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Dokumentenidentifikation DE102005049276A1 19.04.2007
Titel Kaminofen zur Luft- und/oder Wassererwärmung
Anmelder Wamsler Haus- und Küchentechnik GmbH, 85748 Garching, DE
Erfinder Buchecker, Leopold, Schlierbach, AT
Vertreter BOEHMERT & BOEHMERT, 28209 Bremen
DE-Anmeldedatum 14.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005049276
Offenlegungstag 19.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2007
IPC-Hauptklasse F24B 13/04(2006.01)A, F, I, 20051014, B, H, DE
Zusammenfassung Bei einem Kaminofen zur Luft- und/oder Wassererwärmung, der sowohl mit Scheiten als auch mit Pellets betreibbar ist, ist ein Brennraum, in den eine Luftzufuhr und ein Rauchabzug mündet, ein dem Brennraum zugeordneter Scheitrost zum Aufnehmen von in den Brennraum gelegten Scheiten und ein von dem Scheitrost separater Pelletrost zum Aufnehmen von dem Brennraum zuzuführenden Pellets vorgesehen, wobei der Pelletrost aus einer Ebene des Scheitrosts von dem Brennraum wegverlagert ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Kaminofen zur Luft- und/oder Wassererwärmung, der sowohl mit Scheiten, wie stückigem Brennholz, als auch mit sogenannten Pellets betrieben werden kann.

Unter Pellets können beispielsweise zylindrische Presslinge aus Holzspänen und Sägemehl verstanden werden. Aufgrund des hohen Brennwertes von Pellets im Vergleich zu Holzscheiten erfreuen sich Pelletöfen immer größerer Beliebtheit. Allerdings mangelt es den Pelletöfen an der Brennästhetik einer visuell offenen Feuerstelle, bei der lodernde Flammen und glühende Asche ein warmes Ambiente um den Kaminofen schaffen.

Aus der DE 102 54 565 B4 ist ein Kaminofen zur Raumbeheizung über Lufterwärmung beziehungsweise Konvektion bekannt. Der bekannte Kaminofen ist dabei derart ausgelegt, daß er sowohl mit Holzpellets als auch mit Holzscheiten als Brennstoff betrieben werden kann. Auf diese Weise werden sowohl ein hoher Wirkungsgrad bei der Pelletverbrennung als auch die gewünschte Brennungsästhetik bereitgestellt. Der Kaminofen ist mit einem den Brennstoff aufnehmenden Rost versehen, der durch manuelles Einlegen von Holz über eine geöffnete Kaminofenglastür oder über eine Pelletschneckenförderversorgung mit Pellets beschickt werden kann, die an der Rückseite des Kaminofens über ein Fallrohr auf den Rost fallen.

Bei dem bekannten Kaminofen besteht allerdings die Gefahr, daß sich im Scheitbetrieb des Kaminofens Pellets, die sich in dem Fallrohr in der Nähe des Brennraums befinden, aufgrund der in dem Brennraum herrschenden relativ großen Hitze selbst entzünden, wodurch es zu einer Verpuffung in dem Pelletvorratsbehälter oder zu einem unkontrollierbaren Außenbrand am Kaminofen kommen kann.

Diese Selbstentzündungsgefahr von Pellets längs des Versorgungsweges könnte zwar dadurch begegnet werden, daß der Bereich des Fallrohrs von primärer Frischluft vor dem Eintritt in den Brennraum umströmend gekühlt wird. Dies birgt allerdings einerseits eine komplexere Konstruktion zur Realisierung der Kühlströmung in sich, und andererseits wird der Wirkungsgrad des Kaminofens aufgrund der zumindest teilweisen Erwärmung der Primärluft und des hohen Primärluftverbrauchs reduziert.

