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Dokumentenidentifikation DE102005050309A1 26.04.2007
Titel Digitale Filterkaskade mit einem während des Einschwingungvorgangs bandbreitenerhöhten Filter
Anmelder Rohde & Schwarz GmbH & Co. KG, 81671 München, DE
Erfinder Nitsch, Bernhard, Dr., 80687 München, DE;
Renardy, Paul, 81927 München, DE
Vertreter Mitscherlich & Partner, Patent- und Rechtsanwälte, 80331 München
DE-Anmeldedatum 20.10.2005
DE-Aktenzeichen 102005050309
Offenlegungstag 26.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.04.2007
IPC-Hauptklasse H03H 17/02(2006.01)A, F, I, 20051020, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H03H 17/04(2006.01)A, L, I, 20051020, B, H, DE   H03H 17/06(2006.01)A, L, I, 20051020, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine digitale Filterkaskade enthält ein Filter (FIIR), das mindestens einem vorausgehenden Filter (FDEZ, FM) nachfolgt und eine gegenüber den vorausgehenden Filtern (FDEZ, FM) reduzierte Bandbreite aufweist. Das nachfolgende Filter (FIIR) weist während des Einschwingvorgangs der Filterkaskade eine höhere Bandbreite (Bup) auf.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine digitale Filterkaskade mit einem während des Einschwingvorgangs bandbreitenerhöhten Filter.

Digitale Signalverarbeitungsstrecken, wie sie beispielsweise in Spektrumanalysatoren zum Einsatz kommen, enthalten eine digitale Filterkaskade aus mehreren seriell verschalteten digitalen Filtern, die eine für ihre jeweilige Funktion sinnvolle Filterstruktur aufweisen.

1 zeigt eine derartige digitale Filterkaskade für den Empfangskanal eines Spektrumanalysators. Am Eingang dieser digitalen Filterkaskade liegt das empfangene komplexwertige Basisbandsignal xDEZ(k0·Ta0) mit der hohen Abtastfrequenz 1/Ta0 an, das in einem ersten dezimierenden Filter – mit der Impulsantwort hDEZ(k0·Ta0), der Filterlänge LDEZ, dem Dezimationsfaktor RDEZ und der Polyphasenkomponente pDEZ – in ein Ausgangssignal yDEZ(k1·Ta1) mit einer niedrigeren Abtastfrequenz 1/Ta1 gewandelt wird, anschließend einer Betragsbildung zugeführt wird und schließlich in einem zweiten dezimierenden Filter – mit der Impulsantwort hM(k1·Ta1), der Filterlänge LM, dem Dezimationsfaktor RM und der Polyphasenkomponente pM – in ein Ausgangssignal yM(k2·Ta2) mit einer gegenüber der niedrigeren Abtastfrequenz 1/Ta1 zusätzlich reduzierten Abtastfrequenz 1/Ta2 übergeführt wird. Das im zweiten dezimierenden Filter erzeugte Ausgangssignal yM(k2·Ta2) stellt das Eingangssignal xIIR(k2·Ta2) eines Infinite-Impulse-Response-Filters (IIR-Filter) mit der Impulsantwort hIIR(k2·Ta2) und dem Gedächtnisfaktor &lgr; dar, das im Meßsignal auftretende Störsignalanteile unterdrückt. Das Ausgangssignal yIIR(k2·Ta2) wird schließlich am Ende der digitalen Filterkaskade einer Betrags-Leistungsmittelung unterworfen.

Das erste und zweite dezimierende Filter wird durch ein systemtheoretisches Ersatzschaltbild gemäß 2bestehend aus typischerweise einem nicht dezimierenden Filter mit der Impulsantwort h(k0·Ta0) und der Filterlänge L und einem idealen Polyphasendezimator mit dem Dezimationsfaktor R und der Polyphasenkomponente p modelliert. Als dezimierendes Filter wird typischerweise ein Finite-Impulse-Response-Filter (FIR-Filter) eingesetzt. Alternativ kann auch ein Infinite-Impulse-Response-Filter (IIR-Filter) oder ein Cascaded-Integrator-Comb-Filter (CIC-Filter) zum Einsatz kommen.

Das nicht dezimierende Filter des ersten bzw. zweiten dezimierenden Filters erzeugt aus einem Eingangssignal x(kin·Tain) mittels Faltung mit der Impulsantwort h(kin·Tain) gemäß Gleichung (1) ein Ausgangssignal y(kin·Tain)

Der ideale Polyphasendezimator des ersten bzw. zweiten dezimierenden Filters erzeugt gemäß Gleichung (2) aus seinem Eingangssignal y(kin·Tain) mit der Abtastrate 1/Tain mittels der Polyphasenkomponente p und des gemäß Gleichung (3) definierten Dezimationsfaktor R ein Ausgangssignal y(kout·Taout) mit der Abtastrate 1/Taout: y(kout·Taout) = y((kout·R + p)·Tain)(2)

