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Dokumentenidentifikation DE10222058B4 19.04.2007
Titel Einrichtung und Verfahren zum Aussondern von Bogen am Ausleger einer Druckmaschine
Anmelder Koenig & Bauer AG, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Zimmermann, Hans, Dipl.-Ing. (FH), 01855 Sebnitz, DE;
Großmann, Karsten, Dipl.-Ing., 01689 Weinböhla, DE
DE-Anmeldedatum 17.05.2002
DE-Aktenzeichen 10222058
Offenlegungstag 04.12.2003
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2007
IPC-Hauptklasse B65H 29/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65H 29/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B65H 29/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B65H 29/60(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B65H 29/62(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Aussondern von Bogen am Ausleger einer Druckmaschine nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie ein Verfahren zum Aussondern von Bogen im Ausleger einer Druckmaschine gemäß Patentanspruch 17.

Die in Druckmaschinen verarbeiteten Bogen werden nach Abschluss der Druck- und Veredlungsvorgänge von einem umlaufenden Fördersystems dem Auslagestapel zugeführt und auf diesem abgestapelt. Um die Druckqualität beurteilen zu können, müssen einzelne Bogen (Probebogen) aus dem normalen Bogenweg herausgeführt und auf einer Zwischenablage abgelegt werden. Von dort kann der Bediener die sogenannten Probebogen entnehmen und auf einem außerhalb der Maschine befindlichen Messplatz einer Bewertung unterziehen. Nach dem Neueinrichten der Maschine z.B. infolge eines Druckauftragswechsels oder bei Wiederanfahren nach einem Maschinenstillstand entstehen Druckbogen, die nicht die gewünschte Qualität aufweisen und als Makulaturbogen bezeichnet werden. Die in Form einer Bogenfolge anfallenden Makulaturbogen müssen ebenso wie einzelne Probebogen aus dem Produktsstrom ausgeschleust und separat abgelegt werden.

Es ist bekannt, in Auslegern mit umlaufenden Greifersystemen zur Aussonderung einzelner Bogen umlaufende Saugbänder vorzusehen. Die Bogen werden bei derartigen Vorrichtungen im Greiferschluss in Richtung Auslagestapel gefördert, wobei die Bogenvorderkante geführt ist. Durch Verstellung der Geiferöffnungskurve wird bewirkt, dass der Bogen gegenüber dem Freigabezeitpunkt zur Ablageebene auf dem Auslagestapel verzögert freigegeben wird. Bei weggeschwenkten oder versenkten Vorderkantenanschlägen gelangt der Bogen in den Erfassungsbereich der Saugbänder, welche ihn aus dem Auslagestapel herausfördern. Eine derartige Vorrichtung ist z.B. in der DE 195 19 374 A1 dargestellt, die zudem die Anordnung einer herausziehbaren, innerhalb des Maschinengestells staubaren Bogenablage offenbart.

Aus der DE 100 49 181 A1 ist eine Vorrichtung zur Aussonderung von Probe- und Fehlerbogen mit einer Aussonderungseinrichtung in Form eines umlaufenden Saugbandes bekannt, bei der der ausgeschleuste Bogen von einem Auffangbehälter, welcher zwischen einer Arbeitsposition und einer Parkstellung verlagerbar ist, aufgenommen wird. Der Auffangbehälter kann aus seiner Arbeitsposition an der Stirnseite des Auslegers über eine Vertikalführung senkrecht nach oben und mittels einer mit der Vertikalführung zusammenwirkenden Horizontalführung in Richtung der Druckwerke verschoben werden, bis er seine Parkposition oberhalb des Auslegers erreicht.

Die dargestellten Vorrichtungen haben gemeinsam, dass der Bogen auf der Bogenunterseite von stationären Saugbändern ergriffen und in der letzten Phase des Ausschleusvorganges von diesen aus dem Auslagestapel herausgeschoben wird.

Das kann bei großformatigen Bogen, die insbesondere, wenn sie aus dünnen Bedruckstoffen bestehen, zum Ausknicken oder zur Faltenbildung neigen, zu Problemen führen.

