett wahlweise miteinander verriegelbar sind, so dass die äußere Gestalt des Sportgerätes eine für Skateboards übliche seitliche Silhouette aufweist.

Besonders zweckmäßig ist es, wenn am hinteren Ende des Trittbrettes eine mit einem Fuß des Benutzers betätigbare Bremse vorgesehen ist, die auf die vordere Laufradanordnung einwirkt, so dass beim Bremsen ein Aufbäumen des Trittbrettes erfolgt und somit dem Benutzer die Möglichkeit gibt, sich nach vorne gegen das schräg orientierte Trittbrett abzustützen.

In einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist es vorgesehen, das Trittbrett am hinteren Ende mit einer Laufradanordnung mit einem Getriebe zu versehen, die einen Freilauf aufweist, wobei das Federbrett am vorderen Ende über eine Laufradanordnung verfügt. Die Laufradanordnung am hinteren Ende beziehungsweise die Laufradanordnung am vorderen Ende kann jeweils zwei Laufräder haben, die auf einer gemeinsamen Achse sitzen oder getrennt drehbar sind.

Vorzugsweise ist auf der von der Trittseite des Trittbrettes wegweisenden Seite eine Ausnehmung vorgesehen, in die das Federbrett beim Abflachen infolge einer zunehmenden Gewichtsbelastung zunehmend eintauchbar ist.

Die Krümmung und Anordnung des Federbrettes ist vorzugsweise so vorgesehen, dass der Scheitel des Federbrettes im unbelasteten Zustand etwa im Mittelbereich zwischen dem vorderen und hinteren Ende des Trittbrettes liegt. Im unbelasteten Zustand erstreckt sich die Längsachse des Trittbrettes in einem Winkel von etwa 20 bis 60 Grad, vorzugsweise 45 Grad, zur Verbindungsgeraden zwischen der vorderen und hinteren Laufradanordnung und damit der Straßenoberfläche.

Das Federbrett kann als Metallfeder oder als Feder aus einem federnden Kunststoff, insbesondere einem Epoxidharzgewebe, hergestellt sein.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist das Zugelement als flexibles Zugband ausgebildet, welches an der vorderen Laufradanordnung befestigt ist und sich bis zu einem Getriebe in der hinteren Laufradanordnung erstreckt. Das Getriebe verfügt vorzugsweise über einen Freilauf für beide Einrichtungen und kann auch ein Differentialgetriebe enthalten. Die Massen und Federkräfte sind so gewählt, dass das Getriebe und der Freilauf für die hintere Laufradanordnung beim plötzlichen Ziehen am Zugelement ein Eingreifen der Getriebeelemente ermöglichen, und nach einer Beschleunigungsphase wieder ein Freilaufen der hinteren Laufradanordnung durch die Wirkung wenigstens einer Trennfeder erfolgt.

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnungen näher beschrieben. Es zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels des Sportgeräts gemäß der Erfindung,

2 das Sportgerät gemäß 1 in einer Seitenansicht in einer Ausgangsstellung für einen Antrieb durch Gewichtsverlagerung,

3 eine der 2 entsprechende Ansicht etwa in der Mitte des Beschleunigungsvorgangs,

4 eine den 2 und 3 entsprechende Ansicht kurz vor Ende des Beschleunigungsvorgangs,

5 eine Ansicht auf das Sportgerät von unten,

6 eine Schnittansicht auf das Sportgerät in Richtung auf die hintere Laufradanordnung mit einem Getriebe,

7 eine schematische Darstellung in Draufsicht des Getriebes im Freilauf-zustand,

8 einen Querschnitt durch das Getriebe nach Beginn des Beschleunigungsvorgangs und

9 eine perspektivische Ansicht des Getriebes für das Sportgerät.

In 1 erkennt man einen Sportler 10, der sich mit seinem rechten Fuß 11 auf dem hinteren Bereich 12 eines Skateboards 13 und mit seinem linken Fuß 14 auf dem vorderen Bereich 15 des Skateboards 13 abstützt. Das Skateboard 13 verfügt über eine hintere Laufradanordnung 16 mit zwei hinteren Laufrädern 17.

In 1 erkennt man weiterhin zwei vordere Laufräder 18 einer vorderen Laufradanordnung 19. Die vordere Laufradanordnung 19 und die hintere Laufradanordnung 16 sind in der bei Skateboards üblichen Art so befestigt, dass durch eine seitliche Gewichtsverlagerung eine Lenkfunktion ermöglicht ist.