Das IIR-Filter ist typischerweise als IIR-Filter erster Ordnung ausgeführt, das aus seinem Eingangssignal xIIR(k2·Ta2) gemäß Gleichung (4) das Ausgangssignal yIIR(k2·Ta2) erzeugt. yIIR(k2·Ta2) = (1 – &lgr;)·yIIR((k2 – 1)·Ta2) + &lgr;·xIIR(k2·Ta2)(4)

Der Gedächtnisfaktor &lgr; bestimmt dabei die Bandbreite B und somit die Einschwingzeit T des IIR-Filters, wobei zwischen dem Gedächtnisfaktor &lgr; und der Einschwingzeit T des IIR-Filters erster Ordnung eine indirekte Proportionalität besteht.

Der Einschwingzustand des Ausgangssignals yIIR(k2·Ta2) der digitalen Filterkaskade wird durch den Einschwingzustand des Eingangssignals xDEZ(k0·Ta0) der digitalen Filterkaskade und durch das dynamische Übertragungsverhalten der einzelnen Filter der digitalen Filterkaskade, beschrieben durch die jeweiligen Impulsantworten h(k0·Ta0), hM(k1·Ta1) und hIIR(k2·Ta2) der einzelnen Filter, bestimmt.

Im hier betrachteten Fall liegen die Bandbreiten BFIR der dezimierenden Filter, welche mit ihren jeweiligen Impulsantworten h(k0·Ta0) und hM(k1·Ta1) typischerweise als FIR-Filter ausgeführt sind, in einer höheren Größenordnung als die Bandbreite BIIR des IIR-Filters am Ende der digitalen Filterkaskade. Somit wird die Einschwingzeit der gesamten digitalen Filterkaskade durch die deutlich schlechtere Einschwingzeit des IIR-Filters nachteilig reduziert.

Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, die Einschwingzeit einer digitalen Filterkaskade mit mehreren digitalen Einzelfiltern zu minimieren.

Die Aufgabe der Erfindung wird durch eine digitale Filterkaskade mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und durch ein digitales Filter mit den Merkmalen des Anspruchs 16 gelöst. Die abhängigen Ansprüche enthalten vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung.

Da ein IIR-Filter bekannterweise eine gute Stördynamik aufweist und somit im Meßsignal enthaltene Störsignalanteile sehr schnell und sehr gut dämpfen kann und gleichzeitig, wie oben erwähnt, eine vergleichsweise schlechte Führungsdynamik besitzt und somit einem veränderten Pegel eines Meßsignals vergleichsweise langsam folgt, wird erfindungsgemäß eine Umschaltung zwischen einer ersten Filterstruktur – IIR-Filter – während des stationären Betriebs der digitalen Filterkaskade und einer zweiten Filterstruktur – modifiziertes IIR-Filter – während des Einschwingvorgangs der digitalen Filterkaskade mit einer gegenüber dem ersten Filterstruktur erhöhten Bandbreite Bup verwirklicht. Auf diese Weise wird die gute Stördynamik des IIR-Filters während des stationären Betriebs der digitalen Filterkaskade mit einer guten Führungsdynamik eines modifizierten IIR-Filters während des Einschwingvorgangs der digitalen Filterkaskade kombiniert.

Die erhöhte Bandbreite Bup und damit die minimierte Einschwingzeit T des modifizierten IIR-Filters während des Einschwingvorgangs der digitalen Filterkaskade wird dadurch realisiert, dass der mit dem Gedächtnisfaktor &lgr; gewichtete Abtastwert yIIR((k2 – 1)·Ta2) des Ausgangssignals des IIR-Filters zum Abtastzeitpunkt (k2 – 1)·Ta2 der Gleichung (4) im modifizierten IIR-Filter im Rahmen der Strukturumschaltung des IIR-Filters nicht mehr zurückgekoppelt wird. Somit entsteht während des Zeitraums des Einschwingvorgangs der digitalen Filterkaskade ein modifiziertes IIR-Filter, dessen Einschwingverhalten dem eines FIR-Filters höherer Ordnung entspricht und damit gegenüber dem Einschwingverhalten des reinen IIR-Filters verbessert ist.

Eine Strukturumschaltung vom reinen IIR-Filter zum modifizierten IIR-Filter zu Beginn des Einschwingvorgangs der digitalen Filterkaskade setzt einen stationären Einschwingzustand des Eingangssignals des IIR-Filters voraus.

Der gültige Einschwingzustand des Eingangssignals des IIR-Filters wird von einer Einheit zur Steuersignal-Erzeugung in Abhängigkeit eines gültigen – eingeschwungenen – Eingangssignals der digitalen Filterkaskade und des Einschwingverhaltens sämtlicher dem IIR-Filter vorausgehenden Filter ermittelt und dem IIR-Filter mittels eines Steuersignals signalisiert. Das Einschwingverhalten der vorausgehenden Filter, die im allgemeinen dezimierende Filter darstellen, ergibt sich aus der jeweiligen Filterlänge L des nicht dezimierenden Filteranteils – typischerweise ein FIR-Filter – und des jeweiligen Dezimationsfaktors R und der jeweiligen Polyphasenkomponente p des sich an das FIR-Filter jeweils anschließenden Polyphasendezimator.

