PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005046544A1 19.04.2007
Titel Landwirtschaftliche Arbeitseinheit mit einer Arbeitsmaschine und einer Positionsbestimmungseinheit
Anmelder Claas Saulgau GmbH, 88348 Bad Saulgau, DE
Erfinder Geng, Manfred, 88348 Bad Saulgau, DE
Vertreter Patentanwälte Eisele, Dr. Otten, Dr. Roth & Dr. Dobler, 88212 Ravensburg
DE-Anmeldedatum 28.09.2005
DE-Aktenzeichen 102005046544
Offenlegungstag 19.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2007
IPC-Hauptklasse A01D 75/18(2006.01)A, F, I, 20050928, B, H, DE
Zusammenfassung Es wird eine landwirtschaftliche Arbeitseinheit mit einer wenigstens ein Arbeitsaggregat (2) umfassenden landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine (1, 2) zum Bearbeiten eines landwirtschaftlichen Feldes und/oder von auf dem Feld angeordneten Pflanzen, wobei die Arbeitsmaschine (1, 2) wenigstens eine Erfassungseinheit (3, 4) zum Erfassen eines auf dem Feld angeordneten Objektes (5), insbesondere eines Metallgegenstands, sowie wenigstens eine Positionsbestimmungseinheit (8, 9) zum Bestimmen der Position, insbesondere der Positionskoordinaten, der Arbeitsmaschine (1, 2) und/oder des Objektes (5) umfasst, wobei wenigstens eine Speichereinheit (12) zum Speichern der Position vorgesehen ist, vorgeschlagen, womit das Entfernen des Objektes (5) verbessert wird. Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, dass wenigstens eine Positionsanzeigevorrichtung (17) zum Anzeigen der gespeicherten Position vorgesehen ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine landwirtschaftliche Arbeitseinheit mit einer wenigstens ein Arbeitsaggregat umfassenden landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine zum Bearbeiten eines landwirtschaftlichen Feldes und/oder von auf dem Feld angeordneten Pflanzen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Bei landwirtschaftlichen Arbeitsmaschinen kommt es in der Praxis immer wieder vor, dass außergewöhnlich belastete Komponenten durch Materialermüdungen oder durch Kollision mit Hindernissen brechen und gegebenenfalls weggeschleudert werden. Diese Komponenten bzw. ihre Bruchteile sowie andere Fremdkörper können dann bei den nachfolgenden Maschinen schwerwiegende kostspielige Schäden und Betriebsstörungen verursachen. Als Beispiel sollen hier die Kreisel von Heumaschinen dienen, bei denen es immer wieder vorkommt, dass Zinken brechen oder sogar aus ihrer Verankerung an den Zinkenträgerrahmen gerissen und weggeschleudert werden.

Spätestens beim Zusammenschwaden des stängeligen Ernteguts werden diese vorwiegend aus metallischen Werkstoffen bestehende Komponenten direkt in den Arbeitsbereich des Feldhäckslers gebracht. Nach dem Durchlaufen der Querförderschnecke und dem Weitertransport durch die Einzugstrommeln, erreichen die Fremdkörper die Häckseltrommel. Hierbei verursachen sie sowohl an den Einzugstrommeln als auch an der Häckseltrommel bedeutende kostspielige Schäden, häufig sogar Totalschäden.

Aus dem Stand der Technik ist beispielsweise eine Vorrichtung bekannt, bei der in den Einzugswalzen des Feldhäckslers ein Metalldetektor integriert ist. Die Integration dieses Metalldetektors hat zur Folge, dass die Einzugswalzen aus einem speziellen, teuren, nicht magnetischen Werkstoff bestehen müssen, was zu erheblichen Herstellungskosten des Feldhäckslers führt.

In den letzten Jahren sind die Arbeitsgeschwindigkeiten der landwirtschaftlichen Arbeitsmaschinen jedoch stark gestiegen. Daher müssen beispielsweise die Einzugswalzen nach dem Detektieren eines Fremdkörpers schneller gebremst werden, um eine Beschädigung der Häckseltrommel zu vermeiden.

