PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE10118503B4 03.05.2007
Titel Behälter, insbesondere Postbehälter
Anmelder Schoeller Wavin Systems Services GmbH, 82041 Oberhaching, DE
Erfinder Kellerer, Richard, 81243 München, DE
Vertreter Grosse, Bockhorni, Schumacher, 81476 München
DE-Anmeldedatum 12.04.2001
DE-Aktenzeichen 10118503
Offenlegungstag 24.10.2002
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse B65D 6/00(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65D 43/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   A47G 29/12(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B65D 21/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Behälter, insbesondere Postbehälter gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.

Derartige Behälter, werden häufig zu postalischen Zwecken eingesetzt, nämlich zum Transport von Briefen, Briefpaketsendungen und dergleichen, jedoch sind derartige Behälter auch für andere vergleichbare Einsatzzwecke anwendbar. Im Falle einer postalischen Verwendung kommt es darauf an, daß der Behälter auch ordnungsgemäß verschlossen bzw. verriegelt werden kann, so daß ein Zugriff durch dritte Personen nicht oder nicht ohne weiteres möglich ist. Dies ist insbesondere immer dann der Fall, wenn der die Post zustellende Träger den Behälter, wie es stets der Fall ist, auf seinem Transportmittel, etwa Fahrrad, belässt und die einzelne Post im Hause verteilt. Wird dann der Postbehälter nicht einwandfrei verschlossen, besteht die Gefahr, dass ein Zugriff durch unbefugte Dritte möglich ist, wobei ein solcher Zugriff häufig auch im nachhinein nicht ohne weiteres feststellbar ist. Andererseits erfolgt das Handling des Behälters, insbesondere auch das Öffnen des Behälters durch Abnehmen, Wiederaufsetzen des Deckels im normalen Gebrauch unter Eile, so dass von Hause aus eine erhöhte Gefahr besteht, daß durch unsachgemäße, insbesondere flüchtige Handhabung des für den Postzustelldienst verantwortlichen Angestellten das Verriegeln des Behälters nicht einwandfrei erfolgt.

Derzeit weithin verwendete Postbehälter besitzen als Verschluß einen Schnellverschluss in Art einer Rast- bzw. Schnappverschlußverbindung, die zumeist auf einer schmalen Stirnseite des Behälterunterteils und des Deckels vorgesehen ist. Dies hat bei einem flüchtigen Aufsetzen häufig zur Folge, daß der Deckel zwar auf einer Seite nämlich der Seite des Verschlussmechanismus ordnungsgemäß verriegelt wird, jedoch auf der anderen Seite nicht einwandfrei sitzt und somit ein Zugriff von unbefugten Dritten über diese Seite möglich ist.

Behälter der zuvor beschriebenen Art mit einem abnehmbaren und wiederaufsetzbaren Deckel sind beispielsweise in den Patentschriften DE 198 22 029 A1, DE 93 17 916 U1 und DE 196 28 373 A1 beschrieben. Ein ähnlicher Behälter jedoch mit nicht geschlossenen Wandungen ist aus der US 6,138, 863 A bekannt. Einige der zuvor genannten Patentschriften als auch die DE 297 03 952 U1 beschreiben einen Behälter, dessen Deckel mit einem Schnapp-/Rastverschluss versehen ist. Die gattungsbildende US 5,205,413 A offenbart einen Behälter, bei dem ebenfalls der Deckel und das Behälterunterteil separierbar ausgeführt sind. Um die beiden Behälterteile zusammenzufügen, weist der Deckel einen Riegel auf, der in ein entsprechendes Verschlussgegenstück am Behälterunterteil eingreift, wobei dieses Verschlussgegenstück mit einer entsprechenden Ausnehmung bzw. Schlitzung versehen ist. Das Einstecken des Riegels in das Verschlussgegenstück erweist sich dabei im normalen Gebrauch als zu kompliziert. Darüber hinaus umfasst die gelenkige Verbindung zwischen Deckel und Behälterunterteil ein Filmscharnier, welches nicht für den Dauergebrauch insbesondere unter rauen Witterungseinflüssen geeignet erscheint.

