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Dokumentenidentifikation DE602004002868T2 19.04.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001628518
Titel VORRICHTUNG ZUR BEHANDLUNG VON FUTTERPFLANZEN
Anmelder Kuhn S.A., Zabern/Saverne, Bas-Rhin, FR
Erfinder WILHELM, Joel, F-57820 SAINT-LOUIS, FR
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 602004002868
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument FR
EP-Anmeldetag 07.05.2004
EP-Aktenzeichen 047678271
WO-Anmeldetag 07.05.2004
PCT-Aktenzeichen PCT/FR2004/050183
WO-Veröffentlichungsnummer 2004105462
WO-Veröffentlichungsdatum 09.12.2004
EP-Offenlegungsdatum 01.03.2006
EP date of grant 18.10.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2007
IPC-Hauptklasse A01D 43/10(2006.01)A, F, I, 20051224, B, H, EP

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft das allgemeine technische Gebiet der Landwirtschaftsmaschinen. Sie betrifft genauer eine Vorrichtung zur Behandlung von Futter mit:

  • – einem Kasten, der mit einem Abschnitt für den Eintritt und einem Abschnitt für den Austritt des Futters versehen ist,
  • – einem Rotor, der mit dem Kasten derart verbunden ist, dass er in Drehung um eine Längsachse angetrieben wird, um das Futter zum Austrittsabschnitt zu befördern,
  • – einem ersten Führungselement, das teilweise den Rotor umgibt, um einen Durchgangskanal für das Futter zu definieren, und
  • – einem zweiten Führungselement, das derart angeordnet ist, dass es den aus dem Durchgangskanal austretenden Futterstrom führt, wobei das zweite Führungselement in mindestens zwei Konfigurationen in Bezug auf den Rotor angeordnet sein kann.

Es ist üblich, eine landwirtschaftliche Mähmaschine mit einer solchen Vorrichtung zur Behandlung von Futter auszustatten. Die Vorrichtung zur Behandlung von Futter, auch Konditioniervorrichtung genannt, ermöglicht es vorzugsweise, die für das Trocknen des von der Mähmaschine gemähten Produktes erforderliche Zeit zu verringern. Das Dokument EP 1 008 290 A1 beschreibt eine Mähmaschine mit einer Schneidvorrichtung, die dazu bestimmt ist, ein aufrecht stehendes Produkt zu mähen, wie beispielsweise Gras. Diese bekannte Mähmaschine umfasst auch eine Vorrichtung zur Behandlung des Futters, die im hinteren Teil der Schneidvorrichtung angeordnet ist. Diese Vorrichtung zur Behandlung des Futters umfasst ihrerseits einen Rotor, der in Drehung um eine Horizontalachse angetrieben wird. So werden bei der Arbeit das von dem Schneidmechanismus kommenden Futter vom Rotor entlang eines Konditionierblechs mitgenommen, um schließlich nach hinten aus der Mähmaschine ausgeworfen zu werden. Der Durchgang des Futters am Konditionierblech ruft eine Zerteilung des Wachshäutchens hervor, das die Stängel des gemähten Produktes bedeckt. Diese Zerteilung bewirkt eine raschere Beseitigung der in der Pflanze enthaltenen Feuchtigkeit, woraus sich eine raschere Trocknung ergibt. Diese bekannte Behandlungsvorrichtung umfasst zusätzlich ein Führungsblech, das stromabwärts zum Konditionierblech angeordnet ist. Dieses Führungsblech ist mit den Wänden eines Kastens derart verbunden, dass es zwei Positionen einnehmen kann, in denen es den Futterstrom auf unterschiedliche Weise lenkt.

Der Nachteil dieser Behandlungsvorrichtung für Futter besteht in der Tatsache, dass das Konditionierungsblech eine einzige Position gegenüber dem Rotor einnimmt. Die Einstellmöglichkeiten der Intensität der Konditionierung sind somit sehr begrenzt. Der Benutzer hat somit nicht die Möglichkeit, diese bekannte Vorrichtung entsprechend an die verschiedenen Typen und Mengen von Futter, auf die sie treffen kann, anzupassen.

