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Dokumentenidentifikation DE60029443T2 19.04.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001188852
Titel NÄHFADEN FÜR NÄHMASCHINEN
Anmelder ASAHI KASEI FIBERS CORPORATION, Osaka, JP
Erfinder OUE, Kazuto, Takatsuki-shi, Osaka 569-1031, JP;
YONEDA, Keiko, Kyoto-shi, Kyoto 601-8421, JP
Vertreter Patentanwälte von Kreisler, Selting, Werner et col., 50667 Köln
DE-Aktenzeichen 60029443
Vertragsstaaten DE, FR, GB, IT, NL
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 26.05.2000
EP-Aktenzeichen 009298894
WO-Anmeldetag 26.05.2000
PCT-Aktenzeichen PCT/JP00/03417
WO-Veröffentlichungsnummer 2000073553
WO-Veröffentlichungsdatum 07.12.2000
EP-Offenlegungsdatum 20.03.2002
EP date of grant 19.07.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2007
IPC-Hauptklasse D02G 3/46(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse D01F 6/62(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   D02J 13/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   D02G 1/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Technisches Gebiet

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Nähfaden mit einer Dehnbarkeit und ein genähtes Erzeugnis, das unter Verwendung des Nähfadens hergestellt ist.

Stand der Technik

Wenn beispielsweise ein Textilmaterial mit Dehnbarkeit mit einem üblicherweise verwendeten Nähfaden ohne Dehnbarkeit genäht wird, ist es bisher normal, dass die Dehnbarkeit des Textilmaterials an den genähten Teilen erniedrigt ist, und der Vorteil des Textilmaterials wird nicht genutzt. Wenn darüber hinaus eine übermäßige Dehnkraft auf die Nähte eines genähten dehnbaren Textilmaterials einwirken gelassen wird, hat das genähte Textilmaterial den Nachteil, dass der Nähfaden ohne Dehnbarkeit leicht reißt.

Demgemäß wird das Folgende praktiziert, wenn den Nähten Dehnbarkeit verliehen werden muss: die Dehnbarkeit der Nähte wird durch Formnähte mit einer Struktur eines Mehrfaden-Kettenstichs, einen Überwendlichstich oder einen Zickzackstich manifestiert. Diese Säume haben aber die folgenden Nachteile: zur Bildung der Strukturen ist eine spezielle Nähmaschine erforderlich, die Bildung der Nähte ist sehr zeitaufwändig, eine größere Menge eines Nähfadens wird verwendet, und die Nähte haben ein schlechtes Aussehen. Darüber hinaus ist die Dehnbarkeit des Textilmaterials in den genähten Teilen nicht notwendigerweise zufriedenstellend.

JP-A-11-107086 offenbart eine Poly(trimethylenterephthalat)-Faser, die eine Reißfestigkeit von 5 g/d oder mehr, eine Reißdehnung von 20 bis 40% und eine Spitzentemperatur des mechanischen Verlustfaktors von 97 bis 120°C aufweist und eine spezielle Beziehung zwischen dem Elastizitätsmodul Q und der elastischen Erholung R erfüllt.

Die japanischen Offenlegungsschriften (Kokai) Nr. 1-260030 und Nr. 2-26945 schlagen Nähfäden vor, die zum Nähen von dehnbaren Textilmaterialien verwendet werden. Diese bekannten Nähfäden werden durch ein Doppelzwirnen eines elastischen Garns wie eines Garns auf der Grundlage von Polyurethan und eines löslichen Garns oder das Beschichten eines elastischen Garns mit einem löslichen Garn hergestellt. Bei einem Nähverfahren unter Verwendung der Nähfäden verbleiben die elastischen Garne allein in den genähten Bereichen, indem die löslichen Garne nach dem Nähen aufgelöst und entfernt werden. Bei diesen Vorschlägen wird ein Versuch gemacht, die folgenden Probleme des Nähverfahrens unter Verwendung eines elastischen Garns allein durch das Fachen und Drehen eines elastischen Garns und eines nichtelastischen, löslichen Garns in Kombination oder das Beschichten eines elastischen Garns mit einem nichtelastischen, löslichen Garn so, dass die Dehnung des elastischen Garns unterdrückt und der Reibungswiderstand während des Nähens vermindert wird, zu lösen: das Nähverhalten ist schlecht, Falten werden gebildet, und das Aussehen im genähten Zustand ist schlecht. Dieses Nähverfahren hat aber die folgenden Nachteile: damit die Elastizität des elastischen Garns sich zeigt, ist ein Schritt des Auflösens und Entfernens des löslichen Garns erforderlich, so dass die Nähkosten steigen, und Perforationen verbleiben klar in den genähten Bereichen von genähten Gegenständen, wodurch das Aussehen im genähten Zustand beeinträchtigt wird.

Andererseits offenbart die japanische Offenlegungsschrift (Kokai) Nr. 5-321066 als Verbund-Nähfaden, der hinsichtlich eines Hochgeschwindigkeits-Nähverhaltens hervorragend ist und der Nähte mit einer hervorragenden Zugfestigkeit und einem hervorragenden Aussehen bildet, einen Verbund-Nähfaden; der durch das Beschichten eines Kerngarns mit einem synthetischen Garn aus Filamenten mit einer hohen Zugfestigkeit wie einem Poly(ethylenterephthalat)-Garn durch Stapelfasern aus einem Verbundgarn gebildet wird, wobei das Kerngarn eine Reißfestigkeit von 7,5 g/d (6,6 cN/dtex) oder mehr, eine Schrumpfen in trockener Wärme von 4% oder weniger bei 150°C und eine Spannung bei einer Dehnung von 5% von 2,0 g/d (1,8 cN/dtex) oder mehr hat. Weil der bekannte Verbund-Nähfaden aber kein elastisches Dehnvermögen aufweist, hat der Nähfaden dieselben Nachteile wie diejenigen der obigen üblichen Nähfäden, die keine elastische Dehnbarkeit haben. Darüber hinaus ist es gemäß einer Untersuchung der Erfinder der vorliegenden Erfindung signifikant schwierig, ein Poly(trimethylenterephthalat)-Garn mit hoher Festigkeit zu erhalten, das eine Reißfestigkeit von 6,6 cN/dtex oder mehr hat, obwohl es in der Patentveröffentlichung keine Beschreibung gibt, die ein Poly(trimethylenterephthalat)-Garn vorschlägt.

Offenbarung der Erfindung

Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht in der Bereitstellung eines dehnbaren Nähfadens, der zur Bildung eines Steppstichs mit hoher Dehnbarkeit verwendet werden kann, und eines genähten Erzeugnisses, das aus einem streckbaren Textilmaterial hergestellt ist und Nähte aufweist, die ein hervorragendes Aussehen und eine hervorragende Dehnbarkeit haben.

Die Erfinder der vorliegenden Erfindung haben gefunden, dass ein Nähfaden, der eine Dehnung bei einer niedrigeren Spannung und eine hervorragende elastische Erholung bei einer hohen Dehnung hat, erhalten werden kann, indem ein Garn, das durch Fachen und Verdrehen von zwei bis mehreren Poly(trimethylenterephthalat)-Multifilamentgarnen mit speziellen physikalischen Eigenschaften und Spezifikationen, die später beschrieben werden, einer Nasshitze-Relaxationsbehandlung unter speziellen Bedingungen unterzogen wird, wodurch gleichmäßige, feine Strukturänderungen, nämlich eine strukturelle Relaxation der einen Bestandteil bildenden Filamente, bewirkt werden.

Weiterhin haben die Erfinder der vorliegenden Erfindung gefunden, dass ein Nähfaden, der durch ein solches, oben erläutertes Verfahren erhalten wird und eine Merkmale einer speziellen Zugdehnung aufweist, eine hervorragende Dehnbarkeit hat und die oben erwähnten Probleme lösen kann, und so haben sie die vorliegende Erfindung bewerkstelligt.

