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Dokumentenidentifikation DE102006011782A1 26.04.2007
Titel Halteelement
Anmelder DaimlerChrysler AG, 70567 Stuttgart, DE
Erfinder Anders, Michael, Dipl.-Ing. (FH), 75382 Althengstett, DE;
Haub, Dominik, 71116 Gärtringen, DE;
Stöckle, Wolfgang, Dipl.-Ing., 71111 Waldenbuch, DE
DE-Anmeldedatum 15.03.2006
DE-Aktenzeichen 102006011782
Offenlegungstag 26.04.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.04.2007
IPC-Hauptklasse B62D 21/11(2006.01)A, F, I, 20060315, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60G 21/055(2006.01)A, L, I, 20060315, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Halteelement (19) zur Befestigung eines Stabilisators (4) an einem Karosserieteil, insbesondere einem Fahrschemel (1), eines Kraftfahrzeugs, welches den Stabilisator (4) in Art einer Schelle haltend übergreift und dessen dem Fahrschemel (1) zugewandter Befestigungsbereich (14) zur Befestigung am Fahrschemel (1) ausgebildet ist. Um die Energieaufnahme durch das Halteelement zum Schutz des Stabilisators bei Fahrzeugen mit langem Vorbau oder bei Geländewagen mit hohem Böschungswinkel zu verbessern, wird vorgeschlagen, dass ein anderer Teilbereich (20) als Lager ausgebildet ist, über das ein energieaufnehmendes Bauteil, insbesondere eine Prallplatte (5), schwenkbar gelagert ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Halteelement zur Befestigung eines Stabilisators an einem Fahrschemel eines Kraftfahrzeugs gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Es ist allgemein bekannt, dass ein Stabilisator als ein Federelement im Kraftfahrzeug eingesetzt wird, um zur Verbesserung der Straßenlage beizutragen. Die Federwirkung wird durch Verdrehung von runden Drehstäben erreicht, die einen U-förmigen Verlauf aufweisen. Der Mittelteil des Stabilisators ist über Halteelemente drehbar an der Karosserie, insbesondere an einem Fahrschemel, und die abgewinkelten Enden, die als Hebel wirken, sind über Gummielemente an den Radaufhängungen, z.B. Querlenkern, angebracht. Beim Anheben eines Rades wird über die Verdrehung des Stabilisators das andere Rad ebenfalls angehoben, beim Absenken ebenso gesenkt. Dadurch wird bei Kurvenfahrten dem übermäßigen Wank der Karosserie entgegengewirkt. Bei gleichzeitigem Einfedern beider Räder tritt der Stabilisator nicht in Aktion.

Aus der DE 102 21 299 C1 ist ein Halteelement zur Befestigung eines Stabilisators an einem Fahrschemel bekannt geworden, welches den Stabilisator in Art einer Schelle haltend übergreift. Der dem Fahrschemel zugewandte Befestigungsbereich dient zur Befestigung am Fahrschemel. Um den Fahrschemel bei einem Frontalaufprall vor Beschädigung zu schützen, wird vorgeschlagen, dass das Halteelement mit einem herausragenden Stoßteil versehen wird, das bei einem Aufprall energieabsorbierend wirkt.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, die Energieaufnahme durch das Halteelement zum Schutz des Stabilisators bei Fahrzeugen mit langem Vorbau oder bei Geländewagen mit hohem Böschungswinkel zu verbessern.

Die Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Ein dem Befestigungsbereich gegenüberliegender Bereich des Halteelements ist erfindungsgemäß als Lager ausgebildet, über das ein energieaufnehmendes Bauteil, insbesondere eine Prallplatte, schwenkbar gelagert ist. Das energieaufnehmende Bauteil kann durch seine schwenkbare Lagerung am Halteelement zwischen einer eingefahrenen und einer ausgefahrenen Stellung an der Unterseite des Kraftfahrzeugs bewegt werden.

Wenn das Lager mit einem elastischen, an dem energieaufnehmenden Bauteil befestigt Lagerkern zusammenwirkt, können Schwingungen des Fahrschemels auf das energieabsorbierende Bauteil gedämpft werden. Bei einer sich bis an den Stoßfänger erstreckenden Prallplatte als energieabsorbierendes Bauteil können durch die erfindungsgemäße Gummilagerung Klappergeräusche wirksam unterbunden werden.

In einer Ausführungsform kann der elastische Lagerkern mit einem Blechteil am energieaufnehmenden Bauteil befestigt sein.

Vorzugsweise weist der elastische Lagerkern einen D-förmigen Querschnitt auf, dessen bauchige Umfangsseite durch das Blechteil umschlossen wird und dessen ebene Rückseite an dem energieaufnehmenden Bauteil anliegt. Die wirkenden Kräfte können so optimal aufgenommen werden.

Zur Aufnahme der Schwenkachse kann der elastische Lagerkern eine Durchgangsbohrung aufweisen, die in Überdeckung mit einer die Schwenkachse aufnehmenden Bohrung im Lager angeordnet ist. Die Montage der Schwenkachse und somit die Anbindung des energieabsorbierenden Bauteils an den Stabilisator kann dadurch in einfacher Art erfolgen.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen werden im Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht eines Fahrschemels mit einer in Fahrtrichtung gesehen davor angeordneten Prallplatte,

2 eine Detailansicht des erfindungsgemäßen Halteelements sowie

3 eine Explosionsdarstellung des als Lager ausgebildeten Teilbereichs des Halteelements gemäß 2.

