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Dokumentenidentifikation DE102004033639B4 26.04.2007
Titel Montageanordnung eines Antriebsaggregats eines Kraftfahrzeuges
Anmelder Kia Motors Corporation, Seoul, KR
Erfinder Moon, Sung Je, Gwangju, KR
Vertreter Viering, Jentschura & Partner, 80538 München
DE-Anmeldedatum 12.07.2004
DE-Aktenzeichen 102004033639
Offenlegungstag 16.06.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.04.2007
IPC-Hauptklasse B60K 5/12(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F16F 1/54(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   F16F 15/08(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Montageanordnung eines Antriebsaggregats eines Kraftfahrzeuges, und insbesondere eine mehrteilige Montageanordnung, die an verschiedene Antriebsaggregate leicht anpassbar ist und die Übertragung von Vibrationen und Geräuschen auf die Kraftfahrzeugkarosserie wirksam verhindert.

Bei einem Fahrzeug bezieht sich ein Antriebsaggregat im Allgemeinen auf einen Motor, eine Kupplung und ein Getriebe als eine Anordnung. Wenn ein solches Antriebsaggregat im Motorraum des Fahrzeuges montiert ist, werden Vibrationen und Geräusche, die unvermeidlich erzeugt werden, gedämpft, um zu ermöglichen, dass minimale Vibrationen und Geräusche auf die Fahrzeugkarosserie übertragen werden, so dass das Niveau des Fahrkomforts verbessert werden kann.

Bei Montieren eines Antriebsaggregats an eine Fahrzeugkarosserie stützt diese das Antriebsaggregat im Allgemeinen an 3 bis 5 Stellen ab. Zum Beispiel ist es bei einer 4-Punkt-Stütze möglich, ein Paar Motorseitenträger an beiden Seiten des Motors und ein Paar Getriebeträger an beiden Seiten des Getriebes anzuordnen.

Herkömmlich müssen jedoch solche Träger bei der Entwicklung neuer Fahrzeugmodelle neu entwickelt werden, was den Konstruktionsaufwand und die Herstellungskosten für das Fahrzeug erhöht.

Aus der EP 1 491 790 A1 und der FR 2 810 712 A1 sind Montageanordnungen eines Antriebsaggregats bekannt, die zwischen einer Kraftfahrzeugkarosserie und einem Antriebsaggregat angeordnet sind, um die Übertragung von durch das Antriebsaggregat erzeugten Vibrationen auf die Fahrzeugkarosserie zu vermeiden.

Aufgabe der Erfindung ist, eine Montageanordnung eines Antriebsaggregats zu schaffen, die nicht nur das Antriebsaggregat an einer Fahrzeugkaroserie stabil abstützt, sondern auch wirksam Vibrationen dämpft und absorbiert, die von dem Antriebsaggregat übertragen werden, und die an einer Anzahl von Fahrzeugmodellen montierbar und anwendbar ist.

Die Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Weitere Ausführungen sind in den Unteransprüchen angeben.

So ist vorzugsweise eine zweite Seitenwand, die der ersten Seitenwand des äußeren Karosserieteils zugewandt ist, offen ausgebildet, wobei das innere Karosserieteil, das als eine Einheit mit dem Vibrationsisolierungsteil ausgebildet ist, durch die zweite Seitenwand hindurch gleitend eingesetzt ist.

Vorzugsweise sind eine dritte und eine vierte Seitenwand, die dem äußeren Karosserieteil zugewandt sind, in einer V-Form ausgebildet, um das innere Karosserieteil, das durch die zweite Seitenwand hindurch gleitend eingesetzt ist, in einer Richtung nach unten abzustützen.

Vorzugsweise weist jedes der seitlichen Vibrationsisolierungsteile, die der dritten und der vierten Seitenwand des äußeren Karosserieteils zugewandt sind, eine fixierte Platte auf, wobei jede der dritten und der vierten Seitenwand mit wenigstens einer Nut versehen ist, welche die Platte führt.

Vorzugsweise sind ein Bodenabschnitt des inneren Karosserieteils und ein Bodenabschnitt der Ausnehmung des äußeren Karosserieteils in einem festgelegten Abstand voneinander angeordnet.

Die Erfindung wird mit Bezug auf die Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:

1 eine perspektivische Explosionsansicht einer Montageanordnung eines Antriebsaggregats eines Fahrzeuges nach einer Ausführungsform der Erfindung;

2 einen Schnitt der Montageanordnung aus 1;

3 einen Schnitt der Montageanordnung aus 2 bei Belastung.

Mit Bezug auf die Zeichnung wird eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung beschrieben.