Bei der Einrichtung gemäß der DE 41 38 280 A1 ist neben dem Auslagekettenkreis für die Bogenablage ein separater Auslagekettenkreis für die Bogenaussonderung vorgesehen, von dem auszusondernde Bogen mit Hilfe einer Transporteinrichtung abgenommen werden und an einen Messtisch übergebbar sind. Der Messtisch ist beabstandet zu dem Auslagestapel angeordnet. Die Transporteinrichtung besteht aus zwei miteinander zusammenwirkenden Transportsystemen und weist eine Ablageplatte zur Aufnahme der Bogen während des Transportes auf. Zum Fixieren der Bogenvorderkante ist eine Greiferbrücke in Form einer Saugleiste vorgesehen. Nachteilig an dieser Einrichtung sind der hohe maschinenbauliche Aufwand und die Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Bedienperson. Die Einrichtung gemäß der DE 41 38 280 A1 ist zudem nicht zur Aussonderung einer Folge von Makulaturbogen geeignet.

Ausgehend von den Nachteilen des Standes der Technik ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Einrichtung und ein Verfahren zum Aussondern von Einzelbogen oder einer Bogenfolge zu schaffen, die die funktionssichere Entnahme von großformatigen Druckbogen ermöglichen, ohne die Bewegungsfreiheit der Bedienperson einzuschränken.

Diese Aufgabe wird durch die Lehre von Anspruch 1 gelöst, indem horizontal verschiebbar angeordnete Führungen zur Lagerung einer Greiferbrücke vorgesehen sind, in denen die Greiferbrücke und eine Auflagefläche für die Aufnahme der Bogen unabhängig voneinander verschiebbar angeordnet sind, sowie durch ein Verfahren nach der Lehre von Patentanspruch 17.

Die vorliegende Erfindung hat den Vorteil, dass sie sich sowohl für die Probebogenentnahme, als auch die Aussonderung einer Folge von Makulaturbogen eignet und die Aussonderung der Bogen unabhängig von der Geschicklichkeit des Bedieners erfolgen kann. Die Entnahme einzelner Bogen oder einer Bogenfolge kann automatisch ablaufen. Die zu entnehmenden Bogen werden weitgehend beschädigungsfrei aus dem Produktfluss ausgeschleust, was insbesondere für die Entnahme von Probebogen von Bedeutung ist. Da die Bogen während des Ausschleusvorganges an der Vorderkante geführt werden, ist die Funktionssicherheit der Vorrichtung und des Verfahrens zum Aussondern von Bogen weitgehend von der Art des Bedruckstoffs, insbesondere seiner Biegesteifigkeit unabhängig. Das Aussondern der an der Vorderkante fixierten Einzelbogen oder einer Bogenfolge erfolgt mit hoher Geschwindigkeit, wodurch der Stapelbildungsprozess der nachfolgenden auf dem Auslegerstapel abgelegten Bogen kaum beeinträchtigt wird.

Die vorliegende Erfindung eignet sich demzufolge besonders für den Einsatz in schnelllaufenden, großformatigen Druckmaschinen.

Wenn sich die Führungen in der Parkposition befinden, somit also aus dem zwischen Auslagestapel und Ablageebene gebildeten Zwischenraum herausgeschoben sind, steht dem Bediener im Bereich des Auslegers ein uneingeschränkter Arbeitsraum zur Verfügung.

Anhand eines Ausführungsbeispiels soll die nachfolgende Erfindung näher erläutert werden. In den dazugehörigen Zeichnungen zeigt

1 eine Seitenansicht der Einrichtung zum Aussondern von Bogen, bei der sich die Führungen in der Parkposition befinden und

2 eine Seitenansicht der Einrichtung zum Aussondern von Bogen, bei der sich die Führungen in der Bogenübergabeposition befinden.

3 bis 9 zeigen in schematischer Darstellung Verfahrensschritte zur Ablage von Pro bebogen auf einem Bedienpult und

10 bis 11 in schematischer Darstellung Verfahrensschritte zur Ablage von Bogen auf einem Makulaturstapel.