Das Dokument EP 0 064 114 A1 beschreibt eine weitere Vorrichtung zur Behandlung von Futter. Diese umfasst auch einen Rotor, der in Drehung angetrieben wird und von einem Konditionierungsblech bedeckt ist. Die Position dieses Konditionierungsblechs in Bezug auf den Rotor ist dieses Mal einstellbar. Jedoch dieses vorveröffentlichte Dokument beschreibt nicht die Verwendung eines zweiten Blechs, das die Führung des Futterstroms stromabwärts zum Konditionierungsblech ermöglicht.

Das Dokument US 3 539 798 beschreibt eine Vorrichtung zum Einsammeln von Schnittprodukten mit einem Rotor, der in einer Struktur angeordnet ist, die von Seitenteilen und einer Frontkappe gebildet ist. Diese Kappe bildet mit dem Rotor einen Kanal für den Durchgang der Produkte. Sie ist in einem oder zwei Teilen ausgeführt, die sich praktisch in der Verlängerung zueinander erstrecken, wobei diese Teile beweglich sind, um sich an die Masse der Produkte anzupassen, die den Kanal durchströmen sollen. Diese Vorrichtung umfasst keine Mittel, die es ermöglichen, die Intensität der Behandlung des Futters einzustellen, und auch keine Mittel, die es ermöglichen, die Richtung des Stroms der Produkte am Ausgang zu verändern.

Ziel der vorliegenden Erfindung ist der Erhalt einer Vorrichtung zur Behandlung von Futter, mit der der Benutzer zahlreiche Möglichkeiten hat, die Intensität der Konditionierung einzustellen, wobei vermieden wird, die Kontinuität des Futterstroms zu stören, und mit der es möglich ist, auf einfache und rasche Weise die Richtung des Futterstroms am Ausgang des Rotors zu ändern.

Zu diesem Zweck ist die Vorrichtung zur Behandlung von Futter gemäß der vorliegenden Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Steuerelement vorgesehen ist, das dazu bestimmt ist, das erste Führungselement in mindestens zwei Positionen in Bezug auf den Rotor zu verschieben und dieses in diesen Positionen zu halten, dass eine Verbindung zwischen dem ersten Führungselement und dem zweiten Führungselement vorgesehen ist, so dass diese Positionsänderung des ersten Führungselements in seiner ersten Konfiguration die Position des zweiten Führungselements ändert, und dass ein zweites Steuerelement vorgesehen ist, das dazu bestimmt ist, das zweite Führungselement nach den verschiedenen Konfigurationen anzuordnen.

Die verschiedenen Positionen des ersten Führungselements ermöglichen es vorzugsweise, den Abstand und/oder die Richtung des ersten Führungselements in Bezug zum Rotor zu ändern. Aus diesem Grund wird direkt auf den Zerteilungsgrad des Futters, somit auf die Konditionierungsintensität, eingewirkt. Dank der vorgesehenen Verbindung passt sich die Position des zweiten Führungselements automatisch an die Einstellung des ersten Führungselements an. So erzeugt diese Einstellung keine Abweichung oder plötzliche Änderung der Richtung in der von den Führungselementen definierten Bahn. Der Futterstrom bewahrt somit vorzugsweise ein regelmäßiges Ausströmen. Das zweite Steuerelement ermöglicht es, das zweite Führungselement in einer weiteren Konfiguration anzuordnen, in der es die Richtung des Produktstroms am Ausgang des Rotors ändert.

Weitere Merkmale der Erfindung, die getrennt oder in allen ihren möglichen Kombinationen zu betrachten sind, gehen noch aus der nachfolgenden Beschreibung eines für die Erfindung nicht einschränkenden Ausführungsbeispiels hervor, das in den beiliegenden Zeichnungen dargestellt ist, wobei:

1 eine Draufsicht einer landwirtschaftlichen Mähmaschine gemäß der vorliegenden Erfindung darstellt,

2 eine Seitenansicht der Mähmaschine nach Pfeil II aus 1 darstellt, wobei die zweite Führungsvorrichtung nach einer ersten Konfiguration angeordnet ist,

3 einen Teil aus 2 darstellt, der die zweite Führungsvorrichtung nach einer zweiten Konfiguration angeordnet zeigt,

4 in Seitenansicht entlang des Pfeils II und in einem anderen Maßstab eine Vorrichtung zur Behandlung von Futter gemäß der vorliegenden Erfindung darstellt,

die 5 bis 7 in Seitenansicht und in einem anderen Maßstab die Vorrichtung zur Behandlung des Futters aus 4 in drei unterschiedlichen Einstellungspositionen angeordnet darstellen,

8 eine Vergrößerung entlang der Zone VIII aus 4 darstellt.

