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Dokumentenidentifikation DE102005041695B4 26.04.2007
Titel Hilfsgerät zum Zuführen von Zusatzwerkstoff beim WIG-Schweißen
Anmelder Rojas, Carlos, 21075 Hamburg, DE
Erfinder Rojas, Carlos, 21075 Hamburg, DE
Vertreter Meissner, Bolte & Partner Anwaltssozietät GbR, 28209 Bremen
DE-Anmeldedatum 01.09.2005
DE-Aktenzeichen 102005041695
Offenlegungstag 15.03.2007
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 26.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.04.2007
IPC-Hauptklasse B23K 9/133(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B23K 9/28(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B23K 9/167(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Hilfsgerät zur Zuführung von Zusatzwerkstoff an eine Schweißstelle während des Verschweißens von Bauteilen, mit einem Gehäuse, das in einer Hand eines Benutzer haltbar ist, wobei das Gehäuse eine Vorschubeinrichtung mit einem Antrieb aufweist zur Bewegung des Zusatzwerkstoffes relativ zu dem Gehäuse sowie mit einer von einem Bediener betätigbaren Steuerungseinrichtung zur Steuerung der Vorschubeinrichtung, die derart mit der Vorschubeinrichtung wirkverbunden ist, dass der Zusatzwerkstoff bei Betätigung derselben relativ zum Gehäuse transportierbar ist.

Das WIG-Schweißen (Wolframinertgasschweißen) ist ein im Stand der Technik bekanntes Schweißverfahren, das gegenüber anderen Schmelzschweißverfahren eine Reihe von Vorteilen aufweist. Beispielsweise ist es universell einsetzbar, das heißt, jedes schmelzschweißgeeignete Material lässt sich mit diesem Verfahren bearbeiten.

Die beim WIG-Schweißen eingesetzte Wolfram-Elektrode schmilzt aufgrund ihrer Hitzebeständigkeit während des Schweißvorgangs nicht ab. Im Gegensatz zu Verfahren, die mit einer abschmelzenden Elektrode arbeiten, deren Material der Schweißstelle unmittelbar als Zusatzwerkstoff zur Verfügung steht, wird ggf. erforderlicher Zusatzwerkstoff beim WIG-Schweißen daher von einem Schweißer per Hand separat zugeführt. Dabei hält der Schweißer in der einen Hand die Schweißpistole und führt mit der anderen Hand den üblicherweise stabförmigen Zusatzwerkstoff an die Schweißstelle heran. Insbesondere für Schweißer, die keine oder geringe Erfahrung aufweisen, ist die Koordination der jeweils erforderlichen Handbewegungen äußert schwierig: Mit der einen Hand muss die Schweißpistole bedient werden, mit der anderen Hand muss der jeweils abschmelzende Zusatzwerkstoff kontinuierlich zugeführt werden. Durch das Abschmelzen des Zusatzwerkstoffes an dessen schweißstellenseitigem Ende muss der Schweißer immer wieder die Position seiner Hand relativ zu dem Zusatzwerkstoff in Richtung der Längserstreckung desselben korrigieren, um ein kontinuierliches Zuführen bzw. "Nachschieben" des Zusatzwerkstoffes zu gewährleisten. Die Koordination der verschiedenartigen Bewegungen der linken Hand einerseits und der rechten Hand andererseits erfordert viel Erfahrung sowie zeitintensives Üben, um ein zufriedenstellendes Schweißergebnis zu erreichen. Insbesondere außergewöhnliche Schweißarbeiten, wie etwa Überkopf-Schweißen, können von Berufsanfängern nur in seltenen Fällen optimal durchgeführt werden.

Aus der JP 2002-263843 A ist ein von einem Benutzer in der Hand zu haltendes, pistolenartiges Hilfsgerät bekannt, mit dem Zusatzwerkstoff halbautomatisch auf eine Schweißstelle zu bewegt werden kann. Das dort offenbarte Hilfsgerät ermöglicht es allerdings nicht, den Zusatzwerkstoff von der Schweißstelle wegzuführen, ohne zugleich das gesamte Hilfsgerät zu bewegen. Des Weiteren ist bei dem offenbarten Hilfsgerät nachteilig, dass ausschließlich Schweißstäbe eines bestimmten, vorgegebenen Durchmessers eingesetzt werden können.