Um die Reaktionszeit beispielsweise von Feldhäckslern auf entsprechend detektierte Fremdkörper zu erhöhen, wurde beispielsweise gemäß der EP 1 266 560 A1 vorgeschlagen, die Detektion des Fremdkörpers nicht vom Feldhäcksler sondern von einer zuvor das Feld bearbeitenden Maschine detektieren zu lassen und den entsprechenden Ort des Fremdkörpers bzw. dessen Ortskoordinaten dem Häcksler zu übermitteln. Dies kann mittels dem GPS-System erfolgen. Hierdurch wird es möglich, dass der Feldhäcksler entsprechende Vorbereitungsmaßnahmen treffen kann, um rechtzeitig den Fremdkörper zu eliminieren und/oder im Bereich des georteten Fremdkörpers das Einziehen von entsprechendem Erntegut mit dem Fremdkörper kurzzeitig abzuschalten.

Darüber hinaus ist aus der DE 33 32 578 A1 ein Gerät für Metalle in Futterschwaden offenbart, das vor dem Traktor mit nachfolgender Ladeeinheit angeordnet ist, wobei eine Meldung bezüglich dem Vorhandensein eines metallischen Fremdkörpers an den Landwirt generiert wird. Beim Erfassen eines entsprechenden Fremdkörpers wird ein optisches oder akustisches Signal generiert. Die Bedienperson nimmt dieses Signal wahr und kann sodann die Arbeit abbrechen und nach dem Fremdkörper suchen und dieses entfernen. Hierbei ist auch ein automatisches Abschalten der landwirtschaftlichen Maschine möglich.

Aufgabe und Vorteile der Erfindung

Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, eine landwirtschaftliche Arbeitseinheit mit einer eine Erfassungseinheit zum Erfassen eines auf dem Feld angeordneten Objekts umfassenden Arbeitsmaschine sowie mit wenigstens einer Positionsbestimmungseinheit zum Bestimmen der Position, insbesondere der Positionskoordinaten, der Arbeitsmaschine und/oder des Objektes, wobei wenigstens eine Speichereinheit zum Speichern der Position vorgesehen ist, vorzuschlagen, womit das Entfernen des Objekts verbessert wird.

Diese Aufgabe wird, ausgehend von einer landwirtschaftlichen Arbeitseinheit der einleitend genannten Art, durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Durch die in den Unteransprüchen genannten Maßnahmen sind vorteilhafte Ausführungen und Weiterbildungen der Erfindung möglich.

Dementsprechend zeichnet sich eine landwirtschaftliche Arbeitseinheit dadurch aus, dass wenigstens eine Positionsanzeigevorrichtung zum Anzeigen der gespeicherten Position vorgesehen ist.

Im Gegensatz zum Stand der Technik, insbesondere der DE 33 32 578 oder EP 12 66 560, bei denen entweder ein automatisiertes Lokalisieren und Entfernen bzw. Liegen lassen des Fremdkörpers vorgesehen ist oder lediglich eine einfache Meldung erzeugt wird, dass ein Fremdkörper vorhanden ist, wird gemäß der Erfindung die Position des Objekts angezeigt, so dass in vorteilhafter Weise eine Person den Ort bzw. die Position des Objektes z.B. auf einem Display, Bildschirm oder dergleichen sehen kann.

Vor allem durch die Sichtbarmachung der Position des Objektes bzw. Fremdkörpers wird ein Finden, der zumeist im Erntegut versteckten bzw. eingebetteten Fremdkörper, entscheidend erleichtert bzw. verbessert. Vorzugsweise ist die Positionsanzeigevorrichtung als optische Positionsanzeigevorrichtung zum visuellen Anzeigen der gespeicherten Position ausgebildet.

Es ist denkbar, dass etwa am Ort der erfassten Position des Objektes eine Markierung angebracht wird, z.B. ein Stab bzw. Speer mit gegebenenfalls einer Signalflagge oder dergleichen.

Vorteilhafterweise wird die Position des Objektes auf einem Bildschirm, Display oder dergleichen visuell angezeigt, z.B. als Punkt, Kreuz oder dergleichen auf einer Feld- bzw. Kartendarstellung.

