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Dokumentenidentifikation DE102005050559A1 19.04.2007
Titel Obstpflücker
Anmelder Bräuer, Friedwald, 01259 Dresden, DE
Erfinder Bräuer, Friedwald, 01259 Dresden, DE
DE-Anmeldedatum 17.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005050559
Offenlegungstag 19.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2007
IPC-Hauptklasse A01D 46/247(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A01D 46/24(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung beschreibt einen Obstpflücker, bestehend aus einem Pflückring mit Rückhaltevorrichtung, Fangsack und Haltestiel. Durch die erfindungsgemäß beschriebene Rückhaltevorrichtung wird das zu pflückende Obst im inneren Bereich des Fangsacks so zurückgehalten, dass der Pflückvorgang dem natürlichen Pflücken von Obst mit den Händen weitestgehend entspricht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Obstpflücker, der aus Pflückring, Fangsack und Haltestiel besteht.

Derartige Obstpflücker sind weithin für das Pflücken von Stielobst wie Apfel oder Birne bekannt.

Am gebräuchlichsten ist hierbei eine Ausführung die charakteristisch durch eine grobe

Es ist jedem Obstpflücker bekannt, dass diese Ausführung besonders bei hohen Bäumen nur unzufriedenstellend funktioniert, da sich nicht nur das Ästchen, an dem der zu pflückende Apfel hängt, sondern auch störendes Nebengeäst zwischen die Zacken begibt und durch Stoß- und Drehbewegung meist mehrere benachbarte Äpfel unkontrolliert vom Baum fallen, bevor der anvisierte Apfel in den Auffangsack gelangt.

Bereits in der Offenlegungsschrift zur Publikation DE 2951013 wird die vorliegende Problematik ausführlich beschrieben.

Mit dieser Erfindung wird eine Lösung auf sehr einfache Art vorgestellt.

Der Kerngedanke der Erfindung besteht darin, dass man wie mit herkömmlichen Geräten den Obstpflücker auf den zu pflückenden Apfel oder Birne zubewegt, der Apfel aber "gefangen" ist sobald er in den Pflückring eingetaucht ist.

Nun genügt eine leichte Zugbewegung, meist reicht das Eigengewicht des Obstpflückers, um den Apfel vom fruchttragenden Gezweig zu lösen. Da die Natur am Ende eines Apfel- oder Birnenstiels eine "Sollbruchstelle" eingebaut hat, ist sogar gewährleistet, dass weder Apfel noch Apfelstiel beschädigt werden und der Pflückvorgang dem natürlichen Pflücken des Obstes mit den Händen weitestgehend entspricht.

Die technische Realisierung des Erfindungskerngedankens kann auf unterschiedliche Art erfolgen.

Denkbar ist ein aus Kunststoff gefertigter Ring mit abgewinkelten Kunststoffformteilen, welche die Ringöffnung so verschließen, dass zum Beispiel ein Apfel bereits durch sein Eigengewicht eintaucht, aber durch die arretierende Funktion der Verschlußelemente nicht wieder herausgezogen werden kann.

In dem der Erfindung beigefügten Ausführungsbeispiel wird der Ring aus Federstahl gefertigt.

Die Rückhalteeinrichtung wird durch 5 Formfedern gebildet.

Der Auffangsack weist als Besonderheit eine Öffnung zur Entnahme der Äpfel auf, die mit einer Kordelschnur leicht geöffnet und verschlossen werden kann.

Die Haltestange und die Befestigungsart des Pflückringes an der Haltestange stellt keine technische Neuereung dar, so dass auf eine detaillierte Beschreibung verzichtet wird.

Ein nützlicher Nebeneffekt der Erfindung besteht darin, dass die Haltestange annähernd lotrecht zum zu pflückenden Obst geführt wird und damit die maximale Pflückhöhe erreicht wird. Mit bisherigen Pflückern erreicht man mit gleichen Haltestangen nur eine geringere Pflückhöhe, bedingt durch die erforderliche schräge Führung des Pflückers.

Wird der Obstpflücker wie im Ausführungsbeispiel vorwiegend aus Metallelementen gefertigt, so ist das Zurückschnappen der Rückhalteformfedern durch ein leises "Klicken" hörbar, so dass akustisch signalisiert wird, wann die Obstfrucht z.B. Apfel eingefangen ist und mit der Bewegung des Obstpflückers in Richtung Erdboden der Apfel gepflückt werden kann.

Mit den 1 bis 10 wird ein Ausführungsbeispiel dargestellt.