Das heißt, dass die vorliegende Erfindung Folgendes verfügbar macht:

Einen Nähfaden, gebildet aus Poly(trimethylenterephthalat)-Multifilamentgarnen, dadurch gekennzeichnet, dass der Nähfaden eine Spannung bei einer 5%igen Dehnung einer Zug-Dehnungs-Kurve von 0,4 bis 1,2 cN/dtex, eine Spannung bei einer 30%igen Dehnung von 1,4 bis 2,2 cN/dtex und eine Reißfestigkeit von 2,3 bis 4,0 cN/dtex und eine Reißdehnung von 50 bis 100% aufweist.

Die vorliegende Erfindung betrifft weiterhin ein genähtes Textilerzeugnis, das durch das Nähen einer Textilie unter Verwendung eines solchen Nähfadens hergestellt ist.

Die vorliegende Erfindung wird unten ausführlich beschrieben.

In der vorliegenden Erfindung bezeichnet der Begriff "Poly(trimethylenterephthalat)-Garn" ein Garn, das aus einem Polyester besteht, der Trimethylenterephthalat-Repetiereinheiten als Haupt-Repetiereinheiten aufweist und der die Trimethylenterephthalat-Einheiten in einer Menge von etwa 50 mol-% oder mehr, vorzugsweise 70 mol-% oder mehr, noch mehr bevorzugt 80 mol-% oder mehr, immer noch mehr bevorzugt 90 mol-% oder mehr aufweist. Das Poly(trimethylenterephthalat)-Garn gemäß der vorliegenden Erfindung umfasst daher ein Polyestergarn, das aus einem Poly(trimethylenterephthalat) besteht, das eine dritte, von Säurekomponenten und/oder Glycolkomponenten verschiedene Komponente des Polyesters in einer Gesamtmenge von etwa 50 mol-% oder weniger, vorzugsweise 30 mol-% oder weniger, noch mehr bevorzugt 20 mol-% oder weniger, immer noch mehr bevorzugt 10 mol-% oder weniger, enthält.

Poly(trimethylenterephthalat) wird synthetisiert, indem Terephthalsäure oder deren funktionelles Derivat und Trimethylenglycol oder dessen funktionelles Derivat in Gegenwart eines Katalysators unter geeigneten Reaktionsbedingungen vereinigt werden. Im Verlauf der Synthese können auch ein oder zwei oder mehr geeignete dritte Komponenten zugegeben werden, wodurch ein copolymerisierter Polyester gebildet wird.

Beispiele für die dritten zuzugebenden Komponenten umfassen aliphatische Dicarbonsäuren wie Oxalsäure und Adipinsäure, alicyclische Dicarbonsäuren wie Cyclohexandicarbonsäure, aromatische Dicarbonsäuren wie Isophthalsäure und Natriumsulfoisophthalat, aliphatische Glycole wie Ethylenglycol, 1,2-Propylenglycol und Tetramethylenglycol, alicyclische Glycole wie Cyclohexandimethanol, aliphatische Glycole, die jeweils eine aromatische Gruppe haben, wie 1,4-Bis(&bgr;-hydroxyethoxy)benzol, Polyetherglycole wie Polyethylenglycol und Polypropylenglycol, aliphatische Oxycarbonsäuren wie &ohgr;-Oxycapronsäure und eine aromatische Oxycarbonsäure wie p-Oxybenzoesäure. Darüber hinaus kann auch eine Verbindung mit einer oder drei oder mehr esterbildenden funktionellen Gruppen wie Benzoesäure oder Glycerin verwendet werden, solange die resultierenden Polymere im Wesentlichen linear sind.

Das in der vorliegenden Erfindung verwendete Poly(trimethylenterephthalat)-Garn ist gewöhnlich ein Garn, das durch das Schmelzspinnen des oben erläuterten Poly(trimethylenterephthalat)-Polymers hergestellt wird. Das Poly(trimethylenterephthalat)-Garn kann auch ein Garn sein, das durch das getrennte Synthetisieren eines von Poly(trimethylenterephthalat) verschiedenen Polyesters, wie Poly(ethylenterephthalat), Nylon und Poly(trimethylenterephthalat) und das Vermischen der Polymere (Polymer-Blending) hergestellt wird; das Garn kann auch eines sein, das durch ein Verbundspinnen (Hülle-Kern, Seite-Seite oder dergleichen) hergestellt wird.

Das Poly(trimethylenterephthalat)-Garn hier kann Mattierungsmittel wie Titandioxid, Stabilisierungsmittel wie Phosphorsäure, Ultraviolettstrahlung-Absorptionsmittel wie ein Hydroxybenzophenon-Derivat, Keimbildner wie Talk, Gleitmittel wie Aerosil, Antioxidantien wie ein gehindertes Phenolderivat, flammhemmende Mittel, Antistatika, Pigmente, fluoreszierende Aufheller, Infrarotstrahlung-Absorptionsmittel, Antischaummittel und dergleichen enthalten.

Das den Nähfaden der vorliegenden Erfindung bildende Poly(trimethylenterephthalat)-Garn kann durch ein beliebiges der folgenden Verfahren erhalten werden: ein Verfahren, bei dem das oben erläuterte Poly(trimethylenterephthalat) schmelzgesponnen wird, das gesponnene Garn mit einer Geschwindigkeit von etwa 1500 m/min aufgewickelt wird, wodurch ein ungestrecktes Garn erhalten wird, und das ungestreckte Garn gestreckt und um einen Faktor von etwa 2 bis 3,5 gedreht wird; ein Direktstreckverfahren (Spinnstreck-Aufnahmeverfahren), bei dem ein Spinnschritt und ein Strecken direkt verbunden sind; ein Hochgeschwindigkeits-Spinnverfahren (Spinn-Aufnahmeverfahren), bei dem die Wickelgeschwindigkeit auf 5000 m/min oder mehr eingestellt ist, und ein Verfahren, bei dem das schmelzgesponnene Garn in einem Wasserbad abgekühlt und das gekühlte Garn gestreckt wird.

In diesem Fall ist die Form des fadenförmigen Garns diejenige eines Multifilamentgarns. Der Querschnitt eines das Multifilamentgarn bildenden Filaments kann polygonförmig, zum Beispiel rund, dreieckförmig, L-förmig, T-förmig, Y-förmig, W-förmig, achtblättrig, flach und hundeknochenförmig, mehrblättrig, hohllochförmig und unendlich geformt sein. Von diesen Querschnittsformen ist ein runder Querschnitt besonders bevorzugt.

Die Form des filamentförmigen Garns kann diejenige eines Garns in demjenigen Zustand, in dem es vom Hersteller bezogen wurde, das durch ein beliebiges der obigen verschiedenen Spinnverfahren erhalten wird, ein falsch gedrehtes Garn (einschließlich eines gezogenen, falsch gedrehten POY-Garns), ein gedrehtes, falsch gedrehtes Garn (zum Beispiel ein Garn, das durch Drehen in S- oder Z-Richtung mit einer Rate von 600 bis 1000 Drehungen/m und ein Falschdrehen in Z- oder S-Richtung mit einer Rate von 3000 bis 4000 Drehungen/m erhalten wird), ein luftstrahltexturiertes Garn und ein Misch-Multifilamentgarn sein. Die Bildung eines Nähfadens aus einem Garn in demjenigen Zustand, in dem es vom Hersteller erhalten wurde, ist bevorzugt, um ein Garn mit einem hervorragenden Nähverhalten zu erhalten. Die Verwendung eines Garns in demjenigen Zustand, in dem es vom Hersteller erhalten wurde, ist besonders bevorzugt, um ein Garn mit einem hervorragenden Steppstichverhalten zu erhalten.

Es ist bevorzugt, dass das Poly(trimethylenterephthalat)-Multifilamentgarn ein Garn mit den folgenden physikalischen Eigenschaften ist: eine Reißfestigkeit von 2,5 bis 4,5 cN/dtex, eine Reißdehnung von 34 bis 60%, einen Anfangs-Elastizitätsmodul von 20 bis 30 cN/dtex, eine elastische Erholung bei einer Dehnung von 20% von 60 bis 95%, eine Spannung bei einer Dehnung von 5% einer Zug-Dehnungs-Kurve von 0,6 bis 1,8 cN/dtex und eine Spannung bei einer Dehnung von 30% von 2,3 bis 3,5 cN/dtex und einen Abkochschrumpf von 5 bis 15%.