Eine Montageanordnung eines Antriebsaggregats eines Fahrzeuges gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist ein äußeres Karosserieteil 210, ein inneres Karosserieteil 220 und ein Vibrationsisolierungsteil 230 auf, das zwischen dem äußeren Karosserieteil 210 und dem inneren Karosserieteil 220 angeordnet ist. Das äußere Karosserieteil 210 kann vorzugsweise zum Beispiel aus Aluminium sein und ist nach oben und zur Seite (zweite Seitenwand) hin offen, wobei innen eine Ausnehmung 270 ausgebildet ist.

In einer ersten Seitenwand 212, die der einen offenen Seite zugewandt ist, sind eine Mehrzahl von Befestigungsöffnungen 211 ausgebildet, um das äußere Karosserieteil 210 mit der Fahrzeugkarosserie zu verbinden. Eine Mehrzahl von Befestigungsteilen 250 sind in die Befestigungsöffnungen 211 eingesetzt und in diesen fixiert.

Andererseits kann das innere Karosserieteil 220 auch vorzugsweise zum Beispiel aus Aluminium sein, wobei in dessen Oberteil eine Befestigungsöffnung 221 ausgebildet ist. Ein Befestigungsteil 260 zum Verbinden mit einem Antriebsaggregat ist in die Befestigungsöffnung 221 eingesetzt und in dieser fixiert, wobei das Befestigungsteil 260 derart ausgebildet ist, dass es aus der Oberseite des inneren Karosserieteils 220 herausragt, so dass die Verbindung mit einem Antriebsaggregat leicht durchgeführt werden kann.

Beiderseits des inneren Karosserieteils 220 ist eine Platte 240 aus Metall vorgesehen, an welcher jeweils ein Vibrationsisolierungsteil 230 vorzugsweise zum Beispiel durch Spritzgießen einstückig ausgebildet ist. Das Vibrationsisolierungsteil 230 ist vorzugsweise aus Gummi geformt.

Das dem inneren Karosserieteil 220 zugewandte Ende des Vibrationsisolierungsteils 230 ist einstückig mit einer Metallplatte 275 ausgebildet, welche ihrerseits einstückig mit dem inneren Karosserieteil 220 vorzugsweise durch Falten und andere Techniken ausgebildet ist.

Das innere Karosserieteil 220, das einstückig mit dem Vibrationsisolierungsteil 230 ausgebildet ist, wird von der Ausnehmung 270 aufgenommen, die in dem äußeren Karosserieteil 210 ausgebildet ist, so dass das Vibrationsisolierungsteil 230 zwischen dem äußeren Karosserieteil 210 und dem inneren Karosserieteil 220 angeordnet ist, um Vibrationen eines Antriebsaggregats zu isolieren. Speziell wird die innere Anordnung zu der ersten Seitenwand 212 des äußeren Karosserieteils 210 hin gleitend eingesetzt und von der Ausnehmung 270 aufgenommen. Wenigstens ein vorstehender Abschnitt 231, 232 ist der ersten Seitenwand 212 des äußeren Karosserieteils 210 zugewandt an dem inneren Karosserieteil 220 ausgebildet. Wenigstens ein Flanschabschnitt 215, 216 ist an der ersten Seitenwand 212 des äußeren Karosserieteils 210 nach innen ausgebildet, um den vorstehenden Abschnitt 231, 232 abzustützen.

Außerdem weist das äußere Karosserieteil 210 eine dritte und eine vierte Seitenwand 213, 214 auf, die in V-Form einander zugewandt sind. Das innere Karosserieteil 220, das als eine Einheit mit dem Vibrationsisolierungsteil 230 ausgebildet ist, entspricht der Schräge der V-Form und ist an dieser abgestützt. Ein Paar Nuten 217 sind in Einsetzrichtung des inneren Karosserieteils 220 parallel zueinander jeweils an der dritten und der vierten Seitenwand 213, 214 ausgebildet. Die Platten 240 an dem Vibrationsisolierungsteil 230 sind der dritten und der vierten Seitenwand 213, 214zugewandt. Wenn das innere Karosserieteil 220 in das äußere Karosserieteil 210 gleitend eingesetzt wird, greifen die Ränder der Platten 240 in die Nuten 217 der dritten und der vierten Seitenwand 213, 214 ein, um das innere Karosserieteil 220 zu führen.

2 zeigt einen Querschnitt der Montageanordnung, wobei das innere Karosserieteil 220 in das äußere Karosserieteil 210 eingesetzt ist. Der Bodenabschnitt des inneren Karosserieteils 220 und der Bodenabschnitt der Ausnehmung 270 des äußeren Karosserieteils 210 sind um einen festgelegten Abstand h1 voneinander getrennt, während die Oberseite des inneren Karosserieteils 220 und die Oberseite des äußeren Karosserieteils 210 in einem festgelegten Abstand W1 voneinander angeordnet sind.

Wenn das innere Karosserieteil 220 in der Ausnehmung 270 des äußeren Karosserieteils 210 durch Vibrationen, die von einem Antriebsaggregat übertragen werden, vibriert, wird eine gegenseitige Beeinflussung zwischen dem Vibrationsisolierungsteil 230 und dem äußeren Karosserieteil 210 verhindert, und gleichzeitig werden die Vibrationen reduziert.