Es ist Aufgabe der Erfindung, die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden, insbesondere einen Kaminofen zur Luft- und/oder Wassererwärmung bereitzustellen, der sowohl mit Scheiten als auch mit Pellets betreibbar ist und dessen Betriebssicherheit insbesondere hinsichtlich der Selbstentzündungsgefahr von Pellets auf dem Versorgungsweg verbessert sein soll, ohne die Luft- und/der Gasströmungen innerhalb des Kaminofens abändern zu müssen.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale von Patentanspruch 1 gelöst. Danach ist ein Kaminofen zur Luft- und/oder Wassererwärmung vorgesehen, der sowohl mit Scheiten als auch mit Pellets betreibbar ist und einen Brennraum, in den eine Luftzufuhr und ein Rauchabzug mündet, einen dem Brennraum zugeordneten Scheitrost zum Aufnehmen von in den Brennraum gelegten Scheiten und einen von dem Scheitrost separaten Pelletrost zum Aufnehmen von dem Brennraum zuzuführenden Pellets umfaßt, wobei der Pelletrost aus einer Ebene des Scheitrosts von dem Brennraum weg verlagert oder versetzt angeordnet ist.

Mit der erfindungsgemäßen Maßnahme, nunmehr zwei getrennte Roste vorzusehen, von denen der eine zur Aufnahme von Pellets und der andere zur Aufnahme von Holzscheiten dient, wobei der Pelletrost relativ zum Scheitrost versetzt ist, ist es möglich, den negativen Einfluß einer die Selbstzündung provozierenden Erwärmung durch den Brennraum des Scheitrosts konstruktiv auszuschließen, ohne den Leitungsverlauf für Primär-, Sekundärverbrennungsluft oder Rauchgas beeinträchtigen zu müssen.

Insbesondere mit der Maßnahme, den Pelletrost im Pelletbetrieb des Kaminofens in Höhenrichtung des Kaminofens unterhalb des Scheitrosts, d.h. in aufrechter Montageposition des Kaminofens betrachtet, zu versetzen, ist es möglich, eine Pelletversorgung bereitzustellen, die während des Scheitbetriebs des Kaminofens weit weniger stark der Wärmeentwicklung des Brennraums ausgesetzt ist.

Bei einer Weiterbildung der Erfindung mündet die Pelletzuführleitung in den Brennraum zwischen dem Scheitrost und dem Pelletrost, insbesondere unterhalb des Scheitrosts und insbesondere oberhalb des Pelletrosts.

Bei der bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist der Pelletrost zwischen einer aktiven Betriebsstellung und einer passiven Verstauungsstellung relativ zum Scheitrost verfahrbar. Hierfür kann eine Stelleinrichtung vorgesehen sein, die den Pelletrost im Pelletbetrieb des Kaminofens in die Verstauungsstellung von dem Brennraum weg verfährt. Vorzugsweise ist die Pelletzuführleitung im Scheitbetrieb des Kaminofens geschlossen. Hierzu kann ein Verschlußteil derart mit der Stelleinrichtung des Pelletrosts oder mit einer eigenen Stelleinrichtung gekoppelt sein, daß insbesondere beim Verfahren des Pelletrosts in dessen Verstauungsstellung die Pelletzuführleitung durch das Verschlußteil geschlossen wird, indem es durch die Stelleinrichtung von einer Verstauungsposition in eine Schutzposition bewegt wird.

Bei der bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist der Scheitrost mit einem Freiraum oder einer Aussparung für einen freien Zugang von dem Brennraum für die Scheite zu dem gegenüber dem Scheitrost abgesenkten Pelletrosts in dessen Betriebsstellung versehen. Der Freiraum kann im wesentlichen entsprechend den horizontalen Abmessungen des Pelletrosts dimensioniert sein. Der Freiraum ist im Scheitbetrieb insbesondere zur Bildung einer kontinuierlichen Scheitrostebene abgedeckt. Dabei kann bei einer Weiterbildung der Erfindung eine Schutzplatte derart verstellbar sein, insbesondere an dem Pelletrost befestigt sein, daß insbesondere in der Verstauungsstellung des Pelletrosts die Schutzplatte aus der Verstauungsposition in eine Schutzposition verfahrbar ist, um einen Zugang zum Freiraum durch die Schutzplatte insbesondere fluchtend mit dem Scheitrost zu versperren.

