PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005035435B3 26.04.2007
Titel Heckseitige Klappenanordnung für ein Cabriolet
Anmelder Webasto AG, 82131 Gauting, DE
Erfinder Wegener, Fritz, 82205 Gilching, DE;
Langguth, Martin, 82131 Gauting, DE
Vertreter Grünberg, T., Dipl.-Min.Univ. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 80538 München
DE-Anmeldedatum 28.07.2005
DE-Aktenzeichen 102005035435
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.04.2007
IPC-Hauptklasse B60J 7/20(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
Zusammenfassung Es wird eine heckseitige Klappenanordnung für ein Cabriolet mit einem in einen Ablageraum absenkbaren, umwandelbaren Dach vorgeschlagen, umfassend eine Ablageraumabdeckung, die ein vorderes Deckelelement (24) und ein hinteres Deckelelement (22) umfasst. Das vordere Deckelelement (24) und das hintere Deckelelement (22) werden zum Absenken des Fahrzeugdachs in den Ablageraum mittels eines beidseits an der Ablageraumabdeckung (20) vorgesehenen Antriebsmechanismus (32) gemeinsam in Richtung Fahrzeugheck verschwenkt. Das hintere Deckelelement (22) bildet einen Laderaumdeckel, der zur Nutzung eines Laderaumes in Schließstellung der Ablageraumabdeckung gegenüber dem vorderen Deckelelement (24) verschwenkbar ist. Zur Dichtung eines Trockenbereichs gegenüber einem Nassbereich wirkt das hintere Deckelelement (22) mit einer Dichteinrichtung zusammen, die entlang eines Randes einer Öffnung des Laderaumes verläuft, deren vorderer Rand von dem vorderen Deckelelement (24) gebildet ist. Um eine leichte und verwindungssteife Anlenkmechanik (53) vorsehen zu können, ist das hintere Deckelelement (22) an dem vorderen Deckelelement (24) angelenkt. Die Anlenkmechanik (53) liegt im Nassbereich.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine heckseitige Klappenanordnung für ein Cabriolet mit einem in einen Ablageraum absenkbaren, umwandelbaren Dach nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Eine derartige Klappenanordnung ist aus der Praxis bekannt und wird insbesondere bei Cabriolets eingesetzt, die mit einem starren Dach versehen sind, das im allgemeinen als sogenanntes Retractable Hardtop bezeichnet wird. Das Dach umfasst üblicherweise zwei oder drei starre plattenartige Dachabschnitte, die im abgelegten Zustand, d. h. bei geöffnetem Dach, in einem heckseitigen bzw. kofferraumseitigen Ablageraum übereinander gestapelt angeordnet sind.

Die bekannte heckseitige Klappenanordnung umfasst eine aus einem vorderen Deckelelement und einem hinteren Deckelelement gebildete Abdeckung für den Ablageraum, in welchen die einzelnen Dachabschnitte bei geöffnetem Dach abgelegt sind. Zum Ablegen der Dachabschnitte in dem Dachablageraum ist es erforderlich, dass die eine Ablageraumabdeckung bildende Klappenanordnung geöffnet wird. Hierzu wird sie in Richtung Fahrzeugheck verschwenkt, so dass eine Öffnung gebildet wird, durch die einzelnen Dachabschnitte in den Ablageraum eingebracht werden können. Hierzu werden das vordere und das hintere Deckelelement mittels eines beidseits an der Ablageraumabdeckung vorgesehenen Antriebsmechanismus gemeinsam verschwenkt. Die beiden Deckelelemente nehmen hierbei die gleiche Relativstellung zueinander ein wie im geschlossenen Zustand der Ablageraumabdeckung. Das hintere Deckelelement bildet zudem einen Lade- bzw. Kofferraumdeckel, der zur Nutzung des Laderaumes im abgesenkten, d.h. geschlossenen Zustand der Ablageraumabdeckung gegenüber dem vorderen, häufig als sogenanntes Tonneaucover bezeichneten Deckelelement verschwenkbar ist. Zur Dichtung eines Trockenbereichs, dem auch der Laderaum zugeordnet ist, gegenüber einem Nassbereich, d. h. dem Bereich des Fahrzeugs, der Witterung und damit auch Feuchtigkeit ausgesetzt ist, wirkt das hintere Deckelelement mit einer Dichteinrichtung zusammen, die entlang eines Randes einer Öffnung des Laderaumes verläuft, deren vorderer Rand von dem vorderen Deckelelement gebildet ist und deren seitlichen Ränder und deren hinterer Rand karosseriefest ausgebildet sind.