In vorteilhafter Weise ist die Positionsanzeigevorrichtung derart ausgebildet, dass diese eine Entfernung bzw. eine Differenz und/oder einen Weg zwischen der Ist-Position der Person und/oder der landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine und der gespeicherten Position des Objektes bzw. des Fremdkörpers anzeigt. Hierdurch wird das Finden des Fremdkörpers zusätzlich erleichtert.

Darüber hinaus kann die optische Positionsanzeigevorrichtung beispielsweise mittels Pfeilen, Balken oder dergleichen realisiert werden, wobei die Richtung zum Ort des Objektes bzw. zur gespeicherten Position z.B. durch einen leuchtenden Pfeil bzw. Symbol verdeutlicht wird. Beim Erreichen des gespeicherten Ortes kann beispielsweise ein Leuchten eines Signalleuchtelementes das Erreichen der gespeicherten Position verdeutlichen.

Visuell kann eine Distanz der Ist-Position der entsprechenden Person bzw. Arbeitsmaschine zum Objekt bzw. zur gespeicherten Position durch mehrere Leuchtelemente, wie z.B. LEDs oder dergleichen, realisiert werden, wobei diese insbesondere als linienhafte Elementgruppe angeordnet sind und beispielsweise beim Annähern an das Objekt bzw. an die gespeicherte Position durch eine zunehmende Anzahl an leuchtenden Elementen signalisiert wird.

Alternativ oder in Kombination zur optischen Positionsanzeigevorrichtung ist die Positionsanzeigevorrichtung als akustische Positionsanzeigevorrichtung zum hörbaren Anzeigen der gespeicherten Position ausgebildet. Auch mit dieser Variante der Erfindung ist es beispielsweise möglich eine Differenz der Ist-Position der Person bzw. der Arbeitsmaschine zum Objekt z.B. durch Variation der Lautstärke des akustischen Signals und/oder eine Richtung zum gespeicherten Objektort bzw. der Position durch Variation der Lautstärke anzuzeigen.

Denkbar ist auch, dass die akustische Positionsanzeigevorrichtung zur Sprachausgabe ausgebildet ist und insbesondere mittels Sprachbefehlen die Position der das Objekt suchenden Person angibt, wo das Objekt liegt. Zum Beispiel kann durch Anweisungen wie „links", „rechts", „geradeaus" und/oder „Position erreicht", etc. das Finden der gespeicherten Position bzw. des entsprechenden Objektes wesentlich vereinfacht werden.

In einer vorteilhaften Variante der Erfindung weist die landwirtschaftliche Arbeitsmaschine die Positionsanzeigevorrichtung auf. Hiermit wird erreicht, dass beispielsweise mittels der landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine in besonders einfacher Weise die Position des Objektes angefahren bzw. gefunden werden kann.

Vorteilhafterweise weist die landwirtschaftliche Arbeitsmaschine die Speichereinheit auf. Entsprechende Arbeitsmaschinen sind vergleichsweise groß dimensioniert, so dass die entsprechende Speichereinheit einfach unterzubringen ist.

Vorzugsweise umfasst eine Zugmaschine der Arbeitsmaschine die Positionsanzeigevorrichtung und/oder die Speichereinheit und/oder die Positionsbestimmungseinheit und/oder die Erfassungseinheit. Hierdurch wird es möglich, dass die Bedienperson der Zugmaschine in besonders einfacher Weise die Position angezeigt bekommen kann. Beispielsweise weist die Zugmaschine bereits für andere Zwecke einen Bildschirm, z.B. zur Überwachung des Arbeitsaggregats oder dergleichen auf, so dass gegebenenfalls auf bereits vorhandene Komponenten bei der Realisierung der Erfindung zurückgegriffen werden kann. Hierdurch wird der konstruktive Aufwand als auch der wirtschaftliche Aufwand deutlich reduzierbar. Beispielsweise ist bereits eine Positionsbestimmungseinheit vorgesehen, so dass auch diese für die Erfindung in vorteilhafter Weise verwendet werden kann.