Ausgehend von diesem Stand der Technik ist es insbesondere Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Hilfsgerät der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, mit dem auch Zusatzwerkstoffe, etwa Schweißstäbe, unterschiedlicher Durchmesser eingesetzt werden können.

Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Hilfsgerät mit den Merkmalen des Anspruches 1.

Es wird demnach ein Hilfsgerät zur Zuführung von insbesondere stabförmigem Zusatzwerkstoff an die Schweißstelle während des Verschweißens von Bauteilen, insbesondere während eines WIG-Schweißvorgangs, zur Verfügung gestellt, das ein Gehäuse aufweist, das in einer Hand eines Benutzers haltbar ist, wobei das Gehäuse eine Vorschubeinrichtung mit insbesondere elektromotorischem, pneumatischem oder hydraulischem Antrieb aufweist zur insbesondere geradlinigen Bewegung des Zusatzwerkstoffes relativ zu dem Gehäuse sowie eine von einem Bediener betätigbare Steuerungseinrichtung, die derart mit der Vorschubeinrichtung wirkverbunden ist, dass der Zusatzwerkstoff bei Betätigung derselben relativ zum Gehäuse in Richtung der Schweißstelle transportierbar ist. Das Hilfsgerät ist dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschubeinrichtung zumindest ein Paar rotierbarer Transportorgane aufweist, das durch Verschwenken zumindest eines verschwenkbar gelagerten Transportorganes des Paares relativ zu dem anderen Transportorgan von einer Transportstellung, in der der Zusatzwerkstoff zwischen den rotierbaren Transportorganen transportierbar ist, in eine Beladestellung bringbar ist, in der der Zusatzwerkstoff zwischen die rotierbaren Transportorgane einfädelbar ist, und dass die Steuerungseinrichtung ein mit dem schwenkbaren Transportorgan des Paares wirkverbundenes Betätigungselement aufweist, durch dessen Betätigung das Transportorganpaar in die Beladestellung bringbar ist.

Das Hilfsgerät ist ein von der Schweißpistole getrenntes Gerät, das der Schweißer beim Schweißen in derjenigen Hand hält, mit der er bisher den Zusatzwerkstoff händisch an die jeweilige Schweißstelle geführt hat. In der anderen Hand hält der Schweißer im Einsatz wie üblich die Schweißpistole. Mit der vorliegenden Erfindung wird die Koordination der Bewegung der beiden Hände des Schweißers deutlich vereinfacht. Die das Hilfsgerät tragende Hand muss ausschließlich die Steuerungseinrichtung betätigen, das beim Zuführen des Zusatzwerkstoffs an die Schweißstelle besonders schwierige Korrigieren bzw. Anpassen der Handposition relativ zu dem Zusatzwerkstoff entfällt.

In einer bevorzugten Ausführungsform weist die Steuerungseinrichtung ein Zuführ-Betätigungselement auf, insbesondere ein Schaltelement wie etwa ein Taster, wobei die Steuerungseinrichtung derart ausgebildet ist, dass bei Betätigung des Zuführ-Betätigungselements durch einen Schweißer/Bediener der Zusatzwerkstoff für die Zeitdauer der Betätigung relativ zu dem Gehäuse in Richtung der Schweißstelle transportierbar ist. Bei Nicht-Betätigung des Zuführ-Betätigungselements erfolgt dabei vorzugsweise kein Transport des Zusatzwerkstoffes oder ein vorher erfolgter Transport wird gestoppt. Mit dieser erfindungsgemäßen Ausbildung der Steuerungseinrichtung kann ein Schweißer/Bediener den Zusatzwerkstoff mittels des Hilfsgeräts in einfacher Weise der Schweißstelle zuführen. Dabei ist das Zuführ-Betätigungselement zweckmäßigerweise derart an dem Gehäuse des Hilfsgeräts angeordnet, dass dieses einhändig durch diejenige Hand betätigt werden kann, in der das Hilfsgerät während des Schweißvorgangs gehalten wird.