Die Gesamt-Garngröße des Poly(trimethylenterephthalat)-Garns beträgt von 20 bis 550 dtex, besonders bevorzugt von 30 bis 300 dtex. Darüber hinaus beträgt seine Filamentgröße 10 dtex oder weniger, besonders bevorzugt von 1 bis 6 dtex.

In der vorliegenden Erfindung ist der Nähfaden aus einem Poly(trimethylenterephthalat)-Garn gebildet. Der Nähfaden muss eine Spannung bei einer Dehnung von 5% einer Zug-Dehnungs-Kurve von 0,4 bis 1,2 cN/dtex, vorzugsweise von 0,4 bis 0,8 cN/dtex, eine Spannung bei einer 30%igen Dehnung von 1,4 bis 2,2 cN/dtex, vorzugsweise von 1,4 bis 2,0 cN/dtex aufweisen. Wenn der Nähfaden so ausgebildet ist, wird das Nähverhalten des Nähfadens verstärkt, und eine Herstellung von genähten Erzeugnissen, die hinsichtlich der Gleichmäßigkeit der Nähte und des Trageverhaltens hervorragend sind, kann realisiert werden. Wenn der Nähfaden eine Dehnung bei einer 5%igen Dehnung von weniger als 0,4 cN/dtex aufweist, besteht die Möglichkeit, dass ein Fehlstich oder dergleichen erfolgt. Wenn der Nähfaden andererseits eine Spannung bei einer 5%igen Dehnung von mehr als 1,2 cN/dtex aufweist, wird die Gleichmäßigkeit der Nähte manchmal beeinträchtigt. Darüber hinaus kann, wenn der Nähfaden eine Spannung bei einer 30%igen Dehnung von weniger als 1,4 cN/dtex aufweist, keine Zugfestigkeit der Naht gebildet werden, die für genähte Textilerzeugnisse ausreichend ist. Wenn der Nähfaden andererseits eine Spannung bei einer 5%igen Dehnung von mehr als 2,2 cN/dtex aufweist, wird die auf den Nähfaden einwirkende Spannung zu groß, wenn die Nähte eines genähten Textilerzeugnisses gedehnt werden, und es ist gefunden worden, dass die genähten Bekleidungsstücke die Träger einschränken und ein schlechtes Trageverhalten aufweisen. Der Nähfaden der Erfindung weist eine Reißfestigkeit von 2,3 bis 4,0 cN/dtex, besonders bevorzugt von 2,5 bis 4,0 cN/dtex, und eine Reißdehnung von 50 bis 100%, besonders bevorzugt von 50 bis 80% auf. Wenn die Reißfestigkeit weniger als 2,3 cN/dtex beträgt, wird den genähten Textilerzeugnissen kaum eine ausreichende Zugfestigkeit der Nähte verliehen. Wenn die Reißfestigkeit andererseits 4,0 cN/dtex übersteigt, weist der Nähfaden eine niedrige Reißdehnung auf, und die Dehnbarkeit der Naht des genähten Textilerzeugnisses wird signifikant niedrig. Als Folge weisen die Erzeugnisse manchmal ein schlechtes Trageverhalten auf. Darüber hinaus wird, wenn die Reißdehnung weniger als 40% beträgt, die Dehnbarkeit der Naht der genähten Textilerzeugnisse schlecht. Als Ergebnis weisen die Erzeugnisse ein schlechtes Trageverhalten auf. Wenn die Reißdehnung andererseits 100% übersteigt, wird das Nähverhalten des Nähfadens signifikant verschlechtert.

Weiterhin weist der Nähfaden der vorliegenden Erfindung eine elastische Erholung bei einer 20%igen Dehnung von 60% oder mehr, besonders bevorzugt von 60 bis 80% auf. Wenn ein dehnbares Textilmaterial mittels eines Nähfadens genäht wird, der eine elastische Erholung im oben erwähnten Bereich aufweist, hat der Nähfaden ein extrem hervorragendes Folgeverhalten.

Hinsichtlich der Komponentengröße, der Fachzahl, der Drehungszahl und der Drehungsrichtung des Nähfadens der Erfindung gibt es keine spezielle Einschränkung. Die Garnnummer kann nach dem Standard (JIS L 2511), der den Polyesterfilament-Nähfaden betrifft, zweckmäßig ausgewählt werden, wobei die Anwendung und die erforderliche Spezifikation in Betracht gezogen werden. Zum Beispiel kann der Nähfaden nach der Garnnummer #5, #8, #10, #20, #30, #40, #50, #60, #80 oder #100 zweckmäßig ausgewählt werden.

Wenn ein Vordrehen auf die Poly(trimethylenterephthalat)-Fasern zur Bildung des Nähfadens angewandt wird, beträgt die Drehungszahl vorzugsweise 500 bis 1200 Drehungen/m. Beispiele für die Fachzahl sind ein Zweifachgarn, das durch das Fachen und Drehen von zwei Garnen erhalten wird, ein Dreifachgarn, das durch das Fachen und Drehen von drei Garnen erhalten wird, ein 2 × 3-fädriges Garn, das durch das Fachen und Drehen von drei Garnen erhalten wird, wobei jedes davon durch das Fachen und Drehen von zwei Garnen erhalten wurde. Es ist wünschenswert, dass die endgültige Drehungszahl das 0,7- bis 0,8-fache von derjenigen des Vordrehens beträgt, um die Bildung von Garnverschlingungen möglichst zu unterdrücken. Darüber hinaus sollte die Richtung des endgültigen Drehens im Wesentlichen die Z-Richtung sein. Bei Nähfäden wie denjenigen für einen Zweinadel-Steppstich werden vorzugsweise sowohl ein S-Drehen als auch ein Z-Drehen angewandt. Demgemäß gibt es keine spezielle Einschränkung hinsichtlich der Richtung des endgültigen Drehens.

Ein Nähfaden der vorliegenden Erfindung, der durch das folgende Verfahren erhalten wird, ist besonders bevorzugt, weil das Verhalten beim Nähen der linken Seite extrem hervorragend ist: Ein Poly(trimethylenterephthalat)-Multifilamentgarn in demjenigen Zustand, in dem es vom Hersteller bezogen wurde, mit 20 bis 150 dtex wird mit einer Rate von 500 bis 1000 Drehungen/m in Z-Richtung vorgedreht, zwei bis drei der Garne werden dann gefacht, und es wird ein intermediäres Drehen mit einer Rate von 1000 bis 2000 Drehungen/m in S-Richtung angewandt, und zwei oder drei der gefachten und gedrehten Garne werden gefacht und mit einer Rate von 300 bis 800 Drehungen/m in Z-Richtung endgültig gedreht. Andererseits wird ein Nähfaden erhalten, indem zwei falschgedrehte Garne, die jeweils aus einem Poly(trimethylenterephthalat)-Filamentgarn mit 50 bis 200 dtex in demjenigen Zustand, in dem es vom Hersteller bezogen wurde, gefacht und mit einer Rate von 100 bis 300 Drehungen/m gedreht werden.

Als Nächstes wird das Verfahren zur Herstellung eines Nähfadens der vorliegenden Erfindung erläutert.

Der Nähfaden der Erfindung kann durch das folgende Verfahren hergestellt werden: Poly(trimethylenterephthalat)-Multifilamentgarn in demjenigen Zustand, in dem es vom Hersteller bezogen wurde, oder texturierte Garne, die jeweils die oben erläuterten physikalischen Eigenschaften und eine erwünschte Größe von 20 dtex oder mehr aufweisen, werden gefacht und gedreht, oder die gefachten und gedrehten Garne werden gefacht und weiter gefacht und gezwirnt, wodurch ein gefachtes, gedrehtes Garn erhalten wird (nachfolgend einfach als gefachtes, gedrehtes Garn bezeichnet), das gefachte, gedrehte Garn wird in einem Wickel mit einer Windungsdichte von 0,25 bis 0,5 g/cm3 bei 90°C oder darüber nasshitzebehandelt.