Beispielsweise ist die Positionsanzeigevorrichtung und/oder die Speichereinheit und/oder die Positionsbestimmungseinheit und/oder die Erfassungseinheit teilweise oder vollständig in der Arbeitsmaschine bzw. der Zugmaschine integriert bzw. montiert. Andererseits kann eine oder mehrere der zuvor genannten Komponenten lösbar und/oder steckbar mit der Zugmaschine bzw. der Arbeitsmaschine verbunden werden, so dass diese in besonders einfacher Weise, beispielsweise während einer Suchphase, von der Zugmaschine bzw. der Arbeitsmaschine entfernt werden können. Vorzugsweise ist zumindest die Positionsanzeigeeinheit und die Speichereinheit lösbar und/oder steckbar in Bezug zur Arbeitsmaschine bzw. Zugmaschine ausgebildet.

Vorteilhafterweise ist die Positionsanzeigevorrichtung in einer von der landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine separaten bzw. separierbaren Baueinheit integriert. Eine derartige Baueinheit kann beispielsweise an der Arbeitsmaschine bzw. Zugmaschine angeordnet werden und für die Suchphase unabhängig von der Arbeitsmaschine bzw. Zugmaschine verwendet werden.

In einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung ist die Speichereinheit in der von der landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine separaten Baueinheit integriert. Hierdurch wird gewährleistet, dass die gespeicherte Position des Objektes in der Baueinheit abgespeichert und mittels der Positionsanzeigevorrichtung entsprechend angezeigt wird. Hierdurch wird die unabhängige Betriebsweise der Baueinheit weiter verbessert.

Generell ist von Vorteil, beispielsweise die Baueinheit mit einer eigenen Energieversorgungseinheit, insbesondere einem elektrischen Akkumulator, elektrischer Batterie oder dergleichen auszubilden, so dass eine vorteilhafte, unabhängige Energieversorgung der Baueinheit gewährleistet ist. Möglicherweise können auch Photovoltaikzellen oder Brennstoffzellen hierzu verwendet werden.

Denkbar ist auch, dass die Baueinheit elektrische Kontaktvorrichtungen bzw. Stecker/Buchsen aufweist, mittels der diese mit der Arbeitsmaschine bzw. der Zugmaschine verbindbar ist und wodurch beispielsweise elektrische Signale und/oder elektrische Energie transferierbar sind. Beispielsweise wird mit der Kontaktvorrichtung bzw. Stecker/Buchse das Erfassen des Fremdkörpers und/oder die von der Positionsbestimmungseinheit erfasste Position, insbesondere die Positionskoordinaten des Objekts, der Baueinheit zuführbar.

Beispielsweise ist die Erfassungseinheit und/oder die Positionsbestimmungseinheit in der Arbeitsmaschine bzw. der Zugmaschine integriert, so dass entsprechende erzeugte elektrische Signale über die Position des Objekts der Baueinheit übermittelt werden können, z.B. über elektrische Kabel oder dergleichen.

Vorzugsweise umfasst die landwirtschaftliche Arbeitsmaschine, insbesondere die Zugmaschine, wenigstens eine Sendeeinheit zum Senden von Positionssignalen. Darüber hinaus ist von Vorteil, dass die separate Baueinheit wenigstens eine Empfangseinheit zum Empfangen der Positionssignale aufweist. Mit Hilfe der Kombination dieser Maßnahmen wird eine vorteilhafte Übermittlung der Positionssignale zur Baueinheit realisierbar.

Vorteilhafterweise sind die Positionssignale als Funksignale ausgebildet, insbesondere als GPS-Signale oder dergleichen. Hierdurch wird eine besonders einfache Übermittlung entsprechender Positionssignale zur separaten Baueinheit verwirklichbar.

In einer besonderen Weiterbildung der Erfindung ist die von der landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine separate Baueinheit als von einer Person tragbare Baueinheit ausgebildet.

Hierdurch wird es möglich, dass beispielsweise eine Person die Baueinheit unabhängig von der Arbeitsmaschine bzw. Zugmaschine bewegen, insbesondere zum gespeicherten Ort bzw. zur gespeicherten Position bewegen kann. Hierbei ist von besonderem Vorteil, dass die Positionsanzeigeeinheit der Baueinheit der Person den Ort bzw. die Position des Objekts bzw. Fremdkörpers in vorteilhafter Weise anzeigt. Dies kann in unterschiedlichster Weise beispielsweise optisch und/oder akustisch erfolgen, wie dies bereits weiter oben ausgeführt ist.

