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Dokumentenidentifikation DE102005040310B3 26.04.2007
Titel Anschlussklemme für eine Sammelschiene
Anmelder Friedrich Göhringer Elektrotechnik GmbH, 78098 Triberg, DE
Erfinder Schmidt, Martin, 78136 Schonach, DE
Vertreter Patentanwälte Westphal Mussgnug & Partner, 78048 Villingen-Schwenningen
DE-Anmeldedatum 24.08.2005
DE-Aktenzeichen 102005040310
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.04.2007
IPC-Hauptklasse H01R 9/16(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H01R 4/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   H02B 1/20(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Anschlussklemme (10) für eine Sammelschiene (30) mit einer Anschlussfahne (25) zum Anschluss der Anschlussklemme (10) an die Sammelschiene (30), wobei die Anschlussfahne (25) der Anschlussklemme (10) mit einer Kontaktfahne (35) der Sammelschiene (30) unlösbar verbunden ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anschlussklemme für eine Sammelschiene gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1. Eine derartige Anschlussklemme ist aus der DE 198 06 081 C1 bekannt.

Bekannt sind Anschlussklemmen für Sammelschienen, über welche die unterschiedlichen Polschienen der Sammelschienen mit Strom bzw. Spannung versorgt werden. Die Anschlussklemmen weisen eine Anschlussfahne zum Anschluss der Anschlussklemme an die Sammelschiene auf. Um die Anschlussfahne mit einer Kontaktfahne der Sammelschiene zu kontaktieren, wird die Anschlussfahne gemeinsam mit der Kontaktfahne in eine Klemmstelle z.B. eines Installationsgerätes wie etwa eines Sicherungsautomaten oder dergl. eingeführt, in welchem beide Fahnen gemeinsam mittels einer Klemmschraube oder einer sonstigen lösbaren Verbindung gegeneinander gedrückt und somit kontaktiert werden. Das gleichzeitige manuelle Einführen beider Fahnen in eine Klemmstelle ist oft schwierig durchzuführen, da einerseits oft Platzmangel herrscht und andererseits gleichzeitig die Anschlussklemme und die Klemmstelle gehalten und die beiden Fahnen der Anschlussklemme und der Sammelschiene in die Klemmstelle eingeführt werden müssen.

Als weiterer Stand der Technik werden die DE 20 2004 006 973 U1, die US 38 32 604, die DE 40 13 223 C2, die DE 11 07 753 C und die DE 195 11 044 A1 genannt.

Die Aufgabe der Erfindung besteht daher darin, die bekannte Anschlussklemme für Sammelschienen so weiterzubilden, dass eine einfachere Montage der Anschlussklemme an der Sammelschiene ermöglicht wird.

Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch eine Anschlussklemme für Sammelschienen mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Bei der erfindungsgemäßen Anschlussklemme für eine Sammelschiene ist die Anschlussfahne der Anschlussklemme mit einer Kontaktfahne der Sammelschiene unlösbar und elektrisch leitend verbunden. Des Weiteren ist die Anschlussfahne im Innern der Anschlussklemme mittels einer unlösbaren Verbindung fixiert vorzugsweise durch eine Löt-, Schweiß- oder Nietverbindung, oder einstückig mit dem Klemmkörper hergestellt. Somit können die Anschlussfahne und die Kontaktfahne einfach gleichzeitig in die Klemmstelle eingeführt werden, da sie sich nicht gegeneinander verschieben können. Die Klemmstelle kontaktiert die Anschlussfahne und die Kontaktfahne, da durch die unlösbare Verbindung die Kontaktierung zwischen der Anschlussfahne und der Kontaktfahne bereits gewährleistet ist. Somit ist die Montage der Anschlussklemme an der Sammelschiene vereinfacht.

Die unlösbare Verbindung zwischen der Anschlussfahne der Anschlussklemme und der Kontaktfahne der Sammelschiene wird bevorzugt durch Löten, Verschweißen oder Vernieten hergestellt, da auf diese Weise eine besonders sichere Verbindung gewährleistet ist, welche auch den elektrischen Kontakt sicherstellt. Besonders bevorzugt wird die Verbindung durch Ultraschallschweißen hergestellt.

Vorzugsweise weist die Anschlussklemme eine Eingangsöffnung zum Einführen eines Anschlusskabels auf, welches im Innern der Anschlussklemme lösbar fixierbar ist. Über das Anschlusskabel wird Strom bzw. Spannung in die Anschlussklemme und über deren Anschlussfahne, welche wiederum mit der Kontaktfahne der Sammelschiene kontaktiert ist, in die Sammelschiene eingespeist.

Die Erfindung wird anhand der nachfolgenden Figuren ausführlich erläutert. Es zeigt

1 eine perspektivische Ansicht eines Ausführungsbeispiels der Erfindung und

2 eine weitere perspektivische Ansicht des Ausführungsbeispiels.

Die 1 zeigt eine perspektivische Ansicht einer Sammelschiene 30 mit drei Polschienen 31, an welchen drei Anschlussklemmen 10 angeordnet sind.

Die Anschlussklemmen 10 weisen jeweils ein isolierendes Gehäuse 20 aus Kunststoff auf, welches an einer Seite eine Eingangsöffnung 21 zum Einführen eines nicht dargestellten Anschlusskabels aufweist. Im Innern des Gehäuses 20 ist ein nicht dargestellter leitender Klemmkörper angeordnet, in welchem über eine nicht dargestellte Klemmschraube oder eine sonstige lösbare Verbindung das Anschlusskabel mit dem Klemmblock kontaktiert werden kann. Die im Innern des Gehäuses 20 angeordnete Klemmschraube kann durch eine Schraubenöffnung 22 in dem Gehäuse 20 mittels eines Schraubendrehers oder einer ähnlich geeigneten Vorrichtung betätigt werden.