Hier können die Fachzahl der Filamentgarne, die beim Fachen und Drehen angewandte Fach- und Drehungszahl und die Drehrichtung, die Drehungszahl und dergleichen zweckmäßig gemäß dem Aufbau und der Spezifikation eines bekannten Nähfadens ausgewählt werden, und ein gefachtes, gedrehtes Garn, das aus einer gegebenen Fadenanzahl besteht, wird unter Verwendung einer bekannten Fach- und Drehmaschine wie einer italienischen Zwirnmaschine hergestellt.

Der Wickel des gefachten, gedrehten Garns ist eine konische oder zylindrische Spule des gefachten, gedrehten Garns, das auf einem Wickelkörper wie einem Papier-Wickelkörper mit Wickelvorrichtungen wie einer Weichbespulungsmaschine im letzten Schritt des Zusammendrehens aufgewickelt wird und der eine gegebene Windungsdichte hat.

Wenn das gefachte, gedrehte Garn aus den Poly(trimethylenterephthalat)-Filamentgarnen in Form eines Wickels mit einer spezifischen Windungsdichte einer Nasshitzebehandlung unterzogen wird, kann ein Nähfaden mit einer Spannung bei einer 5%igen Dehnung einer Zug-Dehnungs-Kurve von 0,4 bis 1,2 cN/dtex und einer Spannung bei einer 30%igen Dehnung von 1,4 bis 2,2 cN/dtex, der in Fadenrichtung gleichmäßig ist, und der eine stabilisierte Dehnbarkeit (physikalische Eigenschaften) aufweist, erhalten werden.

Die Nasshitzebehandlung erfolgt, indem überhitzter Dampf oder überhitztes Wasser von 90°C oder darüber 10 min lang oder länger um die Wickelschicht penetrierend zirkulieren gelassen wird. Es ist zweckmäßig und am meisten bevorzugt, nicht nur die Nasshitzebehandlung, sondern auch ein Auswaschen oder Färben des Nähfadens mittels einer Wickelkörper-Waschmaschine oder einer Färbemaschine durchzuführen. Die Zirkulation eines Nasshitze-Behandlungsmediums um die Schicht des gedrehten, gefachten Garns mit einer gegebenen Dichte des Wickels von außen nach innen oder von innen nach außen für einen gegebenen Zeitraum kann zu einer gleichmäßigen Relaxation, ohne die Schicht zu stören, und zu einer Einstellung der Struktur und der physikalischen Eigenschaften der Oberflächen- und der inneren Schichtbereiche des Nähfadens zu vorbestimmten Bedingungen führen. Es ist wichtig, dass der Wickel des zusammengedrehten Garns zur Nasshitzebehandlung so ausgebildet wird, dass er eine Windungsdichte von 0,25 bis 0,5 g/cm3 hat. Wenn die Windungsdichte weniger als 0,25 g/cm3 beträgt, resultieren die folgenden Nachteile: die Form des Wickelkörpers wird instabil und neigt in einer Wickelkörper-Waschmaschine oder einer Färbemaschine zum Kollabieren, der Nähfaden kann relaxieren, wobei die Relaxation aber ungleichmäßig ist, und es besteht die Möglichkeit, dass das zusammengedrehte Garn ungleichmäßig gefärbt wird oder ungleichmäßige physikalische Eigenschaften hat, wenn es gefärbt wird, weil ein gleichmäßiger Fluss der Färbelösung nicht erfolgt. Wenn die Windungsdichte andererseits 0,5 g/cm3übersteigt, wird die Windungsdichte des Wickelpakets aufgrund eines thermischen Schrumpfens des Nähfadens während des Auswaschens und Färbens hoch, und die inneren und äußeren Schichten des Wickelkörpers weisen die Neigung auf, eine ungleichmäßige Färbung und ungleichmäßige physikalische Eigenschaften aufzuweisen, weil der Fluss der Färbelösung unterdrückt wird. Um eine ausreichende Relaxations-Wärmebehandlung, ein gleichmäßiges Färben und gleichmäßige physikalische Eigenschaften durch eine Spulenwäsche und ein Färben zu erhalten, sind die folgenden Verfahren zusätzlich zur Verwendung eines Wickelkörpers mit einer Windungsdichte von 0,25 bis 0,5 g/cm3 zweckmäßig: ein Verfahren, umfassend das weiche Aufwickeln des Nähfadens auf einen (zu verbiegenden) Wickelkörper unter Bildung einer Kreuzspule mit einer zweckmäßigen, oben erwähnten Windungsdichte, ein Verfahren, bei dem eine durch ein Schrumpfen des Fadens bewirkte Erhöhung der Windungsdichte des Wickelkörpers während der Spulenfärbung durch ein Verbiegen des Wickelkörpers verhindert wird, und ein Verfahren, das den Ersatz des Wickelkörpers, auf dem der Wickel mit einer vorbestimmten Windungsdichte aufgewickelt ist, durch einen perforierten Rohr-Wickelkörper mit einer Perforation mit einem Ersatz-Wickelkörperverhältnis von 5 bis 30%, vorzugsweise von 10 bis 20%, und eine Nasshitzebehandlung des Wickels umfasst.

Das Ersatzwickelkörperverhältnis (%) hier ist ein Wert, der durch die folgende Formel: (1 – [B/A]) × 100 erhalten wird, wobei A der Außendurchmesser einer Aufwickelspule wie der Papier-Aufwickelspule einer Aufwickelmaschine ist und B der Außendurchmesser eines perforierten Rohr-Wickelkörpers ist.

Zur Verbesserung des Kohäsionsvermögens oder der Integrität und des Nähverhaltens eines Nähfadens kann eine Lösung, die ein Mittel zur Verbesserung des Nähverhaltens, ein Glättemittel und ein Bindemittel um den gewaschenen und dehydratisierten Wickel nach dem Färben zirkulieren gelassen werden, so dass alle Mittel daran haften können.

Alternativ können diese Mittel am Wickel, der mittels einer kontinuierlichen Garnbehandlungsmaschine (einer Vorrichtung, die ermöglicht, dass eine Lösung, die ein Haften von Verarbeitungshilfsmitteln am Garn ermöglicht, während das Garn vom Wickel kontinuierlich abgewickelt, getrocknet und aufgewickelt wird, beispielsweise einem Unisizer (Handelsbezeichnung, hergestellt von Kaji Seisakusho K. K.)), nassbehandelt, gefärbt und getrocknet wurde, haften gelassen werden. Beispiele für das Mittel zur Verbesserung des Nähverhaltens und das Glättemittel schließen Siliconverbindungen, Emulsionen auf der Grundlage von Polyurethan und Wachsverbindungen ein. Beispiele für das Bindemittel umfassen Harze auf der Grundlage von Polyester, Harze auf der Grundlage von Polyurethan und Harze auf der Grundlage von Acrylat.

Ein Verfahren zur Durchführung der Nasshitzebehandlung eines gefachten, gedrehten Garns mittels Auswaschens ist ein Verfahren, das die 10 bis 30 min lange Behandlung des Garns mit einer Waschlösung, die Waschmittel zum Entfernen von Gleitmitteln auf dem Garn wie nichtionische Tenside und Natriumcarbonat bei einer Temperatur von 50 bis 100°C umfasst. Ein Verfahren zur Durchführung eines Nasshitzeverfahrens an einem gefachten, gedrehten Garn mittels Färben ist ein Verfahren, das nach dem Waschen des gefachten, gedrehten Garns das Zirkulieren einer Dispersionsfarbstoffe enthaltenden Färbelösung von innen nach außen oder von außen nach innen um den Wickel bei einer Temperatur von 90 bis 130°C 15 bis 120 min lang, noch mehr bevorzugt bei 110 bis 130°C umfasst. Ein gefärbter Nähfaden mit vorbestimmten gleichmäßigen physikalischen Eigenschaften kann durch das Verfahren in einem kürzeren Zeitraum erhalten werden. Ein Nähfaden, der mittels Garnkörperfärbung unter den folgenden Bedingungen erhalten wird, ist besonders bevorzugt, weil die Gleichmäßigkeit des Färbens und die Gleichmäßigkeit der physikalischen Eigenschaften des Fadens, die durch die Nasshitzebehandlung bewirkt werden, gleichzeitig erreicht werden: eine Windungsdichte des Wickels von 0,25 bis 0,5 g/cm3, insbesondere von 0,3 bis 0,4 g/cm3 und ein Ersatzwickelkörperverhältnis (Ersatz durch ein Färberohr (perforierter Rohr-Wickelkörper)) von 5 bis 30%, insbesondere von 10 bis 20%.