Bei einer derartigen, tragbaren Baueinheit ist weiterhin von ganz besonderem Vorteil, dass beispielsweise in der modernen Landwirtschaft, z.B. der Eigentümer des zu bearbeitenden Feldes, Erntegut mittels einem Schwader zu einem Schwad zusammenrecht, wobei gemäß der Erfindung die Arbeitsmaschine das Objekt erfasst, dessen Position bestimmt und in der Speichereinheit abspeichert. Unabhängig davon, ob z.B. die Speichereinheit in der Zugmaschine, der Arbeitsmaschine und/oder in der Baueinheit integriert ist, wird gemäß der Erfindung eine zeitliche Entkopplung der Positionsbestimmung sowie dem Suchvorgang und/oder dem Entfernungsvorgang möglich. Es kommt häufig vor, dass das Abernten des Erntegutes zum Teil deutlich zeitlich versetzt realisiert wird, z.B. einen Tag später, insbesondere von einem Lohnunternehmer.

Gemäß der Erfindung bzw. mit der tragbaren Baueinheit ist es nun möglich, in der Zwischenzeit beispielsweise zu Fuß oder mittels einem Fahrzeug wie einer/der Arbeitsmaschine bzw. Zugmaschine zur gespeicherten Position zu gehen/fahren, wobei die Positionsanzeigevorrichtung der Person die gespeicherte Position bzw. die Positionskoordinaten anzeigt.

Vorteil bei der vorgenannten Verfahrensweise ist insbesondere, dass beliebige Personen zu einem beliebigen Zeitpunkt in einfacher Weise unabhängig von den unterschiedlichsten Bearbeitungsschritten den erfassten Fremdkörper bzw. das Objekt suchen und entfernen kann, wodurch es bei der Bearbeitung bzw. den Bearbeitungsvorgängen zu keinem Zeitverlust kommt. Hierbei muss diese Person keine hochqualifizierte Person sein, diese kann vielmehr eine Person sein, die mit heutigen, z.T. hochtechnisierten Arbeitsmaschinen nicht arbeiten kann, wie z.B. ein Kind, das zwischen den entsprechenden Bearbeitungsschritten z.B. mit dem Fahrrad zur gespeicherten Position fährt und beispielsweise einen abgebrochen Zinken vom Feld entfernt. Anschließend kann beispielsweise ein Lohnunternehmer ohne Beeinträchtigung das Erntegut auf dem Feld abernten.

Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeichnung dargestellt und wird anhand der Figuren nachfolgend näher erläutert.

Im Einzelnen zeigt:

1 eine schematische Darstellung einer landwirtschaftlichen Arbeiteinheit gemäß der Erfindung mit einer Arbeitsmaschine und separater Baueinheit,

2 eine schematische Darstellung einer weiteren Arbeitseinheit gemäß der Erfindung und

3 eine schematische Darstellung einer transportablen Baueinheit mit unterschiedlichen Anzeigemöglichkeiten der Position.

In 1 weist eine landwirtschaftliche Arbeitseinheit eine Zugmaschine 1 bzw. einen Traktor 1 auf, die ein Arbeitsaggregat, hier einen Schwader 2 zieht. Die Zugmaschine 1 fährt in Fahrtrichtung 7. Ohne nähere Darstellung kann es sich auch um einen selbstfahrenden Großschwader oder dergleichen handeln. In der Variante gemäß 1 weist der Schwader 2 einen Metalldetektor 3 und/oder Metalldetektor 4 auf, der zum Erfassen bzw. Detektieren eines Objektes 5 bzw. metallischen Fremdkörpers 5 ausgebildet ist. Der Detektor 4 ist vor allem als alternative Anordnungsmöglichkeit an einem Halter 6 auskragend am Ende des Schwaders 2 fixiert.

Bei der Detektion des Objektes 5 mittels den Detektoren 3 oder 4 wird beispielsweise automatisch ein Signal generiert, das einem Positionsbestimmer 8 oder 9 weitestgehend automatisch und/oder manuell signalisiert, das ein Objekt 5 erfasst bzw. detektiert wurde. Gegebenenfalls kann das Vorhandensein mittels einem Leuchtelement, z.B. LED, und/oder einem Hupton oder dergleichen einer Bedienperson angezeigt werden, wie dies bislang beim Stand der Technik erfolgte.