Im schematisch in 1 angedeuteten Ausleger einer Druckmaschine werden bedruckte Bogen 1 an den Vorderkanten von einem Greifersystem, das einem sich über die Formatbreite erstreckenden Greiferwagen zugeordnet ist, fixiert. Die Greiferwagen sind Bestandteil eines umlaufenden Kettenfördersystems 12 und transportieren die Bogen 1 bis über den Auslagestapel 6, wo sie freigegeben und auf dem Auslagestapel 6 abgelegt werden. Vom Auslagestapel 6 beabstandet ist eine Ablageebene 7 angeordnet. Die Ablageebene 7 ist ein Flächenbereich, in dem aus dem Förderweg zum Auslagestapel 6 ausgesonderte Bogen 1 ablegbar sind. Bei den ausgesonderten Bogen 1 handelt es sich um Probebogen, die zum Zwecke der Qualitätsbewertung auf dem Weg zum Auslagestapel 6 ausgeschleust wurden oder um Makulaturbogen, die mindere Qualität aufweisen und nicht mit den ordnungsgemäß bedruckten Bogen 1 im Auslagestapel vermengt werden sollen.

Der Abstand zwischen der Ablageebene 7 und dem Auslagestapel 6 ist so gewählt, dass eine Bedienperson ausreichend Platz zur Vornahme der am Ausleger durchzuführenden Bedienhandlungen hat. Bei dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel ist in der Ablageebene 7 ein Messtisch bzw. ein Bedienpult angeordnet. Auf der dem Ausleger abgewandten Seite der Ablageebene 7 befindet sich der Makulaturstapel 9. Alternativ zu dieser Ausführungsform kann der Makulaturstapel auch in der Ablageebene 7 angeordnet sein. Messtisch oder Bedienpult weisen an ihrer Oberseite eine gegenüber der Horizontalen geneigte Bogenablagefläche 10 auf, die zum Zwecke der Bogenablage in die Horizontale schwenkbar ist. Zum Transport eines einzelnen oder mehrerer Bogen 1 vom Auslagestapel 6 zu dem in der Ablageebene 7 angeordneten Bedienpult oder dem Makulaturstapel 9 ist eine Transporteinrichtung vorgesehen, die eine Greiferbrücke 2 mit auf dieser angeordneten Greifern 3, eine Auflagefläche 4 und Führungen 5.1, 5.2 umfasst. Mit den auf der Greiferbrücke 2 angeordneten Greifern 3 ist die Bogenvorderkante der auszusondernden Bogen 1 fixierbar. Als Greifer 3 können aus zwei Zangengreiferhälften 3.1, 3.2 aufgebaute Zangengreifer, Greifer 3 mit durchgehender Greiferaufschlagleiste oder mit Saugluft arbeitende Greifer 3 vorgesehen sein. Die Auflagefläche 4 dient der Aufnahme eines einzelnen oder mehrerer Bogen 1 und stützt diese auf ihrer Unterseite während des Transportvorgangs zu dem Bedienpult oder dem Makulaturstapel 9 ab. Sie kann die Form einer ebenen, aus einem aus elastischen Material bestehenden Platte aufweisen oder aus miteinander verbundenen Stäben oder Rollen gebildet sein.

Zur Führung der Auflagefläche 4 und der Greiferbrücke 2 sind Führungen 5.1, 5.2 vorgesehen, in denen die Auflagefläche 4 und die Greiferbrücke 2 unabhängig voneinander verschiebbar und antreibbar angeordnet sind. Die Führung 5.1 ist der Auflagefläche 4 und die Führung 5.2 der Greiferbrücke 2 zugeordnet. Beide Führungen 5.1, 5.2 sind derart gelagert, dass sie einzeln oder gemeinsam zwischen einer Bogenübernahmeposition und einer Parkposition verschiebbar sind.

In der in 2 dargestellten Bogenübernahmeposition sind die Führungen 5.1, 5.2 bis unmittelbar an den Auslagestapel 6 heran verschoben, so dass die auf den Auslagestapel 6 geförderten Bogen 1 durch die auf der geführten Greiferbrücke 2 angeordneten Greifer 3 fixierbar sind, deren Erfassungsbereich sich im Bereich der Vorderkanten der auf den Auslagestapel 6 geförderten Bogen 1 befindet.

In der Parkposition sind die Führungen 5.1, 5.2 außerhalb des zwischen dem Auslagestapel 6 und der Ablageebene 7 gebildeten Zwischenraums angeordnet und erstrecken sich über den Bereich der Ablageebene 7 und des Makulaturstapels 9.

In dieser Stellung können die Greiferbrücke 2 und die Auflagefläche 4 im geführten Zustand zum Zweck der Bogenablage bis in den Bereich der Ablageebene 7 und über den Makulaturstapels 9 bewegt werden.

