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Dokumentenidentifikation DE102005040606B4 19.04.2007
Titel Klebebandschneidvorrichtung
Anmelder Svechnikov, Vadym, 30627 Hannover, DE
Erfinder Svechnikov, Vadym, 30627 Hannover, DE
DE-Anmeldedatum 27.08.2005
DE-Aktenzeichen 102005040606
Offenlegungstag 21.09.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2007
IPC-Hauptklasse B65H 35/07(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf Haushalts- und Büroutensilien.

Klebebänder aus Polyäthylen und anderen Stoffen werden für Haushalts- und Bürozwecke, zum Beispiel für das Zusammenkleben von Paketen und ähnlichen Gegenständen benutzt. Die Bänder werden auf einer Spule aufgewickelt hergestellt, von der ein Bandabschnitt in notwendiger Länge abgewickelt und abgetrennt wird.

Der Benutzer muss beim Verbrauch das freie Ende des Klebebandes auf der Spule finden, mit den Fingern von der Spule loslösen und danach den Bandabschnitt in der notwendigen Länge abwickeln und mit dem Schneidwerkzeug (Schere, Messer oder ähnlichem) den Bandabschnitt abtrennen oder mit der Hand abreißen. Beim Abreißen mit der Hand kann das Klebeband nicht gerade abgerissen werden und zerreißt öfters und der Kleber haftet an den Händen des Benutzers und verschmutzt sie. Das ist für den Benutzer unbequem und erweist sich als wesentlicher Mangel der Spule mit dem Klebeband.

Die angegebenen Mängel sind teilweise bei Vorrichtungen für die Halterung der Spule und Abtrennung des Klebebandes beseitigt. Diese enthalten einen Körper, in dem die Spule mit dem Klebeband und das Messer angeordnet sind. Der Benutzer muss beim Gebrauch dieser Vorrichtungen mit den Fingern das freie Ende des Klebebandes von der Spule loslösen und danach den Bandabschnitt in der notwendigen Länge abwickeln und mit dem Messer, das Bestandteil der Vorrichtung ist, abtrennen. Dabei kommen die Hände des Benutzers mit dem Kleber in Berührung und werden verschmutzt. Die Spulen mit dem Klebeband können verschiedene Breiten haben und für jede Breite braucht man eine individuelle Vorrichtung, was für die Benutzer und Hersteller unbequem ist.

Das sind die wesentlichen Mängel der bekannten Vorrichtungen (DE 884 921 C, DE 20 2004 004 349 U1).

Die Aufgabe der Erfindung ist, die angegebenen Mängel zu beseitigen und eine universelle Klebebandschneidvorrichtung zu schaffen, die für verschieden breite Spulen verwendet werden kann und die ein bequemes Loslösen des Bandendes von der Spule und eine Fixierung des freien Endes des Klebebands, seine Abwicklung von der Spule und die Abtrennung gewährleistet, wobei die Berührung der Finger des Benutzers mit dem Kleber auf dem Band ausgeschlossen ist.

Die Lösung der gestellten Aufgabe wird mit einer Klebebandschneidvorrichtung nach Anspruch 1 erreicht. Solche Konstruktion der Schneidvorrichtung gewährleistet die bequeme Vorbereitung der Vorrichtung zum Gebrauch und verhindert auch das Verdrehen des Klebebandes nach seinem Loslösen von der Spule.

Entsprechend Anspruch 2 ist die Breite des Innenteils des Schneidwerkzeugs größer als die Breite der Spule mit dem Klebeband. Das sichert die freie Drehung der Spule beim Abwickeln.

Entsprechend Anspruch 3 ist die Länge der Stäbe so gewählt, dass, wenn die Schneidvorrichtung in Gebrauch ist, die Stirnflächen der Stäbe von beiden Seiten der Schneidvorrichtung so hervortreten, dass man die hervortretenden Stabteile mit den Fingern ergreifen und festhalten kann. Solche Konstruktion der Schneidvorrichtung gewährleistet einen bequemen Gebrauch und schließt auch die Berührung der Finger des Benutzers mit dem Kleber des Klebebandes aus.

Entsprechend Anspruch 4 ist die Klebebandschneidvorrichtung mit einem zusammengestellten Schneidwerkzeug versehen und entsprechend Anspruch 5 besteht das Schneidwerkzeug aus zwei Seitenteilen und einem Messer. Dabei weist jedes Seitenteil Vorsprünge auf und das Messer ist mit einer Nut versehen. Solche Konstruktion des zusammengestellten Schneidwerkzeugs macht seine Regulierung nach der Breite der Spule möglich und ermöglicht es, die Schneidvorrichtung für verschieden breite Spulen zu benutzen.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im folgendem näher beschrieben. Es zeigen:

1 – Gesamtansicht der Schneidvorrichtung;

2 – Ansicht gem. Pfeil A in 1;