Der Positionsbestimmer 8 oder 9 übermittelt z.B. Sattelliten 10 drahtlos ein Signal, wodurch die entsprechende Position der Arbeitseinheit und/oder des Objekts 5 übermittelt wird. Hierdurch wird bzw. wurde die Position des Objektes bestimmbar und mittels Funksignalen 11 einem Speicher 12 übermittelt. Der Speicher 12 kann sich an einem beliebigen Ort befinden. In 1 ist symbolisch ein Haus 13 als Ort, an dem sich der Speicher 12 befindet, dargestellt.

Generell kann eine Erfassungseinheit bzw. der Detektor 3, 4 in einer einfacheren Variante lediglich das Vorhandensein des Objektes 5 bestimmen und der Positionsbestimmer 8, 9 stellt lediglich zu diesem Zeitpunkt die Position der Arbeitseinheit und somit indirekt die (ungefähre) Position des Objektes 5 fest.

Andererseits kann die Erfassungseinheit bzw. der Detektor 3, 4 das Vorhandensein des Objekts 5 nicht nur feststellen, sondern auch die relative Position bzw. die Entfernung und/oder Richtung zur Arbeitseinheit/Zugmaschine 1/Schwader 2, etc.. Hiermit kann eine direkte bzw. eindeutige Festlegung bzw. Bestimmung der tatsächlichen Position des Objekts 5 realisiert werden.

In 2 ist eine landwirtschaftliche Arbeitseinheit gemäß der Erfindung dargestellt, wobei diese neben der Zugmaschine 1 einen Wender 14 mit Detektor 3 und Positionsbestimmer 8 aufweist. Bei dieser Variante der Erfindung befindet sich der Speicher 12 am bzw. auf dem Traktor bzw. der Zugmaschine 1, wobei der Speicher 12 Signale 16 vom Positionsbestimmer 8 per Funk erhält. Beispielsweise werden hier Blue-Tooth-Komponenten bzw. -Systeme oder dergleichen eingesetzt. Darüber hinaus kann auch eine Übermittlung der Signale 16 per elektrischer Kabel erfolgen.

In 2 ist lediglich aus Gründen der Übersichtlichkeit auf die Darstellung von Sattelliten 10 verzichtet worden. Generell ist von Vorteil, die Positionsbestimmung per GPS oder vergleichbarer Systeme zu bestimmen und entsprechend dem Speicher 12 zu übermitteln. Derzeit kann eine Position entsprechender Objekte 5 beispielsweise mit Genauigkeiten kleiner/gleich 5 cm erreicht werden. Dies ist bei Anwendungen in der Landwirtschaft gemäß der vorliegenden Erfindung ausreichend.

In 2 ist schematisch eine Wellenfront 15 dargestellt, die der Detektor 3 aussendet, um das Objekt 5 zu lokalisieren. Hierbei handelt es sich vorzugsweise um elektromagnetische Wellen bzw. Magnetfelder oder dergleichen, um insbesondere metallische Gegenstände bzw. Objekte 5 zu detektieren. Es ist denkbar, dass auch Radareinheiten, insbesondere Dopplerradarsysteme, verwendet werden, so dass insbesondere auch in vorteilhafter Weise nicht metallische Objekte 5 erfassbar sind. Beispielsweise ist es von Vorteil, größere Steine oder dergleichen zu erfassen.

Darüber hinaus ist in den 1 und 2 eine Anzeige 17 dargestellt, wobei in der Variante gemäß 1 diese in einer Baueinheit mit dem Speicher 12 integriert ist und in der Variante gemäß 2 als separate Einheit ausgebildet ist.

In 3 ist schematisch eine Variante einer Anzeige 17 dargestellt, die als tragbare Baueinheit mit zwei Griffen 19 und/oder Tragegürtel oder dergleichen realisiert ist. Die Baueinheit 18 gemäß 3 umfasst den Speicher 12 sowie einen Empfänger 20 und/oder einen Stecker 21 zum Übermitteln entsprechender Signale 16 bzw. 11. Zur unabhängigen Energieversorgung weist die dargestellte Baueinheit 18 einen Akku 22 auf.