Vor diesem Hintergrund ist es die Aufgabe der Erfindung, einen Behälter, insbesondere einen für postalische Zustelldienste geeigneten Behälter zu schaffen, der ein leichtes und problemloses, sowie einwandfreies, sicheres und stabiles Aufsetzen des Deckels, auch bei flüchtiger Handhabung ermöglicht. Fernerhin soll der entsprechende Behälter, insbesondere bei unterschiedlichen Witterungseinflüssen, robust sein.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 enthaltenen Merkmale gelöst, wobei zweckmäßige Weiterbildungen der Erfindung durch die in den Unteransprüchen enthaltenen Merkmale gekennzeichnet sind.

Nach Maßgabe der Erfindung ist der Deckel als Aufsteckelement ausgebildet, wozu entsprechende Steckelemente im Bereich des Behälterunterteils und entsprechende Steckaufnahmen im Bereich des Deckels vorgesehen sind, so daß ein leichter Ineinandergriff durch Zusammenstecken von Deckel und Behälterunterteil beim Aufsetzen des Deckels auf das offene Ende des Behälterunterteils möglich ist.

Nach einer zweckmäßigen Ausbildung der Erfindung sind als Steckelemente an einer Stirnseite, vorzugsweise an der schmalen Stirnseite des Behälterunterteils, Steckzungen ausgebildet, und zwar zwei parallel angeordnete Steckzungen, die sich vom freien Ende her vorzugsweise nach hinten konisch aufweiten, also ein einfaches Aufsetzen und Einführen und damit Zentrieren des Deckels in die gewünschte Position ermöglichen. Gleichzeitig ist der Deckel mit entsprechenden Aufnahmen ausgebildet, die einen Eingriff bzw. ein Aufstecken des Deckels auf diese Steckzungen ermöglichen. Vorteilhaft sind die Aufnahmen komplementär mit den Steckzungen ausgebildet, so daß ein einwandfreies Einfädeln beim Aufstecken in die gewünschte zentrierte und damit auch formschlüssige Position gewährleistet ist. Wird dann der Deckel vorzugsweise auf der gegenüberliegenden Seite mit seinem Verschlußmechanismus gegenüber dem Behälterunterteil verriegelt, dann ist ein Zugriff durch unbefugte Dritte von allen Seiten des Behälters in das Innere des Behälters nicht mehr möglich.

Obgleich bei dem bevorzugten Ausführungsbeispiel die Steckzungen am Behälterunterteil vorgesehen sind, ist jedoch auch eine umgekehrte Ausbildung möglich, d.h. Anordnung bzw. Ausbildung, insbesondere formschlüssige Ausbildung der Steckzungen am Deckel bzw. der Aufnahmen, insbesondere Aufnahmetaschen, in einer Stirnwand des Behälterunterteils.

Zudem ist es im Rahmen der Erfindung bevorzugt, wenn der Deckel entsprechende Auflauframpen bzw. Auflaufflächen aufweist, so daß der Deckel mit einer Hand bequem von schräg oben bzw. von der Seite her auf das obere offene Ende des Behälterunterteils aufgesetzt werden kann und durch Absenken sozusagen automatisch und selbsttätig der Deckel über die Auffahrrampen in seine zentrierte Lage gelangt und somit die Aufnahmetaschen die Steckzungen sicher übergreifen und damit eine entsprechende formschlüssige Verriegelung auf Seiten der Steckelemente gewährleistet ist.