1 stellt eine landwirtschaftliche Mähmaschine (1) gemäß der vorliegenden Erfindung dar. Die Mähmaschine (1) ist dazu bestimmt, an ein Triebfahrzeug (nicht dargestellt) angehängt zu werden, das sie in einer Ausrichtung und in eine Vorschubrichtung verschiebt, die durch den Pfeil (2) angezeigt sind. In der nachfolgenden Beschreibung sind die Begriffe „vorne" und „hinten", „vor" und „hinter" in Bezug auf die Vorschubrichtung (2) definiert, und die Begriffe „rechts" und „links" sind bei Betrachtung der Mähmaschine (1) von hinten in Vorschubrichtung (2) definiert.

Auf bekannte Weise umfasst die Mähmaschine (1) eine Schneidvorrichtung (4), die dazu bestimmt ist, ein aufrecht stehendes Produkt zu mähen, wie beispielsweise Gras. Die Schneidvorrichtung (4) ist mit dem Triebfahrzeug mittels eines Gestells (3) verbunden. Das Gestell (3) ermöglicht es vorzugsweise, die Schneidvorrichtung (4) von einer Arbeitsposition in eine Transportposition zu bringen. In der Arbeitsposition, wie in 1 dargestellt, liegt die Schneidvorrichtung (4) zumindest teilweise am Boden. Auf bevorzugte Weise umfasst das Gestell (3) Mittel, beispielsweise Federn, um zumindest einen Teil des Gewichts der Schneidvorrichtung (4) in Arbeitsposition auf das Triebfahrzeug zu legen. Bei der Arbeit ermöglicht es das Gestell (3) auch der Schneidvorrichtung (4), den Bodenkonturen zu folgen, unabhängig von der Position des Triebfahrzeugs. Ein solches Gestell (3) ist dem Fachmann bekannt und hier somit nicht detaillierter beschrieben.

Die Schneidvorrichtung (4) ihrerseits umfasst Schneidelemente (5), die entlang einer Linie angeordnet sind, die zumindest im Wesentlichen auf die Vorschubrichtung (2) senkrecht ist. Die Schneidelemente (5) sind in 2 dank eines Teilschnitts, der in der Schneidvorrichtung (4) vorgenommen wurde, zu sehen. Bei der Arbeit wird jedes Schneidelement (5) in Drehung um eine jeweilige nach oben gerichtete Achse angetrieben. Messer (6), die mit der Peripherie der Schneidelemente (5) verbunden sind, beschreiben somit Kreise mit großer Geschwindigkeit und mähen durch Aufschlagen das aufrecht stehende Produkt. Die Bewegung der Schneidvorrichtung (4) ist mittels Übertragungselementen (7) sichergestellt, die mit einer Zapfwelle des Triebfahrzeugs verbunden sind. Weitere Mittel zum mähen des aufrecht stehenden Produktes können verwendet werden, ohne über den Rahmen der vorliegenden Erfindung hinauszugehen.

Auf ebenfalls bekannte Weise umfasst die Mähmaschine (1) zusätzlich eine Vorrichtung zur Behandlung des Futters (8), die dazu bestimmt ist, die Trocknung des Schnittprodukts zu beschleunigen. In dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Vorrichtung zur Behandlung des Futters (8) hinter der Schneidvorrichtung (4) angeordnet. So wird auf vorteilhafte Weise das Futter, das aus der Schneidvorrichtung (4) austritt, direkt in die Vorrichtung zur Behandlung des Futters (8) eingeleitet.

Bei Betrachtung der 2 umfasst die Vorrichtung zur Behandlung des Futters (8) einen Kasten (9), der mit der Schneidvorrichtung (4) verbunden ist. Der Kasten (9) weist einen Eingangsabschnitt (10) auf, der sich hinter der Schneidvorrichtung (4) befindet, sowie einen Ausgangsabschnitt (11), der sich hinter der Mähmaschine (1) befindet.

In dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Ausgangsquerschnitt (11) vorzugsweise mit seitlichen Ablenkblechen (12) versehen, um einen geeichten Schwad des geschnittenen und behandelten Produkts herzustellen. Die Ausrichtung der seitlichen Ablenkbleche (12) kann durch ihre schwenkbare Montage um einen Zapfen (13) und eine Führungsnut (14), die in 1 dargestellt sind, verändert werden. Der Benutzer kann somit die Breite des am Boden abgelegten Schwads regulieren.

Die Vorrichtung zur Behandlung des Futters (8) umfasst auch einen Rotor (15), der dazu bestimmt ist, das Futter zum Ausgangsabschnitt (11) zu treiben. Dazu ist der Rotor (15) von einer Welle (16) gebildet, die schwenkbar in dem Kasten (9) entlang einer im Wesentlichen horizontalen und zur Vorschubrichtung (2) quer verlaufenden Achse (45) montiert ist. Bei der Arbeit wird die Welle (16) in Drehung direkt oder indirekt von der Zapfwelle des Triebfahrzeugs mit Hilfe der Übertragungselemente (7) angetrieben. Die Drehrichtung des Rotors (15) ist in den Figuren durch den Pfeil (46) dargestellt. Die Welle (16) ist ferner mit Fingern (17) versehen, die sich bei der arbeit radial nach außen erstrecken, wobei sie eine Umfangsbahn (18) definieren. Die Finger (17) können verschiedene dem Fachmann bekannte Formen aufweisen. Auf bevorzugte Weise ermöglicht es eine schwenkbare Montage der Finger (17) auf der Welle (16) den Fingern (17), sich zumindest teilweise einzuziehen, wenn ein Hindernis vorhanden ist oder eine anormal große Futtermenge in die Vorrichtung zur Behandlung des Futters (8) eindringt.

Insbesondere bei Betrachtung der 4 umfasst die Vorrichtung zur Behandlung des Futters (8) gemäß der Erfindung auch ein erstes Führungselement (19), das gegenüber dem Rotor (15) angeordnet ist, um einen Durchgangskanal (20) für das Futter zu definieren. Der Durchgangskanal (20) ist somit zwischen einer aktiven Fläche (21) des ersten Führungselements (19) und der Umfangsbahn (18) der Finger (17) angeordnet. Die aktive Fläche (21) weist vorzugsweise eine Profilform auf, die mindestens teilweise die Umfangsbahn (18) umgibt. Die Konditionierung des Futters wird durch Aufschlagen der Finger (17) und ihr Durchlaufen durch den Durchgangskanal (20) verwirklicht.

Nach einem wichtigen Merkmal der vorliegenden Erfindung kann das erste Führungselement (19) mindestens zwei Positionen in Bezug auf den Rotor (15) einnehmen.

So ist in dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel das erste Führungselement (19) schwenkbar mit dem Kasten (9) mittels eines Gelenks (22) mit der Achse (23) verbunden. Die Achse (23) ist vorzugsweise parallel zur Drehachse (45) des Rotors (15). Es ist auch ein erstes Steuerelement (24) vorgesehen, das dazu bestimmt ist, das erste Führungselement (19) um das Gelenk (22) zu schwenken und es in verschiedenen Positionen zu halten. Aus diesem Grund bewirkt eine Betätigung des ersten Steuerelements (24) eine Änderung des Querschnitts des Durchgangskanals (20) und somit eine Änderung der Intensität der Konditionierung.

Bei Betrachtung der 2 setzt sich das erste Steuerelement (24) aus einem Hebel (25) zusammen, der schwenkbar mit dem Kasten (9) mittels einer Welle (26) verbunden ist, die im Wesentlichen parallel zur Achse (45) des Rotors (15) angeordnet ist. Vorzugsweise kann der Hebel (25) verschiedene Positionen einnehmen, die durch ein Ortungs- und Feststellungselement (48) definiert sind, welches starr mit dem Kasten (9) verbunden ist. Der Hebel (25) und das Ortungs- und Feststellungselement (48) sind vorzugsweise außerhalb des Kastens (9) für den Benutzer leicht zugänglich angeordnet. Bei genauer Betrachtung von 4 besteht das erste Steuerelement (24) zusätzlich aus einem Arm (27), der starr mit der Welle (26) verbunden ist. Es ist auch ein Schwingarm (28) vorgesehen, der ein Ende des Arms (27) mit dem ersten Führungselement (19) mittels schwenkbaren Gelenken verbindet. Aus diesem Grund erzeugt jede Positionsänderung des Hebels (25) ein Schwenken des ersten Führungselements (19) um das Gelenk (22).