Bei der heckseitigen Klappenanordnung der einleitend genannten Art ist ein Antriebsmechanismus vorgesehen, der gegebenenfalls hydraulisch angetriebene Lenker umfasst, die zum Öffnen der Ablageraumabdeckung und zum Ablegen des Daches in dem Ablageraum beispielsweise auf eine Trägerkonstruktion wirken, an welcher sowohl das vordere als auch das hintere Abdeckelement gelagert sind. An dieser Trägerkonstruktion ist wiederum eine Mehrgelenkmechanik gelagert, die zur Nutzung des hinteren Abdeckelementes als Laderaum- bzw. Kofferraumdeckel dient, so dass das hintere Abdeckelement gegebenenfalls unterstützt durch eine Gasdruckfeder einzeln gegenüber dem vorderen Abdeckelement verschwenkt werden kann. Hierbei ist sowohl der Antriebsmechanismus für die Ablageraumabdeckung als auch die Mehrgelenkmechanik, über die das hintere Deckelelement angelenkt ist, im Trockenbereich, d. h. im gegenüber der Umgebung dichtbaren Bereich angeordnet. Um bei dieser Konstruktion zu erreichen, dass beim Öffnen des hinteren Deckelelements bzw. des Kofferraumdeckels kein Wasser von vorderen Spitzen bzw. der Vorderkante des hinteren Deckelelementes in den Laderaum tropft, ist es erforderlich, entweder eine konstruktiv aufwändige und schwere, beispielsweise als Siebengelenk ausgeführte Anlenkmechanik oder an dem hinteren Rand des vorderen Deckelelementes eine sehr breite Wasserrinne vorzusehen, die das Tropfwasser zu einem Entwässerungssystem des Fahrzeugs führt. Die Lenker der Mehrgelenkmechanik müssen relativ lang ausgeführt sein, damit die erforderlichen Wege erreicht werden können. Die Länge der Lenker führt zu einer schweren, teuren und auch nicht hinreichend verwindungssteifen Baueinheit, welche gegebenenfalls auch nicht den erforderlichen Qualitätseindruck hinterlässt. Eine breite Wasserrinne am hinteren Rand des vorderen Deckelelementes ist häufig aus Platzgründen nicht möglich.

Des Weiteren ist beispielsweise aus der EP 1 389 551 A1 ein Fahrzeugdach eines Cabriolets bekannt, bei dem eine heckseitige Klappenanordnung aus einem hinteren, einen Laderaumdeckel bildenden Abdeckelement und einem vorderen Abdeckelement gebildet ist, das zum Verschließen eines Ablageraumes für Dachelemente eines festen Cabrioletdachs dient. Die Öffnungsmechanik für das vordere Abdeckelement ist unabhängig von der Öffnungsmechanik des hinteren Abdeckelementes.

Ferner ist aus der DE 44 46 483 A1 ein Cabriolet bekannt, das ebenfalls mit einem sogenannten Hardtop ausgestattet ist, bei dem zum Ablegen zweier in Fahrzeuglängsrichtung hintereinander angeordneter Dachabschnitte in einem Ablageraum ein vorderes Abdeckelement, das aus drei gegeneinander klappbaren Abschnitten besteht, um eine in Fahrzeugquerrichtung verlaufende Achse nach vorne verschwenkt und ein hinteres Abdeckelement, das gleichzeitig einen Laderaumdeckel darstellt, in Richtung Fahrzeugheck verschwenkbar ist, so dass das Fahrzeugdach in dem Laderaum bzw. Ablageraum abgelegt werden kann. Nach Beendigung des Ablegevorganges werden sowohl das vordere als auch das hintere Abdeckelement wieder in Schließstellung verschwenkt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine heckseitige Klappenanordnung für ein Cabriolet zu schaffen, bei der die Ablageraumabdeckung aus mindestens zwei gemeinsam in Fahrzeugheckrichtung klappbaren Deckelelementen gebildet ist und die mit einer verbindungssteifen Anlenkung des hinteren Deckelelementes an den Fahrzeugaufbau versehen ist.

Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß durch die heckseitige Klappenanordnung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Der Kern der Erfindung besteht mithin darin, dass zwischen den beiden Deckelelementen der Ablageraumabdeckung eine beispielsweise aus Scharnieren gebildete Anlenkmechanik vorgesehen ist, so dass das hintere, in der Regel eine Laderaumabdeckung bzw. einen Kofferraumdeckel bildende Deckelelement gegen das vorderen Deckelelement verschwenkbar ist. Durch die direkte Anlenkung des hinteren Deckelelementes an dem vorderen Deckelelement und dadurch, dass die Anlenkmechanik im Nassbereich angeordnet ist, kann die Anlenkmechanik vergleichsweise kurz und leicht bei gleichzeitig hoher Steifigkeit ausgeführt werden. Die Anlenkmechanik kann insbesondere seitlich auf dem vorderen Deckelelement und unter vorderen Spitzen des hinteren Deckelelementes positioniert sein. Die beiden Deckelelemente sind zum Öffnen der Ablageraumabdeckung als Einheit in Richtung Fahrzeugheck verschwenkbar, d. h. mit einer gemeinsamen Antriebseinrichtung versehen. Wasser, das im geschlossenen Zustand des Fahrzeugdaches von dem hinteren Bereich des umwandelbaren Daches abläuft, läuft direkt auf das vordere Deckelelement der Ablageraumabdeckung ab und kann von dort zu einem Entwässerungssystem des Fahrzeugs abgeführt werden.

Die in der vorliegenden Beschreibung verwendeten Positionsangaben beziehen sich auf die übliche Ausrichtung eines Fahrzeugs. Beispielsweise liegt das hintere Deckelelement näher am Fahrzeugheck als das vordere Deckelelement. Der vordere Rand des hinteren Deckelelementes ist derjenige Rand des hinteren Deckelelements, der dem Fahrzeugheck abgewandt ist.

Bei dem in den Ablageraum absenkbaren, umwandelbaren Dach handelt es sich insbesondere um ein aus festen bzw. starren Abschnitten gebildetes Dach, das mithin ein sogenanntes Hard Top darstellt und bei dem die einzelnen Abschnitte übereinander liegend in dem Ablageraum aufgenommen werden können. Insbesondere umfasst das Dach zwei im Wesentlichen plattenförmige Abschnitte, von denen einer im geschlossenen Zustand des Daches den Himmel eines Fahrzeuginnenraums bildet und der andere eine Heckscheibe sowie die sogenannten C-Säulen des Fahrzeugs umfasst. Denkbar ist es aber auch, die heckseitige Klappenanordnung nach der Erfindung bei einem Cabriolet mit einem als sogenanntes Softtop ausgebildetes Fahrzeugdach vorzusehen, das mithin im gefalteten Zustand in dem Ablageraum abgelegt wird.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der Klappenanordnung nach der Erfindung ist die Anlenkmechanik aus beidseits des vorderen Deckelelementes angeordneten Scharniereinrichtungen gebildet, die im Bereich vorderer Spitzen des hinteren Deckelelementes an dem hinteren Deckelelement fixiert sind. Insbesondere eine derartige Auslegung ermöglicht eine bauraumsparende und verbindungssteife Anlenkung des hinteren, einen Kofferraumdeckel bildenden Deckelelementes an dem vorderen Deckelelement, das ein sogenanntes Tonneau Cover darstellt.

Bei einer speziellen Ausführungsform umfassen die Scharniereinrichtungen jeweils mehrere, vorzugsweise zwei Lenker unterschiedlicher Länge, die jeweils einerseits an dem vorderen Deckelelement und andererseits an dem hinteren Deckelelement angelenkt sind und sich in Schließstellung des hinteren Deckelelementes, d. h. bei geschlossenem Kofferraumdeckel, übereinander oder auch nebeneinander legen. Alternativ können auch Scharniereinrichtungen mit jeweils nur einer Schwenkachse vorgesehen sein.

Um wirkungsvoll zu verhindern, dass beim Öffnen des hinteren Deckelelementes als Kofferraumdeckel Wasser in den Laderaum tropft, ist es vorteilhaft, wenn die Länge der Lenker der Scharniereinrichtungen jeweils so gewählt ist, dass der vordere Rand des hinteren Deckelelementes bei gegenüber dem vorderen Deckelelement ausgeschwenktem, hinterem Deckelelement über dem vorderen Deckelelement liegt. Dies kann insbesondere dadurch erreicht werden, dass der hintere Lenker der Scharniereinrichtungen jeweils eine größere Baulänge hat als der vordere Lenker.