Zweckmäßigerweise sind die Steckzungen voll in die zumeist doppelwandig aufgebaute Stirnwand des Behälterunterteils eingelassen und stehen deswegen nicht in das Innere vor, so daß die Aufnahmekapazität des Behälterunterteils hierdurch nicht beeinträchtigt wird. Auch jedwede Beschädigung des aufgenommenen Briefguts wird durch diese Maßnahmen ausgeschlossen. Zweckmäßigerweise sind die Auffahrrampen an den Stirnrändern einer Wandschürze ausgebildet, welche sich von der Deckeloberfläche nach untern erstreckt und beim aufgesetzten Deckel die entsprechenden Seitenwände des Behälters übergreift. Die Schürze ist hierbei umlaufend bezüglich der beiden Längsseitenwände des Deckels und der Stirnseitenwand des Deckels ausgebildet, an der der Rast- und Schnappmechanismus aufgenommen ist. Die Auffahrrampe kann durch eine Schrägfläche, aber auch durch eine leicht gerundete Fläche gebildet sein, insbesondere schließt sich aber an eine Schrägfläche vorzugsweise eine Abrundung an, so daß die Schrägflächen in die horizontalen unteren Ränder der Wandschürze auslaufen. Dadurch ist ein einwandfreies und ruckfreies Aufsetzen und Betätigen des Deckels für das Aufstecken auf die Steckzungen gewährleistet. Darüber hinaus ist die Ausbildung des Steckmechanismus auf den oberen Rand des Behälterunterteils und auf den Deckel konzentriert, so daß weitere wesentliche Elemente des Behälters nicht beeinträchtigt werden, etwa eine umlaufende Stapelschulter, die in einer Teilhöhe des Behälters vorgesehen ist. Durch diese umlaufende Stapelschulter wird ermöglicht, daß in Leerstellung die Behälter ineinander gesteckt werden können, und zwar bis zum Anschlag der Stapelfläche auf den oberen Rand des im Stapel unten liegenden Behälterunterteils, jedoch bei gefülltem Behälter eine Stapelung gleichfalls möglich ist, wobei hier dann die Anlage über gesonderte vertikale Stapelstege an den Stirnwänden des Behälterunterteils erfolgt. Diese vertikalen Stapelstege können sowohl auf der Seite des Verschlußmechanismus als auch auf der Seite des Steckmechanismus vorgesehen sein, jedoch auch zweckmäßigerweise an beiden Seiten, wobei die Vertikalstege auf der einen Stirnwand eine andere Anordnungsmimik aufweisen als die Vertikalstege auf der gegenüberliegenden Stirnwand. Entsprechend sind natürlich in den Stirnseitenwänden des Behälterunterteils Aufnahmen vorgesehen, die für eine Anschlagstapelung über die Stapelschulter ein Eintauchen der vertikalen Stege des im Stapel oben liegenden Behälterunterteils in die Stirnwände des im Stapel unten liegenden Unterteils ermöglichen. Aufgrund der Ausbildung der Steckelemente wird diese Mimik in keiner Weise beeinträchtigt, vielmehr können an beiden Seiten der Steckelemente die entsprechenden vertikalen Ausnehmungen für das Eintauchen der stirnwandseitig vorgesehenen Vertikalstege vorgesehen sein.

Nachfolgend wird ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch anhand der Zeichnungen beschrieben. Darin zeigen

1 eine perspektivische Ansicht eines Postbehälters mit geöffnetem Deckel,

2 eine perspektivische Ansicht des in 1 dargestellten Behälters mit geschlossenem Deckel,

3 eine Ansicht des Behälters gemäß den 1 und 2 in einer Funktionsstellung beim Aufsetzen des Deckels,

4 eine perspektivische Ansicht der Behälter in Stapelstellung sowie

5 eine perspektivische Ansicht zweier Behälter in einer Stapelstellung, bei der der obere Behälter um 180° verdreht ist.

In 1 ist mit 1 der Behälterunterteil eines bevorzugt für postalische Zwecke verwendeten Behälters dargestellt, der aus vier Seitenwänden 2 bis 5, nämlich zwei Längsseitenwänden 2 und 3 und zwei schmalen Stirnseitenwänden 4 und 5, sowie einem Boden 6 gebildet ist. Das oben offene Ende des Behälters ist durch einen Deckel 7 verschließbar.

2 zeigt den Behälter aus Deckel 7 und Behälterunterteil 1 in geschlossener Stellung, in welcher der Behälter über einen lösbaren Rast- oder Schnappverschluß 8 mit dem Behälterunterteil 1 verriegelbar ist. Dabei handelt es sich um bekannte Rast- oder Schnappverbindungen, die hier im einzelnen deswegen nicht dargestellt und beschrieben sind. Sie sind jedenfalls im Deckel, beispielsweise als Rastelement und im Unterteil im Bereich der Stirnwand 4 als hakenförmiges Teil o. dgl. ausgebildet. Die Problematik derartiger Rast- oder Schnappverbindungen im Bereich einer Stirnwand besteht darin, daß zwar im Bereich dieser Stirnwand eine Verriegelung des Deckels mit dem Behälterunterteils 1 erfolgt, jedoch bei nicht einwandfreiem und sachgerechten Aufsetzen des Deckels, was teilweise aus Unachtsamkeit passieren kann, der gegenüberliegende Bereich nicht verriegelt wird und damit unbefugt geöffnet werden kann. Dies ist insbesondere bei Behältern zu postalischen Zwecken nachteilhaft, weil der Briefträger bei Betreten eines Hauses den vollen Postbehälter auf dem Beförderungsmittel, etwa ein Rad, stehen läßt, so daß beliebige Dritte ohne weiteres Zugriff zum gegebenenfalls dann einseitig zu öffnenden Behälter haben.