Auf bevorzugte Weise befindet sich das Gelenk (22) in einem hinteren Teil des ersten Führungselements (19). Ferner ist das Gelenk (22) vorzugsweise hinter und über der Achse (45) des Rotors (15) angeordnet. Der Hauptvorteil einer solchen Anordnung des Gelenks (22) ist in den 5 und 6 zu sehen. 5 stellt nämlich genauer das erste Führungselement (19) in einer ersten Einstellposition dar, die relativ weit vom Rotor (15) entfernt ist. 6 stellt hingegen das erste Führungselement (19) in einer zweiten Einstellposition relativ nahe zum Rotor (15) dar. Es kann somit festgestellt werden, dass das Schwenken des ersten Führungselements (19) einen Einfluss sowohl auf die Eintrittsöffnung (29) als auch auf die Austrittsöffnung (30) des Durchgangskanals (20) hat. Die Änderung der Intensität der Konditionierung ist somit über die gesamte Länge des Durchgangskanals (20) verteilt. Es versteht sich, dass das erste Führungselement (19) verschiedene Zwischenpositionen zwischen den in den 5 und 6 dargestellten Positionen einnehmen kann, um die Einstellung der Intensität der Konditionierung zu verfeinern.

In dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel umfasst die Vorrichtung zur Behandlung des Futters (8) auch einen Kamm (31), der entlang einer Achse (32) angelenkt ist, die außerhalb des Durchgangskanals (20) vorgesehen ist. Zum Beispiel zeigt 4 einen solchen Kamm (31), umfassend Zähne (33), die zumindest teilweise in den Durchgangskanal (20) durch einen oder mehrere Schlitze (47) eingreifen können, die in dem ersten Führungselement (19) vorgesehen sind. Der oder die Schlitze (47) sind in 1 mittels eines Teilschnittes, der in der Vorrichtung zur Behandlung des Futters (8) durchgeführt ist, zu sehen. Bei Betrachtung der 7 erhöht ein stärkeres Eingreifen des Kamms (31) in den Durchgangskanal (20) vorzugsweise die Intensität der Konditionierung. Zusätzlich sind Feststellmittel vorgesehen, um den Kamm (31) in einer gegebenen Position festzustellen. Der Kamm (31) stelle somit eine zusätzliche Möglichkeit der Einstellung der Intensität der Konditionierung dar.

Der Kamm (31) ist gegenüber den Schlitzen (47) derart angelenkt, dass er die Schlitze (47) verschließt, und zwar für jede Position der Zähne (33). Das gegen die diese Schlitze (47) aufweisende aktive Fläche (21) geworfene Futter dringt somit nicht in die Schlitze (47) ein, und somit besteht keine Gefahr, dass es sich an diesen festhakt.

Die Achse (32), die den Kamm (31) anbindet, ist vorzugsweise mit dem ersten Führungselement (19) verbunden. Bei der Einstellung der Intensität der Konditionierung mittels des Hebels (25) wird der Kamm (31) somit ebenfalls um das Gelenk (22) geschwenkt.

Auf dem Fachmann bekannte Art und Weise umfasst die Vorrichtung zur Behandlung des Futters (8) auch ein zweites Führungselement (34). Dieses zweite Führungselement (34) ist stromabwärts zu dem ersten Führungselement (19) angeordnet, um den Futterstrom, der aus dem Durchgangskanal (20) austritt, führen zu können.

Das zweite Führungselement (34) kann vorzugsweise mindestens zwei Positionen in Bezug auf den Rotor (15) einnehmen. So ist in dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel das zweite Führungselement (34) schwenkbar mit dem Kasten (9) mittels eines Gelenks (35) mit einer Achse (36) verbunden. Die Achse (36) ist vorzugsweise parallel zur Drehachse (45) des Rotors (15). Auf bevorzugte Weise ist das Gelenk (35) in einem hinteren Teil des zweiten Führungselements (34) angeordnet.