Bei der bevorzugten Ausbildung der Erfindung weist die Stelleinrichtung ein Schwenkwerk auf. Das Schwenkwert schwenkt den Pelletrost und/oder die Schutzplatte aus der Betriebsstellung in die Verstauungsstellung und umgekehrt, wobei in der Verstauungsstellung der Zugang von dem Brennraum des Scheitrosts zum Brennraum des Pelletrosts mechanisch gesperrt ist.

Vorzugsweise trägt ein topfförmiges schwenkbares Bauteil an dessen Öffnung den Pelletrost, so daß in der Verstauungsstellung der Pelletrost von dem Brennraum weg geschwenkt ist und eine Außenwand des Behälters im Wesentlichen mit der Ebene des Scheitrosts fluchtet, um eine thermische Barriere zum Brennraum des Scheitrosts zu bilden.

Vorzugsweise ist der Pelletrost um circa 180° aus dessen Betriebsstellung in dessen Verstauungsstellung und/oder zurück schwenkbar. In der Verstauungsstellung ist die Außenseite eines Bodenabschnitts des topfförmigen Bauteils dem Brennraum zur Bildung einer Barriere zum Pelletversorgungsmündung und einer im wesentlichen kontinuierlichen Scheitrostebene zugewandt.

Bei der bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist eine Schwenkachse des topfförmigen Bauteils bezüglich des Pelletrosts und der in der Verstauungsstellung im Wesentlichen mit der Ebene des Scheitrosts fluchtenden Außenwand des Bauteils derart exzentrisch angeordnet, daß die Außenwand in der Verstauungsstellung des Pelletrosts in Höhenrichtung des Kaminofens oberhalb der Position liegt, die der Pelletrost in dessen Betriebsstellung einnimmt.

Ein abhängiger oder unabhängiger Aspekt der Erfindung betrifft einen Kaminofen zur Luft- und/oder Wassererwärmung, der sowohl mit Scheiten als auch mit Pellets betreibbar ist. Der erfindungsgemäße Kaminofen umfaßt einen Brennraum, in den eine Luftzufuhr und ein Rauchabzug mündet, der eine oberhalb des Brennraums angeordnete Direktrauchgasableitung zum Verbinden des Brennraums mit einem Rauchgasausgang und eine Bypassrauchgasleitung aufweist, die sich von dem Brennraum zumindest teilweise in Höhenrichtung längs einer Kaminofenaußenwand erstreckt und anschließend mit dem Rauchgasausgang verbunden ist, wobei die Direktrauchgasableitung im Pelletbetrieb des Kaminofens gesperrt ist.

Bei der Weiterbildung der Erfindung umfaßt der Kaminofen eine Einrichtung zum Sperren der Direktrauchgasableitung. Dabei ist die Sperreinrichtung im Pelletbetrieb des Kaminofens aktiviert.

Vorzugsweise umfaßt die Sperreinrichtung ein Sperrglied, das mit der Stelleinrichtung derart gekoppelt ist, daß in der Betriebsstellung des Pelletrosts das Sperrglied in eine Sperrposition und in der Verstauungsstellung des Pelletrosts in eine die Direktrauchgasableitung sperrende Sperrposition gebracht ist.

Für einen einfachen Aufbau der Sperreinrichtung ist ein Hubmechanismus vorgesehen, der über ein Getriebe, insbesondere einen Exzenter, zum Umwandeln einer Dreh- oder Schwenkbewegung in eine Translationsbewegung mit einem Schwenkwerk der Stelleinrichtung gekoppelt ist.

Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist die Stelleinrichtung manuell betätigbar. Es ist klar, daß diese Einrichtung auch motorisch angetrieben sein kann. Bei einem manuellen Antrieb ist ein von der Hand zu betätigendes Betätigungsteil auf der Seite einer Kaminofentür angeordnet.