Das in 1 perspektivisch und in 2 in Seitenansicht dargestellte Skateboard 13 verfügt über ein Trittbrett 20, unterhalb dessen ein je nach der Belastung durch den Sportler 10 mehr oder weniger stark gewölbtes Federbrett 21 angeordnet ist.

Am vorderen freien ersten Ende 22 des Federbrettes 21 ist die vordere Laufradanordnung 19 in ähnlicher Weise befestigt wie sie üblicherweise bei einfachen einteiligen bekannten Skateboards erfolgt. Bei dem in den 1 und 2 dargestellten zweiteiligen Skateboard 13 ist die vordere Laufradanordnung 19 jedoch nicht unmittelbar am vorderen Bereich 15 des Trittbrettes 20 befestigt, sondern am vorderen Ende 22 des Federbrettes 21.

Das Federbrett 21 besteht beispielsweise aus einem in Epoxidharz eingebetteten Gewebe aus Glasfaser oder Grafitfaser. Jedoch sind auch andere Materialien für die Herstellung des Federbrettes 21 geeignet, soweit diese über eine ausreichende Flexibilität, Bruchfestigkeit und eine geeignete Federkonstante ohne störende Hysterese verfügen.

Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel für das zweiteilige Skateboard 13 bilden die Längsachse des Trittbretts 20 und die Verbindungsgerade zwischen den hinteren Laufrädern 17 und den vorderen Laufrädern 18 einen Winkel von 20 bis 60 Grad, vorzugsweise 45 Grad. Der optimale Winkel hängt von den Erfahrungen und Gewohnheiten des Sportlers 10 ab. Ein steilerer Winkel ermöglicht sowohl höhere Beschleunigungen als auch stärkere Abbremsungen.

Wie man in den 1 und 2 weiter erkennt, erstreckt sich zwischen dem vorderen Ende 22 des Federbrettes 21 und der hinteren Laufradanordnung 16 ein Zugelement in Gestalt eines flexiblen Bandes 23. Das flexible Band 23 ist am vorderen Ende 22 des Federbrettes 21 befestigt und erstreckt sich unter leichter Vorspannung bis zu einem in der hinteren Laufradanordnung 16 vorhandenen Getriebe 24, das es gestattet, beim Herausziehen des flexiblen Bandes 23 aus der hinteren Laufradanordnung 16 die Laufräder 17 in 2 entgegen dem Uhrzeigersinn zu drehen. Eine Zugkraft am flexiblen Band 23 führt somit über das Getriebe 24 zu einer Antriebskraft für die Räder 17 der hinteren Laufradanordnung 16.

Um auf das flexible Band 23 eine Zugkraft auszuüben und damit eine Antriebskraft zu erzeugen, ist es erforderlich, den Abstand zwischen dem vorderen Ende 22 des Federbrettes 21 und der hinteren Laufradanordnung 16 zu vergrößern. Eine Vergrößerung dieses Abstands ergibt sich auf einfache Weise, wenn das Trittbrett 20 und damit das Federbrett 21 in den 1 und 2 nach unten durch das Gewicht des Sportlers 10 belastet werden.

3 zeigt gegenüber 2 einen Zustand, bei dem aufgrund einer Belastung des Trittbrettes 20 und des Federbrettes 21 eine Abstandsvergrößerung zwischen der hinteren Laufradanordnung 16 und der vorderen Laufradanordnung 19 erfolgt ist, die zu einem Herausziehen des flexiblen Bandes 23 aus dem Getriebe 24 geführt hat, wobei der Zug am flexiblen Band 23 in eine Antriebskraft zum Vortrieb des zweiteiligen Skateboards 13 benutzt wird.

Wie man in den 2 bis 5 erkennt, ist die Unterseite 25 des Trittbrettes 20 mit einer Ausnehmung 26 versehen, in die das Federbrett 21 bei geringer werdender Wölbung infolge einer Gewichtsbelastung eintaucht. Der Scheitelpunkt 27 des gewölbten Federbrettes 21 wandert, wie man in den 2 bis 4 erkennt, mit zunehmender Belastung nach vorne. Außerdem verändert sich mit zunehmender Belastung die Länge des aus dem Getriebe 24 herausgezogenen flexiblen Bandes 23.

Die Gestalt des zweiteiligen Skateboards 13, und insbesondere die Gestalt des Trittbrettes 20, verfügt über Ausrundungen 28 und 29 am hinteren Ende 30 und vorderen Ende 31 des Trittbrettes 20. In den 2 bis 4 erkennt man auch Aussparungen 32 im Trittbrett 20 für die Laufräder 17 und 18.