Deswegen ist der Deckel 7 nach Maßgabe der Erfindung als Aufsteckdeckel ausgebildet. Hierzu sind im Behälterunterteil 1 im Bereich des oberen Rands der Stirnwand 5 zwei mit Abstand zueinander angeordnete Steckelemente in Art von Steckzungen 9 und 10 ausgebildet, wobei der Deckel 7 auf einer schmalen Stirnseite, hier der Stirnseite 11, mit zwei aus 1 ersichtlichen taschenförmigen Aufnahmen, nämlich Aufstecktaschen 12 und 13 ausgebildet ist, die in Richtung der Steckzungen 9 und 10 offen und im übrigen komplementär zur Kontur der Steckzungen 9 und 10 ausgebildet sind. Vorzugsweise sind die Steckzungen parallel zum Behälterboden bzw. -deckel gerichtet.

Um im Gebrauch ein schnelles, einwandfreies und sicheres Aufstecken des Deckels 7 auf die beiden Steckzungen 9 und 10 zu ermöglichen, ist der Deckel 7 im Bereich seiner Seitenränder mit schrägen Auffahrrampen 14 und 15 ausgebildet. Diese sind an den Stirnrändern einer nach unten gerichteten Seitenwand 16 des Deckels 7 ausgebildet, die in einer Art Schürze um die beiden Längsseiten des Deckels sowie der dazwischen befindlichen Stirnseite 17 des Deckels umlaufend angeordnet ist. Dieser die Schürze 16 bildende Seitensteg des Deckels 7 ist so abstandsmäßig bemessen, daß bei aufgesetztem Deckel 7 der Seitensteg bzw. die Schürze 16 über die Längsseitenwände 2 und 3 sowie über die Stirnseitenwand 4 des Behälterteils 1 paßgerecht und durch das Behälterunterteil zentriert übergreift.

Wie 3 recht deutlich zeigt, wird der schräg aufgesetzte und von der Seite her Deckel zuerst über die Auffahrrampen bzw. Schrägflächen 14 und 15 auf den oberen Rändern der Längsseitenwände 2 und 3 aufgesetzt und damit geführt und in Richtung der Steckzungen 9 und 10 geschoben, wobei er dann durch paßgerechtes manuelles Verschieben in seine Zentrierstellung die beiden Längsseitenwände übergreifend gelangt und selbsttätig mit den Aufnahmetaschen 12 und 13 in Richtung auf die Steckzungen 9 und 10 gesteckt wird. Dadurch erfolgt ein einwandfreies Zentrieren des Deckels 7 bei dessen Aufsetzen auf das Behälterunterteil 1, so daß auf dieser Seite des Behälterunterteils der Deckel 7 fest aufgenommen und dann einwandfrei auf der gegenüberliegenden, nämlich der Stirnseite 17 mit dem hier nicht dargestellten Rastelement auf dem Behälterunterteil 1 durch Aufsetzen verriegelt wird. Damit ist ein einwandfreies und sachgerechtes schnelles Schließen des Deckels 7 und dessen Verriegelung mit dem Behälterunterteil gewährleistet.

Wie insbesondere der 3 entnommen werden kann, sind die Steckzungen 9 und 10 einstückig mit den Stirnseitenwänden des Unterteils ausgeformt, ragen zweckmäßigerweise jedoch nicht in das Innere des Behälterunterteils vor, so daß sie nicht die Aufnahme des Guts, hier etwa Postbriefe u. dgl., beeinträchtigen. Auch kann der aufzunehmende Inhalt durch die Steckzungen nicht beschädigt werden. Zusätzlich sind die Steckzungen 9 und 10 gegen Beschädigung gesichert. Die Aufnahmetaschen 12 und 13 sind gleichfalls mit ihrem Bodenteil gegenüber dem Inneren abgeschottet, so daß beim Aufstecken des Behälterdeckels 7 auf die Steckzungen 9 und 10 auch kein Einzwicken des im Behälterunterteil aufgenommenen Postbriefguts erfolgen kann.

