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Dokumentenidentifikation DE202006018434U1 19.04.2007
Titel Schüttlerhilfsvorrichtung
Anmelder Schütte, Thomas, 48488 Emsbüren, DE
Vertreter Dr. Hoffmeister & Tarvenkorn, 48147 Münster
DE-Aktenzeichen 202006018434
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 19.04.2007
Registration date 15.03.2007
Application date from patent application 04.12.2006
IPC-Hauptklasse A01F 12/32(2006.01)A, F, I, 20061204, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schüttlerhilfsvorrichtung zur Befestigung an einem rückwärtigen Ende eines Mähdrescher-Schüttlers, mit wenigstens einem Paar lösbar miteinander verbundener Einspannelemente, zwischen denen mehrere Zinkenelemente einspannbar sind.

Bei einem Mähdrescher gelangt das Erntegut zur Abscheidung, wo die restlichen Körner vom Stroh getrennt werden. Hier werden die restlichen Körner und nicht vollständig ausgedroschene Ähren vom Stroh getrennt. Die Abscheidung erfolgt meist über einen sogenannten Schüttler. Das Stroh folgt den ansteigend verlaufenden Schüttlern während Körner und nicht vollständig ausgedroschene Ähren werden vom Stroh getrennt und fallen durch kleine Löcher in den Horden auf das Reinigungssieb.

Es hat sich gezeigt, dass die Leistungsfähigkeit des Schüttlers die Leistung des Mähdreschers und damit auch dessen Fahrgeschwindigkeit begrenzt. Um die Übergabe des Strohs von einem Schüttler auf den nächsten zu beschleunigen und dabei zugleich mehr Restkorn vom Stroh zu separieren, sind Zinkenelemente vorgeschlagen worden, die – in Transportrichtung gesehen – am Ende des Schüttlers angebracht sind. Diese sind am Schüttler eingespannt und dann an einer Knickstelle nach oben gebogen. In der Praxis hat sich gezeigt, dass die aus einem Rundstab gebildeten und geknickten Zinkenelemente zur Seite gedreht werden. Um eine Verdrehsicherheit innerhalb der Aufnahme der Zinkenelemente zu bewirken, muss an der Einspannstelle eine formschlüssige Verbindung hergestellt werden, beispielsweise durch Anfeilen des Stabes im Einspannungsbereich oder durch Anschweißen von Zusatzkörpern. Hinzu kommt, dass die Festigkeit des Zinkenelements durch die einmal vorgenommene plastische Verformung an der Knickstelle gemindert ist, sofern die Zinkenelemente nicht durch aufwendige Wärmebehandlungsverfahren nachbehandelt worden sind. Es kommt somit vermehrt zu einem Bruch der Zinkenelemente im Bereich der Knickstelle.

Aufgabe der Erfindung ist es somit, einen Schüttler mit Zinkenelementen so zu verbessern, dass die Zinkenelemente als Verbrauchsartikel kostengünstiger zu fertigen sind und im Betrieb eine größere Standzeit haben.

Erfindungsgemäß wird hierzu vorgeschlagen, die Zinkenelemente aus einem geraden stabförmigen Profilabschnitt zu bilden und sie zwischen zwei Einspannelementen zu befestigen, wobei zwischen den Einspannelementen eine Einspannebene ausgebildet ist, die in einem spitzen Winkel in Bezug auf eine Förderebene des Schüttlers ausgerichtet ist.

Dadurch, dass die Einspannstellen schräg ausgerichtet sind, können die Zinkenelemente selbst aus einem stabförmigen Halbzeug, insbesondere aus einem Federstahl mit rundem Querschnitt, hergestellt werden. Hierzu braucht lediglich die benötigte Länge vom Halbzeug abgelängt zu werden. Da eine plastische Verformung nicht mehr notwendig ist, können entsprechend gehärtete Halbzeuge oder Stähle höherer Festigkeit verwendet werden. Bei der Montage ist keine Ausrichtung der Zinkenelemente mehr notwendig. Da alle Zinkenelemente zwangsweise innerhalb der Einspannebene angeordnet sind, ist ein Rotieren der Zinkenelemente um die Einspannstelle ausgeschlossen.