Weitere Vorteile, Eigenschaften und Merkmale der Erfindung werden durch die folgende Beschreibung der bevorzugten Ausführung anhand der beiliegenden Zeichnungen deutlich, in denen zeigen:

1 eine schematische Seitenquerschnittsansicht eines erfindungsgemäßen Kaminofens, der in einem Scheitbetrieb dargestellt ist;

2 eine schematische Seitenquerschnittsansicht des Kaminofens nach 1, der im Pelletbetrieb gezeigt ist; und

3 eine Detailansicht III gemäß 2, wobei die Verstauungsstellung des Pelletrosts gestrichelt und die Betriebsstellung des Pelletrosts mit einer durchgezogenen Linie dargestellt ist.

In den 1 bis 3 ist der erfindungsgemäße Kaminofen mit der Bezugsziffer 1 versehen. Der Kaminofen 1 umfaßt ein Traggestell 3, an dem eine schwenkbare Ofenglastür 5 an der Vorderseite 6 des Kaminofens 1 angelenkt ist. Über die geöffnete Ofenglastür 5 sind Holzscheite 7 in einen Brennraum oder Brennhauptraum 9 an der Vorderseite 6 des Kaminofens 1 einlegbar.

Der Brennhauptraum 9 wird seitlich durch eine der Rückseite 8 des Kaminofens 1 nahe Schamottplatte 11, durch die Ofentür 5, durch eine obere Umlenkplatte 13, die zur Horizontalrichtung H geneigt ist, und durch einen Haupt- oder Scheitrost 15 für Holzscheite 7 begrenzt.

Der Hauptrost 15 umfasst eine Gitterstruktur, damit Asche durch den Hauptrost 15 hindurch in eine Aschenlade 17 fallen kann.

An der Vorderseite 6 des Kaminofens 1 ist ein Primärluftschieber 19 vorgesehen, der je nach Öffnungsgrad einstellbar Primärluft B in einen Bereich unterhalb des Hauptrosts 15 einströmen lassen kann, wenn der Kaminofen 1 im Scheitbetrieb (1) ist.

An der Rückseite 8 des Kaminofens 1 ist ein Vorratsbehälter 21 für Holzpellets 23 vorgesehen. Der Vorratsbehälter 21 ist an ein zur Horizontalen H geneigtes Fallrohr 25 angeschlossen, das in einen Brennraum 27 für die Pelletverbrennung mündet. Pellets 23 werden über eine Förderschnecke 22 (3) von dem Behälterboden 24 zum Fallrohr 25 transportiert. Der Pelletbrennraum 27 ist durch einen gegenüber dem Hauptrost 15 in Vertikalrichtung V nach unten, von dem Brennhauptraum 9 versetzten Pelletrost 29 begrenzt, der eine Gitterstruktur aufweist, durch den verbrannte Pelletasche in die Aschenlade 17 fallen kann.

Wie aus den 1 und 3 ersichtlich ist, befindet sich der Pelletrost 29 in Vertikalrichtung V unterhalb des Scheitrosts 15, wobei das Fallrohr 25 in Vertikalrichtung V zwischen dem Hauptrost 15 und dem Pelletrost 29, also unterhalb des Hauptrosts 15 und oberhalb des Pelletrosts 29, mündet.

Im Pelletbetrieb wird die Primärluftzuführung über das rückseitige Eingangsrohr 30 definiert, die unterhalb des Pelletsrosts 29 mündet.

An der Oberseite des Kaminofens 1 ist ein Rauchgasausgang 33 vorgesehen, der mit dem Brennraum 9, 27 des Kaminofens 1 über eine Direktrauchgasableitung 34 (1) oder über eine wesentlich längere Bypassrauchgasleitung 35 (siehe 2) verbunden ist.

Die beiden Gasleitungen 34, 35 werden sich ausschließlich betrieben. Im Holzscheitbetrieb, wie er in 1 dargestellt ist, ist ein Sperrventil 41 in einer offenen Stellung dargestellt, so daß Verbrennungsluft an der Umlenkplatte 13 vorbei aus dem Brennhauptraum 9 an dem Sperrglied 41 vorbei in die Direktrauchgasableitung 34 gelangt und über den Rauchausgang 33 abgezogen werden kann, was in 1 durch die Pfeillinie O angedeutet ist.