Die Steuerungseinrichtung des Hilfsgeräts kann auch ein Rückführ-Betätigungselement aufweisen, insbesondere ein Schaltelement wie etwa ein Taster, wobei die Steuerungseinrichtung derart ausgebildet ist, dass bei Betätigung des Rückführ-Betätigungselements durch einen Schweißer/Bediener, der Zusatzwerkstoff für die Zeitdauer der Betätigung relativ zu dem Gehäuse von der Schweißstelle weg transportierbar ist. Bei dieser Ausführungsform ist sowohl eine Bewegung des Zusatzwerkstoffes relativ zu dem Gehäuse zu der Schweißstelle hin als auch von dieser weg möglich. Die Rückführung ist insbesondere dann sinnvoll, wenn versehentlich der Zusatzwerkstoff zu weit aus dem Hilfsgerät herausgefahren wurde.

In einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist das Hilfsgerät, insbesondere die Vorschubeinrichtung, derart ausgebildet, dass der Zusatzwerkstoff dem Hilfsgerät in einem hinteren Bereich des Hilfsgeräts von außen zuführbar ist und dass der Zusatzwerkstoff das Hilfsgerät in einem vorderen Bereich verlässt. Dabei kann insbesondere in dem hinteren Bereich des Gehäuses des Hilfsgeräts eine Öffnung angeordnet sein, über die der Zusatzwerkstoff in das Gehäuse von außen einführbar ist. Das Gehäuse kann zweckmäßigerweise in einem Vorderbereich ebenfalls eine Öffnung aufweisen, über die der Zusatzwerkstoff aus dem Gehäuse herausführbar ist. Vor dem Einsatz des Hilfsgeräts wird demnach insbesondere das vordere Ende des Zusatzwerkstoffs zunächst im hinteren Bereich des Hilfsgeräts diesem zugeführt, insbesondere in dieses eingeführt, und anschließend durch entsprechende Betätigung der Steuerungseinrichtung in den vorderen Bereich transportiert. In diesem vorderen Bereich verlässt der Zusatzwerkstoff schließlich das Hilfsgerät und kann in Richtung der Schweißstelle transportiert werden.

Zweckmäßigerweise weist die Vorschubeinrichtung von dem Antrieb bewegbare Transportorgane auf, mittels derer der Zusatzwerkstoff relativ zu dem Gehäuse bewegbar ist. Die Transportorgane können dabei insbesondere elastische Rollen, Räder, Walzen oder dergleichen sein. Natürlich können auch andere Transportorgane alternativ eingesetzt werden. Besonders bevorzugt weist das Hilfsgerät zumindest ein Paar, vorzugsweise zwei Paare jeweils benachbarter, rotierbarer Transportorgane auf, die derart angeordnet sind, dass der Zusatzwerkstoff durch gegenläufige Rotation der rotierbaren Transportorgane des Paares zwischen diesen transportierbar ist, wobei zumindest ein rotierbares Transportorgan des Paares durch den Antrieb antreibbar ist. Um dem Hilfsgerät bei Beginn eines Einsatzes den Zusatzwerkstoff zuzuführen, weist die Vorschubeinrichtung zweckmäßigerweise eine Beladestellung auf, in der der Zusatzwerkstoff dieser zuführbar ist und eine Transportstellung, in der der Zusatzwerkstoff transportierbar ist.