Vorzugsweise sind die Einspannelemente aus einem Werkstoff gebildet, der relativ zum Werkstoff, aus dem die Zinkenelemente gebildet sind, weicher ist. Beispielsweise kann wenigstens eines der Einspannelemente aus einem Kunststoff oder aus Aluminium gebildet sein, sodass durch plastische Verformung an der Einspannstelle eine besonders wirksame Klemmung der Zinkenelemente bewirkt wird. Die Einspannelemente sind vorzugsweise miteinander über Schrauben verbunden.

Um Durchbiegungen der Einspannelemente über die Breite des Schüttlers zu vermeiden, können Aussteifungsprofile vorgesehen sein, beispielsweise Winkelprofile, die entweder jedes Einspannelement für sich abstützen oder die das Paket aus einem Paar miteinander verschraubten Einspannelemente und den zwischenliegenden Zinkenelementen zweiachsig aussteifen.

Die Erfindung wird mit Bezug auf die Figuren näher erläutert. Die Figuren zeigen:

1 ein Schüttler mit Schüttlerhilfsvorrichtung in seitlicher Ansicht und

2 eine hintere obere Kante des Schüttlers samt Schüttlerhilfsvorrichtung, ebenfalls in seitlicher Ansicht.

1 zeigt exemplarisch ein einzelnes Schüttlerelement 20, von denen im Förderweg eines Mähdreschers mehrere zu sogenannten Horden zusammengefasst und derart angeordnet sind, dass die Schüttlerelemente in Förderrichtung ansteigend ausgerichtet sind und dass beim Übergang von einem Schüttlerelement auf das nächste jeweils ein Versatz in der Höhe vorgesehen ist.

Im Bereich des Höhensprungs sind Zinkenelemente 4 angeordnet, die wesentlicher Bestandteil der Schüttlerhilfsvorrichtung 10 sind. Die Zinkenelemente 4 sind in einer Einspannebene E ausgerichtet, welche in der Seitenansicht, die 2 zeigt, einen Winkel &agr; mit der Oberseite des Schüttlerelements 20, welche eine Förderebene F bildet, einschließt.

Die Einspannebene E ist zwischen zwei Einspannelementen 2, 3 ausgebildet, welche im dargestellten Ausführungsbeispiel den gleichen Querschnitt besitzen und die in Punktsymmetrischer Weise zueinander angeordnet sind, sodass der Block der miteinander verschraubten Einspannelemente 2, 3 wiederum einen Quader bildet. Durch die Verwendung gleichartiger Einspannelemente 2, 3, ist nur ein Teil zu fertigen und als Ersatzteil vorrätig zu halten. Zwischen den Einspannelementen 2, 3 sind die als Rundstäbe ausgebildeten Zinkenelemente 4 eingespannt. Ein Winkelelement 1 ist im Kantenbereich des Schüttlerelements 20 eingearbeitet und dient der Aufnahme und Abstützung des Pakets aus Einspannelementen 2, 3 mit Zinkenelementen 4. Vorzugsweise sind die in der Zeichnung nicht dargestellten Verschraubungen zwischen den Einspannelementen wenigstens teilweise bis durch das Winkelelement 1 hindurchgeführt, sodass mit der Verbindung der Einspannelemente untereinander zugleich auch die Verbindung mit dem Winkelement vorgenommen wird.


Anspruch[de]
Schüttlerhilfsvorrichtung (10) zur Befestigung an einem rückwärtigen Ende eines Mähdrescher-Schüttlers (20), mit wenigstens einem Paar lösbar miteinander verbundener Einspannelemente (2, 3), zwischen denen mehrere Zinkenelemente (4) einspannbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Zinkenelemente (4) aus einem geraden, stabförmigen Profilabschnitt gebildet sind und dass zwischen den Einspannelementen (2, 3) eine Einspannebene (E) ausgebildet ist, die in einem spitzen Winkel &agr; in Bezug auf eine Förderebene (F) des Schüttlers (20) ausgerichtet ist. Schüttlerhilfsvorrichtung (10) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einspannebene (E) in einem Winkel &agr; = 15° bis 30° zur Förderebene (F) ausgerichtet ist. Schüttlerhilfsvorrichtung (10) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Einspannelemente (2, 3) aus Kunststoff oder aus Aluminium besteht. Schüttlerhilfsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Einspannelemente (2, 3) an einem Winkelelement (1) abgestützt sind. Schüttlerhilfsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zinkenelemente (4) aus einem Federstahl mit rundem Querschnitt gebildet sind. Schüttlerhilfsvorrichtung (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass beide Einspannelemente (2, 3) gleich ausgebildet sind.






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