In einer ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Filterkaskade wird für jedes einzelnen Dezimationsfilter jeweils eine Untereinheit zur Steuersignal-Erzeugung mit anschließen Polyphasendezimator und in einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Filterkaskade für alle Dezimationsfilter zusammen eine Untereinheit zur Steuersignal-Erzeugung mit anschließenden Polyphasendezimator vorgehalten.

Werden die Polyphasendezimatoren der einzelnen Dezimationsfilter zurückgesetzt, so werden die dadurch verursachten Verzögerungen in der Filterkaskade auch in der Einheit zur Steuersignal-Erzeugung bei der Berechnung der einzelnen Steuersignale an den Ausgängen der einzelnen Polyphasendezimatoren berücksichtigt. Wird zusätzlich durch Rücksetzen der nicht dezimierenden FIR-Filter in den einzelnen Dezimationsfiltern das Einschwingverhalten der digitalen Filterkaskade verzögert, so werden diese zeitlichen Verzögerungen auch bei der Berechnung der einzelnen Steuersignale der Untereinheiten zur Steuersignal-Erzeugung einbezogen.

Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Filterkaskade und des erfindungsgemäßen digitalen Filters werden im Folgenden unter Berücksichtigung der Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen

1 ein Blockschaltbild einer digitalen Filterkaskade mit digitalen Einzelfiltern unterschiedlicher Bandbreite nach dem Stand der Technik,

2 Einzelfilters nach dem Stand der Technik,

3 ein Bockschaltbild eines erfindungsgemäßen digitalen Filters,

4 ein Blockschaltbild einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen digitalen Filterkaskade, das ein erfindungsgemäßes digitales Filter enthält,

5 ein Zustandsdiagramm für die Strukturumschaltung der erfindungsgemäßen digitalen Filterkaskade und

6 ein Blockschaltbild einer zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen digitalen Filterkaskade, das ein erfindungsgemäßes digitales Filter enthält.

Bevor anhand der 3 bis 5 die Struktur und Funktionsweise der erfindungsgemäßen digitalen Filterkaskade und des erfindungsgemäßen digitalen Filters erläutert wird, werden im folgenden die mathematischen Grundlagen der Erfindung vorgestellt.

Die Impulsantwort hIIR(k2·Ta2) eines IIR-Filters 1. Ordnung, dessen Übertragungsverhalten durch Gleichung (4) beschrieben ist, ergibt sich gemäß Gleichung (5), wie aus der einschlägigen Fachliteratur zu entnehmen ist:

Die Sprungantwort hIIR,sprung(k2·Ta2) eines IIR-Filters 1. Ordnung kann ebenfalls in der einschlägigen Fachliteratur nachgelesen werden und ergibt sich gemäß Gleichung (6):

Wird Gleichung (6) für die Sprungantwort hIIR,sprung(k2·Ta2) des IIR-Filters 1. Ordnung auf den Wert &agr; gesetzt und anschließend Gleichung (6) nach k2 umgeformt, so ergibt sich gemäß Gleichung (7) die Anzahl kIIR von Abtastwerten, bis das Ausgangssignal des IIR-Filters 1. Ordnung nach einer Sprunganregung den Wert &agr; erreicht bzw. überschreitet.

Eine Beschleunigung des Einschwingverhaltens des IIR-Filters 1. Ordnung kann herbeigeführt werden, indem in der Filtercharakteristik gemäß Gleichung (4) das mit dem Gedächtnisfaktor &lgr; gewichtete Ausgangssignal yIIR((k2 – 1)·Ta2) des IIR-Filters 1. Ordnung zum Abtastzeitpunkt (k2 – 1)·Ta2 nicht zurückgekoppelt wird. Die zu einem derart modifizierten IIR-Filter 1. Ordnung gehörige Filtercharakteristik ist durch Gleichung (8) beschrieben: yIIR'(k2·Ta2) = yIIR'((k2 – 1)·Ta2) + &lgr;·xIIR'(k2·Ta2)(8)

Die Filtercharakteristik von Gleichung (8) entspricht der Filtercharakteristik eines FIR-Filters höherer Ordnung im Zeitraum seines Einschwingvorgangs über insgesamt S Abtastzeitpunkte. Ein derartiges FIR-Filter höherer Ordnung weist eine Impulsantwort hFIR(k2·Ta2) gemäß Gleichung (9) und eine Sprungantwort hFIR,sprung(k2·Ta,2) gemäß Gleichung (10) auf, wie ebenfalls in der einschlägigen Fachliteratur nachzuschlagen ist. hFIR,sprung(k2·Ta,2) = &lgr;·k2(10)

Wird Gleichung (10) für die Sprungantwort hFIR,sprung(k2·Ta,2) für ein FIR-Filter höherer Ordnung auf den Wert &agr; gesetzt und anschließend Gleichung (10) nach k2 umgeformt, so ergibt sich gemäß Gleichung (11) die Anzahl kFIR von Abtastwerten, bis das Ausgangssignal des FIR-Filters höherer Ordnung nach einer Sprunganregung den Wert a erreicht bzw. überschreitet.