Dabei ist das Paar rotierbarer Transportorgane von einer Transportstellung, in der der Zusatzwerkstoff zwischen den rotierbaren Transportorganen transportierbar ist, in eine Beladestellung bringbar, in der das vordere Ende des Zusatzwerkstoffes zwischen die rotierbaren Transportorgane einfädelbar ist. Dazu kann ein rotierbares Transportorgan des Paares an dem Hilfsgerätegehäuse, insbesondere innerhalb des Gehäuses, schwenkbar gelagert sein, wobei das Paar rotierbarer Transportorgane in die Beladestellung bringbar ist durch Verschwenken dieses schwenkbar gelagerten, rotierbaren Transportorgans relativ zu dem anderen rotierbaren Transportorgan des Paares. Die Steuerungseinrichtung kann dabei ein Betätigungselement aufweisen, insbesondere ein Schaltelement wie etwa ein Taster, das mit dem schwenkbaren Transportorgan derart wirkverbunden ist, dass bei dessen Betätigung das Transportorgan in die Beladestellung bringbar ist.

Weitere Merkmale der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den beigefügten Unteransprüchen, aus der nachfolgenden Beschreibung eines bevorzugten Ausführungsbeispieles sowie aus den beigefügten Zeichnungen. In den Zeichnungen zeigen:

1 eine schematische Perspektivansicht eines erfindungsgemäßen Hilfsgerätes,

2 eine Seitenansicht des Hilfsgerätes gemäß 1,

3 eine Draufsicht auf das Hilfsgerät gemäß 1,

4 einen Längsschnitt durch das Hilfsgerät entlang der Schnittlinie I–I gemäß 3,

5 einen Horizontalschnitt durch das Hilfsgerät,

6 einen Längsschnitt durch das Hilfsgerät entlang der Schnittebene II–II gemäß 3, und

7(a)–(c) schematische Querschnitte durch rotierende Transportorgane des erfindungsgemäßen Hilfsgeräts.

Ein erfindungsgemäßes Hilfsgerät 10 dient zum Zuführen eines insbesondere stabförmigen Zusatzwerkstoffes 12 zu einer nicht dargestellten Schweißstelle. Sobald ein Schweißer den stabförmigen Zusatzwerkstoff 12 in das Hilfsgerät 10 eingeführt hat, kann er dieses mit einer Hand greifen. In der anderen Hand hält der Schweißer eine nicht dargestellte Schweißpistole eines WIG-Schweißgerätes. Das Hilfsgerät kann grundsätzlich auch bei anderen Schweißverfahren eingesetzt werden, in denen Zusatzwerkstoff einer Schweißstelle zugeführt werden muss.

Durch im Folgenden noch näher beschriebene Betätigung des Hilfsgerätes 10 kann der Schweißer den Zusatzwerkstoff 12 automatisch mit der einen Hand in Richtung der Schweißstelle bewegen, während er mit der anderen Hand die Schweißpistole hält. Um dem Abschmelzen des Zusatzwerkstoffes 12 während des Schweißvorgangs Rechnung zu tragen ist es im Gegensatz zum Stand der Technik somit nicht mehr notwendig, dass der Schweißer den Zusatzwerkstoff 12 während des Schweißvorganges unmittelbar in seiner Hand hält und den Zusatzwerkstoff 12 immer wieder "nachschiebt", das heißt, den Zusatzwerkstoff an in Längsrichtung des Zusatzwerkstoffes 12 jeweils weiter oben fasst, d.h. an schweißstellenentfernteren Abschnitten. Anders ausgedrückt muss er seine Hand entlang des Zusatzwerkstoffes 12 nicht mehr in Richtung des von der Schweißstelle entfernten Endes des Zusatzwerkstoffes 12 verschieben.

Das Hilfsgerät 10 weist ein längliches Gehäuse 14 auf. Die Dimensionen des Gehäuses 14 sind derart angepasst, dass ein Schweißer dieses bequem mit nur einer Hand halten und bedienen kann. Dabei liegt die Unterseite 15 des Gehäuses 14 im Einsatz an dem Handballen des Schweißers an, während auf der Oberseite 23 nachfolgend noch beschriebene Betätigungselemente zur Betätigung des Hilfsgeräts angeordnet sind. Das Gehäuse 14 verfügt über einen vorderen Abschnitt bzw. Bereich 16 sowie einen hinteren Abschnitt oder Bereich 18. Über eine nicht dargestellte Öffnung in dem ansonsten im wesentlichen geschlossenen Gehäuse 14 im hinteren Abschnitt 18 des Gehäuses 14, und zwar in der Rückwand 17 des Gehäuse 14, wird der Zusatzwerkstoff 12 vor einem Schweißvorgang in das Hilfsgerät 10 eingeführt.