Im Pelletbetrieb, der in 2 dargestellt ist, befindet sich das Sperrglied 41 in einer geschlossenen Position, so daß eine fluidale Verbindung zwischen dem Brennhauptraum 9 und der Direktrauchgasableitung 34 gesperrt ist. Die Verbrennungsgase nehmen aufgrund der Sperrung den Weg der Bypassrauchgasleitung 35, wobei die Rauchgasabströmung längs der Bypassrauchgasleitung (35) durch einen nicht dargestellten Ventilator betrieben wird. Der Weg längs der Bypassrauchgasleitung 35 ist durch eine Verbindung von dem Brennhauptraum 9 hin zur Oberseite und zu der Vorderseite 6 des Kaminofens 1 definiert. Zur maximalen Abgabe von Wärme an die Umgebung strömt Verbrennungsgas (P) längs der vorderseitigen (6) Außenwand des Kaminofens 1 entlang zum Boden 37 des Kaminofens 1. Dort wird das Verbrennungsgas (P) in horizontaler Richtung H umgelenkt, um zur Rückseite 8 des Kaminofens 1 zu gelangen. An der Rückseite 8 wird das Verbrennungsgas (P) wiederum längs der Außenwand der Rückseite 8 in Vertikalrichtung V nach oben umgelenkt, um zum Rauchausgang 33 zu gelangen. Der Verbrennungsweg beim Pelletbetrieb des Kaminofens 1 ist durch die Pfeillinie P (2) angedeutet.

Wie in der Detailansicht gemäß 3 ersichtlich ist, ist der Pelletrost 29 Teil einer topfförmigen Struktur 43. Diese Struktur 43 ist an einer Schwenkachse S schwenkbar gelagert, so daß ein Wandabschnitt, insbesondere der Boden 45, der topfförmigen Struktur 43 von einer passiven Verstauungsposition in eine einen Freiraum 51 (siehe 2) im Scheitrost 15 schließende Position geschwenkt werden kann, was in 3 durch die gestrichelte Darstellung der geschwenkten Struktur 43' angedeutet sein soll. In der geschlossenen Position der Struktur 43 ist das Fallrohr 25 von dem Brennhauptraum 9 durch den Boden 45 thermisch und mechanisch isoliert.

Im Scheitbetrieb (1) ist also der Freiraum 51 geschlossen, so daß der Bereich des Fallrohrs 25 von dem Brennhauptraum 9 weitestgehend thermisch unbeeinflußt ist.

Im Pelletbetrieb (2) wird der Boden 45 der topfförmigen Struktur 43 aus der den Freiraum 51 bedeckenden Stellung geschwenkt, und der Pelletrost 29 wird in eine Stellung geschwenkt, in der Pellets 23 aus dem Vorratsbehälter 21 aufnehmbar sind. Durch einen auf Höhe des Pelletrosts 29 befindlichen Zünder 47 werden Pellets 23 angefeuert.

Um die topfförmige Struktur 43 mit dem Pelletrost 29 zu verschwenken, ist ein Schwenkwerk 49 in dem Kaminofen 1 untergebracht, das ein Betätigungselement 59 in Form eines Sechskantkopfes oder einer Imbusnut 55 vorsieht, über die Schwenkkräfte von einer Handkurbel (nicht näher dargestellt) einer Welle 63 mitgeteilt werden können. Auf das Betätigungselement 59 kann über die Vorderseite 6 des Kaminofens 1 zugegriffen werden.

An der Welle 63 sind sowohl die topfförmige Struktur 43 als auch ein Exenterteil 57 befestigt, das eine translatorische Verlagerung einer mit dem Sperrglied gekoppelten Stellstange 61 bewirkt, um das Sperrglied 41 in eine offene Stellung für den Scheitbetrieb bzw. geschlossene Stellung für den Pelletbetrieb anzuheben bzw. abzusenken. Dabei nimmt das Sperrglied 41 die offene Stellung ein, wenn der Freiraum 51 durch den Boden 45 der topfförmigen Struktur 43 geschlossen wird. Zudem öffnet das Sperrglied 41, wenn der Freiraum 51 von dem Boden 45 freigegeben wird und der Pelletrost 29 in dessen Betriebsstellung gebracht ist.