Wird das IIR-Filter 1. Ordnung mit seiner Filtercharakteristik gemäß Gleichung (4) während seines Einschwingvorgangs über insgesamt S Abtastzeitpunkte in ein modifiziertes IIR-Filter 1. Ordnung mit einer Filtercharakteristik gemäß Gleichung (8) umgeschaltet, so ergibt sich durch diese Strukturumschaltung ein Gewinn im Einschwingverhalten gemäß Gleichung (12):

Setzt man in Gleichung (11) &agr; = 1, so ergibt sich für das modifizierte IIR-Filter 1. Ordnung eine minimale Einschwingzeit nach insgesamt Smin Abtastzeitpunkten gemäß Gleichung (13).

Nach insgesamt Smin Abtastzeitpunkten wird das modifizierte IIR-Filter 1. Ordnung gemäß Gleichung (8) wieder in das IIR-Filter 1. Ordnung gemäß Gleichung (4) zurückgeschaltet.

Ein erfindungsgemäßes Filter, das mittels Strukturumschaltung zwischen einem IIR-Filter 1. Ordnung gemäß Gleichung (4) und einem modifizierten IIR-Filter 1. Ordnung gemäß Gleichung (8) umschaltbar ist, ist in 3 dargestellt.

Am Eingang liegt das abgetastete Eingangssignal xIIR(k2·Ta2) bzw. xIIR'(k2·Ta2) an, das über ein Summierglied 1 in der Betriebsart des IIR-Filters über den Schalter 2 mit dem im Verzögerungsglied 3 um eine Abtastzeit Ta2 zeitlich verzögerten Ausgangssignal yIIR((k2 – 1)·Ta2) additiv verknüpft wird und in der Betriebsart des modifizierten IIR-Filters über den Schalter 2 mit dem Wert "0" verknüpft wird. Über das Multiplizierglied 4 wird das Signal am Ausgang des Summiergliedes 1 mit dem Gedächtnisfaktor &lgr; gewichtet und in einem weiteren Summierglied 5 mit dem im Verzögerungsglied 3 um eine Abtastzeit T2 zeitlich verzögerten Ausgangssignal yIIR((k2 – 1)·Ta2) in der Betriebsart des IIR-Filters und mit dem im Verzögerungsglied 3 um eine Abtastzeit Ta2 zeitlich verzögerten Ausgangssignal yIIR'((k2 – 1)·Ta2) in der Betriebsart des modifizierten IIR-Filters additiv verknüpft. Das Ausgangssignal des Summiergliedes 5 stellt das Ausgangssignal yIIR(k2·Ta2) des als IIR-Filters arbeitenden erfindungsgemäßen digitalen Filters bzw. das Ausgangssignal yIIR'(k2·Ta2) des als modifiziertes IIR-Filter arbeitenden erfindungsgemäßen digitalen Filters dar. Zum Zeitpunkt der Strukturumschaltung vom IIR-Filter zum modifizierten IIR-Filter wird der Ausgang des Verzögerungsglieds 3 über den Reset-Eingang R zurückgesetzt.

Eine Strukturumschaltung zwischen dem als IIR-Filter und dem als modifiziertes IIR-Filter arbeitenden erfindungsgemäßen digitalen Filters innerhalb der erfindungsgemäßen digitalen Filterkaskade setzt ein stationäres – eingeschwungenes Eingangssignal xIIR(k2·Ta2) bzw. xIIR'(k2·Ta2) am Eingang des digitalen Filters voraus. Dies setzt ein eingeschwungenes Ausgangssignal yM(k2·Ta2) am Ende aller vorausgehenden Einzelfilter der digitalen Filterkaskade voraus. Dieser stationäre eingeschwungene Zustand des Ausgangssignal yM(k2·Ta2) am Ende aller vorausgehenden Einzelfilter der digitalen Filterkaskade ist von einem eingeschwungenen Zustand des Eingangssignals xDEZ(k0·Ta0) am Eingang der digitalen Filterkaskade und vom Einschwingverhalten jedes einzelnen vorausgehenden Filters der digitalen Filterkaskade abhängig.