Dazu wird der Zusatzwerkstoff 12 in Längsrichtung in nachfolgend noch genauer beschriebener Weise durch das Gehäuse 14 geführt und tritt aus einer Öffnung in dem vorderen Abschnitt 16, und zwar in der Vorderwand 19, nach vorne aus. Im Inneren des Gehäuses 14 wird der Zusatzwerkstoff 12 entlang eines trichterförmigen Führungskanals 20 durch den hinteren Abschnitt 18 des Gehäuses 14 geführt, bis dieser an ein Paar vertikal übereinander angeordneter Transporträder bzw. Transportrollen 22, 24 anschlägt, die Teil einer Vorschubeinrichtung 21 zur Bewegung des Zusatzwerkstoffes 12 relativ zum Gehäuse 14 sind.

In der in den 6 sowie 7(c) dargestellten Stellung liegen die beiden Laufflächen 26, 28 der Transportrollen 22, 24 dicht aneinander an, das heißt annähernd ohne Zwischenraum. Die obere Transportrolle 22 ist mittels einer Drehachse 30 an einem Ende eines Schwenkhebels 32 schwenkbar gelagert. Der Schwenkhebel 32 ist über eine Schwenkachse 34 an dem Gehäuse 14 schwenkbar angelenkt. Durch Bewegung des anderen Endes des Schwenkhebels 32 nach unten wird eine Bewegung der oberen Transportrolle 22 des Schwenkhebels 32 nach oben bewirkt. Die obere Transportrolle 22 verschwenkt demnach aus der Stellung, in der die beiden Laufflächen 26, 28 der Transportrollen 22, 24 aneinander anliegen, in eine Beladestellung, in der zwischen diesen ein Zwischenraum entsteht, so dass der Zusatzwerkstoff 12 entlang der Laufflächen 26, 28 zwischen den Transportrollen 22, 24 hindurchführbar ist.

Die Beladestellung wird beim erstmaligen Einfädeln des Zusatzwerkstoffes in das Hilfsgerät 10 vom Bediener bewirkt, indem ein mit dem Schwenkhebel 32 in Wirkverbindung stehendes Betätigungselement 36 betätigt wird. Ein Federelement, im vorliegenden Fall eine Druckfeder 35, steht einerseits mit dem Schwenkhebel 32 und andererseits mit dem Gehäuse 14 derart in Wirkverbindung, dass die obere Transportrolle 22 durch die Federkraft in Richtung auf die untere Transportrolle 24 gedrückt wird.

Im weiteren Verlauf des Beladens des Hilfsgeräts 10 mit dem Zusatzwerkstoff 12 wird dieser durch das Gehäuse 14 entlang eines Führungskanals 38 geführt bis zu einem zweiten Paar von oberen und unteren Transportrolle 40, 42. In gleicher Weise – nur seitenverkehrt – wie die obere Transportrolle 22 ist auch die obere Transportrolle 40 des zweiten Paares an einem Schwenkhebel 44 über eine Drehachse 46 drehbar angelenkt. Der Schwenkhebel 44 ist schwenkbar an dem Gehäuse 14 über eine Schwenkachse 48angelenkt. An einem Ende ist der Schwenkhebel 44 mit einer Druckfeder 50 wirkverbunden. Durch Betätigen des Betätigungselements 36, das heißt durch Drücken desselben nach unten, wird neben dem Schwenkhebel 32 auch der Schwenkhebel 44 um die Schwenkachse 48 nach oben bewegt, so dass die obere Transportrolle 40 aus der in der 6 gezeigten Stellung in eine Beladestellung verschwenkt wird. In dieser Beladestellung kann der Zusatzwerkstoff durch Nachschieben desselben zwischen den Laufflächen 41, 43 der Transportrollen 40, 42 hindurchbewegt werden.