Darüber hinaus umfasst die Anzeige 17 der Baueinheit 18 ein Display 23, worauf z.B. eine Ist-Position 24 der Baueinheit 18 sowie eine Ist-Position 25 des Objektes 5 optisch dargestellt ist. Weiterhin ist zwischen den beiden Ist-Positionen 24 und 25 ein Weg 26 auf dem Display 23 dargestellt, um das Finden der gespeicherten Position 25 des Objekts 5 zu vereinfachen.

Als Pfeil ist eine Distanz 27 dargestellt, die zwischen der Baueinheit 18 und dem Objekt 5 ist. Beispielsweise wird die Distanz 27 mittels einer Anzeige 28 in Metern oder dergleichen angezeigt. Darüber hinaus weist die Baueinheit 18 eine optische Anzeige 29 auf, wobei mittels winklig zueinander angeordneter Elemente, insbesondere Leuchtelemente wie LEDs oder dergleichen, eine Richtung angezeigt wird, die zum Objekt 5 gerichtet ist. In der dargestellten Variante leuchtet beispielsweise ein Leuchtelement 30 bzw. LED 30, die etwa der Richtung bzw. Ausrichtung des Weges 26 auf dem Display 23 entspricht.

Generell ist festzustellen, dass die dargestellten Anzeigevarianten, d.h. Anzeige 28, 29, 30 eher als Alternativen zu verstehen sind, die jedoch in vorteilhafter Weise auch kombinierbar sind.

Darüber hinaus ist eine weitere alternative Anzeigemöglichkeit als Lautsprecher 31 abgebildet, mit Hilfe dessen beispielsweise Sprache bzw. Sprachbefehle ausgegeben bzw. erzeugt werden können. Beispielsweise kann das System die Distanz in Worten angeben und/oder die Richtung z.B. rechts, links, geradeaus und/oder angeben, dass man sich am Ort der gespeicherten Position des Objektes 5 befindet.

Grundsätzlich kann die Baueinheit 18 neben den dargestellten Komponenten, darüber hinaus auch die Detektoren 3, 4 bzw. Positionsbestimmer 8, 9 umfassen, so dass beispielsweise eine mobile, tragbare Baueinheit 18 realisierbar ist, die insbesondere während dem Bearbeiten eines Feldes am Traktor bzw. an der Zugmaschine 1 und/oder an den Arbeitsaggregaten, z.B. dem Schwader 2, Wender 14 oder dergleichen, anbringbar ist. Beispielsweise wird hiermit automatisch das Vorhandensein eines Objektes 5, dessen Position erfasst bzw. bestimmt und mittels den Anzeigen darstellt bzw. mittels dem Speicher 12 die Position des Objektes 5 abspeichert. Gemäß der Erfindung kann dann zu einem beliebigen Zeitpunkt zum Ort des Objektes 5 bzw. zur abgespeicherten Position gegangen/gefahren und das Objekt 5 entfernt werden.

Generell ist es denkbar, dass auch andere Objekte als z.B. metallische Fremdkörper erfasst und deren Position bestimmt und entsprechend abgespeichert werden. Beispielsweise kann das Vorhandensein und/oder die Position einer Vertiefung, eines Steins oder dergleichen beispielsweise manuell dem Detektor 3 bzw. 4 eingegeben werden, wodurch ein Signal generiert wird und der Positionsbestimmer 8, 9 den Ort bzw. die momentane Position der Zugmaschine 1 und/oder der Arbeitsaggregate bzw. des Schwaders 2 bzw. Wendlers 14 und/oder der Baueinheit 18 bestimmt und abspeichert. Zu einem beliebigen Zeitpunkt kann dann an den Ort bzw. die gespeicherte Position gemäß der Erfindung zurückgekehrt werden und beispielsweise die Vertiefung mit entsprechend herbeigebrachtem Material aufgefüllt werden.

