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Dokumentenidentifikation DE19752342B4 19.04.2007
Titel Schutzeinrichtung an Druckmaschinen
Anmelder Koenig & Bauer AG, 97080 Würzburg, DE
Erfinder Techert, Andreas, Dipl.-Ing. (FH), 01640 Coswig, DE;
Pscheidl, Michael, Dipl.-Ing., 01809 Heidenau, DE
DE-Anmeldedatum 26.11.1997
DE-Aktenzeichen 19752342
Offenlegungstag 27.05.1999
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 19.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2007
IPC-Hauptklasse B41F 13/42(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16P 1/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B41F 35/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schutzeinrichtung an Druckmaschinen für eine durch einen Zylinder und eine dem Zylinder zugeordnete Einrichtung, beispielsweise eine Zylinderreinigungseinrichtung, gebildete Gefahrenstelle.

Es ist eine Schutzeinrichtung für eine durch einen Zylinder und eine Einrichtung gebildete Gefahrenstelle bekannt (DE 295 05 373 U1 die vor der dem Zylinder vorgeordneten Einrichtung angeordnet ist und somit die Gefahrenstelle verdeckt. Bei Wartungsarbeiten an der Einrichtung wird die Schutzeinrichtung weggeklappt und die Druckmaschine vermittels eines Schalters stillgesetzt. Die Wartung der Einrichtung erfolgt in der Druckmaschine.

Nachteilig ist dabei, daß bei Wartungsarbeiten an der Einrichtung die Druckmaschine stillgesetzt werden muß und somit hohe Stillstandszeiten entstehen, die die Maschinenauslastung verschlechtern.

Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Schutzeinrichtung zur Sicherung einer durch einen Zylinder und eine zugeordnete Einrichtung gebildeten Gefahrenstelle, die eine Wartung der Einrichtung oder eine Wartung der Einrichtung außerhalb der Druckmaschine ohne Maschinenstillstand und ohne Minderung der Schutzfunktion der Schutzeinrichtung zuläßt.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch den Patentanspruch gelöst. In den Unteransprüchen sind zweckmäßige Ausgestaltungen aufgeführt.

Die erfindungsgemäße Lösung wird nachfolgend an einem Ausführungsbeispiel näher beschrieben.

Die Zeichnung zeigt einen Zylinder mit zugeordneter Einrichtung in aktiver und inaktiver Stellung.

In der Zeichnung ist ein Zylinder 1, der in Verbindung mit einer Einrichtung 2 eine Gefahrenstelle 10 bildet, dargestellt; Zylinder 1 und Einrichtung 2 sind Teil einer Druckmaschine.

Die Gefahrenstelle 10 ist identisch mit der Einwirkstelle der Einrichtung 2 auf den Zylinder 1. Die Gefahrenstelle/Einwirkstelle muß zum Schutz des Bedienpersonals im Betriebszustand der Einrichtung 2 (aktive Stellung) und im Nichtbetriebszustand (inaktive Stellung) zuverlässig gegen Eingriffe des Bedienpersonals geschützt sein und trotzdem die Einwirkung der Einrichtung 2 auf den Zylinder 1 gestatten.

Die Einrichtung 2 ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als Zylinderreinigungseinrichtung ausgebildet und enthält im wesentlichen ein Andrückelement 3, welches in und entgegen der Zylinderrichtung (durch Doppelpfeil angedeutet) bewegbar ist und zwei Waschtuchrollen 4; 5 aufweist, wobei das Waschtuch 6 von der ersten Waschtuchrolle 4 über das Andruckelement 3 zur zweiten Waschtuchrolle 5 geführt wird.

Die Einrichtung 2 ist aus der Druckmaschine entnehmbar und kann damit außerhalb der Druckmaschine gewartet werden. Zum Zwecke der Entnehmbarkeit ist die Zylinderreinigungseinrichtung mit einem Einhängeelement 9 ausgestattet, welches mit einem Aufnahmeelement 11 in der Druckmaschine korrespondiert.