In der vorliegenden Erfindung bedeutet der Begriff "dehnbares Textilmaterial" ein Textilmaterial, das eine Dehnbarkeit in Kett- und/oder Schussrichtung von 5 bis 200% aufweist. Die Dehnbarkeit wird hier nach dem folgenden Verfahren erhalten: zwei Proben mit den Abmessungen von 140 mm × 165 mm (Zugseite × eingespannte Seite) werden, wobei die Zugseite einer Probe in Kettrichtung des Textilmaterials und diejenige der anderen Probe in Schussrichtung genommen wird, hergestellt, jede Probe wird mit einer Geschwindigkeit von 60 cm/min so gezogen, dass eine Zug-Dehnungs-Kurve aufgenommen wird, eine Dehnung der Textilmaterialprobe, auf die eine Spannung von 2 kg/5 cm Breite einwirkt, wird aus der Kurve ermittelt. Darüber hinaus wird eine biaxiale Dehnungsmaschine (Handelsbezeichnung KES-G2, hergestellt von Kato Tech K. K.) zur Messung verwendet. Beispiele für das Textilmaterial umfassen ein Gewebe, ein Gewirk und einen Vliesstoff. Von den Textilmaterialien sind ein Gewebe und ein Gewirk besonders bevorzugt. Vorrichtungen zum Einwirken eines Dehnens auf diese Textilmaterialien umfassen ein Verfahren, das die Dehnbarkeit von Garnen, aus denen das Textilmaterial gebildet wird, nutzt, ein Verfahren, das die Dehnbarkeit der Textur des Textilmaterials nutzt, und ein Verfahren, das eine Kombination der beiden obigen Verfahren nutzt.

Spezielle Beispiele für die Vorrichtung umfassen ein Verfahren, das ein unbeschichtetes Garn auf der Grundlage von Polyurethan und ein Mischgarn wie ein beschichtetes Garn nutzt, ein Verfahren, das die Dehnbarkeit eines Garns, das durch ein Kräuseln des Garns mittels Falschdrehens nutzt, und ein Verfahren, das eine Kombination aus diesen Verfahren ist. Typische Beispiele zum Anwenden einer Dehnbarkeit auf eine Textur umfassen das Schlauchstricken, das Kettwirken und das Kulierwirken. Spezielle Beispiele für das dehnbare Textilmaterial der Erfindung umfassen Stoffe mit einer Dehnbarkeit von 10 bis 25% wie Hemden, Blusen, Arbeitsbekleidung, Uniformen, Freizeit-Unterhosen, Jacken, Anzüge und Mäntel, Bekleidung, die eine Dehnbarkeit von 20 bis 40% aufweist, wie Sportjacken, Trainingsbekleidung, Spielbekleidung, T-Shirts, Unterwäsche und Pullover, und Bekleidung mit einer Dehnbarkeit von 40 bis 200%, wie Miederwaren, Ballettkostüme, Badebekleidung, Skibekleidung und Skaterbekleidung. Obwohl der Nähfaden der Erfindung zum Nähen all dieser dehnbaren Textilmaterialien verwendet werden kann, ist die Verwendung von Textilmaterialien, die eine Dehnbarkeit von 20% oder mehr, insbesondere von 60% oder mehr aufweisen, bevorzugt, weil die Nähte eine hervorragende Dehnbarkeit haben und die so erhaltenen Erzeugnisse die Träger nicht einschränken und ein hervorragendes Trageverhalten aufweisen.

Bester Modus zur Ausführung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung wird unten unter Bezugnahme auf die Beispiele erläutert. Darüber hinaus erfolgen Auswertungen in Beispielen mittels der folgenden Verfahren.

(1) Auswertung der Zugdehnung

Mittels einer Zugprüfvorrichtung (Handelsbezeichnung Tensilon, hergestellt von Toyo Baldwin K. K.) wird eine Zug-Dehnungs-Kurve unter den Bedingungen einer Probenlänge von 20 cm und einer Zuggeschwindigkeit von 20 cm/min aufgenommen, und die Spannung bei einer 5%igen Dehnung und einer 30%igen Dehnung, die Reißfestigkeit (cN/dtex) und die Reißdehnung (%) werden gemessen.

(2) Messung des anfänglichen Elastizitätsmoduls

Der anfängliche Elastizitätsmodul wird gemäß JIS L-1013 gemessen.

(3) Bestimmung der elastischen Erholung

Eine Anfangsbelastung von 0,0109 cN/dtex wird auf eine Probe einwirken gelassen, und eine Zugverformungskurve wird erfasst, indem die Probe mit einer konstanten Geschwindigkeit von 20%/min gedehnt wird, bis sie um 20% gedehnt ist, und umgekehrt wird die Probe mit derselben Geschwindigkeit schrumpfen gelassen. Die elastische Erholung bei einer 20%igen Dehnung wird mittels der folgenden Formel berechnet: Elastische Erholung bei einer 20%igen Dehnung = (20 – L)/20 × 100(%) wobei L die restliche Dehnung, wenn die Spannung während des Schrumpfens auf 0,0109 cN/dtex, was gleich der Anfangsbelastung ist, erniedrigt wird.

(4) Messung von &eegr;sp/c

Ein Polymer wird in o-Chlorphenol bei 90°C mit einer Konzentration von 1 g/dl aufgelöst. Die so erhaltene Lösung wird in ein Ostwald-Viskosimeter überführt und bei 35°C gemessen. &eegr;sp/c wird aus der folgenden Formel berechnet: &eegr;sp/c = (T/T0 – 1)/C wobei T die Fallzeit (s) der Probenlösung ist, T0 die Fallzeit (s) des Lösungsmittels ist und C die Konzentration der Lösung (g/dl) ist.

(5) Auswertung von genähten Erzeugnissen ➀ Bestimmung der Dehnbarkeit von Nähten

Mit einer Schlauchstrickmaschine mit 28 GG wird mittels der folgenden Garnanordnung eine Ponti-Roma-Textur gestrickt.

• Interlock-Bereich:

  • Mischfilamentgarn aus Poly(ethylenterephthalat) (kationisch färbbares Garn) mit 56 dtex/Cuprammonium-Rayon von 33 dtex

• Rohwarenbereich des Zylinders:

  • Mischfilamentgarn aus Poly(ethylenterephthalat) (kationisch färbbares Garn) mit 56 dtex/Cuprammonium-Rayon von 33 dtex

• Rohwarenbereich der Rippscheibe:

Elastisches Garn auf der Grundlage von Polyurethan (Handelsbezeichnung Roica, hergestellt von der Asahi Chemical Co., Ltd.) mit 22 dtex und demselben Mischfilamentgarn wie im Interlock-Bereich wird gefacht und eingespeist, während das elastische Garn auf der Grundlage von Polyurethan in einem Verhältnis von 2,5 gedehnt wird.

Die so gebildeten Gewirke wurden jeweils ausgewaschen, vorfixiert (bei 180°C), 30 min lang in zwei Bädern bei 100°C gefärbt und bei 170°C appretiert. Das Streckverhältnis des so erhaltenen dehnbaren Gewirks (hiernach als Gewirk bezeichnet) wurde mit einer biaxialen Streckmaschine (hergestellt von Kato Tech K. K.) gemessen. Das Gewebe wies unter der Testbedingung von 2 kg/5 cm ein Streckverhältnis von 140% in Kettrichtung und von 88,5% in Schussrichtung auf.