Bei einer ersten Ausführung, wie in den 2, 4 und 6 dargestellt, ist das zweite Führungselement (34) in der Verlängerung des ersten Führungselements (19) angeordnet. Der Futterstrom wird somit weiterhin auf der Bahn geführt, die er beim Austritt aus dem Durchgangskanal (20) innehatte. Diese Ausführung des zweiten Führungselements (34) ermöglicht es dem Futter, die seitlichen Ablenkbleche (12) zu erreichen, die in 1 dargestellt sind. Das Futter wird nun am Boden abgelegt, um einen Schwad von geeichter Breite zu bilden.

Nach einem wesentlichen Merkmal der vorliegenden Erfindung ist zusätzlich eine Verbindung (39) zwischen dem ersten Führungselement (19) und dem zweiten Führungselement (34) vorgesehen, so dass jede Änderung der Position des ersten Führungselements (19) automatisch die Position des zweiten Führungselements (34) verändert.

In dem in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Verbindung (39) vorzugsweise durch das Anschlagen und Halten des zweiten Führungselements (34) am ersten Führungselement (19) verwirklicht.

Zu diesem Zweck und unter Bezugnahme auf 8 umfasst das zweite Führungselement (34) vorzugsweise eine Nase (40), die dazu bestimmt ist, an einer Stütze (41) zur Anlage zu gelangen, die auf dem ersten Führungselement (19) vorgesehen ist.

Das Halten der Nase (40) an der Stütze (41) erfolgt mittels eines elastisch verformbaren Elements (42). Bei Betrachtung der 2 ist das elastisch verformbare Element (42) mit dem Kasten (9) verbunden. Das elastisch verformbare Element (42) ist vorzugsweise derart angeordnet, dass es ein Moment um die Achse (36) erzeugt, so dass in der ersten Ausführung, wie in den 2, 4 und 6 dargestellt, die Nase (40) gegen die Stütze (41) gedrückt gehalten wird.

Bei Betrachtung der 5 und 6, wenn das zweite Führungselement (34) in der ersten Ausführung angeordnet ist, ermöglicht es das elastisch verformbare Element (42), den Kontakt zwischen der Nase (40) und der Stütze (41) zu halten, unabhängig von der Einstellposition des ersten Führungselements (19). Das elastisch verformbare Element (42) ruft aus diesem Grund eine Änderung der Ausrichtung des zweiten Führungselements (34) bei Änderungen der Position des ersten Führungselements (19) hervor. Das zweite Führungselement (34) bleibt somit immer in der Verlängerung des ersten Führungselements (19), auch beim Schwenken dieses letztgenannten um das Gelenk (22). Daraus ergibt sich, dass in der ersten Ausführung des zweiten Führungselements (34) und unabhängig von der Einstellung des ersten Führungselements (19) der Futterstrom vorzugsweise keiner Verschiebung oder plötzlichen Richtungsänderung bei seinem Durchlaufen vom ersten Führungselement (19) zum zweiten Führungselement (34) unterworfen ist.

Auf vorteilhafte Weise ist die Nase (40) in einem vorderen Teil des zweiten Führungselements (34) angeordnet. Die Stütze (41) ihrerseits ist vorzugsweise vorne am Gelenk (22), das das erste Führungselement (19) mit dem Kasten (9) verbindet, angeordnet. Ferner ist die Stütze (41) vorzugsweise in Bezug auf aktive Fläche (21) versetzt, so dass sie aus dem Durchgangskanal (20) austritt. Aus diesem Grund stört die Verbindung (39) das Ausströmen des Futterstroms nicht.

Bei Betrachtung der 3 und 7 kann das zweite Führungselement (34) auch nach einer zweiten Ausführung mit Hilfe eines zweiten Steuerelements (44) angeordnet sein. In dieser zweiten Ausführung wird das zweite Führungselement (34) um das Gelenk (35) geschwenkt, um durch den aus dem Durchgangskanal (20) austretenden Futterstrom hindurch angeordnet zu werden. Eine aktive Fläche (37) des zweiten Führungselements (34) legt nun den Futterstrom zum Boden um, bevor dieser die seitlichen Ablenkbleche (12) erreicht. So wird das Futter am Boden abgelegt, ohne zusammengefasst zu werden. Auf bevorzugte Weise ist die aktive Fläche (37) mit im Wesentlichen vertikalen Seitenteilen (38) versehen. Diese Seitenteile (38) ermöglichen es vorzugsweise, den Futterstrom auf die gesamte Breite der Mähmaschine (1) zu verteilen. Dies ermöglicht es im Bedarfsfalle, das Trocknen des Futters noch zu beschleunigen. Natürlich sind in der ersten Ausführung des zweiten Führungselements (34) die aktive Fläche (37) und die Seitenteile (38) nicht mit dem Futter in Kontakt.