Die 7(a)–(b) zeigen die beiden Paare von Transportrollen 22, 24, 40, 42 in einer Transportstellung, in der zwischen den Laufflächen 26, 28, 41, 43 derselben der bereits eingefädelte Zusatzwerkstoff 12 angeordnet ist. In dieser Transportstellung kann der Zusatzwerkstoff 12 transportiert werden. Dazu sind die unteren Transportrollen 24, 42 über Kegelradgetriebe 52, 54 mit die Transportrollen 24, 42 antreibende Elektromotoren 56, 58 verbunden. Die Elektromotoren sind an einer sich in Längsrichtung im Inneren des Gehäuses erstreckenden Zwischenwandung 60 angeordnet. Die Rotation der unteren Transportrollen 24, 42 bewirkt je nach Drehrichtung derselben eine Bewegung des Zusatzwerkstoffes 12 relativ zu dem Gehäuse 14. Die oberen Transportrollen 22, 40 drehen sich entsprechend der Bewegung der unteren Transportrollen aufgrund der Bewegung des Zusatzwerkstoffes 12 mit. Sie sorgen für den für die Bewegung notwendigen Gegendruck.

Sobald das Hilfsgerät 10 mit dem Zusatzwerkstoff 12 beladen ist, wird die Bedienung des Hilfsgeräts 10 durch eine Steuerung bewirkt. Die Steuerung weist dabei ein Zuführ-Betätigungselement auf, nämlich einen Kippschalter 62. Der Kippschalter 62 schließt beim Drücken desselben nach unten einen Kontakt, wodurch in nicht näher beschriebener Weise die Elektromotoren 56, 58 eingeschaltet werden, die die unteren Transportrollen 24, 42 in Rotation versetzen. Der Zusatzwerkstoff 12 wird relativ zu dem Gehäuse nach vorne transportiert und kann der Schweißstelle zugeführt werden.

Für die Ausbildung der Steuerung des Hilfsgeräts 10, insbesondere für deren Funktion und die jeweiligen Schalt- bzw. Betätigungselemente, gibt es naturgemäß eine Vielzahl von Möglichkeiten. Beispielsweise kann ein Wippschalter vorgesehen werden, der je nach Kipprichtung der Wippe ein Transportieren des Zusatzwerkstoffes nach vorne oder in die entgegengesetzte Richtung, d.h. nach hinten, bewirkt.