3 – Oberteil der Schneidvorrichtung – das Schneidwerkzeug;

4 – Ansicht gem. Pfeil A in 3;

5 – Unterteil der Schneidvorrichtung – die Fixierung;

6 – Schnitt A-A in 1;

7 – Stab;

8 – Klebebandschneidvorrichtung beim Gebrauch (am Anfang);

9 – Klebebandschneidvorrichtung beim Gebrauch (während des Arbeitsablaufes);

10 – Klebebandschneidvorrichtung beim Gebrauch (am Ende);

11 – Oberteil der Schneidvorrichtung – das zusammengestellte Schneidwerkzeug;

12 und 13 – Ansicht gem. Pfeil A in 11 – das Schneidwerkzeug ist auf verschiedene Breiten des Klebebandes reguliert.

Die Klebebandschneidvorrichtung besteht aus oberem Teil – dem Schneidwerkzeug (1), unterem Teil – der Fixierung (2) und drei Stäben (3), (4) und (5). Das Schneidwerkzeug (1) weist die Nut (6), die Aussparung (7) und das Messer (8) auf. Die Fixierung (2) weist den Vorsprung (9) und drei zylindrische Öffnungen (10) auf, von denen jede ein kegelförmiges Ende (11) aufweist. Jeder von den Stäben (3), (4) und (5) weist auf einer Stirnfläche ein kegelförmiges Endstück (12) auf. Damit die Stäbe nicht verloren gehen, wenn die Schneidvorrichtung außer Gebrauch ist, werden sie mit ihren kegelförmigen Endstücken (12) in die kegelförmigen Enden (11) der Öffnungen (10) auf der Fixierung (2) eingesteckt und dadurch fixiert. Das zusammengestellte Schneidwerkzeug (13) besteht aus zwei Seitenteilen (14), von denen jedes die Vorsprünge (15) aufweist, und dem Messer (16), das die Nut (17) (siehe 11, 12 und 13) aufweist.

Die Klebebandschneidvorrichtung funktioniert folgendermaßen.

Das Schneidwerkzeug (1) wird auf die Außenfläche der Spule (18) mit dem Klebeband (19) aufgesetzt. Weil die Breite B des Innenteiles von dem Schneidwerkzeug (1) ein wenig größer als die Breite C der Spule (18) mit dem Klebeband (19) ist, bildet sich zwischen ihnen ein seitliches Spiel und die Spule (18) kann leicht ins Innere des Schneidwerkzeuges (1) eingestellt werden. Danach wird die Fixierung (2) auf die innere Fläche der Spule (18) aufgelegt und die Vorsprünge (9) des Schneidwerkzeuges (1) werden in die Nut (6) der Fixierung (2) eingeführt und dadurch miteinander verbunden. Dabei bildet sich das Spiel zwischen der Innenfläche des Klebebandes (19) und der Oberfläche der Fixierung (2) und die Spule ist zum Gebrauch bereit.

Vor dem Loslösen des Klebebandes (19) von der Spule (18) wird einer von den Stäben, zum Beispiel Stab (3), aus der Öffnung (10) herausgenommen und in die Aussparung (7) so eingelegt, dass die Stirnflächen von diesem Stab auf beiden Seiten des Schneidwerkzeugs (1) um einen Abstand D hervortreten (siehe 2). Der Abstand D ist so gewählt, dass der Benutzer der Schneidvorrichtung mit den Fingern den Stab (3) ergreifen kann ohne in Berührung mit dem Klebeband (19) zu kommen. Danach wird aus einer anderen Öffnung (10) der zweite Stab, zum Beispiel Stab (4), herausgezogen und auf ihm das freie Ende des Klebebandes (19) so angeordnet, dass beide Stirnflächen des Stabes (4) um den Abstand D von beiden Seiten des Klebebandes hervortreten. Dabei haftet das Ende des Klebebandes an dem Stab (4).

Danach wird das Klebeband (19) auf die notwendige Länge, zum Beispiel L (siehe 9), abgewickelt und dafür hält der Benutzer die Schneidvorrichtung in einer Hand und mit den Fingern der zweiten Hand die Enden des Stabes (4), hebt mit dem Stab (4) das Klebeband (19) hoch und wickelt das Klebeband (19) ab. Dann wird der erste Stab (3) aus der Aussparung (7) herausgenommen und an dem Klebeband (19) so fixiert, dass der Abstand zwischen dem Stab (4) und dem Stab (3) ungefähr der Länge L gleich ist. In die von dem Stab (3) befreite Aussparung (7) wird der dritte Stab (5) eingelegt und das Klebeband (19) wird auf das Messer (8) des Schneidwerkzeuges (1) gelegt und von oben auf den Stab (3) angedrückt abgeschnitten (siehe 10). Danach hält man mit den Fingern beider Hände die Stäbe (4) und (3) und trägt mit ihrer Hilfe den Abschnitt des Klebebandes (19) mit der Länge L zur Benutzungsstelle und klebt ihn dort auf. Die Stäbe (3) und (4) sind befreit und werden in die freie Öffnungen (10) der Fixierung (2) eingesteckt und der Stab (5) bleibt in der Aussparung (7) liegen. Dabei hält ihn das freie, über ihm befindliche Ende des Klebebandes (19) fest.