Die in der vorstehenden Beschreibung, den Figuren und Ansprüchen offenbarten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Realisierung der Erfindung in den verschiedenen Ausgestaltungen von Bedeutung sein.

1
Kaminofen
3
Traggestell
5
Ofenglastür
6
Vorderseite
7
Holzscheite
8
Rückseite
9
Brennhauptraum
11
Schamottplatte
13
Umlenkplatte
15
Hauptrost
17
Aschenlade
19
Primärluftschieber
21
Vorratsbehälter
22
Förderschnecke
23
Holzpellets
25
Fallrohr
27
Brennraum für Pellets
29
Pelletrost
30
Eingangsrohr
33
Rauchausgang
34
Direktrauchgasableitung
35
Bypassrauchgasleitung
37
Boden
41
Sperrglied
43
topfförmige Struktur
45
Boden
47
Zünder
49
Schwenkwerk
51
Freiraum
55
Sechskantkopf
57
Exenterteil
59
Betätigungselement
61
Stellstange
63
Welle
B
Primärluft
P, O
Pfeillinie
S
Schwenkachse
V
Vertikal- oder Höhenrichtung
H
Horizontalrichtung


Anspruch[de]
Kaminofen zur Luft- und/oder Wassererwärmung, der sowohl mit Scheiten als auch mit Pellets betreibbar ist, umfassend einen Brennraum (9), in den eine Luftzufuhr und ein Rauchabzug (33) mündet, einen dem Brennraum (9) zugeordneten Scheitrost (15) zum Aufnehmen von in den Brennraum (9) gelegten Scheiten und einen von dem Scheitrost (15) separaten Pelletrost (29) zum Aufnehmen von dem Brennraum (9) zuzuführenden Pellets, wobei der Pelletrost (29) aus einer Ebene des Scheitrosts (15) von dem Brennraum (9) weg versetzt angeordnet ist. Kaminofen nach Anspruch 1, bei dem im Pelletbetrieb des Kaminofens (1) der Pelletrost (29) in Höhenrichtung des Kaminofens (1) unterhalb des Scheitrosts (15) verlagert ist. Kaminofen nach Anspruch 1 oder 2, umfassend eine Pelletversorgung mit einer Pelletzuführleitung, die zwischen dem Scheitrost (15) und dem Pelletrost (29), insbesondere unterhalb des Scheitrosts (15) und insbesondere oberhalb des Pelletrosts (29), in den Brennraum mündet. Kaminofen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, bei dem der Pelletrost (29) zwischen einer aktiven Betriebstellung und einer passiven Verstauungsstellung relativ zum Scheitrost (15) verfahrbar ist. Kaminofen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, bei dem eine Stelleinrichtung den Pelletrost (29) im Pelletbetrieb des Kaminofens (1) in die Verstauungsstellung von dem Brennraum (9) weg verfährt. Kaminofen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei dem eine Pelletzuführleitung einer Pelletversorgung im Scheitbetrieb des Kaminofens (1) geschlossen ist. Kaminofen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei dem eine Stelleinrichtung mit einem Verschlußteil derart gekoppelt ist, daß insbesondere beim Verfahren des Pelletrosts (29) in dessen Verstauungsstellung die Pelletzuführleitung durch das Verschlußteil geschlossen wird. Kaminofen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, bei dem der Scheitrost mit einem Freiraum (51) für einen freien Zugang von dem Brennraum (9) zu dem Pelletrost (29) versehen ist, wobei der Freiraum (51) im Scheitbetrieb insbesondere zur Bildung einer kontinuierlichen Scheitrostebene abgedeckt ist. Kaminofen nach einem der Ansprüche 4 bis 8, bei dem eine Schutzplatte derart an dem Pelletrost (29) befestigt ist, daß in der Verstauungsstellung des Pelletrosts die Schutzplatte aus einer Verstauungsposition in