3 zeigt die Montageanordnung in einem Zustand, in dem eine Belastung durch ein Antriebsaggregat auf das innere Karosserieteil 220 und das äußere Karosserieteil 210 ausgeübt wird. Wenn die Belastung von dem Antriebsaggregat auf das innere Karosserieteil 220 aufgebracht wird, bewegt sich das innere Karosserieteil 220 leicht in Richtung nach unten. Infolgedessen bewegen sich die vorstehenden Abschnitte 231, 232 des Vibrationsisolierungsteils 230, die einstückig an der Außenfläche des inneren Karosserieteils 220 ausgebildet sind, in Richtung nach unten, während sie von den Flanschabschnitten 215, 216 des äußeren Karosserieteils 210 abgestützt werden. Die vorstehenden Abschnitte 231, 232 des Vibrationsisolierungsteils 230 erzeugen eine bestimmte Federkraft, die in Richtung nach oben wirkt, während die vorstehenden Abschnitte 231, 232 von den Flanschabschnitten 215, 216 federnd abgestützt werden, um Vibrationen von dem Antriebsaggregat zu vermindern.

Mit der Montageanordnung eines Antriebsaggregates eines Fahrzeuges gemäß der Erfindung werden Vibrationen, die von dem Antriebsaggregat auf die Fahrzeugkarosserie übertragen werden, wirksam gedämpft und absorbiert, wobei deren Montage einfach ist. Ferner können, da eine solche Montageanordnung gemeinsam für eine Anzahl von Modellen mit einfacher Einstellung anwendbar ist, der Konstruktionsaufwand und die Herstellungskosten für die Entwicklung neuer Fahrzeugmodelle reduziert werden.


Anspruch[de]
Montageanordnung eines Antriebsaggregats, die konfiguriert ist, um zwischen einer Kraftfahrzeugkarosserie und einem Antriebsaggregat angeordnet zu sein, um zu verhindern, dass Vibrationen, die von dem Antriebsaggregat erzeugt werden, auf die Kraftfahrzeugkarosserie übertragen werden, aufweisend:

eine innere Anordnung, die mit dem Antriebsaggregat verbindbar ist und ein metallisches inneres Karosserieteil (220) mit einem federnden Teil (230) aufweist, das um wenigstens einen Abschnitt des inneren Karosserieteils (220) herum ausgebildet ist; und

ein äußeres Karosserieteil (210), das mit der Kraftfahrzeugkarosserie verbindbar ist und eine Ausnehmung (270) zum Aufnehmen der inneren Anordnung definiert, wobei das federnde Teil (230) zwischen dem äußeren Karosserieteil (210) und dem inneren Karosserieteil (220) derart angeordnet ist, dass innere Anordnungen mit verschiedenen Konfigurationen selektiv mit dem äußeren Karosserieteil (210) verbunden werden können,

dadurch gekennzeichnet, dass

das federnde Teil (230) einstückig mit dem inneren Karosserieteil (220) ausgebildet ist,

eine erste Seitenwand (212) eine Seite der Ausnehmung des äußeren Karosserieteils (210) bildet,

auf einer Fläche des federnden Teils (230) wenigstens ein vorstehender Abschnitt (231, 232) ausgebildet ist, der der ersten Seitenwand (212) zugewandt ist; und

an der ersten Seitenwand (212) wenigstens ein Flanschabschnitt (215, 216) ausgebildet ist, der dem vorstehenden Abschnitt (231, 232) zum Abstützen desselben zugeordnet ist.
Montageanordnung nach Anspruch 1, wobei eine zweite Seitenwand, die der ersten Seitenwand (212) gegenüberliegt, offen ist, und die innere Anordnung konfiguriert ist, um durch die Öffnung der zweiten Seitenwand hindurch gleitend eingesetzt zu werden. Montageanordnung nach Anspruch 2, wobei eine dritte und eine vierte Seitenwand (213, 214) quer zu der ersten Seitenwand (212) in einer V-Form ausgebildet sind, um das innere Karosserieteil (220) in einer Richtung nach unten abzustützen. Montageanordnung nach Anspruch 3, wobei die der dritten und der vierten Seitenwand (213, 214) zugewandten Seiten des federnden Teils (230) jeweils eine außen fixierte Platte (240) aufweisen und an der dritten und der vierten Seitenwand (213, 214) jeweils wenigstens eine Nut (217) ausgebildet ist, welche die jeweilige Platte (240) führt. Montageanordnung nach Anspruch 4, wobei im Montagezustand ein Bodenabschnitt des inneren Karosserieteils (220) und ein Bodenabschnitt der Ausnehmung (270) des äußeren Karosserieteils (210) im Abstand voneinander angeordnet sind.






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