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Dokumentenidentifikation DE102004012357B4 03.05.2007
Titel Deformationselement
Anmelder Dr.Ing.h.c. F. Porsche AG, 70435 Stuttgart, DE
Erfinder Luik, Klaus, 75417 Mühlacker, DE;
Gutschner, Andreas, 71706 Markgröningen, DE;
Zierle, Matthias, 70794 Filderstadt, DE
DE-Anmeldedatum 13.03.2004
DE-Aktenzeichen 102004012357
Offenlegungstag 13.10.2005
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 03.05.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.05.2007
IPC-Hauptklasse B62D 25/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60R 21/04(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein Deformationselement für eine Aufbausäule nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Aus der DE 199 33 785 A1 ist ein Innensäulenelement für eine Aufbausäule einer Fahrzeugkarosserie bekannt, das als Deformationselement ausgebildet ist und einen Energieabsorptionsbereich aufweist. Aus der DE 23 49 830 C2 ist ein Deformationskörper bekannt, der aus einem Hohlprofil besteht und sich in Fahrzeuglängsrichtung am Seitenholm des Fahrzeugs erstreckt und mit Abstellungen versehen ist, die sich am Fahrzeugrohbau abstützen. Der Deformationskörper ist unmittelbar mit einer Polsterung versehen, die dem Fahrzeuginsassen zugerichtet ist.

Aufgabe der Erfindung ist es, ein Deformationselement für eine Aufbausäule einer Kraftfahrzeugkarosserie zu schaffen, das einfach herzustellen und am Rohbau zu befestigen ist und darüber hinaus eine optimale Energieabsorption in Höhe eines Kopfaufschlagbereiches eines Fahrzeuginsassen gewährleistet, so dass Verletzungen entgegengewirkt werden können.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst. Weitere vorteilhafte Merkmale beinhalten die Unteransprüche.

Die mit der Erfindung hauptsächlich erzielten Vorteile bestehen darin, dass ein einfach zu befestigendes Blechformteil mit einer Aufprallfläche am Rohbau einer Fahrzeugkarosserie an wenigen Punkten zu befestigen und abzustützen ist. Insbesondere besteht das Deformationselement aus einem profilierten Blechformteil mit einer einem Kopf des Fahrzeuginsassen zugerichteten Aufprallfläche. Diese ist zu einem Rohbauteil der Fahrzeugkarosserie beabstandet angeordnet und Abstellungen von der Aufprallfläche sind mit dem Rohbauteil verbunden bzw. sind diese am Rohbauteil abgestützt ohne feste Verbindung.

Damit eine ausreichende Energieabsorption erfolgen kann, ist die Aufprallfläche des Deformationselements mit freiliegenden Randbereichen versehen, damit keine Verbindung zum Rohbauteil besteht. Des Weiteren ist das Deformationselement mit dem Rohbauteil über Abstellungen verbunden, welche aus Befestigungszungen bestehen, die zwischen sich die freiliegenden Randbereiche der Aufprallfläche aufweisen.

Zur Deformation des Elements bei einem Kopfaufprall ist die Aufprallfläche des Deformationselements in Bezug auf das Fahrzeug mit einem sich in Längsrichtung erstreckenden tunnelartigen Freiraum versehen, der mit freiliegend zum Rohbauteil ausgeführten vorderen und hinteren Randbereichen versehen ist.

Gegenüberliegend von zwei zwischen zwei Abstellungen angeordneten freiliegenden Randbereichs des Deformationselements ist ein sich am Rohbauteil nur abstützender Schenkel vorgesehen, der eine seitlich abragende Abstellung zum Rohbauteil aufweist, welche mit diesem über eine Nietung fest verbunden ist. Hierdurch wird in vorteilhafter Weise nach der Erfindung erreicht, dass sich die Aufprallfläche des Deformationselements bei einem Kopfaufprall nach innen einbeulen kann bzw. die Aufprallfläche dann energieabsorbierend wirkt.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben.

Es zeigen

1 eine schematische Darstellung eines Fahrzeugaufbaus mit einer A- und C-Säule sowie ein im Dachseitenholm des Rohbaus strichpunktiert angedeutetem Deformationselement,

2 eine schaubildliche Darstellung des eingebauten Deformationselements vom inneren des Fahrzeugs her gesehen,

3 eine vergrößerte Darstellung des eingebauten Deformationselements,

4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der 2 und

5 einen Schnitt (gedreht) nach der Linie V-V der 2.

In einem Dachseitenholm 1 eines Fahrzeugaufbaus ist im Verbindungsbereich einer C-Säule mit einem Dachquerträger ein Deformationselement 4 angeordnet, welches mit dem Fahrzeugrohbau bzw. einem Rohbauteil 3 durch eine Nietung oder dgl. verbunden ist. Dieses Deformationselement 4 ist im Kopfaufprallbereich eines Fahrzeuginsassen angeordnet und energieabsorbierend ausgeführt.