Es zeigen:

1: Obstpflücker in gesamtperspektivischer Darstellung in Arbeitsstellung

2: perspektivische Darstellung des Pflückrings mit Rückhalteelementen

3: Schnittdarstellung Pflückring im Bereich eines Rückhalteelementes

4: perspektivische Darstellung des Rückhalteelementes 7

5: perspektivische Darstellung der Drehformfeder 10

6: perspektivische Darstellung eines Rundmaterialringes 5 und 6 des Pflückringes

7: Kunststoffformteil zur Verbindung der beiden Rundmaterialringe 5 und 6 in Vorder- und Seitenansicht

8: perspektivische Seitenansicht des Pflückringes im Bereich zweier Rückhalteelemente

9: Eintauchprinzip des zu pflückenden Apfels

10: "gefangener Apfel" wird gepflückt

1
Haltestange z.B. handelsübliche Teleskopstangen
2
Formstück zur Befestigung des Pflückers an Haltestangen je nach Art der Haltestange mit oder ohne Gelenk möglich
3
Pflückring
4
Fangsack
5
oberer Rundmaterialring des Pflückringes (Federstahl)
6
unterer Rundmaterialring des Pflückringes (Federstahl)
7
Rückhalteelemente (Federstahl)
8
Einpreßöffnung in Formstück 2
9
Anschlußausführung Formstück 2 je nach verwendeter Haltestange (Beispiel Konusausführung ohne Gelenk)
10
Drehformfeder
11
Anlageschenkel des Rückhalteelements
12
Abrundung am Ende der Rückhaltevorrichtung
13
Anlageschenkel der Drehformfeder
14
Quersteg der Drehformfeder
15
Schenkel des Rundmaterialringes
16
Kunststoffformteil
17
Durchgangsloch für Aufnahme des oberen Rundmaterialringes 5
18
Öffnung zur Aufnahme des unteren Rundmaterialringes 6
19
Öffnung zur Befestigung des Fangsackes durch ein Schlaufenband
20
oberer Rand des Fangsackes mit Schlaufe
21
Schnellverschluß für Kordel
22
Kordel
23
Bewegungsrichtung des Apfels beim Heranführen des Obstpflückers
24
Bewegungsrichtung der Rückhalteelemente nach vollständigem "Eintauchen" des Apfels
25
Bewegungsrichtung des Obstpflückers beim "Pflücken"


Anspruch[de]
Obstpflücker, bestehend aus Pflückring, Fangsack und Haltestiel, dadurch gekennzeichnet, dass der am Ende des Haltestiels befestigte Pflückring, an dem der Fangsack befestigt ist, mit einer Rückhaltevorrichtung versehen ist. Obstpflücker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhaltevorrichtung derart am Pflückring befestigt ist, dass den in Richtung Fangsack einlandenden Obst nur ein geringer Widerstand entgegen wirkt, eine rückwärtige Bewegung aus den Fangsack heraus aber nicht möglich ist. Obstpflücker nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhaltevorrichtung federnd gelagert ist, bei der "Eintauchbewegung" des Obstes nachgibt und wenn das Obst die Rückhaltevorrichtung passiert hat, durch die Federkraft in die Ausgangslage zurückgeht und die gewünschte Sperrvorrichtung darstellt. Obstpflücker nach Anspruch 1 bis 3 , dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhaltevorrichtung so stabil ausgeführt ist, dass Obst z.B. ein Apfel oder eine Birne, welches durch die Rückhaltevorrichtung hindurch bereits ins Innere des Fangsacks gelangt ist, bei einer Zugbewegung des Obstpflückers (Pflückbewegung) vom Ast abgerissen (gepflückt) wird. Obstpflücker nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Fangsack sich zur Entnahme des gepflückten Obstes durch bekannte Verschlußmechanismen wie Kordelschnur oder Reißverschluß leicht öffnen läßt. Obstpflücker nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Pflückring aus zwei gleichen aus Rundmaterial geformten Ringen besteht, wobei am oberen Ring die Rückhaltevorrichtung, bestehend aus mehreren Einzelrückhalteelementen, befestigt ist. Der untere Ring dient als Anschlag zum Arretieren der Rückhalteelemente und zur Befestigung des Fangsackes. Obstpflücker nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Rundmaterialringe, die den Pflückring bilden, mittels Kunststoffformteilen verbunden werden. Obstpflücker nach Anspruch 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstellung der Rückhalteelemente durch eine kleine Drehformfeder bewirkt wird.






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