5 zeigt eine Ansicht auf das zweiteilige Skateboard 13 von unten. Das zweiteilige Skateboard 13 kann in der üblichen Weise am hinteren Ende 30 und vorderen Ende 31 etwas verbreitert sein. Die Ausnehmung 26 kann eine Gestalt haben, die es gestattet, das Federbrett 21 mit entsprechender Gestalt genau zu versenken. Dies ist besonders dann von Interesse, wenn ein in der Zeichnung nicht dargestellter Verriegelungsmechanismus vorgesehen ist, den der Sportler 10 mit seinem Fuß betätigen kann, um das zweiteilige Skateboard 13 durch eine Verriegelung des Federbrettes 21 mit dem Trittbrett 20 in ein übliches einteiliges Skateboard zu verwandeln.

Ein solcher Verriegelungsmechanismus kann beispielsweise durch eine auf der Oberseite des Federbrettes 21 angeordnete Scheibe mit schlüssellochförmigen Ausnehmungen realisiert werden, in die schraubenähnliche Köpfe eingreifen, welche an einer im Trittbrett 20 eingelassenen drehbaren Scheibe befestigt sind und durch eine Drehung der Scheibe vom zylindrischen Teil in den Langlochteil der schlüssellochartigen Ausnehmung im Federbrett 21 eingreifen.

5 veranschaulicht bei vollständig flachem Federbrett 21 die Positionen der hinteren Laufradanordnung 16 und der vorderen Laufradanordnung 19. Während die vordere Laufradanordnung 19 in klassischer Weise ausgestaltet ist, ist in der hinteren Laufradanordnung 16 ein Getriebe 24 mit einem Freilauf vorgesehen, um die hinteren Laufräder 17 entsprechend der von dem Sportler 10 gewünschten Steuerung in beide Richtungen freilaufen zu lassen oder mit Hilfe einer Antriebskraft zur Beschleunigung des zweiteiligen Skateboards 13 einzusetzen.

6 zeigt in einer Schnittansicht die hinteren Laufräder 17 mit der hinteren Laufradanordnung 16, die im Innern über das Getriebe 24 verfügt, das es gestattet, eine Zugkraft am in 6 im Schnitt dargestellten flexiblen Band 23 in eine Antriebskraft für die Laufräder 17 umzuwandeln.

Man erkennt in der Schnittansicht der 6 weiterhin im Schnitt das Federbrett 21, das in der Schnittebene in die Ausnehmung 26 hineingedrückt worden ist. Die Ausnehmung 26 ist auf der Unterseite des Trittbrettes 20 ausgebildet, um bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung dem zweiteiligen Skateboard 13 in der Konfiguration, in der das Trittbrett 20 und das Federbrett 21 miteinander verriegelt sind, ein übliches Aussehen und Benutzen zu ermöglichen. Dies gestattet es, das zweiteilige Skateboard 13 auch in konventioneller Weise zu verwenden, ohne von der Möglichkeit Gebrauch zu machen, durch eine Verformung des Federbrettes 21 infolge einer Gewichtsverlagerung eine Antriebskraft zum Erzielen hoher Geschwindigkeiten zu erzeugen.

Das zweiteilige Skateboard 13 verfügt weiterhin an seinem hinteren Ende 30 über eine in der Zeichnung nicht dargestellte Vorrichtung zur Betätigung einer Bremse. Die Bremse befindet sich in der vorderen Laufradanordnung 19 und gestattet dadurch, das Trittbrett 20 des nicht verriegelten Skateboards 13 durch Bremsen in eine Schrägstellung zu überführen. Bremst der Sportler 10 das nicht verriegelte Skateboard 13, so ist es dem Sportler 10 möglich, dieses in die in 2 gezeigte Stellung zu bringen, in der bei einem Bremsvorgang das flexible Band 23 verkürzt ist. Infolge der Neigung des Trittbrettes 20 ist es dem Sportler 10 also beim Bremsen möglich, sich infolge der Schrägstellung des Trittbrettes 20 gegen dieses abzustützen. Insofern dient die Ausgestaltung mit dem flexiblen Federbrett 21 nicht nur der Erzeugung einer Kraft zur Beschleunigung des zweiteiligen Skateboards 13, sondern auch der Unterstützung und Abstützung des Sportlers 10 beim Abbremsen.

