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Dokumentenidentifikation DE202006019641U1 19.04.2007
Titel Wärmeisolierende Decke
Anmelder Brune, Hubertus, 33014 Bad Driburg, DE
Vertreter Ostermann, T., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 33106 Paderborn
DE-Aktenzeichen 202006019641
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 19.04.2007
Registration date 15.03.2007
Application date from patent application 22.12.2006
IPC-Hauptklasse A47G 9/02(2006.01)A, F, I, 20061222, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47G 9/00(2006.01)A, L, I, 20061222, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Decke zur Abdeckung von flächenhaften Körpern, insbesondere zur Abdeckung von Wasserbetten mit einer wärmeisolierenden Lage enthaltend eine Mehrzahl von Öffnungen zur Abfuhr von Feuchtigkeit von einer ersten Flächenseite zu einer gegenüberliegenden zweiten Flächenseite der Decke.

Aus der DE 202 21 416 U1 ist eine Decke zur Abdeckung von flächenhaften Körpern bekannt, die als eine Zudecke für ein Bett verwendet wird. Die Zudecke weist eine leicht wärmeisolierende Lage mit einer Mehrzahl von Öffnungen auf, so dass ein Feuchtigkeitstransport von einer dem Bett zugewandten ersten Flächenseite zu einer dem Bett abgewandten oberen Flächenseite der Decke gewährleistet ist. Die leicht isolierende Lage ist nach Art eines Daunenbettes ausgeführt und weist beispielsweise eine Faser-, eine Naturhaar-, eine Tierhaar- oder eine Daunenfüllung auf. Die Öffnungen dienen nicht nur zum Abtransport der Feuchtigkeit, sondern auch zur Abführung überschüssiger Wärme. Nachteilig an der bekannten Zudecke ist, dass zur Gewährleistung eines hohen Wärmeisolierungsgrades eine relativ große Dicke der Decke gegeben sein muss. Die bekannte Decke eignet sich daher nicht als Tagesdecke, die üblicherweise über eine Zudecke während der Nichtbenutzung des Bettes positioniert wird.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Decke zur Abdeckung von flächenhaften Körpern, insbesondere zur Abdeckung von Wasserbetten weiterzubilden, dass zum einen eine leichte, relativ dünne und zugleich wärmeisolierende und feuchtigkeitsabführende Decke gebildet ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Erfindung in Verbindung mit dem Oberbegriff des Schutzanspruchs 1 dadurch gekennzeichnet, dass die wärmeisolierende Lage als eine wärmereflektierende Lage ausgebildet ist, die eine Mehrzahl von Durchbrechungen für die Abfuhr von Feuchtigkeit aufweist, dass sich an einer Unterseite der wärmereflektierenden Lage eine Trägerlage und dass sich an einer Oberseite der wärmereflektierenden Lage eine Dekorationslage anschließen.

Der besondere Vorteil der Erfindung besteht darin, dass eine relativ dünne wärmereflektierende Lage gebildet wird, die zum einen eine relativ hohe wärmedämmende Wirkung und zum anderen einen hohen Grad an Feuchtigkeitsabfuhr (Feuchtigkeitsdurchlässigkeit zumindest in eine Richtung) aufweist. Diese wärmereflektierende Lage ist flächig an einer Unterseite derselben mit einer Trägerlage und an einer Oberseite derselben mit einer Dekorationslage verbunden. Die Trägerlage hat im Wesentlichen eine tragende Funktion für die wärmereflektierende Lage und kann aus einem optisch ansprechenden und/oder haptisch ansprechenden Material bestehen. Die Dekorationslage kann ein optisch ansprechendes Muster aufweisen und dient zum einen als Schutzschicht für die wärmereflektierende Lage und zum anderen ermöglicht sie ein einheitliches Erscheinungsbild der Decke.

Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung weist die wärmereflektierende Lage eine Aluminiumfolie oder eine mit Aluminium bedampfte Kunststofffolie oder ein mit einer wärmereflektierenden Beschichtung versehenes Gewebe (Kunststoffgewebe) auf, so dass die von einem Wasserbett abstrahlende Wärmestrahlung reflektiert wird und weitgehend unterhalb der Decke verbleibt. Der Reflexionsgrad liegt bei mindestens 60 % der Wärmestrahlung.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind die Durchbrechungen mikroskopisch klein ausgebildet, wobei die Durchbrechungen vorzugsweise von einem Aluminium bedampften Kunststoffmaterial oder durch ein einmaterialiges Aluminiummaterial begrenzt werden. Auf diese Weise ergibt sich über die Fläche der wärmeisolierenden Lage eine homogene Durchleitungsfähigkeit von Feuchtigkeit einerseits und eine homogene Wärmereflexionsfähigkeit andererseits. Die die mikroskopisch kleinen Durchbrechungen – vorzugsweise im nm-Bereich – begrenzende Aluminium bedampfte Folie oder das Aluminium bedampfte Gewebe ist vorzugsweise als Membran oder Netz ausgebildet, so dass zumindest in eine Richtung eine Feuchtigkeitsdurchlässigkeit gegeben ist.