In der ersten Ausführungsform der erfindungsgemäßen digitalen Filterkaskade gemäß 4 wird dem erfindungsgemäßen digitalen Filter über ein von einer Einheit zur Steuersignal-Erzeugung 6 generiertes Steuersignal yFS(k2·Ta2) der eingeschwungene Zustand des Ausgangssignals yM(k2·Ta2) am Ende aller vorausgehenden Einzelfilter der digitalen Filterkaskade signalisiert. Die Einheit zur Steuersignal-Erzeugung 6 besteht für jedes vorausgehende Filter jeweils aus einer Untereinheit zur Steuersignal-Erzeugung 6DEZ, 6M usw. und für den Fall eines dezimierenden vorausgehenden Filters zusätzlich aus einem Polyphasendezimator 7DEZ, 7M usw..

Der Untereinheit zur Steuersignal-Erzeugung 6DEZ wird das Steuersignal xFS(k0·Ta0) zugeführt, das die Gültigkeit des Eingangssignals xDEZ(k0·Ta0) der digitalen Filterkaskade mit einem aktivierten Pegel (Pegelzustand: "1") signalisiert, und berechnet das Steuersignal yFS(k0·Ta0), das ab dem Zeitpunkt des eingeschwungenen Zustand des nicht dezimierenden Filteranteils – FIR-Filter mit der Filterlänge LDEZ – des ersten vorausgehenden dezimierenden Filters FDEZ aktiviert ist. Das Steuersignal yFS(k0·Ta0) wird folglich von der Untereinheit zur Steuersignal-Erzeugung 6DEZ nach insgesamt LDEZ – 1 Abtastzeitpunkten – die Einschwingzeit des FIR-Filters mit der Filterlänge LDEZ – seit Anregung mit einem aktivierten Steuersignal xFS(k0·Ta0) aktiviert (Pegelzustand: "1").

Das Steuersignal yFS(k0·Ta0) wird anschließend im Polyphasendezimator 7DEZ, der den identischen Dezimationsfaktor RDEZ und die identische Polyphasenkomponente pDEZ zum ersten vorausgehenden dezimierenden Filters FDEZ aufweist, in ein Steuersignal yFS(k1·Ta1) mit reduzierter Abtastrate fa1 gewandelt.

Anschließend berechnet die Untereinheit zur Steuersignal-Erzeugung 6M aus dem Steuersignal yFS(k1·Ta1) das Steuersignal yFS'(k1·Ta1), das ab dem Zeitpunkt des eingeschwungenen Zustand des nicht dezimierenden Filteranteils – FIR-Filter mit der Filterlänge LM – des zweiten vorausgehenden dezimierenden Filters FM aktiviert ist. Das Steuersignal yFS'(k1·Ta1) wird folglich von der Untereinheit zur Steuersignal-Erzeugung 6M nach insgesamt LM – 1 Abtastzeitpunkten – die Einschwingzeit des FIR-Filters mit der Filterlänge LM – seit Anregung mit dem Steuersignal yFS'(k1·Ta1) aktiviert (Pegelzustand: "1").

Schließlich wird das Steuersignal yFS'(k1·Ta1) anschließend im Polyphasendezimator 7M, der den identischen Dezimationsfaktor RM und die identische Polyphasenkomponente pM zum zweiten vorausgehenden dezimierenden Filters FM aufweist, in ein Steuersignal yFS'(k2·Ta2) mit reduzierter Abtastrate fa2 gewandelt, das dem erfindungsgemäßen digitalen Filter FIIR zugeführt wird.

Sobald das Steuersignal yFS'(k2·Ta2) aktiviert ist, ist das Ausgangssignals yM(k2·Ta2) am Ende aller vorausgehenden Einzelfilter FDEZ, FM usw. der digitalen Filterkaskade und damit das Eingangssignal xIIR(k2·Ta2) bzw. xIIR'(k2·Ta2) am Eingang des erfindungsgemäßen digitalen Filters – strukturvariantes IIR-Filter – eingeschwungen.

Die Deaktivierung des Steuersignals yFS(k0·Ta0) (Pegelzustand: "0") durch die Untereinheit zur Steuersignal-Erzeugung 6DEZ erfolgt, sobald das Eingangssignal xDEZ(k0·Ta0) ungültig ist (deaktiviertes Steuersignal xFS(k0·Ta0) (Pegelzustand: "0") ). Analog wird das Steuersignal yFS'(k1·Ta1) durch die Untereinheit zur Steuersignal-Erzeugung 6M deaktiviert, sobald das Eingangssignal yFS(k1·Ta1) deaktiviert ist.

