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Dokumentenidentifikation DE102005049139A1 19.04.2007
Titel Ansaugleitung für eine Brennkraftmaschine
Anmelder DaimlerChrysler AG, 70567 Stuttgart, DE
Erfinder Howe, Thomas, Dipl.-Ing., 73733 Esslingen, DE;
Lewerenz, Wolfgang, Dipl.-Ing., 71384 Weinstadt, DE;
Schütz, Berndt, Dipl.-Ing., 70327 Stuttgart, DE;
Stirm, Marion, 70806 Kornwestheim, DE
DE-Anmeldedatum 14.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005049139
Offenlegungstag 19.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2007
IPC-Hauptklasse F02M 35/10(2006.01)A, F, I, 20051014, B, H, DE
Zusammenfassung Bekannte Ansaugleitungen für eine Brennkraftmaschine weisen einen Leitungsabschnitt aus Kunststoff und zur Geräuschdämpfung einen Leitungsabschnitt aus Gewebe auf.
Zur einfachen Verbindung und Montage wird eine Ansaugleitung (1) für eine Brennkraftmaschine vorgeschlagen, mit zumindest einem Leitungsabschnitt (6; 7) aus Kunststoff und einem Leitungsabschnitt (4) aus Gewebe, bei der zur Verbindung des Leitungsabschnitts (4) aus Gewebe mit dem zumindest einen Leitungsabschnitt (6; 7) aus Kunststoff eine Klemmverbindung (20) vorgesehen ist.
Die erfindungsgemäße Ansaugleitung ist für Brennkraftmaschinen für Fahrzeuge, insbesondere für Kraftfahrzeuge, vorgesehen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung geht aus von einer Ansaugleitung für eine Brennkraftmaschine bzw. von einer Brennkraftmaschine mit einer Ansaugleitung nach der Gattung des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 9.

Es ist bereits eine Ansaugleitung bekannt (DE 199 03 165 A1), die einen Leitungsabschnitt aus Kunststoff aufweist. Des Weiteren ist es bekannt, einen Leitungsabschnitt der Ansaugleitung aus einem Gewebe bzw. einem Gewebeschlauch auszubilden, der eine gewisse Luftdurchlässigkeit aufweist. Mittels des Gewebeschlauchs ist es möglich, das Ansauggeräusch zu dämpfen. Die Anbindung des Gewebeschlauchs an den Leitungsabschnitt aus Kunststoff ist aber fertigungstechnisch, insbesondere bei der Montage, aufwändig.

Vorteile der Erfindung

Die erfindungsgemäße Ansaugleitung für eine Brennkraftmaschine bzw. die Brennkraftmaschine mit einer Ansaugleitung mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 9 hat demgegenüber den Vorteil, dass eine gute Geräuschdämpfung des Ansaugluftgeräuschs der Brennkraftmaschine erfolgt, wobei eine einfache Anbindung des Gewebeschlauchs an den Leitungsabschnitt aus Kunststoff erfolgt. Vorteilhafterweise kann die Ansaugleitung dabei sehr flexibel ausgebildet werden, um so Motorbewegungen relativ zu einem festen Anbindungspunkt an einer Karosserie des Fahrzeugs auszugleichen.

Durch die in den Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen der im Anspruch 1 angegebenen Ansaugleitung für eine Brennkraftmaschine bzw. der im Anspruch 9 angegebenen Brennkraftmaschine mit einer Ansaugleitung möglich.

Insbesondere ergibt sich eine einfache, leicht montierbare Ansaugleitung, bei der die Schalldämpfung mit optimaler Entkopplung und zugleich guter Montierbarkeit verwirklicht ist. In vorteilhafter Weise lässt sich eine gute Geräuschdämpfung des Gewebeschlauchs mit einer optimalen Montierbarkeit sowie einer Abkoppelfunktion eines Leitungsabschnitts aus Kunststoff über eine Klemmverbindung in Form eines Klemmbandes verwirklichen.

