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Dokumentenidentifikation DE102005049741A1 19.04.2007
Titel Balkonaufzug
Anmelder Derer, Andreas, Dipl.-Ing. (FH), 73765 Neuhausen, DE
Erfinder Derer, Andreas, Dipl.-Ing. (FH), 73765 Neuhausen, DE
DE-Anmeldedatum 18.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005049741
Offenlegungstag 19.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2007
IPC-Hauptklasse B66B 9/00(2006.01)A, F, I, 20051018, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B66B 11/00(2006.01)A, L, I, 20051018, B, H, DE   E04F 19/00(2006.01)A, L, I, 20051018, B, H, DE   E04B 1/00(2006.01)A, L, I, 20051018, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung ist ein Außenaufzug für Neubauten und für Altbauten, insbesondere für zweigeschossige Zweifamilienhäuser. Sie dient dazu, den Bewohnern der Obergeschosswohnung einen bequemen Zugang zum Garten zu verschaffen, ohne dass die Bewohner im Erdgeschoss nennenswert gestört sind. Sie dient aber auch dazu, gehbehinderten Personen, insbesondere Rollstuhlfahrern zu helfen, problemlos in die Obergeschosswohnung zu kommen, und auch dazu, Lasten in die Obergeschosswohnung zu befördern. Die Erfindung besteht aus einer an der Hauswand befestigten senkrechten Laufschiene mit einem senkrechten Schlitz, in und an der sich ein zweiteiliger Wagen befindet und bewegt. Der Wagen ist mit einem geeigneten Verbindungsmittel mit dem Fahrkorb kraftschlüssig, aber lösbar verbunden. Der Fahrkorb besteht lediglich aus einer Plattform und aus einem Brüstungsgeländer. Der Balkonaufzug ist so konstruiert, dass er von jedem gängigen Antriebsgerät angetrieben werden kann.

Beschreibung[de]

Die Erfindung ist ein Außenaufzug, insbesondere für zweigeschossige-Zweifamilienhäuser. Im Mehrgeschossbau geht man davon aus, dass ab dem vierten Geschoss ein Aufzug unentbehrlich ist. Neuerdings sogar ab dem dritten Geschoss. In solchen Gebäuden grenzen mehrere Wohnungen an ein Treppenhaus mit Aufzug, so dass neben den Anschaffungskosten auch die Überwachungs- und Instandhaltungskosten auf mehrere Nutzer umgelegt werden können. Nicht so beim zweigeschossigen Haus.

Hier wird sich der im Erdgeschoss Wohnende kaum an den Aufzugskosten beteiligen wollen. Für das zweigeschossige Zweifamilienhaus besteht also diesbezüglich auf dem Aufzugsmarkt eine Lücke. Ein Schrägaufzug im Bereich der Treppe wird nicht allen Wünschen gerecht.

Ziel der Erfindung ist deshalb ein einfacher, kostengünstiger Aufzug, der für den Einzelnutzer bezahlbar ist, der keinen wertvollen Wohnraum beansprucht und der auch andere Hausbewohner nicht beeinträchtigt Er sollte auch für Altbauten eingesetz werden können. Weil ein Privataufzug nicht oft benutzt wird, ist es auch wünschenswert, dass er in Ruhestellung auch einem anderen Zweck dienen kann.

Erreicht ist das Ziel durch eine Balkonlösung, bei der der Aufzug im Obergeschoss einen Balkon anfährt und dann in Ruhestellung Teil eines vorhan denen Balkons ist. Ist kein Balkon vorhanden, kann er vor einer Wandöffnung als Balkon genutzt werden. Im Erdgeschoß soll sich der Aufzug nur während des Aus- und Einsteigens aufhalten. Die Balkonlösung eignet sich sowohl für Neubauten, als auch für Altbauten. Ein Konstruktionsbeispiel zeigen die . Es ist nachfolgend beschrieben.

Eine Laufschiene (4), ein rechteckiges Hohlprofil, ist an der Außenwand eines Wohnhauses senkrecht so angebracht, dass sie an einem bestehenden Balkon in einem festgelegten Abstand seitlich vorbeiführt, 1 + 2, Die Laufschiene (4) hat einen senkrechten Schlitz (5), 16. In und an der Laufschiene (4) befindet sich ein Wagen (6). Der Wagen (6) besteht aus einem Wagenteil (7) und aus einem Wagenteil (8) Die Wagenteile (7) und (8) sind mit je vier Wagenrädern (9) auf zwei Achsen (10) ausgestattet. Die beiden Wagenteile (7) und (8) sind mittels zwei und vier Gewindebolzen mit Muttern (11) miteinander verbunden, 34. Zieht man die Muttern an, werden die Wagenräder (9) der Wagenteile (7) und (8) gegeneinander an die Wandung der Laufschiene (4) gedrückt. Mit den Muttern kann der Druck und damit die Haftung der Wagenräder (9) erhöht werden.