Die Funktionsweise der Untereinheit zur Steuersignal-Erzeugung 6DEZ bzw. 6M ist stellvertretend am Beispiel der Untereinheit zur Steuersignal-Erzeugung 6DEZ im Zustandsdiagramm der 5 dargestellt. Die Untereinheit zur Steuersignal-Erzeugung 6DEZ verwendet zur Aktivierung des Steuersignals yFS(k0·Ta0) einen Zähler, dessen Zählerstand Nc(0) zu Beginn mit der um den Faktor 1 dekrementierten Filterlänge LDEZ initialisiert wird und mit Eintreten eines gültigen Eingangssignals – Steuersignal xFS(k0·Ta0) ist aktiviert – dekrementiert wird. Sobald der Zählerstand Nc den Wert "0" erreicht hat, wird das Steuersignal yFS(k0·Ta0) am Ausgang der Untereinheit zur Steuersignal-Erzeugung 6DEZ aktiviert. Mit Auftreten eines ungültigen Eingangssignals xDEZ(k0·Ta0) am Eingang der digitalen Filterkaskade – deaktiviertes Steuersignal yFS(k0·Ta0) – wird das Steuersignal yFS(k0·Ta0) deaktiviert und der Zählerstand Nc wieder auf die um den Faktor 1 dekrementierte Filterlänge LDEZ initialisiert.

Bei aktivierten Steuersignal yFS'(k2·Ta2) und damit eingeschwungenen Eingangssignal xIIR(k2·Ta2) am Eingang des erfindungsgemäßen digitalen Filters wird mit Einsetzen einer Anregung des erfindungsgemäßen digitalen Filters – strukturvariantes IIR-Filter FIIR – durch das Ausgangssignal yM(k2·Ta2) am Ende aller vorausgehenden Einzelfilter FDEZ, FM usw. der digitalen Filterkaskade der Schalter 2 in die Schalterstellung des Signalwertes "0" gelegt und über den Reset-Eingang R der Ausgang des Verzögerungsgliedes 3 zurückgesetzt. Auf diese Weise ist im erfindungsgemäßen digitalen Filter FIIR eine Strukturumschaltung vom IIR-Filter – erste Filterstruktur – zum modifizierten IIR-Filter – zweite Filterstruktur – erfolgt. Über insgesamt S Abtastzeitpunkten weist das erfindungsgemäße digitale Filter FIIR eine höhere Bandbreite Bup und damit eine niedrigere Einschwingzeit T auf, bis der Einschwingvorgang abgeschlossen ist und das erfindungsgemäße digitale Filter FIIR über den Schalter 2 vom modifizierten IIR-Filter – zweite Filterstruktur – wieder zum IIR-Filter – erste Filterstruktur – umgeschaltet wird.

In der zweiten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Filterkaskade in 6 besteht die Einheit zur Steuersignal-Erzeugung 6' aus einer einzigen Untereinheit zur Steuersignal-Erzeugung 6~ , die ausgehend von der Filterlänge LDEZ des ersten Dezimationsfilters FDEZ und der Filterlänge LM des zweiten Dezimationsfilters FM die Ersatzfilterlänge L~ des aus ersten und zweiten Dezimationsfilter FDEZ und FM zusammengesetzten Ersatz-Dezimationsfilters ermittelt und das Steuersignal yFS(k0·Ta0) nach insgesamt L~ – 1 Abtastzeitpunkten seit Anregung mit dem Steuersignal xFS(k0·Ta0) aktiviert.

Das Steuersignal yFS(k0·Ta0) wird anschließend im Polyphasendezimator 7~ , der einen aus dem Dezimationsfaktor RDEZ des ersten Dezimationsfilter FDEZ und dem Dezimationsfaktor Rm des zweiten Dezimationsfilter FM zusammengesetzten Dezimationsfaktor R~ und eine aus der Polyphasenkomponente pDEZ des ersten Dezimationsfaktor FDEZ und der Polyphasenkomponente pm ermittelte Polyphasenkomponente p~ aufweist, in ein Steuersignal yFS'(k2 – Ta2) mit reduzierter Abtastrate fa2 gewandelt.

Im Fall eines Rücksetzens der Dezimationsfilter FDEZ und FM werden, falls einzig die Polyphasendezimatoren der Dezimationsfilter FDEZ und FM zurückgesetzt werden und deshalb die Abtastwerte der zugehörigen Ausgangssignale yDEZ(k1·Ta1) bzw. yM(k2·Ta2) zeitlich verzögert ausgegeben werden, auch die von den Polyphasendezimatoren 7DEZ, 7M bzw. 7~ der Einheit zur Steuersignal-Erzeugung 6 bzw. 6' erzeugten Abtastwerte der zugehörigen Steuersignale yFS(k1·Ta1) bzw. yFS'(k1·Ta1) in der gleichen Größenordnung zeitlich verzögert ausgegeben.

Werden in den Dezimationsfiltern FDEZ und FM zusätzlich auch die nicht dezimierenden FIR-Filter zurückgesetzt und damit der Einschwingvorgang der Dezimationsfilter FDEZ und FM beeinflußt, so ist dies bei der Ermittlung der Steuersignale yFS(k0·Ta0) und yFS'(k1·Ta1) bzw. yFS'(k2·Ta2) der Untereinheiten zur Steuersignal-Erzeugung 6DEZ und 6M bzw. 6~ auch zu berücksichtigen.