Zeichnung

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung vereinfacht dargestellt und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert.

Beschreibung des Ausführungsbeispieles

In der Zeichnung ist ein Ausschnitt einer erfindungsgemäßen Ansaugleitung 1 für eine Brennkraftmaschine, insbesondere für einen Kraftfahrzeugmotor, gezeigt. Die Ansaugleitung 1 weist einen ersten Leitungsabschnitt 4 aus Gewebe auf, an welchen sich endseitig zwei Leitungsabschnitte aus Kunststoff, ein zweiter Leitungsabschnitt 6 und ein dritter Leitungsabschnitt 7 anschließen. Bei dem ersten Leitungsabschnitt 4 handelt es sich um ein Gewebe, das in Form eines Gewebeschlauchs 4 ausgebildet ist. Derartige Gewebeschläuche 4 bestehen aus einem Drahtgeflecht, welches mit einem Kunststoff, insbesondere Polyester, überzogen ist. Der Gewebeschlauch 4 ist innen weich ausgestattet und weist dünne Fasern auf, welche jedoch keine Längenänderungen in Längsrichtung erlauben. Der Einsatz von Gewebeschläuchen 4 ist dem Fachmann als effiziente Maßnahme zur Geräuschdämpfung bekannt.

Wie in der Zeichnung links dargestellt ist, schließt sich an den Gewebeschlauch 4 an einer Seite 10 der zweite Leitungsabschnitt 6 an. Dieser führt von einen Anschlussbereich 9 zur Anbindung an den Gewebeschlauch 4 zu einem flanschförmig ausgebildeten Teil 12. Bei dem flanschförmigen Teil 12 handelt es sich beispielsweise um eine Ansauglufthutze, welche in üblicher Art und Weise an einen in der Zeichnung schraffiert angedeuteten Karosseriebereich 15 eines Fahrzeugs befestigt ist. An einer dem Flanschteil 12 gegenüberliegenden Seite 11 des Gewebeschlauchs 4 ist der dritte Leitungsabschnitt 7 vorgesehen, welcher von einem Anschlussbereich 9 weiter in einen Abschnitt in Form eines Faltenbalgs 14 übergeht. An den Faltenbalg 14 schließt sich ein etwa rohrförmiger Bereich 16 der Ansaugleitung 7 an, der bis zu einem nicht näher dargestellten Luftfilter der Brennkraftmaschine führt.

Erfindungsgemäß ist nun vorgesehen, den Leitungsabschnitt aus Gewebe 4 mit dem zweiten Leitungsabschnitt 6 bzw. mit dem dritten Leitungsabschnitt 7 über jeweils eine Klemmverbindung 20 zu verbinden. Die Klemmverbindung 20 ist beispielsweise in Form eines Klemmbandes 22 verwirklicht. Das Klemmband 22 weist an seiner Innenfläche 21 mehrere, nicht näher dargestellte Häkchen oder Zähne auf, welche in das Gewebe des Gewebeschlauchs 4 eingreifen. Über die Häkchen oder die Zähne erfolgt in Verbindung mit einer umfangsseitigen Verspannung des Klemmbandes 22 eine Anbindung bzw. Anpressung des Gewebeschlauchs 4 an den entsprechenden Leitungsabschnitt 6 bzw. 7 aus Kunststoff. Die Klemmverbindung 20 ist rohrschellenförmig ausgebildet, und kann z.B. über eine Rastverbindung 25 nach Art eines Kabelbinders eine umfangsseitige Verspannung einer Rohrschelle oder des dargestellten Klemmbandes 22 herbeiführen. Die umfangseitige Verspannung des Klemmbandes 22 führt dann zum radialen Verspannen des in den Gewebeschlauchs 4 zumindest teilweise eingeführten bzw. eingesteckten Leitungsabschnitts 6 bzw. 7 aus Kunststoff. Denkbar ist selbstverständlich jede Art einer Verbindung bzw. umfangsseitige Verspannung der Rohrschelle bzw. des Klemmbandes 22. Durch das umfangsseitige Verspannen eines Abschnitts 9 des Gewebeschlauchs 4 mit einem in diesen Abschnitt 9 zumindest teilweise eingeführten Leitungsabschnitt 6 und 7 aus Kunststoff ergibt sich eine dauerhafte, schwingungsresistente Verbindung beider Leitungsabschnitte 6 bzw. 7 mit dem Gewebeschlauch 4.