Dem Gewirk wird eine Probe mit den Abmessungen von 10 cm (Kette) × 20 cm (Schuss) entnommen. Der mittlere Teil der Probe wird mit einer Steppstichnähmaschine (Handelsbezeichnung DDL-555, hergestellt von der JUKI Corporation) in Kettrichtung unter den folgenden Bedingungen abgenäht: eine Nadel mit J-förmiger Spitze (Nr. 11) als Nähnadel, eine Stichzahl von 5 Stichen/cm und eine Drehzahl von 3000 U./min. Die Probe wird mit einer Zugprüfmaschine (Handelsbezeichnung Tension, hergestellt von Toyo Baldwin K. K.) in der Richtung parallel zur Naht gemäß dem Greifverfahren nach JIS L-1093 gedehnt, und die Spannung A (cN/cm) wird bei einer Dehnung von 60% und einer Dehnung von 100% gemessen. Als nächstes wird ein Gewirk vor dem Nähen auf dieselbe Weise gedehnt, und die Spannung B (cN/cm) wird bei einer Dehnung von 60% und einer Dehnung von 100% gemessen.

Die Dehnbarkeit der Naht wird anhand des Unterschiedes zwischen den beiden Werten (Spannung A – Spannung B) bei einer Dehnung von 60% und einer Dehnung von 100% bestimmt. Wenn der Wert klein ist, ist die Dehnbarkeit hervorragend.

➁ Bestimmung des Trageverhaltens

Unter Verwendung eines in ➀ erhaltenen Gewirks werden kurze Gamaschen unter den folgenden Bedingungen hergestellt:

  • • Größe: Nr. 9
  • • Fadenrichtung: Schussrichtung
  • • Toleranz: –5%
  • • Nähbedingungen für die Steppstiche: eine von der Juki Corporation hergestellte Nähmaschine (Handelsbezeichnung DDL-555)

    Nähnadel: Nadel mit J-förmiger Spitze (Nr. 11)

    Stichzahl: 5 Stiche/cm

    Drehzahl: 3000 U./min

Es werden fünf Testpersonen mit standardmäßigen Körperabmessungen ausgewählt. Sie tragen die obigen kurzen Gamaschen, gehen Treppen herauf und herunter, biegen und strecken sich und fahren jeweils Fahrrad. Das Trageverhalten während ihrer Aktionen wird nach den folgenden Kriterien bestimmt: &jocir; (extrem bequem), O (bequem), &Dgr; (ein wenig bequem) und X (unbequem).

➂ Aussehen von Nähten

Unter Verwendung eines in ➀ erhaltenen Gewirks wird das Aussehen der Naht nach den folgenden Kriterien bestimmt:

O:
die Naht ist gleichmäßig, und weder ein Fehlstich noch ein Faltenziehen werden beobachtet,
&Dgr;:
die Naht ist ungleichmäßig und
X:
entweder ein Fehlstich oder ein Faltenziehen ist vorhanden.

Beispiel 1

Ein Poly(trimethylenterephthalat) (&eegr;sp/c = 0,8) wurde bei einer Spinntemperatur von 265°C und einer Spinngeschwindigkeit von 1200 m/min gesponnen, wodurch ein ungestrecktes Garn erhalten wurde. Das ungestreckte Garn wurde dann mittels einer Streckzwirnmaschine bei einer Heizwalzentemperatur von 60°C, einer Heizplattentemperatur von 140°C, einem Streckverhältnis von 3 und einer Streckgeschwindigkeit von 800 m/min gestreckt, wodurch ein gestrecktes Garn von 84 dtex/36 f erhalten wurde. Das gestreckte Garn wies eine Reißfestigkeit von 3,5 cN/dtex, eine Reißdehnung von 40%, einen Anfangs-Elastizitätsmodul von 24 cN/dtex und eine elastische Erholung bei einer 20%igen Dehnung von 95% auf.

Eines der so erhaltenen Poly(trimethylenterephthalat)-Glattgarne wurde zuerst mit einer italienischen Zwirnmaschine mit einer Rate von 800 Drehungen/m (S-Richtung) gedreht. Drei solcher Garne wurden gefacht und mit einer Rate von 600 Drehungen/m (Z-Richtung) endgültig gedreht, wodurch ein Dreifachgarn erhalten wurde. Das so erhaltene Dreifachgarn wurde mit einer (von Kozu K. K. hergestellten) Weichbespulungsmaschine auf einem Papier-Wickelkörper mit einem Durchmesser von 79 mm bei einer Windungsdichte von 0,35 g/cm3 (1 kg Wicklung) aufgewickelt. Der Papier-Wickelkörper der Kreuzspule wurde durch ein Färberohr (perforierter Rohrwickelkörper) mit einem Außendurchmesser von 69 mm ersetzt, und das Färberohr wurde in einer (von Nichihan Seisakusho K. K. hergestellten) Spulenfärbemaschine positioniert. Zur Waschlösung wurde Scourol FC 250 (Handelsbezeichnung, hergestellt von der Kao Corporation) in einer Menge von 1 g/l gegeben, und die Lösung wurde mit einer Rate von 2°C/min von Raumtemperatur auf 60°C erwärmt, während die Lösung mit einer Rate von 40 l/min fließen gelassen wurde, gefolgt von einer 10-minütigen Wäsche der Kreuzspule bei 60°C. Die Lösung wurde dann entfernt, und die Kreuzspule wurde mit Wasser gewaschen. Dispersionsfarbstoffe (Handelsbezeichnung Dianix Yellow AC-E (0,06% nach Fasergewicht), Dianix Blue AC-E (0,08% nach Fasergewicht) und Dianix Red AC-E (0,06% nach Fasergewicht), hergestellt von Dye Star K. K.) und ein Dispergiermittel (Handelsbezeichnung Disper TL (0,5 g/l), hergestellt von Meisei Kagaku K. K.) wurden zur Färbelösung gegeben, und der pH-Wert wurde mit Essigsäure auf 5 eingestellt. Die Färbelösung wurde mit einer Rate von 2°C/min auf 120°C erwärmt, während sie mit einer Flussrate von 40 l/min von innen nach außen zirkulieren gelassen wurde, und die Kreuzspule wurde 30 min lang bei 120°C gefärbt. Die Lösung wurde entfernt, und die Kreuzspule wurde mit Wasser gewaschen. Ein Silicon-Gleitmittel (Handelsbezeichnung Dicsilicone Softener 500, hergestellt von Dainippon Ink and Chemicals Incorporated) (5% nach Fasergewicht) wurde zugegeben, und die Kreuzspule wurde 20 min lang bei 50°C einer Ölungsbehandlung unterzogen. Die Kreuzspule wurde dehydratisiert und getrocknet, wodurch ein Nähfaden erhalten wurde, der #50 entspricht. Der so erhaltene Nähfaden weist eine Reißfestigkeit von 3,4 cN/dtex, eine Reißdehnung von 72%, eine elastische Erholung bei einer 20%igen Dehnung von 66%, eine Spannung bei einer 5%igen Dehnung einer Zug-Spannungs-Kurve von 0,6 cN/dtex und eine Spannung bei einer 30%igen Dehnung von 1,8 cN/dtex auf.

Der Nähfaden wies eine hervorragende Farbstoffaffinität und gleichmäßige physikalische Eigenschaften auf. Unter Verwendung des Nähfadens hergestellte Nähte wiesen ein hervorragendes Aussehen und eine hervorragende Dehnbarkeit auf. Unter Verwendung des Nähfadens hergestellte genähte Erzeugnisse behinderten die Träger nicht und gaben ihnen ein komfortables Gefühl. In Tabelle 1 sind die Auswertungsergebnisse für den Nähfaden aufgeführt.

Beispiel 2

Ein gestrecktes Poly(trimethylenterephthalat)-Garn mit 56 dtex/24 Filamenten wurde auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 erhalten. Das gestreckte Garn wies eine Reißfestigkeit von 3,4 cN/dtex, eine Reißdehnung von 38%, einen Anfangs-Elastizitätsmodul von 23 cN/dtex und eine elastische Erholung bei einer 20%igen Dehnung von 92% auf.