Wird der Wagen (6) von einem mitfahrenden Elektromotor angetrieben, dann haben die Wagenteile (7) und (8) in der Mitte zusätzlich zwei Keilriemenräder (12), 56, über die der Antrieb vom Elektromotor zum Wagenteil (8) und von dort von Achse zu Achse mittels Keilriemen erfolgt. In diesem Fall sind die Wagenteile (7) und (8) aus Montagegründen senkrecht zweigeteilt, 6. Sie werden nach der Montage mit Pressfuge zusammengefügt und von Gewindebolzen zusammengehalten.

In manchen Fällen sind die Wagenräder (9) Zahnräder und die Fahrbahnen der Wagenräder (9) mit Zahnleisten belegt.

Der Fahrkorb (1) des Aufzugs besteht aus einer Plattform (2) und einem Brüstungsgeländer (3), 1 + 2. Er ist mit dem Wagen (6) mit einem geeigneten Verbindungsmittel (13) kraftschlüssig aber lösbar verbunden, 1. Der Fahrkorb (1) ist so konstruiert, dass er, wenn er am betreffenden Balkon hält, Teil dieses Balkons ist und dass er, wenn er an einer Wandöffnung hält, vor dieser Wandöffnung als Balkon dient.


Anspruch[de]
Balkonaufzug

für den privaten Transport von Personen und Lasten von Geschoss zu Geschoss, in der Regel außen vom Erdgeschoss zum Obergeschoss.

gekennzeichnet dadurch,

dass der Fahrkorb (1) des Aufzugs so konstruirt ist, dass er in der Ruhestellung/Parkstellung Teil des betreffenden Balkons/Terrasse ist, und dass er, wenn kein Balkon vorhanden ist, in Ruhestellung vor einer Wandöffnung als Balkon dienen kann,

dass der Fahrkorb (1) aus einer Plattform (2) und aus einem Brüstungsgeländer (3) besteht,

dass eine senkrechte Laufschiene (4), die in der Regel ein rechteckige Hohlprofil mit einem senkrechten Schlitz (5) ist, so angeordnet ist, dass sie, wenn der Fahrkorb (1) zu einem Balkon fährt, der Fahrkorbmitte gegenüber steht und dass sie, wenn der Fahrkorb (1) zu einer Wandöffnung fährt, seitlich dieser Wandöffnung angeordnet ist,

dass sich in und an der Laufschiene (4) ein zweiteiliger Wagen (6) bestehend aus einem Wagenteil (7) und aus einem Wagenteil (8) befindet, die kraftschlüssig miteinander verbunden sind, zum Beispiel durch den Schlitz (5) hindurch,

dass jeder der beiden Wagenteile (7) und (8) mit mindestens zwei Wagenrädern (9) ausgestattet ist, wenn der Aufzug extern angetrieben wird, zum Beispiel hydraulisch, oder per Seilzug,

dass jeder der beiden Wagenteile (7) und (8) in der Regel vier Wagenräder (9) auf zwei Achsen (10) hat, wenn der Aufzug intern angetrieben wird, zum Beispiel von einem mitfahrenden Elektromotor,

dass sich die beiden Wagenteile (7) und (8) an verschiedenen Wänden der Laufschiene (4), jedoch gegenüberliegend befinden,

dass jeder der beiden Wagenteile (7) und (8) im Bereich des Schlitzes (5), in der Regel in der Mitte, zwei nebeneinander liegende Antriebsräder (12), zum Beispiel Keilriemenräder hat, wenn der Aufzug intern von einem mitfahrenden Motor angetrieben wird,

dass die Achsen (10) der Wagenteile (7) und (8) mit einem bekannten Kraftübertragungsmittel, zum Beispiel mittels Keilriemen, miteinander verbunden sind,

dass der Wagen (6) mit dem Fahrkorb (1) mit einem geeigneten Verbindungsmittel (13) kraftschlüssig aber lösbar verbunden ist,

dass mindestens eine der Achsen des Wagens (7) mit einem bekannten Kraftübertragungsmittel, zum Beispiel mittels Keilriemen mit einem mitfahrenden Motor verbunden ist,

dass in manchen Fällen die Fahrbahnen der Wagenräder (9) mit Zahnleisten versehen sind und die Wagenräder (9) Zahnräder sind,

dass die Achsen (10) am Wagenteil (8) an ihren Enden Führungsringe (14) haben und

dass der Wagen (6) oben eine Aufhängevorrichtung für ein Seil, zum Beispiel eine Öse, und unten eine Anschlussvorrichtung für einen Hydraulikkolben, zum Beispiel eine Platte hat.






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