Nach einer besonderen Ausführungsform der Erfindung können die Durchbrechungen der wärmeisolierenden Lage auch als makroskopische Durchbrechungen mit einem Durchmesser im mm-Bereich oder cm-Bereich ausgebildet sein. Die makroskopischen Durchbrechungen sind mit feuchtigkeitsdurchlässigen Gewebematerialsegmenten besetzt, so dass durch die Durchbrechungen die Feuchtigkeit mit relativ geringem Wärmeverlust abgeführt werden kann.

Nach einer Weiterbildung der Erfindung können die makroskopischen Durchbrechungen als Schlitze, Vielecke oder dergleichen ausgebildet sein. Diese Durchbrechungen bilden Klimazonen, die verteilt über die Fläche der Decke angeordnet sind und eine Feuchtigkeitsabfuhr ermöglichen. Dadurch, dass lediglich die Durchbrechungen mit einem „atmungsaktiven" Material belegt sind, lässt sich der Materialaufwand für das relativ teure atmungsaktive Material verringern. Die die Durchbrechungen aufweisende Folie kann aus einem relativ kostengünstigen Kunststoffmaterial oder Gewebe gebildet sein, das mit Aluminium oder einem anderen wärmereflektierenden Metall bedampft ist.

Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Unteransprüchen.

Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

1 eine Draufsicht auf eine schematisch dargestellte Decke,

2 eine mikroskopisch vergrößerte Darstellung eines Ausschnitts einer mittleren Lage der Decke gemäß 1,

3 einen Querschnitt durch die Decke gemäß den 1 und 2,

4 einen Querschnitt durch die Decke gemäß 4 und

5 eine Teildraufsicht auf eine mittlere wärmeisolierende Lage nach einer zweiten Ausführungsform.

Eine Decke 1 zur Abdeckung von flächenhaften Körpern ist vorzugsweise als Decke bzw. Tagesdecke zur Abdeckung von Wasserbetten vorgesehen. Durch die wärmereflektierende Wirkung der Decke 1 kann der Wärmereflexionsgrad um mindestens 60 % erhöht werden, so dass sich erhebliche Kosteneinsparungen hinsichtlich der Temperierung des Bettes einstellen.

Alternativ kann die Decke aber auch zur Abdeckung von menschlichen oder tierischen Körpern dienen. Beispielsweise kann sie als Material für einen Schlafsack oder eine Rheumadecke im medizinischen Bereich eingesetzt werden.

Die Decke 1 gemäß einer ersten Ausführungsform nach den 1 bis 3 besteht im Wesentlichen aus einer mittleren wärmeisolierenden Lage 2, an deren unteren Flächenseite sich eine Trägerlage 3 und an deren oberen Flächenseite sich eine Dekorationslage 4 anschließen.

Die wärmeisolierende Lage 2 ist als eine wärmereflektierende Lage ausgebildet, die eine Mehrzahl von mikroskopisch kleinen Durchbrechungen 5 aufweist. Die Durchbrechungen 5 weisen einen Durchmesser D1 im nm-Bereich auf. Die Durchbrechungen 5 sind vorzugsweise homogen über die Fläche der wärmereflektierenden Lage 2 verteilt angeordnet. Die Durchbrechungen 5 sind begrenzt von einer Kunststofffolie 6, die mit einem wärmereflektierenden Material, vorzugsweise Aluminium, bedampft ist. Die Kunststofffolie kann beispielsweise aus einem Polyestermaterial ausgebildet sein.

Alternativ können die mikroskopisch kleinen Durchbrechungen 5 auch durch ein Textilgewebe begrenzt sein, das mit einer wärmereflektierenden Metallschicht bedampft ist.

Nach einer alternativen Ausführungsform kann das die mikroskopischen Durchbrechungen 5 begrenzenden Material auch als eine Folie, insbesondere als eine Aluminiumfolie ausgebildet sein.

Vorzugsweise ist die wärmereflektierende Lage 2 derart homogen ausgestaltet, dass sowohl die mikroskopischen Durchbrechungen 5 einen Durchmesser D1 im nm-Bereich als auch die Abstände A zwischen den mikroskopischen Durchbrechungen 5 im nm-Bereich liegen.

Dadurch, dass die wärmereflektierende Lage 2 zumindest auf einer der Trägerlage 3 zugewandten Seite mit einer Aluminiumschicht versehen ist, erfolgt eine Reflexion der Wärmestrahlung in Richtung der Trägerlage 3, so dass ein Wärmeverlust des Wasserbettes weitgehend verhindert werden kann. Die Energieeinsparung beim Wasserbett beträgt mindestens 60 % im Vergleich zu herkömmlichen Decken.

Dadurch, dass die Durchbrechungen 5 vorgesehen sind, kann Feuchtigkeit von einer dem Bett zugewandten Seite der Decke in Richtung der Oberseite der Decke 1 abgeführt werden. Hierzu sind sowohl die Trägerlage 3 als auch die Dekorationslage 4 feuchtigkeitsdurchlässig ausgebildet.