Der Faltenbalg 14 des dritten Leitungsabschnitts 7 aus Kunststoff erlaubt dabei eine Längenänderung der Ansaugleitung 1, so dass Motorbewegungen vom motorseitigen Anbringungspunkt der Ansaugleitung 1 am Luftfilter relativ zur Karosserie 15 des Fahrzeugs aufgenommen werden können. Durch den in der Ansaugleitung 1 integrierten Faltenbalg 14 ist die Ansaugleitung 1 flexibel und beweglich, wodurch neben der effektiven Schalldämpfung auch eine optimale Entkoppelung von Bewegungen der Brennkraftmaschine zur Fahrzeugkarosserie gegeben ist.

Bei den beiden Leitungsabschnitten 6 und 7 handelt es sich um Kunststoffteile, welche in sog. Kunststoffblastechnik herzustellen sind. Die Kunststoffblastechnik ermöglicht in einfacher Art und Weise die Ausbildung verschiedenster Formen sowie insbesondere die Ausbildung eines Faltenbalgs 14 sowie der Ansaughutze 12. Die erfindungsgemäße Klemmverbindung 20 mittels der Klemmbänder 22 ermöglicht dabei eine einfache Montage beider Leitungsabschnitte 6, 7 aus Kunststoff an den Gewebeschlauch 4, die überdies sicher hält und kostengünstig bereitzustellen ist. Die Klemmbänder 22 sind so geformt, dass sie sich im Gewebe des Gewebeschlauchs 4 verhaken können und so über die radiale Verspannung eine stabile Verbindung zu den Blasteilen 6,7 herstellen.


Anspruch[de]
Ansaugleitung für eine Brennkraftmaschine, mit zumindest einem Leitungsabschnitt aus Kunststoff und einem Leitungsabschnitt aus Gewebe, dadurch gekennzeichnet, dass zur Verbindung des Leitungsabschnitts (4) aus Gewebe mit dem zumindest einen Leitungsabschnitt (6; 7) aus Kunststoff eine Klemmverbindung (20) vorgesehen ist. Ansaugleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass an beiden Seiten (10, 11) des ersten Leitungsabschnitts (4) aus Gewebe jeweils die Klemmverbindung (20) vorgesehen ist, die eine Verbindung des ersten Leitungsabschnitts (4) aus Gewebe mit einem zweiten Leitungsabschnitt (6) aus Kunststoff und mit einem dritten Leitungsabschnitt (7) aus Kunststoff herstellt. Ansaugleitung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmverbindung (20) in Form eines Klemmbandes (22) ausgebildet ist. Ansaugleitung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Leitungsabschnitt (6; 7) in Kunststoffblastechnik als Blasteil hergestellt ist. Ansaugleitung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Leitungsabschnitt (6) aus Kunststoff die Form eines Ansaugflanschs (12) hat, der mit einer Karosserie (15) eines Fahrzeugs verbunden ist. Ansaugleitung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der dritte Leitungsabschnitt (7) aus Kunststoff einen in Form eines Faltenbalgs (14) ausgebildeten Abschnitt aufweist. Ansaugleitung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmband (22) Häkchen oder Zähne aufweist, welche in das Gewebe des Leitungsabschnitts (4) aus Gewebe eingreifen. Ansaugleitung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Klemmband (22) über eine Rastverbindung (25) eine radiale Verspannung herbeiführt. Brennkraftmaschine mit einer Ansaugleitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche.






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