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Dokumentenidentifikation DE202006018728U1 19.04.2007
Titel Küchenmöbel
Anmelder Häcker Küchen GmbH & Co. KG, 32289 Rödinghausen, DE
Vertreter Vonnemann, Kloiber & Kollegen, 20099 Hamburg
DE-Aktenzeichen 202006018728
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 19.04.2007
Registration date 15.03.2007
Application date from patent application 12.12.2006
IPC-Hauptklasse A47B 77/08(2006.01)A, F, I, 20061212, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47J 47/20(2006.01)A, L, I, 20061212, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Küchenmöbel mit einem Unterschrank oder Tisch, an dessen Oberseite eine Arbeitsfläche und mindestens eine Kochvorrichtung angeordnet ist, und mit mindestens einer Arbeitsplatte.

Derartige Einbauküchen sind allgemein bekannt. Auf einem oder mehreren Unterschränken ist eine feste Arbeitsfläche montiert, in der zusätzliche Geräte und Vorrichtungen zum Kochen, Spülen und Vorbereiten integriert sein können. Durch Veränderungen in der modernen Gebäude- und Wohnraumarchitektur gibt es heutzutage oftmals keine strenge Trennung zwischen Esszimmer, Küche und Wohnzimmer. Kücheneinrichtungen im bekannten Design genügen aber oft nicht den ästhetischen Ansprüchen an einen Wohnraum.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Küchenmöbel der obengenannten Art anzugeben, dessen funktionelle Elemente auf einfache Weise dem Blick der Bewohner entzogen werden können.

Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, dass die Arbeitsplatte verschiebbar ausgestaltet ist und zumindest die Kochvorrichtung durch die Arbeitsplatte abdeckbar ist. Wenn die Kochvorrichtung nicht benutzt wird, kann sie durch einfaches Verschieben der Arbeitsplatte „unsichtbar" gemacht werden. Die Arbeitsplatte selbst kann je nach den ästhetischen Ansprüchen beliebig gestaltet und insbesondere an das Ambiente angepasst werden.

Auch ein etwa vorhandenes Spülbecken oder eine feste Arbeitsplatte können durch eine verschiebbar angeordnete Arbeitsplatte mit denselben Vorteilen abgedeckt werden.

In einer speziellen Ausführungsform ist vorgesehen, dass zwei verschiebbare Arbeitsplatten vorgesehen sind, dass mit einer ersten Arbeitsplatte die Kochvorrichtung und mit einer zweiten Arbeitsplatte das Spülbecken abdeckbar ist. Ein derart ausgestaltetes Küchenmöbel ist somit sehr flexibel einsetzbar.

Wenn die Arbeitsplatte seitlich über den Unterschrankbereich hinaus verschiebbar ist, wobei ein überstehender Endbereich der Arbeitsplatte mit einer Stütze verbunden ist, die die Arbeitsplatte am Fußboden abstützt, kann die herausgezogene Arbeitsplatte weiter für die Vorbereitung der Speisen oder auch als Esstisch verwendet werden.

Die Verschiebbarkeit der Arbeitsplatte wird noch verbessert, wenn die Stütze an ihrer Unterseite mit Rollen versehen ist.

Durch die Maßnahme, dass jeweils zwei benachbarte Rollen in Rollrichtung versetzt zueinander angeordnet sind, wird ein gleichmäßiges Rollen über Fugen des Fußbodenbelages gewährleistet.

Die Verschiebbarkeit der Arbeitsplatte wird noch mehr erleichtert, wenn die Arbeitsplatte auf ihrer Unterseite mit Rollen versehen ist, die auf der Arbeitsfläche des Unterschrankes abrollen.

Zur Gewährleistung einer definierten Rollrichtung wird empfohlen, dass die Arbeitsplatte mittels einer Gleitführung am Unterschrank in Gleitrichtung geführt ist.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Gleitführung ein Vierkantprofil aus Metall und ein Gleitlager aus Kunststoff mit einer Längsnut zur seitlichen Führung des Vierkantprofils auf.

Um den Komfort des Küchenmöbels zu erhöhen, kann ein elektrischer Antrieb für die Verschiebung der Arbeitsplatte vorgesehen sein.