Selbstverständlich ist es im Rahmen der Erfindung ebenso möglich, daß die Steckzungen 9 und 10 deckelseitig und die Aufnahmetaschen 12 und 13 stirnwandseitig im Behälterunterteil 1 ausgebildet, insbesondere angeformt sein können. Angeformt deswegen, weil sowohl Deckel 7 wie auch Behälterunterteil 1 zweckmäßigerweise einstückig durch Spritzgießen aus Kunststoff hergestellt werden.

Überdies ist der Behälterunterteil mit einer im wesentlichen umlaufenden Stapelschulter 18 ausgebildet, wodurch sozusagen der untere Teil 19 des Behälters gegenüber dem oberen Teil 20 etwas eingeschnürt ist, so daß, wie wiederum 5 ausweist, beim Aufsetzen des oberen Behälters in ein unteres Behälterteil 1 der obere Behälter mit seinem Unterteil 19 bis zur Anlage der Stapelschulter 18 an den oberen Rand des unteren Behälterunterteils zur Anlage gelangt. Die Stapelung gemäß 5 ist für den leeren Rücktransport der Behälter gedacht. Im Falle der Stapelung von gefüllten Behälterunterteilen sind im Bereich der beiden schmalen Stirnwände 4 und 5 entsprechende Maßnahmen vorgesehen, nämlich hier im Bereich der Stirnwand 4 zwei sich von der Stapelschulter 18 nach unten erstreckende vertikale Stapelstege 21 und 22, die entsprechend, jedoch mit anderen seitlichen Abstand zueinander auch an die gegenüberliegend und zwar nur an einer der beiden schmalen Stirnseitenwände, vorgesehen ist. Wie aus 1 ersichtlich, erstrecken sich die vertikalen Stapelstege 21 und 22 nicht bündig bis zum Boden 6 des Behälterunterteils 1, vielmehr enden sie in einem knappen Abstand oberhalb des Bodens, so daß in Stapelstellung der vollen Behälterunterteile, die aus 4 hervorgeht, die Stapelstege 21 und 22 mit ihren unteren Rändern 23 auf dem oberen Rand 24 des unten liegenden Behälterunterteils 1 aufstehen.

Um eine Stapelung der Behälterunterteile im Leerzustand zu ermöglichen, sind in der gegenüberliegenden Stirnseitenwand vertikale Ausnehmungen für das Eintauchen der Stege 21 und 22 vorgesehen. Entsprechende vertikale Ausnehmungen 25 und 26 befinden sich auch in der Stirnwand 4, um ein Eintauchen innenseitig angeordneter Glieder bzw. Ausbildungen der Stirnseitenwand 4 für die Stapelung leerer Behälter entsprechend 5 zu ermöglichen. Dabei können die Ausnehmungen 24 und 25 für entsprechende vertikale Stege an der gegenüberliegenden Seite der Stirnwand 4 vorgesehen sein, um ein entsprechendes Aufständern übereinander gestapelter voller Behälterunterteile 1 entsprechend 4 auf beiden schmalen Stirnseitenwänden zu ermöglichen. Die Ausbildung der vertikalen Stapelstege auf einer oder beiden gegenüberliegenden Seitenwänden, insbesondere Stirnseitenwänden ist damit optional.