Die Trägerlage 3 kann aus einem feuchtigkeits- oder wasserdampfdurchlässigen Kunststoff- oder Textilgewebe gebildet sein. Vorzugsweise ist die Trägerlage 3 aus einem Kaptisch ansprechenden Material gebildet. Die Dekorationslage 4 kann aus einem Textil- oder Kunststoffgewebe oder Leder oder dergleichen gebildet sein und weist ein Muster auf zur optisch ansprechenden Gestaltung der Decke 1.

Nach einer zweiten Ausführungsform der Erfindung gemäß den 4 und 5 kann im Unterschied zu dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel eine wärmereflektierende mittlere Lage 12 der Decke 11 gebildet sein durch eine Folie 13, die eine Mehrzahl von vorzugsweise gleich verteilt angeordneten makroskopischen Durchbrechungen 14 aufweist. Die Durchbrechungen 14 weisen Durchmesser D2 auf, der im mm-Bereich oder cm-Bereich liegt. Die Durchbrechungen 14 sind durch ein „atmungsaktives" Textil- oder Kunststoffgewebesegment 15 abgedeckt, so dass zum einen die Feuchtigkeit durch die Durchbrechungen 14 durchgelassen, eine Wärmeisolierung gleichfalls gewährleistet wird. Die Folie 13 kann als Aluminiumfolie oder als mit Aluminium bedampfte Kunststofffolie oder als eine Gewebefolie oder als ein Gewebe ausgebildet sein, die jeweils relativ dünn ausgebildet sind und für eine weitgehende Wärmestrahlungsreflexion sorgen. Alternativ kann die Folie bzw. das Gewebe auch mit einer anderen wärmereflektierenden Beschichtung versehen sein. Die Feuchtigkeit kann allein durch die Durchbrechungen 14 ausgebracht werden.

Die Durchbrechungen 14 können kreis-, oval-, rechteckförmig oder beispielsweise schlitzförmig ausgebildet sein. Die Gewebesegmente 15 sind größenmäßig an die Größe der Durchbrechungen 14 angepasst, so dass mit geringem Materialaufwand eine Wärmeisolierung auch im Bereich der Durchbrechungen 14 gewährleistet ist.

Die sich an einer Oberseite der wärmereflektierenden Lage 12 anschließende Dekorationslage 4 und die sich an einer Unterseite der wärmereflektierenden Lage 12 anschließende Trägerlage 3 sind gleich zu dem ersten Ausführungsbeispiel ausgeführt.

Die wärmereflektierende Lage 2, 12 weist eine Dicke von weniger als 1 cm auf.

Die Decken 1, 11 sind vorzugsweise waschbar, insbesondere hand- oder maschinenwaschbar ausgebildet. Sie weisen eine lange Lebensdauer auf.


Anspruch[de]
Decke zur Abdeckung von flächenhaften Körpern, insbesondere zur Abdeckung von Wasserbetten mit einer wärmeisolierenden Lage enthaltend eine Mehrzahl von Öffnungen zur Abfuhr von Feuchtigkeit von einer ersten Flächenseite zu einer gegenüberliegenden zweiten Flächenseite der Decke, dadurch gekennzeichnet, dass die wärmeisolierende Lage als eine wärmereflektierende Lage (2, 12) ausgebildet ist, die eine Mehrzahl von Durchbrechungen (5, 14) für die Abfuhr von Feuchtigkeit aufweist, dass sich an einer Unterseite der wärmereflektierenden Lage (2, 12) eine Trägerlage (3) und dass sich an einer Oberseite der wärmereflektierenden Lage (2, 12) eine Dekorationslage (4) anschließen. Decke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die wärmereflektierende Lage (2, 12) als eine Aluminiumfolie oder als eine mit Aluminium bedampfte Kunststofffolie oder als eine mit Aluminium bedampfte Kunststofffolie oder als ein mit einer wärmereflektierenden Beschichtung versehenes Gewebe ausgebildet ist. Decke nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrechungen (5) mikroskopisch klein ausgebildet sind. Decke nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die wärmereflektierende Lage (2, 12) als ein mit Aluminium bedampftes Gewebe ausgebildet ist. Decke nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchbrechungen (14) der wärmereflektierenden Lage (12) jeweils mittels eines feuchtigkeitsdurchlässigen und/oder wasserdampfdurchlässigen Textil- oder Kunststoffsegmentes (15) abgedeckt sind. Decke nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die wärmereflektierende Lage (2, 12) im wesentlichen durch ein Textil- oder Kunststoffgewebe gebildet ist. Decke nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerlage (3) durch ein feuchtigkeits- und/oder wasserdampfdurchlässiges Gewebe gebildet ist. Decke nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Dekorationslage (4) aus einem Textilfasermaterial oder aus einem Ledermaterial gebildet ist. Decke nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Textil- oder Kunststoffgewebesegmente (15) Durchbrechungen mit einem Durchmesser im mm-Bereich oder cm-Bereich abdecken. Decke nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die wärmereflektierende Lage (1, 12) eine Dicke von weniger als 1 cm aufweist.






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