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Dokumentenidentifikation DE602004002278T2 19.04.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001594741
Titel GEPÄCKLASTER
Anmelder Technische Universiteit Delft, Delft, NL
Erfinder OOSTERHUIS, Jurjen, Ekke, NL-2613 TA Delft, NL;
LUTTEKES, Evert, NL-1829 HG Oudorp, NL;
RIJSENBRIJ, Cornelis, Joannes, NL-2771 NE Boskoop, NL
Vertreter Andrejewski, Honke & Sozien, 45127 Essen
DE-Aktenzeichen 602004002278
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 11.02.2004
EP-Aktenzeichen 047101274
WO-Anmeldetag 11.02.2004
PCT-Aktenzeichen PCT/NL2004/000099
WO-Veröffentlichungsnummer 2004071868
WO-Veröffentlichungsdatum 26.08.2004
EP-Offenlegungsdatum 16.11.2005
EP date of grant 06.09.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2007
IPC-Hauptklasse B64F 1/32(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B60P 1/38(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Gepäck-Lastkraftwagen.

Aus US-A-3,066,817, welches den nächsten Stand der Technik darstellt, ist ein Gepäck-Lastkraftwagen bekannt, der einen Lastkraftwagen und einen Laderaum für Gepäck umfasst.

Aus GB-A-814714 ist ein Lieferwagen für einander vergleichbare Gegenstände bekannt, wie beispielsweise Pakete von ungefähr denselben Abmessungen, zum Beispiel Lebensmittel, Flaschen und dergleichen, der mit in dem Laderaum des Lieferwagens angeordneten Förderbändern ausgeführt ist, die auch zum Lagern vorgesehen sind.

Der aus US-A-3,066,817 bekannte Lager-Lastkraftwagen ist mit einem in dem Laderaum angeordneten Förderband versehen, das sich an ein weiteres Förderband anschließt, welches von dem Laderaum des Gepäck-Lastkraftwagens nach außen geht. Über dieses letztere Förderband wird Gepäck von dem Gepäck-Lastkraftwagen in den Flugzeugfrachtraum und von dem Flugzeugfrachtraum in den Gepäck-Lastkraftwagen gebracht. Zusätzlich ist der bekannte Gepäck-Lastkraftwagen mit Lagerregalen für das Gepäck versehen. Das Gepäck muss dann manuell zwischen dem in dem Laderaum angeordneten Förderband und diesen Lagerregalen bewegt werden. Dies ist schwere Arbeit, was einen wahrscheinlichen Grund dafür darstellt, dass der in US-A-3,066,817 offenbarte Gepäck-Lastkraftwagen keine breite Anwendung gefunden hat.

In den heutigen Transportsystemen für Fluggepäck zu und von Flugzeugen mit engen Rümpfen werden für den Transport von und zu dem Terminal Gepäckwagen verwendet. Auch hier erfordert das Beladen und Entladen der Wagen (viel) Arbeitskraft und bringt unter allen Wetterbedingungen erhebliche physische Belastungen mit sich. Die erforderliche Anzahl von Beschäftigten macht den Gepäcktransfer zu einem wesentlichen Ausgabenposten, während das Handhaben des Gepäcks auch ein kritisches Zeitelement beim Abfertigen der Flugzeuge darstellt, insbesondere, wenn das Transfergepäck von einem ersten Flugzeug zu einem zweiten Flugzeug gebracht werden muss. Außerdem tragen die an Flughäfen gewöhnlicherweise eingesetzten Gepäckwagen erheblich zu dem Verkehrsaufkommen an und um den Flughafen bei.

Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eines oder mehrere dieser Probleme zu lösen.

In Übereinstimmung mit der Erfindung wird zu diesem Zweck ein Gepäck-Lastkraftwagen vorgeschlagen, wie in einem oder mehreren der angehängten Ansprüche spezifiziert.