eine Schutzposition verfahren ist, um den Zugang durch die Schutzplatte insbesondere fluchtend mit dem Scheitrost (15) zu schließen. Kaminofen nach einem der Ansprüche 4 bis 9, bei dem die Stelleinrichtung ein Schwenkwerk (49) aufweist, das den Pelletrost (29) und/oder die Schutzplatte von der Betriebsstellung in die Verstauungsstellung und/oder umgekehrt schwenkt. Kaminofen nach einem der Ansprüche 4 bis 10, bei dem ein topfförmiges schwenkbares Bauteil an dessen Öffnung den Pelletrost (29) derart trägt, daß in der Verstauungsstellung der Pelletrost (29) von dem Brennraum (9) weg geschwenkt ist und eine Außenwand des Behälters im wesentlichen mit der Ebene des Scheitrosts (15) fluchtet. Kaminofen nach einem der Ansprüche 4 bis 11, bei dem der Pelletrost (29) um ca. 180° aus dessen Betriebstellung in dessen Verstauungsstellung und/oder zurück schwenkbar ist, in welcher die Außenseite eines Bodenabschnitts des topfförmigen Bauteils dem Brennraum vorzugsweise zur Bildung einer im wesentlichen kontinuierlichen Scheitrostebene zugewandt ist. Kaminofen nach Anspruch 11 oder 12, bei dem eine Schwenkachse (S) des topfförmigen Bauteils bezüglich des Pelletrosts (29) und der in der Verstauungsstellung im wesentlichen mit der Ebene des Scheitrosts (15) fluchtenden Außenwand des Bauteils derart exzentrisch angeordnet ist, daß die Außenwand in der Verstauungsstellung des Pelletrosts (29) in Höhenrichtung des Kaminofens oberhalb der Position liegt, die der Pelletrost (29) in dessen Betriebstellung einnimmt. Kaminofen, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 13, zur Luft- und/oder Wassererwärmung, der sowohl mit Scheiten als auch mit Pellets betreibbar ist, umfassend einen Brennraum (9), in den eine Luftzufuhr und ein Rauchabzug mündet, der eine oberhalb des Brennraums (9) angeordnete Direktrauchgasableitung (34) zum Verbinden des Brennraums (9) mit einem Rauchgasausgang (33) und eine Bypassrauchgasleitung (35) aufweist, die sich von dem Brennraum (9) zumindest teilweise in Höhenrichtung längs einer Kaminofenaußenwand erstreckt und anschließend mit dem Rauchgasausgang (33) verbunden ist, wobei die Direktrauchgasableitung (34) im Pelletbetrieb des Kaminofens (1) gesperrt ist. Kaminofen nach Anspruch 14, umfassend eine Einrichtung zum Sperren der Direktrauchgasableitung (34), wobei die Sperreinrichtung im Pelletbetrieb aktiviert ist. Kaminofen nach Anspruch 15, bei dem die Sperreinrichtung ein Sperrglied (41) umfaßt, das mit der Stelleinrichtung derart gekoppelt ist, daß in der Betriebstellung des Pelletrosts (29) das Sperrglied (41) in eine Sperrposition und in der Verstauungsstellung des Pelletrosts (29) in eine die Direktrauchgasableitung (34) freigebende Durchlaßposition gebracht ist. Kaminofen nach Anspruch 15 oder 16, bei dem die Sperreinrichtung einen Hubmechanismus aufweist, der über ein Getriebe, insbesondere einen Exzenter (57), zum Umwandeln einer Dreh- oder Schwenkbewegung in einer Translationsbewegung mit einem Schwenkwerk (49) der Stelleinrichtung gekoppelt ist. Kaminofen nach einem der Ansprüche 5 bis 17, bei dem die Stelleinrichtung manuell betätigbar ist und ein Betätigungsteil auf der Seite einer Kaminofentür aufweist.






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