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Dokumentenidentifikation EP1361031 19.04.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001361031
Titel Fräskopf zum wand- oder bodenseitigen Fräsen
Anmelder Kresken, Josef, 40721 Hilden, DE
Erfinder Kresken, Josef, 40721 Hilden, DE
DE-Aktenzeichen 50306719
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 30.04.2003
EP-Aktenzeichen 030088926
EP-Offenlegungsdatum 12.11.2003
EP date of grant 07.03.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 19.04.2007
IPC-Hauptklasse B28D 1/18(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse E01C 23/088(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   E02F 3/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Fräskopf zum wand- oder bodenseitigen Fräsen nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus DE-GM 200 17 850 ist ein an einem Baggerarm montierbarer Fräskopf zum Längs- oder Querschneiden von Böden bekannt, der eine daran angebrachte Trägerkonsole aufweist, die eine Steuerschiene trägt, die sich im wesentlichen bis zum freien Ende des Fräskopfes erstreckt und mit Abstand hierzu angeordnet ist. Ein derartiger Fräskopf eignet sich zwar zum Fräsen von Böden, insbesondere härterer Böden wie Beton, Asphalt, Felsböden od.dgl., jedoch gibt es auch Fälle, in denen vorspringende Bereiche an Wänden, sei es irgendwo im mittleren oder oberen Wandbereich oder auch benachbart zum Boden zu entfernen sind. Die Steuerschiene läßt sich hierzu nicht einsetzen, so daß bei Verwendung eines von einem Bagger geführten Fräskopfes dieser je nach zu fräsendem Material entsprechend ausschlagen und hin und her tanzen würde.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen Fräskopf nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zu schaffen, der es ermöglicht, in vertikaler Richtung im wesentlichen tiefengenau und planeben zu fräsen.

Diese Aufgabe wird entsprechend dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 gelöst.

Dadurch, daß an dem Fräskopf eine Planplatte angebracht wird, die sich in einem spitzen Winkel und tangential zu den freien Enden der Fräsmeißel erstreckt sowie zum Fräswerkzeug beabstandet angeordnet ist, läßt sich der Fräskopf mit der Planplatte durch den Bagger gegen eine Wand drücken und dann an dieser unter Wegfräsen von irgendwelchen vorstehenden Bereichen etwa an Giebelwänden oder Fundamenten od.dgl. abgleiten. Außerdem läßt sich der Fräskopf zum entsprechenden Fräsen von Böden verwenden, wobei dann die Planplatte auf den Boden gedrückt und entlang von diesem unter Abfräsen überstehender Bereiche bewegt wird. Hierdurch ergibt sich ein lärm- und erschütterungsarmes Fräsen.

Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung und den Unteransprüchen zu entnehmen.

Die Erfindung wird nachstehend anhand von in den beigefügten Abbildungen schematisiert in Seitenansicht dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert.

Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform eines Fräskopfes zum wandseitigen Fräsen.

Fig. 2 zeigt eine zweite Ausführungsform eines Fräskopfes zum wand- oder bodenseitigen Fräsen.

Der in Fig. 1 dargestellte Fräskopf umfaßt ein beispielsweise hydraulisch arbeitendes Antriebsaggregat 1, das über nicht dargestellte flexible Leitungen versorgt wird. Das Antriebsaggregat 1 trägt auf jeder Seite ein um eine im wesentlichen horizontale Achse rotierendes Fräswerkzeug 2 (schematisch durch die beiden Kreise R1 und R2 dargestellt, deren Radiusdifferenz die maximale Frästiefe ergibt), das auf seinem Mantel eine Vielzahl von Fräsmeißeln (Rundschaftmeißel) aufweist, wobei die Fräswerkzeuge 2 koaxial zueinander angeordnet sind. Um eine vorgesehene Frästiefe festzulegen und damit kein Hüpfen bzw. ungleichmäßig tiefes Fräsen zu bewirken, ist ein dickwandiger, runder Bügel 19, der die Frästiefe bestimmt, vorgesehen. Der Bügel 19 kann zum Erzielen entsprechender Frästiefen auswechselbar sein, jedoch ist er statt dessen zweckmäßigerweise einerseits über ein Gelenk 20 am Antriebsaggregat 1 angelenkt und andererseits über eine Stellschraube 21 (oder eine Stellspindel) an einer Lasche 22 des Antriebsaggregats 1 gehalten, so daß der in seinem Auflagebereich kreisbogenförmige Bügel 19 in seinem Abstand gegenüber dem Antriebsaggregat 1 verstellbar ist. Der Bügel 19 besitzt zweckmäßigerweise an seiner dem Antriebsaggregat 1 zugewandten Seite Rippen 23 zur Verstärkung und bei größter Frästiefe auch zur Abstützung.