Die Erfindung ist nicht auf die dargestellten Ausführungsformen beschränkt. Von der Erfindung sind neben IIR-Filter 1. Ordnung auch IIR-Filter höherer Ordnung sowie andere digitale Filterstrukturen, die eine gegenüber FIR-Filtern niedrigere Bandbreite aufweisen, beispielsweise CIC-Filter und vorgelagerte IIR-Filter, abgedeckt. Zusätzlich schließt die Erfindung auch Filterkaskaden mit mehreren seriell und/oder parallel verschalteten vorausgehenden dezimierenden und/oder nicht dezimierenden digitalen Filtern ein. Die zugehörigen Einheiten zur Steuersignal-Erzeugung sind in diesem Fall an die jeweilige Filterkaskadenstruktur anzupassen.


Anspruch[de]
Digitale Filterkaskade mit einem mindestens einem vorausgehenden Filter (FDEZ, FM) nachfolgenden Filter (FIIR), das außerhalb eines Einschwingvorgangs eine gegenüber den vorausgehenden Filtern (FDEZ, FM) reduzierte Bandbreite aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass das nachfolgende Filter (FIIR) während des Einschwingvorgangs der Filterkaskade eine höhere Bandbreite (Bup) aufweist. Digitale Filterkaskade nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die höhere Bandbreite (Bup) des nachfolgenden Filters (FIIR) während des Einschwingvorgangs der Filterkaskade mittels Umschaltung von einer ersten Filterstruktur auf eine zweite Filterstruktur des nachfolgenden Filters (FIIR) herbeigeführt wird. Digitale Filterkaskade nach Anspruch 2,

dadurch gekennzeichnet,

dass die erste Filterstruktur des nachfolgenden Filters (FIIR) ein Infinite-Impulse-Response-Filter 1. Ordnung ist, dessen Ausgangssignal yIIR(k2·Ta2) sich nach folgender Gleichung berechnet: yIIR(k2·Ta2) = (1 – &lgr;)·yIIR((k2 – 1)·Ta2) + &lgr;·xIIR(k2·Ta2) wobei

&lgr; der Gedächtnisfaktor der Filterstruktur,

xIIR(k2·Ta2) das Eingangssignal der ersten Filterstruktur und

k2·Ta2 bzw. (k2 – 1)·Ta2 die Abtastzeitpunkte des Ein- und Ausgangssignals der ersten Filterstruktur sind.
Digitale Filterkaskade nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Filterstruktur des nachfolgenden Filters (FIIR) ein modifiziertes Infinite-Impulse-Response-Filter 1. Ordnung ist. Digitale Filterkaskade nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das um den Gedächtnisfaktor &lgr; gewichtete Ausgangssignal yIIR((k2 – 1)·Ta2) der ersten Filterstruktur zum Abtastzeitpunkt (k2 – 1)·Ta2 in der zweiten Filterstruktur nicht zurückgekoppelt ist. Digitale Filterkaskade nach Anspruch 5,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Ausgangssignal yIIR'((k2 – 1)·Ta2) der zweiten Filterstruktur des nachfolgenden Filters (FIIR) sich nach folgender Gleichung berechnet: yIIR'(k2·Ta2) = yIIR'((k2 – 1)·Ta2) + &lgr;·xIIR'(k2·Ta2) wobei