Wenn man die Spulen (18) mit dem Klebeband (19) in verschiedenen Breiten benutzen muss, wird das zusammengestellte Schneidwerkzeug (13) verwendet. Dafür verschiebt der Benutzer die Vorsprünge (15) der Seitenteile (14) in der Nut (17) des Messers (16) und stellt sie auf die Breite B der Spule (18) mit dem Klebeband (19) ein. Danach wird das zusammengestellte Schneidwerkzeug (13) mit der Fixierung (2) verbunden und der Arbeitsablauf ist dem oben beschriebenen ähnlich.

Der Gebrauch der vorgelegten Vorrichtung weist eine Reihe wesentlicher Vorteile auf. Erstens, das freie Ende des Klebebandes befindet sich immer über einem von den Stäben und man muss es nicht bei Abmessung und dem Abschneiden des Klebebandabschnittes suchen. Zweitens, das Benutzen der zwei Stäbe verhindert das Verdrehen des abgeschnittenen Klebebandabschnittes, wenn man ihn zur Klebestelle überträgt, und schließt voll die Berührung der Benutzerhände mit dem Kleber auf dem Klebeband aus.

Das erhöht die Klebqualität und verschmutzt die Hände des Benutzers mit dem Kleber nicht. Drittens, für das Abschneiden des Klebebandes werden keine zusätzlichen Schneidwerkzeuge benutzt, wie zum Beispiel Scheren. Viertens, es ist ermöglicht durch das vorhandene zusammengestellte Schneidwerkzeug diese Schneidvorrichtung für Spulen mit verschiedener Breite des Klebebandes zu verwenden, was für den Benutzer bequem ist.

1
Schneidwerkzeug
2
Fixierung
3, 4 und 5
Stäbe
6
Nut
7
Aussparung
8
Messer
9
Vorsprung
10
zylindrische Öffnungen
11
kegelförmiges Ende
12
kegelförmiges Endstück
13
zusammengestelltes Schneidwerkzeug
14
Seitenteile
15
Vorsprünge
16
Messer
17
Nut
18
Spule (mit 19)
19
Klebeband


Anspruch[de]
Klebebandschneidvorrichtung, bestehend aus einer Spule (18) mit einem Klebeband (19) und einem Schneidgegenstand, zum Beispiel Messer (8), dadurch gekennzeichnet, dass sie ein Schneidwerkzeug (1), eine Fixierung (2) und Stäbe (3), (4) und (5) mit kegelförmigen Endstücken (12) enthält, dass das Schneidewerkzeug (1) eine Nut (6), eine Aussparung (7) und ein Messer (8) aufweist, dass die Fixierung (2) mit einem Vorsprung (9) und zylindrischen Öffnungen (10), von denen jede ein kegelförmiges Ende (11) aufweist, versehen ist, wobei, wenn die Klebebandschneidvorrichtung in Gebrauch ist, das Schneidwerkzeug (1) von oben und die Fixierung (2) von unten die Spule (18) mit Klebeband (19) umgreifen und wobei Schneidwerkzeug (1) und Fixierung (2) durch die Nut (6) auf dem Schneidwerkzeug (1) und den Vorsprung (9) auf der Fixierung (2) miteinander verbunden werden und wobei, wenn die Klebebandschneidvorrichtung außer Gebrauch ist, die kegelförmigen Endstücke (12) in die kegelförmigen Enden (11) der Fixierung (2) eingesteckt und fixiert sind. Klebebandschneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Breite des Innenteils des Schneidwerkzeugs (1) größer ist als die Breite der Spule (18) mit dem Klebeband (19). Klebebandschneidvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Stäbe (3), (4) und (5) so groß ist, dass die Stirnflächen der Stäbe an beiden Seiten des Schneidwerkzeuges (1) um den Abstand D hervortreten, der das Ergreifen und Festhalten der Stäbe (3), (4) und (5) mit den Fingern des Benutzers gewährleistet, ohne dass diese während des Gebrauchs in Berührung mit dem Klebeband (19) kommen. Klebebandschneidvorrichtung nach einem der Ansprüche 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Schneidwerkzeug (1) ein zusammengestelltes Schneidwerkzeug (13) ist. Klebebandschneidvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zusammengestellte Schneidwerkzeug (13) aus zwei Seitenteilen (14) und einem Messer (16) besteht, wobei von den Seitenteilen (14) jedes mit einem Vorsprung (15) und das Messer (16) mit einer Nut (17) versehen ist.






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