Zur Unterstützung des Öffnungsvorganges des hinteren Deckelelementes kann die Anlenkmechanik mit einer Druckeinrichtung versehen sein, die das hintere Deckelelement zur Nutzung als Lade- bzw. Kofferraumdeckel in Ausschwenkrichtung vorspannt. Beispielsweise ist die Druckeinrichtung von einer Gasdruckfeder oder dergleichen gebildet.

Um zu verhindern, dass Wasser zwischen dem vorderen Deckelelement und dem hinteren Deckelelement in den Ablageraum bzw. Laderaum eindringt, ist zweckmäßigerweise am hinteren Rand des vorderen Deckelelementes ein Dichtelement vorgesehen, das mit dem hinteren Deckelelement zusammenwirkt.

Um Wasser von dem vorderen Deckelelement abführen zu können, weist dieses an ihrem hinteren Rand vorzugsweise eine sich im Wesentlichen in Fahrzeugquerrichtung erstreckende Wasserrinne auf, die Wasser zu einer im Fahrzeugseitenbereich angeordneten Entwässerungseinrichtung führt. Die Wasserrinne kann auch verhindern, dass Regenwasser oder dergleichen in den Bereich der Anlenkmechanik zwischen dem vorderen und dem hinteren Deckelelement transportiert wird.

Um ein stabiles Verschwenken der aus dem vorderen und dem hinteren Deckelelement gebildeten Ablageraumabdeckung als Baueinheit bzw. Paket zu gewährleisten, umfasst der Antriebsmechanismus für die Ablageraumabdeckung vorzugsweise eine Trägereinrichtung zur gemeinsamen Lagerung des vorderen und des hinteren Deckelelementes.

Des Weiteren kann der Antriebsmechanismus für die Ablageraumabdeckung mindestens zwei Lenker umfassen, die an einem karosseriefesten Träger gelagert sind und auf die Trägereinrichtung zur gemeinsamen Lagerung des vorderen und des hinteren Deckelelementes wirken. Auf einen der Lenker kann eine beispielsweise hydraulische Antriebseinrichtung wirken.

Die Erfindung hat auch ein Cabriolet mit einem umwandelbaren Dach, das in einem Ablageraum absenkbar ist, und mit einer erfindungsgemäß ausgebildeten heckseitigen Klappenanordnung zum Gegenstand.

Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen des Gegenstandes nach der Erfindung sind der Beschreibung, der Zeichnung und den Patentansprüchen entnehmbar.

Ein Ausführungsbeispiel eines Cabriolets mit einer erfindungsgemäß ausgebildeten Heckklappenanordnung ist in der Zeichnung schematisch vereinfacht dargestellt und wird in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigt:

1 eine stark schematisierte Seitenansicht eines Heckbereichs eines Cabriolets mit einer erfindungsgemäß ausgeführten Heckklappenanordnung;

2 die Heckklappenanordnung im geschlossenen Zustand;

3 die Heckklappenanordnung im geschlossenen Zustand, jedoch ohne hinteres Deckelelement;

4 die Heckklappenanordnung beim Ablegen des umwandelbaren Daches des Cabriolets;

5 eine 4 entsprechende Ansicht, jedoch ohne hinteres Deckelelement;

6 die Heckklappenanordnung bei Nutzung des hinteren Deckelelementes als Kofferraumdeckel; und

7 eine vergrößerte Darstellung eines Anlenkbereichs zwischen dem hinteren Deckelelement und einem vorderen Deckelelement der Heckklappenanordnung.

In 1 ist ein Cabriolet 10 dargestellt, dass ein als sogenanntes Hardtop ausgeführtes Fahrzeugdach 12 aufweist, das einen über einem Fahrzeuginnenraum liegenden vorderen Abschnitt 14 sowie einen eine Heckscheibe aufnehmenden, hinteren Abschnitt 16 umfasst. Die Abschnitte 14 und 16 sind verschwenkbar und können zum Öffnen des Fahrzeugdaches 12 aus einer in 1 dargestellten Schließstellung in einen im Heckbereich des Cabriolets 10 angeordneten blageraum 18 verbracht werden, der mithin einen Verdeckkasten darstellt. Im in dem Ablageraum 18 angeordneten Zustand liegen die Dachabschnitte 14 und 16 übereinander, wie 1 gestrichelt dargestellt ist. Das Fahrzeugdach 12 ist also ein bewegbares, sogenanntes Hardtop mit zwei in Schließstellung hintereinander angeordneten starren Dachteilen bzw. -abschnitten 14, 16.