Das elastisch verformbare Element (42) ist auch derart angeordnet, dass es ein weiteres Moment erzeugt, damit in der zweiten Ausführung, wie in den 3 und 7 dargestellt, das zweite Führungselement (34) an einem weiteren nicht dargestellten Anschlag anschlägt. So ermöglicht es das elastisch verformbare Element (42), das zweite Führungselement (34) stabil in der zweiten Ausführung zu halten. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das elastisch verformbare Element (42) eine Zugfeder. Es ist anzumerken, dass in den 2 und 3 die Zugfeder symbolisch dargestellt ist.

Das zweite Steuerelement (44) ist dazu bestimmt, das zweite Führungselement (34) in den verschiedenen Ausführungen zu schwenken.

In dem in den 2 und 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist das zweite Steuerelement (44) von einem Hebel (43) gebildet, der vorzugsweise außerhalb des Kastens (9) angeordnet ist. Der Hebel (43) ist starr mit einer Welle verbunden, die entlang der Achse (36) angeordnet ist und das zweite Führungselement (34) trägt. Bei Betrachtung von 3 ruft somit das Schwenken des Hebels (43) das Schwenken des zweiten Führungselements (34) um das Gelenk (35) hervor.

Auf bevorzugte Weise ist das elastisch verformbare Element (42) auch außerhalb des Kastens (9) angeordnet. Das elastisch verformbare Element (42) ist nun einerseits mit dem Kasten (9) und andererseits mit dem Hebel (43) verbunden.

Die landwirtschaftliche Mähmaschine (1), die soeben beschrieben wurde, stellt nur ein Ausführungsbeispiel dar, das keinesfalls den von den nachfolgenden Ansprüchen definierten Schutzbereich einschränken kann.

So kann nach einem anderen nicht dargestellten Ausführungsbeispiel die Verbindung (39) mittels Elementen hergestellt sein, die das erste Steuerelement (24) und das zweite Steuerelement (44) derart verbinden, dass eine entsprechende Bewegung des zweiten Führungselements (34) bei der Einstellung des ersten Führungselements (19) vorhanden ist.

Nach einem weiteren Ausführungsbeispiel ist das zweite Führungselement (34) schwenkbar mittels des Gelenks (35) nicht mit dem Kasten (9), sondern mit dem ersten Führungselement (19) verbunden.

Nach noch einem weiteren Ausführungsbeispiel fällt die Achse (36) des Gelenks (35) mit der Achse (23) des Gelenks (22) zusammen.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Behandlung von Futter (8) kann auch in einer landwirtschaftlichen Maschine vorgesehen sein, die keine Schneidvorrichtung (4) umfasst. Eine solche Maschine umfasst nun eine Vorrichtung zum Einsammeln des bereits geschnittenen, am Boden liegenden Futters.


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Behandlung von Futter mit:

– einem Kasten (9), der mit einem Eintrittsabschnitt (10) und einem Austrittsabschnitt (11) für das Futter versehen ist,

– einem Rotor (15); der mit dem Kasten (9) derart verbunden ist, dass er in Drehung um eine Längsachse (45) angetrieben wird, um das Futter zum Austrittsabschnitt (11) zu befördern,

– einem ersten Führungselement (19), das teilweise den Rotor (15) umgibt, um einen Durchgangskanal (20) für das Futter zu definieren, und