Wenn ein elektrischer Schalter zur Unterbrechung der Stromzufuhr zu der Kochvorrichtung bei darübergeschobener Arbeitsplatte vorgesehen ist, kann die Kochvorrichtung nicht versehentlich eingeschaltet bleiben. Die damit verbundene Brandgefahr wird somit gebannt.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Die Figuren der Zeichnung zeigen im Einzelnen:

1: ein erfindungsgemäßes Küchenmöbel im zusammengeschobenen Zustand bei Nichtbenutzung in einer perspektivischen Darstellung;

2: dasselbe Küchenmöbel mit ausgezogenen Arbeitsplatten, bereit zur Benutzung;

3: eine Arbeitsplatte mit integrierter Stütze aus Richtung der Vorderseite des Küchenmöbels gesehen;

4: die Arbeitsplatte von 3 in einer Seitenansicht;

5: ein Detail der Arbeitsplatte aus 3;

6: ein Detail der Arbeitsplatte von 4;

7: ein weiteres Detail der Arbeitsplatte von 3;

8: einen teilweisen Schnitt durch die Arbeitsplatte mit einer anderen Ansicht des Details von 7.

In 1 erkennt man ein Küchenmöbel mit einem Unterschrank 1, an dessen Oberseite ein Stück feste Arbeitsplatte 2, eine erste verschiebbare Arbeitsplatte 3 und eine zweite verschiebbare Arbeitsplatte 4 angeordnet sind.

In 2 erkennt man dasselbe Küchenmöbel, bei dem die verschiebbaren Arbeitsplatten 3, 4 nach links bzw. rechts verschoben sind, so dass diese über den Bereich des Unterschrankes 1 hinausragen. Das Küchenmöbel ist jetzt im gebrauchsfertigen Zustand. Man erkennt auf der Oberseite 5 des Unterschrankes 1 eine Kochvorrichtung 6 in Form eines Ceranfeldes und ein Spülbecken 7. Das Spülbecken 7 ist mit einem nicht gezeigten herausklappbaren oder herausziehbaren Wasserhahn ausgestattet, der selbstverständlich beim Schließen der ersten verschiebbaren Arbeitsplatte 3 wieder versenkt werden muss. Bei zusammengeschobenen Arbeitsplatten 3, 4 sind die Kochvorrichtung 6 und das Spülbecken 7 für den Betrachter unsichtbar. Es entsteht ein ästhetisch ansprechender einheitlicher Eindruck des Küchenmöbels, welches somit auch für Wohnräume geeignet ist. Die Oberflächen der Arbeitsplatten 2, 3, 4 können auf einfache Weise mit ästhetisch ansprechenden, hochwertigen Materialien, beispielsweise Granitplatten, ausgestattet sein. Aber auch alle möglichen anderen Materialien und Dekors sind anwendbar. Die seitlich nach außen verschobenen Arbeitsplatten 3, 4 lassen sich weiterhin zur Vorbereitung der Speisen oder als Esstisch nutzen.

Die zweite verschiebbare Arbeitsplatte 4 ist in 3 mit mehr Details dargestellt. Auf der rechten Seite erkennt man eine Stütze 8, die vom äußeren Kantenbereich 9 der Arbeitsplatte 4 bis zum Fußboden reicht und dort mittels Rollen 10, 11, 12, 13 abgestützt ist. Wie man in 4 erkennt, ist die Außenfläche 14 der Stützte 8 ebenfalls plattenförmig ausgestaltet und besteht im vorliegenden Ausführungsbeispiel aus demselben Material wie die Arbeitsplatte. Die Rollen 10 bis 13 rollen über den Fußboden. Wenn dieser aus Platten besteht oder aus sonstigen Gründen quer zur Bewegungsrichtung der Rollen verlaufende Fugen aufweist, käme es beim Überrollen zu einem Stoß. Um dies zu verhindern, sind die Rollen 10, 11 einerseits und 12, 13 andererseits jeweils als Paare angeordnet und in Rollrichtung 15 (3) gegeneinander ein Stückchen versetzt. Dadurch fährt immer nur die eine Rolle über eine Fuge, während die andere Rolle die Abstützung übernimmt. Die Arbeitsplatten 3, 4 sind weiterhin auf ihrer Unterseite mit Rollen 16, 17, 18 versehen, die auf der Oberseite der festen Arbeitsfläche 5 des Unterschrankes 1 abrollen. Wie man am besten in 8 erkennt, werden die verschiebbaren Arbeitsplatten 3, 4 mittels einer Gleitführung am Unterschrank 1 in Gleitrichtung 15 geführt. Die Gleitführung besteht aus einem Vierkantprofil 19 aus Metall und einem Gleitlager 20 aus Kunststoff. Das Gleitlager 20 ist mit einer Längsnut 21 versehen, die in Rollrichtung verläuft. Durch die inneren Seitenflächen 22, 23 der Längsnut 21 wird das Vierkantprofil 19 seitlich geführt, ohne dass es am Grund der Längsnut 21 anliegt. Das Gewicht der Arbeitsplatte 4 wird allein von den Rollen 16, 17, 18 getragen, die auf der Oberseite der festen Arbeitsfläche 5 des Unterschrankes 1 abrollen.