Eines der so erhaltenen Poly(trimethylenterephthalat)-Glattgarne wurde zuerst mit einer italienischen Zwirnmaschine mit einer Rate von 800 Drehungen/m (Z-Richtung) gedreht. Zwei solcher Garne wurden gefacht und mit einer Rate von 1700 Drehungen/m (S-Richtung) intermediär gedreht; drei solcher intermediär gedrehten Garne wurden gefacht und mit einer Rate von 600 Drehungen/m (Z-Richtung) endgültig gedreht, wodurch ein Sechsfachgarn erhalten wurde. Das so erhaltene Sechsfachgarn wurde auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 behandelt, außer, dass die Windungsdichte der Kreuzspule und das Ersatzwickelkörper-Verhältnis bei der Färbung der Kreuzspule gemäß der Angaben in Tabelle 1 geändert wurden, wodurch ein #40 entsprechender Nähfaden erhalten wurde, der eine Reißfestigkeit, eine Reißdehnung, eine elastische Erholung bei einer 20%igen Dehnung und eine Zug-Dehnungs-Kurve aufwies, wie sie in Tabelle 1 aufgeführt sind.

Der Nähfaden wies eine hervorragende, gleichmäßige Farbstoffaffinität und gleichmäßige physikalische Eigenschaften auf. Unter Verwendung dieses Nähfadens hergestellte Nähte wiesen ein hervorragendes Aussehen und eine hervorragende Dehnbarkeit auf. Unter Verwendung des Nähfadens hergestellte Erzeugnisse engten die Träger nicht ein und gaben ihnen ein komfortables Gefühl. Die Auswertungsergebnisse für den Nähfaden sind in Tabelle 1 aufgeführt.

Beispiel 3

Ein gestrecktes Poly(trimethylenterephthalat)-Garn mit 110 dtex/48 Filamenten wurde auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 erhalten. Das gestreckte Garn wies eine Reißfestigkeit von 3,4 cN/dtex, eine Reißdehnung von 42%, einen Anfangs-Elastizitätsmodul von 23 cN/dtex und eine elastische Erholung bei einer 20%igen Dehnung von 94% auf.

Das so erhaltene Poly(trimethylenterephthalat)-Glattgarn wurde mit einer Garngeschwindigkeit von 190 m/min, einer Falschdrahtdrehungszahl von 2900 Drehungen/m, einer Falschdrahtdrehungstemperatur von 165°C, einer Erstzufuhr von 0,0% und einer TU-Zufuhr von 3,5% unter Verwendung einer Falschdrahtzwirnmaschine vom Stifttyp (Handelsbezeichnung IVF 338, hergestellt von Ishikawa Seisakusho, Ltd.) falschgedreht. Zwei solcher erhaltenen falschgedrehten Garne wurden mit einer italienischen Zwirnmaschine mit einer Rate von 150 Drehungen/m (Z-Richtung) zusammengedreht. Das so erhaltene zusammengedrehte Garn wurde auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 behandelt, außer, dass die Windungsdichte der Kreuzspule und das Ersatzspulenkörper-Verhältnis während des Färbens der Kreuzspule gemäß der Angaben in Tabelle 1 geändert wurden, wodurch ein #50 entsprechender Nähfaden erhalten wurde, der eine Reißfestigkeit, eine Reißdehnung, eine elastische Erholung bei einer 20%igen Dehnung und eine Zug-Dehnungs-Kurve aufwies, wie sie in Tabelle 1 aufgeführt sind.

Der Nähfaden wies eine hervorragende, gleichmäßige Farbstoffaffinität und gleichmäßige physikalische Eigenschaften auf. Unter Verwendung des Nähfadens hergestellte Nähte wiesen ein hervorragendes Aussehen und eine hervorragende Dehnbarkeit auf. Unter Verwendung des Nähfadens hergestellte Erzeugnisse engten die Träger nicht ein und gaben ihnen ein komfortables Gefühl. Die Auswertungsergebnisse für den Nähfaden sind in Tabelle 1 aufgeführt.

Beispiele 4 bis 5

Das Verfahren von Beispiel 1 wurde mit der Ausnahme wiederholt, dass die Windungsdichte der Kreuzspule und das Ersatzwickelkörper-Verhältnis während des Färbens des Wickelkörpers gemäß der Angaben in Tabelle 1 geändert wurden, wodurch Nähfäden erhalten wurden, die jeweils eine Reißfestigkeit, eine elastische Erholung bei einer 20%igen Dehnung und eine Zug-Dehnungs-Kurve aufwiesen, wie sie in Tabelle 1 aufgeführt sind.

Die Nähfäden wiesen eine hervorragende, gleichmäßige Farbstoffaffinität und gleichmäßige physikalische Eigenschaften auf. Unter Verwendung der Nähfäden hergestellte Nähte wiesen ein hervorragendes Aussehen und eine hervorragende Dehnbarkeit auf. Unter Verwendung der Nähfäden hergestellte Erzeugnisse engten die Träger nicht ein und gaben ihnen ein komfortables Gefühl. Die Auswertungsergebnisse für die Nähfäden sind in Tabelle 1 aufgeführt.

Vergleichsbeispiel 1

Garne wurde auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 gedreht und einem Kreuzspulenfärben unterzogen, außer, dass ein Poly(ethylenterephthalat)-Multifilament-Glattgarn mit 84 dtex/36 Filamenten (hergestellt von der Asahi Chemical Industry Co., Ltd., das eine Reißfestigkeit von 5,0 cN/dtex, eine Reißdehnung von 18%, einen Anfangs-Elastizitätsmodul von 97 cN/dtex und eine elastische Erholung bei einer 20%igen Dehnung von 45% aufwies) statt des Poly(trimethylenterephthalat)-Multifilament-Glattgarns von Beispiel 1 verwendet wurde. Als Ergebnis wurde ein Nähfaden erhalten, der eine Reißfestigkeit, eine Reißdehnung, eine elastische Erholung bei einer 20%igen Dehnung und eine Zug-Dehnungs-Kurve, wie sie in Tabelle 1 aufgeführt sind, und der #50 entspricht, erhalten wurde.

In Tabelle 1 sind die Ergebnisse für die Auswertung von genähten Erzeugnissen aufgeführt, die unter Verwendung des Nähfadens hergestellt wurden. Nähte, die unter Verwendung des Nähfadens hergestellt wurden, wiesen eine schlechte Dehnbarkeit auf, weil der Nähfaden aus einem Poly(ethylenterephthalat)-Multifilamentgarn hergestellt worden war. Genähte Erzeugnisse, die unter Verwendung des Nähfadens hergestellt waren, schränkten die Träger signifikant ein und gaben ihnen ein unkomfortables Gefühl.

Vergleichsbeispiel 2

Garne wurden auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 gedreht, außer, dass ein Nylon-66-Multifilament-Glattgarn mit 78 dtex/24 Filamenten (hergestellt von der Asahi Chemical Industry Co., Ltd., das eine Reißfestigkeit von 6,0 cN/dtex, eine Reißdehnung von 25%, einen Anfangs-Elastizitätsmodul von 40 cN/dtex und eine elastische Erholung bei einer 20%igen Dehnung von 60% aufwies) statt des Poly(trimethylenterephthalat)-Multifilament-Glattgarns verwendet wurde, und ein Kreuzspulenfärben wurde auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 durchgeführt, außer, dass ein Säurefarbstoff bei 110°C verwendet wurde. Als Ergebnis wurde ein Nähfaden erhalten, der eine Reißfestigkeit, eine Reißdehnung, eine elastische Erholung bei einer 20%igen Dehnung und eine Zug-Dehnungs-Kurve, wie sie in Tabelle 1 aufgeführt sind, und der #50 entspricht, erhalten wurde.

In Tabelle 1 sind die Ergebnisse für die Auswertung von genähten Erzeugnissen aufgeführt, die unter Verwendung des Nähfadens hergestellt wurden. Nähte, die unter Verwendung des Nähfadens hergestellt wurden, wiesen eine schlechte Dehnbarkeit auf. Die genähten Erzeugnisse schränkten die Träger signifikant ein und gaben ihnen ein unkomfortables Gefühl.