Als Führungen 5.1, 5.2 sind zwischen je zwei, in festem Abstand zueinander angeordneten Rädern umlaufende Ketten oder Riemen vorgesehen. Zur Abstützung der Ketten oder Riemen können diesen weitere Führungselemente zugeordnet sein. Bei der bevorzugten Ausführung werden durch die Ketten oder Riemen zugleich Antrieb und Führung bewirkt. Zur Führung können auch durchgehende Schienensysteme vorgesehen sein. Alternativ ist es möglich, Gewindespindeln einzusetzen.

Zur verschiebbaren Lagerung der Führungen 5.1, 5.2 sind ortsfeste Führungsschienen 8 oder Gewindespindeln vorgesehen. Die ortsfesten Führungsschienen 8 können mit dem Bedienpult oder Messtisch eine Baueinheit bilden, so dass die Führungen 5.1, 5,2 über Bedienpult oder Messtisch hinausragen. Bei einer anderen Variante, wie in den 1 und 2 dargestellt, sind sie unterhalb des Bedienraumes in den Boden eingelassen. Die Führungen 5.1, 5.2 erstrecken sich längs der Transportrichtung immer über zwei angrenzende Bereiche. Das heißt, dass sie sich Parkposition über das Bedienpult und den Makulaturstapel 9 und in der Bogenübergabeposition über das Bedienpult und den zwischen Bedienpult und Ausleger gebildeten Zwischenraum erstrecken.

Nachfolgend soll die Wirkungsweise der Erfindung für den Fall der Ablage eines Probebogens auf der Bogenablagefläche 10 eines in der Ablageebene 7 angeordneten Bedienpults beschrieben werden.

Die Führungen 5.1, 5.2 befinden sich zunächst in der Parkposition außerhalb des zwischen Auslagestapel 6 und Ablageebene 7 gebildeten Zwischenraumes, wie in 3 dargestellt. Sie erstrecken sich über den Bereich des Makulaturstapels 9 und der Ablageebene 7. Die Auflagefläche 4 und die Greiferbrücke 2 sind oberhalb des Makulaturstapels 9 geparkt. Zur Aussonderung eines Probebogens werden die Führungen 5.1, 5.2 in Richtung Auslagestapel 6 verschoben, wie in 4 dargestellt. Zeitgleich damit oder unmittelbar danach erfolgt eine Verschiebung der Auflagefläche 4 und der Greiferbrücke 2 in den Führungen 5.1, 5.2 in Richtung Auslagestapel 6. Die Bewegung der Auflagefläche 4 wird beendet, wenn sich diese unmittelbar neben dem Auslagestapel befindet. Die Greiferbrücke 2 wird mit den an ihr angeordneten Greifern 3 solange verschoben, bis die geöffneten Zangengreiferhälften 3.1, 3.2 in den Bereich der Bogenvorderkanten der auf den Auslagestapel 6 geförderten Bogen 1 hineinragen. Die geöffneten Zangengreiferhälften 3.1, 3.2 verbleiben in dieser Position bis sich ein Bogen 1 im Erfassungsbereich der Zangengreiferhälften 3.1, 3.2 befindet und zwischen den sich schließenden Zangengreiferhälften 3.1, 3.2 fixiert wird. Oberhalb der Greifer 3 fahren anschließend über den Auslagestapel 6 Hilfsstapelträger ein, auf denen sich die nachfolgen 1 Bogen ablegen. Die Hilfsstapelträger sind in den Figuren nicht dargestellt, da sie nicht erfindungswesentlich sind. Die Hinterkantenanschläge, die dem Ausrichten der abgestapelten Bogen 1 dienen, werden weggeschwenkt, wodurch der Bogen 1 stirnseitig aus dem Ausleger aussonderbar ist.

Zum Aussondern des Bogens 1 fährt die Greiferbrücke 2 gemäß 5 mit dem fixierten Bogen 1 in Richtung Bedienpult, bis sich der Bogen 1 über der Auflagefläche 4 befindet. Die Auflagefläche 4 wird beginnend von dem Zeitpunkt, zu dem sich der Bogen 1 über der Auflagefläche 4 befindet, synchron zur Greiferbrücke 2 verschoben (6).