Die Anschlussklemmen 10 weisen jeweils eine Anschlussfahne 25 auf, welche im Innern des Gehäuses 20 mit dem Klemmkörper kontaktiert ist und aus dem Gehäuse 20 herausragt. Die Kontaktierung der Anschlussfahne 25 mit dem Klemmkörper ist nicht dargestellt und ist unlösbar ausgebildet. Eine unlösbare Verbindung der Anschlussfahne (25) mit dem Klemmkörper ist beispielsweise über eine Löt-, Schweiß- oder Nietverbindung realisierbar. Die Anschlussfahne 25 kann auch einstückig an dem Klemmkörper angeformt sein.

Die Sammelschiene 30 weist eine oder mehrere parallel verlaufende Polschienen 31, im vorliegenden Ausführungsbeispiel drei Polschienen 31 auf. Die Polschienen 31 weisen jeweils in Längsrichtung beabstandete Kontaktfahnen 35 auf. An die Kontaktfahnen 35 können elektrische Installationsgeräte, z.B. Sicherungsautomate, angeschlossen werden, die zur Verteilung des eingespeisten Stroms an unterschiedliche Verbraucher dienen. An jeweils eine Kontaktfahne 35 der Polschienen 31 wird eine Anschlussklemme 10 angeschlossen, die zur Einspeisung des Stroms bzw. der Spannung dient. In den 1 und 2 sind diese Anschlussklemmen 10 dargestellt, während die weiteren Kontaktfahnen 35 frei bleiben können oder z.B. für eine Weiterverdrahtung genutzt werden können.

Zur Kontaktierung der Anschlussfahne 25 der Anschlussklemme 10 mit der Kontaktfahne 35 einer Polschiene 31 der Sammelschiene 30 liegt die Anschlussfahne 25 flächig und im Wesentlichen deckungsgleich auf der Kontaktfahne 35 auf und ist mit dieser unlösbar, beispielsweise mittels einer Löt-, Schweiß- oder Nietverbindung, vorzugsweise mittels einer Ultraschallschweißverbindung, verbunden. Insbesondere wird pro Polschiene 31 jeweils eine Anschlussklemme 10 auf diese Weise mit einer der Kontaktfahnen 35 dieser Polschiene 31 verbunden. Ist die Anschlussklemme 10 über die Anschlussfahne 25 und die Kontaktfahne 35 mit der Polschiene 31 der Sammelschiene 30 kontaktiert, kann über ein durch die Eingangsöffnung 21 in den leitfähig ausgebildeten Klemmkörper eingeführtes Anschlusskabel die Anschlussfahne 25 kontaktiert und Strom bzw. Spannung in die Polschiene 31 der Sammelschiene 30 eingespeist werden. Die Sammelschiene 30 wird somit mit den fest verbundenen und angeschlossenen Anschlussklemmen 10 zur Einspeisung des Stroms oder der Spannung an die Polschienen 31 geliefert, wodurch die Montage deutlich vereinfacht wird.

2 zeigt eine perspektivische Ansicht der Rückseite der Sammelschiene. 2 zeigt zusätzlich eine Abdeckung 37 der Seite der Sammelschiene 30 auf, auf welcher die Polschienen 31 frei zugänglich liegen. Die Abdeckung 37 deckt somit die Polschienen 31 ab und verhindert, dass Feuchtigkeit, Staub oder sonstige Verschmutzungen an die Polschienen 31 gelangen und deren Funktionsweise beeinträchtigen können. In der Darstellung der 2 erstreckt sich die Abdeckung 37 nur über einen Teil der Länge der Sammelschiene 30, bevorzugt erstreckt sich die Abdeckung 37 jedoch über die gesamte Länge der Sammelschiene 30.

10
Anschlussklemme
20
Gehäuse
21
Eingangsöffnung
22
Schraubenöffnung
25
Anschlussfahne
30
Sammelschiene
31
Polschiene
35
Kontaktfahne
37
Abdeckung


Anspruch[de]
Anschlussklemme (10) für eine Sammelschiene (30), dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussklemme (10) eine Anschlussfahne (25) zum Anschluss der Anschlussklemme (10) an die Sammelschiene (30) aufweist, dass die Anschlussfahne (25) der Anschlussklemme (10) mit einer Kontaktfahne (35) der Sammelschiene (30) unlösbar und elektrisch leitend verbunden ist und dass die Anschlussfahne (25) im Inneren der Anschlussklemme (10) mittels einer unlösbaren Verbindung fixiert ist. Anschlussklemme nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussfahne (25) und die Kontaktfahne (35) flächig aufeinander liegen. Anschlussklemme nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussfahne (25) mit der Kontaktfahne (35) verlötet, verschweißt oder vernietet, vorzugsweise mittels Ultraschall verschweißt ist. Anschlussklemme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussklemme (10) eine Eingangsöffnung (21) zum Einführen eines Anschlusskabels aufweist, welches im Innern der Anschlussklemme (10) lösbar fixierbar ist. Anschlussklemme nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschlussklemme (10) mit einem isolierenden Gehäuse (20) abgedeckt ist.






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