Vergleichsbeispiel 3

Ein Nähfaden, der eine Reißfestigkeit, eine Reißdehnung, eine elastische Erholung bei einer 20%igen Dehnung und eine Zug-Dehnungs-Kurve aufwies, wie sie in Tabelle 1 aufgeführt sind, wurde auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 erhalten, außer, dass die Windungsdichte der Kreuzspule und das Ersatzspulenkörper-Verhältnis gemäß der Angaben in Tabelle 1 geändert wurden. Der Nähfaden wies eine niedrige Windungsdichte, eine ungleichmäßige Färbung aufgrund eines Kollabierens des Bundes der Kreuzspule während des Garnspulenfärbens, das durch ein hohes Ersatzkreuzspulen-Verhältnis verursacht wurde, eine schlechte Gleichmäßigkeit der Farbstoffaffinität und ungleichmäßige physikalische Eigenschaften auf.

In Tabelle 1 sind die Ergebnisse für die Auswertung von genähten Erzeugnissen, die unter Verwendung des Nähfadens hergestellt wurden, aufgeführt. Oft traten während des Nähens Fehlstiche auf, und das Aussehen der Naht war schlecht.

Vergleichsbeispiel 4

Ein Poly(trimethylenterephthalat) (&eegr;sp/c = 1,4) wurde bei einer Spinntemperatur von 265°C und einer Spinngeschwindigkeit von 2500 m/min gesponnen, wodurch ein ungestrecktes Garn erhalten wurde. Das ungestreckte Garn wurde dann mittels einer Streckzwirnmaschine bei einer Heizwalzentemperatur von 60°C, einer Heizplattentemperatur von 140°C, einem Streckverhältnis von 1,5 und einer Streckgeschwindigkeit von 300 m/min gestreckt, wodurch ein gestrecktes Garn von 84 dtex/36 Filamenten erhalten wurde. Das gestreckte Garn wies eine Reißfestigkeit von 5,5 cN/dtex, eine Reißdehnung von 23%, einen Anfangs-Elastizitätsmodul von 26 cN/dtex und eine elastische Erholung bei einer 20%igen Dehnung von 98% auf.

Das so erhaltene Poly(trimethylenterephthalat)-Filament-Glattgarn wurde auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 gedreht und direkt auf ein Färberohr aufgewickelt. Ein Nähgarn, das eine Reißfestigkeit, eine Reißdehnung, eine elastische Dehnung bei einer 20%igen Dehnung und eine Zug-Dehnungs-Kurve aufwies, wie sie in Tabelle 1 aufgeführt wurde, wurde mit Ausnahme der in Tabelle 1 aufgeführten Windungsdichte auf dieselbe Weise wie in Beispiel 1 erhalten. Der Nähfaden war nicht wesentlich relaxiert, weil die Windungsdichte hoch und das Ersatzwickelkörper-Verhältnis auf 0% eingestellt war. Darüber hinaus wies die Färbelösung während des Kreuzspulfärbens ein schlechtes Eindringen in die Kreuzspule auf, und die Kreuzspule wies eine ungleichmäßige Färbung und einen Unterschied der physikalischen Eigenschaften zwischen den inneren und den äußeren Schichten und somit eine schlechte Gleichmäßigkeit auf.

In Tabelle 1 sind die Ergebnisse der Auswertung von genähten Erzeugnissen, die unter Verwendung des Nähfadens hergestellt wurden, aufgeführt. Der Nähfaden weist ein schlechtes Nähverhalten auf. Die Nähte wiesen ein ungleichmäßiges Aussehen und eine schlechte Dehnbarkeit auf. Die so erhaltenen genähten Erzeugnisse schränkten die Träger signifikant ein und gaben ihnen ein unkomfortables Gefühl.

Industrielle Anwendbarkeit

Der Nähfaden der vorliegenden Erfindung ist dehnbar und weist ein hervorragendes Nähverhalten auf und bewirkt, dass eine Naht ein hervorragendes Aussehen und eine hervorragende Dehnbarkeit erhält, und weist eine hervorragende Anpassungsfähigkeit an das Nähen eines dehnbaren Textilmaterials auf. In genähten Erzeugnissen, die unter Verwendung des Nähfadens der Erfindung erhalten werden, werden Nähte von genähten Bereichen mit einem hervorragenden dynamischen Folgeverhalten gebildet. Daher kann die vorliegende Erfindung genähte Bekleidungserzeugnisse verfügbar machen, die die Träger kaum einschränken und die ihnen ein komfortables Gefühl geben. Die Verwendung des Nähfadens der Erfindung kann dehnbare genähte Textilerzeugnisse mit Nähten verfügbar machen, die dem Strecken und Schrumpfen einer genähten Textilie dynamisch folgen können und ein hervorragendes ästhetisches Aussehen haben.


Anspruch[de]
Nähfaden, gebildet aus Poly(trimethylenterephthalat)-Multifilamentgarnen, dadurch gekennzeichnet, dass der Nähfaden eine Spannung bei einer 5%igen Dehnung einer Zug-Dehnungs-Kurve von 0,4 bis 1,2 cN/dtex, eine Spannung bei einer 30%igen Dehnung von 1,4 bis 2,2 cN/dtex und eine Reißfestigkeit von 2,3 bis 4,0 cN/dtex und eine Reißdehnung von 50 bis 100% aufweist. Nähfaden nach Anspruch 1, wobei der Nähfaden eine elastische Erholung bei einer Dehnung um 20% von 60% oder mehr aufweist. Genähtes Textilerzeugnis mit Nähten, die unter Verwendung eines Nähfadens nach einem der Ansprüche 1 oder 2 gebildet sind. Dehnbares genähtes Textilerzeugnis mit Nähten, die unter Verwendung eines Nähfadens nach einem der Ansprüche 1 oder 2 gebildet sind. Verfahren zur Herstellung eines Nähfadens, umfassend die Schritte des: Fachens von Poly(trimethylenterephthalat)-Multifilamentgarnen mit einer vorbestimmten Größe von 20 dtex oder mehr unter Erhalt eines zusammengedrehten Garns; weiterhin bei Bedarf des Fachens der zusammengedrehten Garne und einer Nasshitzebehandlung des zusammengedrehten Garns in einem Garnkörperzustand mit einer Windungsdichte von 0,25 bis 0,5 g/cm3 bei einer Temperatur von 90°C oder mehr. Verfahren zur Herstellung eines Nähfadens nach Anspruch 5, wobei die Nasshitzebehandlung mittels einer Spulenwäsche oder Spulenfärbung erfolgt. Verfahren zur Herstellung eines Nähfadens nach Anspruch 5, wobei der Garnkörper auf einer perforierten Spule mit einem Spulenersatzanteil von 5 bis 30% einer Nasshitzebehandlung unterzogen wird. Verfahren zur Herstellung eines Nähfadens nach Anspruch 5, wobei ein Poly(trimethylenterephthalat)-Multifilamentgarn mit einer Größe von 20 bis 150 dtex mit einer Rate von 500 bis 1000 Drehungen/m in Z-Richtung gedreht wird, zwei oder drei der resultierenden Garne gefacht und mit einer Rate von 1000 bis 2000 Drehungen/m in S-Richtung gedreht werden, zwei oder drei der resultierenden Garne gefacht und mit einer Rate von 300 bis 800 Drehungen/m in Z-Richtung endgültig gedreht werden, wobei das resultierende zusammengedrehte Garn bei einer Temperatur von 90°C oder mehr einer Nasshitzebehandlung unterzogen wird. Verfahren zur Herstellung eines Nähfadens, umfassend die Schritte: zuerst des Drehens und intermediären Drehens einer gegebenen Anzahl von Poly(trimethylenterephthalat)-Multifilamentgarnen mit einer Größe von 20 dtex oder mehr; des Fachens der resultierenden Garne und des endgültigen Drehens der gefachten Garne, wodurch ein gedrehtes, gefachtes Garn hergestellt wird, und einer Nasshitzebehandlung des gedrehten, gefachten Garns in einem Garnkörperzustand mit einer Windungsdichte von 0,25 bis 0,5 g/cm3 bei einer Temperatur von 90°C oder mehr.






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