&lgr; der Gedächtnisfaktor der Filterstruktur,

xIIR'(k2·Ta2) das Eingangssignal der zweiten Filterstruktur und

k2·Ta2 bzw. (k2 – 1)·Ta2 die Abtastzeitpunkte des Ein- und Ausgangssignals der zweiten Filterstruktur sind.
Digitale Filterkaskade nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschaltung von der ersten zur zweiten Filterstruktur des nachfolgenden Filters (FIIR) erst im Fall eines eingeschwungenen Eingangssignals (xIIR(k2·Ta2), xIIR'(k2·Ta2)) des nachfolgenden Filters (FIIR) freigegeben ist. Digitale Filterkaskade nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Steuersignal (yFS'(k2·Ta2)) dem nachfolgenden Filter (FIIR) den Zeitpunkt signalisiert, in dem sein Eingangssignal (xIIR(k2·Ta2), xIIR'(k2·Ta2)) eingeschwungen ist. Digitale Filterkaskade nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die vorausgehenden Filter (FDEZ, FM) der digitalen Filterkaskade jeweils aus einem nicht dezimierenden Filter oder einem dezimierenden Filter besteht, wobei sich das dezimierende Filter aus einer Serienschaltung eines nicht dezimierenden Filters und eines Polyphasendezimators zusammensetzt. Digitale Filterkaskade nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige nicht dezimierende Filter ein Finite-Impulse-Response-Filter, ein Infinite-Impulse-Response-Filter oder ein Cascaded-Integrator-Comb-Filter mit jeweils einer Filterlänge L ist. Digitale Filterkaskade nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der jeweilige Polyphasendezimator eine einschwingoptimierte Polyphasenkomponente (p) und einen Dezimationsfaktor (R) aufweist. Digitale Filterkaskade nach einem der Ansprüche 8 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine Einheit zur Steuersignal-Erzeugung (6, 6') im Fall eines eingeschwungenen Eingangssignals x(k0, Tn0) der digitalen Filterkaskade in Abhängigkeit der Filterlänge (LDEZ, LM) der einzelnen nicht dezimierenden Filter und des Dezimationsfaktors (RDEZ, RM) und der Polyphasenkomponente (pDEZ, pM) der einzelnen Polyphasendezimatoren der digitalen Filterkaskade den Zeitpunkt des eingeschwungenen Eingangssignals (xIIR(k2·Ta2), xIIR'(k2·Ta2)) des nachfolgenden Filters (FIIR) ermittelt und das Steuersignal (yFS'(k2·Ta2)) zur Signalisierung des Zeitpunkts des eingeschwungenen Eingangssignals (xIIR(k2·Ta2), xIIR'(k2·Ta2)) des nachfolgenden Filters (FIIR) erzeugt. Digitale Filterkaskade nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Einheit zur Steuersignal-Erzeugung (6, 6') im Fall eines Rücksetzens der nicht dezimierenden Filter und/oder der Polyphasendezimatoren der vorausgehenden Filter (FDEZ, FM) der digitalen Filterkaskade den modifizierten Zeitpunkt des eingeschwungenen Eingangssignals (xIIR(k2·Ta2), xIIR'(k2·Ta2)) des nachfolgenden Filters (FIIR) ermittelt und das Steuersignal (yFS'(k2·Ta2)) zur Signalisierung des modifizierten Zeitpunkts des eingeschwungenen Eingangssignals (xIIR(k2·Ta2), xIIR'(k2·Ta2)) des nachfolgenden Filters (FIIR) erzeugt. Digitale Filterkaskade nach einem der Ansprüche 2 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Umschaltung von der zweiten zur ersten Filterstruktur des nachfolgenden Filters (FIIR) erfolgt, sobald das modifizierte Infinite-Impulse-Response-Filter 1. Ordnung nach einer minimalen Einschwingzeit (S·Ta2) eingeschwungen ist, wobei (S) die minimale Anzahl von Abtastzeitpunkten ist. Digitale Filterkaskade nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die minimale Anzahl (Smin) von Abtastzeitpunkten der ganzzahligen Inversen (⌊ 1&lgr; ⌋) des Gedächtnisfaktors (&lgr;) entspricht. Digitales Filter, welches als Infinite-Impulse-Response-Filter ausgeführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das digitale Filter (FIIR) nach einer Strukturumschaltung eine höhere Bandbreite (Bup) aufweist. Digitales Filter nach Anspruch 16,

dadurch gekennzeichnet,

dass das digitale Filter (FIIR) ein Infinite-Impulse-Response-Filter 1. Ordnung ist, dessen Ausgangssignal yIIR(k2·Ta2) sich nach folgender Gleichung berechnet yIIR(k2·Ta2) = (1 – &lgr;)·yIIR((k2 – 1)·Ta2) + &lgr;·xIIR(k2·Ta2) wobei

&lgr; der Gedächtnisfaktor des Infinite-Impulse-Response-Filter,

xIIR(k2·Ta2) das Eingangssignal des Infinite-Impulse-Response-Filter und

k2·Ta2 bzw. (k2 – 1)·Ta2 die Abtastzeitpunkte des Ein- und Ausgangssignals des Infinite-Impulse-Response-Filters sind.
Digitales Filter nach Anspruch 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass das digitale Filter (FIIR) nach der Strukturumschaltung ein modifiziertes Infinite-Impulse-Response-Filter 1. Ordnung ist, das das Einschwingverhalten eines Finite-Impulse-Response-Filters höherer Ordnung aufweist. Digitales Filter nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass das um den Gedächtnisfaktor (&lgr;) gewichtete Ausgangssignal (yIIR((k2 – 1)·Ta2)) des Infinite-Impulse-Response-Filters zum Abtastzeitpunkt ((k2 – 1)·Ta2) nach der Strukturumschaltung im modifizierten Infinite-Impulse-Response-Filter nicht zurückgekoppelt ist. Digitales Filter nach Anspruch 18 oder 19,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Ausgangssignal (yIIR'((k2 – 1)·Ta2)) des modifizierten Infinite-Impulse-Response-Filters sich nach folgender Gleichung berechnet: yIIR'(k2·Ta2) = yIIR'((k2 – 1)·Ta2) + &lgr;·xIIR'(k2·Ta2) wobei

&lgr; der Gedächtnisfaktor des modifizierten Infinite-Impulse-Response-Filters,

xIIR'(k2·Ta2) das Eingangssignal des modifizierten Infinite-Impulse-Response-Filters und

k2·Ta2 bzw. (k2 – 1)·Ta2 die Abtastzeitpunkte des Ein- und Ausgangssignals des modifizierten Infinite-Impulse-Response-Filters sind.






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