In 1 ist ein Fahrschemel 1 eines Kraftfahrzeugs perspektivisch dargestellt. An dem Integralträger 1 sind zwei Motorlager 2, 3 angebracht. Außerdem ist an dem Fahrschemel 1 ein Stabilisator 4 angebracht. Vor dem Stabilisator ist eine zweischalige Prallplatte 5 mit einer Deformationsstruktur an den Stabilisator 4 angelenkt. Wenn ein Auslöseelement 6 ausgelöst wird, dann fällt die Prallplatte 5 auf Grund ihres Gewichts in Pfeilrichtung G nach unten und kann mit Hilfe von Aktoreinrichtungen 7, 8 wieder in die Ruhestellung gemäß Pfeilrichtung G' nach oben bewegt werden. Die Prallplatte 5 ist über eine Halteelement 9, 10 am Stabilisator 4 so befestigt, dass sie bei ihrer Bewegung um den Stabilisator 4 herum verschwenkt wird.

2 zeigt das Halteelement 10 der 1 in einer vergrößerten Darstellung. Der Stabilisator 4 dient als ein Federelement, um zur Verbesserung der Straßenlage beizutragen. Die Federwirkung wird durch Verdrehung eines runden Drehstabs 11 erreicht, der einen U-förmigen Verlauf aufweist. Der quer zur Fahrtrichtung verlaufende Mittelteil 12 des Stabilisators 4 ist über das Halteelement 10 drehbar an dem Fahrschemel 1 angebracht. Die abgewinkelten Enden 13, die als Hebel wirken, sind über nicht weiter dargestellte Gummielemente an den ebenfalls nicht dargestellten Radaufhängungen angebracht.

Das Halteelement 10 übergreift oder umgreift den Mittelteil 12 des Stabilisators 4 in Art einer Schelle. Das Halteelement 10 ist dazu zweiteilig ausgebildet. An seinem dem Fahrschemel 1 zugewandten Befestigungsbereich 14 sind zwei stabile, parallel zueinender verlaufende Fortsätze 15, 16 angeformt, die mit zwei vom Fahrschemel abstehenden Haltern 17, 18 korrespondieren und mit diesen über Befestigungsmittel 19 verbunden sind. Ein dem Befestigungsbereich 14 gegenüberliegender zweiter Teilbereich 20 ist zur Prallplatte 5 hin als Lager ausgebildet ist.

Der Teilbereich 20 und der Befestigungsbereich 14 liegen an Flanschen 21, 22, 23, 24 aneinander an und sind durch Befestigungsmittel 25 miteinander verbunden. In ihrer Einbaulage umschließen der Teilbereich 20 und der Befestigungsbereich 14 Lagerringe 26, die auf dem Mittelteil 12 des Stabilisators 4 sitzen.

Die Anbindung der Prallplatte 5 an das Halteelement 10 ist aus der Explosionsdarstellung in 3 erkennbar.

Von der Rückseite der Prallplatte 5 steht ein Blechteil 27 ab, das so geformt ist, dass es einen elastischen Lagerkern 28 formschlüssig umschließt. Der Lagerkern 28 hat einen D-förmigen Querschnitt und eine in die bauchige Umfangsseite eingelassene Nut 29, die von Flanken 30, 31 begrenzt ist und die das Blechteil 27 aufnimmt. Mit seiner Rückseite 32 liegt der Lagerkern 28 am der Rückseite der Prallplatte 5 an.

Im Lagerkern ist eine etwa parallel zum Mittelteil 12 des Stabilisators 4 verlaufende Durchgangsbohrung 33 vorgesehen, die in Überdeckung mit einer eine Schwenkachse 34 aufnehmenden Bohrung 35 im Teilbereich 20 angeordnet ist. Um diese Schwenkachse 34 verschwenkt die Prallplatte 5, wenn diese auf Grund ihres Gewichts in Pfeilrichtung G nach unten und kann mit Hilfe von Aktoreinrichtungen 7, 8 wieder in die Ruhestellung gemäß Pfeilrichtung G' nach oben bewegt wird.

Das Halteelement 10 erfüllt demnach zwei Aufgaben, nämlich einerseits die torsionssteife Anbindung des Stabilisators 4 an den Fahrschemel 1 und andererseits die schwenkbare Lagerung der Prallplatte 5.


Anspruch[de]
Halteelement zur Befestigung eines Stabilisators an einem Karosserieteil, insbesondere einem Fahrschemel, eines Kraftfahrzeugs, welches den Stabilisator in Art einer Schelle haltend übergreift und dessen dem Fahrschemel zugewandter Befestigungsbereich zur Befestigung am Fahrschemel ausgebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein anderer Teilbereich (20) als Lager ausgebildet ist, über das ein energieaufnehmendes Bauteil, insbesondere eine Prallplatte (5), schwenkbar gelagert ist. Halteelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Teilbereich (20) mit einem elastischen Lagerkern (28) zusammenwirkt, der an dem energieaufnehmenden Bauteil, insbesondere an der Prallplatte (5), befestigt ist. Halteelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der elastische Lagerkern (28) mit einem Blechteil (27) am energieaufnehmenden Bauteil, insbesondere an der Prallplatte (5), befestigt ist. Halteelement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der elastische Lagerkern (28) einen D-förmigen Querschnitt aufweist, dessen bauchige Umfangsseite durch das Blechteil (27) umschlossen wird und dessen ebene Rückseite (32) an dem energieaufnehmenden Bauteil, insbesondere an der Prallplatte (5), anliegt. Halteelement nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der elastische Lagerkern (28) eine Durchgangsbohrung (33) aufweist, die in Überdeckung mit einer die Schwenkachse (34) aufnehmenden Bohrung (35) im Teilbereich (20) angeordnet ist.






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