Der Aufbau und die Funktionsweise des in der hinteren Laufradanordnung 16 untergebrachten Getriebes 24 ist in den 7, 8 und 9 veranschaulicht. 7 zeigt die hinteren Laufräder 17, die durch eine Laufradwelle 40 starr miteinander verbunden sind. Auf der Laufradwelle 40 befinden sich bei dem in 7 dargestellten Ausführungsbeispiel des Getriebes 24 zwei Laufradritzel 41, die bei der in 7 gezeigten Ruhedarstellung in beiden Drehrichtungen frei drehbar sind, so dass das Getriebe 24 als Freilauf funktioniert.

In den 8 und 9 erkennt man, wie die Laufradritzel 41 nicht mehr freilaufend angeordnet sind, sondern in die Zähne eines Paares von Antriebsritzeln 42 eingreifen. Wie man in den 8 und 9 erkennt, weisen die Zähne der Antriebsritzel 42 und der Laufradritzel 41 eine unsymmetrische Gestalt auf, um beim Bereitstellen einer Antriebskraft besonders effizient zusammenwirken zu können und um den Übergang in ein freilaufendes Getriebe zu erleichtern.

Die Antriebsritzel 42 sind mit einer Antriebswelle 43 drehfest verbunden. Die beiden Antriebsritzel 42 sind im axialen Abstand voneinander angeordnet und bilden dadurch einen Freiraum 44, der, wie in der das Getriebe 24 zeigenden 9 zu erkennen ist, dazu dient, das flexible Band 23 aufzurollen.

Das Aufrollen des flexiblen Bandes 23 auf der Antriebswelle 43 erfolgt dadurch, dass die Antriebswelle 43 bei der in 9 dargestellten Anordnung mit Hilfe wenigstens einer Spiralfeder 45 entgegen dem Uhrzeigersinn vorgespannt ist und durch deren Rückstellkraft das flexible Band 23 im Freiraum 44 aufgewickelt wird.

Die Antriebswelle 43 ist um eine im Gehäuse des Getriebes 24 fest angeordnete Schwenkachse 46 kippbar mit Hilfe zweier Schwenkarme 47, 48 gelagert. Die beiden Schwenkarme 47, 48 werden mit Hilfe von Trennfedern 49, 50 so vorgespannt, dass im Ruhezustand ein Kämmen der Laufradritzel 41 mit den Antriebsritzeln 42 nicht erfolgt.

Die Justierung der Trennfedern 49, 50 und der Spiralfeder 45 ist so vorgenommen, dass ein plötzlicher Zug am flexiblen Band 23 wegen der Massenträgheit der Bauteile entgegen der Rückstellkraft der Trennfedern 49 und 50 ein Verschwenken der Antriebswelle 43 so bewirkt, dass die Antriebsritzel 42 mit den Laufradritzeln 41 in Eingriff gelangen. Bei einem weiteren Ziehen am flexiblen Band 23 infolge einer Abstandsverlängerung zwischen der vorderen Laufradanordnung 19 und der hinteren Laufradanordnung 16 dreht sich die Antriebswelle 43 des in 9 dargestellten Getriebes 24 zum Antrieb der Laufräder 17. Die Drehung der Antriebswelle 43 hat einerseits zur Folge, dass die auf der Antriebswelle 43 angeordnete Spiralfeder 45 aufgezogen wird. Die Enden der Spiralfeder 45 sind, wie in 9 erkennbar, einerseits mit der drehbaren Antriebswelle 43 und andererseits mit der feststehenden Schwenkachse 46 verbunden.

Die durch Ziehen am flexiblen Band 23 hervorgerufene Drehung der Antriebsritzel 42 bewirkt nach deren Einrasten in die Zähne der Laufradritzel 41 eine Drehung der Laufradwelle 40 und der hinteren Laufräder 17 zum Antrieb des Skateboards 13.

Wenn der Sportler 10 das Trittbrett 20 ganz nach unten gedrückt hat und das Federbrett 21 nicht mehr weiter verformt wird, so dass der Zug am flexiblen Band 23 nachläßt, erfolgt aufgrund der Federkräfte im Getriebe 24 ein Ausrasten der Antriebsritzel 42 aus den Laufradritzeln 41, so dass die hinteren Laufräder 17 in beide Richtungen freilaufen können. Die zum Ausrasten der Antriebsritzel 42 erforderliche Kraft wird unterstützt von der Form der Zähne der Antriebsritzel 42 und Laufradritzel 41 von den Trennfedern 49 und 50 bereitgestellt.