Zwischen dem Flansch eines Baggerarms 7 und demjenigen des Antriebsaggregats 1 ist eine Platte 10 eingespannt, an deren Ende eine Planplatte 24 in einem vorbestimmten spitzen Winkel, beispielsweise einen Winkel zwischen 45° bis 70°, zu den Fräswerkzeugen 2 gerichtet angeordnet ist, die über Verstrebungen 25 an der Platte 10 und zusätzlich am Antriebsaggregat 1 abgestützt und versteift ist. Die Planplatte 24 verläuft mit ihrer Außenseite tangential zu den freien Enden der Fräsmeißel entsprechend dem Kreis R1 und ist mit ihrem unteren Ende hierzu beabstandet, d.h. die Planplatte 24 endet seitlich über den Fräswerkzeugen 2.

Wenn sich entlang einer Wand irgendwelche vorstehenden Stein- oder Betonbereiche, etwa Fundamentteile oder ausgespritzte Bereiche erstrecken, die zu beseitigen sind, kann der Baggerführer die Planplatte 24 über die Hydraulikzylinder des Baggers gegen die Wand drücken und dann gesteuert an der Wand unter tiefengenauem und planebenen Abfräsen der vorstehenden Bereiche abgleiten lassen.

Durch das Anlegen des Baggerarms an den zu fräsenden Körper, etwa die Wand, über die Planplatte 24 wird gleichzeitig eine wesentliche Verbesserung der Laufruhe des Fräskopfes erreicht. Ein unerwünschtes Springen und Rütteln des Fräskopfes und Ausbrüche im Fräskörper werden hierdurch vermieden. Das Fräsen wird für den Baggerführer durch den ruhigeren Lauf wesentlich angenehmer und der Bagger wird geschont.

Die jeweilige Frästiefe wird über den Bügel 19 eingestellt.

Eine durch Verstrebungen 25' am Fräskopf abgestützte Planplatte 24' kann aber auch zum bodenseitigen Fräsen verwendet werden, wie in Fig. 2 dargestellt ist, gemäß der die Planplatte 24' auf der der Planplatte 24 gegenüberliegenden Seite des Fräskopfes 1 zu montieren ist. Die Planplatte 24' wird dann gegen den Boden gedrückt und läuft in Fräsrichtung dem Fräswerkzeug 2 um eine vorgesehene Frästiefe h, d.h. mit dem Bügel 19 fluchtend, gegenüber dem Radius R1 nach oben versetzt vor, während die Planplatte 24 dem Fräswerkzeug 2 nachläuft. Die Planplatte 24' ist zweckmäßigerweise höhenverstellbar etwa an den Verstrebungen 25' angebracht.

Die jeweils benötigte Planplatte 24 oder 24' kann am Fräskopf montiert sein, es können aber auch beide Planplatten 24, 24' vorgesehen sein.


Anspruch[de]
  1. Fräskopf zum wand- oder bodenseitigen Fräsen, der an einem Baggerarm (7) montierbar ist und mindestens ein rotierendes, Fräsmeißel tragendes Fräswerkzeug (2) mit im wesentlichen horizontaler Rotationsachse aufweist sowie eine benachbart zu seinem Flansch angeordnete Trägerkonsole (10) trägt, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerkonsole (10) eine Planplatte (24, 24') trägt, die sich in einem spitzen Winkel und bei wandseitigem Fräsen in einer Tangentialebene zu den freien Enden der Fräsmeißel bzw. bei bodenseitigem Fräsen in einer um eine vorgesehene Frästiefe zu der Tangentialebene versetzten Ebene erstreckt sowie neben dem Fräswerkzeug (2) endet.
  2. Fräskopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Planplatte (24, 24') versteift ist.
  3. Fräskopf nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Planplatte (24, 24') am Fräskopf (1) abgestützt ist.
  4. Fräskopf nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine Einrichtung zum Einstellen der Frästiefe vorgesehen ist.
  5. Fräskopf nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung zum Einstellen der Frästiefe einen gegenüber der Tiefe der Fräsmeißel verstellbaren Bügel (19) umfaßt.
  6. Fräskopf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Bügel (19) zwischen zwei Fräswerkzeugen (2) am Antriebsaggregat (1) angeordnet ist.






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