Wenn der Bogen 1 das Bedienpult erreicht hat, erfasst die Saugleiste 11 das Bogenende, danach erfolgt eine Verschiebung der Auflagefläche 4 in die Parkposition über dem Makulaturstapel 9 (7). Mit dem Öffnen der Zangengreiferhälften 3.1, 3.2 wird der Bogen 1 auf die in die Horizontale geschwenkte Bogenauflagefläche 10 des Bedienpults abgelegt. Alternativ dazu kann die Bewegung der Auflagefläche 4 auch gestoppt werden, bevor diese die Ablageebene 7 erreicht. Die sich weiter bewegenden Greiferbrücke 2 zieht dann den Bogen 1 von der Auflagefläche 4 wodurch der Bogen 1 nach Öffnung der Greifer 3 auf der Bogenauflagefläche 10 abgelegt wird. Anschließend wird die Auflagefläche 4 in die Parkposition verschoben.

Anschließend fahren die Greiferbrücke 2 und die Führungen 5 in die Parkposition über den Makulaturstapel 9 zurück und die Saugleiste 11 gibt den Bogen 1 frei.

Der Bogen 1 schwenkt mit der Bogenablagefläche 10 auf das Bedienpult (8 und 9). Die Ablage von Makulaturbogen auf dem Makulaturstapel 9 läuft ähnlich wie die Probebogenentnahme gemäß den in den 3 bis 5 dargestellten Schritten ab.

Abweichend von der Probebogenentnahme werden jedoch mehrere Bogen 1 zwischen den Zangengreiferhälften 3.1, 3.2 abgelegt und von der Greiferbrücke 2 aus dem Auslagestapel 6 herausgezogen. Gemäß 10 fahren die Greiferbrücke 2 und die Auflagefläche 4 mit aufgelegtem Bogen in Richtung Makulaturstapel 9. Vor Erreichen desselben wird die Auflagefläche 4 angehalten, während die Greiferbrücke 2 mit den Bogen 1 weiterfährt, bis sich die Bogen 1 über dem Makulaturstapel 9 befinden. Mit Öffnung der Zangengreiferhälften 3.1, 3.2 werden die Bogen 1 auf dem Makulaturstapel 9 abgelegt.

1
Bogen
2
Greiferbrücke
3
Greifer
3.1
Zangengreiferhälfte
3.2
Zangengreiferhälfte
4
Auflagefläche
5.1
Führungen
5.2
Führungen
6
Auslagestapel
7
Ablageebene
8
Führungsschienen
9
Makulaturstapel
10
Bogenablagefläche
11
Saugleiste
12
Kettenfördersystem