Wenn in einer weiteren Phase durch den Sportler 10 eine Entlastung des Federbrettes 21 erfolgt, wird mit Hilfe der Spiralfeder 45 das flexible Band 23 im Freiraum 44 wieder aufgewickelt, so dass erneut eine Umwandlung von Muskelkraft in eine Antriebskraft erfolgen kann.


Anspruch[de]
Sportgerät, insbesondere Skateboard, mit einem Trittbrett sowie mehreren Laufrädern einer vorderen und hinteren Laufradanordnung, wobei wenigstens eines der Laufräder durch eine Gewichtsverlagerung des Benutzers des Sportgerätes antreibbar ist, indem durch die Gewichtsverlagerung über ein Zugelement eine Antriebskraft zu wenigstens einem der Laufräder übertragbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass auf der von der Trittfläche wegweisenden Seite des Trittbrettes (20) ein im unbelasteten Zustand gewölbtes Federbrett (21) vorgesehen ist, das an seinem freien ersten Ende (22) wenigstens ein Laufrad (18) aufweist und mit seinem zweiten Ende mit dem Trittbrett (20) verbunden ist, das wenigstens ein weiteres Laufrad (17) aufweist, dass das Trittbrett (20) infolge der Vorspannung des Federbrettes (21) im unbelasteten Zustand der Bretter (20, 21) an seinem freien Ende (31) durch die Wölbung des Federbrettes (21) um einen vorbestimmten Winkel anhebbar ist und dass im Bereich der Sehne des Wölbungsbogens des unbelasteten Federbrettes (21) das Zugelement (23) so angeordnet ist, dass dieses beim Abflachen der Wölbung des Federbrettes (21) aufgrund einer Gewichtsverlagerung des Benutzers infolge einer Verlängerung der Sehne des Wölbungsbogens eine Zugkraft und damit eine Antriebskraft überträgt. Sportgerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Trittbrett (20) am hinteren Ende (30) eine Laufradanordnung (16) mit einem Getriebe (24) mit einem Freilauf aufweist, und das Federbrett (21) am vorderen Ende (22) über eine Laufradanordnung (19) verfügt. Sportgerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass auf der von der Trittseite wegweisenden Seite des Trittbrettes (20) eine Ausnehmung (26) vorgesehen ist, in die das Federbrett (21) beim Abflachen infolge einer zunehmenden Gewichtsbelastung zunehmend eintauchbar ist. Sportgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Scheitel des Federbrettes (21) im unbelasteten Zustand etwa im Mittelbereich zwischen dem vorderen und hinteren Ende des Trittbrettes (20) liegt. Sportgerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass im unbelasteten Zustand die Längsachse des Trittbrettes (20) mit der Verbindungsgeraden (23) zwischen der vorderen und hinteren Laufradanordnung (16, 19) einen Winkel von etwa 20 bis 60 Grad, vorzugsweise 45 Grad, bildet. Sportgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Federbrett (21) aus einem federnden Kunststoff, insbesondere einem Epoxidharzgewebe hergestellt ist. Sportgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im vorderen Bereich (15) des Trittbrettes (20) eine mit einem Fuß des Benutzers betätigbare Verriegelungseinrichtung vorgesehen ist, durch die das Trittbrett (20) und das Federbrett (21) wahlweise miteinander verriegelbar sind, so dass die äußere Gestalt des Sportgerätes eine für Skateboards übliche seitliche Silhouette aufweist. Sportgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die vordere Laufradanordnung (19) über eine Bremse verfügt. Sportgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am hinteren Ende des Trittbrettes (20) eine mit einem Fuß des Benutzers betätigbare Bremse für die vordere Laufradanordnung (19) vorgesehen ist. Sportgerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugelement ein flexibles Zugband (23) ist, welches an der vorderen Laufradanordnung (19) befestigt ist und sich bis zu einem Getriebe (24) in der hinteren Laufradanordnung (16) erstreckt, das über einen Freilauf für beide Richtungen verfügt. Sportgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Getriebe (24) und der Freilauf für die hintere Laufradanordnung (16) so eingerichtet sind, dass beim plötzlichen Ziehen am Zugelement (23) ein Eingreifen der Getriebeelemente (41, 42) erfolgt und nach einer Beschleunigungsphase für das Sportgerät ein Freilaufen der hinteren Laufradanordnung (16) durch Trennfedern (49, 50) erfolgt.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com