Das Deformationselement 4 besteht hierzu aus einem profilierten Blechformteil mit einer einem Kopf des Fahrzeuginsassen zugerichteten Aufprallfläche 5. Diese ist zu dem Rohbauteil 3 des Fahrzeugaufbaus, an welchem das Deformationselement 4 befestigt ist, mit einem Abstand a angeordnet. Die Befestigung und Abstützung am Rohbaumteil 3 erfolgt über mehrere Abstellungen 7, 8, 9, 10 und 11 von der Aufprallfläche 5.

Damit eine Deformation des Elements 4 bei einem Kopfaufprall nicht behindert wird, ist die Aufprallfläche am Rand in mehreren Bereichen B1, B2 und B3 freiliegend zum Rohbauteil 3 ausgeführt.

Das Deformationselement 4 ist über die als Abstellungen 7, 8 und 9 ausgeführten Befestigungszungen mit dem Rohbauteil 3 beispielsweise über Nietungen fest verbunden. Die weiteren Abstellungen 10 und 11 sind alleinig als Abstützung zum Rohbauteil 3 ohne feste Verbindung ausgeführt. Zwischen diesen Abstellungen 7, 8, 9, 10 und 11 sind die freiliegenden Randbereiche B1, B2 und B3 angeordnet.

Die Aufprallfläche 5 des Deformationselements 4 weist – in Bezug auf das Fahrzeug gesehen – einen sich in Fahrzeuglängsrichtung erstreckenden tunnelartigen Freiraum R auf, der in 5 näher dargestellt ist. Dieser Freiraum R ist – in Bezug auf die Fahrtrichtung F des Fahrzeugs gesehen – vorderseitig mit dem freiliegenden Randbereich B2 und hinterseitig mit dem weiteren freiliegenden Randbereich B3 versehen. Der vordere Randbereich B2 weist zu beiden Seiten die Abstellungen 8 und 9 und der hintenliegende Randbereich B3 weist die Abstellung 7 sowie die weitere Abstellung 10 auf.

Die Abstellung 11 dient zur Abstützung am Rohbauteil 3 und ist mit einem Schenkel 12 versehen, der seitlich abragend die befestigbare Abstellung 9 aufweist und sich flächig am Rohbauteil 3 abstützt. Die Abstellung 11 weist keine Nietung auf und ist mit dem Rohbauteil nur abstützend verbunden, wobei der Schenkel 12 ebenfalls nur zur Abstützung dient.

Wie in den 4 und 5 näher gezeigt, ist die Aufprallfläche 5 des Deformationselements 4 mit einem Abstand b zur Säulenverkleidung 15 der Aufbausäule angeordnet.

Durch die Ausbildung des Deformationselements 4 mit der freiliegenden Aufprallfläche 5 zum Rohbauteil 3 sowie durch die Befestigung und durch die Abstützungen am Rohbauteil 3 über die Abstellungen 7 bis 11 und den freiliegenden Randbereichen B1, B2 und B3 kann das Deformationselement 4 energieabsorbierend wirken, so dass bei einem Kopfaufprall ein unbehindertes Eindrücken der Aufprallfläche 5 erfolgen kann.


Anspruch[de]
Deformationselement für eine Aufbausäule einer Fahrzeugkarosserie zum Schutz eines Fahrzeuginsassen bei einem Aufprall umfasst einen Energieabsorptionsbereich zur Aufnahme von Aufprallenergie, wobei das Deformationselement aus einem Blechformteil mit einer einem Kopf des Fahrzeuginsassen zugerichteten Aufprallfläche besteht, die zu einem Rohbauteil der Fahrzeugkarosserie mit einem Abstand angeordnet ist und das Blechformteil über Abstellungen mit dem Rohbauteil verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufprallfläche (5) des Deformationselements (4) zwischen den Abstellungen (7 bis 11) Randbereiche (B1, B2 und B3) umfasst, die freiliegend zum Rohbauteil (3) der Fahrzeugkarosserie angeordnet sind und dass das Deformationselement (4) gegenüberliegend von den zwei Abstellungen (7, 8) und dem freiliegenden Randbereich (B1) einen sich am Rohbauteil (3) abstützenden Schenkel (12) umfasst, der mit der seitlich abragenden Abstellung (9) zum Rohbauteil (3) versehen ist und dass die Aufprallfläche (5) des Deformationselements (4) mit einem Abstand (b) zu einer Säulenverkleidung (15) der Aufbausäule angeordnet ist. Deformationselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufprallfläche (5) des Deformationselements (4) einen sich – in Bezug auf das Fahrzeug – in Längsrichtung erstreckenden tunnelartigen Freiraum (R) mit den freiliegend zum Rohbauteil (3) ausgeführten vorderen und hinteren Randbereichen (B2 und B3) aufweist, wobei zumindestens ein seitlicher Rand (W) des tunnelartigen Freiraumes (R) zwischen den zwei Abstellungen (7 und 8) den weiteren freiliegenden Randbereich (B1) aufweist.






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