An dem hinteren Dachabschnitt 16 schließt sich heckseitig eine Klappenanordnung 20 an, die zum Verschließen des Ablageraumes 18 dient, der auch als Kofferraum nutzbar ist.

Die Klappenanordnung 20 weist ein hinteres, heckseitiges Deckelelement 22 auf, das auch als Kofferraumdeckel dient und eine zur Nutzung des Ablageraumes 18 als Kofferraum dienende Be- und Entladeöffnung verschließt, entlang deren Rand eine hier nicht näher dargestellte Dichtanordnung ausgebildet ist. Des Weiteren umfasst die eine Abdeckung für den Ablageraum 18 bildende Klappenanordnung 20 ein vorderes Deckelelement 24, das sich an das hintere Deckelelement anschließt und in Schließstellung des Fahrzeugdaches 12 den Fußbereich des hinteren Dachabschnittes 16 begrenzt. Bei Nutzung des Ablageraumes 18 als Kofferraum ist das hintere Deckelelement 22 zum Freigeben der Be- und Entladeöffnung gegenüber dem vorderen Deckelelement 24 verschwenkbar. Zur Nutzung des Ablageraumes 18 als Stauraum für das Fahrzeugdach 12 werden die beiden Dachabschnitte 14 und 16 mittels einer hier nicht näher dargestellten Antriebsmechanik in dem Ablageraum 18 abgelegt bzw. zum Schließen des Daches 12 aus diesem ausgefahren. Beim Ablegen des hier zweiteiligen Hardtop-Daches 12 schwenkt der vordere Dachabschnitt 14 unter den hinteren Dachabschnitt 16, bevor die beiden Dachabschnitte 14, 16 in den Ablageraum 18 abgesenkt werden.

Die Klappenanordnung 20 ist in den 2 bis 7 detailliert dargestellt und umfasst, wie bereits vorstehend ausgeführt, ein hinteres heckseitiges Deckelelement 22 sowie ein sich an dieses vorne anschließendes vorderes Deckelelement 24. Die beiden Deckelelemente 22 und 24 grenzen in Fahrzeuglängsrichtung aneinander. Das hintere Deckelelement 22 weist in seinem vorderen Randbereich seitliche Spitzen auf, von denen in der Zeichnung nur die rechte Spitze 26 dargestellt ist. Insgesamt ist die Klappenanordnung 20 bezüglich einer Längsmittelebene des Cabriolets 10 spiegelsymmetrisch ausgebildet. Die nachfolgende Beschreibung der Mechanik der Klappenanordnung erfolgt daher nur für deren rechten Teilbereich.

Zwischen dem hinteren Deckelelement 22 und dem vorderen Deckelelement 24 ist eine an dem vorderen Deckelelement 24 fixierte Dichtung 28 angeordnet, die verhindert, dass Feuchtigkeit in den Ablageraum 18 eindringt. An seiner Unterseite wirkt das vordere Deckelelement des Weiteren zur Dichtung des Ablageraumes 18 gegenüber der Umgebung mit einer karosseriefesten Profildichtung 72 zusammen.

Des Weiteren weist das vordere Deckelelement im Bereich seines hinteren, dem hinteren Deckelelement 24 zugewandten Randes eine sich in Fahrzeugquerrichtung erstreckende Wasserrinne 30 auf, die von dem vorderen Deckelelement 24 ablaufendes Wasser sammelt und zu in den Fahrzeugseitenbereichen angeordneten, hier nicht näher dargestellten Entwässerungseinrichtungen führt.