In einem ersten Aspekt der Erfindung ist der Gepäcklastkraftwagen, der einen Laderaum für Gepäck umfasst, welcher mit einem Förderband versehen ist, das in dem Laderaum für das Beladen und Entladen von Gepäck angeordnet ist und das zugleich eine Lagereinheit für das Gepäck darstellt, dadurch gekennzeichnet, dass das in dem Laderaum angeordnete Förderband in der Höhe und seitlich verschoben werden kann. Durch diese Maßnahme kann ein Förderband in dem Laderaum an die Höhe eines das Gepäck be- und entladenden Förderbands außerhalb des Gepäck-Lastkraftwagens angepasst werden. Dies erleichtert die Zirkulation der Förderbänder in dem Laderaum und das Sortieren des Gepäcks erheblich. Das außerhalb des Laderaums angeordnete Förderband kann auch ein Teil des Gepäck-Lastkraftwagens selbst sein.

Außerdem wird bevorzugt, dass der Laderaum mit mehreren Förderbändern versehen ist, die neben und/oder über einander angeordnet sind. Auf diese Weise kann der Laderaum des Gepäck-Lastkraftwagens optimal ausgenutzt werden, um einem derartigen Gepäck-Lastkraftwagen, der in für den Straßentransport geeigneten Abmessungen ausgeführt ist, den Transport einer maximalen Anzahl von Gepäckstücken zu ermöglichen.

Es ist ferner vorteilhaft, wenn der Laderaum mit einem Steuerelement versehen ist, das selektiv mit einem der Förderbänder verbunden werden kann. Auf diese Weise kann jedes der separaten Förderbänder kostengünstig angetrieben werden, das heißt in der Position, in der das jeweilige Förderband sich an das externe Förderband anschließt und in dem es sich in Position zum Beladen und Entladen des Gepäcks befindet

Es ist ferner wünschenswert, dass der Laderaum und der Lastkraftwagen entkoppelt werden können. Dies macht es möglich, dass der Lastkraftwagen für den Transport eines anderen Laderaums eingesetzt wird, während in der Zwischenzeit das Beladen oder Entladen des entkoppelten Laderaums ermöglicht wird.

Schließlich ist es wünschenswert, dass in dem Laderaum Raum für nicht normgerechte Gepäckstücke bereitgestellt wird.

Im Folgenden wird die Erfindung ferner mit Hilfe einer nicht einschränkenden, beispielhaften Ausführungsform und unter Bezugnahme auf die beigefügte Zeichnung erläutert.

Die Zeichnung zeigt in:

1 einen Gepäck-Lastkraftwagen gemäß der Erfindung, wie er zum Beladen und Entladen eines so genannten Flugzeugs mit schmalem Rumpf verwendet wird; und

2 eine schematische dreidimensionale Darstellung eines Gepäck-Lastkraftwagens, wie in Übereinstimmung mit der Erfindung vorgeschlagen.

Identische Teile in den Figuren werden durch dieselben Bezugszahlen gekennzeichnet.

Unter Bezugnahme zunächst auf 1 bezeichnet die Bezugszahl 1 ein so genanntes Flugzeug mit engem Rumpf, das dadurch gekennzeichnet ist, dass der Zugang zu dem Laderaum eingeschränkt ist. Das Gepäck, das zu und von dem Flugzeug gebracht werden muss, muss daher vorzugsweise von einer Stelle zugeführt werden, die sich niedriger oder höchstens auf derselben Höhe wie die Schwelle der Laderaumöffnung befindet.

Zu diesem Zweck ist der Gepäck-Lastkraftwagen 2, der in Übereinstimmung mit der Erfindung verwendet wird, mit einem Förderband 4 versehen, das außerhalb des Laderaums 3 angeordnet ist und mit dem das Flugzeug 1 beladen und entladen werden kann und welches sich in Richtung des Flugzeugs 1 neigt. Der Gepäck-Lastkraftwagen ist ferner mit einer Fahrerkabine 5 versehen. Nachdem der Fahrer den Gepäck-Lastkraftwagen 2 bewegt und in die erwünschte Position gebracht hat, kann er nach Verlassen der Fahrerkabine 5 den Gepäck-Lastkraftwagen 2 bedienen, wodurch Arbeitskräfte, die andernfalls für das Beladen und Entladen des Gepäcks notwendig wären, andernorts eingesetzt werden können.