Zwischen der Einrichtung 2 und dem Zylinder 1 ist eine Schutzeinrichtung 7; 8 angeordnet. Die Schutzeinrichtung 7; 8 besteht aus zwei Teilen, wobei beide Teile ortsveränderlich, d.h. im Ausführungsbeispielsfall verschwenkbar angeordnet sind; es ist auch möglich, nur ein Teil ortsveränderlich schwenkbar auszubilden.

Die Schutzeinrichtung ist in eine erste Position – gestrichelte Darstellung – verbringbar. In dieser Position ist die Einrichtung 2 in einer inaktiven Stellung oder befindet sich zu Wartungszwecken außerhalb der Druckmaschine.

Das Verbringen in diese Position erfolgt durch die Kraft der Federn 12, 13, die als in den Schwenkpunkten der Schutzeinrichtung angeordnete Drehstabfedern ausgebildet sind.

Es ist erkennbar, daß eine Bedienperson die Gefahrenstelle nicht erreichen kann und damit vor einer Gefahr geschützt ist. In dieser ersten Position ist die Schutzeinrichtung durch den Schalter 14 gesichert, d.h., bei einem Bewegen der Schutzeinrichtung durch das Bedienpersonal wird die Druckmaschine stillgesetzt.

Die Schutzeinrichtung 7; 8 ist in eine Position – Vollinien-Darstellung – verbringbar. In dieser Position ist die Einrichtung 2 eingesetzt und damit in der aktiven Stellung. Durch das Einsetzen werden die Teile der Schutzeinrichtung 7; 8 in Richtung des Zylinders gedrückt und damit ist die Wirkstelle 10 von der Einrichtung 2 erreichbar. Gleichzeitig wird der Schalter 14 unwirksam geschaltet.

Auch in dieser Position ist die Gefahrenstelle vom Bedienpersonal nicht erreichbar.

1
Zylinder
2
Einrichtung
3
Andrückelement
4
Erste Waschtuchrolle
5
Zweite Waschtuchrolle
6
Waschtuch
7; 8
Schutzeinrichtung
7
erster Teil
8
zweiter Teil
9
Einhängeelement
10
Gefahrenstelle
11
Aufnahmeelement
12
Erste Feder
13
Zweite Feder
14
Schalter


Anspruch[de]
Schutzeinrichtung an Druckmaschinen für eine durch einen Zylinder und einer dem Zylinder zugeordnete Einrichtung gebildete, sich über die Zylinderbreite erstreckende Gefahrenstelle, ausgebildet als eine zweiteilige, zwischen der Einrichtung (2) und dem Zylinder (1) angeordnete Schutzeinrichtung (7; 8), bei der mindestens ein Teil (7 oder 8) der Schutzeinrichtung (7; 8) ortsveränderlich ausgebildet und einem bei ungesicherter Gefahrenstelle die Druckmaschine stillsetzenden Schalter (14) zugeordnet ist, wobei die Schutzeinrichtung (7; 8) bei Außerbetriebnahme oder Entfernung der Einrichtung (2) in eine die Gefahrenstelle (10) sichernde und bei Inbetriebnahme oder Einsetzen der Einrichtung (2) die Gefahrenstelle (10) sichernde sowie die Wirkstelle zwischen Zylinder (1) und Einrichtung (2) freigebende Stellung bringbar ist. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der ortsveränderliche Teil (7 und/oder 8) schwenkbar ausgebildet ist. Schutzeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ortsveränderung des Teiles (7 und/oder 8) der Schutzeinrichtung (7; 8) bei der inaktiven Stellung der Einrichtung (2) durch Federn (12; 13) belastet und die Ortsveränderung bei der aktiven Stellung der Einrichtung (2) mit dem Einsetzen/Inbetriebnahme der Einrichtung (2) gekoppelt ist.






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