– einem zweiten Führungselement (34), das derart angeordnet ist, dass es den aus dem Durchgangskanal (20) austretenden Futterstrom führt, wobei das zweite Führungselement (34) in mindestens zwei Konfigurationen in Bezug auf den Rotor (15) angeordnet werden kann,

dadurch gekennzeichnet, dass ein erstes Steuerelement (24) vorgesehen ist, das dazu bestimmt ist, das erste Führungselement (19) in mindestens zwei Positionen in Bezug auf den Rotor (15) zu verschieben und dieses in diesen Positionen zu halten, dass eine Verbindung (39) zwischen dem ersten Führungselement (19) und dem zweiten Führungselement (34) vorgesehen ist, so dass eine Positionsänderung des ersten Führungselements (19), die Position in seiner ersten Konfiguration des zweiten Führungselements (34) ändert, und dass ein zweites Steuerelement (44) vorgesehen ist, das dazu bestimmt ist, das zweite Führungselement (34) nach den verschiedenen Konfigurationen anzuordnen.
Vorrichtung zur Behandlung von Futter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Führungselement (19) schwenkbar mit dem Kasten (9) mittels eines Gelenks (22) mit einer Achse (23) verbunden ist, das sich im hinteren Teil des Führungselements (19) befindet, wobei die Achse (23) im Wesentlichen parallel zur Drehachse (45) des Rotors (15) und hinter der Drehachse (45) angeordnet ist. Vorrichtung zur Behandlung von Futter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie ferner einen Kamm (31) umfasst, der entlang einer Achse (32), die mit dem ersten Führungselement (19) verbunden ist, angeordnet ist, wobei dieser Kamm (31) dazu bestimmt ist, zumindest teilweise in den Durchgangskanal (20) einzugreifen. Vorrichtung zur Behandlung von Futter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Führungselement (34) schwenkbar mit dem Kasten (9) mittels eines Gelenks (35) mit einer Achse (36) verbunden ist. Vorrichtung zur Behandlung von Futter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Führungselement (34) schwenkbar mit dem ersten Führungselement (19) mittels eines Gelenks (35) mit einer Achse (36) verbunden ist. Vorrichtung zur Behandlung von Futter nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (36) des Gelenks (35) parallel zur Drehachse (45) des Rotors (15) ist. Vorrichtung zur Behandlung von Futter nach irgend einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenk (35) in einem hinteren Teil des zweiten Führungselements (34) angeordnet ist. Vorrichtung zur Behandlung von Futter nach Anspruch 2 in Kombination mit irgend einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (36) des Gelenks (35), das das zweite Führungselement (34) mit dem Kasten (9) oder dem ersten Führungselement (19) verbindet, mit der Achse (23) des Gelenks (22), das das erste Führungselement (19) mit dem Kasten (9) verbindet, zusammenfällt. Vorrichtung zur Behandlung von Futter nach irgend einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung (39) durch Anschlagen und Halten des zweiten Führungselements (34) am ersten Führungselement (19) verwirklicht ist. Vorrichtung zur Behandlung von Futter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Führungselement (34) eine Nase (40) umfasst, die dazu bestimmt ist, an einer Stütze (41) anzuschlagen, die auf dem ersten Führungselement (19) vorgesehen ist. Vorrichtung zur Behandlung von Futter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Halten der Nase (40) an der Stütze (41) mit Hilfe eines elastisch verformbaren Elements (42) erfolgt. Vorrichtung zur Behandlung von Futter nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Nase (40) in einem vorderen Teil des zweiten Führungselements (34) angeordnet ist. Vorrichtung zur Behandlung von Futter nach irgend einem der Ansprüche 10 oder 11 in Kombination mit Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Stütze (41) vor dem Gelenk (22) angeordnet ist, das das erste Führungselement (19) mit dem Kasten (9) verbindet. Vorrichtung zur Behandlung von Futter nach irgend einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Stütze (41) in Bezug auf eine aktive Fläche (21) des ersten Führungselements (19) versetzt ist, um aus dem Durchgangskanal (20) auszutreten. Vorrichtung zur Behandlung von Futter nach Anspruch 11 in Kombination mit Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das elastisch verformbare Element (42) einerseits mit dem Kasten (9) und andererseits mit einem Hebel (43) des zweiten Steuerelements (44) verbunden ist. Landwirtschaftliche Maschine, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Vorrichtung zur Behandlung von dem Futter (8) nach irgend einem der Ansprüche 1 bis 15 umfasst. Landwirtschaftliche Maschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass es sich um eine landwirtschaftliche Mähmaschine (1) handelt, die zusätzlich eine Schneidvorrichtung (4), die vor der Vorrichtung zur Behandlung von dem Futter (8) angeordnet ist, umfasst.






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