Um dies zu ermöglichen, ist der Gepäck-Lastkraftwagen mit einem Laderaum 3 versehen, in dem mindestens ein, aber vorzugsweise mehrere Förderbänder 6 bereitgestellt sind. In der gezeigten beispielhaften Ausführungsform sind diese Förderbänder 6 nebeneinander wie auch übereinander angeordnet. Die Förderbänder 6 werden immer dann beladen und entladen, wenn sich das jeweilige Förderband 6, das in dem Laderaum 3 angeordnet ist, an das externe Förderband 4 anschließt.

Dazu ist es möglich, das externe Förderband 4 jedes Mal auf dieselbe Höhe wie das in dem Laderaum 3 angeordnete Förderband, mit dem das Beladen und Entladen ausgeführt werden soll, zu bringen. Im Zusammenhang der Erfindung wird jedoch bevorzugt, dass das externe Förderband 4 fest ist und dass das in dem Laderaum 3 angeordnete Förderband 6, das beladen und entladen werden soll, jedes Mal auf eine Höhe gebracht wird, die es ihm ermöglicht, zu dem externen Förderband 4 zu laufen. Zu diesem Zweck ist es wünschenswert, dass die in dem Laderaum 3 angeordneten Förderbänder 6 in der Höhe und seitlich verschoben werden können.

Es ist ferner wünschenswert, dass vorzugsweise in dem Laderaum 3 an der Unterseite der niedrigst möglichen Positionierung der Förderbänder 6 ein Steuerelement zum Antreiben der Förderbänder 6 bereitgestellt wird, welches – in diesem Fall – auf das externe Förderband 4 ausgerichtet ist. Dazu ist es wünschenswert, dass das Steuerelement (in der Figur nicht gezeigt) mittels beispielsweise eines Reibungsbands angetrieben wird, das mit dem anzutreibenden Förderband 6 gekoppelt werden kann.

Die Anpassung der Höhe der einzelnen Förderbänder 6 kann auf eine dem Fachmann bekannte Weise vorgesehen sein. Zu diesem Zweck ist es beispielsweise praktisch, ein Hebemechanismus in dem Laderaum 3 bereitzustellen, welcher mit einem Tisch mit Scherenhalterungen versehen ist, und wobei die Wand des Laderaums mit einem Sperrvorrichtungssystem versehen ist, das das Förderband, nachdem dieses auf eine vorbestimmte Höhe angehoben worden ist, in der erreichten Höhe hält.

Das seitliche Verschieben des Förderbands 6 kann ebenfalls auf eine dem Fachmann bekannte Weise mit Hilfe von Führungsschienen oder dergleichen und Druckzylindern oder einem elektrischen Antrieb vorgesehen sein.

Schließlich sei darauf hingewiesen, dass der Laderaum 3 dadurch als unabhängige Einheit verwendet werden kann, dass er zum Entkoppeln von dem Lastkraftwagen 7 ausgelegt wird. Nach dem Entkoppeln kann der Lastkraftwagen 7 zum Bewegen eines weiteren Laderaums 3 eingesetzt werden.

Der Gepäck-Lastkraftwagen 2 gemäß der Erfindung wird vorzugsweise so ausgelegt, dass er mit den für den Straßentransport zulässigen Höchstabmessungen übereinstimmt.


Anspruch[de]
Gepäck-Lastkraftwagen (2), der einen Laderaum (3) für Gepäck umfasst und mit einem in dem Laderaum (3) angeordneten Förderband (4) zum Beladen und Entladen von Gepäck ausgestattet ist, wobei das Förderband (4) gleichzeitig eine Lagereinheit für das Gepäck ist, dadurch gekennzeichnet, dass die in dem Laderaum angeordneten Förderbänder (4) in der Höhe und seitlich verschoben werden können. Gepäck-Lastkraftwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Laderaum (3) mit mehreren Förderbändern (4) ausgestattet ist, die nebeneinander und/oder übereinander angeordnet sind. Gepäck-Lastkraftwagen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Laderaum (3) mit einem Steuerelement ausgestattet ist, das selektiv mit einem der Förderbänder (4) verbunden werden kann, während sich dieses in der Lade- oder Entladeposition befindet. Gepäck-Lastkraftwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Laderaum (3) und der Lastkraftwagen (2) entkoppelt werden können. Gepäck-Lastkraftwagen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Laderaum (3) Platz für nicht normgerechte Gepäckstücke vorgesehen ist.






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