Die beiden Deckelelemente 22 und 24, die eine Ablageraumabdeckung bilden, sind zur Nutzung des Ablageraumes 18 als Verdeckkasten mittels einer einen Antriebsmechanismus darstellenden Ausschwenkmechanik 32 gemeinsam nach oben und nach hinten verschwenkbar, wie insbesondere den 4 und 5 entnehmbar ist. Im ausgeschwenkten Zustand der Deckelelemente 22, 24 kann das Fahrzeugdach 12 von vorne und oben in den Ablageraum 18 eingebracht werden, wobei die aus den beiden Deckelelementen 22 und 24 bestehende Baueinheit von dem Fahrzeugdach 12 unterfahren wird. Die im Trockenbereich des Fahrzeugs angeordnete Ausschwenkmechanik 32 umfasst zwei Lenker 34 und 36, die einerseits an einem karosseriefesten Träger 38 und andererseits an einer Träger- bzw. Lagereinrichtung 40 angelenkt sind, an der die beiden Deckelelemente 22 und 24 in ihren jeweiligen seitlichen Randbereichen gelagert sind. Auf den Lenker 34 wirkt ein Hydraulikzylinder 42, der mit seinem dem Lenker 34 abgewandten Ende an dem Träger 38 gelagert ist.

Die Trägereinrichtung 40 erstreckt sich in Fahrzeuglängsrichtung und weist einen gerippten Aufbau auf. Der Lenker 34 ist einer Spitze 44 der Trägereinrichtung 40 angelenkt. Der Lenker 36 ist im Übergangsbereich zwischen der Trägereinrichtung 40 und deren Spitze 44 angelenkt.

Des Weiteren hat die Trägereinrichtung 40 ein hinteres Ende 46, das im abgesenkten Zustand der Klappenanordnung 20 an dem Träger 38 eingerastet. Das hintere Ende 46 der Trägereinrichtung 40 ist hierzu nach Art einer Platte ausgebildet, die in eine Ausnehmung des Trägers 38 eingreift, welche heckseitig von einer aufgeschraubten Platte begrenzt ist. Die Trägereinrichtung 40 weist zudem eine Rastnase 52 auf, die im abgesenkten Zustand der Klappenanordnung 20 an der Innenseite des karosseriefesten Trägers 38 anliegt und so die Klappenanordnung 20 in Fahrzeugquerrichtung sichert.

Das hintere Deckelelement 22, das einen Kofferraumdeckel darstellt, ist über zwei Lenker 54 und 56 seitlich an dem vorderen Deckelelement 24 angelenkt und zwar derart, dass an der Unterseite der Deckelspitze 26 des hinteren Deckelelementes 22 eine Lagerplatte 58 montiert ist, an der die beiden eine Anlenkmechanik 53 bildende Lenker 54 und 56, die im Nassbereich des Fahrzeugs angeordnet sind, jeweils über einen Bolzen 60 bzw. 62 gelagert sind. Die den Bolzen 60 und 62 abgewandten Enden der im Wesentlichen geraden Lenker 54 und 56 sind jeweils über einen weiteren Bolzen 64 bzw. 66 an einer weiteren Lagerplatte 68 schwenkbar gelagert, die in dem jeweiligen seitlichen Endbereich des vorderen Deckelelementes 24 fixiert ist. Der Lenker 54, der gegenüber dem Lenker 56 heckseitig angeordnet ist, ist länger als der Lenker 56, so dass das als Kofferraumdeckel genutzte hintere Deckelelement 22 beim Verschwenken gegenüber dem vorderen Deckelelement 24 einen Versatz nach vorne, d.h. in Richtung der Fahrzeugvorderseite, erfährt, und der vordere Rand des hinteren Deckelelementes 22 in dessen geöffnetem Zustand oberhalb des vorderen Deckelelementes 24 angeordnet ist und von dem vorderen Rand des hinteren Deckelelementes 22 abtropfendes Wasser auf das vordere Deckelelement 24 tropft und von dort in die an dessen hinterem Rand angeordnete Wasserrinne 30 ablaufen kann.

Die Öffnungsschwenkbewegung des hinteren Deckelelementes 22 gegenüber dem vorderen Deckelelementes 24 wird durch eine Gasdruckfeder 70 unterstützt, die einerseits an der Trägereinrichtung 40 und andererseits an dem hinteren Deckelelement 22 angelenkt ist.