Anspruch[de]
Einrichtung zum Aussondern von Bogen am Ausleger einer Druckmaschine mit einem Fördersystem zur Ablage von Bogen auf einem Auslagestapel und einer Transporteinrichtung, mit der die Bogen bis zu einer beabstandet von dem Auslagestapel angeordneten Ablageebene förderbar sind, wobei die Transporteinrichtung eine in Führungen geführte Auflagefläche zur Aufnahme der Bogen und eine Einrichtung zum Fixieren der Bogen umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungen (5.1, 5.2) horizontal verschiebbar angeordnet sind und als Einrichtung zum Fixieren der Bogen (1) eine Greiferbrücke (2) vorgesehen ist, die in den Führungen (5.1, 5.2) führbar gelagert ist und die Auflagefläche (4) und die Greiferbrücke (2) unabhängig voneinander verschiebbar angeordnet sind. Einrichtung zum Aussondern von Bogen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungen (5.1, 5.2) zwischen einer Bogenübernahmeposition, in der die auf den Auslagestapel (6) geförderten Bogen (1) durch die Greiferbrücke (2) fixierbar sind, und einer Parkposition, in der sich die Führungen (5) außerhalb eines zwischen dem Auslagestapel (6) und der Ablageebene (7) Zwischenraums befinden, verschiebbar sind. Einrichtung zum Aussondern von Bogen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Führungen (5.1, 5.2) zwischen je zwei in festem Abstand zueinander angeordneten Umlenkrädern umlaufende Ketten oder Zahnriemen vorgesehen sind. Einrichtung zum Aussondern von Bogen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Führungen (5.2, 5.2) Gewindespindeln vorgesehen sind. Einrichtung zum Aussondern von Bogen nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass ortsfeste Führungsschienen (8) zur verschiebbaren Lagerung der Führungen (5.1, 5.2) vorgesehen sind. Einrichtung zum Aussondern von Bogen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ablageebene (7) ein Messtisch oder ein Bedienpult angeordnet ist, auf dem die Bogen (1) ablegbar sind. Einrichtung zum Aussondern von Bogen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschienen (8) mit dem Messtisch oder dem Bedienpult eine Baueinheit bilden. Einrichtung zum Aussondern von Bogen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ablageebene (7) ein Makulaturstapel angeordnet ist, auf dem die Bogen (1) ablegbar sind. Einrichtung zum Aussondern von Bogen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass auf der dem Auslagestapel (6) abgewandten Seite des Messtisches oder Bedienpults ein Makulaturstapel (9) vorgesehen ist und die Führungen (5) in Richtung Makulaturstapel (9) derart verschiebbar sind, dass die in der geführten Greiferbrücke (2) fixierten Bogen (1) bis über den Makulaturstapel (9) förderbar sind. Einrichtung zum Aussondern von Bogen nach Anspruch 6, 7 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Messtisch oder das Bedienpult auf der Oberseite eine gegenüber der Horizontalen geneigte Bogenablagefläche (10) aufweist, die zum Zwecke der Bogenablage in die Horizontale schwenkbar ist. Einrichtung zum Aussondern von Bogen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Greiferbrücke (2) quer zur Bogenförderrichtung beabstandet voneinander angeordnete Zangengreifer umfasst. Einrichtung zum Aussondern von Bogen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine in den Führungen (5.1, 5.2) geführte Saugleiste (11) zur Fixierung des Bogenendes vorgesehen ist. Einrichtung zum Aussondern von Bogen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche (4) unterhalb der Greiferbrücke (2) führbar angeordnet ist. Einrichtung zum Aussondern von Bogen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Auflagefläche (4) eine ebene Platte vorgesehen ist. Einrichtung zum Aussondern von Bogen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Auflagefläche (4) miteinander verbundene Stäbe oder Rollen vorgesehen sind. Einrichtung zum Aussondern von Bogen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagefläche (4) aus einem elastischen Material besteht. Verfahren zum Aussondern von Bogen unter Verwendung einer Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei

– die Führungen (5.1, 5.2) aus einer Parkposition außerhalb des zwischen dem Auslagestapel (6) und der Ablageebene (7) gebildeten Zwischenraums in Richtung Auslagestapel (6) verschoben werden,

– die Greiferbrücke (2) mit dieser zugeordneten Greifern (3) in Richtung Auslagestapel (6) verschoben wird, bis sich der Erfassungsbereich der Greifer (3) im Bereich der Vorderkanten der auf den Auslagestapel (6) geförderten Bogen (1) befindet,

– die Greifer (3) mindestens einen Bogen (1) erfassen,

– die Auflagefläche (4) bis unmittelbar neben den Auslagestapel (6) verschoben wird,

– die Greiferbrücke (2) mit mindestens einem fixierten Bogen (1) verschoben wird, bis sich der mindestens eine Bogen (1) über der Ablageebene (7) befindet,

– die Auflagefläche (4) beginnend mit dem Zeitpunkt, zu dem sich der Bogen (1) über der Auflagefläche (4) befindet, synchron zur Greiferbrücke (2) verschoben wird,

– die Bewegung der Auflagefläche (4) gestoppt wird, bevor der mindestens eine Bogen (1) die Ablageebene (7) erreicht oder die Auflagefläche (4) über den Bereich der Ablageebene (7) hinaus verschoben wird,

– das Ablegen des mindestens einen Bogens (1) auf der Ablageebeneebene (7) durch Öffnen der Greifer (3) erfolgt,

– die Führungen (5.1, 5.2) in die Parkposition verschoben werden.
Verfahren nach Anspruch 17, wobei in der Ablageebene (7) ein Bedienpult angeordnet ist, dass eine schwenkbar angeordnete Bogenablagefläche (10) zur Aufnahme von Bogen (1) umfasst und die Bogenablagefläche (10) vor Eintreffen des mindestens einen Bogens (1) in die Horizontale geschwenkt wird, und nach Ablegen des mindestens einen Bogens in die gegenüber der Horizontalen geneigte Ausgangsposition zurückgeschwenkt wird.






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