Anspruch[de]
Behälter, insbesondere Postbehälter, mit einem oben offenen Behälterunterteil (1) aus Bodenwand (6) und Seitenwänden (2 bis 5) und einem auf diesem Behälterunterteil (1) aufsetzbaren Deckel (7), der mit dem Behälterunterteil (1) insbesondere durch einen oder mehrere Rast- oder Schnappverschlüsse verriegelbar ist, wobei der auf das Behälterunterteil (1) aufsetzbare Deckel (7) als Aufsteckelement ausgebildet ist, wozu in einer Stirnwand (5) des Behälterunterteils (1) mindestens ein Steckelement (9, 10) ausgebildet ist und der Deckel (7) an einer Stirnseite (11) mindestens mit einem komplementär zum Steckelement ausgebildeten Aufsteckglied (12, 13) ausgebildet ist und auf der der Steckverbindung gegenüberliegenden Deckelstirnseite und Stirnwand (4) des Behälterunterteils (1) die Rast- oder Schnappverschlußverbindung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Steckelemente (9, 10) vorgesehen sind, die im Bereich des oberen Rands der Stirnwand (5) mit Abstand zueinander angeordnet und in Art von Steckzungen (9, 10) ausgebildet sind, wobei die Aufsteckglieder (12, 13) an einer korrespondierenden Deckelstirnseite (11) als zwei taschenförmige Aufnahmen bzw. Aufnahmetaschen (12, 13) ausgebildet sind, die in Richtung der Steckzungen (9, 10) offen und im übrigen komplementär zu deren Kontur ausgebildet sind. Behälter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steckzungen (9, 10) einstückig an der Stirnwand (5) des Behälterunterteils (1) angeformt sind. Behälter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmetaschen (12, 13) einstückig an der Stirnseite (11) des Deckels (7) angeformt sind. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die nach innen vorspringenden Steckzungen (9, 10) in die Stirnwand (5) des Behälterunterteils eingelassen und über die Innenfläche der Stirnwand des Behälterunterteils nicht vorstehen. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß am Deckel (7) an den zur Stirnseite (11) mit den Aufstecktaschen (12, 13) zulaufenden Seitenrändern Aufsetzrampen (14, 15) vorgesehen sind. Behälter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufsetzrampen (14, 15) durch zwei von der Deckeloberfläche sich nach unten erstreckenden Seitenstege gebildet sind, welche bei aufgesetztem Deckel (7) die zur Stirnwand (5) mit den Steckelementen (9, 10) führenden beiden Seitenwände (2, 3) des Behälterunterteils zentrierend übergreifen (in Art einer Schürze 16). Behälter nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufsetzrampen (14, 15) durch einen schräg verlaufenden Stirnrand der Seitenstege bzw. Schürzen (16) gebildet sind. Behälter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die schrägen Stirnränder der Aufsetzrampen (14, 15) über eine Rundung in den unteren Rand der Seitenstege bzw. der Schürze (16) auslaufen. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenstege sich im wesentlichen über die gesamte Länge des Deckels (7) erstrecken. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Seitenstege als Teil einer die beiden Längswände (2, 3) und den Rast- oder Schnappverschluß aufnehmenden Stirnseite des Deckels (7) umlaufenden Schürze (16) gebildet sind, welche beim Aufsetzen des Deckels auf das Behälterunterteil (1) die Seitenwände (2, 3, 4) des Behälterunterteils übergreift. Behälter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Behälterunterteil (1) in einer Teilhöhe der Seitenwände (2 bis 5) eine umlaufende oder abschnittsweise vorgesehene Stapelschulter (18) aufweist, dergestalt, daß der untere Behälterabschnitt (19) in einen im Stapel darunter liegenden Unterteil (1) bis zur Anlage der Stapelschulter (18) am oberen Rand des unteren Behälterunterteils einsteckbar ist, und daß mindestens an einer Stirnwand (4) von der Stapelschulter (18) abwärts gerichtete Stapelstege (21, 22) außenwandseitig vorgesehen sind, die in einer Ausrichtung des Behälterunterteils auf dem oberen Rand (24) einer Stirnseitenwand eines im Stapel unten liegenden Behälterunterteils (1) für eine Stapelung vollbeladener Behälter aufliegen und in einer um 180° gedrehten Ausrichtung des Behälterunterteils in entsprechende komplementäre innenwandseitige Ausnehmungen in der gegenüberliegenden Stirnseite des unten liegenden Behälterunterteils eintauchen, so daß der Behälter mit seiner Stapelschulter (18) auf dem oberen Rand des im Stapel unten liegenden Behälterunterteils aufliegt. Behälter nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Stapelstege (21, 22) oberhalb des Bodens (6) des Behälterunterteils (1) enden, derart, daß bei Auflage der Stapelstege (21, 22) des im Stapel oben liegenden Behälterunterteils (1) auf dem oberen Rand des im Stapel unten liegenden Behälterunterteils das obere Behälterunterteil bodenwandseitig mit seinem unteren Abschnitt (19) um ein geringeres Maß in den im Stapel unten liegenden Behälterunterteil eintaucht.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com