10
Cabriolet
12
Fahrzeugdach
14
Abschnitt
16
Abschnitt
18
Ablageraum
20
Klappenanordnung
22
hinteres Deckelelement
24
vorderes Deckelelement
26
Spitze
28
Dichtung
30
Wasserrinne
32
Ausschwenkmechanik
34
Lenker
36
Lenker
38
Träger
40
Trägereinrichtung
42
Hydraulikzylinder
44
Spitze
46
hinteres Ende
48
Ausnehmung
50
Platte
52
Rastnase
53
Anlenkmechanik
54
Lenker
56
Lenker
58
Lagerplatte
60
Bolzen
62
Bolzen
64
Bolzen
66
Bolzen
68
Lagerplatte
70
Gasdruckfeder
72
Profildichtung


Anspruch[de]
Heckseitige Klappenanordnung für ein Cabriolet mit einem in einen Ablageraum (18) absenkbaren, umwandelbaren Dach (12), umfassend eine Ablageraumabdeckung, die ein vorderes Deckelelement (24) und ein hinteres Deckelelement (22) umfasst, wobei das vordere Deckelelement (24) und das hintere Deckelelement (22) zum Absenken des Fahrzeugdachs (12) in den Ablageraum (18) mittels eines beidseits an der Ablageraumabdeckung vorgesehenen Antriebsmechanismus (32) gemeinsam in Richtung Fahrzeugheck verschwenkbar sind und das hintere Deckelelement (22) einen Laderaumdeckel bildet, der zur Nutzung eines Laderaumes in Schließstellung der Ablageraumabdeckung (20) gegenüber dem vorderen Deckelelement (24) verschwenkbar ist und zur Dichtung eines Trockenbereichs gegenüber einem Nassbereich mit einer Dichteinrichtung zusammenwirkt, die entlang eines Randes einer Be- und Entladeöffnung des Laderaumes verläuft, deren vorderer Rand von dem vorderen Deckelelement (24) gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das hintere Deckelelement (22) über eine Anlenkmechanik (53) an dem vorderen Deckelelement (24) angelenkt ist und die Anlenkmechanik (53) im Nassbereich liegt. Heckseitige Klappenanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlenkmechanik (53) aus beidseits des vorderen Deckelelementes (24) angeordneten Scharniereinrichtungen gebildet ist, die vorzugsweise im Bereich vorderer Spitzen (26) des hinteren Deckelelementes (22) an dem hinteren Deckelelement (22) fixiert sind. Heckseitige Klappenanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Scharniereinrichtungen jeweils mehrere, vorzugsweise zwei Lenker (54, 56) unterschiedlicher Länge umfassen, die jeweils einerseits an dem vorderen Deckelelement (24) und andererseits an dem hinteren Deckelelement (22) angelenkt sind und sich in Schließstellung des hinteren Deckelelementes (22) übereinander oder nebeneinander legen. Heckseitige Klappenanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Lenker (54, 56) so gewählt ist, dass der vordere Rand des hinteren Deckelelementes (22) im gegenüber dem vorderen Deckelelement (24) ausgeschwenkten Zustand über dem vorderen Deckelelement (24) liegt. Heckseitige Klappenanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Scharniereinrichtungen mit jeweils nur einer sich im Wesentlichen in Fahrzeugquerrichtung erstreckenden Schwenkachse ausgebildet sind. Heckseitige Klappenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlenkmechanik (53) mit einer Druckeinrichtung (70) versehen ist, die das hintere Deckelelement (22) zur Nutzung als Laderaumdeckel in Ausschwenkrichtung vorspannt. Heckseitige Klappenanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckeinrichtung (70) eine Gasdruckfeder ist. Heckseitige Klappenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass am hinteren Rand des vorderen Deckelelementes (24) ein Dichtelement (28) angeordnet ist, das mit dem hinteren Deckelelement (22) zusammenwirkt. Heckseitige Klappenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass am hinteren Rand des vorderen Deckelelementes (24) eine sich im Wesentlichen in Fahrzeugquerrichtung erstreckende Wasserrinne (30) ausgebildet ist, die Wasser zu einer im Fahrzeugseitenbereich angeordneten Entwässerungseinrichtung führt. Heckseitige Klappenanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmechanismus (32) für die Ablageraumabdeckung (20) eine Trägereinrichtung (40) zur gemeinsamen Lagerung des vorderen Deckelelementes (24) und des hinteren Deckelelementes (22) umfasst. Heckseitige Klappenanordnung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsmechanismus (32) mindestens zwei Lenker (34, 36) umfasst, die an einem karosseriefesten Träger (38) gelagert sind und die auf die Trägereinrichtung (40) zur gemeinsamen Lagerung des vorderen Deckelelementes (24) und des hinteren Deckelelementes (22) wirken.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com