1
Zugmaschine
2
Schwader
3
Detektor
4
Detektor
5
Objekt
6
Halter
7
Richtung
8
Positionsbestimmer
9
Positionsbestimmer
10
Satellit
11
Signal
12
Speicher
13
Haus
14
Wender
15
Wellen
16
Signal
17
Anzeige
18
Baueinheit
19
Griff
20
Empfänger
21
Stecker
22
Akku
23
Display
24
Ist-Position
25
Ist-Position
26
Weg
27
Distanz
28
Anzeige
29
Anzeige
30
LED
31
Lautsprecher


Anspruch[de]
Landwirtschaftliche Arbeitseinheit mit einer wenigstens ein Arbeitsaggregat (2, 14) umfassenden landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine (1, 2, 14) zum Bearbeiten eines landwirtschaftlichen Feldes und/oder von auf dem Feld angeordneten Pflanzen, wobei die Arbeitsmaschine (1, 2, 14) wenigstens eine Erfassungseinheit (3, 4) zum Erfassen eines auf dem Feld angeordneten Objektes (5), insbesondere eines Metallgegenstands, sowie wenigstens eine Positionsbestimmungseinheit (8, 9) zum Bestimmen der Position, insbesondere der Positionskoordinaten, der Arbeitsmaschine (1, 2, 14) und/oder des Objektes (5) umfasst, wobei wenigstens eine Speichereinheit (12) zum Speichern der Position vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Positionsanzeigevorrichtung (17, 23, 28, 29, 30, 31) zum Anzeigen der gespeicherten Position vorgesehen ist. Arbeitseinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionsanzeigevorrichtung (17, 23, 28, 29, 30, 31) als optische Positionsanzeigevorrichtung (17, 23, 28, 29, 30) zum visuellen Anzeigen der gespeicherten Position ausgebildet ist. Arbeitseinheit nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionsanzeigevorrichtung (17, 23, 28, 29, 30, 31) als akustische Positionsanzeigevorrichtung (17, 31) zum hörbaren Anzeigen der gespeicherten Position ausgebildet ist. Arbeitseinheit nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die landwirtschaftliche Arbeitsmaschine (1, 2, 14) die Positionsanzeigevorrichtung (17, 23, 28, 29, 30, 31) aufweist. Arbeitseinheit nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die landwirtschaftliche Arbeitsmaschine (1, 2, 14) die Speichereinheit (12) aufweist. Arbeitseinheit nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Zugmaschine (1) der Arbeitsmaschine (1, 2, 14) die Positionsanzeigevorrichtung (17, 23, 28, 29, 30, 31) und/oder die Speichereinheit (12) und/oder die Positionsbestimmungseinheit (8, 9) und/oder die Erfassungseinheit (3, 4) umfasst. Arbeitseinheit nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionsanzeigevorrichtung (17, 23, 28, 29, 30, 31) in einer von der landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine separaten Baueinheit (18) integriert ist. Arbeitseinheit nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Speichereinheit (12) in der von der landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine (1, 2, 14) separaten Baueinheit (18) integriert ist. Arbeitseinheit nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die landwirtschaftliche Arbeitsmaschine (1, 2, 14) wenigstens eine Sendeeinheit zum Senden von Positionssignalen umfasst. Arbeitseinheit nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die von der landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine (1, 2, 14) separate Baueinheit (18) wenigstens eine Empfangseinheit (20) zum Empfangen der Positionssignale aufweist. Arbeitseinheit nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionssignale als Funksignale ausgebildet sind. Arbeitseinheit nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die von der landwirtschaftlichen Arbeitsmaschine (1, 2, 14) separate Baueinheit (18) als von einer Person tragbare Baueinheit (18) ausgebildet ist. Arbeitseinheit nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionsanzeigevorrichtung (17, 23, 28, 29, 30, 31) wenigstens zur Anzeige einer Entfernung (27) der Arbeitsmaschine (1, 2, 14) und/oder der Baueinheit (18) zum Objekt (5) ausgebildet ist. Arbeitseinheit nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Positionsanzeigevorrichtung (17, 23, 28, 29, 30, 31) wenigstens zur Anzeige des Weges (26) der Arbeitsmaschine (1, 2, 14) und/oder der Baueinheit (18) zum Objekt (5) ausgebildet ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

  Patente PDF

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com