Anspruch[de]
Hilfsgerät zur Zuführung von Zusatzwerkstoff (12) an eine Schweißstelle während des Verschweißens von Bauteilen, mit einem Gehäuse (14), das in einer Hand eines Benutzer haltbar ist, wobei das Gehäuse eine Vorschubeinrichtung (21) mit einem Antrieb (52, 54, 56, 58) aufweist zur Bewegung des Zusatzwerkstoffes (12) relativ zu dem Gehäuse (14) sowie mit einer von einem Bediener betätigbaren Steuerungseinrichtung zur Steuerung der Vorschubeinrichtung (21), die derart mit der Vorschubeinrichtung (21) wirkverbunden ist, dass der Zusatzwerkstoff (12) bei Betätigung derselben relativ zum Gehäuse (14) transportierbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschubeinrichtung (21) zumindest ein Paar rotierbarer Transportorgane (22, 24, 40, 42) aufweist, das durch Verschwenken zumindest eines verschwenkbar gelagerten Transportorganes (22, 40) des Paares relativ zu dem anderen Transportorgan (24, 42) von einer Transportstellung, in der der Zusatzwerkstoff (12) zwischen den rotierbaren Transportorganen (22, 24, 40, 42) transportierbar ist, in eine Beladestellung bringbar ist, in der der Zusatzwerkstoff (12) zwischen die rotierbaren Transportorgane (22, 24, 40, 42) einfädelbar ist, und dass die Steuerungseinrichtung ein mit dem schwenkbaren Transportorgan (22, 40) des Paares wirkverbundenes Betätigungselement (36) aufweist, durch dessen Betätigung das Transportorganpaar in die Beladestellung bringbar ist. Hilfsgerät gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung ein Zuführ-Betätigungselement (62) aufweist, wobei die Steuerungseinrichtung derart ausgebildet ist, dass bei Betätigung des Zuführ-Betätigungselements (62) durch einen Bediener der Zusatzwerkstoff (12) für die Zeitdauer der Betätigung relativ zu dem Gehäuse in einer Vorwärtsrichtung auf die Schweißstelle zu transportierbar ist. Hilfsgerät gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung derart ausgebildet ist, dass bei Nicht-Betätigung des Zuführ-Betätigungselements kein Transport des Zusatzwerkstoffes in Vorwärtsrichtung erfolgt. Hilfsgerät gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung ein Rückführ-Betätigungselement aufweist, wobei die Steuerungseinrichtung derart ausgebildet ist, dass bei Betätigung des Rückführ-Betätigungselements durch einen Bediener der Zusatzwerkstoff für die Zeitdauer der Betätigung relativ zu dem Gehäuse (14) in zur Vorwärtsrichtung entgegengesetzter Richtung von der Schweißstelle weg transportierbar ist. Hilfsgerät gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungseinrichtung derart ausgebildet ist, dass bei Nicht-Betätigung des Rückführ-Betätigungselements kein Transport des Zusatzwerkstoffes (12) in zur Vorwärtsrichtung entgegengesetzter Richtung von der Schweißstelle weg erfolgt. Hilfsgerät gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Hilfsgerät (10) derart ausgebildet ist, dass der Zusatzwerkstoff (12) dem Hilfsgerät (10) in einem hinteren Bereich (18) des Hilfsgeräts (10) von außen zuführbar ist und dass der Zusatzwerkstoff (12) das Hilfsgerät (10) in einem vorderen Bereich (16) verlässt. Hilfsgerät gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (14) des Hilfsgerätes (10) eine Öffnung aufweist, über die der Zusatzwerkstoff (12) in das Gehäuse (14) von außen einführbar ist, und dass das Gehäuse (14) eine Öffnung aufweist, über die der Zusatzwerkstoff (12) aus dem Gehäuse (14) herausführbar ist. Hilfsgerät gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschubeinrichtung (21) von dem Antrieb (52, 54, 56, 58) bewegbare Transportorgane (22, 24, 40, 42) aufweist, mittels derer der Zusatzwerkstoff (12) relativ zu dem Gehäuse (14) bewegbar ist. Hilfsgerät gemäß Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Transportorgane (22, 24, 40, 42) Rollen, Räder, Walzen sind. Hilfsgerät gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorschubeinrichtung (21) zumindest ein Paar jeweils benachbarter, rotierbarer Transportorgane (22, 24, 40, 42) aufweist, das derart angeordnet ist, dass der Zusatzwerkstoff (12) durch gegenläufige Rotation der rotierbaren Transportorgane (22, 24, 40, 42) des Paares zwischen diesen transportierbar ist, wobei zumindest ein rotierbares Transportorgan (24, 42) des Paares durch den Antrieb (52, 54, 56, 58) antreibbar ist. Hilfsgerät gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass innerhalb des Gehäuses ein Führungskanal (20, 38) zur Führung des Zusatzwerkstoffes (12) durch das Gehäuse angeordnet ist. Hilfsgerät gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (14) eine Unterseite (15) aufweist, die bei bestimmungsgemäßem Gebrauch des Hilfsgeräts (10) an der Handfläche eines Benutzers anliegt, sowie eine Oberseite (23), wobei zumindest ein Betätigungselement (36, 62) zur Betätigung der Steuerungseinrichtung und/oder zur Bewirkung der Beladestellung der Vorschubeinrichtung (21) an der Oberseite des Gehäuses (14) angeordnet ist.






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