Aufgrund der Erfindung können die normalerweise sichtbaren Funktionselemente des Küchenmöbels für Kochen, Spülen, Vorbereiten usw. dem Blick des Beobachters entzogen werden, wobei ein ästhetisch ansprechendes Äußeres wahrgenommen wird. Als sichtbare Materialien können Holzwerkstoffe, Massivholz, Glas, Kunst- und Naturstein sowie Leichtbaumaterialien Verwendung finden.

1
Unterschrank
2
feste Arbeitsplatte
3
erste verschiebbare Arbeitsplatte
4
zweite verschiebbare Arbeitsplatte
5
Arbeitsfläche
6
Kochvorrichtung
7
Spülbecken
8
Stütze
9
Kantenbereich
10
Rolle
11
Rolle
12
Rolle
13
Rolle
14
Außenfläche
15
Rollrichtung
16
Rolle
17
Rolle
18
Rolle
19
Vierkantprofil
20
Gleitlager
21
Längsnut
22
Seitenfläche
23
Seitenfläche


Anspruch[de]
Küchenmöbel mit einem Unterschrank (1), an dessen Oberseite eine Arbeitsfläche (5) und mindestens eine Kochvorrichtung (6) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine weitere Arbeitsplatte (3, 4) vorgesehen ist, die verschiebbar ausgestaltet ist und zumindest die Kochvorrichtung (6) durch die Arbeitsplatte (3, 4) abdeckbar ist. Küchenmöbel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterschrank (1) auf seiner Oberseite (5) mit einem Spülbecken (7) versehen ist, das durch eine Arbeitsplatte (3, 4) abdeckbar ist. Küchenmöbel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei verschiebbare Arbeitsplatten (3, 4) vorgesehen sind, dass mit einer ersten Arbeitsplatte (3) die Kochvorrichtung (6) und mit einer zweiten Arbeitsplatte (4) das Spülbecken (7) abdeckbar ist. Küchenmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsplatte (3, 4) seitlich über den Unterschrankbereich hinaus verschiebbar ist, wobei ein überstehender Endbereich (9) der Arbeitsplatte (3, 4) mit einer Stütze (8) verbunden ist, die die Arbeitsplatte (3, 4) am Fußboden abstützt. Küchenmöbel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Stütze (8) an ihrer Unterseite mit Rollen (10, 11, 12, 13) versehen ist. Küchenmöbel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwei benachbarte Rollen (10, 11) bzw. (12, 13) in Rollrichtung (15) versetzt zueinander angeordnet sind. Küchenmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsplatte (3, 4) auf ihrer Unterseite mit Rollen (16, 17, 18) versehen ist, die auf der Arbeitsfläche (5) des Unterschrankes (1) abrollen. Küchenmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Arbeitsplatte (3, 4) mittels einer Gleitführung (19, 20) am Unterschrank (1) in Gleitrichtung (15) geführt ist. Küchenmöbel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitführung ein Vierkantprofil (19) aus Metall und ein Gleitlager (20) aus Kunststoff mit einer Längsnut (21) zur seitlichen Führung des Vierkantprofils (19) aufweist. Küchenmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein elektrischer Antrieb für die Verschiebung der Arbeitsplatte (3, 4) vorgesehen ist. Küchenmöbel nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein elektrischer Schalter zur Unterbrechung der Stromzufuhr zu der Kochvorrichtung (6) bei darübergeschobener Arbeitsplatte (3, 4) vorgesehen ist.






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